Einzelbild herunterladen
 

1 M MWe tM-i

3it -nnserenr GencrakstaLsberi^bt vom 4. Autzüst wurde diepolnische Legion" rüümcud envähnt, da sie sich bei den Sümpfen auf dem Abschnitt Sitorvicze-Wielick benoorragend beumbA hatte. Die Russen hatten hier anfangs in unsere Linien eindringen können, wurden aber im Gegenangriff; der von deutschen und öster­reichisch-ungarischen Bataillonen, sowie Teilen derpol­nischen Legion" ausgefrihrt wurde, zurückgeworfen. Schon des öfteren erfuhren wir durch Wort und Bild von dem Anteil, den diepolnische Legion" am Kampfe gegen die Russen nimmt. Sie hatten sich bald nach Beginn des Krieges innerhalb des österreichisch-ungarischen Hee­res als Freiwtttiaentruppc gebildet, nur dadurch zu be- weiserr, wie wenig erwünscht den Polen der Donaumo- nanbie dieBefreiung" durch die angeblichstammver­wandte" russische Nation sei. Die Polen wissen sehr ge­nau dieSegnungen" einer russischen Herrschaft zu schätzen und haben darum, ähnlich wie dieunerlösten" Provinzen an der italienischen Grenze durchaus keine Liebe für ihreErlöser", die sowohl hier wie dort als Unterdrücker angesehen werden. Es gehört zu den eigen- HÄigsten Erscheinungen dieses Krieges, daß mehrere kriegführende Mächte Teile der Mittelmächte von der >Knechtschaft" erlösen wollen, welche die in Betracht kom­menden Provinzen in keiner Weise empfinden. So kommt es, daß die freiwilligen Erlöser zu allen Teufeln gewünscht werden.

Die Soldaten derpolnischen Legion", um die es sich hier handelt, geben ihrer Auffassung, daß Rußland einzig und allein der Feind der Polen sei, dadurch sehr beredten Ausdruck, daß sie mit Heldenmut gegen ihre angeblichen Befreier sümpfen und ihnen dadurch die Befreiung" möglichst schwer machen. Diesepolnische Legion" setzt sich aus allen Teilen der polnischen Bevölke­rung zusammen, bildet eine völlig reguläre Freiwilligen- truppe, für die kurze Zeit nach Ausbruch des Krieges von Kaiser Franz Joseph die näheren Bestimmungen der Zusammensetzung, Ausrüstung usw. festgesetzt wur­den. Rußland hat nun auch versucht, aus angeblichen Polen ein russisches Gegenstück dazu zu begründen, um zu zeigen, daß ein Teil der Polen doch russenfreunöUch gesinnt sei. Mit dieser Demonstration hat Rußland aber kläglich Fiasko gemacht. Denn abgesehen davon, daß dort die Soldaten der polnischen Legion durch sehr unsanften Druck zum Eintritt in diese polnische Abteilung gezwungen wurden, während in die Legion unserer Bundesgenossen nur Freiwillige ausgenommen werden, hat die russische Legion nur ein sehr kurzes Dasein ge­fristet.

Ganz anders dagegen verhält es sich mit derpolnischen Legion" unserer Bundesgenossen, die durch den über­lieferten Heldengeist der Truppe einen erfreulichen Be­standteil der uns verbündeten Truppen bildet. Die jüng­sten Kämpfe haben erst wieder auf neue gezeigt, welcher Geist derpolnischen Legion" beherrscht, und wie ihre Mitglieder über den russischenBefreier" in Wahrheit denken. Als charakteristisches Moment ist darum die Er­wähnung des tapferen Verhaltens derpolnischen Legion" nicht ohne Bedeutung. (OKM.)

Set japanische Gläubiger.

Die größten Verdienste am Stieße machen Amerika und Japan. Das erstere darf sich jetzt schon mit Erfolg um die Nachfolgschaft der Engländer als Weltbankier bewerben, Japan hat der Krieg Heilung von den finan- ziellen Wunden seiner machlstellung in Ostasien in den Schoß geworfen. Ruß­land hak sich aktenmäßig als desinterestiert in Ostasien erklärt, und England hat sein Indien, auf dem eigentlich

-Time WrmnaM w wemit/ imtCY MtrrmsMN SHUH gestellt. Es ist Herr in Indien eigentlich nur noch von Japans Gnaden, die Söhne der ausgehenden Sonne find die Schutzherren des Schutzherren Frankreichs geworden, und nach ihrem Ehrgeiz bleibt eigentlich kaum noch etwas zu wünschen übrig. Allerdings nur für den Augenblick, denn wenn die Japaner nicht doch noch die Gelegenheit benutzen sollten, ihrer verbündeten Rivalen Kriegsnot real auszunutzeu, so werden sie dereinst mit ihnen zum Tanze anzutreten haben, wenn sie den Schein, den ihnen Kriegsnot verschaffte, in Friedenszeit voll einlösen wollen. Ganz abgesehen davon, daß Amerika nie dulden wird, daß Japan, mit dem es leicht in Interessengegen­satz kommen samt, allzu mächtig werde. Vielleicht bringt sogar Amerika einmal den Stein im Osten gegen Japan ins Rollen und wird dann auf die Hilfe derer rechnen können, die heute papiermäßig sich die Berbündeten des Mikado zu nennen für gut finden, oder besser gesagt, für gut finden müssen. Denn daß weder Rußland noch England sehr wohl bei diesem Mußbündnis ist, liegt auf der Hand.

Aber auch in Japan fühlt man ganz genau, daß man seinen Verbündeten nicht über den Weg trauen darf. Die Stimmung im Volke ist weher prorussisch noch pro- englisch. Die Presse Tokios führt nach dieser Richtung hin sogar oftmals eine sehr offene Sprache, und die Re­gierung des Mikados versteht diese Regierungspolittk trefflich auszunutzen. Sie fährt ihr in die Parade, wenn es ihr gut scheint, benutzt sie aber den Verbündeten ge­genüber zum Anlaß neuer Forderungen,um das Volk dadnrch der Bündnispolitik geneigter zu machen". Re­gierung und Volk Japans wissen ganz genau, in welch vorteilhafter Lage sie sich gegenüber den Verbündeten befinden. Die Regierung gebärdet sich freundschaftlich, das Volk knurrt und Briten und Russen wissen, daß sie olles tun müssen, um dieses Knurren nicht allzu laut werden zu lassen.

Manchesmal aber wird die japanische Presse doch mehr als deutlich, besonders England gegenüber. So bleibt die Pressebehauptung bisher unbestritten, die vor allem die angesehene HandelszeitschriftChu-gai-shogio" in Tokio ausgesprochen hat, daß die japanische Regie­rung mit der englischen bereits in Verhandlungen wegen Aenderung des Bündnisvertrages eingetreten sei. Trotz allen Abwinkens der Regierung hält die japanische Presse ihre Forderung aufrecht, daß, w'enn diese Aende­rung noch nicht erfolgt sei, sie eben erfolgen müsse. So hat die Nichi-uichi diese japanischen Forderungen un­längst in drei Punkten zusammengefaßt. Das Blatt verlangt: 1. gleichberechtigte Behandlung japanischer Einwanderer in den englischen Kolonien. 2. Anerken­nung der japanischen Vorherrschaft über China durch England: und 3. Japans Befreiung von irgendeiner militärischen Verpflichtung zur Hilfe bei der Niederwer­fung etwaiger Empörungen in Indien.

Es lohnt sich schon, lesen wir in einer Zuschrift aus Shanghai in denHamburger Nachrichten", diese drei kleinen" Forderungen des japanischen Freundes etwas näher zu betrachten. Die Bewilligung der ersten würde die englische Regierung in den schärfsten Konflikt mit Kanada und Australien bringen, die von japanischer Einwanderung nichts wissen wollen. Die zweite be­deutet schlechthin die Preisgabe Chinas an Japan: und die dritte Forderung besagt, daß Japan auf eine Revo­lution in Indien rechnet und deren Früchte für sich zu ernten hofft. Ob derartige Forderungen wirklich schon von Japan offiziell erhoben worden sind, ist zweifelhaft. Gewiß aber ist, daß der Tag kommen wird, wo Japan diese Forderungen oder andere, vielleicht noch stärkere an England stellen wird. Der Gläubiger steht bereits vor der Tür, und wenn ein Programm, wie es die Nichi- nicht aufstellt, auch immer wieder bis auf weiteres von der javanischen Regierung W will das

gar nichts besagen. Die schlaue japanische Regierung weiß sich der Presse mit äußerster Geschicklichkeit zu be-

lassen.

(N. K.)

Am karloMuerforguug.

Im Reichsgesetzblatt ist nunmehr die Bekannt- machung des Präsidenten des Kriegsernährungsamtes vom 2. August 1916 über die Verpflichtung der Kom- munalverbändc und der Kartoffelerzeuger zur Sicher- stellung und Abgabe von Kartoffeln erschienen. Die für die Ernährung der- Bevölkerung vom 16. August 1916 bis 15. August 1917 benötigten Kartoffelmengen sind ziffernmäßig auf die Provinzialkartoffelstellen und Lan- dcSkartoffelstellen umgelegt worden. Diese Vermitt­lungsstellen haben die Sicherstellung durch Nntervertei- Imto auf die Kommunalverbände zu bewirken, die Kom- munalverbünde haben die aufgegebenen Mengen auf die Gemeinden zu verteilen, letztere verteilen aus die Kar- tosfelerzcuger. Die Kommunalverbände können dabei vorschreiben, daß Kartoffelerzeuger, deren gesamte Kar­toffelanbauflüche kleiner ist als 10 Ar, bet der Unterver­teilung freizulassen sind.

Die Sicherstellung bezweckt die Deckung des Bedarfs für diejenigen Kommunalverbände, die im eigenen Be­zirk nicht genügend Vorräte haben. Zur Deckung des eigenen Bedarfs können die Ueberschußverbände wei­tere Kartoffelmengen bei ihren Kartoffelerzeugern sicher­stellen. Im letzteren Falle ist der Bedarf nach einem Tageskopfsatz von höchstens 1« Pfund Kartoffeln zu be­messen. Die Sicherstellung bedeutet für die Kartoffel­erzeuger eine Verfügungsbeschränkung dahingehend, daß er in Höhe der sichergestellten Mengen feine Kar­toffeln nicht verbrauchen und über sie durch Rechtsge­schäft nicht verfügen darf. Aus den sichergestellten Men­gen verfügt nunmehr die Reichskartoffelstelle die Belie­ferung der Bedarfsverbände zunächst für die Zeit vom 16. August 1916 bis 15. April 1917.

Im Februar 1917 werden die Bedarfsverbände ih­ren Bedarf für die Zeit vom 16. April 1917 bis 15. August 1917 bei der Reichskartoffelstelle erneut anmelden,' als­dann wird aus dem Rest der sichergestellten Menge von öe» Reichskartoffelstelle die Deckung des weiteren Be­darfs angeordnet werden. Die sichergestellten Kartoffel­mengen reichen aus, um den ganzen deutschen Bedarf nunmehr für ein Jahr völlig zu decken. Die Belastung für den Kartoffelerzeuger ist zwar eine nicht unerheb- liche, immerhin ist sie nicht so groß, daß durch sie der Kartoffelerzeuger in seiner Wirtschaftsführung über­mäßig beschränkt wird. Er behält, selbst wenn die Ernte nur eine geringe sein sollte, genügend Mengen für sich und seine Wirtschaftsangehörigen und zum Verfüttern für sein Vieh. Er behält das notwendige Saatgut und auch diejenigen Kartoffeln, die er zur Deckung des eige­nen Wirtschaftsbedarfs in seiner Trocknerei gebraucht. Auch werden ihm die Kartoffeln belassen, die zur Lei­stung des zugelassenen Durchschnittsbrandes im Bren­nereibetrieb erforderlich sind. Da der gesamte Jahres­bedarf aus der Ernte 1916 nunmehr gesichert ist, wird es sich im kommenden Frühjahr ohne weiteres ermög­lichen lassen, die Frühkartoffelernte 1917 völlig dem freien Verkehr zu überlassen.

Da erfahrungsgemäß in den Sommermonaten weni­ger Kartoffeln gebraucht werden als im Winter, wird voraussichtlich eine Verringerung der jetzt sichergestellten Kartoffelmengen im kommenden Frühjahr vorgenom­men werden können. Vorläufig konnte aber auf den später geringeren Bedarf keine Rücksicht genommen, es mußte weiterhin unbedingt die Gewähr geschaffen wer­den, daß die Kartoffelnot, die wir im Februar und März, sowie im Mai und Juni erlebt haben, sich unter keinen Umständen wiederholt: deswegen ist nach dem Bedarf für den kommenden Winter der äanzeFsahrertvednrs-'er- rechnet und sichergestellt.

Dein Goldichmuck gehört in den Goldschatz des Vaterlandes!

Siegreich stehen unsere tapferen Heere auf feindlichem Boden, Schritt für Schritt dringen sie unter der herrlichen Führung großer Feldherren vor, unerschütterlich wehren sie die Stürme aus Ost und West ab. Schon haben unsere Gegner einsehen müssen, daß ein Sieg mit Waffengewalt für sie nicht mehr zu erringen ist.

Deshalb wollen sie uns wirtschaftlich vernichten, sie hoffen vor allem, daß der Goldschatz der Reichsbank, das Rückgrat unseres Wirtschaftslebens, obwohl er durch freiwillige Goldsammlungen doppelt so stark geworden ist wie vor Kriegsbeginn, endlich doch zusammenbrechen müsse. Darum gilt es jetzt, auch diese letzte Hoffnung unserer Feinde gründlich zu zertrümmern. Und das ist unsere Aufgabe, unser die nur daheim geblieben find. Hier können wir einen Schlag führen, so wuchtig und niederschmetternd, daß es auch dem Letzten klar wird:Das Deutsche Volk will den Sieg, es will ihn!

Darum heraus mit dem Golde!

Heraus zum letzten Male sei es gesagt an alle, die auf den NamenDeutsche" Anspruch machen heraus mit dem gemünzten Golde, den Goldstücken!

Beraus aber auch mit den goldenen Schmuckiachen!

Heraus mit dem ungeprägten Golde, das jetzt nutzlos in Kasten und Kästchen auf­bewahrt oder als überflüssiger Schmuck getragen wird, namentlich Uhrketten, Broschen, Ohrringe, Nadeln, Armbänder u. dgl.

Die Goldankaufsstelle erstattet den reinen Goldwert nach Abschätzung durch einen vereideten Schätzer und erleichtert so das Opfer des Einzelnen. Außerdem erhält jeder Einlieserer von Goldsachen ein Gedenkblatt und bei einem Ankaufswert von mehr als 5 Mark eine künstlerisch schöne Plakette. Den Veräußerern goldener Uhrketten wird als Erinnerung an die große Zeit eine Uhrkette geschützten Musters aus Eisen gegen Erstattung des Selbstkostenpreises zur Verfügung gestellt. Ausge­schlossen vom Ankauf sind Trauringe Lebender.

In Hersfeld wird am 15. August eine Goldaukaufsstelle im Rathaus, 2 Stock Zimmer Nr. 9 errichtet werden und jeden

Dienstag vormittags von 10 bis 12 Uhr und Freitag nachmittags von 3 bis 4Vs Uhr

zum Ankauf von Goldsachen geöffnet sein.

Ferner werden Hilfsstellen in Friedewald, Heringen, Niederaula, Philippsthal und Schenklengsseld errichtet.

Der Ehrenausschutz der EoldaolauIsMMe Serrseld.

Bächstädt, Schriftl. der Hersf. Ztg., Becker, Apotheker, Fries, Kaiserlicher Bank­vorstand, von Hedemanu, Regierungs-Assessor, Heinemaun, Lehrer, Köhler, Gymnasialdirektor, Malkmus, Pfarrer, Rechberg, Kommerzienrat, Schesser, Pfarrer, Schoof, Direktor, Strauß, Bürgermeister, sämtlich in Hersfeld, Drücke, Bürgermeister, Heringen, Dr. Heker, Direktor, Heringen, Heßler, Pfarrer, Philippsthal, Reinhardt, Bürgermeister, Landershausen, Schenk, Pfarrer, Schenk­lengsseld, Schuchardt, Bürgermeister, Niederaula.

5 Deutsche Kriegsanleihe.

Wir vergüten für Einzahlungen, welche für die 5. Deutsche Kriegsanleihe bestimmt werden, vom Tage der Einlage bis zum Einzahlungstermin

41lA Zinsen.

Herrselder Spar- und Darlehnslalle

e. G. m. b. H., Hersfeld.

Fruchtgestelle lFruchtresse.) Sensenwürfe Holzrechen u. einzelne Balken sowie

Sensen und Wetzsteine

empfiehlt billigst.

J. Grenzebach Nachfl.

Hersfeld, Breitenstr. 35.

schirme u. Stiche

Pfeifen, Mützen Tabak u. Cigarren in grosser Auswahl.

Reparaturen, sowie neu über- ziehen von Schirmen, schnell.

B. Reinhard Dachs.

Emil Karting, Drechsler

Hersfeld, Klausstr.

Minen

in allen Größen u. Farben liefert

Luduilo Fuchs hucttirucherei.

Juuges besseres

(Dädchen

in Kochen und Haushalt erfahren, sucht zum 1. September Stellung als Stütze der Hausfrau.

Schriftl. Offerten an die Geschäftsstelle d. Blattes.

Jüngeres

Müdchen vom Lande auf sofort oder später gesucht.

Zu erf. in der Geschäfts­stelle d. Blattes.

>iMlim a Pfd. 30 Pfg. kauft

C. Otto, z. Sonne. Frische Sendung Inkarnat-Klee und rotiüt Herbstrnben lange, rotköpfige empfiehlt.

Sophie Reh«.

Katholische Kirche.

Dienstag, den 15. August. Fest Maria Himmelfahrt gebotener Feiertag.

7 Uhr hl. Messe.

8 Uhr hl. Messe.

VilO Amt u. Predigt.

Vs3 Uhr Andacht.

Gelegenheit zur. hl. Beichte.

Montag 5, 8 Uhr.

Dienstag Va7 Uhr.