wähnte, hat dem Gefühl von Hoffnungslosigkeit Matz gemacht. Ein gefangener Franzose kennzeichnet die Lage in Anbetracht des geringen Geländegewinnes durch folgenden drastischen Ausspruch: „Unsere Kinder erst werden die deutsche Grenze erreichen." Nach Ansicht gefangener gebildeter Franzosen Haben die Engländer im Laufe der Somme- fchlacht wiederum ihre typische Selbstsucht gezeigt. Die Engländer übernehmen lieber die artilleristische Vorbereitung des Kampfes als den Kampf selbst. Sämtliche Gefangenen äußern offen ihren Groll gegen die Engländer. Man nennt sie Amateure, Papiersoldaten, die nicht vorwärtskommen, während die Franzosen für sie arbeiten müssen. Auch hinter der Front haben sich die Engländer sehr mißliebig gemacht. Sie sitzen in den Kaffeehäusern, machen den Französinnen den Hof, während Frankreichs letzte Reseren in den vordersten Linien verbluten.
Neue Truppenlandungen im Piräus.
^° Lugano, 18. Oktober. (T. U.) Nach einer Athener Meldnng landeten zwei Schiffe der Entente am Piräus-Quai tausend Marinetruppen. Diese besetzten die Bahnhöfe in Athen, sowie die Kastella-Batterien des Piräns. 150 Soldaten mit zwei Schnellfeuerge- schützen besetzten das Athener Stadttheater. Der Ministerrat hielt eine dringende Sitzung ab.
■^ Lugano, 18. Oktober. (T. U.) Nach einer Meldung des Athener Korrespondenten des „Secolo" steht die Ueberreichung einer neuen Note durch die Ententemächte an Griechenland bevor. In dieser Note soll eine Verminderung des in Peleponnesien zusammengezogenen griechischen Heeres gefordert werden, damit die Sicherheit des Ententeheeres in Mazedonien garantiert fei.
Norwegen und die deutschen 11-Beete.
Die erregten Auslassungen der norwegischen Blätter über die Vernichtung norwegischer Schiffe, die im nördlichen Eismeer dem bisher so einträglichen Geschäft der Versorgung Rußlands mit Bannware, namentlich mit aus England stammendem Kriegsmaterial oblagen, durch deutsche U-Boote sind Vorläufer einer Handlungsweise der norwegischen Regierung gewesen, die ihre offensichtliche Unfreundlichkeit gegenüber Deutschland bekundete. Norwegen ist der erste und bisher einzige Staat, der dem Ansinnen des Vierverbandes an die neutralen Staaten entsprochen hat, den deutschen U-Booten die territorialen Gewässer, also ihre Küsten und Häfen zu sperren. Nach einer königlichen Verordnung sollen Kriegs-Uboote einer kriegführenden Macht vom 20. Oktober ab sich nicht mehr in norwegischen Gewässern bewegen oder aufhalten dürfen. Andernfalls laufen sie Gefahr, mit Waffengewalt angegriffen zu werden. Nur bei schwerem Wetter oder Havarie soll es ihnen gestattet sein, um Menschenleben zu retten, norwegisches Gebiet aufzusuchen. Sie sollen aber innerhalb dieses Gebietes nur über Wasser und mit gehißter Nationalflagge fahren dürfen und gehalten sein, das Gebiet sofort zu verlassen, sobald der Grund für ihre Anwesenheit sortfällt. Andere Uboote also Hanöels-Uboote, dürfen nach der gleichen Verordnung nur bet Tage, in Oberwasser-stellung und mit gehißter Nationalflagge in norwegisches Gebiet einfäh- ren. Schließlich lehnt die Verordnung „wegen der Schwierigkeiten, zwischen den verschiedenen Arten von Ubooten zu unterscheiden", die Verantwortung für jeden Schaden wie auch für die Vernichtung ab, die ein frem- sich dem Wortlaut der Verordnung nach gegen die Uboote aller kriegführenden Mächte, in Wirklichkeit aber nur gegen die deutschen Uboote, denn nur solche sind irr den Norwegen benachbarten Seegebieten tätig. Es müßten nicht die Ereignisse der letzten Wochen und die ebenso haltlosen wie stürmischen Drohungen der norwegischen Presse gegerr Deutschland erfolgt sein, wenn die norwegische Regierung mit der Leugnung dieser Tatsache Erfolg haben wollte. Daß Norwegen sich damit völlig in den Bann Englands begibt, ist eine Sache, die es mit sich selbst und seiner Natiorralehre ausmachen muß. Die neue Verordnung enthält aber so offensichtliche Verletzungen der seekriegsrechtlichen Bestimmungen, daß die norwegische Regierung unmöglich glauben kann, die Angelegenheit sei mit der Herausgabe ihres Ukas erledigt. Gewiß, sie hat die Londoner Seekriegsrechtserklärung nicht unterfertigt, aber diese Erklärung bildet trotzdem die Richtschnur für die moderne Kriegführung zur See. Auf Grund dieser Erklärungen haben Amerika und andere neutrale Staaten, ja Norwegen selbst, wiederholt Einspruch gegen Handlungen deutscher Kriegsschiffe erhoben, und mit Rücksicht auf die Londoner Deklaration hat Deutschland sich zur Einschränkung seines Uboot-Handelskrieges verstanden, obwohl seine Feinde, in erster Linie England, jene Richtlinien längst gründlich verlassen haben. Das Seekriegsrecht weiß aber nichts von den einschränkenden Bestimmungen für Kriegsfahrzenge, wie sie die norwegische Verordnung aufstellt, es unterscheidet anch ebensowenig zwischen den einzelnen Krtegsfahrzeugen, wie es den geringsten Anlaß zu einer unterschiedlichen Behandlung von Handels-Ubooten und anderen Handelsschiffen bietet.
Die norwegische Verordnung stellt nach jeder Richtung hin einen Willkürakt dar, der sich als Racheakt gegen Deutschland kennzeichnet. Eine Begründung ihres Vorgehens kann die norwegische Regiernrig aus dem Verhalten der deutschen Uboote nicht schöpfen, denn diese haben bei der Versenkung norwegischer Schiffe stets die Regeln des Seekrieges beobachtet, und von einer Benutzung der norwegischen Küste durch sie als Basis ihrer Unternehmnngen ist keine Rede. Unter diesen Umständen wird die deutsche Reichsregierung gewiß nicht verfehlen, die norwegische Regierung auf die Unzulässtgkesi ihrer Anordnungen und auf die Gefahren hinzuweisen, die daraus entstehet! können. Vorläufig nimmt das deutsche Volk gelassen Kenntnis von der unfreundlichen Stellung Norwegens.
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Luftdieust Bukarest-Saloniki.
Dem „Daily Telegraph" wird nach dem „B. L.-A." aus Saloniki berichtet, daß der Luftdienst Bukarest- Saloniki gut funktioniere. Er wird auch für die Ueber- mittelung von Medikamenten, die in Bukarest sehr fehlen, benutzt.
Ansdehunutz der Dienstpflicht in England.
Die englische Regierung plant laut „Voss. Ztg." eine Ausdehnung des jetzigen Dienstpslichtgefetzes dahin, daß auch alle Untauglichen sich melden müssen. Diese sollen zur Arbeit in Munitionsfabriken, Werften usw. einberufen werden.
Großfürst Nikolajewitsch erkrankt.
Großfürst Nikolai Nikolaiewitsch, de befehlshaver in der Dobrudscha ernam laust, wie die „Nationalztg," aus Stockvoll
der zum Ober- mtt worden ist "lm erfäört uü»
läufig den Oberbefehl nicht übernehmen, öü er wegen Erkrankung den Kaukasus nicht verlassen kann.
Englische 45 Ztm.-Geschtttze an der Somme.
Der englische Kriegsberichterstatter Beach Thomas schildert die englisch-französischen Angriffe an der Somme vom vorigen Donnerstag und erwähnt dabei, daß dabei zum ersten Male auf englischer Seite Geschütze von 18 Zoll (45 Zentimeter) verwendet worden seien.
Politische Rundschau.
Auch Rußland dementiert. Der „B. L.-Ll." meldet aus Stockholm: Auf die deutsche amtliche Erklärung gegen einen Separatfrieden antwortet die Petersburger Telegraphen-Agentur: Anläßlich gewisser in Presseorganen verbreiteten Gerüchte über die Möglichkeit eines Separatfriedens zwischen Rußland und Deutschland ist die Petersburger Telegraphen-Agentur ermächtigt, kategorisch diese Mitteilungen zu dementieren.
Wachsende Stimmen gegen den Krieg in Portugal.
Aus Vigo kormnt laut „Köln. Ztg." die Meldung, daß aus Portugal kommende Reisende die dortige Lage als überaus unsicher bezeichnen, da die Mehrheit des Volks gegen den Krieg sei und täglich aufrührerische Ausruse gehört würden, was sogar das Regierungsblatt „Mundo" zugibt. Die Verhaftungen hörten nicht auf, jedoch erlaube die scharfe Zensur darüber keinerlei Mitteilung.
Ueber die Stimmung in Holland veröffentlicht die „Köln. Volksztg." auf Grund der Versicherungen eines holländischen Gewährsmannes folgendes: Das Eine steht jedenfalls fest, daß es England niemals glücken wird, Holland an seine Seite zu ziehen. Holland sei bereit und fest entschlossen, seine Unabhängigkeit zu verteidigen.
Wilson vertagt die Entscheidung über internationale Fragen. Der „Morning Post" wird aus Washington gemeldet, daß das Staatsdepartement bezüglich der Behandlung der amerikanischen Post und der Frage der schwarzen Listen die Verhandlungen hinausschieben werde, da der Präsident vor Ablauf der Wahlen keine internationalen Fragen mehr zur Entscheidung bringen wolle.
Vorsicht beim vriesschreiben!
Wiederholt ist darauf aufmerksam gemacht worden, daß bei der Abfassung von Briefen aus der Heimat an die Front oder in die Gefangenenlager in Feindesland größte Vorsicht zu beachten ist. Wie berechtigt diese Warnungen sind, beweist ein uns vorliegendes Dokument. aus dem zu ersehen ist, welchen Gebrauch unsere Gegner von solchen unvorsichtigen Briefen aus Deutschland machen. Feindliche Flieger haben in letzter Zeit Druckschriften über unsere Front und über den von uns besetzten Gebieten abgeworfen. Diese Blätter sind „Briefe aus Deutschland" überschrieben und enthalten angeblich photographische Nachbildungen von Briefen, die aus Deutschland an die Front oder an deutsche Gefangene gerichtet waren. Selbstverständlich wird in diesen Flugblättern nur das gesammelt und wiederge- geben, was den Interessen unserer Feinde dient. Die veröffentlichten Briefe enthalten zumeist Klagen über die Verpflegungsschwierigkeiten. Selbst wenn sie echt wären, würden sie nichts weiter beweisen, als daß die Frauen — denn meistens sind es Briefe von Ehefrauen reizbarer Menschen ist, die Ausdrücke nicht eben peinlich auswählen. Das ist sehr menschlich,' aber in den schweren und gefahrvollen Zeiten, die wir durchwachen muß eben jede sonst kaum beachtete Kleinigkeit sorgfältig daraufhin geprüft werden, ob sie dem großen allgemeinen Interesse nicht schadet. Und Aeußerungen, die den Feind zu dem Glauben verführen, das deutsche Volk wäre am Ende seiner Ausdauer und Geduld sind felbstverstänlich im höchsten Grade geeignet, den Mut der Gegner zu stärken und damit den Krieg zu verlängern. Solche Klagen erzielen also, wenn sie dem Feinde in die Hände fallen, gerade das Gegenteil von dem, was der Absender sehnlich wünscht: statt der baldigen Herbeiführung die längere Hinausschiebung des Friedens. Feder, der ins Feld hinaus oder an einen gefangenen Angehörigen schreibt, muß sich aber die Möglichkeit vor Augen halten, daß der Brief in Feindeshand kommt. Das sicherste Versteck schützt nicht vor Entdeckung durch den feindlichen Zensor, und den Soldaten, die in Gefangenschaft geraten, wird zunächst alles Geschriebene, selbstverständlich auch die Briefe aus der Heimat abgenommen. Welchen Gebrauch dann der Feind von diesen Schriftstücken macht, ist aus diesen auf Niederdrückung der Stimmung an unserer Front und in ihrem Hinterland berechneten Flugblättern zu ersehen. Es kann nicht Sache deutscher Männer und Frauen sein, dem Feind durch solche unvorsichtige und übertriebene Klagen das Material an die Hand zu geben, das er dann auf seine Weise gegen die innere Festigkeit Deutschlands auszunutzen versucht.
Vermischtes.
Durch herzhaftes Lachen seine Sprache wiederge- fnndcu hat am Sonutaanachmittag, wie die Braun- schweiger Blätter melden, im Kino-Palast in der Weu- denstraße der Unteroffizier Grotefendt. G. hat in den Kämpfe« an der Somme Gehör und Sprache verloren und liegt zurzeit in einem Lazarett. Der aufsehenerregende Borfall geschah in dem Augenblick, als ein Paar im Film sich einen Kuß gibt und der Nebenbuhler aus beide eine kalte Dusche spritzt
Die schwedischen Streichhölzer werden kurzer. Infolge des Ausfuhrverbots von Espenholz aus Rußland das zur Fabrikation der schwedischen Streichhölzer dient, haben die großen schwedischen »treicbholzfachri- kanten ein Uebereinkommen gefchloßen, die Streichhölzer kürzer herzustellen als bisher. .
Auch eine Berichtigung. Der Telegraphut eme; weltverlassenen Station im Sudan litt außerordentlic! unter der großen Einsamkeit. Um von seinem Wer versetzt zu werden, kam er auf den Einfall, an &tc Hauptstation zu telaraphieren: „Kann nicht Hierbleiben bin von Löwen, Elefanten und Wölfen umgeben.' Aber der hartherzige Vorstand der Harwistation depe schierte zurück: „Wölfe kommen im Sudan nicht vor.' Der verzweifelte Telegraphist ließ sich jedoch von diese! Bescheid nicht verblüffen. Kurzerhand drahtete er zurück: „Bezüglich meines gestrigen Telegrammes bitte Wöl!- zu streichen."
Eine 72jährige Hausbesitzerin zur Almofenempfängerin geworden. In einem Berliner Hausbesitzer verein wurde folgender Fall vorgetragen, der die ungünstige Lage mancher Hausbesitzer eigenartig belenci tet: Eine Greisin von 72 Jahren hatte viele Jahre hindurch ihre Zinsen stets pünktlich gezahlt. Infolge Leer- ktLüeus von Mtetrüumeu und durch den KrieLSUliet-
nachlaß war sie jetzt außerstande, die Zinsen zu zahlen. Vorort brächte der erste Hypothekengläubiger das HauS unter gerichtliche Zwangsverwaltung. Die alte Dame hatte nun kein Einkovmmen mehr. Der zweite Hypothe- kenglaubiger ließ wegen rückständiger Zinsen, die erst wahrend der Zwangsverwaltung entstanden waren, !>i^-?^^?^Ssetnrichtung pfänden und durch den Ge-- richtsvollzieher verkaufen. Sie hat nun nicht nur ihr Haus, sondern auch noch ihr letztes Hab und Gut ver- worden"^ ^ ichulölos zur Atmosenempfängerin ge-
Wer den Schaden hat, braucht für Svott Müßt ru tragikomischer Vorfall spielte sich vor e“ MN Tagen in einem Eisenbahnwagen vierter Klaffe Gottmgen nach Hannover fahrenden Zuges ab. Eine Hausfrau aus Hannover, die auf den Dörfern nach Eiern gefragt und wirklich 32 Stück bekorn-
Hatte, hatte die kostbare Ware in einem Hand- korbe rm.ergebracht. Der Eisenbahnwagen war dicht ff^illllt, und sie war froh, noch einen Stehplatz gefun- f^r ^u haben. Bet der langen Fahrt wurde sie müd« in den Beinen, und sie versuchte, sich auf ihren Korb zu fetzen. Die Sache ging, — bis der Zug eine scharf« Kurve nahm. Es erfolgte ein Stoß und — die ver« trauensvolle Hausfrau faß im schönsten „Rührei". Die Kleider hatten eme wundersame Färbung angenommen, und von den Eiern war wirklich eins heil ge- oneoen.
®’ne Zigarre täglich. In den nächsten Tagen soll eine Kundmachung der österreichischen Tabakregie ausgegeben werden, wonach allen Tabakverkäufern verboten wird, Tabak, Zigarren und Zigaretten an Perso- uen unter 16 Jahren zu verkaufen. Ueberdies wird die Verordnung festsetzen, daß an jeden einzelnen Kun- S an einem Tage nicht mehr als eine Zigarre verkauft weden darf.
Heiteres vom Tage. Ehrgefühl. „. . . Jst's mög- bcch, zuerst ohrfeigt Dich der Mensch und dann puinpsi Du ihn um hundert Mark an? Hast Du denn gar kein Ehrgefühl? — Gewiß... die hundert Mark kriegt er mcht wieder!" — Der Schnellschreiber. „Na, Schorschk, tzehst D' fetzt mit?" - „Freilich, ich schreib bloß noch die Karte. — „Da mach' nur fix!" — „Gewiß . . ick stenographier' ja." - „So. . na da kommst Du eben mit dem nächsten Zug . ." - Boshaft. Herr: „Warum so wütend, Herr Panschmeyer?" — " Weinhändler: „senken Sie sich nur diese Frechheit von unserem Bürgermeister: Setzt er beim gestrigen Festessen mir zur Linken den Chemiker Doktor Alkali, zur Rechten den Direktor der Wasserwerke und mir gegenüber den staatsamvalt." (Fliegende Blätter.)
Die Srafgetteibeoerfocgung
im Erntejahr 1916.
. Das Direktorium der Verwaltungsabteilung Bei Reichsgetretöestelle bat mit Zustimmung des Kurato. riums rms im Einverständnis mit dem Präsidenten des Kriegsernährnngsaintes folgende näheren Feftfetzunger getronen: 1. Zur Herstellung von Mehl ist Roggen (mindestens) bis z» 82 v. H. und Weizen (mindestens) bis zu 80 v. H. auszumahlen. 2. Die Mehlmenge, die täglich auf den Kopf der verforgiingsberechtigten Zivilbevölkerung verbraucht werden darf, wird auf 20b Gramm festgesetzt. 3. Hinsichtlich des Verbrauchs der Selbstversorger bewendet es bei der gesetzlichen Vorschrist des § 6 Abs. 1a der Brotgetreideverordnung.
' versorger auf den Kopf und Monat 9 Kilogramm Brotgetreide verwenden: dabei entsprechen einem Kilogramm Brotgetreide 800 Gramm Mehl. 4. Die bisherigen Ionderzulagen für Schwerarbeiter werden den Kommunalverbänden weitergewährt. 5. Die Konnnu- nalverbände erhalten eine weitere Sonderzulage zur Erhöhung der Tagesverbrauchsmenge um 50 Gramm Mehl für alle jugendliche n Personen von zwölf bis einschließlich 17 Jahren. 6. Hinterkorn als solches darf von den Kommunalverbänden nicht zur Verfütte- rung freigegeben werden. 7. Die Verschrotung von Brotgetreide zn Futterzwecken wird im Einvernehmen mit der Reichsfuttermittelstelle besonders geregelt.
Weitere Drahtnachrichten.
Englands Pflichten gegenüber Rumänien sind erfüllt.
9-e> London, 18. Oktober. (T. U.) Die „Times" enthält einen Arttkel ihres militärischen Mitarbeiters über Rumänien. Darin heißt es: Welche Auffassung das Kriegskomitee des Kabinetts und der Generalstab auch über die Strategie der Erpedition nach Saloniki haben mögen, alle unsere Verpflichtungen gegenüber unserer Bundesgenossen erfüllt worden und sie werden bis zurr füllt worden. In Saloniki so gut wie in London uns an der russischen Front sind die Bedingungen, welch« Rumänien gestellt hat, bevor es ins Feld zog, von dem undesgenoffen erfüllt worden und sie werden bis zum Augenblick erfüllt.
Der unentwegte Widerstand im Weste«.
e-^. London, 18. Oktober. (T. H) Die „Times" sagt in einem Leitartikel: Der Feldzng hat im Weste« sowie aus anderen Fronten eine Spannung ohne gleichen erreicht. Alle Hilfsmittel, über welche die Deutschen verfügen, werden gleichzeitig in den Kampf geworfen. Der Widerstand der Dentschen gegen di« Offensive des Vierverbandes im Westen wird auf seinem höchsten Grad gehalten. Die Moral ist, daß wir unsern Bundesgenossen am besten helfen, wenn wtr un- sere Schläge an der Westfront verdoppeln.
Levensmittelmangel in Italien.
»-»■ Lugano, 18. Oktober. Der Landwirtschaftsmi- nister hielt laut „B. T." an die Verpflegungskommisfior eine Ansprache, in der er erklärte, die Lage sei so ernst daß die Regrerung die regelmäßige Berproviantiernnk des Volkes nicht garantieren könne.
Handel und Verkehr.
Das volle Vertraue» in die fittattateHe Siwervei nd Leistungsfähigkeit deS Reiches prägt sich in deut- ichster Weise in der fortgesetzten Zunahme der ReichS- !m 1 dbucheintragungen bei den Kriegsanleibezeiänrun. eu aus. Der Gesamtbetrag der aus den fünf Kriegs- miethen auf Schuldbucheintraguugeu emnandener Zeichnungen beläust sich bereits auf 9-46.8 Millionen Mark, das ist rund der fünfte Teil des Ge-amtzelch- nngsbetrages der fünf Kriegsan leihen. Die Schuld- ucheiurragnngen rühren meist von wichen Sparern er, die ihr Kapital auf längere Zeit in Kriegsanlechen estkegen und mit der vollkommenen Ticöerüeuuna und der öegucmeu Verwaltung ihres Kapitals üc& den vor. feilesten Zinsgenutz möglichst lange erhalten wollen. Die Zahl der Zeichnungen auf das schuldbuch ist von der ersten bis zur vierten KriegSanleihe fünfmal so groß geworden: auf alle vier Anleihen sind 1,504,00« Zeichnungen erfolgt. Auf jede Zeichnung würde eir MÜMS von rund 6000 Mark entsäuern