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Tänver vermochten im Naykamps nicht aufzukommen. Wm üS^ Verluste des Tages lassen sich Professor Dr. Georg Wegener meldet demB. L.-A." unterm 23. Oktober von der Somme: Außerordentlich müßen die Verluste des Gegners gewesen sein, der wiederum in dichten geschlossenen Massen, in immer erneuten Wellen anrannte. Unsere doch an solche Bilder bereits gewöhnten Truppen berichten diesmal ganz be­sonders von den Hausen von feindlichen Toten, die in langen Reihen vor unseren Linien liegen. Die Ver- luste sind so groß, daß die gestrige Zurückweisung des Gegners mehr als nur Abwehr ist, daß sie zu einem großen positiven Erfolg wird.

Die Hilfe aus Kanada.

. DieTimes" meldet aus Toronto, daß der Pre­mierminister von Kanada in einem Aufrufe erkläre, daß 258 000 kanadische Soldaten über See gegangen seien und mehr als 100 000 sich an der Front befanden. 3« den ersten zehn Monaten dieses Jahres seien 144 000 Mann abgeschickt worden.

Die Ereignisse in Griechenland.

Corriere della Sera" meldet aus Athen: Die grie­chische Regierung hat beschlossen, ungefähr 60,000 Mann 3» entlassen, sodaß rund 30 000 unter deu Waffen blei­ben. Auch die im Epirus stehenden Truppen sollen auf Friedensstärke verringert werden.

Daily Telegraph" meldet aus Athen vom 25. Ok­tober: Gestern morgen unternahmen deutsche Flieger einen Angriff auf die Insel Chios. Ein Bürger wurde getötet, einer verletzt. Die türkischen Batterien eröff­neten von der gegenüberliegenden Küste das Feuer auf die Insel. Man darf dies als die Eröffnung der Feind­seligkeiten gegen den venizelosfrenndlichen Teil Grie­chenlands oetrachten.

141 feindliche Handelsschiffe im September verloren.

te* Berlin, 25. Oktober. (Amtlich. WTB.) Im Monat September find 141 feindliche Handels- fahrzeuge von insgesamt 182 000 Bruttoregifter- tonnen von Unterseebooten der Mittelmächte versenkt oder aufgebracht oder durch Minen verloren gegangen. 13 Kapitäne feindlicher Schiffe sind gefangen und 3 Ge­schütze bewaffneter Handelsdampfer erbeutet. Ferner sind 38 neutrale Haudelsfahrzeuge mit ins­gesamt 72 600 Tonnen wegen Befördernng von Bann­ware zum Feinde versenkt.

Der Chef des Admiralstaves der Marine.

Diese Ziffern legen beredtes Zeugnis ab von der Arbeit unserer Unterseeboote.

Norwegens Verhalten gegenüber den deutschen Ubooten.

DieKölnische Zeitung" erklärt gegenüber den nor­wegischen Behauptungen, die deutschen Uboote hätten gegenüber Norwegens sich schwere Völkerrechtsver­letzungen zuschulden kommen lassen, von diesen Vor­gängen sei in Deutschland nichts bekannt und sie wür­den demgemäß in Abrede gestellt bis zur Erbringung des Nachweises, den wir fordern und erwarten müssen. Das deutsche Vorgehen gegen die norwegischen Schiffe, die den englischen Welthandel übernommen haben, sei in jeder Hinsicht gerechtfertigt. Für uns ist es im gro­ßeil Weltenringen, das um unser Dasein geht, im höch-

sache, diesem durch norwegische Schiffe ausgefnarcen Welthandel ein Ende zu Mäcyen durch alle völkerrechtlich zulässigen Kriegsmittel, zu denen die Uboote ohne Zweifel gehören. Wenn die Norweger ehrlich neutral sein wollen, müssen sie dies selbst anerkennen.

ßtlegsallerleL

Längere russische Kampfpause in Galizien.

DieBasler Nachrichten" melden lautKöln. Zig." aus Petersburg: Die russischen Militär-kritiker berei­ten die öffentliche Meinung auf eine längere Kampf- pause in Galizien vor. Um so stärker werde der neue Stoß Brussiloffs sein. Bon Rumänien ist in diesen Besprechungen keine Rede.

Für Herrn Sonnino".

Nach derAgenzia Stefani" wurde, wie dasB. T." meldet, von einem österreichischen Flieger eine Bombe abgeworfen mit der deutschen Inschrift: Für Herrn Sonnino! Der größte der Splitter mit der Aufschrift wurde denn auch an Sonnino gesandt.

Schlechte Aussichten für die französische Kriegsauleihe.

Petit Journal" weist darauf hin, daß die Trans- portkrisis auf die Zeichnung der französischen Kriegs­anleihe einen großen Einfluß habe. Da die Landwirte ihr Getreide nicht verladen könnten, könnten sie auch nicht entsprechende Guthaben einziehen. Das gelte aber nicht nur für die Ackerbautreibenden, denn weil Eisen­bahnwagen fehlten, könne kein Erzeuger seine Ware zu Geld machen, sofern er nicht an die Armee liefere.

Ein Zeugnis für die Stimmung in England.

Wayfarer sagt im Londoner Tagebuch derNation" vom14. Oktober: Was die Sthmmtw unseres Volkes

betrifft, so ist Gegenstand und Methode des Denkens rrotgedrungenermaßen unbestimmt. Einen giften Be­griff davon gibt die von einem Journalisten in einer nördlichen Stadt gefundene Formel, wo ein Mittel­punkt der Mmtttivüsherstellung ist.Wenn die Stadt hörte, daß wir um Frieden gebeten Hütten, so würde dies Unruhen verursachen: aber wenn die Nachricht lies Friedensangebot ge- Freude toll sein."

käme, daß Deutschland ein gu macht hätte, so wurde sie vor ;

Politische Rundschau

Ueber dieKanzlerfronde" Mach der nättonal- überale Abg. Stresemaun auf der in Neustadt a. Hardt am letzten Sonntag abgehaltenen Tagung des Nativ- nalliheralen Vereins der Pfalz. Im Lande ist jetzt viel von der Mnzlerfronde die Rede. Das Bild des Kanzlers Wnanft, von der Parteien Haß und Gunst entstellt, in den Augen der Oesfeuilichkeit. Mir cr- scheint es, so sagt der Redner nach der Rat. Korr., falsch, eine Person in den Mittelpunkt der Erörterungen zu teilen, denn nicht um feine Person geht der Kampf, ondern um die Sadist Das ist wiederholt in den Ent­schlüssen der Nationallcheaalen Parei zum Ausdruck gekommen, in denen sich die Partei bereit erklärte, jede Regierung zu unterstützen, die die von ihr aufgeftenten Ziele verfolge und dmWüfjve. Wenn in der Agitation gegen den Kanzler Angriffe gegen seine perchrttiche Ehrenhaftigkeit erhoben worden sind, und weint man ihm unlautere Beweggründe für seine Handlungen unterstellt hat, so verurteile^ wir dies aufs schärfste. Wir müssen uns aber anderseits auch dagegen wenden, daß jede Kritik an hex ReichSieitung^oder an Hand-

Regierung zu unteWützen, die Ziele verfolge und durchführe.

Wenn in

ooer aw valerranos-

nahe als Majestätsveleiotgung r ---- vmvUHnVA'^ verräterisches Treiben hingestellt wird. So lange Hin- denburg und Ludendorff wachen, kann das deutsche Volk ruhig Wafen. In diesem Sinne sollten wir bei aller Aufrechterhaltung unserer grundsätzlichen Stellungnah­me den Streit der Gegensätze über diese Frage zum mindesten vertagen und dem Mißtrauen keine weitere Stätte gewähren.

Der Führer der Freikonservatlven rm preußischen Landtage Freiherr Octaviv von Zedlitz und Neukirch, begeht am nächsten Freitag die Feier der 40. Wiederkehr des Jahrestages, an dem er zum erstenmal in das Abgeordnetenhaus gewählt wurde. Er vertrat bis 1908 den Wahlbezirk LängeusalzaWeitzenseeMühlhausen und wurde in den beiden letzten Legislaturperioden für WaldenburgReichenbach gewählt.

Ueber die Finanzlaae des Reiches machte der Staatssekretär des Reichsichatzamtes am Mittwoch im Hauptausschuß des Reichstags Mitteilungen. Gleich­zeitig begründete der Staatssekretär die neue Kredit­vorlage über 12 Milliarden Mark. Der Staatssekretär beabsichtigt, nach seinen Mitteilungen im Hauptaus­schuß, die streng vertrauliche Art waren, in der Voll­versammlung am Freitag der Leffentlichkeit Aufschluß zu geben.

Der Nachfolger Stürgkhs. Nach einer Wiener Trah- tung desV. T." wird in dortigen Parlamentskreisen mitgeteilt, daß der gemeinsame Finanzminister von Koerber sich entschlossen habe, die Kabinettsbildung zu übernehmen.

Die Schlacht vor Betöua

Zweiter Abschnitt.

3.

Die Vorbereitungen für eine so gewaltige Unter- uehmung nahmen naturgemäß einen längeren Zeit­raum in Anspruch. Sie wurden dadurch wesentlich er­schwert, daß sie während der ungünstigsten Zeit des Jahres, in den strengsten Wintermonaten, zu bewirken waren, und daß uns für ihre Durchführung nur" drei größere Anmarschstratzen zu Gebote standen, welche na­türlich bei der starken Inanspruchnahme und der Un­gunst der Witterung alsbald in den denkbar schlechtesten Zustand gerieten und ständiger, hingebender Ausbesse­rungsarbeit bedurften. Nach Abschluß der Vorarbeiten war der Beginn des Angriffs auf den 12. Februar in Aussicht genommen. Die Witterung war indessen in dieser Zeit derart ungünstig, daß der Angriff von Tag zu Tag hinausgeschoben wurde, bis am 21. endlich die Witterungslage, obwohl noch immer recht fragwürdig, den Beginn der Kampfhandlungen gestattete. Diese wurden durch eine lebhafte Feuertätigkeit auf der gan­zen Westfront eingeleitet. Während der Feind alle seine Offensiven durch ein mehrtägiges Trommelfeuer zu er­öffnen pflegte, das an der Somme sogar sieben Tage lang unsere Stellung mit einem Eisenorkan überschüt­tete, begnügten wir uns mit einer 24stündigen Beschie­ßung, die nur in den letzten Stunden sich zum Trommel- seuer steigerte. Am Nachmittag des 21. Februar er­folgte am der ganzen in Aussicht genommenen Offensiv­front von der Maas nörölrch Consenvoye bis in die Gegend von Azannes der Angriff, der uns noch am selben Abend in den Besitz der gesamten feindlichen Stel­lungen erster Linie brächte.

So konnte der eigentliche Angriff am folgenden Tage schon von der vorderen feindlichen Linie aus er- folgen. Der 22. F^ ''

des Eaines.Waldes und des Herbebois. Am 23. er­reichte unser Angriff, der sich durch ein mit allen mo­dernen Hilfsmitteln der Feldbefestigung ausgebautes System von Gräben und Stützpunkten, zudem durch die von unserer Artillerie wüst zerschosienen Wälder hin- durcharbeiten mußte, bereits die Linie Samogneux BeaumontGremilly. Am 24. stieß der Angriff weit über die befohlenen Endziele vor und brächte uns wiederum namhaften Geläudegewinn. Der 25. Februar wurde von entscheidender Bedeutung. Die allgemeine Linie, welche wir erreichten, wird durch die Dörfer Lou- vemont und Bezonvarix gekennzeichnet. Ueber diese Linie hinaus stieß unser Angriff in der Mitte bis zur Panzerfeste Douaumont durch, welche von zwei Kom­pagnien des Infanterieregiments 24 genommen wurde, während unser Anlauf vor dem aufs stärkste befestigten und mit betonierten Unterständen und Zugaugsstollen unterbauten Dorse Douaumont zum Stehen kam. Nach mehrtägigen heftigen Kämpfen wurde am 2. März auch Dorf Douaumont gelwmmen. Auf dem linken Flügel erretedte der Angriff der nördlichen Gruppe am 8. März das Dorf Baux und die südlich gelegene Panzerfeste: dieser Gewinn konnte allerdings noch nicht dauernd ge­halten werden.

4.

Während die oben besprochene Gruppe von Au- griffshandluugen von der Linie ConsenvoyeAzannes aus die Linie ChampDouaumont gewann, richtete sich eine weitere selbständige Angriffshandlung von Etain, also von Nordosten her, cMf die Höhe der Cote de Lor- raine in allgemeiner Richtung auf die nordöstliche Kante des Korkgürtels. Der aus der Woevre-Ebene andrin- genden Nordostgruppe schlug von den Höhen der Eote herab ein heftiges Artilleriefeuer entgegen und suchte ihr Vordringen zu hemmen. Trotzdem gelang es ihr, am 7. März die Franzosen aus Fresnes herauszuwer- fen und am 9. März den Feuilla-Wald und die Wein- bergshohe 251 nordöstlich Damloup zu neüincn. Seit­dem hält sie den Fuß der Cote bis Eparges fest in Hän­den und hat ihren Besitz ein Vierteljahr später noch die Eroberung von Damloup erweitern können.

5.

Der erste große Vorstoß der Deutschen war sonach bis unmittelbar an den inneren Fortgürtel der Festung durchgedrungen und hatte die allgemeine Linie Champ DouamnontFeuilla-WaldBlanzseCombres er­

reicht. Dieser große Erfolg rief eine seiner BedeutullcO entsprechende sehr erhebliche Gegenanstrengung des Feindes hervor. Etwa seit dem 26. Februar begann diese sich geltend zu machen. Während aber unser An­griff sich bis dahin auf das Ostufer der Maas beschränkt hatte, nahm die feindliche Gegenwirkung von vornhekein ihren tsinsgangspunkt von beiden MaaSnfern und mallste sich ganz besonders in Gestalt einer Artillerie- flankierung von dem bisher nicht in Mitleidenschaft ge­zogenen Hufen Maasnser aus geltend. Wollten wir die Errungenschaften auf dem rechten Maasufer behaup­ten, so ergab sich die Notivendigkeit. unseren Angriff auch auf das westliche MaaSufcr hinüberzutragen. Demnach beschrünktenwir uns östlich der Ninas für die nächste Zeit auf die Festhaltung und den Ausbau der gewonnenen Linie, und so nahm hier der Stampf zunächst wieder die alte Form des Stellungskrieges an. Auf dem linken Maasufer dagegen haben wir während der nächsten Monate'bis gegen Ende Mai unseren Angriff in zähem Borwärtsdringen schrittweise, doch ununterbrochen vor- wärtS getragen. Im Nachfolgenden sollen zunächst die Kämpfe des linkxn Maasufers im Zusammenhang betrachtet werden.

Vermischtes*

Rückkehr von Schwalben. Eine eigenartige Erschein nung wird, wie man derTgl. Rdsch." schreibt, gegen« wattig in Süddeutschland bis zum Harz hin beobachtet. Die abgezogenen Schwalben treffen dort wieder in großen Schwärmen ein und müßen allerdings bei der Kälte eingehen. Die Erscheinung wird damit in Zu­sammenhang gebracht, daß sich die Schwalben fürchten, die von der Artillerie beschossenen italienischen Gebirgs- kämme zu überfliegen. Andere Zugvögel schließen sich ihnen an.

Das älteste Schiff der Welt nutergegangen. Das älteste Schiff Nordeuropas und wahrscheinlich der gan­zen Welt ist, wie denStettiner Neuesten Nachrichten" gemeldet wird, in den Oktoberstürmen untergegangen. Es war der 200 Jahre alte schwedische SchonerGöta Cejon", der von Stockholm mit einer Ladung Ton nach Finland abging. Das Schiff hat seinen Bestimmungs­ort nicht erreicht und ist jedenfalls mit Mann und Maus gesunken. DaS Schiff war 1712 erbaut.

Englische Kartosfelnot. Die Kartoffelernte in Schottland ist lautDaily Telegraph" so gering, daß schottische Kaufleute sich Kartoffeln aus Yorkshire kom­men lassen. Das ist gleichbedeutend mit Kohlen nach Newcastle senden! Vor einigen Tagen erzielten Kar­toffeln aus Dunbar in Edinburgh 11 Pfund. Für ein Acre Kartoffelland in Perthshtre wurden 95 Pfund be. zahlt) unter den denkbar günstigsten Umständen wer­den die davon geernteten Kartoffeln sich auf 8 bis 10 Pfund die Tonne stellen. Vor dem Kriege galt als an­gemessener Preis 25 bis 30 Pfund für das Acve. An anderer Stelle werde für das Acre ein Preis bezahlt, welcher einen Kartoffelpreis von 12 Pfund für die Tonne erheischt. Zurzeit sind die Kartoffelpresse über doppelt so hoch, wie zu normalen Zeilen.

Wie Hughes Wahlreklame macht. Eine hübsche Momentaufnahme aus der Wahlkampagne des Präsi- denffchaftskandidaten Hughes druckt ein nordisches Blatt ab. Die Photographie zeigt einen Riesen-Champignon, den Hughes in den Strafen von Syrakus im Staate Neuyork im Auto spazieren führt. Der Pllz soll ein Sinnbild der landwirtschaftlichen Blüte des Bezirks fein; er entstammt einem Festzuge, den die Mitglieder eines Syndikats veranstaltet haben, das in der Umgegend von Syrakus ausgedehnte Ländereien besitzt.

Blnmeupflege. Mama kommt ins Kinderzimmer und findet ihren Fünfjährigen damit beschäfttgt, dem Brüderchen eine Kanne Wasser über den Kopf zu gießen, Entsetzi fragt sie:Was in aller Welt fällt Dir da ein, Junge?"Ich begieße bloß Hänschens Kopf, damit die Haare besser wachsen," antwortet der besorgte Bruder.

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Wie man in der englische« Fliegertruppe denkt!

Aus dem Großen Hauptquartier wird uns (je schrieben:

Der englische Fliegerleutnant Jack Tullis hat am 6. Oktober in einer Unterredung folgende Angaben ge­macht:Zwei Dinge sind es, über die wir englischen Flieger empört sind, die Aufopferung der Flieger in der Sommeschlacht und die uns aufgezwungene Be­nutzung von Erplosivgeschössen. Unsere Führer schicken uns ohne Rücksicht auf Leben und Material aus, oft zur Lösung von Aufgaben, die durchaus nicht zweckdienlich und wichtig sind und nur den sicheren Verlusi eMr_Aw- I - .-.s^l _m\J.a" » - *----------^

paveu. Das ist aum der ©rund, mDeues 1 warum unsere Verluste während der Sommeschlacht ins t1' 23. er- | Ungemessenc gestiegen find. Was die Explosivgeschosse an belangt, will ich Ihnen ohne Weiteres zugeben, daß wir in englischen Flugzeugen, in diesem Sommer meh­rere Monate lang Explosivgeschosse verwandt haben, und zwar auf Befehl der höheren unlttärischen Stellen. Ich kann nicht genau angeben, wie diese Explosivge­schosse fiAiftruicrt waren. Jedenfalls war aber ein kei­nes Loch angebracht, und im Innern des Geschosses be­fand sich ein wenig brennbare Flüssigkeit. Beim Auf­schlagen entzündete sich dieselbe und das Geschoß mußte explodieren. Dieses Explosivgeschoß führt den Namen Buckingyam Tracer". Selbstverständlich gab es, wenn ein Mensch von solchem Geschoß getroffen wurde, furcht­bare Wunden. Der Gebrauch dieser Geschosse wurde uns befohlen, um unter den feindlichen Flugzeugen mehr Schaden anzurichten. Wenn ein solches Geschoß den Tank eines Flugzeuges durchlöcherte, imrßte sich der Inhalt entzünden und eine Explosion war die sichere Folge. Die englischen Flieger waren durchaus nicht einverstanden mit der Verwendung dieser Munitton und haben wiederholt Protest erhoben, umsomehr, als wir fürchten mußten, im Falle der Gefangennahme und im Falle der Ueberführung vor ein deutsches Kriegsge- rW gestellt zu werden, und überhaupt auch, weil es unserem Empfinden und Kameradschaftsgefühl, welches bei uns selbst den feindlichen Fliegern gegenüber be­stand, durchaus entgegenging. Es war vorgeschrieben, daß jede dritte Kugel einB T" seht mußte: es wurde auch gelegentlich von den Vorgesetzten nachgesehen, ob die Munitionsgürtel und die Trommeln entsprechend gefüllt waren. Ich selbst habe etwa immer nur 6 Buckingham Tracer in das obere Ende meines Patro- riengiirtels eins äßen lassen, was genügte, um bei einer Revision nicht aufzufallen. Dann habe ich stets nach dem Abflug etwa 20 Schuß ins Leere abgegeben, so­daß ich kein Explosivgeschoß mehr im Gürtel hatte und nun ganz sicher bin, niemals einen solchen Bucking­ham Tracer auf ein deutsches Flugzeug abgefeuert zu

Das sind die Verfechter des Völkerrechts!

Weitere Drahtnachrichten.

Die Knechtung der griechischen Bevölkerung.

** Sofia, 26. Oktober. (T. U.i Der Berichterstat­ter derTelegraphen-Union" hatte Gelegenheit, mehrere vornehme in Bulgarisch-Mazedonien eingetroffene grie­chische Flüchtlinge zu sprechen. Sie erzähltet! fast wei­nend von der Brutalität der englifch-frau wfischen Trup­pen. Nie war, so äußerte sich ein quer nnmeämer Grieche, das griechische Volk in solcher Knechtschirft. Je­der Grieche wird als Spion betrachtet. Viele Leute flüchten, um nicht alsFreiwillige" gewaltsam in das Ententeheer eingereibt zu werden. Interessant ist es, daß diese Leute übereinstimmend anssagen. Kenizelos sei über die wahre Kriegslage vollkommen im Unklaren. Er werde Tag und Nacht bewacht und ist ganz depri­miert. Sein Ende werde Selbstmord oder Wahn­sinn sein.

Russische Unzufriedenheit mit Rumänien.

w> Wien, 26. Oktober. (T. U.) Urro RuMj" ver­öffentlicht lautB. L.-A." einen Bericht aus Jastu über die Kämpfe an der ristnäuisch-siebeiibüraisäwn Grenze, der sehr pessimistisch ist. Man dürfe nicht verkeimen, daß Rußland seit dem Eintritt Rumäniens in den Krieg seine eigene Kampffront bedenklich verlängert habe und auf beiden Kriegsschauplätzen wirken muß. Der Bericht läßt die Enttäuschung und Unzufriedenheit mit Rumä­nien scharf bervortreMn