«rann ist einer der erfahrensten UnterseevootSkomman- danten der deutschen Marme., Seine Tätigkeit dauerte seit beinahe Beginn des Krreges an. Das U-Boot, welches KapitänleutnantForstmann führt, versenkte bisher etwa 100 feindliche Schiffe aller Kategorienr die Ge- kamt-Tonnenzahl beträgt 260 000, der Wert der verfeuk-
Schiffe dürfte sich auf über 600 Millionen Mark belaufen. Kapitänleutnant Forstmann hat verschiedentlich schwere Gefechte mit feindlichenEinheiten zu bestehen gehabt, aus denen er stets siegreich hervorgegangen ist. Auch aus Kämpfen mit den sogenannten U-Bootsallen — es sind dies Kriegsschiffe, denen durch Bemalung usw. das Aussehen eines Handelsdampfers verstehen wird — ist Kapitänleutnant Forstmann mit seinem lb Boot siegreich zurückgekehrt.
England und Deutschland im Luftkrieg.
Deutschlands Oberherrschaft in der Luft von englischer Seite anerkannt.
Als Einführung zu einem Vortrag von E. S. Bruce im Royal Coloniaff Institute über den „Aeroplan und seine Verwendung im Kriege, den die Uffinummer des „United Empire" abdruckt, tagte. der Vorsitzende der Versammlung, Evelyn Wrench, einiges über das Verhältnis von England und Deutschland im Luftkrieg. „Trotz des mildernden Surups der Politiker und trotz 6er glänzenden Tapferkeit unserer Flieger besitzt Deutschland tatsächlich augenblicklich die Oberherrschaft in der Lust. Wir kennen den enormen Vorteil, den Deutschland der Besitz einer großen Flotte von Zeppelinen, den Augen der deutschen Marine gewahrt. Unsere Regierung trägt dabei eine schwere Verantwortung, und ich hoffe, sie wird sich der Lage gewagten zeigen. Wie Sie wissen, konnte unter Fliegerkorps in den ersten Monaten des Krieges und bis zum Ende des letzten Sommers die Ueberlegenheit über die Deutschen beanspruchen, soweit die britische Front m Flandern und Frankreich in Betracht kam. Mangel an Voraussicht auf unserer Seite hat die Deutschen instand gesetzt, uns den Rang abzulaufen. Dceiemgen unter Ihnen, die Verwandte an der Front haben, wissen nur zu gut, daß im Augenblick viele unserer Fstrgzeuge in der Konstruktion nicht auf der Hohe sind. Die deutsche Suprematie in der Luft datiere aus dem vergangenen September. Wenn England sie bis dahin behalten habe, möchte man wissen, warum es sie, trotzdem es die glänzendsten Flugzeugführer der Welt habe, verlor.
Die Riesen-Zeppeline.
Nach einer Meldung der „New Yorker World" haben an den letzten Luftangriffen tn England auch zwei neue Riesen-Zeppeline teilgenomuien, die bestimmt seien, sobald wieder Friede herrscht, die Ueberquerung des Atlantischen Ozeans nach Amerika zu versuchen. Der Aktionsradius der neuen Schiffe ist nach dem amerikanischen Bericht ebenso gewaltig. wie ihre^ Tragkraft. Sie können in außerordentlicher Hohe fliegen. Bei der Rückkehr vom letzten Fstlg, nach England legte der eine der beiden neuen Zeppeline 380 Kilometer in zwei Stunden zurück.
Ein Zahl „Batalong".
Zu dem Jahrestage des englischen „Baralong"- Verbrechens wird uns aus Marinekrenen geschnoben:
Am 19. August jährt sich zum ersten Atale eine der a$%?S«»iS^
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Verbrechens gewesen sind. Am 6; --..._, { s »VÄ s AuKS SXä W ä» Ich nem Verluste gerechnet werden. Damals wußte noch kein Mensch von dem ungeheuerlichen Verbrechen, denen die Mannschaften dieses A 27" zum Amer gemllen mnren Kurze Zeit darauf kamen aus Amecira .ocee ££ die fast unglaublich klangen, aber von Augen- Ben' so übereinstimmend geschildert. wurden, daß leider an ihrer Richtigkeit nicht zu zweifeln war. Am 19 August hatte nach diesen Mitteilungen unser Ikboot lk. 27" den englischen Viehdampfer „Nicostau gecro,- fett und zum Zwecke der Untersuchang angehalte«. Während unsere Leute damit beschäftigt waren, naüerte «a ihnen ein Handelsschiff, das die amerikanische «rläg- ae führte und darum von unserem Ikboot nicht beachtet morde Diese neutrale Flagge war aber ein englischer Betrmk, denn hinter ihr verbarg sich ein englisches MramsMfs namens „Baralong", das unter dem Kom- mando des Kapitäns Mac Bride stand und sofort, ohne fäbft angegriffen werden, auf unser ikboot feuerte. Der heimtückische Ueberfall dieses Seefranktireurs hatte bei oer Ahnungslosigkeit unserer Seeleute eilten vollen Erfola denn das Ikboot wurde vernichtet. Die Mannstba t konnte sich durch Schwimmen retten und Dubte sich nun natürlich in Sicherheit, da es noch nicht vcwgekommen war, daß man Schifssbrüchige nicht rettete wenn man die Möglichke t dazu hat. Die Leute des Baralong" kehren sich aber an alte Gesetze des Merc- S und Völkerrechtes nicht, sondern schössen auf die im Wasser Schwimmenden, ohne Rücksicht darauf, daß L Wehrlose waren, die sich ergeben hatten. Bier Mann haiten sich auf den „Nicosiam retten können, während 8 auf den „Baralong stiegen. Der Koinmandant war schon im Wasser erschossen worden. Alle anderen 10 U-Bovtsmannschasten wurden dann auf den Schiffen von den englischen Seeleuten kaltblütig und ohne jeden Grund ermordet. Wenn die Leute des „King Stepherr" sich aeweiaert hatten, die Leute vom „L 19" zu retten, so haben sie zwar auch keilten stichhaltigen Grund dafür K'n!« cSr®'-™ "• "'&"“$!■ ö&
stens keinen M
sthaft gemeint ist.,Sie haben aber wenig- Nord begangen. Die Leute des „Baralong" haben'aber' das Handwerk gemeinster Mörder an wehrlosen Kriegsgefangenen ausgeübt.
Sechs amerikanische Leute vom „Nicosian", die über dieses schintpflichc Verbrechen entsetzt waren, haben sofort in Amerika Mitteilungen von den Vorgängen ge- macht. Kapitän Mac Bride ha te ih en zwar streng verboten darüber zu fprechen. Die Ainerikaner haben aber Ebre gegeben und ihre Aussagen beschworen. Die deutsche Regierung forderte nun auf Grund dieser Aussagelt, daß die Mörder vor ein Kriegsgericht gestellt würden. Als Grey Ms Vorgehen gegm diese traurigen Leiden ablehn e, kündigte die deutsche Regierung am 10. Januar 1916 an, daß sie nunmehr selbst der Herausforderung misprechenden VergeltungS- matzregeln treffen müsse. In einem dem Reichstage vor einigen Tagerr zugegangenen Me ßbuche wird nun mtb geteilt, daß die deutschen Luftschiffe die Rache für die Helden vom „U. 27" übernommen haben. England soll sich bei jedem neuen Angriff unserer „Zeppeline" auf die Insel des Verbrechens der '-Baralong^ erinnern, an dem daß ganze englische Volk die schuld mitträgt, da die englische Regierung sich geweigert hat, die schuldigen Verbrecher zu bestrafe«. Eitt Volk ist sM
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verbrecherische Elemente nicht verantwortktch, die Mitschuld ist aber erwiesen, wenn die Verbrechen nicht gesühnt werden sollen, denn darin liegt die Billigung der Schandtaten durch die Regierung. Darum ist die Vergeltung durch untere „Zeppeline" durchaus gerecht. Die nwraltfdje Entrüstung der Engländer übergehen wir umso billiger, wenn wir uns erinnern, daß die Volksgenossen der „Baralong"-Mörder dieselben sind, welche wegen der Erschießung des Franktireurs Fryatt, die nach einem ordnungsmäßigen Urteilsspruch erfolgte, heuchlerische Borwürfe wegen „Barbarei" gegen unser Volk erheben und deswegen den Abbruch der diplomatischen Beziehungen auch nach dem Kriege androhen.
(Z)
ariegsalietlei.
Italiener für Saloniki.
Wie verschiedene Berliner Blätter berichten, ist aus einer Rede, die der Schriftleiter des „Temps", der Abgeordnete Tardieu, in Genf gehalten habe, zu entneh- men, daß die Landung einer italienische» Truppendivi- sion in Saloniki erfolgt sei, anscheinend auf Vorstellungen Englands gelegentlich der Verhandlungen von Pallanza. Fraglich bleibe, ob die Truppen an die Front gehen oder vorläufig als Reserve in Saloniki verbleiben würden.
Amerikanische Proteste gegen die schwarzen Listen.
Die „Boss. Ztg." entnimmt der „N. Zürcher Ztg." die Nachricht, daß in fast allen Stadien der Vereinigten Staaten Massenversammlnugeu gegen die schwarzen Listen angekttttdigt werden. Sämtliche amerikanischen Handelskammern und kaufmännischen Vereine hätten gegen Englands Vorgehen Protest eingelegt und Wilsor zum Handeln aufgefordert.
Zum Untergang des „Leonardo da Vinci" werden nach der „Tgl. Rdsch." noch folgende Einzelheiten bekannt: Von der 994 Mann betragenden Besatzung hatten 600 Nachturlaub. Von den an Bord befindlichen Leuten find nur 5 oder 6 Mann gerettet worden. Der Verdacht, die Explosion herbetgeführt zu haben, ruht auf zwei vor einigen Monaten bestraften Matrosen. An Bord des Schiffes befanden sich 2 Admirale, 2 Kapitäne, 60 Seekadetten und ein englischer Korvettenkapitän.
Politische Rundschau.
Die Verstaatlichung der Elektrizitälsliefernng in Sachsen steht unmittelbar bevor. Zwischen der Regie- ruug und der Berliner Elektrizitäts-Lieferungs-Geiell- schaft ist laut „B. T." ein neuer Vertrag über den staatlichen Ankauf des Elektrizitätswerkes Hirschfelde in der Lausitz zustandegekommen, der wesentlich günstiger ist als der erste Vertragsentwurf, der von der Zweiten
Zweiten
Kammer stark bemängelt worden war. Der Vertrag muß bis zum 1. Oktober vom Staate vollzogen werden.
Staatssekretär a. D. Dernburg bezeichnet in der „Nordd. Alla. Ztg." die in alldeutschen Blättern verbreitete Erzählung, er habe kürzlich auf einer Reffe an die Nordostfront in Libau einen Vortrag gehalten, in dem er eine Annäherung an England empfohlen habe und der allgemeiner Ablehnung begegnet sei, als von Anfang bis zum Ende erfunden.
Der Zar wird nicht mehr in Warschau befehlen. Die Wiener „Neue Freie^Freyes bringt unter dem
znrückgegeben werden. In Warschau
nicht mehr herrsche«, die Geschichte dan sich nicht rüct wärts bewegen! Kongreß-Polen ist für die Zentral- mächte ein Stück Land, das der Krieg nicht nur vorübergehend bis zum Friedensschlüsse vom russischen Reiche getrennt, sondern das nie mehr an Rußland zurückkommen wird. Nicht nur die Interessen der Zen- tralmächte werden uns nicht wieder russisch werden lassen, sondern auch die Interessen der Bewohner Polens. Die Versprechungen der Russen haben keinen anderen Zweck, als Polen für panslawistische Pläne zu gewinnen. Die Polen sollten mithelfen, die Vorherrschaft Rußlands auf dem europäischen Kontinent zu fe-
gewinnen. Die Polen sollten mithelfen, Die Vor. schaff Rußlands auf dem europäischen Kontinent z stigen, der Zar wird nicht mehr in Warschau beseh
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Bei der Gattin des Kapitäns der
„Deutschland".
Die Londoner „Daily Mail" veröffentlicht in der jüngsten hierher gelangten Ausgabe eine Unterredung mit'der in einem Londoner Vorort wohnenden Gattin -es Kapitäns König, des Befehlshabers des weltberühmten Handels-U-Bootes „Deutschland", deffen glücklicher Heimkunft in Bremerhaven jedes deutsche Herz jetzt hoffnungsfroh entgegensieht. Der Berichterstatter nimmt dabei Gelegenheit, mit Anerkennung von unseren deutschen Seehelden zu reden.
Kapitän Paul König — so erzählt das Blatt, lernte seine Gattin vor etwa siebzehn Jahren auf einer Fahrt über den Atlantischen Ozean kennen und führte sie cm Jahr später in Winchester in England zum Altar, wo das junge Paar seine dauernde Wohnung nahm Am Juni 1914 war Kapitän König gerade von einer Mrttel- meerfahrt nach Bremerhaven zurückgekehrt. Dort traf Frau König die nach Deutschland gereist war, um einen Spezialisten über den Gesundheitszustand eines ihrer Kinder zu konsultieren, mit ihrem Manne zusammen. In der stürmischen Zeit kurz vor Ausbruch des Krieges bekam das Paar nur wenig von einander zu sehen, und als die Kriegserklärung zwischen England und Deutschland erfolgt war, beschloß Frau König, nach England zit ihren Kindern zurückzukehren.
„Ich sagte zu meinem Mann" — so läßt die Daily Mast Frau König erzählen — „du erwartest gewiß nicht, daß ich gegen mein Vaterland Partei nehmen soll? Ich weiß,, ich bin dem Gesetz nach als deine Frau eine Deutsche. Aber mein Herz, das wirft du versteh«, hängt mit aller Liebe an der Scholle, wo ich geboren bin." .
Ich kannte meinen Mann, als ich ihm das tagte, zu gut, um nicht etwas anderes von ihm zu erwarten, als was er mir erwiderte: „Nein — meine Liebe — sagte er — „in diesen schweren Zeiten muß em Jeder treu zu seinem Vaterlande stehen. Du zu dem deinigen, ich zu dem meinige«. Wir wurden keiner von beiden einen Schutz Pulver wert sein, wenn wir nicht so handelten!"
So nahmen wir Abschied von einander, einen nhwe- ren Abschied, und ich kehrte nach England zu meinen Kindern zurück. Seitdem habe ich keine Nachricht iveiter von meinem Manne bekommen. Keine direkte roentg- stens. Von anderer Seite wurde ich über ihn auf dem Laufenden erhalten und horte, daß er woistaus sei. Als an einem Morgen die Nachricht von der Ankunft der
„Deutschland" in Baltimore in England eintraf, besan ich mich gerade auf der Eisenbahn und las die große, Mauer-Anschläge auf den Bahnhöfen. Eine Freund« kam auf mich zu und rief: „Weißt du, daß dein Paw der Kapitän der „Deutschland" ist?" Ich starrte sie gro? an. „Paul? mein Mann? Kapitän der „Deutschland"?
Schnell lief ich zum Zeitungsstand und kaufte mir einen ganzen Stoß Blätter Wahrhaftig! Da stand es' Da stand sein Name! Und wie ich dann sein Bild in den Zeitungen sah, mußte jeder Zweifel schwinden! Ich wußte zwar, daß er nie vorher in einem Unterseeboot gefahren tvar. Aber ich kann mir wohl denken, daß man ihn zum Führer der „Deutschland" gewählt wegen seiner eingehenden Kenntnis der amerikanischen Hafen und wegen seiner amerikanischen Verbindungen und dortigen Beliebtheit.
Vermischtes.
Tödlicher Streit zwischen zwei Kindern. In dem luxemburgischen Dorfe Holtz entstand zwischen 2 Schul- knaben wegen einer Geringfügigkeit ein Streit, der in Tätlichkeiten ausartete. Einer der neun bis zehn Jahre alten Streiter stach seinen Gegner mit einem Messer nieder,' der Tod trat sofort ein. Der junge Täter wurde in Haft genommen.
Pappsohle« statt Leder. Die Zweibrücker Strafkammer hatte sich mit einem unglaublichen Fall von Pappschwindel zu befassen, zu dem 50 Zeugen und 5 Sachverständige geladen waren. Es stand der Schuhfabrikant Bernhard Bachmann aus Pirmasens, der sich seit Kriegsbeginn mit der Schuhfaltzikalion beschäftigt, vor der Strafkammer. Bachmann stellte wöchentlich über 200 Paar Stiefel her, die er als erstklassige Kinder- und Mädchenschuhe bezeichnete, und über ganz Deutschland vertrieb. Die Laufsohlen und Brandsohlen waren aus Pappe mit dünnem Lederüberzug hergestellt und lösten sich auf, wenn sie naß wurden. Der durch Bachmann verursachte Schaden beträgt etwa 100 000 Mark. Die Strafkammer verurteilte den Angeklagten zu einem Jahre Gefängnis.
Schnhwarenkontrolle in Berlin. Auf Veranlassung des Kriegswucherdezernats des Polizeipräsidiums in Berlin findet gegenwärtig dort eine Kontrolle -er Schuhwarengeschäfte statt,' sie erstreckt sich namentlich auf solche, die viele Zweigstellen unterhalten. Es hat sich dabei herausgestellt, daß manche Geschäftsleute bet ihren Preisberechnungen die alten Bestände in die neuen, unter ganz anderen Verhältnissen hergestellten mit einbezogen und so ganz willkürliche Preisaufschläge, z. B- von 12 auf 18, von 18 auf 24 Mk. usw. geschaffen haben.
Aufregnnq int Schloß Windsor. Ein Geistesgestörter, der mit Gewalt den König von England sprechen wollte, war laut „Boss. Ztg." die Ursache aufregender Szenen, die sich am Mittwoch im Schloß Windsor ab- spielten. Der „Daily Chronicle" berichtet, daß der angebliche Irrsinnige, der Irländer Patrick Callaghan, eff Jahre in einer amerikanischen Irrenanstalt zugebracht habe, kürzlich entlassen worden sei und seine Ueberfahrt erarbeitet habe. Er behauptet, der Erfinder des Unterseebootes zu fein, feine Pläne seien gestohlen und er selbst sei wegen dieser Behauptung in Amerika eingesperrt worden. Jetzt ist er einer englischen Irrenanstalt überwiesen worden.
Der Satz gegen Deutschland als Unterrichtsgegenstand. Wie sich die englische Regierung anstrengt, im Volke Haß gegen Deutschland zu nähren und zu schären,
„ ■ ............, sen. Die Unterlagen dazu bieten die Greuelgeschichten, wie sie von der Presse fortwährend aufgetischt lverden.
Witze vom Tage. Boshaft. Brauer (prahlend): „ . . . Der berühmte Flieger nimmt stets eine Flasche meines Bieres mit, wenn er aufsteigt." — Konkurrent: „Ja, er wird Halt herausgebracht haben, daß das leichteste Bier ist."--Deutlich. „Immer komme ich, wenn Ihr beim Essen seid: Ihr müßt das natürlich nicht für Absicht halten?" — „Unsinn . . . haben wir dich jemals eingeladen?" (Fliegende Blätter.) --Bester Beweis. Hausmädchen: „Ist dir dein Dragoner wirklich treu?" — Köchin: „Das will ich meinen, er besucht mich sogar an fleischlosen Tagen!" (Meggendorfer Blätter.)
Weitere Drahtnachrichten.
Folgen der englische» Ledensmitteltenernng.
Rotterdam, 19. August. (Privattelegr.) Der „Daily Mail" zilfolge erweckt, wie das B. T. berichtet, die große Lebeusmittelteuerung in ganz England jetzt eine derartige Verstimmung, daß die Regierung bald genötigt sein wird, Maßnahmen zu treffen. Neberdies geraten die großen Betriebe, so die Eisenbahngesellschasten, in Verlegenheit, weil die Arbeiter wegen der Teuerung Lohnerhöhung fordern.
Englische Berlnstzablen.
Amsterdam, 19. August. (T. II.) Die englischen Verlustlisten der drei letzten Tage enthalten die Namen von 272 Offizieren und 14198 Mannschaften.
Bendel und Verkehr«
Wocheubericht der Berliner Produktenbörse.
DaS Geschäft am Berliner Produktenmarkr bewegte sich wieder in recht engen Grenzen. Nach Kraftfutter- stöffen seigre sich mM) wie vor Begehr, der bei dem we- ntäen noch im freien Verkehr befindlichen Matercal nur zum kleinen Teil Befriedigung finden konnte. s-petz- spreumehl war in den feineren Sorten zu cMter- zwecken etwas mehr gefragt, sonst ruhig. Duo Angebot von Saatgetreide hat erheblich zugenommen, doch Hai dres nur für die dazu zugelassenen Händler Bedeutung. Es handelt sich hierbei zunächst um WmtergetEe. Äffo Roggen, Weizen und Wintergerste. Die Nachfrage für diese Artikel ist noch gering. Runkelrüben waren auf spätere Lieferung zu haben, doch zeigte sich nur wenig Kaufneigung. Heu wird in beträchtlichen Mengen dem Markte zugeführt und liegt .au, aum ^inw in noo der Beschlagnahme in anscheinend freigegebener Ware reichlich.
Im Großbaudel wurden nachstehende Preise bekannt: Svelzspremnehl 20—28 .L für 100 Kilogramm, Saab wirfen 90—100 .4 Saallupinen aus 1B>er Ernte So bis lL^.Saaweius-Ren 95-110 X alles für ^Kilogramm ab Station. Buchweizen zur ^rat, b»aune,, 72- 77 ,#, Spörgel 70—80 X eandwtdat <0—80 .*., Seradella, alte Ware, fehlt, neue nur vereinzelt ange- boten,