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ME» uW MMseffKweMn zurückstche, und ««< zahlettmäßige Ueberlegenhett ihr einziges Mittel sei, den Gegner zu überrennen und zu erdrücken. Daher ver­diene auch das Gerücht, Brusstloff sei in Ungnade ge­fallen, nicht allzuviel Glauben, obwohl nach dem Urteil in Offizierskreisen die bisherigen Erfolge nicht im Ver­hältnis zn den gebrachten Opfern und Anstrengungen ständen. Den weiteren Verlauf der russischen Offensive beurteilt der Offizier sehr zweiflerisch wegen der schweren Mängel der inneren Organisation des russischen Heeres.

Die englischen Verluste.

Nach allen Nachrichten müssen die Verluste der Eng­länder in den ersten Tagen der Offensive außerordent­lich groß gewesen sein. Das bestätigen auch Briefe, die bei gefangenen Soldaten vom XVI. und XVII. Manch. R. vorgefunden wurden. Einige Stellen aus ihnen seien hier wiedergegeben:

. . . . Ich denke, Du wirst von unserem ruhmvollen Angriff der deutschen Linien am 1. und 2. Juli gehört haben; es war eine glänzende Leistung, aber wir haben teuer dafür bezahlen müssen. Ich bin unversehrt durch­gekommen,- aber es ist ein reines Wunder, daß irgend einer von uns heute noch am Leben ist. Niemals in mei­nem Leben war ich in einer solch wahrhaftigen Hülle. ... Wir stürmten aus den Gräben um 8,30 Uhr am Sonn­abend früh, mib wir sind nicht sehr weit gekommen, als unsere Leute schon wieKegel" rechts und links fielen; was von uns übrig blieb, nahm die Stellung. Wir gru­ben uns ein, aber kaum war dies geschehen, als die Deutschen begannen, uns in einer Weise zu beschießen, daß wir uns gegenseitig alle Viertelstunde auszugraben hatten. Wir waren ganz erschöpft, als wir endlich gegen Abend abgelöst wurden. Ich will Aehnliches in meinem ganzen Leben nicht mehr mitmachen,- ich kann meinem guten Stern danken, daß ich noch am Leben bin."

. . . . Wir rückten ungefähr zwei Meilen über offenes Gelände unter einem Hagel von Geschossen vor; links und rechts fielen die Kameraden zu Tode getroffen oder schwer verwundet. Ich kann mich glücklich schätzen, daß ich lebend davon gekommen bin; ich bin der Ansicht, daß je eher die Sache vorbei ist, desto besser. Ich will an keiner anderen Schlacht mehr teilnehmen. . . ."

. . . . Du wirst in den Zeitungen von der britischen Offensive gelesen haben. Ich werde es bis in meine Todesstunde nicht vergessen. Freitag Nacht marschierten wir in die Gräben und warteten auf die Zeit, bis das Kommando zum Sturm gegeben wurde. Man lachte und machte Witze darüber, wie man aus dem Graben heraus zum Angriff vorgehen würde; aber so mancher arme Kerl dachte nicht daran, daß es sein Tod sein würde. Wir kamen bis über den ersten deutschen Graben hinaus, während ihre Geschütze uns die Hölle gaben. Hier ver­blieben wir für kurze Zeit, da das Artilleriefeuer zu schlimm war. Aber wir hatten den Befehl, das Dorf unter allen Umständen zu nehmen, was uns auch gelang aber unter welchen Verlusten! Ich will Gleiches nicht mehr durchmachen: jeder, der anders spricht, ist ein eitler Prahler, oder er ist verrückt. . .

Englische Offiziersverluste.

Die Verlustlisten vom 17. und 18. Juli verzeichnen die Namen von 687 und 348 Offizieren r davon sind 228 bezw. 73 gefallen.

Kriegsalierlei.

Bedingnngen für japanisches Geld an Rußland.

Holländische Baukkreffe erfahren aus London: Die rTtWbe Regierung Mi neue Verhandlungen mit den '.japanischen Behörden zur Unterbringung einer neuen Anleihe von 150 Millionen Jen in Japan begonnen. Diese Anleihe soll teils für die Begleichung von Kriegs- materiallieferungen verwendet werden, teils soll sie in bar ausgezahlt werden. Zur Sicherung dieser Anleihe fordert Japan ein Unterpfand in Höhe von 100 Millio­nen Rubel in russischen Eisenbahnobligationen, eine Verzinsung von 7 Prozent und eine russische Konzession für die Errichtung einer großen japanisch-russischen Han­delsbank in Petersburg, von bereit Aktienkapital sich 66 Prozent in den Händen von Japanern befinden sollen.

Verschämte französische Kriegsmüdigkeit.

Bounet Rouge" vom 1. Juli schreibt: Es ist ziem­lich gleich, ob der Sieg von Russen, Franzosen oder Eng- ländern erzielt wird. Die Hauptsache ist, daß er nicht zu spät kommt unb nicht nach einer zu großen Erschöpfung unseres Landes. Siegen ist gut, aber man darf nie ver­gessen, daß es auch andere als strategische Siege gibt. Plan muß auch noch stark sein für den Frieden.

Schwedens Entrüstung über Rußland.

Stockholms Dagbladet" veröffentlicht unter dem TitelDie Lage wirb ernster" einen scharfen Aufsatz gegen die letzten russischen Neutralitätsverletzungen. Das Blatt meint daß Schweden schärfer über seine Neutralität wachen sollte. Die Lage würbe ganz einfach unerträglich werden, wenn Schweden nicht mit allen Mitteln feiner Neutralität Achtung verschafft. Den Russen müsse einge­schärft werden, daß Schweden nicht Griechenland ist.

Vom U-BootDeutschland«.

Nach einer Meldung derV. Z." wird demPetit Parisien" aus Washington gemeldet, die amerikanische Zensur habe dem Kapitän König aus NeutralitätSrück- sichten die Absendung eines Funkspruches nach Berlin untersagt. In deutschfreundlichen Kreisen geht das Ge­rücht von einem Anschlag der Alliierten, das Tauchschiff auf hoher See in die Luft gehen zu lassen. Nenyorker Blätter brachten Mittwoch trüb die Nachricht, England habe von der amerikanischen Regierung verlangt, daß sie derDeutschland" untersage, die amerikanischen Küsten- gewässer unter Wasser zu durchfahren.

Politische Rundschau«

Das amerikanische Volk will keinen Krieg mit Mexiko. In einer improvisierten Rede auf dem Bankett des Nenyorker Presseklubs am 30. Juni sagte Präsident Wilson lautNew York Sun" vom 1. Juli unter an­derem folgendes:Ich muß mir immer und innner wieder imterliü) darüber klar werden, daß ich als Die­ner der Nation nicht für die Interessen derienigen Ame­rikaner arbeiten darf, welche den Wert ihrer in Mexiko angelegten Gelder erhöhen wollen. Ich bin der Diener der großen Masse des amerikanischen Volkes. Und wenn ich täglich zahlreiche Briefe in dieser Sache von einfluß- reicheu und großen Leuten des Landes bekomme, so gehen mir auch Briefe ganz anderer Art zu, solche von ganz unbekannten 8M(innern, von Frauen aus den nie­deren Klassen, von Leuten, bereit Mme nie in der Oef- fentlichkett bekannt geworden ist mtb nie bekannt wer­den wird, und in allen diesen Briefen rviederholt sich die eine flehentliche Bitte:Herr Präsident, lasten Sie sich von niemanden einreden, daß das amerikanische Volk mit irgend jemandem Krieg haben will. Als ich ae» stern beim Verlassen des Zuges mich von dem Lokvmvltv« sichrer verabschiedete, da sagte er leim zu nur:Herr Präsident, ersparen Sie uns den MxttMifcheu Krieg."

Und dasselbe haben mir viele Tausende aus meinen Reisen im ganzen Lande gesagt."

liebet eine kühne Viktngsahrl, die freilich einen tragischen Abschluß fand, veröffentlicht dieNordd. Allg. Ztg." einen Bericht. Darin heißt es u. a.:

Kapitänleutnant v. Möller befehligte bei Ausbruch des Krieges das KanonenbootTsingtau", das im Hafen von Kanton außer Dienst qestellt wurde. Möller begab sich nach Java. Hier wurde er von der Niederländischen Regierung interniert und ihm Soerabaya als 9lufent= Haltsort angewiesen. Mit Hilfe dort ansässiger Teutscher gelang es ihm, einen sehr alten Segelschoner, der den stolzen NamenWeddigen" erhielt, anszilrüsten. Fünf deutsche Reservisten, Gründler, v. Arnim, Deike, Schwarting und Man, die der Krieg in Java überrascht hatte, waren sofort bereit, mit Möller ben Versuch zu wagen, aus diesem Schiff die Heimat zu erreichen. Trotz größter Schwierigkeiten gelang es dem Fahrzeug, am 11. Dezember 1915 die offene See zu gewinnen und Kurs nach Arabien zu nehmen. Am 5. Januar geriet das Schifflein in einen der gefürchteten Mauriiiusorkar: und erlitt schwere Havarien. Stach 82tägiger Fahrt ge­lang es am 3. März b. I., an der arabischen Südkü e bet Lahatsch südlich von Aden zu landen. Hier fanben die Seefahrer bet den Türken die freundlichste Aus­nahme.

Am 18. März wurde die Weiterreise zu Lande auf Maultieren angetreten und in I7tägigem Marsche durch das Gebirge die Hauptstadt von Yemen, Sana, erreicht. Von hier aus wurde die Reise zu Wasser fortgesetzt. Wegen der englischen Wachtschisse entschloß man sich, schon südlich Konfuda, einem Hasenplatz am Roten Meer, an Land zu gehen. Konfuda wurde nach dreitä­gigem Kamelritt am 28. April erreicht. Von dort ging der Marsch nach Djidda, einem Hafenplatz von Mekka, das am 16. Mai erreicht wurde. Hier machte der Kom­mandeur eines türkischen Armeekorps die Teutschen auf die ihrem weiteren Vormarsch drohenden Gefahren auf­merksam, allein Möller und seine Leute bestanden auf Fortsetzung ihrer Reise, die schließlich vom türkischen Oberkommando gestattet wurde. Dann ist das Letzte, was man von den sechs Deutschen vernimmt, das Tele­gramm des syrischen Armeekorps vom 3. Juni: Wir haben zu unserem Bedauern erfahren, daß Kapitän- leutnant von Möller und seine Begleiter neun Stunden von Djidda entfernt von Arabern ermordet sind.

So fand der kühne Versuch der deutschen Seeleute, die Heimat zu gewinnen, nach sechsmonatigen harten Kämpfen mit den Elementen, nach schwerster Mühsal und Gefahr zu Wasser und zu Lande, schließlich unter den Waffen räuberischer Beduinen im Wüstensande Arabiens sein Ende. Ein Glanz unverwelklichen Hel­dentums umstrahlt auch das Andenken der Tapferen vomWeddigen".

Vermischtes,

Obst und Wasser! Es ist wieder an der Zeit, auf die große Unsitte hinzuweisen, daß Kinder nach beut Obstessen Wasser hinten. In Lichtenau im Odenwald hat das Kind eines Bäckers dies mit dem Tode büßen müssen. Es hatte Stachelbeeren gegessen und in einem unbewachten Augenblick Wasser getrunken. Alle Eltern mögen daher ihre Kinder von neuem warnen.

Die Wirkung der Katzensteper, welche im vorigen Jahre nach dem Beschluß der Stadtverordnetenver- mw«w^

bastenen Ratten und Mäuse vertilgenden Tiere von 400 auf "50 zurückgegangen ist, die insgesamt 200 Mark Jahressteuer bringen.

Englands kriegslustige Frauen.Daily Erpreß" vom 13. Juli schreibt: Der Arbeitsausschuß des Reichs- verteidigungsverbandes der Frauen fordert alle Frauen- organisationeu auf, für folgendes einzutreten: Schleunige Ausführung der Pariser Konferenzbeschlitsfe. Besserung der Lage der Kriegsgefangenen in Deutschland. Kampf gegen alle Bestrebungen zur Herbeiführung eines vor­zeitigen Friedens. Die französischen Frauenrechtle­rinnen haben beschlossen, den nächsten Kongreß in dem wiedererworbenen Straßburg abzuhalten. Das ist nett, denn nun werden wir wohl auf längere Zeit von dem Gezänk" verschont bleiben.

Witze vom Tage. Der Prahlhans. A. (zerstreut tuend):Gut, daß ich Sie treffe; ich muß Ihnen heute 'mal die tausend Mark geben, die Sie von mir zu kriegen haben!" B.:Reden S' kau' Unsinn! Erstens san S' mir nichts schuldig . . . und zweitens haben S gar ka' tausend Mark!" Einspruch. Fräulein (zum Ver­ehrer, nach der Liebeserkäruug):Sie haben die Liebes­erklärung so flott heruntergesagt ich denke, die haben Sie schon vielen gemacht?!" Junger Mann:Nee,... Freileiucheu, .... g'rad' das is mt 'ne ganz neie!" Zum Benefiz. Charakter-spieler (der sein Benefiz hat, zürn Inspizienten, der am Guckloch des Vorhangs steht und htnaussicht):Nun, Schmiedecke, wirds voll?" Inspizient:Jawohl, Herr Grünberger, jammervoll!"

(Fliegende Blätter.")

Deutsche Helöenlaleu.

Mutiges Verhalten im Minenkampf.

Der Gefreite Thomae (aus Bergedorf) vom Pionier-Bataillon Nr. 9. (Harburg Elbe) stand nachts imGroßen Trichter" bei .V. auf Horchposteu. Ihm waren fünf Pioniere zu geteilt. Am Rande des Trichters befand sich ein Unteroffizier-posten, mit dessen Stellungs- ausbau Thomae beschäftig war. Unter sich hörte er das Arbeiten von Mineuren: ob es Freunde oder Feinde waren, wußte er nicht, denn auf beiden Seiten wurde ruiniert. Plötzlich gab es eine heftige Erderschütterung und im gleichen Augenblick flog Thomae vom Rand des Trichters hinab in die Tiefe. Nachdem er sich von seinem Schrecken erholt hatte, würbe es ihm sofort klar, daß die Franzoserr gesprengt hatten. Jetzt hieß es handeln, denn es war unbedingt damit zu rechnen, daß der Feind nun die Vorteile seiner Sprengung zur Besetzung des neuen Trichters ausnutzerr würbe. Um dies zu verhindern, eilte Thomae mit einem Pionier sofort an den Rand des neuentstandenen Trichters und bewarf von dort aus den fehtblidten Unteroffizierposten, dessen Stellung unmittel­bar am Rande lag, so wirksam mit Handgranaten, daß der Gegner sich nicht aus seiner Deckung herauswagte. Währenddessen machten sich die übrigen vier Mann so­gleich daran, mit Sandsäcken und Stahlbleuden den Trichterrand zu befestigen. Ihre Lage war gefähr­lich, denn Hilfe konnte nicht zu ihnen durchkommen, weil die Franzosen gleich nach der Sprengung den dcHsiuter liegenden Grabenabschnitt stark mit Minenseuer beleg­ten. Stach einer Stunde kamen acht Mann Verst^- kung und die Befestigung des TAchterrandes konnte ge­sichert werben. Als endlich, bei Tagesanbruch, der Gegner heftiges Minen- und Maschinengervehrfener auf die neue Stellung legte, war es bereits zu spät. Der Trichterrand blieb befeftiat in deutschen Händen.

Entschlossenheit.

Fertiamachen!" Im zwei Minuten beginnt bei Sturm. Wie ein Lauffeuer durcheilt dieser Befehl die Sturmkolonnen der 10. Kompagnie Großherzoglich Meck­lenburgischen Grenadier-Regiments Nr. 89Vorwärts" Ein rasendes Sperrfeuer des Gegners beginnt. Ver­gebens! Die stürmenden Grenadiere lassen sich nicht halten. Plötzlich feuert ein feindliches Maschinengewehr in die Sturmkolouuen. Der Angriff droht ins Stocken zu geraten. Der Sergeant Lehman» (aus Röbel i. M.) erkennt die Gefahr. Kurz entschlossen springt er trotz des Hagels von Geschossen auf das heftig feuernde Ma­schinengewehr zu und schlägt den Richtschützen mit dem Kolben nieder. Die übrige Bedienungsmannschaft ent­flieht in einen Unterstand; dort setzt sie sich erneut zur Wehr. Doch der tapfere Sergeant bringt unerschrocken auf den Gegner ein, Kameraden eilen herzu und in kurzer Zeit ist der letzte Widerstand gebrochen, das Ma­schinengewehr erbeutet, der feindliche Graben in deut­scher Hand.

Der Probedrusch.

Das Kriegsernährungsamt hat die Absicht, die im vorigen Jahre erfolgte Schätzung der ungedroscheney Körnerernte in jedem einzelnen Betriebe nicht wieder voizunehmen. Dieses Verfahren hat zu ganz falschen Ergebnißen geführt, weil eine richtige Schätzung der Körnermenge im Stroh auch bem sorgsamsten, gewissen­haftesten Landwirt nicht möglich ist. Anderseits muß durch eine Ernteschätzung dasKriegsernährungsamt und die Heeresverwaltung in Stand gesetzt werden, Bestim­mungen über die Bewtltschastuiig des Getreides zu treffen. Es muß von ihnen entschieden werden, wieviel Getreide für die menschliche Erriährung in Form von Brot, Graupelt, Grützen usw. zu verwertben ist, wieviel Getreide zrir Verfütterung frei bleibt, wieviel den Brau­ern belassen werden kann, wie das Ausmahlverhältnis sestzusetzeit ist, wieviel Hafer für die Zivilpserde übrig bleibt und vieles anbere mehr. Das kann man nur dann richtig regeln, wenn man einigermaßen weiß, was vorhanden ist. Jedermann kann leihst ermessen, wie weittragende Bedeutung diese Entschließungelt haben und wie wichtig daher jetzt im Kriege die Ernte- schätzungen sind. Fehler bei einigen Schätzungen, gleich« viel ob nach oben oder nach unten, führen leicht zu irri­gen Maßnahuken und diese fühlt das ganze Volk, der Verbraucher wie der Erzeuger. Schwere Mißgriffe in­folge falscher Statistik sönnen verhängnisvolle Wir­kungen für den Kiiegsausgang haben.

Zu ben hierzu nötigen Maßnahmen, deren Bekannt­machung in nächster Zeit erfolgen wird, gehört auch ein sachgemäßer Probedrusch. Ein solcher hat nur dann Wert, wenn die Flächen genau feststehen. Es muffen daher rechtzeitig durch zuverlässige Personen einzelne Flächen abgemessen; es muß ferner veranlaßt werden, daß das Getreide von ihnen getrennt gelagert und bald, wontöglich aus der Hocke, gebrofdkit wirb. Wo das nicht tunlich ist, können Dreschresultate von ganzen Feldern (Schlügen), bereit Größe feststeht, verwendet werdem wenn sie ganz ausgedro chen sind. Für den Probedrusch sind weder besonders gute noch besonders schlechte Fel­der und Probeflüchen, vielmehr solche Flächen anszu- wählen, die möglichst dem Durchschnitt der Orte ent­sprechen. Eine größere Anzahl einzelner Truschergeb- msse m derselben czcmeiude mindert die Gefahr von Irrtümern und steigert den Wert der Erhebungen be­deutend. Auf gute biUsivahl und genaue Durchführung kommt es aber noch mehr an. als auf eine große Zahl der Erhebungen. Soweit LaudvoirtichasislÄrer oder ion- »ige uur deL Deaulic ser Provearufthe rertiunw Per­sonen verfügbar sind, ist deren Mitarbeit besonders er­wünscht. Die so gewüinrcnen Angaben müssen nachge­prüft werden; sodann ist auf Grund der ffir geeignet veTunbenen Angaben eine Zusammenstellung für den Kommunalverband zu fertigen, indem auf Grund der Angaben des Probedrusches der Durchschnittsertrag der emzelnen ^ruchtarten für die Gemeinden und in deren 'Auammenstellung für den Kommunalverband nach der Ernteslache-^talffiik unter Beachtung gewisser Abzüge ertast wird. Alsdann erfolgt die Aufstellung der ge­lausten «chützungsstatistik.

Bei dem großen Interesse, das die Allgemeinheit Landwirt selbst an der Vermeidung erneuter frehlschatzungen hat, richtet das Kriegsernährungsanrt sthon jetzt an alle ländlichen Behörden und Landwirte die Bitte, Probeörusche im Sinne des Vorstehenden sorgsam porAitbcreiten, durchzuführen und das Ergeb- ms schrnrllch sestzulegen, damit es nach Erlaß der be­züglichen amtlichen Anordnungen verwertet werden kann.

Weitere Drahtnachrichten«

Der Kaualtunnel gesichert?

Kopenhagen, 21. Juli. (L.-A.) WieBerlingske ndende" aus Paris erfährt, sei die Durchführung des Planes eines Bunuels zwischen England und Frank­reich endgiltig gesichert. Auf französischer Seite werde der Kanal bei Savgattc ausmünden, auf englischer Seite südlich von Dover. Der Tunnel soll eine Länge von 60 Klm. erhalten, wovon 39 unter Wasser liegen, unb die Form eines Doppeltnunels haben.

Mondes und Verkehr»

Die Verzögerung der Ernte durch die unbestimmte Witterung und das Aushören der Verteilung von Zuckerfutter machte sich in der bis zum 19. Juli reichen­den Berichtswoche durch eine vermehrte Nachfrage nach guten Futtermitteln geltend. Die Umsätze konnten sich aber nur in mäßigen Grenzen halten, da dem Handel we­nig SNaterial nom zur Verfügung steht. Die Meldung aus Rumänien, daß dort die neue Diatsernte gefährdet und möglicherweise ein Verbot oder eine Beschränkung der Maisausfuhr zu erwarten sei, soll gleichfalls auf die Kauflust anregend gewirkt haben. Das Geschäft in Rü­ben hcit ausgebört infolge der behördlichen Maßnahmen zur Beschränkung des Aufkaufs von Gemüse zu 5öit» zwecken. Nach Grünsulkermmereien, die knapp sind, herrschte lebhafter Begehr. Besonders waren Saatlupinen und Peluschken gefragt. Gehoben bat sich der Ummtz in Spelzspreumebl, das namentlich in seiner Ware gewebt wird. Strohmehl wurde dagegen nur vereinzelt gehan­delt. Stroh blieb knapp .. unten: auch altes Herr wurde nur m geringer Menge dem RtaE zugeführt und erzielte 7 bis 8 .z Frisches Heu wies teilweise die Spu­ren der ungünstigen Witterung auf und wurde mit 4 bis 5 .4, abgegeben. Die Zufuhr von Häcksel war für den Bedarf ausreichend.

In: Großhandel wurden 'chließluh nachsteHende Preise bekannt: Spelzspreumehl 2028 .§ für 100 Kilo­gramm je nach Qualität ab Station. Saatwicken 8590 .*., Saatlupinen aus 1915er Ernte 85100 X» Saatpeluschken 90100 .£ alles für 100 Kilogramm ab Station, Buchweizen zur Saat, silbergrauer, M100 X brauner 7277 .* Sporgel 7080 x Sandwicken ALK Serabella 100110 X alles für 5o Kilogmytyl