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K« MSMM WMMTLMMM. WM Meist natuLAemäß alle die Diensttauglichen in ZMückaewiesenerl, Krankeit und Verwundeten ich die zahlreichen Fälle Hon Leuten, die mehrere Male ctüsgemustM wurden. Wir haben allen Grund, auf Englands Ansttengungen stolz zu sein. Indessen von einer 6-MtllionenArmee ZU schwatzen, heißt das Publikum irresühren und kann, wenn es mrwiderspro- chen bleibt, unsere Verbündeten täuschen, sowie uns auch bei unseren Feinden lächerlich machen."

So schreibt ein Engländer, der offenbar Berufen und fähig ist, darüber zu urteilen. Wir haben die ö-Mil- lionen-Ärmee nie für etwas anderes gehalten als das, was sie ist, für eine absichtliche Täuschung der europäi­schen Oeffentlichkeit. Das wird sich in absehbarer Zeit zeigen, wenn Die Wirkungen der ernsthaften Kriegs- führung, in die die Engländer jetzt endlich emgetreten sind, sichtbar werden. (Köln. Ztg.)

: Schwedischer Protest in Petersburg.

Aus Stockholm wird gemeldet: Durch amtliche Be­richte ist festgestellt, daß am 11. Juli die deutschen Dam­pferLissabon^ undWorms" von zwei russischen Tor­pedobooten innerhalb der Dreimeilengrenze, also in schwedischem Seegebiet ausgebracht worden sind. Sowohl der schwedische Lotse als auch 24 Mann von der ^,Worms" wurden von den Russen zurückbehalten. Der schwedische Gesandte in Petersburg ist aus diesem Aulatz beauf­tragt worden, bei der russische« Regierung gegen diese Nentralttätsverletzung Protest einzulegen, Vorstell««- ge« zu erheben und die Anträge zu stelle«, zu denen das Vorgefallene völkerrechtlich Anlaß gibt.

Der schwedische Distriktsvogt von Skalleftea- der die amtliche Untersuchung der Kaperung der deutschen Dam­pferLissabon" undWorms" leitete, erklärte, daß die Kaperung innerhalb der schwedischen Grenze stattfand. Man habe vom Lande aus im Augenblick der Kaperung die Personen an Bord genau sehen können.

Neue Verwicklung in

der mexikanischen Frage.

LautKöln. Ztg." melden französische Blatter aus Neuyork: Die Nachricht vom Rücktritt Carrauzas hat in Washington die tiefste Enttäuschung hervorgerufen. Telegramme melden, daß General Villa an der Spitze von starken Streitkräften auf dem Wege gegen die ame­rikanische Grenze sei. Wenn General Pershing mcht Befehl erhält, sich von mexikanischem Gebiet zurückzu- ziehen, ist eine große Schlacht unvermeidlich.

: Sie hetze gegen dieSeutschisnS".

DerB. L.-A," erfährt aus Rotterdam: Ueborein- stimmende Meldungen aus Washington berichten, daß die Ententegesandten rastlos ihre Versuche fortützen, die amerikanische Regierung zu überzeugen, da« das UnterseebootDeutschland" unter keinen Umständen ine Behandlung eines gewöhnlichen Handelsschiffes bean­spruchen dürfte. Die Fähigkeit, unterzutauchen, ermög­liche dem Schiff, eine Durchsuchung zu verhindern, wo­durch es den Charakter eines Handelsschiffes verliere. Das Schiff sei offenbar gebaut worden, um die BMm- mungen des Völkerrechts zu umgehen.

Die englische Admiralität hat die Kommandanten der enqltschen und der japanischen Kreuzergeschwader in den Ozeanen beaufragt, die Rückkehr derDeutsch­land" zu verhindern. Die öffentliche.Memm^rn^c^ KricgeEüE^age dn^e. Aoyds will die Versicherungs- vräuüen aller' Schiffe für Amerika erhöhen. ^Mumtion»- transporte erhielten besondere Verhaltungsvorschrrsren.

Der PariserTemps" sagt: Wenn anch alle.Neu­tralen ^der Welt dieDeutschland" alsHaudelsschur an­erkennen würden, so ist das ganz gleich: wir werden sie MN mir sie antreffen, in den Grund bohren. Die Erfin- dieses Unterwasser-Paketpostdienstes wird zur & haben, daß jedes Periskop aus einen Kanonen- kann. Es wird gut fern, wenn dre Neu- sefam ,em raum ^^rbülldeten, nnver- ivcilt in Kenntnis gesetzt werden. Zwei Möglichkeiten fit w wl M das Handels-Unterseeboo anf

ÄaUe n ein Kriögs-Unterseeboot verwandelt wird, nn^anderseits die Möglichkeit, daß Deutschland mit Kellensmitteln versehen werden kann. Diese Gefahren militärischer und wirtschaftlicher Art sind zwar Niwt be­sonders beunruhigend, aber sie verlangen die erhöhte Aufmerksamkeit der Verbündeten. , , Weiter kann die Raserei kaum noch gehen.

Legenden um dieDeutschland".

zes B. L.-A." aiis Rotterdam höhnten sich um Einser HandelsunterseebootDentsch- land" bereits Legenden zu bilden. In Hollaiid bat nch Monn aekunden der die Priorität der Handelsutiter- seebootsideefürsich in Anspruch nimmt. Jenkher Sand- L^n»ier der holländisch-indischen Armee, behauptet, Ln^Ma Anfang aufgestellt zu haben in ?r^m Briefe der auch in die Hände von Tirpitz und Raum aAanat sei. Den Erbauern unseres Untersee­bootes «-geht es also ähnlich wie. dem Grafen Zeppelin, desseil Idee ebenfalls andere Erfinder lange vorher ge­habt haben wollten.

gtiegsnlletlei.

Rußlands Anleiheveuttthnnge« erfolglos.

Fu Petersburg traf ein Telegramm des Finanz- wAumikK °^ sola'e ihre Auffassung von der Kriegslage nicht derart ändern daß sie eine Anleihe für Rußland zu annehm- wendete sich darauf an Flankre.ch um

Ä ^Att^diese Versuche sind a gescheitert. Eng- Innd VrkläAe" seine etaenen Kriegskosten hätten eine Wrtta? « erreichtdaß eine Hilfe für die Verbün­deten ausgeschlossen sei. Bis jetzt balle die Reise Barks keinerlei Erfolg.

Ein russisches Zngeständniß an Japan.

Wie die, Frkf. Ltg." nach derPetersburger Borsen- zeituna" meidet, haben Gehctmbestimmnngen des rns- den sibirischen Markt unbe­schränkt dem japanischen Handel geöffnet.

Die Mission der griechischen Prinzen.

Ueber die Reise der griechischen Minzen Nikolaus und Andreas, die angeblich nur ihre Mutter, die Königinwitwe Olga in Petersburg besuchen wolle«, ver­lautet nach einer Kopenhagener Meldung u. a.,daß Prinz Nikolaus ein Handschreiben des Königs Kon­stantin an Kaiser Wilhelm, den englischen König und den Zaren mitgenommen habe.

Wa 1000 Otzser der DhüamUexpMou in Spezi».

DieKöln. Volksztg." berichtet aus der Schweiz: Bei der Explosion von drei Dynamitwaggons in Spezia sind, wie man erfährt, über 1000 Soldaten und Muni­tionsarbeiter ««»gekommen. Unter den zerstörten Ge- bäulichkeiten befindet sich auch eine Munitionsfabrik.

1v-Dollar-Stiftung für das U-BootDeutschland".

Laut derKöln. Ztg." hat, wie das PariserJour­nal" aus Neuyork vernimmt, der bekannte amerikanische Blechkönig Heckscher der Besatzung des deutschen Han- des-TauchbootesDeutschland" eine Belohnung von 10 000 Dollar zu kommen lassen.

Treue Kameradschaft.

_ Am 5. August 1915, abends 6 Uhr, griff die 12. Kompagnie des Reserve-Jnsanterie-Regiments Nr. 74 zum dritten Male einen französischen Graben an. Der Wehrmann Paul Hoffmarin (aus Berneburg) kannte von den beiden voraufgegangenen Stürmen her genau den Weg dahin. An der Seite eines württembergischen Pio­niers sprang er mit Handgranaten voraus. Die ersten sausten schon in den feindlichen Graben: da wurde der Pionier durch zwei Schüsse schwer verwundet. Hoff- mann warf noch ruhig den Rest der Handgranaten in -Mind und schleppte dann mit Aufbietung alle. Kräfte fernen Kameraden im feindlichen Feuer zurück. Mit neuen Handgranaten ausgerüstet, ging Hoffmann abermals vor. Er hielt vor dem feindlichen Graben aus, bis dieser von der deutschen Artillerie unter Feuer ge­nommen wurde. Für sein unerschrockenes Verhalten wurde Hofsmann zum Gefreiten ernannt und mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.

Politifdie Rundschau. kanzler je einen sichrer der größeren Fraktionen d«'s Reichstages auf den nächsten Sonnabend ^u sich gebeten. Es handelt sich wahrscheinlich um eine der Besprechun­gen, wie sie der Kanzler häufig mit den Fraktionsfüh- rern hat, um auch, wenn der Reichstag nicht versammelt K auf diese Weise den Zusammenhang zwischen der ^Esvertretung und der Reichsregterung aufrecht zu

Leuisches fUiegsgefungeiienWM

-Die Volksspende für die deutschen Kriegs- und Zivttgefangenen, dre in der vergangenen Woche unser Volk zu einer großen vaterländischen Opferfeier ver- M^gie, hat uns das Schicksal dieser unglücklichen Helden wieder lebendig vor die Seele geführt. Eine ergreifende Schilderung dle,es Kriegsgefangenenloses ist die Er- aahlung eines deutschen Majors, der auf Grund seiner schweren Verwundung ausgetauscht wurde und nun seine Erlebmsie m Der bei der Deutschen Verlagsanstalt

ZeitschriftUeber Land und

der,Marne-Schlacht zu Anfang September 1914 durch einen Kopfschutz schwer verwundet, wurde er auf einem Krankenwagen von deutschen Schwestern nach Reims gebracht, geriet aber im Lazarett, als die Feinde die Stadt wieder besetzten, in französische Ge- jangenschast. Die deutschen Verrmrnöeten wurden nun in die Kathedrale von Reims geführt, um dort während der Beschießung zu bleiben:Am 17. September

MrLO^^ÄMiEVwer SciNilätsofftzter und sagte wörtlich:Meine Zerren, Ihre Laudsleute beschieln die Kathedrale, es wird dabei Opfer geben. Sie sollen die ersten sein." Eine halbe Stunde später wanderte ich am Arm eines französischen Sanitätsunteroffiziers durch Die dicht bevölkerten Straßen. Daß es bei diesem Gange nicht ohne Die empörendsten Schimpfworts avqing, wird jeder begreifen, der Die leicht erregbare Volksseele unserer westlichen Nachbarn kennt. So fanden sich nun allmählich in Der Kathedrale etwa 160 zum Teil schwer Iverwunöete deutsche Offiziere und Mannschaften ein, yu dem Riesenbau der Kirche lagen wir auf dem kalten Steinboden, Der nur ganz spärlich mit Stroh bedeckt war. ^amtliche Siusgänge waren durch französische Posten besetzt. Die mit aufgepflanztem Bajonett Wache hielten. Da m der Beschießung eine Pause eingetreten war, herrschte in der Kathedrale ein buntes Leben. Zwischen den Gefaiigenen bewegten sich nicht nur Die französischen Offiziere und Mannfthaften, sondern auch Zivilpersonen. Eine Der letzten fing mit uns ein Gespräch an und meinte ganz bieder, es sei gar nicht zn verwundern, daß die Deutschen Die Kathedrale beschössen, dicht daneben auf den Boulevards, standen ja sli'anzöstsche Batterien. Diese Offenherzigkeit schien einem französischen Unteroffizier wenig zuzusagen, denn er beförderte Den Schwätzer recht unsanft hinaus. Eine fteine Episode möge liier noch er­wähnt sein, die ein grelles Licht auf Die Ritterlichkeit französischer Offiziere verivundeien Gefangenen gegen- Uber wirft. Ein junger Leutnant trat au uns Offiziere heran, sah uns mit verächtlichem Blick an, beschimpfte aufs gröblichste unseren Kaiser, den Kronprinzen und das deutsche Offizierkorps. Nachdem er so seinem Em­pfinden Ausdruck gegeben, wie er vor uns aiis ituD wandte sich, stolz auf feine Helderitat, ab. Gegen Mittag Besamt- Die Beschießung von neuem." Die Neugierigen verschwanden sofort; Die Deutschen waren mit ihren Anf- sehern allein."

Plötzlich ein donnerähnliches Krachen, ein Klirreu und Prasseln einstürzerider Fenster, gefolgt von mark- cirfdfüttmtDcu Smurerzeusrufen. Eine der schwerem Granaten war dicht neben Der Kathedrale geplatzt, 'eiiuen Hagel von Sprengstücken in das Innere der Kirche auf Die eng neben einanderliegenden Verwunde­ten ergießend. Die Wirtnng war furchtbar, fünf Mann unweit tot, etwa 15 verletzt, zu denen auch ich gehörte. Soweit es möglich war, wurde den Getroffenen Hilfe ge­bracht, wobei dankbar Der aufopfernden Tätigkeit eines seilbst schwerverivundelen deutschen Stabsarztes sowie Dreier deutscher Krankenschwestern gedacht sein soll." Bei Der Beschießung am folgenden Tage geriet das Bau­gerüst an der Außenseite Der Kirche in Brand, und bald drang das Feuer auch in das Innere. Zum Löschen mußten Die deutschen Gefangenen auch einen mit Suppe gefüllten Eimer verwenden, so Dass ihnen zur Nahrung nur ein kleines Stück Brot übrig blieb. Die Flammen loderten bell auf und dicker Rauch erfüllte das Kirchcu- S.Die Kirche verlassen konnten wir nicht, draußen en die Posten. Die auf jeden zu schießen drohten, der Den Bersnch machte, ins Freie zu gelangen. So blieb uns Die Wahl, entweder elend zn ersticken oder draußen

V französischen Bajonette zn rennen. In dieser Not nahte Die Rettung in Gestalt eines Pfarrers der Ka­thedrale. Ritt den Worten:Meine Herren, ich werde Sie hier iricht verbreunen lassen, folgen Sie mir", öffnete er die Kirchentür und trat hmans.Werm Ihr schießen wollt, so müßt ihr mich zuerst erschreßen, ich führe die Deutschen hinaus!" rief Der Tapfere Den franzchncheu Soldaten zn, die tatsächlich die Gewehre senkten. Fast gleichzeitig kam ein französischer Offizier angesprengi mit Der Erlaubnis Der Kommandantur, uns aus Der brennenden Kirche berauszulassen."

in die

Unser tierischem Gebrüll und sogar Steinwürfen der Volksmenge wurden Die (tzesangenen fortgeführt und dann nach Angers in ein Lazarett gebracht, wo­bei sie auf Der Fahrt nur durch mitleidige Zuaven vor Dem Hungertod errettet wurden. In Angers war Der Chefarzt ein wütender Deutfchenhaffer, Der sich ärztlich nicht betätigte, aber desto eif­riger spionierte. So war es für Den Major eine Er- löjung, als er nach dem Gefangenen-Depot Cholet ge­bracht wurde, wo zwar Aufenthalt und Verpflegung recht minderwertig waren, aber doch ein Verkehr mit Kameraden und mehr Bewegungsfreiheit gestattet wur­de. Nach langen eintönigen Tagen schlug ihm die Be­freiungsstunde, und er wurde wegen Der Schwere seiner Verwundung ansgetauM.

Vermischtes»

Der Führer derDeutschland", Kapitän König, ist demLiegn. Tgbl." zufolge ein Thüringer. Kapitän

Paul Leberecht mihrig wurde im Jahre 1865 in einem Dorfe bei Suhl in Thürirrgen geboren, wo sein Vater Geistlicher war. Seine Jugend verbrachte er in Der Provinz Sachsen und besuchte das Gymnasium der Frankeschen Stiftungen in Halle a. S. Er war bis zum Kriegsbeginn als Kapitän des Norddeutschen Lloyd Füh­rer des DampfersSchleswig".

Wer ist Vatocki? Man schreibt aus Cöln a. Rh.: Der Lehrer einer hiesigen Bürgerschule hatte kurz vor Den Ferien seinen strebsamen Hosenmätzen als Aufsatz­thema Die Frage gegeben:Wer ist Batocki?" Sicher­lich ein Thema, über das auch manche der Schule längst Entwachsene noch nicht ganz ins Reine gekommen sind.

Das schlicht-natürliche Vorstellungsvermögen Der Klei­nen hat indessen der Frage Antworten unD Lösungen gefunden, Die nicht nur Herrn von Batocki, sondern auch diejenigen erfreuen loerüen, Die in sein Wirken große Hoffnungen setzen. Ein Achtjähriger tat das Problem kurz und bündig ab, indem er feststellte:Batocki ist der liebe Gott!" Ein anderer schrieb:Batocki ist ein Kar- toffel-General, und ernährt nns alle!" Eine dritte Ant­wort lautete:Er ist Der Ernährer Der Guten und Der Schrecken Der Marktfrauen, nnd wen er lieb hat und seine Brotkarte vorzeigt, Der wird satt!" Ein kleiner Be­wunderer nannte BatockiTisch-Marschall Hindenburg" und einer, der offenbar von Vaters Zeitungslesen pro- fitiert, hatte auf Die Tafel geschrieben:Bertocki diktiert den Magen und sammelt Kartoffeln und Eier, Heft Aehren und ist fleischlos!" Ein ganz besonders Ge­weckter malte folgendes Bild Dessen, auf Den alle Magen harren:Batocki ist ein neuer Josef aus Aegypten, aber er hat leider keine Brüder, nnd weil er noch nicht ge­nug Korn hat, tut er Kartoffeln Darunter, was dann Kriegsbrot gibt. Wenn er feine Kartoffeln mehr hat, ist er Sonnenblumen und Brennssseln!" UnD ein klei­ner Pessimist kritzelte in seiner schönen Schrift:Ba- toggi ist ein Mann, von Dem Die Leute sagen, daß er von Der Luft lebt. Ich glaube aber nicht, daß man Luft essen samt, oder hat Baivggi keinen Bauch? Ich habe einen Barich und Mutter sagt immer, nur Die Mar­melade, Batoggi bringt bald Milch nnd Butter. Also ist Batoggi der Milchmann unD lebt nicht von Der Luft, Denn Der Milchmann hat auch einen Bauch!"

8tfnn6tmg eines feindliche» Nbenganges.

Der Swützengräben der L W Regiments Könia Friedrich T. (4. Ostprenßisches) Nr. 5 lag Der französischen Stellung 200250 Mir. gegen­über, an einer Stelle des Kvmpagnieabschliittes näher­ten sich Freltnö und Feind bis auf 120 Mtr.

Am 23. Dezember, nur 7 Uhr abends, bemerkte auf einem Patrouillengange Der Leutnant A., in Dessen Be­gleitung sich Der Grenadier Budlewski (aus Sternbach, Kreis Schwetz, Westpr.) befand, 30 Mtr. vom eigenen Graben entfernt, im Boden eine quadratische Oeffnuug von 60 Ztm. Beim Hiuetupfeifen in das' Loch gab es einen starken Widerhall, Der auf das Vorhandensein eines nnteriröischen Ganges schließen ließ. Da sie keine elektrische Lampe bei sich hatten, mußte Die weitere Er­kundung zunächst eingestellt werden.

Am 28. Dezember ging Der Vizefeldwebel Rompca (aus Grünberg, Kreis Neustadt, Westpr.) an Die ge­nauere Durchsuchung Der Anlage. Rompca, von dem Gefreiten Schneider (aus Statzfurt, Kreis Calbe, Pro­vinz Sachsen) begleitet, glitt kurzentschlossen in Den Schacht und befand sich in einem dicht unter Der Rasen­schicht verlaufenden unterirdischen Gange von 1,50 Mtr. Höhe mit spitzbogeuförmig gegrabener Decke. Sie such­ten zunächst einige kleine Nebengänge ab, Die bald in Der Erde endigten, Dann ging es vorsichtig, immer Den Finger am Avzug Der entsicherten Pistole, im Haupt­gange vorwärts, Der in einem Bogen auf Die feindliche Stellung zuführte. Ein Leuchten mit Der Taschenlampe verbot Die Vorsicht: es war stockfinster, mir wo Die Decke an zwei Stellen durchbrochen war, fiel schwaches Mondlicht in den Gang. An einer Nische angekommen, lauschten Rompca unD ScftttieDer wieder. Einige Zeit herrschte Stille: jetzt vernahmen sie lebhafte Stimmen und Rwegeränsche, dann Schritte, Die sich entfernten. Im Glaitben, der Graben fei geräumt, traten sie einige Schritte vor. Plötzlich schallte iinten ein lautesAltons!" entgegen. Rompcas Taschenlampe blitzte auf und be­leuchtete das Gesicht eines französischen Solöatcit, Der gerade sein Gewehr auf Rompca richten wollte. Dieter feuerte seine Pistole ab: ein lauter Aufschrei und Zu- rücüaitmehi des Getroffenen, dann Herrschte stille Doch im feindlichen Graben hatte Der Schutz alarmierend gewirkt. Stimmen kamen näher und Die beiden kühnen Patronillengänger mußten eilig zurückgeben. Nach wenigen fUthnucn gelangten sie unversehrt wieder zur Kompagnie. Durch Die Erkundung war festgestellt, Latz der Feind von einer Stelle des Ganges aus einen $11= iiemtoUen in Die Erde getrieben hatte, dessen Kopf be­reits unter dem deutschen Drahthindernis lag. Sofort erging Befehl, dem Feinde mit der Sprengung zuvor- zukommen. Am 4. Januar 1916 verlegte eine Pionier- patrouille im mtterirDifdien Gang eine Sprengladung, um 12 Uhr 30 Minuten nachts wurde Die Ladung ent­zündet und unter gewaltigem Krachen flog Die Decke des Ganges in die Lnft. Der Gang glich nur noch einer tiefen breiten Ackerfurche. Girre Wiederaufnahme Der Minier arbeit an Dieser Stelle war Dem Gegner nun un­möglich.

Weitere Drahtnachrichten.

Die Beschlüsse der Pariser Wirtschaftstouforcnz au gehoben?

Verkitt, 14. Juli. ryrwatteleprJ Die.Boy. Zcch" meldet Die auf der Par ser Wirkschaftskonserenz gesatz, ten Beschlüsse seien auf Ersuchen Frankreichs und Ruß' kends aufgehoSe» worden. Die maßgeöenDen ereilen dieser Länder befürchten, Dan Die Verwirklichung Dieter Beschlüsse große Gefahren für den Handel mieden Neu- 1 raten nach sich ziehen würden. Der Mrichten.auer der -Voll. Ztg." Betont besonders, daß ötete Nachricht aus maßgebender zuverlässiger Quelle stamme.