so schnell Me mvglrcy reparier: mim; unseren rroovren muß das Recht zustehen, genau so wie jeder Kreuzer in norwegischen Häfen die völkerrechtlich festgesetzte Zeit vor Anker gehen zu dürfen. "
Noch immer kein sicheres Ergebnis für Hughes.
Ein sicheres Ergebnis der amerikanischen Präsidentenwahl liegt noch immer nicht vor. Reuter meldet aus Neuyork vom 9. November: Um 4 Uhr früh, 24 Stunden, nachdem die amerikanischen Blätter aller Parteien die Wahl Hughes für sicher gehalten hatten, ist die Wage noch immer unentschieden. Auf beiden Seiten herrscht große Aufregung. Beide Parteien beanspruchen den Steg.
,, „Associated Preß" berichtete am Mittwoch, die wahr- Weinliche Stärke im Wahlkollegium auf 232 Stimmen für Wilson und 239 Stimmen für Hughes, während 60 Stimmen von acht Staaten zweifelhaft seien.
Der Geist des ttijfifdjen Heeres.
Die Fälle im russischen Heere mehren sich, in denen russische Soldaten einfach streiken und die sinnlosen, nur ungeheure Opfer erfordernden Angriffe nicht mehr nutmachen. Aus zahlreichen Gefangenenaus- sagen feien für diese Tatsachen einige Beispiele ange- ührt: Ueberlauser vom 499. Regiment der 125. Tivi- wn, die nördlich von Zaturcy eingebracht wurden, sagten aus, daß das 498. Regiment sich geweigert hätte anzugrerfen, und auch das 499. Regiment zur Gehorsamsverweigerung aufgehetzt habe. Sie drohten, auf die Borgeietzten zu schießen. Der auf 6 Uhr früh befohlene Angriff mußte daher unterbleiben. Gegen 9 Uhr kam der Oberst in die vorderste Linie, bedrohte einen Ofsi- zier mit dem Revolver, und es kam zu heftigen Auseinandersetzungen, worauf schließlich die Regimenter herausgezogen und an eine ruhigere Stelle der Front gebracht wurden.
. Ebenso weigerte sich das 2. Bataillon des 408. Regiments der 2. Division vorzugehen. Auch hier kam es zu heftigen, aufgeregten Verhandlungen zwischen den Offizieren und Mannschaften, und schließlich stellten die Leute die Bedingung, daß die Kompagnieoffiziere beim Sturm mit vorgehen müßten. Die Ofsiiztere gingen daraufhin.mit vor, und nun erfolgte der Angriff. Aeyn- liche Vorgänge spielten sich beim 406. Regiment ab. Auch hier weigerte sich die Btannschaft, dem Angriffsbefehl nachzukommen, und erklärte den Offizieren, sie wären kriegömude, und wenn die „Herren" nicht Frieden machen wollten, dann werde ihn der russische „Bauer" erzwingen. Vergebens suchte man die Leute des 8. Schüt- zenregiments der 2. Schützendivision dazu zu bewegen, den Graben zu verlassen. Schon am Tage vorher erhielt jeder eine Flasche Wein, um die Stimmung zu heben. „Den Wein tranken sie, aber angreifen wollten sie nicht", erzählte ein Ueberlauser. Die Uebermittlung des Angriffsbefehls der Division machte gar keinen Eindruck auf sie. Bei den turkmenischen «Schützengregimentern, deren Disziplin liberhaupt schlecht ist, sind Ungehorsam und Aufruhr an der Tagesordnung. So erzählt ein Gefangener vom 5. Turkmenischen Schützenregiment, drei Mann, die sich weigerten, aus dem Graben vorzugehen, wurden von ihren Offizieren erschossen. Daraufhin wurde einer dieser Offiziere von einem anderen Soldaten erstochen.
In den Urteilen der Berliner Presse über die Rede des Kanzlers im Hauptausschutz des Reichstags wird besonders auf die Frage der internationalen Friedensgarantien für die Zukunft hingewiesen und ausgesprochen, daß man den Worten des Kanzlers hierüber nur zustimmen könne.
: er jetzt mit an internatio-
Nach der „Kreuzzeitung" hat die Rede des Reichskanzlers das Greysche Gespinnst von Lüge und Heuchleret mit einem gründlichen Riß zerstört. Nachdem wir Belgien als englisch-französisches Aufmarschgebiet hätten erkämpfen müssen, hätten wir auch das Recht, unsere Hand darauf zu legen. Der Kanzler habe mit seiner bezüglichen Aeußerung bedauerlicherweise, wie es scheine, einen endgiltigen Verzicht ausgesprochen. Im Übrigen könne man der Stellungnahme des Reichskanzlers zur Frage der Friedenssicherung nach dem Kriege nur zustimmen.
Im „Lokalanzeiger" heißt es u. a.: Die berüchtigte Bankettrede Greys hat durch den Reichskanzler eine glänzende Abfuhr erfahren. Wir Deutschen haben in den zwei Kriegsjahren, in denen wir immer wieder Grey als den Haupturheber am Weltbrande an die Sonne rückten, der ganzen Welt diesen Namen in den Kopf gehämmert.
Die „Freist Z e i t u n g" schreibt: Wie der Reichskanzler sich schon seit Jahr und Tag zu Friedensver- handlungen bereit erklärt hat, so spricht er jetzt mit vollem Ernst die. Geneigtheit aus, auch au internatio- nalen Bürgschaften für einen dauernden Frieden mit- zuwirken. Jetzt ist es für die Entente und insbeson- dcre für England an der Zeit, mit einem Programm herauszurücken. Tut es Ars nicht, so trägt es an der weiteren Fortsetzung des Krieges ebenso die schuld, wie es den Ausbruch des Krieges auf dem Gewissen hat.
Wie die „G e r m a n i a" hervorhebt, hat sich gezeigt, wie nötig die Einrichtung werden kann, daß der Haupt- ausschuß des Reichstages ermächtigt rst, während der Vertagung des Plenums Sitzungen abzuhalteu, um Er- klärungen der Regierung über die auswärtige Politik entgegenzunehmen. Der Reichskanzler habe ein in je- dem Zug völlig klares Bild von den Ereignissen bei Kriegsausbruch gegeben, soweit Grey sie gegen uns ausnutzen wollte. Man werde es auch nun berechtigt finden müssen, wenn der Reichskanzler der Greuicheu . Idee von dem durch einen Völkerverein garantierten Weltfrieden sehr sympathisch aeaenüberstehe^
Das „B c r l i n e r Tagbl? meüM Wichtiger als die historischen Vorgänge, die für die «Muldfrage entscheidend sind, sind uns jetzt die Zukunftsideen, die der Kanzler erörterte. Wer mit dem Reichskanzler überzeugt ist, daß nach den entsetzlichen Verwüstungen dieses Krieges durch die ganze Menschheit ein schrei nach friedlichen Abmachungen und Verständigungen gehe, werde sich nicht davon abbringen lassen, diesem gewaltigen Schrei die Erfüllung vorzubereiten.
Im „Vorwärts" heißt es: Was die deutnbe Regierung will, das ist jetzt ziemlich klar. Das hat der Reichskanzler in anderen Worten als Scheidemann, aber nicht weniger deutlich gesagt. Man darf hoffen, daß die Rede des Reichskanzlers dazu beitragen wird, die Wolke des feindlichen Mißtrauens- zu zerstreuen und die Völker im Westen klarer blicken zu lassen. Wird einer neutralen Friedensvermittelung jetzt auch noch die Tür gewiesen werden? In der Rede des Kanzlers hört man die Schwingen der Zuknnst ran- üben, die uns das Ende der Kriegsschrecken bringen
die Wolke des feindli und die Völker im s
Kriegsalleriei.
Englands Druck auf Schweden.
,, Die „Frkf. Ztg." erfährt aus Stockholm: Die Nachrichten über den Anfang der schwedisch-englischen Wirt- schastsverhandlungen aus London, die hier eingetroffen sind, lassen erkennen, daß Lord Crewe die Gruppe der englischen Politiker vertritt, die die unbedingten Durchsetzung der englischen Hauptforderung auf Munitions- durchsuhr nach Rußland verlangen.
Rumänische Flüchtlinge in Moskau.
Wie Moskauer Blätter laut „B. L.-A" berichten, hat die Welle der rumänischen Flüchtlinge bereits Moskau erreicht. Die russischen Behörden treffen Vorbereitungen, um die Arbeitskraft der ankommenden Rumänen nutzbringend zu verwenden.
England braucht Männer zur Kohlenerzeugung.
Nach einer Meldung der „Central News" aus Lou- don erklärte der Staatssekretär des Innern, daß oie britische Regierung wegen der Notwendigkeit, 15 Millionen Tonnen Kohle mehr als bisher zu erzeugen, beschlossen habe, alle Männer zu befreien, die vor dem 24. Juni in der Kohlenindustrie angestellt waren.
Politifdie Rundschau.
Das preußische Sttaaismrnisterinm und die Polenfrage. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Ein Berliner Blatt hat die Behauptung aufgestellt, das preußische Staatsministerium habe von dem polnischen Plane der Reichsleitung erst amtlich erfahren, als schon alles festgestellt war. Wir stellen fest: Das Staatsministerium ist selbstverständlich gehört, und zwar in jedem Stadium der Verhandlungen und vor Fassung endgültiger Entschlüsse. Es hat das gesamte Für und Wider eingehend und zu wiederholten Malen durchgesprochen und sich auf den Boden der mit der kaiserlichen Kundgebung eingeleiteten Politik gestellt.
Die Aussichten auf Verständigung im Holzarbeiter- gewerbe. Nach der Städtekonferenz des dentschen Holz- arbeiterverbandes, die am Dienstag in Berlin zusam- mentrat, mußte laut „Vorwärts" mit der Wahrscheinlichkeit des Scheiterns der Verhandlungen gerechnet werden, die am Dienstag im Reichsamt des innern über die Verlängerung der Tarifverträge begonnen haben. Am Mittwoch wurde mit den Verhandlungen im Reichsamt des Innern fortgefahren. Ein endgültiges Ergebnis wurde noch nicht erzielt, doch berechtigten die seitherigen Ergebnisse zu der Hoffnung, daß eine Verständigung erreicht wird. In wichtigen Punkten sind die Parteien einig. Die Verhandlungen werden fortgesetzt.
Amerikas Stellung zur Polenfrage. Nach Meldungen aus Washington wird laut „B. L.-A." die amerikanische Regierung erst nach Ende des europäischen Krieges sich über die eventuelle Anerkennung des Königreiches Polen äußern. Der Papst nimmt angeblich die gleiche Stellung ein.
Ueber Vselkes Todessturz macht Professor Dr. Georg Wegener in der „Köln. Zig." nähere Mittellungen. Es ist vollkommen sicher, daß Boelcke nicht von einem Gegner gefällt wurde, nicht einmal hinterrücks, wie Achilles und rote Siegfried, sondern durch einen unglücklichen Zufall, an dem nie-
sich in die Lüfte erhoben, um eine Slnzahl englischer Flieger, die sich über unsere Linien gewagt hattet!, an- zugreifen. Die feindlichen Flieger suchten durch rasches Kreisen in den Lüften der Gefahr zu entgehen,' die nnsriaen verfolgten sie in denselben Bewegungen. Boelcke hatte mit einem andern seiner Flieger zugleich die Jagd auf einen der Engländer ausgenommen. In 2- bis 3000 Meter Höhe beschrieben die beiden in ra- sender Fahrt, übereinanderschwebend, ihre Bogen hinter der tieferfliegenden Beute her. Schräg lagen sie beide in der Luft, Boelcke ein wenig unter dem Genossen. Er konnte den letzteren nicht sehen, da die Tragflächen seines eigenen Flngzeuges ihn verdeckten, dieser ihn ebensowenig, da er gerade unter seiner Maschine flog. Die Flugzeuge näherten sich stark: im letzten Augenblick erkanuten beide Lenker gleichzeitig die Gefahr und rissen ihre Steuer herum, um auseinanderzustreben. Es gelang aber nicht völlig: das Landungsgestell des höherliegenden Apparats streifte die obere Tragsläche von Boelckes Flugzeug und riß ihr einen wesentlichen Teil der Steuerung, die „Verwindung", ab. Boelcke merkte sofort, daß er die Herrschaft über die Seiten- steuerung seines Flugzeuges eingebttßt hatte: er verlor die Geistesgegenwart aber nicht, sondern begann sofort einen steil spiralförmigen Gleitflug nach unten und führte il-n auch mit vollkommener Sicherheit durch bis zur Höhe von etwa 500 Metern über dem Erdboden. In dieser Höhe geriet er in eine Wolke. Die Kameraden stiegen zur Erde mit der sicheren Meinung, daß die Nervenruhe und die große Kunst Boelckes ihn wolllbehalten zum Boden gebracht haben würde; dort aber fanden sie ihn zu ihrem Entsetzen zerschmettert vor. Er mußte in eine jener Böen gekonnnen sein, wie sie besonders an Wolkenrändern häufig sind, und der war daß beschädigte Flugzeug doch nicht mehr gewachsen gewesen und war abgesiürzt. Der Vorgang ist über jeden Zweifel geklärt, um so mehr, als sieg in dem Rädergestell des anderen Flugzeuges noch Stoffteile von dem Boelüesckcn Flügel vorfanden. Boelcke war wenig entstellt, ein Schädelbruch hatte ihn getötet; keinerlei Schußspur wies sein Körper auf. Keinem Gegner also, nur den Gefahren des Fliegens selbst, üi er erlegen, find bis zuletzt hat er heroisch gegen den Untergang gelammt Ich fragte seine Kameraden, die nur dieß alles geschildert haben, ob es nicht zu denken sei, daß Boelcke doch in dem raschen Abstieg die Besinnung verloren habe. „Der nicht!" war die Antwort.
Vermischtes.
Zwei Kinder vom Z«ge überfahren. Zwei Kinder waren die Böschung eines Bahndammes bei Langen- dreer (Westfalen) hinausgeklettert, um einem Zuge nach- zuwinkeu, als plötzlich von der entgegengesetzten »ettc ein D-Zug beranbrauste. Beide Kinder wurden üver- fahren und waren auf der Stelle tot. Der Lokomotivführer hatte früh genug druck) die Lokourotivpseife ein Signal gegeben, das aber von den Kindern äugen,chein- ltch nicht gehört worden ist.
Ein Dieb, der KriegSanleiye zeichnet. Der Postschaffner Paul Seidel stand vor der Dresdener Strat- fammer, um sich wegen Verbrechens im Amte zrl ver- antivorten. Der Angeklagte, der gegen W Innre im Amte steht, geriet kurz vor Ausbruch des Kneges am die abschüssige Bahn. Seine erste Verfehlung bestand darin, daß er zwei Briefe aus Arnerika muerWua, in toll sich M und 60 Dollar bMNdem Dann ging SS
oazu noer, seine eigenen Konegen zu vesreyien. In unbewachten Augenblicken entwendete er den Schalterbe- amten, während diese das Publikum abiertigten, Betrage von 1000 und 400 Mark. Der Dieb blieb damals zunächst unentdeckt, sodatz die bestohlenen Beamten vollen Schadenersatz leisten mußten. Nach Ausbruch des Krieges vergriff sich der Angeklagte in ausgedehntem Maße an Feldbriefen und Feldpostpaketen. Es konnte ihm nachgewiesen werden, daß ihm bet diesen Diebstäh.' len mindestens 1300 Mark in die Hände fielen. Schließ- lrch wurde das Treiben des Angeklagten entdeckt und eine Haumuchung in feiner Wohnung vorgenommen. Dabei fand man einen Betrag von zusammen etwa 5000 Mark, teils in bar, teils in Sparkassenbüchern und teils in Knegsanleihe. Der Angeklagte, der zwei Kinder hat, befand sich in auskömmlichen Verhältnissen, sodaß von einem Stotstand keine Rede sein konnte. Das Gericht berücksichtigte auch diesen Umstand und verurteilte Seidel trotz seiner bisherigen Unbescholtenheit zu einer Gesängnisstrafe von vier Jahren und fünf Jahren Ehrverlust.
Heiteres vom Tage. Vergleichsweise. „Vater, was ist eine Fabel?" „Eine Fabel? Zum Beispiel wenn Tiere, sagen wir ein Esel und ein Schwein, miteinander sprechen, so wie Du und ich." — Der Dichter. Hausfrau: „Sie glauben gar nicht, wie mein Dienstmädchen für Sie schwärmt, Herr Doktor!" Gast (geschmeichelt): „Jst's möglich... hat die Kleine etwas von mir gelesen?" Hausfrau: „Nein, aber Sie haben Ihr neulich 50 Pfennig Trinkgeld gegeben!" (Aus den Lustigen Blättern.) ________________________________
50 Zähre Valerliin-er Araaea-vereia.
Am 11. November 1866, an dem Tage, da nach dem Kriege ein Friedens- und Dankfest gefeiert wurde, rief die Königin Augusta von Preußen, die spätere erste deutsche Kaiserin, einen Verein vaterländisch gesinnter Frauen ins Leben. Als Abzeichen wählte die Königin das rote Kreuz im weißen Felde. Mit dem Wahlspruch: „Im Notwendigen die Eilcheit, in den anderen Dingen die Freiheft, in allen aber helfende Liebe!" begann der junge Verein seine Tätigkeit, warb um junge kräfttge Hülfe. Schon im ersten Jahre gründeten sich 44 Zweig- vereine,' als im folgenden Jahre die erste Pfitglieder- Versannnluug stattfand, waren bereits die Vertreterinnen von 250 Zweigvereinen anwesend.
Die Zahl der Zweigvereine stieg beständig, sodaß anläßlich seiner Jubelseier der Vaterländische Frauen- Verein auf die Gesamtzahl von 2275 Zweigvereinen mit mehr als 800 000 Mitgliedern blickt. Die Hauptaufgabe des Vereins war zunächst: Rüstung während der Friedenszeit für die Anforderungen einer Kriegszeit an die Hülfe und Tatkraft der deutschen Frauen. Da hat im deutsch-französischen Kriege der erst so junge Verein sich glänzend bewährt. Die Ausbildung von Pflege- schwestern, Hülssschwestern und Helferinnen, die Einrichtung von Lazaretten, Genesungsheimen und Ber- pftegungsstütten für die Krieger waren die nächsten Ziele.
Dazu aber kamen dann — in langer Friedenszefi — die nicht minder wichtigen Aufgaben, die der Verein auf seine Fahne geschrieben hatte: Beseiligung und Verhütung jeder wirtschaftlichen und sittlichen Not! Die Grundlagen des Vereins für alle diese Dinge sind: Gottesfurcht, Vaterlanöstreue und Nächstenliebe.
Es ist ganz gleich, welchem Stande und welchem Bekermtuis di italieöer an
Armee der Kaiserin", wie das Kriegsheer die Armee des Kaisers darstellt.
Wie Kaiserin Augusta dem Verein eine verständnisvolle Schirmherrin war, so nicht minder unsere Kaiserin, feit sie am 31. Januar 1890 Schirmherrin des Vereins wurde. Um die Kaiserin scharen sich nicht nur die Damen deß Hofes, der hohen Beamten und Offiziere und die Damen der Geldfirumzkreise, es sind Frauen aller Stünde vertreten, stehen mitarbeitend, mit- kämpfend für des Vaterlandes Wohl in dem großen Heere der Kaiserin. Vaterland! Vaterländisch! Das Wort hat wieder besonderen Klang, seit die Männer in ihren feldgrauen Kleidern Tag um Tag, Stacht um Stacht draußen Wache halten, das Vaterland schirmen in Not und Tod gegen eine Welt von Feinden.
Als der Kaiser am 31. Juli 1914 zu den Fahnen rief, kamen sie, Alte und Junge, und gleichzeitig wurde die Armee der Kaiserin „mobil gemacht". Aus ihrer Friede nstätigkeit traten die Frauen, vollständig gerüstet für den strieg, auf den Plan. Verpflegungsstellen, Lazarette, die Ausstattung von Lazarettzügen, die Vorsorge für den Winterbedarf der Soldaten und Verwundeten wurde eingerichtet und organisiert. Und dazu trat noch, ganz neu in ihrer weitumsasserrden Wirkung, die Sorge für die Flüchtlinge aus Ostpreußen.
Die Heimathülfe des Vaterländischen Frauenver- eins empfing die Heimkehrenden an einzelnen besonders verlassenen Orten mit Suppenküchen oder kleinen Kramläden, um den Heimkehrenden dre Rückkehr und das Einleben zu erleichteru. Die gleiche Organisatton schuf dann auch für unsere Soldaten im Kriegsgebiet und in besetzten Gebieten die so sehr segensreich wirkenden Soldatenbeime, wo den Kriegern nach schwerem Dienst ein wenig deittsche Behaglichkeit geboten rverden soll. Auch in derftschen Garnisonorten entstanden diese Soldatenbeiine.
ES ist eine Ehre, dem VaterlänSiche» grauen verein anzugehören, sagen zu dürfen: „Ich komme im Dienste der Kaiserin, im Dienste des Varerländychen Franerr- vereius." Wie die männliche Jugend, die „Jungmarm- schaften" ausgerufen werden zu friiber Uebung, fin Dienste öc- Vaterlandes, so ruft der Vaterländische Frauenverein auch die junge Mädchenwelt aller Stände und aller Bekenntnisse auf, in die Jugendabteilunaen des Vereins einzutreten, hiueiuzuwachfen in die Aufgaben, die das Vaterland auch für die Frauen bereit
Noch steht das deutsche Volk in schweren Kärmnen, auch nach beendetem Kriege werden tiefe Wunden
zu heilen fein, auch dann wird die tatkräftige Frauen und Mädchen nicht auchören, nicht r den dürfen. Möge der Vaterländische Fraue. .
nenverein im»
er fer-
Frieden in
mer weiter und immer nuWU ner weiter in Segen wirken allen Sorgen und Fährnissen, möge er stets talkranige Mitglieder finden, uwgen die zugendliche» iWcfnn schon früh sich mit dem Gedanken vertraut machen, daß sie berufe» sind, mitzuschaffen und zu wirken für ihr „heilig Vaterland".
Weitere Drahtnachrichten.
Eine Ueberrajchung in der Präfident- schaftswahl: Wilson gewählt.
London, 10. November. (WTB.) Reuter «ei, Sei aus Reuvor?; Wilson ist MicdergsEl.t,