6er KEMsts W W. Sie Zeit ja veWMfikger Unterhandlung wird bald kommen, zumal, wenn die Russen einsehen, daß sie nicht im Ernst an eine Wieder- eroberung Polens denken können."
Der Unterleebootskrieg.
Dem Amsterdamer „Handelsblad" wird aus Nmuiden über ein Seegefecht an der schottischen Küste gemeldet: Das Gefecht spielte sich zwischen mehreren U-Booten — es steht nicht fest wieviele« — und den Pat- rouillenschiffen „Nelly Nutten", „Onward" und „Eva" ab. Das erste Schiff wurde in den Grund gevohrt, wobei drei Mann der Besatzung getötet wurden,' die übrigen elf Mann wurden von dem Heringslogger „Doggerbank" aus Scheveningen ausgenommen und in einem schottischen Hafen gelandet. Bon den beiden anderen Schiffen mit je 14 Mann Besatzung hat man seitdem nichts gehört und man vermutet, daß sie mit Ma»n und Maus gesunken sind. Von den elf Geretteten sind später drei ihren Wunden erlegen.
Die „Schreckensregimenlek" für die Engländer.
Die beiden Regimenter, die die Angriffe der Engländer auf der Linie Pozieres-Maurepas mit größtem Heldenmuts und unbezwingbarem Trotz ausgehalten haben, haben sich, wie der Korrespondenz „Heer und Politik" geschrieben wird, als wahre Schreckensregimenter für die Engländer erwiesen. Wir wissen, daß es sich bei den in unserem Generalstabsbericht erwähnten Truppen um die brandenburgischen Grenadiere und die 104. Sachsen handelt. Das Leibgrenadier-Regiment König Friedrich Wilhelm til (1. Brandenburgtsches) Nr. 3, das in Frankfurt a. Oder steht, Hat zum Cchef Ihre Königliche Hoheit die Grotzherzogin von Mecklenburg-Schwerin. Es gehört zum III. Armeekorps. Es entstand in dem für Preußen schicksalsschweren Jahr 1808, also zu einer Zeit, wo sich Peutzen innerlich und im geheimen rüstete, um die Fremdherrschaft abzuschütteln. In den Freiheitskriegen konnte dieses Regiment zum ersten Male erweisen, daß es 'Zweck und Bestimmung erfüllte. In den Schlachten bei Großgörschen und an der Katzbach bedeckte es sich zuerst mit kriegerischen: Ruhm, um im Jahre 1814 bei Laon, nicht weit von der Stätte seiner jetzigen Heldentaten zu kämpfen. Die Erstürmung der „Düppeler Schanzen" im Jahre 1864 machte dieses kampferprobte Regiment ebenso mit, wie die Schlacht bei Königgrätz. Es scheint ihm vom Schicksal bestimmt, an allen großen kriegerischen Entscheidungen der letzten großen.Kriege ein gewichtiges Wort mitzusprechen. Aus dem Jahre 1870 sei nur die Anteilnahme an den Schlachten von Bionville und Gravelotte erwähnt. Immer haben die Söhne der Mark Brandenburg gezeigt, daß sie ihr Herz auf dem rechten Fleck haben.
Seit dem Jahre 1870 hat dieses brandenburgische Grenadierregiment schon eine treue Waffenbrüderschaft mit dem 5. Infanterie-Regiment „Kronprinz" Nr. 104, mit dem es jetzt wiederum Schulter an Schulter kämpfte und siegte. Das 104. sächsische Reserve-Infanterieregiment wurde neben dem brandenburgischen Grenadierregiment bekannlich in unserem Generalstabsbericht erwähnt. Das 104. Regiment, das schon im Jahre 1701 gegründet wurde und zu unseren ältesten Regimentern gehört, hat nämlich auch bereits bei Gravelotte siegreich gesümpft und später auf dem französischen Kriegsschauplatz vor Sedan und Paris sich neue Lorbeeren erworben. Auch diesem Regimente scheint es beschieden zu sein, tu allen großen Entscheidungsschlachten, welche das deut- Sende Rolle zu fprelen. Aus der früheren Kriegsgeschichte dieses Regimentes kommen hauptsächlich nur die Ereignisse der Befreiungskriege in Betracht, an denen es auch ruhmreich teilgenommen hat. Die Sachsen haben wieder aufs neue gezeigt, daß sie allen Anstürmen unserer Feinde gewachsen sind, w:e sie schon bei den Höhen von Maonne am 26. und 27. Januar 1915 unter der Füh- rung des Generals d’ Elsa großen Kriegsruhm an ihre Fahnen geheftet haben, abgesehen von den übrigen Heldentaten, die einzeln nicht aufgeftihrt werden können.
(OKMH
kriegrallerlei.
König Ludwigs Besuch bei der Flotte.
Die Korrespondenz Hoffmann meldet amtlich, daß anläßlich des Besuches des Königs bei der deutschen Kriegsflotte zwischen dem König und dem Kaiser ein Telegrammwechsel stattgefunden habe. Der König gibt in seinem Telegraunn seinem durch die gewonnenen Eindrücke gefestigten Vertrauen Ausdruck, daß oje von trefflichem Geiste durchdrungene Marine den in der letzten Seeschlacht errungener: Erfolge neue Siege über die Feinde anreihen werde. Der Kaiser antwortete, er vertraue mit dem König darauf, daß die Flotte auch weiter ihren Mann stellen werde.
Fliegerleutnant Parschau, der, wie gemeldet, nach ruhmreichen Taten auf dem Felde der Ehre geblieben ist, ist in Wahrheit den Heldentod gestorben. Wie der „B. L.-A." erfährt, gelang es ihm, obwohl er einen schweren Bauchschuß erhalten hatte, vermöge feiner Geistesgegenwart und Willenskraft doch, sein Flugzeug unversehrt in unseren Linien zu landen. Bald darauf hauchte er sein Leben aus.
Vermittlüngsbemühnnge» der Schweiz.
Das Beruer Jntelligenzblatt schreibt in einem Leitartikel über die Pflicht des Schweizer Bundesrates zur aktiven Friedensvorarbeit, die Verüältuifse der Eidgenossenschaft seien wirtschaftlich und politisch derartig schwierig geworden, daß es angestrengte Bemühung der Staatsteitung sein müsse, das Aeußerste zu versuchen, ' ' .........ftSr einer «Berwide» Katastrophe vorzu- an der Beseitigung
um Der immer großer werveovr« ^ci lung des Landes in die allgemeine beugen. Dazu müsse matt Mithelfer! ' des Weltkrieges und des Welthasses
Die Batterie von Bamloup.
iC= sie
Der nachfolgende, im Pariser „Journal" veröffent- lichte Bericht eines Augeuzeugen über einen Vorgang aus den jüngsten Kämpfen vor Verdun zeigt uns, mit welcher betsptelldseu Ervttternng auf beiden Seiten gr kämpft wird und welche ungemein schweren Verluste d Franzosen dabei erleiden. „
IM Abschnitt, der sich über die Anhöhen der Hauts- de-Mense, im Siidopen des Forts Baur, erstreckt, hält ein Linienregirttent die sogenannte „Batterie von Dam- loup", die seit dar Einnahme von Baux durch die Deutschen unter ständigein schweren Feuer steht und ganz furchtbar zugerichtet ist. AM 2. d. M. steigerte sich abends die Beschießung ins unerträgliche. Eine stark geschwächte Komvagnie wird gerade abgelöst, und die Offiziere wechseln in einem dürftigen unterstand die Parole, als eine Gramste einschlagt und, um dem Unglück die Spitze auf- ' ' ’ die und eut-
schwer verletzt, :, greifen die L
Die unseren verteidigen sich watend, aber unter schlechten Bedingungen. Um jeden Zollbreit Boden wird gekämpft, aber der größte Teil der Batterie muß aufgegeben werden. Gegen Morgen hat sich nur noch ein Hauptmann mit seiner Schar in einer Ecke der Stellung halten können. Aber Unterstützung muß schleunigst geschickt werden, soll nicht auch er dem Druck erliegen. Die am Abend abgelöste Kompagnie erbietet sich trotz ihrer schweren Verluste den Kameraden zu Hilfe zu eilen. Aber das deutsche Sperrfeuer baut mit seinen großkalibrigen Geschossen eine Feuermauer zwischen die beiden Kompagnien auf, die schwerer zu durchdrungen ist als die dickste Hauswand. Dabei schmilzt die Kompagnie in dem südlichen Teil der Batterie zusehends zusammen. Um 3 Uhr kann der Hauptmann Bericht schicken, daß er nur noch 50 Mann habe. Um 6 Uhr sind es 30. Sie haben sich gegenseitig geschworen, bis zum letzten Mann auszuhalten. Um 8 Uhr sind nur noch 20 Mann übriggeblieben. Zum Glück kommt die Nacht. Unter ihrem Schutze gelingt es der Reserve, sich durch das Sperrfeuer, das mit dem Schwinden des Tages nachgelassen hat, zu ihnen hinüberzuschleichen, und nun wirft sich die vereinigte Schar im Sturm auf die verlorene Batterie.
Ein furchtbares Handgemenge entspinnt sich. Keiner will nachgeben. Niemand läßt sich verbinden, keiner der Verwundeten will aus dem Schlachtgetümmel heraus- getrugen werden, alle kämpfen weiter. Ein Leutnant, tödlich getroffen, ruft noch, ehe man ihn fortträgt: „T ie Batterie, haltet die Batterie!" Endlich faßt ein Offiziersanwärter mit zehn Mann in der Stellung Fuß und vermag sich zu halten. bis neue Verstärkungen herangeworfen werden. Auf diese Weise wurde die Batterie gerettet.
Wenn diese Geschichte wahr sein sollte, so hat die Freude der Franzosen doch offenbar nicht lange gedauert, und ihr Schneid ist vergeblich gewesen. Denn die „Hohe Batterie von Damloup" ist nach unserem Heeresbericht längst fest in unserer Hand und hat uns midi durch die stärksten Gegenangriffe nicht entrissen werden können.
ZTgl. Rösch.)
Vermischtes.
Neue D-Zugwagen werden jetzt von der Eisenbahn- verwaltung in Verkehr gestellt. Eine mehrfache Federung der Wagenkasten gewährleistet zugleich mit dem hohen Gewicht der Wagen einen sehr ruhigen Lauf. Um die Wirkungen der Sonnenstrahlen abzuichmächen, find die Dächer weiß gestrichen und die Ventilationseinrich- tungen verbessert worden. Außer der Knorrscheu Luftdruckbremse sind die Wagen noch mit der neuen Schnell- Sahnbremse versehen, die das Bremsen bei der höchsten Geschwindigkeit des Zuges verkürzt, wodurch Unfällen vorgebeugt wird. Die Beleuchtung der Abteile und Sei- tengänge geschieht elektrisch mit Batteriespeisuug. Das Jnuere der Wageu hat eine gediegene Ausstattung erhalten.
Ein beherzigenswerter Aufruf. Der Kommauöie- reude General in Danzig, Generalleutnant Wagner, erläßt folgenden Anfruf: „Während draußen in West und Ost und Süd der Feind tu gewaltigem Ansturm unsere eherne Mauer zu durchbrechen sucht, reift daheim eine reiche Ernte der Hand des Schnitters entgegen. Dieser in der Weltgeschichte beispielloser Angriff auf allen Teilen der Front ist von TentschlandS Feinde« eingestaude- nerumtzeu gerade in diese Zeit verlegt worden, um das Einbringen der Ernte zn erschweren. Unsere tapferen Truppen haben bisher in heißen Kämpfen des Feindes Sinprafi abgewiesen, und wir im Lande dürfen mit voL
eudmUtiaen AnSgana des bluti, ■■■WgettMeM ---1—L- -- durchhalten. Nur wenigen Mann an der samt infolge der Kriegstage ein Urlaub zum Einbringen der Ernte bewilligt werden. Da heißt es denn: Helft alle mit, ob alt ob jung, in Stadt und Land, des Hinr- mels reichen Erntesegen in Scheunen zn bergen. Nur wenn jeder von uns, dessen Körperkraft es irgend zu- lätzt, sein ganzes Wollen nnd Können einsetzt, werden diese alten nnd doch wieder neuen Pläne der Feiuoe, das deutsche Volk durch Hunger zn bezwingen, zunichte werden. Nutzet den Tag, ja, nutzet die Stunde! Die Zeit der Feiertage fei vorüber, solange die Ernte noch auf den Feldern steht. Helst alle mit, ihr deutschen Männer, ihr deutschen Frauen, ihr deutschen Kinder in Stadt und Land."
Zngunfall im Rheinland. Amtlich wird aus Cöln gemeldet: Donnerstag nachmittag 2,32 Uhr entgleiste der Personenzug 419 Herbesthal—Cöln bei der Durchfahrt durch den Bahnhof Eöln-Ehrenfetd. Die vier letzten Wagen des Zuges stürzten um. Zwei Reisende des Zuges wurden getötet und etwa 25 verletzt, darunter einige schwer. Die Ursache ist noch nicht aufgeklärt. Eine Untersuchung ist ciiigcleitci. Der Zugverkehr wird durch eingleisigen Betrieb anfrechterhalteu.
' 23 658 Mark Geldstrafe wegen Stcuerhrnterziehnng. Die Strafkammer in Kottbus verurteilte den Fabrikbesitzer Adolf Greischel in Spremberg zn einer Geldstrafe von 23 658 Mark, der sechsfachen Höhe des hinterzogenen Steuerbetrages von 3 943 Mark. Der Generalpardon konnte in diesem Falle nicht zur Anwendung kommen, da der Angeklagte nicht freiwillig die Hinterziehung an- ^^^ToveSsturz in eine Gletscherspalte. Auf dem Hoch- könig in den Salzburger Alpen stürzten der Sohn des Besitzers des Wiener Hotels zürn Erzherzog Karl und der Nordbalnibeamte Schindler mit Tochter in eine Gletscherspalte und blieben tot. Die drei Leichen sind geborgen.
Als erster Festungsschlnssel aus dem jetzigen Knege befinde: sich im Berliner Zeughaus der Schlüssel der Festung Maubeuae. Er ist auf einem Blatt Kartonpapiers mittels Bindfaden, der nut dem Siegel der kaiserlich deutschen Kvmmnadamur Maubeuge versehen ist, befestigt. Der Schlüssel gehört zum Fort de Mvus der Festung Maubeuae, durch deren Worten nach einem beigefügten Schreiben des Generals v. Zwehl am 18. September 1914 Kriegsaefaugenenbesatznugen in der Stärke von 43 000 Mann gezogen sind.
Pier Monate Gefängnis für eine Unwürdige. Aus Würzburg wird gemeldet: Wegen unwürdigen Verkehrs mit einem französischen -^negsgefangenen verurteilte die Strafkammer Würzburg die Verkäuferin Margarete Bauernsckmitt von Zeegendorf zu vier Monaten Gefängnis.
wie man sich in England den Kanal- tunnel denkt.
Wie wir berichteten, soll die Durchführung des Planes eines Tunnels zwischen England und Frankreich gesichert sein. Die „Daily Ebroniele" knüpft mm an diesen Plan, der „Rheinisch-Westfälischen Zeitung" zufolge, folgende Erwartungen:
„Wenn wir einen Tunnel hatten, würden untere verwundeten Soldaten, die jetzt nicht ohne Gefahr nnd ohne längeren Aufenthalt von Frankreich nach England konnueu, die Reise von Calais nach Dover in vierzig Mlttüken und in voller Sicherheit utrüdieaen löst«.
S^hÄÄ^ Iüssexraküstropyen und ander, bedauerliche UnwUe vorgekommen sein. Die Amuh Lebensrnitteln konnte leichter gestaltet werden. Wi
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Levensmuiem tonnte teichter gestaltet werden. Air hören, daß jetzt tausend Kilogramm Gemüse auf dem Wege von Frankreich nack England verderben, weil sie, was bei einem Seetransport unvermeidlich ist, zu lange unterwegs bleiben. Das Gemüse würde in einer Stunde von Frankreich nach England übergebracht werden können. Was jedoch noch größere Bedeutung hat: unsere großen Heere würden nach Frankreich und Belgien in der allertürzesten Zeit und in voller Sicherheit transportiert werden können. Die Kosten wurden sich unendlich verringern, denn die englische Flotte brauchte nicht Hilfe und Schütz angedeihen zu lassen. Unterseeboote können nicht in einen Tunnel eindringen, solange die beiden Enden in englischen und französischen Händen sind.
Die Franzosen sind so sehr davon überzeugt, daß England nie den Wahnwitz unternehmen wird, durch diesen Tunnel in Frankreich eitizudringen, daß sie jetzt schon damit einverstanden sind, daß die Kraftstatton für die Lieferung des englischen Stromes, der die Züge treibt, sich in Dover befinden und auch in englischen Händen verbleiben soll, so daß England den Tunnel unbrauchbar machen sann, wenn sich eine Gefahr herausstellen sollte. Ueberdies ist in der Zeichnung und in den Plänen des Tunnels dre Möglichkeit vorgesehen, einen Teil von einer Meile mit Wasser zu füllen oder den ganzen Tunnel von giftigen Gasen durchziehen zu lassen. Das alles geschieht von dem englischen Ende aus, während der Eingang des Tunnels überdies noch von den Geschützen von Dover beherrscht wird. Die Franzosen hingegen stellen sich zufrieden mit dem Ausstellen einiger Geschütze an dem sechs Meter breiten Eingang in Ealais, so daß wenig von einem Heer übrig Dlci&eii würde, das wahnsinnig genug wäre, durch einen engen Tunnel zu ziehen, der voll modernen Geschützen beherrscht wird.
Die Pläne der französischen und englischen Ingenieure für den Tunnelbau sind bekannt genug. ES werden nämlich zwei Tunnels sein, einer für die Hinreise und einer für die Rückreise, jeder 46% Kilometer lang, wovon 3514 Kilometer unter Wasser liegen. Diese Tunnels würden durch die graue Kalksteinlage, die den Boden des Kanals bildet, gebohrt werden. Zwischen beiden Tunnels werden Verbindungskorridore hergestellt werden, während überdies noch ein Pfad den Schienen entlang laufen wird, um den Reisenden die Möglichkeit zur Rettuug zu geben, wenn der eine oder andere Unfall vorkonnnen würde. Gewöhnliche Loko- motiven werden die Züge bis zu den Eingängen des Tunnels bringen. Von da ab treten Elektromotore in Tätigkeit, weil der Rauch der Lokomotiven einen Aufenthalt im Tunnel, auch bei jeder möglichen Ventilation, unmöglich machen würde. Der' bertihmte Ingenieur Sir Franecs Fox erklärt, daß die Ventilation, im Vergleich zu der in den Siuwlon- und Merseytunnel, in diesem Fall sehr leicht sein wird. Die Wagen werden aus unver- breurrbarem Material hergestellt sein. Die Spurweite ist auf dem Festland in den meisten Fällen die gleiche wie in England. Nur Spanien und Rußland haben eine andere. Die Reisenden würden also von London aus ohne Umsteigen sehr weite Reisen machen können. Die Reise nach Paris würde durch den Tunnel um zwei Stunden verkürzt werden. Die Kosten des Tunnelbaues werden auf 320 Millionen Mark geschätzt, während man mit einer Einnahme von 30 Millionen Mark bei 8 400 000 Mark Unkosten rechnet."
Weitere Drahtnachrichten.
Untere Fnnkeutelegraphle obeua«.
____________ ----- «" O'i MjunvmilO ei, die Heeresberichte des Generals Cadorna auf suukeutelcaraphifche«! Wege zu versenden, da die deutschen Fnnkspritche alle anderen üvcrtönten. Tie deutsche Station sei so mächtig geworden, daß sie, wenn auch nicht gerade die Station des Eifelturmes, so doch die Station Col Tane völlig ausschalte. So fommc es, daß statt italienischer und anderer Ententcuachrichten die Berichte des deutschen Generalstabes das Weltmeer und die fremden Weltteile überschwemmten.
Bändel und Verkehr«
Vorbereitungen für die fünfte Kriegsanleihe. Die Teutsche Partaments-Korrespondenz berichtet: Die Bor- bereitungeu für die 5. Kriegsanleihe sied in vollem Gange. Außer den Reichs- und Staatsbehörden werden auch von den kommunalen Behörden, den öffentlichen Sparkassen, den Banken, Genossenschaften und den grv- ßern wirtschaftlichen Organisationen Maßnahmen getroffen, um zu gegebener Zeit die neue Kriegsankeihe fördern zu können, wobei die im Zeichnungsgeschäft bisher gemachten Erfahrtingen verwertet werden. Die Sparkassen treffen Vorsorge, daß besonders den Wünschet! der zahlreichen kleinen Zeichner Rechnitng getragen werden kann. In einer Reibe von Orten sind freie Ausschüsse im Entstehen, die den kleinen Anleiüczeich- neru bei der Beteiligung mit geringeren Beträgen zur Seite stehen wollen. Schott heute gibt sich nach den zahlreichen Anfragen ein lebhaftes Interesse für die neue Kriegsanleihe kund. Sind) in den Genossenschaften ist man an der Arbeit, die vorhandene Geldflüffigkeit für die kommende Kriegsanleihe nutzbar zu machen.
Wochenbericht der Berliner Produktenbörse.
In der am 26. Juli abgelaufenen Berichtsrooche wurde in Kraftfutternnttelu nur wenig gehandelt, da es an Dtaterial fehlt. Stark begehrt war Maismehl. An Heu sind die Zufuhren sehr reichlich gewesen; die Ware bat aber vielfach infolge der feuchten Witterung einen dumpfigen Geruch und ist trotz stark ermäßigter Forderungen nur schwer unterzubringen. Für das knappe, gute Material wurden Preise bis zu ö./K erzielt. Stroh war gleichfalls reichlicher angeboren, da man in kurzem frische Ablieferungen erwartet. Häcksel war mehr vorhanden, als abgesetzt werden konnte. Spelzfpreumehl fand nur in kleineren Partien Käufer. Spelzipreu hatte nur selten Abnehmer. Große Nachfrage herrschte nach Körnerfutter und Kleie, die aber nicht im freien Verkehr waren. Lebhaft verlangt wurden troy der vorge- rtickten Jabreszect Gründungssaaten. Besonders beliebt waren Wicken, von denen aber nur noch geringe Lager- bestände vorhanden sind. Auch das Ilngebot in Peluschken blieb wesentlich hinter der Nachfrage zurück. Pferde- bohnen fehlten. Skstirgel und Buchweizen wurden leicht abgesetzt. Silbergrauer Buchweizen ist fast geräumt Gelbe Lupinen machten sich sehr knapp. Ueber die Errue- aussickieu für Getreide lagen wieder recht gute Nachrichten vor, beim Roggen wird namenilM die ungewöhnliche Reichhaltigkeit des Körnergehaltes der Aehren viel« U ‘' Wn @roif^ wurden nachstebeudePreffe bekannt: Svelzspreumehl 20—28 .4 für 100 Kig. je nach £nawäi pb Station, Saat wiesen 85—90 . SmEnpinen aus 1915er ©rnk 85—100 .4, Saatpeluschken 90—100 X alles für 100 Klg. ab Station. Buchweizen zur Saat brauner 72—-77 X Spargel 70—SO X ^ondwicken u M 85 X Seradella 100—110 X alles für 50 Klg. ab Station.