Anfeuernde Reden in der Sma.
Wie die Petersburger TelegraphemAaentur meldet, gaben in der Duma der Kriegsminister und der Martueminister Erklärungen ab, die von der gesamten Duma mit lebhafter Begeisterung ausgenommen wurden: Der Krtegsmintste r sagte: 27 Monate dauert der Kanrpf des blutigen und grausigen Weltkrieges. Unser heißgeliebter Herrscher hat diesen Krieg nicht gewünscht und seinen Ausbruch nicht gewollt. Wir wissen alle, daß weder der Kaiser, noch unsere tapferen Verbündeten bei ihren Bemühungen, diesen Weltbrand zu vermeiden, im Lager des Gegners Unterstützung fanden. Im feindlichen Lager ist während etwa zehn Jahren der Gedanke gepflegt worden, daß man sich mit Gewalt der Vorherrschaft und des ersten Platzes unter allen Völkern bemächtigen müsse. (Beifall.) In diesem feindlichen Lager sind etwa zehn Jahre lang die Schwerter geschlissen und die Waffen bereitet wurden. Man wartete nur auf die festgefetzte Stunde, um die Nachbarn zu überfallen, um sie anzugreifen, um sie mit einem
zu unterwercen. Diese zer- rschwunden wie. der Rauch.
zermalmenden Schlag zu Boden zu strecken lind sie zu zwingen, sich seinem Willen zu unterwerfen. Diese zermalmenden Schläge sind verschwunden wie der Rauch. 27 Monate dauert der Krieg, Gott allein weiß, wielange er noch dauern wird. Als alter Soldat bin ich im Ernste davon überzeugt, das jeder Tag uns dem Sieg näher bringt. (Beifall.) Jeder Tag bringt unseren bösen und frechen Feinden der Niederlage näher. Welches ist die Wandlung, die sich in der Welt vollzogen hat, was ist denn geschehen? Es ist gerade das geschehen, was gewisse Persönlichkeiten im August 1914 voraussahen, daß, was nicht nur in Rußland, sondern in offen Ländern der Alliierten einen Akt der Treue barstellt, daß nicht das Heer allein den Krieg führt, sondern der ganze Staat. (Beifall.) Alle möglichen Menschen wurden zur Munitionsherstellung genommen, nicht nur Männer
und Kinder, sondern auch Frauen und junge Mädchen. Die Zahlen zeugen für die Ergebnisse dieser allgemeinen Bewegung. Ich werde nicht alles aufzählen, sondern mich darauf beschränken, festzustellen, daß die Zunahme in gewissen Fällen das 40fache betragen hat. (Lebhafter Beifall.) Bei betäubenden Gasen betrug die Zunahme das 33- bis 69fache. Der Feind ist gebrocken, er wird nicht davonkommen. Ich wiederhole: jeder Tag bringt uns dem Siege näher und nähert den Gegner der Niederlage und, wie der Präsident der Duma sagte, wir müssen siegen, koste es was es wolle. Das ist der Befehl des obersten Kriegsherrn unseres tapferen Heeres. Dies erfordert die Wohlfahrt unseres Vaterlandes, alles andere kommt erst in zweiter Linie in Betracht. Keine Macht in der Welt ist imstande, Rußland zu besiegen. (Beifall.t
Der Marineminister erklärte: Der Kriea wird bis zu Ende geführt werden. (Lebhafter, anhaltender Beifall.) Nachdem ich erfahren hatte, daß der Kriegsminister hier Erklärungen abgeben würde, hielt ich es für meine Pflicht, auch eine Erklärung abzugeben und Ihnen, wie immer, offen und frei heraus zu sagen, daß Ihre dauernde Unterstützung bei der nationalen Verteidigung mir auch dieses Mal das Recht gibt, mich an Sie zu wenden, da die nationale Verteidigung gebieterisch Ihre einmütige Zusammenarbeit erheischt.. (Anhaltender Beifall.)
Wie man sieht, haben die russischen Minister von den englischen Phrasenhelden vieles gelernt.
Ueber Rußlands innere Verhältnisse
heißt es in einer aus Genf kommenden Drahtu meW^^JÄ russischen' Stim
Umschwung gegenüber ernste Zweifel berechtigt , , nen, so haben die letzten zwei Monate eine völlig veränderte Sachlage geschassen. Zwei Momente scheinen in erster Reihe maßgebend gewesen zu sein: 1. die hochgespannten Hoffnungen, die an die Kriegserklärung Rumäniens geknüpft wurden, und ihr klägliches Lcher- tern und 2. andererseits der immer größer werdende Mangel a« den wichtigsten Produkten. Von einer allgemeinen Hungersnot läßt sich in Rußland heute noch nicht sprechen, doch steht der Winter vor der Tnr. Durch den Mangel an Rohstoffen, die über Archangelsk kanten, wo dank unserer Unterseebootstätigkeit der Verkehr so gut wie gesperrt ist, sind zahlreiche Fabriken zum Stillstand gezwungen, und Tausende von Areeitern verlieren dadurch ihren Unterhalt. Auch, zwmgt der Mangel an Kohlen viele Fabriken, die Arbeit cm- zustellen. Von den Kreisen der brotlosen Arbetter geht die Unzufriedenheit aus, die sich über alle Schichten der Bevölkerung erstreckt. Die festen Unruheu in Petersburg, Moskau und Charkow werden allgemein nur acs der Anfang großer Unruhen angesehen. Daß auch die russische Regierung diesen Standpunkt teilt, geht aus den wiederholten Eingaben der Gouverneure "»den Minister des Innern hervor, in denen auf die Gefahr aufmerksam gemacht wird, die durch die erregte vmliv- stimmung der staatlichen Sicherheit droht. Aus Grund dieser Tatsackw ist daher eine Aenderung in der Beurteilung der inneren russischen Verhältnisse geboten, Seit es siÄ doch heute nicht mehr um haltlose Ver- ' mutungen, sondern um eine von der russischen Regierung offen erkannte Gefahr.
Der bulgarische Heeresbericht
....... i o mntietiiBer meldet: 9)1 azedoNische Front.
Abschnitt Veluchina-Noleven lebhaftes Artillerie- Ner Jm Ceruabogen wiederholte der Feind seine An- ^I'isse wurde aber blutig abgeschlagen. Ebenio jchci- K® Anariffe die der Feind in der Nacht zum 18. No- nember in der Gegend des Dorfes Grumchte und bei Ne unternahm. Westlich des Wardar schwaches und östlich des Flu ses lebhaftes, aber zeitweilig aussetzen- des ÄrtMeriekeuer. Am Fuk-e Öyscri^iiela^^ lüÄmÄ
WÄLZ EN , A» »L m ägäischen Meeres Ruhe. R umän i sch e t>r ün t. Es ist kein wichtiges Ereignis zu melden.
Italiens Kriegsziele und England.
Die konservative Mailänder „Perseveranza^ vom 14. November schreibt: „Das „Giornale d Jtaliw' wendet sich (in einem teilweise in der deutschen Preise wie- dergegebcnen Artikel) mit Recht gegen die Stimmen, welche England ein Jndielängeziehen des Krieges vorwerfen. Italien ist an erster Stelle interestiert an dem zähen Festhalten Englands an seinem Vorhabell. Ein vermittelnder Friede etwa auf dem status quo wurde Italien aufs schiverste treffen. Wir haben keine Territorien vom Feind zu befreien, außer wenigen Quadrat- kilonretern auf dem Trienttuer Hochplateau, wir ,vollen vielmehr Gebiet, das Oesterreich gehört, erobern, und das ist nur möglich mittels des vollen Sieges, von dem ASquith spricht. Ja, wir wollen eine volle Umwälzung der Verhältnisse an der Adria, ein politisch und niilttärisch geschwächtes, wenn tticht ein venrichte- tes Oesterreich, weil wir sonst nach wenig— " ".....* Erholung eine Strafexpedition zu gewartt
>ren ten.
Wir haben den Krieg aus heiligem nationalen Egoismus begonnen, es ist Unsinn, zu behaupten, daß wir nur Frankreich und England helfen wollten und ihrem Egoismus dienen. Ein deutscher Friede wäre verhängnisvoll für uns. Selbst die deutschen Sozialisten, die Frankreich alles Französische, Belgien alles Belgische zurückgeben wollen, sprechen niemals von unseren nationalen Aspirationen. Statt also über Englands Per- fidie zu schimpfen, haben wir allen Grund, ihm für seine Zähigkeit im Festhalten seiner Pläne dankbar zu sein.
(Was für wunderliche Blüten doch dieser „heilige Egoismus" der Italiener zeitigt.)
Neue Anruheu in Indien.
Der Staatssekretär für Indien teilt mit, daß die indische Regierung am 14. November die Linsammlung großer, auf 8000 Mann geschätzter Streit fräste der Moh- ma»ds an der Grenze gegenüber von Chubkadr beiautii gab. Die englische» Truppen griffen sie am 16. November an. Der Feind war zu zerstreut, um ein gutes Ziel für die Kanonen abzugeben. Zum ersten Mal in den indischen Kriegen wurden Flugzeuge mit sehr großem Nutzen angewandt. Die feindlichen Verluste sollen an 100 Tote oder Schwerverletzte betragen. Die Verluste der Engländer sind ein Mann tot, zehn verwundet. Die Streitkräfte der Mohmands scheinen zurückgezogen worden zu sein, denn am nächsten Morgen fand man bei der Erkundung nur noch eine sehr kleine Gruppe.
kriezMerlei.
Kaiser Franz Josef als Kriegsanleihezeichner.
Im Auftrage Seiner Majestät des Kaisers wird die Generaldirektion der Allerhöchsten Privat- und Fa- milienfonds einen Betrag von 10 Millionen Kronen nominell der 5. österreichischen Kriegsanleihe und einen gleich hohen Betrag nominell der 5. ungarischen Kriegs- anlerhe zeichnen.
Botschafter Gerard kehrt nicht zurück?
Eine Kopenhager Drahtung des „B. L.-A." besagt: „Wetschernaja Wremja" will aus zuverlässiger Quelle erfahren haben, daß Botschaster Gerard nicht wieder nach Berliti znrückzui ehren beabsichtige. An seiner Stelle werde baldigst ein anderer Diplomat zum Botschafter der Vereiuigteu Staaten in Berlin ernannt werden.
Rücksicht auf die Familienverhältnisse der Mauuschafte».
4b* Berlin, 19. November. (T. U.) Das Kriegs- minifterium hat Anordnung getroffen,daß» bet der Verwendung der Mannschaften auf die Familieuverhältnisse der oft schon durch schwere BlMopfer hart geprüften Familien Rücksicht zu nehmen ist und daß Familienväter mit vielen Kindern möglichst nicht dauernd in vorderster Linie Verwendung finden.
Versöhnlicherer Ton in der norwegischen Preffe. .
Zlus Christiania meldet der Vertreter des WTB.: Der Ton der norwegischen Presse verändert sich immer - mehr in versöhnlichem Sinne. Deutlich sieht man jetzt bei den meisten Blättern die Ilbsicht sich mit Deutschland zu verständigem Besonders bemerkenswert ist „Mor- genbladets" Standpunkt, das nun ebenfalls zugibt, daß Form und Zeitpunkt der norwegischen Ubootsverord- uung vom 13. Oktober glücklicher hätten gewählt werden können.
Auszeichnung des Generals von Bochmer.
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ragendem durch zähe Ausdauer und eiserneri Willen ge- kennzeichileten erfolgreichen Führerleistungen bei der Abwehr der russischen Sommeroffensive 1916 und der dadurch auf der ganzen Heeresfront erreichten günstigen Gestaltung der Gesamtlage zum Inhaber des Grvtz- kreuzes des Milttür-Max-Josephs-Ordens ernannt.
Politische Rundschau.
Austritt aus dem Beirat des Kriegsernährüngs- amtes. Der Geheime Obermedizinalrat Professor Dr. Abel, Direktor des hygienischen Instituts der Universität Jena, gibt laut „B. T." bekannt, daß er seinen Austritt aus dem Beirat des Kriegsernährungsamtes erklärt habe, weil er mit der Tätigkeit des Kriegsernährungsamtes in wichtigen Fragen nicht einverstanden sein könne.
Keine Mitregeutschast des Thronfolgers Erzherzog Carl Franz Joseph. Der Wiener Mitarbeiter der „Kreuzzeitung" ist ermächtigt festzustellen, daß die Gerüchte, wonach am 2. Dezember durch eine Proklamation des Kaisers in gewissem Sinne eine Mitregeutschast des Thronfolgers Erzherzog Carl Franz Joieph verfügt werden soll, jeder Grundlage entbehren.
Die Piovilisationskosten der Schweiz. Die Ausgaben der Schweiz für die Mobilmachung belaufen sich bis zum 13. November auf 471313 000 Francs. Zur Verminderung der beträchtlichen schwebenden Schuld ist laut „Frkf. Ztg." beabsichtigt, im geeigneten Zeitpunkt wiederum eine feste 6. MobilisationSanleihe'im Inland aufzunehmen. . t t t ,
Das Zivildienstgcseß, mit dem der Bundesrat sich in dieser Woche beschäftigen wird, soll, wie der „Vorwärts" mitteilt, den Titel „vaterländischer Hilfsdienst" erhalten. Das Gesetz wird sich auf alle männlichen Personen zwischen dem 17. und dem 60. Lebensjahre erstrecken.
„Von Anfang bis Ende erfunden". Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt unter diesem Titel: „Der Lyoner Funkspruch ueröreitet eine angebliche Meldung aus Bern, wonach der Reichskanzler im Reichstage bei den Beratungen Über das polnische Manifest erklärt hätte, wenn die freiwillige Rekrutierung in Polen nicht genüge, werde zur Zwangsrekrutierung gegriffen werden und wenn das polnische Heer nicht befriedige, würde die Verpflichtung zur Gründung des Königreichs Polen zurückgenonunen werden." Wir stellen fest, daß der Reichskanzler keinerlei Aeußerungen dieser Art getan hat. Die Lyoner Meldung ist von Anfang bis zu Ende erfunden.
Vermischtes.
Getreibeschieber. In Berlin wurde der Kaufmann Moser, der eine Grützwurstfabrik in großem Maßstabe betrieb, verhaftet, weil er von einem Danziger Ge- treideschiebcr Hunderte von Zentnern Gerste bezogen und mit 100 bis 120 Mark den Zentner bezahlt hat, während nach den Bestimmungen der normale Preis 26 Mark betrug. Er bat auch veranlaßt, daß seine Gerste unter falscher Bezeichnung gesandt wurde. Eine Durchsuchung förderte noch 250 Zentner zutage, die beschlagnahmt wurden. Trotz des hohen Preises für den Rohstoff kam er immer noch auf seine Kosten, weil die Grützwurst zu jedem Preise gekauft wurde.
Eine Geschichte von moaefeuer. Ein hübsches un> noch dazu sehr lehrreiches Geschichtchen hat dieser Tage der bekannte Schriftsteller Norbert Jacques in einem Bortrag über „Die Schweiz im Kriege" erzählt, den er in Frankfurt a. M. gehalten hat. Die „Franks. Nachr." berichten darliber als besonders charakteristisch für amerikanisches Machtbewußtsein. Herr Rockefeller ersuchte anläßlich seines Besuches in Zürich um Lieferung von Benzin, die ihm jedoch abgeschlagen wurde, jedenfalls auf Grund der bekannten Vierverbandsvorschriften. Darauf erklärte Rockefeller, daß, wenn nicht bis zum Abend zwei Zisternen Benzin vor dem Hotel Baur au Lac bereitständen, er sofort die Petroleumzufuhr von Amerika sperren werde. Es blieb nichts andereres übrig, als seinem Verlangen zu willfahren: er entnahm den Zisternen die von ihm gewünschte Menge und sandte den Nest zurück. Das ist die Art von Neutralen, mit Neutralen umzugehen.
Der Brief einer Kriegsmutter. Aus seiner Sammlung teilt ein Lehrcr der „Leipziger Abendzeitung" einige Briefe mit, die trotz aller Drolligkeiten viel Ehrendes für die Schreiberinnen enthalten. „Geehrter Herr Lehrer." schreibt eine Mutter, „wenn der Alfred heute wieder nies) richtig geschriewen hat, so liegt das am Stadtrat. Die Spriche hat er vorn Buttergeschäft gelernt, die kann er. Wie er aber mußte zwei Stunden auf die Knochen warten, konnt er nich schreiwen und Petroleum Habn wir nich da da müssen Sie nochmal ein Auge zudrückn, einst wirds besser."
Was darf der Landwirt nicht verfüttern und was darf er verfüttern?
Zttfammcngestellt von der Pretsberichtstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats.
Was darf der Landwirt nicht verfüttern?
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Brotgetreide, Roggen, Weizen, Spelz, Mengkorn aus Brotgetreide und anderem Getreide, Mehl, Brot, Schrot aus Brotgetreide und Htnterkorn, Gerste, soweit sie zu den abzuliefernden 60 Prozent der Ernte gehört.
Hafer, Mengkorn und Mischfrucht aus Hafer mit anderem Getreide oder mit Hülsenfrüchten, soweit er nicht in bestimmten Mengen zur Berfütterung freigegeben ist.
Buchweizen und Hirse.
Erbsen, Bohnen und Linsen.
Kartoffeln, die noch als Speise- oder Fabrikkar- tosfeln verwendbar sind, Kartoffelstä^e, Kartoffelstärkemehl, Erzeugnisse der Karto^eltrocknerei. Vollmilch (außer
6 Wochen). Zuckerrüben. Bucheckern.
Was darf der Kleie.
Bon der Gerste
an Kälber und Schweine unter
Landwirt verfüttern?
______ 40 Prozent der Ernte: er darf sie zu diesem Zweck schroten.
Von Hafer, allein oder im Gemenge, bis zum 31. Dezember 1916 folgende Mengen pro Tag und Kopf: an Pferde 4'4 Pfund, an Zuchtbullen und Arbeitsochsen 2% Pfund, an Ziegenböcke zur Zucht mit Genehmigung der zuständigen Behörde
e- tn" nä-
5. Runkelrüben, Wasserrüben, Kohlrüben (Steckrüben, Winken), Mohren, Kohl.
6. Zuckerrübenblätter und Zuckerrübenschnitzel.
7. Kartoffeln, die weder Speise- noch Fabrikkartof- feln sind, aber nur an Schweine und Federvieh: soweit Berfütterung an Schweine und Federvieh nicht möglich ist, auch an andere Tiere.
8. Gras, Heu, Stroh, Häcksel.
9. Vollmilch nur an Kälber und Schweine unter 6 Wochen, Magermilch.
10. Alle nicht genannten und zur Berfütterung nicht verbotenen Erzeugnisse.
Weitere Drahtnachrichten.
Sarrails Abschied?
«-£> Sofia, 20. November. (Privattelegr.) Nach Blüttermeldungen inspizierte laut „B. L.-A." SarraU alle Stellungen und sprach seine Unzufriedenheit über deren Zustand aus. Besonderen Tadel erhielt der Chef der italienischen Truppen. Sarrail veravfchjedete sich von den Führern iu einer für Franzosen nicht übliche» Manier.
Die Polenfrage im Abgeordnetenhaus.
es» Berlin, 20. November. (T. U.) Das „B. T." schreibt: Die heutige Sitzung des preußischen Abgeord- itetenhauseS degiunt erst um 4 Uhr. Als Hauptpunkt steht auf der Tagesordnung der kouservatio-freikonser- vative-nationalliberale Antrag über Polen. Für die fortschrittliche Volkspartei wird der Abgeordnete Pach- nicke sprechen, den Sandpurck der Regierung wird der Minister des Innern von Löbell vertreten.
Großfürst Nikolaus ins Hanptqnartier befohlen,
6-^ Lugano, 20. November. (T. 1t.) Aus Petersburg wird gedrahtet, Großfürst Nikolans fei vom Kare» ins Harrptquartier gerufen worden, um in der Polen- frage eine führende Stellung zu ttbernebmen.
Der dentsche Vormarsch in Rumänien.
Lugano, 20. November. (T. II.) „Carriere delk Sera" meidet aus Paris: Die französische Presse sei de, Ansicht, daß die Deutschen ihren ursprünglichen strategischen Plan, Rumänien in zwei Teile zu schueiden, aufgegeben hätten und nunmehr einen wirtfdmftliÄeu Zweck verfolgten. Das wallawische Flachland fei von den Deutschen wegen der Lebensmittel und des Petro- leums besetzt worden.
Der Kampf um de« St. Pierre-Vaast-Wald.
w Berlin, 20. November. (T. U.) Der KriegS- bericknerstatter der „Morgenpost" meldet seinem Blatts unter dem 19. November aus dem Großen Hauptquartier: Für die Franzosen bedeutete der Oiacfnnittag deS gestrigen Tages nichts, als daß sie sich vier Mal hrnter- einander im St. Pierre Vaast-Walde und bei Saillisel blutige Köpfe holten. Dasselbe Schicksal erlitten den ganzen Tag über die Engländer auf ihrem Teil der Front, trotzdem sie immer wieder starke und frische Kräfte ein setzten. Die Verluste der Engländer werden allgemein als ganz außergcwöliulich hohe bezeichnet. Die Höhen von Serie sind fest in deuttchem Besitz, daran bat außer den starken feindlichen Angriffen auch das schlechte Wetter des letzren Tages nichts ändern können.