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Herbien ßEchen ihm zur Ehre und beweisen, daß er ein guter Schüler des großen Moltke war. Man werde abwarten, ob Hindenburg es besser machen werde, als Falkenhayn. Die Umstände seien jetzt ungünstiger ge- worden. Hindenburg werde Zeit brauchen. Man solle mit dem Urteil zurückhalten, bis feststehe, ob Äaß- nahmen, die jetzt getroffen werben, von ihm angeordnet worden seien. Hindenburg habe seine Hauptarbeit in­mitten der Wälder und Sümpfe Ostpreußens getan und werde an, erster Stelle seine Aufmerksamkeit der steigen­den rumänischen Flut zuwenden müssen.

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Norwegische Dampfer in englischen Diensten.

Wie jetzt lautBoss. Ztg." bekannt wird, Haben die Vertreter des norwegischen Reederverbandes mit der englischen Regierung einen Vertrag abgeschlossen, durch den 50 norwegische Dampfer der englischen Regierung zur, Verfügung gestellt werden. Diese autzerordenlich große Zahl norwegischer Dampfer von insgesamt 150 000 £0. Gehalt und schon in diesen Tagen zur Benutzung durch England bereit. Es ist klar, daß diese 50 sog. neutralen Dampfer für England und seine Alliierten Kriegsdienste zu tun haben.

König Konstantin und seine Armee.

Unser militärischer Mitarbeiter Oberstleutnant a. D. E. Z. schreibt uns:

Die sich immer mehr zuspitzende Lage in Griechen­land veranlaßt mich, meine Blicke rückwärts zu lenken, um die Vorgänge, wie ich sie im Jahre 1913 während des 2. Balkanfeldzuges in Mazedonien gesehen habe, an meinem geistigen Auge vorübergehen zu lassen. Ich weckte damals im kgl. Hauptquartier Luwonowo, wurde wiederholt vom König Konstantin empfangen und hatte 10 Gelegenheit, den genialen Heerführer des näheren kennen zu lernen. Bei meiner Anwesenheit ber der Entscheidungsschlacht in dem zweiten Talbecken der Strumitza traten mir auch der Geist und die Angriffs­lust der griechischen Truppen so recht vor Augen. Was der König von mir, dem einzigen deutschen Kriegskor­respondenten in seinem Heerlager erhofft hatte:daß das Lügengewebe zerrissen würde, das um fein braves Heer gewoben wurde," konnte ich mit gutem Gewissen und freudigen Herzens erfüllen.

Ich Hatte das Jahr zuvor auf dem türkischen Kriegs­schauplatz viel Lobenswertes gesehen, das was ich hier sah, stand aber auf gleicher Hohe. Mit Nichtachtung des feindlichen Feuers habe ich die Truppen vorgehen sehen, Mit kaltblütiger Ruhe habe ich auch die griechische Ar­tillerie im Feuer gesehen. Was den Geist der Truppe anlangt, so war er über alles erhaben. Besonders aber trat dieser Geist dort zu Tage, wo der König in der Nähe war. Die Verehrung für ihren Heerführer kannte keine Grenzen. Wo immer er den Truppen er­schien, sah ich den kriegerischen Geist bis zur Helden- Haftigkeit emporlodern. Sie fühlten es, er hatte das Verdienst, aus dem griechischen Volk eine tüchtige, schlagfertige Armee geschaffen zu haben. Wo er sich seinen Kriegern zeigte, wurde er nicht nur verehrt, nein geradezu vergöttert. Mit dem Rufe:hoch König Konstantin, hoch Hellas" stürmten seine braven Sol­daten vor. Auch sprach der gemeine Mann nie anders von seinem Heerführer als vonunserem König, un­serem Gott!" Für sie war das Vaterland und ihr Herrscher ein untrennbarer Begriff geworden. Ein un­bedingtes Vertrauen verband leben Einzelnen, Mann oder Offizier, mit dem König, dem Führer, der sich um das Wohl auch des Kleinsten kümmerte, der das _ unbedinate Haupt des Heeres war.

So habe ich twmni<i aw tpirp».,iy^.yu..r.. ,

daß die Armee in festem Vertrauen an König Konstantin hängt und daß sie in seiner Hand ein unbedingt zuverlässiges Werkzeug geworden ist. Keine polstckche Jntrige, wie immer sie auch geartet fei und von wem sie immer stammte, wird das Band

zu lockern vermögen, das sich um den König und fein Heer schlingt. Und das griechische Heer ist heute das griechische Volk. " (OKM.)

StieosaßetUL

Bergeltungsmaßregeln gegen rnssische Marine- angehörige.

DieNorddeutsche Allgemeine Zestung" schreM: Seit über Jahresfrist werden in Sibirien die deutschen Seeoffiziere und Mannschaften, die das Unglück hatten, in russische Kriegsgefangenschaft zu fallen, einer beson­ders unwürdigen Behanölirug unterworfen. Man be­handelt sie nicht wie Seeleute, die nur ihre Pflicht getan haben, sondern wie gemeine Verbrecher, ^.er Grund hierfür soll in einem freundschaftlichen Rat Englands liegen, das Rußland gegenüber erstatt hat, die Deut­schen seien keine ordentlichen Seeleute, sondern Seeräu­ber, die man dementsprechend behandeln müsse. Da alle diplomatischen Schritte nicht gefruchtet haben, im Gegen­teil, die Russen neuerdings die einwandfrei festgestellten Tatsachen einfach ableugnen, sieht sich die deutsche Heeres­leitung nunmehr veranlaßt, zu scharfen Gegenmaßre- geln zu greifen, um das Los ihrer Kriegsgefangenen zu bessern. Die russischen MarineangeHörigen, Offiziere und Mannschaften, werden einem Vergeltungslager zu­geführt, wo sie genau der gleichen Behandlung unter­worfen werden, wie sie unsere Seeleute in Rußland M erdulden haben. Die Maßregel wird ihr Ende finden, wenn die russische Regierung sich veranlaßt gesehen hat, die deutschen Marinekriegsangehörigen fürderhin nicht mehr wie Verbrecher, sondern wie Soldaten, die dem Vaterlande gegenüber treu ihre Pflicht erfühlt haben, zu behandeln.

Mazedonische Freiwillige im bulgarischen Heer.

DemCorr. della Sera" wird aus Saloniki gemel­det, daß eine sehr bedeutende Anzahl Freiwilliger aus der Bevölkerung des östlichen Mazedoniens ins bulga­rische Heer einträten.

Die öffentliche Meinung Amerikas.

Von einem hervorragenden amerikanischen Partei­gänger der Entente wird dem Neuyorker Korrespon­denten derFrkf. Ztg." erklärt, Englands unnachgiebige Haltung in der Frage der schwarzen Listen und Post- veschlagnahmung entfremde ihr die amerikanischen Sym­pathien und bewirke, daß die öffentliche Meinung Ame­rikas jetzt mehr als früher für Deutschland sei.

Genickstarre bei der Salonikiarmee.

Nach schweizerischen Blättermeldungen aus Lon­don greift die Genickstarre bei der Salonikiarmee immer weiter um sich. Aus den Todesanzeigen in den eng­lischen Blättern geht hervor, daß der Epidemie in jüng­ster Zeit auch zahlreiche Offiziere zum Opfer fielen. Der englische General Buckle ist letzte Woche an Ge­nickstarre gestorben. Die bisher getroffenen Maßnah- men gegen die Epidemie erweisen sich als unzulänglich.

Politische Rundschau.

^^^ 3«r<n«i«cnMü des Reichstags? Der Staatssekretär des Reichsamts des Innern, Dr. Helffe- M hat sich» nach M L. Z." ins Motze KaMangriM

Degeoen, wo oer Neichsranzter verannrim) icyon wir einigen Tagen weist. Beide dürften Freitag nach Ber- ^rruckkehren. In politischen Kreisen wird die An- m.CA^e^ ^^ Katizlers und Dr. Helfferichs im Haupt- siuartier unter anderem mit der Frage in Verbindung aMiSf Ä^^,,AEichstag früher als ursprünglich be- ^r, zusammentreten. Die Besprechung c^kanzlers mit den Parteiführern wird voraus- Montag stattfinden. Nach dem L.'A. halt man in Berliner unterrichteten Kreisen es nicht für wahrscheinlich, daß der Reichstag vor dem angeietzten Termin zusammentreten wird.

poutische Seite der Ernennung Hindenbnrgs streift dieFrk,. Ztg." mit folgenden Worten:Hinden- Ernennung zum Generalstabschef in ^^^ wenigen Männer getreten, die wir die Reichsleitung nennen. Er bildet mit dem Reichskanzler und dem Kaiser die Spitze. Der Kreis ist also enger Kurden, als,er von Anfang war, und das ist gut w.

Honen und muß fordern, daß künftig unserer Reichsleitung jeder Zweifel an ihrer Kraft erspart blei- ^-.^^b. Klarer können die Verhältnisse nicht liegen: die,e drei Männer tragen die ganze Last der Berantwor- stma, und einen bei aller Besonnenheit Krästigeren als Hindenburg wird man in unseren Reiben frfimerrtr.i

des

und einen bei aller Besonnenheit Kräftigeren als nburg wird man in unseren Reihen schwerlich Wer vermöchte die Kühnheit seiner Felözüqe na^uahmen und wer gleich ihm die Krasi- mittel des Reiches restlos und klug auszunutzen? Er ist aus der Vergessenheit durch die eigene Kraft-seiner Leillung zur höchsten Stelle emporgestiegen und die Be- beutung der Person hat jedes Hemmnis überwunden. Auch das ist Neuorientierung!

finden

M

Welches find die ersten Waffen des Kavalleristen? wurde mancher Rekrut wohl vor dem Kriege in der errnHtsstunde gefragt, ohne daß jeder darauf sofort die richtige AntwortPferd und Lanze" gegeben hätte. Wie wichtig und wertvoll aber ein gut gerittenes Pferd und eme richtig geführte Lanze sein kann, mag solgen- öes Erlebnis des Gefreiten Josteit aus Tenedszen, Kreis Niederung, der 4. Eskadron Tragoner-Regi- ments Prrnz Albrecht von Preußen lLith.» Nr. 1 aus der Zeit der Gefechte bei Seyny im März 1915 lehren.

Kostest befand sich am 9. März 1915 bei einer Un- teroffizierpatrouille, die von Norden her in Richtung Seyny geschickt wurde. Die Patrouille beobachtete zu- uachst mrs enteilt Torfe heraus das Vorgelände. Als nichts Verdächtiges bemerkt wurde, schickte der Pa- troulllenfuhrer den Gefreiten Josteit und einen ande­ren Dragoner als Spitze noch ein Stück voraus. Ein vor ihnen liegendes Torf scheint besetzt,' es wird von ber Spitze beobachtet, während die davon unterrichtete

; es wird von

oer Spitze beobachtet, rotthrend die davon unterrichtete Patrouille gedeckt halten bleibt. Die inzwischen abge- feyenen Spitzenreiter führen der besseren Aussicht we- gen noch ein «tuet weiter vor und entdecken eine rus- unhe «chwaüron in jenem Dorfe, die sie weiter beob- Een. Siü selber müssen aber wohl ebenfalls nicht ungesehen geblieben sein, denn plötzlich brechen auf 300 Meter Entfernung 50 russische Ulanen aus einer Ge- landefalte auf sie los. Aufsitzen, die Patrouille zurück- wmken und davon ist eins. Der Gefährte, der einen guten, altgeschulten Schwaörousgaul reitet, zieht den Runen leicht oavon, während Josteit auf seinem kaum gerittenen Aufkäufer merklich von ihnen eingeholt

Als biete unter wildem Säbelschwingen und Urreh"-Gefchrei ichon ziemlich nahe sind, nimmt er den Karabiner von der Schulter in der Hoffnung, sich -chießen vom Leibe halten zu können.

at oruiien yerau, orei unann auf einmal. Lanze, Ka­rabiner und Zügel in den Händen kann er sich nicht viel wehren; einer haut ihm über den Kopf und bringt chm durch den Helm hindurch einen gehörigen Schmiß ber, die beiden anderen hauen ihm flach über Rücken und Arm. yojtett gibt seinem Pferde noch einmal die Lvoren, da schlägt der Gaul gegen den Sporn und bleibt stehen.

Während die ersten Russen weiter sprengen, um die Patrouille selbst einzuholen, kommen die letzten fechs an Josteit heran und reißen ihm den Karabiner weg. Nun, wo er nicht mehr soviel zu halten hat, kann er die Lanze ordentlich fassen und sich mit ihr decken. Alle fechs Kerle reiten mit wildem Geschrei und dro­hendem ^äbelschwingen um ihn herum, aber wo auch emer heran wollte, überall drohte ihm die kreisende A"M^nd keiner wagte es, dem Dragoner zu nahen. Endlich gelang es Josteit, feinen Gaul wieder vor­wärts zu kriegen; die Russen ließen nun von dem un­höflichen Gerellen ab und ritten ihren Gefährten nach, während sich der Deutsche seitwärts davon machte. Aber ein neues Hindernis, ein Graben, den das un- gerrtteue Pferd verweigerte, gab Aufenthalt. Josteit wendete, um von neuem anzureiten, da sieht er, daß ein Russe, der eine Lanze hat, ihm schon wieder ganz nahe ist. Der Russe hat die Lanze mit beiden Händen hinten am Schuhcnde gepackt, um so die größere Länge ^^unutzen. Josteit reitet gegen ihn. da sinkt vor der deutschen Lanzen,pitze dem Moskowiter das Herz in die Hosen, er wirft die Lanze weg und reißt aus. Die zu seiner Unterstützung heransprengenden Russen wer= den von Josteit getäuscht. Weiter links wird nämlich geichossen und Josteit wendet sich nach jener Richtung und winkt und schreit, als wenn von dort für ihn Hilfe herankäme. Die Russen bemerken das, stutzen und weg sind sie. Josteit zwingt endlich sein Pferd über den Graben und erreicht nach längerem Ritt glücklich seine Schwadron, wo er bereits als gefangen llemelöet war. Er muß seine Erlebnisse erzählen und seineLithauerstreiche" bringen ihm zunächst eine Be­lobigung von seinem Rittmeister, bald aber das Ei­serne Kreuz ein.

Vermischtes.

Das Einkommen mancher Zählkellner. BemerkeuS- wer^ rechtliche Feststellungen über das Einkommen des Zählkellners in eurem großstädtischen Kafeehausberrieb traf das Berliner Gewerbegericht bei einem gegen das dortige Kaffee Bauer gerichteten Prozeß. Nach den Er- ybungen, die das Gericht bei mehreren großen Ber- nner Kaffehüusern vornahm, bezieht ein Zählkellner in den großen Häusern ein wenn auch kleines festes Ge- Mt, das zwischen 20 und 50 Mark schwankt, und hat eilte Trinkgeloeinnahme von 810 Mark den Tag Wie der Bertl-eter des Kaffee Bauer hervorhob, gehörten nach Kriegsausbruch Tagesumsätze'von 900 Mark nicht zu den Seltenheiten, wobei die Zählkellner 100 bis 150 Mark an einem Tage verdient haben.

Kohlen für ein Schinken. Von einem Leser wurde derDanziger Zeitung" ein recht interessantesZeit- dokuuretlt" eine offene Postkarte zugestellt, die ein Be- weis dafür ist, wie man sich heute trotz der behördlichen Lebensmittelkarten in den Besitz von Lebensrnitteln ^tzen kann, vielmehr möchte.Ich bestätige den Eingang Web Schreibens vorn ..., und teile hierauf mit, daß ch neue Bestellungen nicht mehr aufnehme, iveil ich mit Msträgen zur Lieferung überhauft bin. Trotzdeut könntL

tm einen Waggon Körnen ritt sie flott machen, mem mi» '?,?,?^l0Lr Gegend einen Schinken, Dauerwurst o^r auch Butter besorgen würden. Wenn Sie mir etwas bin ich dann gern bereit, die Kohlen bald auf ö^ii Weg zu bringen. Mit deutschem Gruß "__ ?0baö Blatt: Selbstverständlich ist' es die, lE^G^ütütsmenschen, der so klug Magen und Geschäft K X&sS &S XX*601 *ä« ^...Dapfere Telepyonistinnen. Bei einem Flieaeran- bvis? auf Karlsruhe am Fronleichnamstage haben die %^v^u^iden Beamtinnen des dortigen Fernsmechamts höchster Gefahr nicht verlassen.

Durch dieses Verhalten war es möglich, daß nicht nur

Gespräche, sondern auch sämtliche an- deren Verbindungen mit Aerzten, Avotbekrrn nnh Krankenhäusern ohne Verzug ununterbrochen hergestellt werden konnten. In Anerkennung dieses treuen Aus- ÜarrenS Bat die Obervostdirektion in Karlsruhe einigen elegrapheng^ttfinnen Lob und Anerkennung ausge- iprowen und ihnen gleichzeitig eine außerordentliche Zu­wendung von ie 30 Mark bewilligt. } d

Deutsche Hesdentateu.

MustergUtiges Verhalte« im Graseukampf.

~ Die 1. Kompagnie Bayrischen Reserve-Infanterie- Regiments Nn 20 stand in schwerem Kampfe mir den Stellung eingeörungenen Engländern. Der Unteroffizier Hornuna laus Eichstätt) ging bei der sts- wehr des feindlichen Frontalangriffes wie auch in

Jtnerfc&rocfen gegen die StgläS vor. Als die Handgranaten knapp wurden und ein Mel^ganger schwer verwundet worden war, meldete ^ Gang zum Bataillon, ihn.über freies Gelände durch das schwere ^erndliche Sperrfeuer, aber wohlbehalten gelangte .Er erhielt die eEene 8iM Zug in die Stellung. Allen voran .Hornung dann erneut gegen die eingedrungenen Engmnder vor, bcs der Graben gänzlich gemubeA war. Für teilte unermüdliche tapfere Tätigkeit wurde Unter- offtrier Hornung mit der Bayrischen Goldenen Milstär- Verdienst-Medaille ausgezeichnet.

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Mutiges Ausharren im Gravenkampf.

. Am 14. Juli 1915 lag die Stellung des ^üfilier.Ste» E^ General-Feldmarschall Graf Motte lSchlesi) Nr. 38 in schweren feindlichen Trommelfeuer. DieGrä. ben waren zerichaften, die Unterstände zum größten ^^tl verschüttet. Gefreiter Labitzke (aus Breslau) und 111?^^^ Eosel) von der Mafchinenge. wehr-Kompagnre und die einzigen noch kampffähigen Bedienungsmann,chaften ihres Gewehrs. Um 4 Uhr N^sittags läßt das Artilleriefeuer nach. Die franS- üLTK.KN^oümen gehen zuui Angriff vor, aber im wohlgezielten Infanterie- und Malchinengewehrfeuer ^-°"^^?' ^n setzt Trommelfeuer ein, und ^tn Teil des Grabens muß geräumt werden. Mit nur Ut Kameraden von der 3. Kompagnie bleiben die beiden MHen im Graben. Aber sie halten aus. Kazmierz be­stem das Maichinengewehr, Labiyke wiM Handgrana- i«t, ^rnö so gelingt es noch sechsmal, die anstürmen. 75» Franzosmi zuriickzufchlagen. Dann ist die Munition W. Ende. Schweren Herzens entschließt sich die tapfer« kleine Lchar zum Rückzug au? die Hauvtsselluna Die

das freie Feld aus geführt wer Maschinengewehr zu bergen. Gefrester Kbitzke ' und Füsilier Kazrmerz erhielten das Eiserne Kreuz 2. Klasse.

Zwei standhafte Gefreite.

20- Juli 1915 ließen die Engländer vor dem a Kompagnie Königlich Bayrischen 23. In, ^^^NeSlwents eine Mine springen. Da waren eS

Göy «aus Schwarzenbach, Bez.-Nrw ?^ustadtW N.) und eedaittan Westenburger (aus Kai- servlautern), die ohne Befehl abzuwarren, mit ihren Gruppen tm heftigen feindlichen Infanterie- und Ma. ichiuengewehrfeuer versprengen und den durch die Nv/vaung entstandenen Trichter besetzteir. Auch das starke MmOifeuer der Feind gab ganze Salven ab konnte sie nicht erjdjuttern; sie harrten auf ihrem Posten au» und gingen tororf an den Ausbau des Trichters Im heftigen^ Artillerie- und Minenfeuer gelang es ihnen, den Trichter zur Verteidigung herzurichlen und die Stellung zu behaupten. Die beiden mutigen Gefret- &net "^ öem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausge-

T. U.-Drahtung aus Amsterdam.

. Die englischen Blätter vernehmen aus Washington, dan der Zustand kritisch bleibt, trotz Wilsons Versuchen, durch eine geieolichc Regelung den drohenden Eiserrbah. nerausstand abzuwenden. Es ist noch zweifelhaft, dE öl« «trerkorder,.welche für den 1. September ausgegeben üt widerrufen werden wird. Verschiedene Eisenbahn- gesellichaften nehmen schon keine SSaren, die verderben foulten, für den Transport mehr an. Die Exportsen­dungen werden wahrscheinlich zuerst unterbrochen wer- den, wahrend die Eisenbahnen alle Kraft auf die Auf­rechterhaltung des Verkehrs konzentrieren werden. Wie aus Neuuork gemeldet wird, hat eine große Anzahl Eisenbahngesellschaften bekannt gegeben, daß keine Güter mehr angenommen werden, welche vor dem 1. September abgüliefert werden mühten. Diese Vorsichtsmaßregel unterstützt die Annahme, daß man in Fachkreisen die Lage für ernst ansieht, obschon die öffentliche Meinung noch optimistisch bleibt und andauernd hofft, daß eine Beilegung des Streiks noch immer möglich ist. Die Trade-Hnimi, die Direktionen der Eisenbahngesellschaf- ten, Senat und SlbgeordnetenhauS widersetzen sich ihrer­seits dem Borschlag Wttsons zur Beilegung des Streiks Die großen Städte treffen bereits Maßnahmen, um vor­läufig eine Organisation für die Versorgung mit Lebens­mitteln ins Leben zu rufen. Große Schwierigkeiten würden entstehen, wenn der Ausstand länger als eine Woche andauert, da darin sicher verschiedene Landes- teile Mangel an Lebensmitteln haben dürften.

Weitere Drahtnachrichten.

Die Kriegserklärung der Türkei an

Rumänien.

« Konstantinopel, 31. August. (WTB.) Die tür> kische Regierung erklärte gestern abend 8 Uhr dnrch Ueberreichirng einer Rote an die hiesige rnmänifche W. san-schaft an Rnmtznicu den Krieg.