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ZlalienWe Angriffe am Zsovzo zaMgeschlagen.

Die Aussichten einer Gesainloffenstve.

Unsere Gegner machen auf dem Papier eigentlich jeden Tag unsere letzte Rechnung auf. Das Spiel tret« ven sie nun schon bald zwei Jahre. Der geringste Teil­erfolg veranlaßt sie, sofort unsere Zerschmetterung neu zu proklamieren und von neuen Offensiven und neuen Einbrüchen in das verhaßte Land der Deutschen zu re­den. Daß Rußlands Teilerfolg gegen österreichisch-un­garische Truppen den Mut unserer Gegner neu beleben würde, war vorauszusehen, und selbst das Zerbrechen der russischen Offensive an den neu vorgeschobenen deutschen Truppen vermochte die Hofsnungsfeuer der Entente itidft zu ersticken. Die Franosen hoffen immer noch, Berdun zu retten, und den Engländern wird der Plan einer großen Offensive im Nordwesten nachgeredet, durch die vollendet iverden soll, was, nach Ansicht unserer Feinde die Russen begonnen hatten.

Wie wir selbst die Lage zu beurteilen haben, wissen wir. Aber auch die Neutralen können sich nicht an dem Optiuffsmus der Entente bekehren, ihre iuitttärifc5eu Sachverständigen vergleichen den Russenerfolg mit einem Strohfeuer, allerdings einem mächtigen, das aber doch in sich zusammenfallen muß, ohne dauernden Schaden anzurichten. Es wird ausbrennen und keine weiteren Böigen nach sich ziehen. Auch keine Gesamtoffensive der Meute. So meint auch Oberst Egli in denBasler Nachrichten", daß die Russenoffensive die Gesamtlage nicht wesentlich verschoben habe. Die Nachrichten einer französisch-englisch-italienischen Offensive zugleich mit ei­ner solchen im Balkan seien absichtlich in die Welt gesetzt, um die Mittelmächte in ihrer Bewegungsfreiheit zu hin­dern. Aber selbst angenommen, so eine große Offensive werde geplant, hätte sie dann auch Aussichten? Der Schweizer Militär kommt zu einer verneinenden Ant­wort. Er nimmt dann den wenig wahrscheinlichen Fall an, es gelinge den Engländern ein Durchbruch.Der wett in Feindesland stehende rechte deutsche Flügel kann mehr oder weniger zurückgedrängt werden, aber ein Durchbruch großen Stils, der zur Zertrümmerung des deutschen Heeres führen könnte, ist ausgeschlossen, zumal nahe hinter der deutschen Front Stützpunkte wie Lille und Mauheuge liegen, die sicher entsprechend den heuti­gen Anforderungen ausgebaut sind. Welche Kraftanstren­gungen es braucht, um unter solchen Umständen die deutsche Kampffront um einige Kilometer rückwärts zu drängen, das haben die Schlachten in der Charnpagne bewiesen. Heute wird die deutsche Widerstandskraft um so weniger erlahmen, als jeder einzelne Mann in der Front weiß, um was es sich bei einem englischen Angrrff handelt: die höchste und größte Anstrengung der Gegner, das deutsche Heer niederzuringen."

Zum Balkankriegsschauplatz »vergehend, schließt Egli:Die zahlenmäßige Ueberlegenheit der Berbands- mächte wird zum guten Teil ausgeglichen durch die Schwierigkeiten, auf die ein Vormarsch gegen Bulgarien oder zur Wiedereroberung Serbiens stoßen würde. Auf ein kräftiges Eingreifen des griechischen Heeres ist auch dann nicht zu rechnen, wenn die Regierung endlich dem Drucke nachgeben und sich an der Seite der Berbands- mächte in einen Krieg einlassen sollte. Ein Kampfgenosse, der rmr.seÄAUNüen Mitmacht, ist eher ein Hemmnis als

KrafffiMW^^MV^MWMIWWWM^ um imiwi haben die Bulgaren und ihre Verbündeten gar keinen Grund, Saloniki oder Balona anzugreifen. Aus vielen Aeußerungen von Organen der Berbandsmächte kann geschlossen werden, daß sie vorläufig viel weniger auf einen vollen Steg auf dem Schlachtfelde rechnen, als auf eine immer größer werdende Abnutzung der Kräfte der Mittelmächte, die sie ganz allmählich der Niederlage näherbringt."

Wenn die Verbandsmächte aber schon in ihren Or­ganen zugeben, daß sievorläufig" nicht auf einen Sieg auf dem Schlachtfelde rechnen, so wissen wir, welche Fol­gerung aus dieser Selbstbescheibung zu ziehen ist. Be- wnbers da wir wissen, daß wir nichtabzunutzen" und auszuhungern" sind. Die Entente sucht den Krieg in die Länge zu ziehen, weil ihr das schreckliche Ende unabweis­bar und nur noch auffchiebbar erscheinen muß. Galgen­frist wollen die Schuldigen am Weltkriege gewinnen.

* * *

Frankreich holt seine letzten Reserven?

Laut derKöln. Zta." meldet der Genfer Bericht­erstatter derNeuen Zürcher Ztg.": Wie verlautet, ist ein großer Teil der Mannschaften, die bis jetzt als Reservetruppen in den Depots der 14. Region im Süd- westen Frankreichs lagen, kürzlich nach der Front ge­sandt worden. Sie bestehen größtenteils aus Kavalle­risten.

liebet?« Iahv!"

Roman von Freifrau Gabriele von Schlippenvach.

19) (Nachdruck verboten.)

Unter einer breitwipfligen Tanne, deren würziger Dust fast allzu stark wirkte, saßen Frau Lindner und ihre Tochter Anna. Sie waren nach der Kur in Ems auf Wunsch des Arztes nicht nach Berlin zurückgekehrt, da ein Aufenthalt im Walde dringend geboten schien, um das Lungenleiben Anna's zu beseitigen. Als Arnold dies von seiner Mutter erfahren hatte, wandte er sich an die freundlichen alten Leutchen, bei denen er sich selbst ausnehmend wohl fühlte? er bat sie, Mutter und Schwester in Pension zu nehmen. Gern gingen Grund­holz und seine Frau auf die Bitte des jungen Mannes ein, und so kam es, daß Frau Lindner seit Wochen die beiden sauberen Manfarbenstübchen des Hauses im Walde Karminten's bewohnte. Anna' blasse Wangen röteten sich leise, sie verlor nach und nach den quälenden Husten und schien aufzuleben. Die ländliche Stille tat Mutter und Tochter wohl, und das Zusammensein mit Sohn und Bruder war für beide wie ein Geschenk. Das' frische muntere Leben Arnolb's wirkte belebend auf das sorgenvolle Gemüt Frau von Linöfter's, die um die Ge-. sundheit Anna's bangte, denn der Arzt in Ems hatte doch ein allzu ernstes Gesicht gemacht und zur größten Vorsicht gemahnt? jede Erkaltung konnte von den schlimmsten Folgen sein. Bruder und Mutter wetteifer­ten liebevoll in der Fürsorge für das junge Mädchen.

Heute lag sie, mit einer Decke zugedeckt, auf dem bequemen Feldstuhl. Ihre durch das Leiden groß ge­wordenen Augen blickten träumend in den Wald, und müdes Lächeln teilte ihre Lippen. Frau voft Lindner Satte das Buch, aus dem sie vorgelosen, sinken lassen. Au^^ie erfreute sich des Friedens und ver lauen

[ Dom österr.-rmgar. Generalstab. J

Wien, 29. Juni. (WTB.) Amtlich wird verlaut- bart:

Russischer Kriegsschauplatz.

Bei Jzwor in der Bukowina zersprengten unsere Abteilungen ein russisches Kavallerieregiment.

Im Raume östlich von Kolomea erneuerte der Feind gestern in einer Frontbreite von 40 Kilometer seine Massenaugriffe. Es kam zu erbitterte», wechsel- volleu Kämpfen. An zahlreichen Punkten gelang es dem aufopfernden Eingreifen herbeieilender Reserven, den überlegenen Gegner int Handgemenge zn wer­fen, doch mußte schließlich in den Abendstunden ein Teil nnserer Front gegen Kolomea und südlich davon znrückgenommen werden.

In der Dnjestr-Schlinge nördlich von Overtyn wie­sen österreichisch-ungarische Truppen zwei überlegene russische Angriffe ab. In gleicher Weise scheiterten alle Versuche des Gegners, Sie westlich von Nowo Poczajew verschanzten Abteilungen des Eperjeser Infanterie-Re­giments Nr. 67 zu werfen.

In Wolhynien verlief der Tag verhältnismäßig ruhig.

Italienischer Kriegjsschanplatz.

Gestern nachmittag begannen die Italiener, ein­zelne Teile nnserer Front anf der Hochfläche von Do- berdo lebhafter zu beschießen. Abends wirkten zahlreiche schwere Batterien gegen den Monte San Michele und den Raum von San Martin«. Nachdem sich dies Feuer auf die ganze Hochfläche ausgedehnt und zn größter Stärke gesteigrt hatte, ging die feindliche Infanterie znm Angriff vor. Nun entspannen sich namentlich am Monte San Michele, bei San Martina östlich Vermig- liano sehr heftige Kämpfe, die noch fortdauern. Alle Vorstöße des Feindes wurden zum Teil durch Gegenangriffe abgeschlagen.

Am Görzer Brückenkopf griff der Feind den Süd­teil nnserer Podgora-Stellnng an, drang in die vorder­sten Gräben ein, wurde aber wieder hinausgeworfen.

Zwischen Brenta und Etsch gingen feindliche Ab- teilnugen verschiedener Stärke an vielen Stellen gegen unsere neue Front vor. Solche Vorstöße wurden im Raume des Monte Cebio, nördlich des Posina-Tals, am Monte Tefto, im Brand-Tal und am Zngna-Rücken abgewiesen. In diesen Kämpfen machten unsere Truppen etwa 200 Gefangene.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Ruhe.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes, v. Ho es er, Feldmarschalleutnant.

Proben russischer Kampfesweise.

-~s^ .^ -fettet der Son-

preffequartier: Im Raunn vorV Luzk leitete den Durch- bruchsversuch die Hälfte des neuen Artillerieparks ein. Es arbeiteten in Beständigem Trommelfeuer etwa 4000 Geschütze. Die neue Brussilowsche Art, in das Trom­melfeuer die eigene vorgegangene Infanterie einzube- ziehen, um einen toten Raum zu erzwingen, wurde auch Hier wiederholt. Nicht nur vor andern Frontabschnitten wurden tote Russen mit blntigen Striemen aus dem Rücken festgestellt. Vor allem hier wurde Masse auf Masse in des Wortes grausamster Bedeutung vorge- trieben. Namentlich die bloß mit Stöcken versehenen Handgranatenwerfer, die alle erdenklichen Sorten neuer Gasgranaten trugen und mit deren Wiederkehr die rus­sische Leitung von vornherein nicht rechnete. Alle alten russischen Kampfkniffe, die bisher nur vereinzelt ange­wandt wurden, traten jetzt in Masse auf. Ganze Ba­taillone krochen mit weißen Tüchern und anfgehobene» Händen a» unsere Gräben Hera«. Sie schrien auf deutsch, daß sie sich ergeben wollten. Zum Schluß hatte das ganz entsetzliche Ringen, in dem das russische Trom­melfeuer alles begrub, Freund sowohl wie Feind, zum erstenmal in diesem Weltkrieg nicht mehr den Charakter einer modernen Schlacht. Gegen unsere Mitte wütete die gleiche Art der Taktik ein wenig später. Aber dieArt war durchschaut und die Mitte blieb stehen. .

Nach den neueren Berichten von der Front steigen lautNationalKg." die Verwundetenziffern innerhalb der russischen Armee ins ungeheuerliche.

Die Frau des Försters Grundholz war zu den bei­den Damen getreten. Sie stellte das Tablett auf den kleinen Tisch und strich die blütenweiße Schürze glatt; dann nötigte sie freundlich zum Zulangen, reichte Anna das Glas und sagte:

Trinken Sie nur, liebes Fräuleinchen, das ist die beste Medizin für Sie und hier der Honig tut Wunder. Darf ich Ihnen eine Scheibe Brot mit Butter schmieren? Ganz frische, heute erst geschlagen."

Sie sorgen liebevoll für uns, beste Frau Grund- holz," bemerkte Frau Lindner herzlich,es wird uns schwer fallen, Ihr liebes Haus ntit der Stadt zu ver­tauschen."

O, Sie kehrett nächsten Sommer wieder, gnädige Frau. Dann ist Ihr Sohn ganz eingearbeitet. Er ist ein lieber, tüchtiger Mensch. So wäre wohl auch unser Franz geworben! Nun ist er schon lange tot, und wir Alten haben nur noch die Tochter, aber die ist weit weg verheiratet."

Frau Grundholz wischte mit der Schürze die nassen Augen, dann fuhr sie fort:

Ja, ja, der Mensch denkt und Gott lenkt. Wir hofften, der Junge würde dereinst dem Vater im Försterhause folgen, aber eS sollte nicht sein. Nach kur­zer Krankheit starb der blühende, junge Mensch. Gnä­dige Frau, so etwas kann ein Mltterherz nie ver­winden."

Unwillkürlich suchte Frau von Lindrters Blick die Tochter. Würde auch sie, die liebende Mutter Anna's, heimgesucht werden? Doch nein, nein, das konnte Gott nicht wollen! Es ging ihr besser und der Winter würde vergehen. Eine zweite Kur in Ems mußte heilend wirken.

^ Äus dem großen Hauptquartier, j

'6** Großes Hauptquartier, 29. Juni 1916. (Amt­lich. WTB.) (Eingegangen 8,05 Uhr nachmittags.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Das Gesamtbild an der englischen und am Nord­flügel der französischen Front ist im wesentlichen das gleiche wie am vorhergehenden Tage? die Vorstöße feind­licher Patrouillen und stärkerer Jnfanterjeabteilungen sowie auch die Gasangriffe sind zahlreicher geworden. Ueberall ist der Gegner ab gewiesen. Die Gaswetten blieben ohne Ergebnis. Der A r t i ll e r i e - kampf erreichte teilweise große Heftigkeit.

Auch an unserer Front nördlich der Aisne und in der Champagne zwischen Attberive und den Argonne» entfaltete» die Franzose« lebhaftere Fenertätigkeit, anch hier wurden schwächere Angriffe leicht zuriickge - schlagen.

Rechts der Maas fanden irordmestlich des Werkes Thiaumont kleinere Jnfantertekämpfe statt.

Vestlicher Kriegsschauplatz.

Russische Angriffe einiger Kompagnien zwi­schen Dubatowka und Smorgon scheiterte» im Sperrfeuer. Bei Gnessitschi (südöstlich von Ljubt- scha) stürmte eine dentsche Abteilung einen feind­lichen Stützpnnkt östlich des Njemen, nahm zwei Offiziere, 56 Mann gefangen und erbeutete zwei Maschi­nengewehre, zwei Minenwerfer.

Dalkankriegsschauplatz.

Nichts Neues.

Oberste Heeresleitung.

Biet Kilometer not Verdnn.

Zu den jüngsten starken Angriffen der Franzosen auf der Front ThiaumontFleury, die restlos abge- wiesen wurden, wird der KorrespondenzHeer und Politik" geschrieben:

Die jüngsten Erfolge unserer Waffen östlich der Maas haben unsere Linien beträchtlich dem eigentlichen Kernwerk von Berdun genähert, da hier der große Festungsgürtel schon auf der ganzen Noröostfrvnt durch­brochen worden ist. Während unsere Front links der Maas noch mehr als 10 Klm. von dem Kernwerk Ber- duns entfernt ist und der Festungsgürtel noch keinerlei Bresche aufweist, sind unsere Linien durch den siegreichen Sturmangriff vom 23. Juni auf den HöhenrückenKalte Erde", das Panzerwerk Thiaunront und Fleury der Stadt Berdun erfreulich nahe gerückt. Die einzelnen Entfernungen sind verschieden, da unsere Front von Westen nach Osten in der Tangente zu dem Kernwerk Verduns verläuft und darum die nordöstlich gelegenen Plätze weiter entfernt sein müssen, als die nördlich der Stadt eroberten Werke. Im allgemeinen kommen aber hier nur die sehr kurzen Entfernungen von 46 Klm.

»«Hchst,,«........^0t in da». HöhenrückenKalte Erde", der gradenwegs nördlich von Berdun, ziemlich senkrecht über der Mitte, gelegen ist und eine Entfernung von rund 4 Klm. aufweist. Das Panzer­werk Thiaumont und das Dorf Fleury weisen ungefähr gleiche Entfernungszahlen auf, denn beide haben von Berdun einen Abstand von ungefähr 5 Klm., also einen Klm. mehr als der HöhenrückenKalte Erde". Von den jüngst eroberten drei Stützpunkten führt unsere Linie gegen Osten weiter nach dem Chapttre-Wald und dem Heiß umstrittenen Fumin-Rücken, westlich von Vaux. Bon diesem Punkte unserer Front aus beträgt die Ent­fernung zu dem Kernwerk Berdun noch ungefähr 6 Klm. Hier schneidet unsere Front den Festungsgürtel, um sich, von hier aus nach Süden abbiegend, an die Ostfront des Gürtels anzuschmiegen. Durch die geringe Entfernung, in der unsere Truppen rechts der Maas vor Berdun stehen, wird aufs schlagendste die Ueberlegenheit unserer Truppen bewiesen. Die feindlichen hier versammelten Truppenmassen werden immer enger zusammengepreßt, da der Raum von Erfolg zu Erfolg siebter wird. Ferner­hin werden nicht nur, wie bereits die französischen Blätter beklagen, die Stellungen unserer Truppen im­mer günstiger, da sie die beherrschenden und befestigten Höhen den Fefilden entrissen haben und sich nun selbst ihrer Vorteile mit Erfolg Bedienen fünften, sondern auch die Möglichkeit, unserer Artillerie eine gesteigerte Feuer- wirksamkeit zu verleihen, wird durch die Zusaitnnen-

und Eier verlangen und ich muß nun eilen, alles bereit au halten, wenn der Bote aus dem Herrenhause kommt. Ach ja, und mein Mann muß mit Herrn Arnold mor­gen früh zur Jagd und sehen, ob sie nicht einen leckeren Braten in die Küche nach Karminten liefern könnem"

Die kleine runde Frau hastete ins Haus.

Anna hatte aufgehorcht, als der Besuch Baron Klftt- gen's erwähnt wurde. So sollte sie den endlich kennen lernen, für den ihr Bruder eine an Schwärmerei gren- zende Verehrung flihlte, von dem auch die Mutter in Ausdrücken hochachtungsvoller Bewunderung sprach.

Anna hatte sich in Gedanken oft mit Waldemar beschäftigt? sie hatte sich ein ideales Bild seiner Per­sönlichkeit gemacht und freute sich jetzt, ihn jetzt per­sönlich seltnen zu lernen. Ein leises Gefühl von Ban­gigkeit mischte sich aber in ihre Freude.

Um 12 Uhr kehrte Arnold mit dem Förster zurück. Sie hatten schon durch den Verwalter des Gutes von der Ankunft Waldemar's gehört. Arnold freute sich, seinen verehrten Gönner in Karminten wieberzuseyen.

Nach kräftigem Niittagsmahl zogen der alte und der junge Jäger mit ihren Flinten in den Wald, um die Küche des Barons mit Wild zu versorgen.

Mamsell Romkait aber wirtschaftete geschäftig im Herrenhause utnher, brächte die Zimmer in Ordnung mtd stellte einen großen Blumenstrauß auf den ovalen Tisch des Zimurers, das Klingen zu bewohnen wünschte, wie er brieflich angeordnet hatte.

Um sechs Uhr abends lieferte Arnold ßinditer stolz die Jagdbeute, die aus mehreren Hasen und aus einem feisten Rehbock bestand, in der Küche ab, dann fuhr er dem neuen Besitzer im offenen Jagdtvagerl zur Eisen­bahnstation entgegen. Der aus Königsberg kommende Zug mußte dort verlassen werden, die Klingelbahn brächte den Retsellden in einigen Stunden nach seinem Ziel.

(Fortsetzuna folat.1 .