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»ichWbW WMytacht vör dem Feinde an Lorbeeren kWckM trotz Not und Gefahr stets hochgemut, weil ihr

Soldaten beschert war, ist unzer- trennM verknüpft ntit der hingebungsvollen und uster- ^icolichen Arbeit des H e i m a t h e e r e s. Immer frische Kräfte hat es den fechtenden Truppen zugeführt, immer nueder das Schwert geschürft, das Deutschlands Zuver­sicht und der Feinde Schrecken ist. Auch dem Heimat- Heer gebührt mein und des Vaterlandes Dank!

9foÄ aber sind die Macht und der Wille des Fein­des Nicht gebrochen. In schwerem Streite müssen wir weiterringen um die Sicherheit unserer Lieben, um des Vaterlandes Ehre und für die Größe des Reiches. Wir werden in diesem Entscheidungskampfe, gleich­viel ob der Feind ihn mit Waffengewalt oder mit kalt berechnender Tücke führt, auch im dritten Kriegsjahr die alten bleiben.

Der Geist der Pflichttreue gegen das Vaterland und der unbeugsame Wille zum Siege durchdringen heute, wie am ersten Tage des Krieges, Wehrmacht und Hei­

gsame Wille zum _... ..... _______

tzten Tage des Krieges, Wehrmacht und Hei­mat. Mit Gottes gnädiger Hufe, dessen Bitt ich gewiß, werden Eure zukünftigen Taten der vergan­genen und der gegenwärtigen würdig sein!

An die Heimkämpfer.

Das Armeeverordnungsblatt veröffentlicht den nach­stehenden Allerhöchsten Dankerlaß:

Ueber der unauslöschlichen Dankespflicht gegen un­sere todesmutigen Kämpfer draußen werde ich und wird ganz Deutschland niemals derer vergessen, die in der Heimat in treuer Pflichterfüllung rastlos tätig waren und tätig sind, alle Streitmittel in vorbildlicher Voll­kommenheit zu schaffen, die Heer und Marine zur Er­füllung ihrer gewaltigen Aufgaben Tag für Tag ge­brauchen. Ich beauftrage Sie, meinen und des Vater­landes besonderen Dank allen denen auszusprechen, die in nimmer ruhender Geistesarbeit oder an der Werkbank, am Schmiedefeuer oder im tiefen Schacht ihr Bestes bergegeben haben, um unsere Rüstung stahlhart und un­durchdringlich zu erhalten. Gleicher Dank gebührt auch den tapfere» Frauen, die, dem Gebot der Stunde ge- dorchend, zu ihren in Weser Zeit wahrlich nicht leichten Frauenpflichten gern auch harte Männerarbeit auf sich (lahmen. Sie alle dürfen mit Recht das stolze Bewntzt- ^ein in sich tragen, an ihrem Teile mitgewirkt zu haben, penn die Anschläge des Feindes vereitelt wurden und der Sieg auf unserer Seite war. Daß diese Männer und Frauen fortfahren werden, in der Zeit schwersten Rin­gens mit dem bisher bezeugtem Opfermut, mit treuefter Hingabe dem Vaterlande bis zum siegreichen Ende zu dienen, dessen bin ich gewiß.

Großes Hauptquartier, 1. August 1916.

Wilhelm I. R.

Dar heldenhafte siedeadirMe Korps.

T. U.-Drahtung aus Amsterdam.

DemNieuwe Rotterdamschen Courant" wird von der Ostfront gemeldet: Die russische Offensive, welche die Einleitung zu der allgemeinen Offensive der Entente bildete, hat nun auch gegen die Front nördlich der Prip- jetsümpfe eingesetzt, wo man sich rnssischerseits die Er­oberung von Baranowitschi zum Ziel gesetzt hat. Der erste große Angriff vom 13. Juni mißglückte völlig, vor allem infolge des Flankenfeuers der Verteidiger. Die erste Schlacht dauerte ungeführ 24 Stunden. Seitens der Zentralrnächte stellten die Flieger bald darauf die Ankunft neuer russischer Verstärkungen fest. Am 2. Juli morgens setzte ein heftiges Trommelfeuer ein, wober an der österreichischen Front bis zu Mittag allein 30 000 MKÄ»WM um io itu I | | | | Jnfanterieangriff, der aber abgeschlagen wurde, wobei sprechen, werr der Feind einen wahren Orkan von Granatfeuer bis M2 ' Uhr nachts entwickelte. Darauf folgte ein gewaltiger Angriff mit nugeheuren Trnppenmassen. Die Anstür- menden wurden vom Feuer der Maschineugewehre ein­fach niedergemähtr aber unaufhörlich rückteu immer wie­der neue Jnfanteriemassen vor. Südlich von Kartsjewo glückte es dem Feinde, in die österreichtsch-ungarifchen Stellungen einzudringen. Südlich der Bucht von Ser- wetsch wütete der Kampf am heftigsten. Auf einer Frontbreite von 6 Klm. griffen vier russische Divisioneu die beiden österreichischen Regimenter Nr. 2 und 64 an, deren Stellungen durch das russische Artilleriefeuer dem Erdboden gleich gemacht worden waren. Diese Regi­menter, obschon sie an einigen Punkten bereits in die zweite Stellung zurückgeworfen waren, schlugen Helden- ab und eroberten durch einen kühnen 'ort wieder das verlorene Gelände. Das ........ kämpfte dabei gegen einen achtmal stär­keren Feind und verlor die Hälfte seiner Mannschaft, konnte aber bis zum Abend den Angriff zum Stehen bringen. Das Regimeut Nr. 64 behauptete seine (amt­lichen Stellungen. In der darauffolgenden Nacht hörten die Kämpfe von Mann gegen Mann endlcch ganz. aus. Am folgenden Morgen begann der Kampf nach einem abermaligen Trommelfeuer von neuem: doch die feind­lichen Jufanteriemasseu, obsche.:.,~,.;. ,~ p.. dem Revolver antrieven nno die Kosaken hinter den Stürmenden anrückten, die unter denr Sperrfener der österreichischen Artillerie gewaltige Berlnste hatten, konnten nicht mehr in die Stettnnge« der Siebenbürger eindringen. Am 8. Jitli griffen die Russen wieder mit zwei Reserven an. Das 64. Jnfan eriereaimcnt hatte bei dieser Gelegenheit nicht weniger als 20 Angriffe aus- zuhalten, doch es gab keinen Fuß breit des besetzten Lan­des frei. Das Siebenbürgische sivrvs hat sich in Mer Schlacht, welche zu den gewaltigsten in der Weltgeschichte gehört, eveiiso wie bet der Erobernug von Jwangorod mit unsterblichem Rubin bedeckt, vor allem die beiden genannten Regimenter. Die Verluste der Rilßen siiid ungeheuer hoch gewesen.

Haft alle Angriff

Gegenangriff sofi

Regiment Nr. 2

ion die Offiziere sie mit

atiegsdOetieL

Barts Ultimatum: Geld oder Gollderfriede.

Aus Amsterdam meldet dieSchlei. Ztg." folgende Geschichte: Wie aus verläßlicher Ottelle verlaut^, Ha­der russische Finanzminister Bark auf der Londoner Fi- ttattzmintsterkouferenz der Verbündet» das Ultimatum gestellt: Entweder 10 Milliarde« Rubel Knegskreint oder eilt Sonderfrieden Rußlands mit Deutschland uno Oesterreich-Ungarn, also der Zusammenbruch der En tentc. Sein Auftreten war derart, daß eine Abweisung pie bei früheren ähnlichen Erprepungsversuchen Ruß­lands nicht möglich war. Mac Kemm und Rivot mußten die Forderung ihres russischen Kollegen annehmen, ver­legten sich aber aufs Abhandeln und gewährten schließ. sich grundsätzlich 6 Milliarden Rubel, wovon England 4 und Frankreich 2 Milliarden übernehmen sollen. Wattn und auf welche Weise diese Riesendarlehen an Rußland bet der eigenen englischen und französsicken Geldknapp­heit praktisch dm-chgeführt werden soll, darüber fehlt je­der Anhaltspunkt.

Holländisches Passagier-schiff durch Mine gesunken.

M Wasser empor. Die Fahrgäste sind nach dem Feuer­schiffNoordhinder" gebracht worden. Zwei Torpedo­boote der holländischen Marine sind nach der Unglücks- stelle abgefahren. Es befanden sich 41 Fahrgäste und etwa 60 Mann Besatzung an Bord. Ein Rettungsboot ist noch nicht angekommen. 26 Personen sind verwundet.

2 580 000 Menschen,

Ueber den Stand des französischen Heeres und des französischen Volkes machte jüngst, wie der Korrespon­denzHeer und Politik" geschriebeil wird, kein (sterin- gerer als der Präsident der Handelskammer von Nancy, namens Bilgrain, einige Mitteilungen, die in ganz Frankreich und in den feindlichen Ländern ungeheures rlufseheu erregten. Der Präsident hielt diese Rede auf derTagung förmlicher Handelskammern Frankreichs" und stützte feine Mitteilungen auf amtliche Statistiken, die allerdirigs für die Zukunft Frankreichs wenig gün­stige Aussichten eröffnen.

Im Anschluß an die jüngste Pressemitteilung von dem Mannschaftsmangel in Frankreich und den Ver­lusten von 350 000 Mann, welche das französische Heer allein vor Verdun erlitten hat, weist die Darstellung Vil- grains, daß die gesamten Kriegsverluste Frautreic s durch Geburtenrückgang und Tod auf dem Schlachtfelde die uugeheure Zahl von 2 500 000 Menschen betragen, eine ungewöhllliche Bedeutung auf. Auf Grund der amtlichen Statistik ist, wie der Präsident der Handels­kammer ausführte, festzustellen, daß die Gesamtzahl der Geburten vom 1. 1. bis 80. 6. 1915 in den 77 nicht be- etzten Departements 252 000 betrug gegenüber 307 000 n denselben Gebieten und während desselben Zeitab- chuittes im Vorjahr. Zieht man in Betracht, daß die Mobtlmachuirg am 1. 8. 1914 begann, so kann der Krieg während der ersten 4 Monate des Jahres 1915 noch keinen Einfluß auf den Geburtenrückgang gehabt haben. Demnach fällt allein auf die Monate Mai und Juni 1915 ein Defizit von 55 000 Geburten, was einen Rückgang von 27 000 Neugeborenen monatlich bedeutet. Vor dem Krieg betrug die niedrigste Geburtenziffer in einem Monat 51000; es bleiben somit für jeden der beiden Kriegsmonate Mai und Juni 1915 51000 weniger 27 000 gleich 24 000 Geburten. Sterbefälle sind im ersten Halb­jahr 1915 368 000 verzeichnet, also durchschnittlich 61000 im Monat. Die Differenz zwischen Geburten und Sterbe­fällen in den beiden genannten Kriegsmonaten betrügt demnach 37 000. Um diese Ziffer ist Frankreich in jedem dieser Monate ärmer geworden. Ueber das zweite Halbjahr liegen noch keine Ziffern vor; doch läßt sich bemerken, daß während einerseits Beurlaubun­gen des Militärs seit Mitte 1915 das Defizit gün­stig haben beeinflussen könnerh andererseits die Zahl der Einberufungen bedeutend gestiegen ist, so daß leider an= zunehmen ist, daß der Verlust von 37 000 Franzosen monatlich bis zum Ende des Jahres sich nicht ver­ringert hat.

Wendet man dieselben Verhältniszahlen auf die 10 besetzten Departements an, so ist ein Gesamtverlust von 37 000 plus 6000 gleich 43 000 Menschenleben für jeden Kriegsmonat festzustellen. Die Gesamtbevölkerung Sraukreichs wird demnach, wenn man die militärischen erluste mit etnrechicet, nach Beendigung des Krieges, bei Annahme von 30 Monaten Dauer, sich etwa um 2 500 000 Einwohner vermindert finden, also nur 37 Mil­lionen zählen, was wenig mehr als nach dem Unglück von 1870 nach der Loslösung Elsaß-Lothringens wäre. Die Bevölkerung Frankreichs muß daher an ihre Pflich­ten geumhnt werden. Besonders lehrreich ist, was er aeaen Deutschland sagte. Es ist

und ward

f-f.'X V UJV41, WUl.. .... .r tut ............ ... -..,-. hat. Bilgrain ruft daher zum SchUlß zu einem Krenz- zug für Vermehrung der Geburten auf. Sein Antrag auf Einberufung eines Kongresses, der nach dem Krieg in Nancy abzirhalten sei, mit der Aufgabe der Bekäm­pfung des Geburtenrückganges, wurde auf der Versamm­lung, bei der 87 Handelskammern vertreten waren, ein-

stimmig angenommen.

Vermischtes.

Die Dynamitexplosion in New Jersey. Die gewal­tige Munitionsexplosion, welche die Fabrik der National Storage Company in New Jersey vernichtet, hat nach Londoner Berichten in Newyork und in den Nachbar- orten die Menschen mit großer Angst erfüllt. Es fanden mehr als 30 einzelne Explosionen statt. In Brooklyn wurden die Menschen aus den Betten geworfen. Die Scheiben von zehmausenden von Gebäuden bedecken die Straßen. Sogar die Wolkenkratzer wurden erschüttert. Unter den Auswanderern auf Ellies Jland brach eine Panik aus. Ein Militärschleppboot hat die angsterfüllten Menschen in Sicherheit gebracht. In Nenyork wurde die ganze Polizei und die Nationalgarde aufgerufen, um den Leuten beim Wegräumen der GlaSsplitter zu helfen. Der durch die Erplosion uerinmdite Schaden wird auf 5 Millionen Pfund Sterling geschätzt. Rohzucker im Werte von Bu Millionen Dollars ging verloren. 13 Waggons mit Salz, Schweinefleisch und Munition, 13 Lagerräume und 6 Quais wurden schwer beschädigt. Sogar die Freiheitsstatue erlitt Benrüdigungeu. Die Behörden stellen Untersuchungeu nach der Ursache des Unglücks an. . , , . o

Fünf Feldgeistliche als Inhaber des Eisernen Kreu­zes erster Klasse. Im tcBißcn Kriege sind bereits viele Geistliche, die als Allitarpfarrer ihre Tätigkeit ausüben, mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet worden. Von diesen tragen bereits fünf die erste Klasse des Ehrenzeichens. Der erste, dem es verliehen wurde, ist der DivisionSpfarrer Ruprecht Mayer bei einer bay­rischen Reservedivision. Ihm folgte der Divisionspsarrer Baumgarten, Pfarrer in Spandau. Als dritter schließt sich der Domprobst von Frauenburg, Divisionspsarrer Sander von einer Reservediviston an. Marinepfarrer Fenger, der in der Seeschlacht am Skagerrak als Seel- sorger tätig war, erhielt als vierter die Auszeichnung, imB vor wenig Tagen ist das Eiserne Kreuz erster Klasse inch dem Divisionspfarrer Peter Luck verliehen worden.

Heiteres. Aus einer Lebensbeschreibung. . . . Als Konrad sechzehn Jahre alt war, verließ, er die Schule und trat bet seinem Onkel als Lehrling ein. Hier wurde -r in die Geheimtlisse der Wur,ttabrikation eingenihrt. Ein Jahr später wurde er Vegetarier, sFliegende Bmt- >er.) Bayrische Vorschule.Kamerad, ich beneide dich, du bist jedesmal mit affenartiger Geschwindigkeit oben in Bett."Ja tuet, Preiß, dös macht halt unser Kam- nerfe-tsierln/' (Jugend.) Vierverbandspolmker zum Brande von Tatot.Wie es brennt! DtcrfmürBiß. und orber schien bei allen unseren Bemühungen in Grie­chenland nichts recht zünden zu wollen." (Kladderadatsch)

Der Fall

Räch einer

#S&t 6»B nai

"-Kapitäns Fryatt.

5 hat der Viscouni Grey englischen Regierung die

Handlungsweise des Käpktcms Frya» vom englkscheß DampferBrüssels", der zum Tode verurteilt mordest ist, weil er versucht hat, ein deutsches U-Boot zu ram- -........ tzmätzig war. Er soll ferner be-

Handlung, auf ein feindliches U- """ es zum Uutertauchen zu zwingen, tatsächlich eine Verteidigungsmatznahme sei, und daß drese Handlung auf gleiche Stufe zu stellen sei mit dem Gebrauch der Bewaffnung eines Handelsschiffes zu dem Zweck, sich der Beichlagnahme durch ein Kriegsschiff zu widersetzen. Die englische Regierung sähe solcheVer­teidigung" von feiten eines Handelsschiffes als berech­tigt an.

men, vollkommen geie hauptet haben, daß die boot loszusteuern, und

Es pt nur zu verständlich, daß die englische Regie­rung den Bermch macht, die Handlung des Kapitäns Fryatt zu rechtfertigen, denn sie selbst ist in hohem Maße mmchnüng. Kapitän Fryatt hat nur auf den Rat seiner Regierung w gehandelt, wie er es getan hat.

In den Aeußerungen der englischen Reaierung liegt aber auch eine bewußte Irreführung der Oeffentlichkett. Kapitän Fryatt hat nicht versucht, dem warnungSlosen Unierwasierangrrff eines Ubootes zuvorzukommen. Das Uboot war über Wasser und hatte ihn nach den völker­rechtlichen Regeln des Kreuzerkrreges über Waller durch Signal zum Stoppen ausgefordert. Deshalb bat er auch nicht versucht, das Leben seiner Besatzung zu retten: denn das war garnicht in Gefahr. Kapitän Fryatt hat vielmehr am 28. März 1915 ein Uboot, das sich feinem Schiff zwecks Untersuchung näherte, nahe heran kommen lasten, um es Bonn in hinterlistiger Weise plötzlich zu rammen und dadurch zu vernichten, um sich so die von der englischen Regierung ausgeietzte Belohnung zu ver­dienen. Das war keine Verteidigung, sondern der heim­tückische Ueberfall eines gedungenen Mörders.

Er bat sich seiner Tat gerühmt, wenn er auch glück­licherweise sein Ziel, das Uboot zu : ernidfien, nicht er­reicht hat. Dies wurde ihm in der Gerichtssitzung vor Augen geführt, daß Zeugen aus der Besatzung des U- bootes jetzt vor Gericht gegen ihn sprachen. Im eng­lischen Parlament ist sein Erfolg geglaubt und lobend erwähnt worden, die englische Regierung hat ihn belohnt. Das deutsche Kriegsgericht hat ihn zum Tode verurteilt, weil er eine Kriegshaudlung gegen die deutschen Tee­streitkräfte unternommen hat, ohne in die Streitmacht seines Landes eingereiht zu sein. Er ist nicht kaltblütig und mit Ueberlegung ohne weiteres erschossen, wie die englische Regierung behauptet, sondern von einem Ge­richt selbstverständlich nach kaltblütiger Ueberlegung und gründlicher Prüfung als Franktireur verurteilt worden.

Wie das Kriegsgericht an Land den Angehörigen des Heeres vor dem Meuchelmorde des Freischärlers durch Androhung der Todesstrafe schützt, so schützt das­selbe Kriegsrecht den Angehörigen der Seestreitkräfte vor dem Meuchelmorde auf See. Deutschland wird auch in Zukunft von diesem Kriegsrecht Gebrauch machen, um seine Ubootsbesatznngen nicht zur Beute von Freischär- leru auf See werden zu lassen.

Seulsche HelSenlaien.

Der tapfere Schneider.

In der Nacht vom Sl. 3, zum 1. 4. 1916 sollte die .... Kompagnie Znfauterie-Negiment Nr.. . . eine russi­sche Feldwache anet eben. Der .Kriegsfreiwillige Richard Eiermann <äus Hilsbach, Eronherzogtnm Baten), der einzige und darum nielLeschästigte Schneider der Kom­pagnie, wollte dabei nicht fet .cn. Er unterrichtete sich am Nachmittag des 31. schnell über das Gelände und schloß sich am Abend einer der an dem Unternehmen beteilig­ten Abteilung an. Diese mußte sich planmäßig durch tiefen Sumpf bis an einen vorgeschobenen feindlichen Vollen beranickleicken und, ilm Aitr vernbredenie -reit

angeueu nutbringen wo setze ihnen n ........... von feinen Kameraden nicht mehr gesehen. Die Abtei- lmigen kehrten von dem Unternehmen mit Gefangenen und Beute zurück, doch Eiermann fehlte. Nach einiger Zeit meldete jedoch die an der Tschara ansgebellte Feld­wache einer Nachbarkompagnic, ein Kriegsfreiwilliger sei mit einem Gefangenen hilflos die Tschara auf und ab gegangen, sei schließlich , bis an den Hals im Wasser, durchgefctommen, den Gefaugeiren dabei fest'am Kragen haltend. Das war der Kriegsfreiwillige Eiermann. Er hatte auf der Verfolgung doch noch einen Russen ein- geholt, ihn festgenommen und gezwungen, mitzugehen. Im Gelände unbekannt, war er an die Tschara gekom­men und hatte es für das einfachste gehalten, sie zu durchschwnnmeu. Der Russe soll damit gar nicht einver­standen und nur schwer dazu zu bewegen gewesen sein, sich in BaB kalte und tiefe Tsckarawasser zu begeben. Doch der tapfere Schneider ließ ihn nicht locker und brächte seinen Gefangenen zur Kompagnie.

Ein unerschrockener Ulan.

Zur 7. Kompagnie eines Kavallerie-Bataillons, das an der Herbstschlacht in der Champagne ccilnahm, ge­hörte auch der Ulan Silbermann «aus Leipzig-Reudnitz) von der 1. Eskadron Königl. Sächs. Reierve-illanen- Regiments. Seine Gruppe wurde, nachdem durch stun­denlanges schweres Artilleriefeuer die vordersten Grü­ben stark eingeebnet worden waren, vvrge>chickt, um mit Sandsäcken und starken Brettern die Stellung wieder in Verteidigungszustand zu setzen. Ungeachtet des feind­lichen Feuers' ging Silbermann mit seiner schweren Last, den Kameraden voraus, über das freie Feld ohne jede Deckung vor. Nachdem er diesen iC 'liindigen Weg wiederholt im stärksten Trommelfeuer zurückgewgi hatte, wurde die Kompagnie zur Besetzung eines Grabenab- schnittes der vordersten Stellung alarmiert. Trotz 6er überständenen körperlichen Anstrengungen einen die Tapferen in einem Hagel von Geschossen vorwärts, Big im nächsten Graben eine Atempause gemacht werden mußte. Von der ganzen Kompagnie waren nur noch 18 Mann gefecktsfühm, dennoch gab es kein Halt und mutig stürmte die kleine Schar metter, bis die Stellung erreicht war. Sogleich wurde ein heftiges Feuer auf die am greifenden Franzosen gerichtet, gu diesem Augenblick sah Silbermamt von: linken Flügel seiner Gruppe aus, wie eilt starker Trupp französncber Infanterie seine Gruppe abzuschneiden versuchte. Die drohende Gesabr rechtzcitig erkennend, ritz Silbermann durch energische Zurufe seine Kameraden tiach der bedrohten Stelle mit sich fort, zwang die Angreifer durch wowgezielres Feuer zürn Rückzüge rmd verhinderte so den tast gclunneuen feindlichen Umachuugsplan. Der Anarin der Franzosen wurde abgeschlagen: die Stellung blieb in deutscher Hand.

Weitere Drahtnachrichten.

Furchtbare Wirkung des jürlgsten Zeppelinangriffes auf sie euglisme Küste.

Berge«, 1. Auglist. (V. Z.) Die auB Hull singe- troffene Mannschaft des DampfersKrosiono" berichtet üBer den Erfolg des letzten Zeppelinan-iriffeS in der Nacht vorn *2S. Juli, daß dieser von furchtbarer Wirkung war. Militärische Anlagen, Waffen- und Muuirious- lager sind zerstört. Der Schaden geht in die Millionen Die Abivehrbatterien waren völlig »mchtlos.