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Handels-Ubool

r Glücklich im Heimathafen gelandet.

W, Bremen, 28. August. (WTB.) Die deutsche

Dcean-Reederei-Gesellschaft teilt mit: Das erste Han- dels-U«terseevoot „Deutschland" hat heute nachmittag vor der Wesermündung geankert. An Bord alles wohl.

Wie die Heimkehr vonstatten ging.

Die Köln. Ztg." meldet aus Bremen zur Heimkehr der Deutschland u. a.: Die amerikanische Regierung habe sich durchaus korrekt neutral verhalten, indem die amerikanische Flotte mit Strenge darauf gesehen habe, daß die Grenze von den Engländern undFranzosen ge­achtet wurde. Trotzdem nicht weniger als acht englische Kriegsschiffe, umgeben von zahlreichen semreteteu ameri- kauischen Fischdampfern zum Zwecke der Auslegnua von Netzen und der Benachrichtigung des Feindes auf der Lauer gelegen hätten, fei die Ausfahrt gelungen. Die OzeaufahMsei anfangs stürmisch, dann weniger bewegt gewesen Fn der Nordsee sei das Wetter wieder stür- mffch gewesen. Alles habe tadellos funktioniert. Es seien hmldert Seemeilen unter Wasser gefahren worden, bei 4200 Seemeilen im ganze».

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Mit Fubel wird im ganzen Reiche und bis tief ins Feindesland hinein, wo unsere heldenhaften Truppen U feindseligen Absichten unserer Gegner zunichte machen, die Kunde ausgenommen werden, daß das kühne Unternehmen die zweite Probe glänzend bestanden hat. Stolz dürfen wir, so sagt die „Nordö. Allg. Ztg. , auf die weitblickenden Männer ,em, die mit iÄm Entschluß und unbeugsamer Tatkraft eine Ausgabe lösten, die im Auslande für undurchführbar erklärt wurde, als die Lösung schon Wirklichkeit^geworden war.

Die „Kreuzztg." schreibt: Die Sicherheit, Mit der die Letter der Deutschen Ozeanreederei auf die glückliche Heimkehr rechneten, hat sich bestätigt, umso großer ist die Genugtuung, daß das Boot mit der wertvollen Ladung ungefährdet den heimischen Hafen erreicht hat. In der „Germania" heißt es: Der kühne Streich gegen Eng- lands übermütige Seewillkür sei völlig gegluckt rmd eröffne den Ausblick auf weitere größere Erwlge. T^ , Von. sttq." meint, die Bedeutung der Unterseehandel»- tzoote liege in der Gegenwart, für die sie erdacht wor­den seien. Was später aus ihnen werde, könne ruhig der Zukunft überlassen werden. Das „B. T. sagt, die glückliche Vollendung bedeute einen vollen Triumph deutscher Seemannstuchtigkeit, deutscher Schlftbaukunst und deutschen Handelsgeistes, auf den wir ohne Ueber- hebung stolz sem könnten.

Eindrücke von der Sommefront.

? Durch kommen sie nicht.

Der Kriegsberichterstatter der „Köln. Ztg." meldet zu den Kämpfen an der Somme: Ich habe von meinem Besuch im Gebiet der Somme-Onennve und bei all meinen Berührungen mit unseren Kammern aus dieser Schlacht, vom obersten Armeeleiter bis zum einfachsten Mann, gerade wie seinerzeit in der Chauwagne, riberall die feste und sichere Ueberzeugung gefunden: Durch kommen sie nicht. Die weitere Fortsetzung der Omn- sivstötze des Gegners hier bedeutet jedoch nur eine stun- «us zwecklose Hinopfernug von Menschen. Dre Mei­nung der gegnerischen Heeresleitung scheint dies aber nicht zu fein, denn sie setzt diese Angriffe mit einer wilden,. durch keinen Mißerfolg und durch fein noch

gesichts der außerordentlich geringen positiven Erfolge, die sie davonträgt, kann man dies nur damit erklären, daß sie immer noch der Meinung ist, nur iwch ein einziger, nur noch ein kräftiger Stoß ihrer Kriegsma­schine fei nötig, und der deutsche Wall sei endgültig durchbrochen und damit der entscheidende Sieg errun­gen, oder aber es kommt ihr ganz kühl berechnend auf ein gegenseitiges Menschenschlachten in ungefähr glei­chem Maßstabe auf beiden Seiten an, bei dem, wie bei einem Subtraktionsexempel, die Letzten Sieger bleiben müssen. Es ist aber keine Frage, daß bei dieiem Exem­pel sich die Franzosen am ehesten ausgeblutet haben müssen, zumal da sie jetzt glerchzeitig auch bei Verdun mit unerhörter Erbitterung und Menschenopfern wie­der vorwärts zu kommen trachten. Aber vielleicht liegt das gerade im englischen Interesse.

Deutschland «nd Rußland.

Von der russischen Grenze meldet die „National- geitung": Der Dumaabgeordnete Purischkewitsch, der sich bereits vor dem Kriege eines sehr großen Einflusses erfreute und von der russischen Regierung in der Duma und in der Oeffentlichkeit nicht selten als Sprachrohr benutzt wurde, sich aber auch seiner echtrussischen Tätig­keit wegen einen Namen machte, wirkt neuerlich in auf­fallender Weise für eine Verständigung mit Deutsch­land.

Eine ungeliebte fm«

Roman von Marie Harling.

17) (Nachdruck verboten.)

„Bemitleide mich nicht, Mutter, das ertrage ich gar nicht. Ich habe ja Mein Schicksal selbst verschuldet, mit venrbunöenen Augen bin ich in mein Unglück hinein getaumelt. Wäre ich nicht zu schwach-gewesen, den un­sinnigen Ausgaben Konstanzens ein energisches Halt entgegenzusetzen, so wäre ich nicht in die Notwendig­keit geraten. Mir eine Frau aufzwingen zu lassen."

„Ja, Herbert, wir haben wohl alle gefehlt, auch ich wohl Nicht am wenigsten, die ich mich von Konstanze in den Strudel des Lebens so leichtsinnig hineinziehen ließ."

„Du bist eine Frau, Mutter, eine schwache, weich­herzige Frau, Du konntest nicht wider Deine Natur. Dem Manne geziemt es zu handeln, und wo er es un­terläßt, wird sich das Leben dafür rächen. Aber ich wollte Dich nicht durch meine Klagen betrüben, Mut­ter, nur in Deine lieben, guten Augen wollte ich blicken, Deine beruhigende Stimme hören, dann trägt sich die Last wieder leichter."

Die Matrone faltet die Hände: voll unaussprech­licher Liebe blickt sie auf ihren Sohn. Herbert aber fährt wie in Gedanken versunken zu sich redend fort: „Es demütigt mich so furchtbar, Mutter, daß ich von Marianne, die Mich verachtet, demwch die Mittel zu Meiner Existenz annehmen muß. Wüßte ich mir ein Msttel, uns Markstten zu erhalten, noch heute trennte ich mich von ihr."

„Das darfst Du nicht, Herbert, sie ist Dein Weib vor Gott und vor der Well. Bist Du nicht zu stolz ge- m^en, bon dem arglos vertrauenden Kinde reiche

„SevWaud" glüdüd) zurüllgelehrt

‘ Aus dem großen Hauptquartier. ] w.......... " .....— —- m '>

«^ Großes Hauptquartier» 23. August 1916. (Amt­lich. WTB.) (Eingegangen 8,25 Uhr nachmittags.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Zwischen Thiepval und Pozieres wurden die e » g - lischen A»griffe vergeblich wiederholt» nörd­lich von Ovillers fanden während der Nacht Nahkämpfe statt. Oestlich des Foureaux-Waldes ebenso wie bei Maurepas mißlangen feindliche Handgranaten-Unter- nehmunge». Die Artillerie» entwickelten fortgesetzt große Tätigkeit.

Südlich der Somme sind bei Estrees kleine Graben­stücke» in denen sich die Franzosen vom 21. August her noch hielten, gesäubert. 3 Offiziere, 143 Mann fielen dabei als Gefangene tu unsere Hand.

Rechts der Maas wiesen wir im Fleury-Abschnitt feindliche Handgranatenangriffe ab. Im Bergwalde fanden für uns günstige kleinere Jufanteriegefechte statt.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Vom Meere bis zu den Karpathen keine besondere» Ereignisse.

Im Gebirge erweiterten wir den Besitz der Stara Wipczyua durch E r st ü r m u » g n e u e r f e i n d l i ch e r Stellungen» machten 200 Gefangene (darunter ein Bataillonsstab)» erbeuteten zwei Maschinengewehre und wiesen Gegenangriffe ab. Beiderseits des Czarny Czere- mosz hatten die russischen Wiedererobernugsversuche keinerlei Erfolg.

Balkankriegsschauplatz.

Die Säuberung des Hochwaldes westlich des Ostrovo-Sees hat gute Fortschritte gemacht. Wiederholte serbische Vorstöße im Moglerta-Gebiet sind abgewiesen.

Oberste Heeresleitung,

Bom österr.-ungar. Generalstab. J

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Wieu, 23. August. (WTB.) Amtlich wird verlaut- bart:

Russischer Kriegsschauplatz.

Westlich der Moldawa erstürmten deutsche Truppen eine weitere Jnfanteriestellnng der Russen» wobei sie 200 Mann und zwei Maschinengewehre ein- brachten. Bei Zabie wurden russische Vorstöße abge­schlagen. Im Gebiet von Knkul stehendes Gefecht. Wei­ter nördlich bei geringerer Kampftätigkeit und völlig un­veränderter Lage keine besonderen Ereignisse.

Italienischer Kriegsschauplatz.

An der küstenländischen Front unterhielt die feindliche Artillerie gegen einzelne Räume zeitweise ein lebhaftes Feuer. Die italienischen Flieger ent­

falteten eine rege Tätigkeit. Bei Wochein-Feistritz fiel ein Doppeldecker in ‘ " ~ '"- -

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fange» ge»oul»leu wurde».

äude» dessen Jnsanen ge- n Tirol brächte uns eine

Unternehmung an der Fleimstalfront achtzig unver- wnndete Gefangene und zwei Maschinengewehre ein.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Im Raume von B a l o n a entwickelte der Feind erhöhte Tätigkeit. Eines unserer Kampfflugzeuge vom Stabsfeldwebel Arigi geführt schoß im Kampf mit vier Farmandoppeldeckern zwei ab. Einer liegt nächst der Skumbi-Mündung, der zweite stürzte ins Meer und wurde von einem feindlichen Zerstörer geborgen.

Der Stellvertreter des Chefs des Geueralstaves, v. Hoefer, Feldmarschalleutnant.

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Churchill über die Kriegslage.

Nach dem „Rott. Cour." erklärte Churchill im Un­terhause, vor Verdun und an der Somme dauere das strategische Gleichgewicht fort. Die deutschen Armeen seien niemals zahlreicher und besser ausgerüstet ge­wesen als jetzt. Deutschland spöttele über die englische Armee. England wisse, daß Deutschland der furcht­barste Gegner sei, und man müsse in aller Rahe auf systematische und wissenschaftliche Weise das ganze Leben für die Hauptaufgabe einrichten» die England zu volls bringen habe.

Geldmittel anzunehmen, so mußt Du jetzt auch den Mut haben, an der Seite Deiner Frau auszuhalten. Zeige ihr, daß Du trotz allem ein Mann von ehren­hafter, edler Gesinnung bist. Bemühe Dich, Deine Frau lieb zu gewinnen, glaube es mir, sie verdient Deine ganze Liebe und Treue."

Herbert hat sich bei den Worten der Mutter abge­wandt, mit großen Schritten durchnäßt er das Ge­mach, dann bleibt er plötzlich vor der Baronin stehen, heißes- Rot überflutet chm Stirn und Nacken.

„Mutter, das ist es gerade, was mich so elend macht. Ich fühle, daß mir Marianne nicht gleichgül­tig ist, ich fühle, wie die Sehnsucht nach ihrer Liebe mich täglich mehr erfaßt. Ihre Liebe, ihr Vertrauen aber ist gestorben unter den kalten, harten Worten Konstanzens, und nie mehr, das fühle ich nur zu gut, wird ihr Liebe ein Erwachen werden."

„Doch, Herbert, wenn sie Dich geliebt hat, wird es Dir möglich sein, ihre Liebe wieder zu erwecken, denn eine Liebe, wie die Mariannens ist viel zu treu und fest, um verloren zu gehen. Wirb um sie mit Treue und Ausdauer, und Du wirst sehen, daß sich Dir ihr Herz wieder zuwendet."

„Mutter, Du hast immer wieder liebe Trostworte, wenn ich verzagen will!"

Er beugt sich nieder und küßt die feine weiße Hand der Mutter.

„Ich will es versuchen, Deinen Rat zu befolgen, Mutter. Gebe Gott, daß es mir gelingt, meines Wei­bes Vertrauen noch einmal zu erwerben."

In diesem Augenblick wird ungestüm die Tür ge­öffnet, Konstanze tritt über die Schwelle. Ihre Wan- I gen sind lebhaft gerötet, die dunklen Locken hängen I wirr und feucht um Stirn und Schläfen.

„Ab, hier bist Du. mein Freund! Wirklich reizend

Ueber die Vorgeschichte der „Leulschtand" meldet uns in Ergänzung des schon bekannten noch eine

T. U.-Drahtung aus Berlin:

Trotz der ungeheuren Erfolge unserer Truppen auf allen £rieg£fcl)aitpläi5eu konnte Ende 1915 kein Zweifel mehr herrschen, daß der Krieg noch andauern würde. Sachkundige Reeder und Industrielle beschlossen daher den Versuch zu wagen, ein Uboot als Handelsschiff zu bauen. Ermutigt wurde mau hierzu durch die groß­artige» Leistungen unsere Marine-Uboote, die bis nach Koustantinopel ohne Zwischenstation gelangt waren. Die Hauptbedenken, ob die Nutzladung eines solchen Bootes die hohen Baukosten und das große Risiko einer Ozeanfahrt aufwiegen würden, und ob die Bauzeit nicht zu lange Zeit in Anspruch nehmen würde, konnten bald beseitigt werden. Während die hanseatische Kaufmannschaft, insbesondere Herr Alfred Lohmanu in Bremen, derlei Pläne erwog, beschäftigte sich auch die Friedrich Krupp Germania-Werft in Kiel mit diesem Gedanken. Das Ergebnis war die Grün­dung eines Syndikates, die Ozean Reederei G. m. 0. H., der ausschließlich der Norddeutsche Lloyd, die Deut­sche Bank und Herr Alfred Lohmann angehört. Das Kapital der Gesellschaft beträgt zwei Millionen. Es wurde zunächst, der Bau von zwei derartigen Untersee­booten beschlossen. Noch während der Gründungs­formalitäten begann auf der Germania-Werft der Ban der „Bremen" und der „Deutschland". Der Schiffskör- per der „Bremen" wurde bei der Flensburger Schiffs- bau-A. G. seitens der Germania-Werft in Auftrag ge­geben, während die Germania-Werft selbst die Mo­toren und andere Maschinen baute.

cftrag ge- die Mo-

Ueberraschend schnell konnte der Bau des ersten Schiffes vonstatten gehen. Nach glänzender Probefahrt war das Boot zur Ausreise bereit, obwohl die nur aus Angehörigen der Handelsmarine bestehende Besatzung sich mit dem neuartigen Dienst auf einem Uboot erst vertraut macheu mußte. Der Frachtraum-Jnhalt beträgt 600 To., die Länge 65 Meter, die Spantenweite 8.9 Me­ter, der Tiefgang 4.5 Meter, der Verdräng ausgetaucht 1900 To., die Tragfähigkeit etwa 750 To. Der Oelvorrat ist so groß bemessen, daß er für die Hin- und Rückreise ausreicht. Die Maschinenanlage besteht aus zwei gzylindrigeu Biertaktdieselmotoren für die Ueberfahrt und die mit ihnen durch eine Reibungskuppelung gekup­pelten Hauptelektromotoren für die Unterwasserfahrt. Durch den vor dem Maschinenraum liegenden Laderaum Kein Tunnel zur Zentrale, in der alle für die Be- mg des Schiffes bet der Unterwasserfahrt erforder­lichen Einrichtungen vereinigt sind. Vor der Zentrale liegen die Akkumulatorenräume und die Wohnräume für die Mannschaften. Auch Bug- und Heckraum sind für Wohnzwecke eingerichtet. Ueber der Zentrale be­findet sich ein geräumiger Kommandoturm mit Seh­rohr. Die Besatzung zählt 29 Köpfe, für bereu Unter­bringung die denkbar größte Sorgfalt angewendet wor­den ist. Die Boote besitzen funkentelegraphische Einrich­tungen von verhältnismäßig großer Reichweite.

Die wenigen Männer, die von der Existenz der Boote wußten, wahrten das Geheimnis so gut, daß die Ankunft der „Deutschland" in Baltimore eine Neber- raschung für die ganze Welt bedeutete. Alle Rohstoffe, deren die „Deutschland" und die „Bremerftfür ihre wei-

ire wer

terenReisen bedürfen, sind mAmerika gesichert. Die um­fassenden Vorbereitungen für die Ankunft der „Deutsch­land" wurden von den amerikanischen Vertretern des Norddeutschen Lloyd getroffen. Es ist dies die Firma A. Schumacher u. Co. in Baltimore, bezw. deren In­haber die Herren Hilken senior und jun., sowie der ihnen beigegebene Lloydkapitän Hinsch.

Besonders bemerkenswert ist die erstaunlich kurze Zeit, in der ein Unterseeboot von solchen Abmessungen und solcher Eigenart gebaut werden konnte, trotzdem jegliche Erfahrung naturgemäß mangeln mußte und ob­wohl die denkbar fchwierigüeu Verhältnisse obwalteten. Wenn man außerdem in Betracht zieht, daß die Be­satzung ein in jeder Beziehung vollkommen neuartiges Fahrzeug vorfand, so stellt die glücklich vollendete erste Reise über das Weltmeer dem Mute und der Tüchtigkeit der Besatzung, wie dem Schiffe selbst das her­vorragendste Zeugnis aus.

Der Gebrauch und die Verwendbarkeit der Unter­seeboote wird vorläufig wohl auf die Kriegszeit be­schränkt bleiben. In Friedenszeiten wäre die Ladefähig­keit im Verhältnis zu den Herstellungskosten der Boote eine zu geriuge. Die Uboote werden jedoch mit ihrer Vervollkommnung, ausgebaut und vergrößert uu Ver­laufe dieses Krieges und aucy späterhin eine äußerst not­wendige Ergänzung unsere Handelsflotte darstellen.

und überaus zartfühlend von Dir, Deiner Mutter Gesellschaft zu leisten, wenn ich fort bin."

Sie läßt sich mit spöttischem Auflachen in einen Schaukelstuhl fallen, der durch den plötzlichen Anprall in eine schwingende Bewegung gerät.

„Na, nu! wißt ihr nichts mehr? Ihr selb ja so stumm wie Oelgötzen. Habe ich Euch so auseinauderge- bracht mit meinem plötzlichen Erscheinett, oder habt ihr den Faden Eurer doch gewiß interessanten Unterhal­tung verloren und wißt nicht, wo ihr wieder an- krlüpfen sollt. Soll ich Euch ein wenig auf die Sprünge helfen? Hieß er nicht Marianne und Konstanze?"

Sie lacht wieder laut uitb abstoßend,- eine Art, die ihrem sonst so kühlen vornehmen Wesen gar nicht eigen war, dann fährt sie, als keine Antwort erfolgt, spot­tend fort:

„Uebrigens, Deine liebe Frau, Herbert, scheint eine noch größere Närrin zu sein als ich. Ich sah sie im Gummimantel und den Lederstiefelil zum Dorf hin­stapfen. Eine merkwürdige Idee, selbst int Schlamm herumzuwaten. Ich habe das meinen Gaul besorgen lassen, aber natürlich, der Plebs hat ja andere Pas­sionen."

„5ronstanze, ich bitte Dich, laß solch törichte Re­derei!" bittent die Baronin. „Siehst Du nicht, mte Her­bert leidet, hast Du denn gar kein Herz für ihn?"

„Hat er ein Herz für mich? Fragt er danach, daß ich leide? Aber er hat sich verrechnet, wenn er glaubt, ich sei ein geduldiges Opferlamm, das klaglos seinen Kopf für ihn auf den Richtblock legt. Leiden soll er, wie ich gelitten, alle Qualen einer verratenen Liebe auskosten!"

Herbert hat sich zu Konstanze geweltdet, fest blickt er in ihr leidenschaftlich erregtes Gesicht.

(Fortsetzung folgt-t ,