Set neue große Erfolg bei Berbun.
Näher an die Linie Souville-Lanffee heran!
Zu dem jünasten Generalstadsbericht» in dem ein großer Erfolg rechte- der Maas und die Gesimgemmtzme von 39 Offizieren und 21OG Mann gemeldet wird, wird uns geschrieben: Seit Niedreren Lagen nahmen die schweren Mampfe an der enjWsch-franzosischen Angrufs- srmn die Aufmerksamkeit besonders in Ampruch, lvah- rend die riampstütigkeit vor Verdun nur geringere Beachtung fand. Trotzdem ruhten auch dort die Kampfe nicht, da die Franzosen fast täglich beider,eits der Maas die schwersten Gegenangriffe gegen innere Stellungen machten. Nun kann unsere oberste Heeresleitung wieder einen weiteren höchst erfreulichen Fortschritt aus diesem wichtigen Kampfabschnitt melden. Rechts der Maa» haben wir nämlich unter Gefangennahme von 39 Offizieren und 2106 Mann untere Stellungen näher an die Werte von Sonville und Lanfsee heranschieben können. Dieser neue Fortschritt unserer Waffen vor Berdun bedeutet eine wesentliche Erweiterung unserer letzten großen Erfolge, die wir am 23. Juni auf der ^ront Kälte-Erde—Fleury—südlich Baux und in der Namt vorn 2. zum 3. Juli bei der „Hohen Batterie voll Dam- loup" zu verzeichnen hatten. . T
Der Vor stürm auf Hohe „Malte Erde , die Erstürmung des Panzerwerkes Thiaumont und die Eroberung eines Teiles von Fleury bedeuteten am 23. Juni eine gewaltige Verschiebung unserer Linien rechts der Maas gegen Süden auf die Linie von Fort Sonville zu. Am 2. Juli wurde trotz des Beginnes der engiisch-sral,- zösischen Offensive weiter östlich die „Hohe Batterie von Damloup" zur Ausgleichung unserer Frontlinie erobert, und die wütendsten Gegenangriffe der Franzosen konnten weder hier noch dort etwas erreichen. Der neueste Bericht unserer obersten Heeresleitung zeigt uns im Gegenteil, daß unsere tapferen und erprobten Sturmtruppen ohne Rücksicht auf die gewaltige Schlacht an der Somme auch hier weitere Fortschritte zu machen in der Lage sind. Denn die neu eroberten Stellungen stehen zu den Fortschritten der letzten oben genannten Tage in inniger Beziehung. . o .
Das „Werk von ia Laufsee", an das sich unsere ßmte näher heranichieben konnte, liegt südlich des Werkes „Hohe Batterie von Damloup", (südlich von Fort Vaux) und auf ungefähr gleicher Höhe mit dem Werk von Sou- ville, östlich dieses Werkes. Das Werk von Sonville liegt südöstlich von Fleury südlich des oft genannten und heiß umstrittenen Waldes la Ehapitre. Das Her- anschieben unserer Front an die Linie Werk von Son- v'lle-Werk Lauffee bedeutet darum eine siegreiche Bor- wärtsbewegung unserer bei Fleury und der „Hohen Bali erste" siegreich gewesenen Truppen. Das Werk von Lauisee ist eine starke Vorstellung des Forts von Ta- vannes, das geradenwegs südlich von Werk Lauffee gelegen ist. Zugleich beherrscht das Werk Lauffee die Straße Fort Baur-Fort de Tavannes. Die Eroberung der „Hohen Batterie von Damloup", gegen die die Fran- -men mehrere Tage in den stärksten Angriffen anstürm- wn, war gleichsam der erste Schritt zu den jetzt gemeldeten neuen Erfolgen, denn durch den Besitz dieser Bat- rerie, die auf Höhe 342 gelegen ist, waren unsere Truppen Herren des die Umgegend beherrschenden Geländes geworden. Die Gefangennahme von mehr als 2000 Franzosen zeigt, daß dieser neue Erfolg gegen die auf dem rechten Flügel von Werk Lauffee und auf dem linken Flügel von Werk Sonville gestützte französische Linie einen großen Umfang aufweist. Besonders erfreulich ist der neue Erfolg aber auch darum, weil der Welt dadurch klar wird, daß die starken als „Entlastungsoffen-
mochten.
Nichts beweist die Stärke unserer Gesamtfront im Westen besser, als dieses unbekümmerte und planmäßige Vorgehen unserer Truppen vor Verdun, während Franzosen und Engländer ganz im Stillen die ver- messene Hoffnung gehegt hatten, daß ihr Angriff unsere Linien aus Frankreich und von Verdun hinwegfegen
wurden. So ycwen unsere Femve vwner hw nur an der Somme und den angrenzenden Kampfabschnitten blutwenig erreich sondern sie konnten auch unser Vordringen bei V»iMn nicht zum Stillstand bringen.
(OKM.)
Sie vmzmumß Porlugals.
Ob, wie, wann und wo Portugal mit seinen Soldaten in den Krieg eingreifen wird, sieht noch nicht fest. Daß in Portugal eine sehr starke Volksströmung gegen jede aktive Beteiligung ist, dafür liegen mancherlei Beweise vor. Auch im Heer ist die Begeisterung, als eng- li'che Söldner, wie die Gurkhas und Senegalesen, zu fechten, nur sehr gering. Ein offenbar bestellter Brief, den der Lissaboner Vertreter der Pariser „Temps" seinem Blatte sendet, sucht aus der Zurückhaltung der Portugiesen den Engländern ein Lorbeerkränzchen zu flechten. Er behauptet nämlich, England habe bisher Bedenken gehabt, Portugals Blut ohne dringende Notwendigkeit zu vergießen. Indessen, behauptet der Brief- schreiber in bestellter Phantasie, sei es der Wunsch der guten Patrioten (!), weil Portugal dann auf dem Friedenskongreß eine bedeutend wichtigere Rolle spielen könne. Auch würde mit einer kräftigeren Betätigung des Landes die Verpflichtung der Alliierten stärker werden, später Portugals berechtigte Ansprüche zu unterstützen. Weiter behauptet er, die finanziellen und mtH= tarischen Ergebnisse der Reise des Finanzministers und des Ministers des Aeußeren nach London würden in Lissabon ungeduldig erwartet. Man glaube, daß Al- fonso Costa vom Parlament eine Blankovollmacht für den Abschluß einer Anleihe habe. Des Briefes Kern enthält aber dann der Schlußpassus des Briefes, in dem Portugal dringend aufgefordert wird, die in seinen Häfen liegende Handelsflotte des Feindes zu verwenden und ihre wertvolle Ladung auszuliefern. Natürlich an England! So mußte England als der edle Verbündete, hingestellt werden, dem Portugals Blut unendlich viel teurer ist, als das seiner eigenen Landsleute — damit es erst mal die feindliche Handelsflotte in die Hand bekommt, die noch in portugiesischen Häfen liegt. Hat es die aber erst, so wird es Portugal schon nachdrücklich an den Blutzoll erinnern, den es England schuldig ist, und wird sich dabei erst mal genau derselben Lockmittel bedienen wie der Briefschreiber. Es wird Portugals Rolle und Portugals Erfolge auf der Friedenskonferenz in leuchtenden Farben zu schildern wissen. Daß sie bis zur Konferenz wieder abgeblaßt sind, dafür wird das schlaue England dann schon Sorge tragen. Ein wirklich selbständiges Portugal wird es nicht wieder geben, solange England zu bestimmen hat. Aber sicherlich ist das in der Zukunft nicht mehr derart der Fall wie in der Vergangenheit. 9u diesem Sinne fechten die Mittelmächte auch für Portugals Zukunft, wie für die aller Klein- und Mittelstaaten.__________________
Amerikanische Mesen-NnLerseeboote für England.
Zu der Amerika-Fahrt der „Deutschland", des Rie- sen-U-Handelsbootes von 2000 T. Größe, wird es, wie der Korrespondenz „Heer und Politik" geschrieben wird, interessieren zu erfahren, daß vor ganz kurzer Zeit von England in Amerika bei der „Lake Torpedo Co.", die bekanntlich die deutschen Erfinder auf Patentschutz verklagen will, 10 Riesen-Unterseeboote bestellt worden sind, die damals angeblich als Weltwunder wirken sollten. Allerdings war der Bau unserer N-Kauf- NN-MMMW" MDMMWMMP ment von 1200 Tonnen haben, also noch um 800 Tonnen hinter unseren Handels-U-Booten zurückbleibeir. Die neuen U-Boote sollen weiterhin angeblich eine Geschwindigkeit von 20 Knoten haben und über einen Aktionsradius von 3500 Seemeilen verfügen. Sie wären demnach in ihrer Leistungsfähigkeit hinter unserem neuesten Handels-Uboot weit zurück, da die Fahrt nach
Amerika anem eine größere Letstungssgyigren erforderst als die angebliche Höchstleistung der neuen englischen Uboote. Allerdings darf dabei nicht übersetzen werden,' daß unser Handels-Uboot rein friedlichen Zwecken dient und aus dem Grunde auch einen einfachereren Bau aufweisen sann, als ein Kriegs-Uboot, das ganz andere und schwierige Aufgaben zu erfüllen hat. Der neueste Typ der Uboote der „Lake Torpedo Co." soll 1st Millionen Dollar kosten, während die bisherigen Uboote nur rund 450 000 Dollar kosteten. Der Preis für die Riesen-Uboote stellt sich demnach um das Dreifache teurer. Diese neuen Boote sollen auch die Fahrt über den Ozean zu machen imstande sein und sind von der englischen Martneverwaltüng als Offensiv-Boote gedacht. Sie sollten eine gewaltige Ueberraschung für die ganze Welt werden. Nun ist ihnen Deutschland mit bedeutend größeren Ubooh it zuvorgekommen, die noch darum um so vieles interessanter sind, als sie zum ersten male den friedlichen Handel unter See vermitteln sollen, der bisher nur über See durchgeführt werden konnte. Was an den Nachrichten von dem Bau der Riesen-Uboote wahr ist, läßt sich nicht nachprüfen. Es läßt sich aber auch hier wieder das Wort anwenden, daß die Maschinen nicht den AuSschlag geben, sondern die Menschen. England hatte schon vor Kriegsausbruch eine sehr beträchtliche Ubootflotte, die um vieles größer war, als die unsrige. Trotzdem haben unsere Uboote die Welt mit ihrem Ruhme erfüllt, während die englischen wenig oder gar nichts leisteten. (Z.)
Treue IflichtersüSunz. ।
Das 1. Bataillon 16. Sachs. Infanterie-Regiments Nr. 183 war eingesetzt. Die beiden in Reserve gehaltenen Kompagnien befanden sich im X.-Lager und erfreuten sich des ersten Frühlingstages. Plötzlich schlagen Granaten in der Nähe des Lagers ein — Wirkungsschie- tzen der feindlichen Artillerie, das den ganzen Tag an- hält. Alles stürzt in die Unterstände, wo man nur noch das Heulen und Zischen der einschlagenden Granaten vernimmt. Am nächsten Morgen steigert sich das Feuer zum Trommelfeuer. Aus einem Unterstand ertönt die Stimme des Unteroffiziers Weinhold (aus Chemnitz- Gablenz) von der 5. Kompagnie. Er ist verheiratet, Vater von fünf Kindern. Sonst wortkarg, sich wenig um andere kümmernd — jetzt spricht er eindrucksvoll zu seiner Gruppe über die Pflicht, bis zum letzten Bluts- trupfen zu sümpfen, wenn der Feind eindringen sollte. Nachmittags 3 Uhr erhält der 1. Zug endlich den Befehl: „tiet irr die vordersten Gräben eingedrungene Gegner ist durch Handgranaten wieder hinäuszuwerfen." Schnell werden Handgranaten in Empfang genommen und Mann hinter Mann geht's im Laufschritt nach noru. Sprungweise hier 10, dort 20 Meter über freies Feld, die Gräben sind völlig zusammeugeschofsem Dicht hinter dem Zugführer folgt Unteroffizier Weinhold mit seiner Gruppe. Trotz des schweren Trommelfeuers gelangt der Zug mit geringen Verlusten bis in die fordere Kampfstellung. Da dringen die Franzosen bereits über das Drahthindernis der zweiten Stellung vor, doch woblgezieltes Gewehrfeuer zwingt sie nieder, durch eine Anzahl Handgranaten werden sie seitwärts gedrängt und fallen dem 2. Zug in die Hände, der sie sofort zu Gefangenen macht. Inzwischen braucht die 8. Kom- paguie dringend Hilfe, denn der Gegner leistet im vordersten Graben hartnäckigen Widerstand. Unteroffizier Weinhold stürzt durch die Sappen nach vorn, wirft seine Handgranaten und springt ihnen nach in den ifcÄ«»Ä übrige besorgen die Handgranaten, der Rest gibt sich gefangen oder flüchtet. So wird in kurzer Zeit der ganze Graben vom Feinde geräumt. Da — trifft Unteroffizier Weinhold eine letzte feindliche Handgranate — mit seinem Blute besiegelt er die Worte, die er am Morgen zu.den Seinen gesprochen hatte. Er starb als ein leuchtendes Beisviel treuer Pflichterfüllung bis zum Tode.
Nächsten Montag, den 17. d. Mts. nachmittags von 3 Uhr an kommt wiederholt im hiesigen Hospital der Nachlaß ver
storbener Hospital- pfrnnduer gegen sofortige Zahlung zum Verkauf.
Hersfeld, am 14. Juli 1916.
Die Armenverwallung.
1. 1448. Strauß.
Mchkndk surKikgs-u.IiviWnM.
Alle diejenigen welche noch Gelder für obige Volksfpende im Besitz haben, werden gebeten, dieselben sogleich, spätestens bis zum 20. Juli, an das Bankhaus L. Pfeiffer Kaiserstraße hier abzuliefern, damit die Ueberweisung des Geldes nach Berlin erfolgen kann.
Rotes Kreuz.
Die
Brotkartenausgabe
für die Bewohner der nachstehend verzeichneten Straßen : „Meisebacherstraße 5—109, Schlippental 9—62, Friedhos 1, Im Bock 1-11, Fezies 11—93, Loh- mühlenweg 6—16, Knottengasse 6, Wehnebergerstr. 1—34, Wehneberg 1—7, Hombergerstraße 11—49, Glimmesmühle 4, Dippelstraße 1—11, 2—10, Untere Frauenstraße 1—44.
findet von heute ab nicht mehr im Rathaus, sondern im Stadtwagegebäude am Klaustor Zimmer Nr. 2, (gleicher Erde) statt."
Hersfeld, am 14. Juli 1916.
Der Magistrat.
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Nutcrhauu
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Mittwoch, abends 8 Uhr Kriegsbetstuirde in der Stadtkirche.
.stathvl. Gottesdienst. Sonntag den 16. Juni.
7 Uhr Hl. Messe.
aA10 Uhr: Amt, Predigt. Vi3 Uhr: Andacht, Werktags: 7 Uhr hl. Messe. Gelegenheit zur hl. Beichte Sonnabend 5 u. 8 Uhr Sonntag 7*7 Uhr Gemeinschaftliche hl. Kommunion der Christenlehr- schüler.
Freitag Abend 8 Uhr Bitt- Andacht.