Menischer Hilsslreurer und ein Zerstörer versenst
Aus dem großen Hauptquartier. ^
&■£ Großes Hauptquartier, 24. Juni 1916. (Amtlich. WTB.) Eittgegangen 3,50 Uhr nachmittags.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Der Feind entwickelte im Abschnitt südlich des Kanals von La Bassee bis über die Somme hinaus auch nachts anhaltende rege Tätigkeit, belegte Leus und Vororte mit schwerem Feuer und ließ in Gegend von Beaumont-Hamel (nördlich von Mbert) ohne Erfolg Gas über unsere Linien streiche«.
Links der Maas erreichte das feindliche Feuer gegen Abend besonders am „Toten Mann" große Stärke. Nachts fanden hier, kleinere, für uns erfolgreiche Jvfanteriennternehmungen statt.
In unseren östlich der Maas gewonnenen neuen Stellungen entspannen sich unter beiderseits dauernd starker Artillerieentfaltung mehrfach heftige I «fanteriekämpfe. Alle Versuche der Franzosen, das verlorene Gelände durch Gegenangriff wiederzugewinneu, scheiterten unter schwersten blutigen Verlusten für sie; außerdem büßten sie dabei noch über 200 Gefangene ein.
Westlich von St. Die wurden bei einem Patronilleu- vorstoße 15 Franzosen gefangen eingebracht.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Auf dem nördlichen Teile der Front kam es
an
mehreren Stellen zu Gefechten von Erkundungsabtei- lungeu, wobei Gefangene und Beute in unsere Hand fielem
Seerewe des Generals von LinßnM-
Unserm fortschreitende« Angriff gegenüber bliebe« auch gestern starke rusiische Gegenstöße, besonders beider«
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---"-bnislos. Südlich des
Plaszewka-Mschnittes (südöstlich von Beresteczko) wurden mit nennenswerten Kräften geführte feindliche Angriffe restlos abgeschlage«.
Bei der
Armee des Generals Grafen v. Bothmer
keine besonderen Ereignisse. "
' BalLankriegsschauplatz.'
Die Lage ist unverändert.
Oberste Heeresleitung.
Die französischen Blutopfer.
„Jeder Tag kostet 5000 ManuL.
In schweizerischen Blättern macht eine Geschichte die Runde, wonach in diplomatischer Gesellschaft ein hoher französischer Offizier sich über die Verluste Bet Verdun geäußert und als wahr erklärt hat, daß die Franzosen bei dem Angriffe gegen Verdun bisher 400000 Mann verloren hätte«. Das „Argauer VolksSlatt", das nicht in deutschfreundlichem Sinne zu schreiben gewohnt ist, verzeichnet diese Geschichte, indem es bemerkt, das sei keine Ueberraschung, zumal da in der französischen Presse jüngst anläßlich der englischen Verluste in der Seeschlacht vor dem Skagerrak geschrieben wnrde, jeder T«g bei Verdun koste den Franzosen 5000 Mann.
* * *
Die Bedeutung der Feste Thiaumont.
Aus Genf berichtet die „Deutsche Kriegsztg.": Die verstärkte Sicherung der Thiaumont-Feste und der Zugänge nach Fleury gehörte zu dem dringlichen Programm, daß die neue Aera der von der Kammer bemängelten Verounvertetdigung einleiten sollte. Anfangs der Woche hatten die Fachkritiker, Oberst Rousset und General Verraux, noch jene Stellungen als den Wert der von Douanmont und Vaux überragend anerkannt.
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Roman von Freifrau Gabriele von Schlippenvach.
15)
(Nachöruck verboten.)
Absichtlich erwähnte Schönherr den Namen; prüfend ruhte sein Auge auf Olga's Zügen. Eine feine Nöte färbte ihre Wangen, und sie wandte den Kopf schnell zur Seite. Schönherr war jetzt sicher, sich nicht durch eine zufällige Aebnlichkeii getäuscht zu haben.
Da ist etivaS zwischen Waldemar und diesem reizenden jungen Mädchen, irgend ein geheimer Zusammenhang. „Ob sie ihn ausgeschlagen hatte? Gern wüßte ich es." Dieser Gedanke fuhr ihm durch den Sinn.
Erwirt'S Mutter ivar ebenfalls in den Saal getreten. Der Sohn wollte die Dame bekannt machen, aber er wußte ja den Manien Olga's nicht und sah sie fragend an.
„Frau Etzlinger," sagte sie selbst, sich vorstellend
„Frau!"
halb w,
rmrr
»err es laut gerufen. Also des- tch verschwunden!
„Ärmer FreundI* dachte Erwin. „Ich verstehe, daß der Verlust eines so eurztickenden Geschöpfes Dir weh
tat."
Die beiden Krallen schienen Gefallen aneinander zu finden,' st« verließen die Gallerie zusammen.
Draußen war es sehr warm.
In ihrem tveißen Kleid schritt Olga neben der stattlichen Matrone einher. Diese schlug vor, ins Cafee tzuitpold zu aeyerr, Um sich durch ein kühlendes Eisge-
Schalt»
huschte über Olga's ausdrucksvolles itelte best Kopf.
^ M mit BWM vLpaKrrdLt", gab
[ B«m österr.-ungar. Generalstab. ^
Wie«, 25. Juni. (WTB.) Amtlich wird verlaut- Bart:
Russischer Kriegsschauplatz.
In der Bukowiua haben unsere Truppe« zwischen Kimpoluug und Jakobeuy neue Stellungen bezogen. Die Höhen südlich von Berhameth und Wisznitz wurden von uns ohne feindliche Einwirkung geräumt.
An der galizischen Front die gewohnte Artillerietätigkeit, nordwestlich von Tarnopol auch Miucu- werfer- und Handgranatenkämpfe. Südöstlich von Be- resteczko wiesen wir mehrere feindliche Angriffe ab. Bei Holatyn-Grn. wurden die Höhen nördlich der Lipa erstürmt. Der Feind hatte hier schwere Verluste an Toten. Westlich von Torezyn draugen unsere Truppen in die feindliche Stellung ein und wiesen heftige Gegenangriffe ab. Am Styr abwärts Sokul ist die Lage unverändert.
Italienischer Kriegsschauplatz.
An der küstenläudischen Front standen unsere Stellungen zwischen dem Meere und dem Monte Sabotino zeitweise unter lebhaftem Artilleriefeuer. Oestlich von Polazzo kam es zn Handgranatenkämpfen. Nachts versuchten drei Torpedoboote und ein Motorboot einen Handstreich gegen Pirano. Als unsere Strandbatterien das Fener eröffnete», ergriffen die feindlichen Schiffe die Flucht. An der Kärntner Front beschränkte sich die Gefechtstätigkeit nach den von unseren Trnppen abgeschlagenen Angriffen im Plöckenabschnitt anf Geschütz- feuer. In den Dolomiten brach ein Angriff der Italiener auf unsere Rnffredo-Stellnug im Sperrfeuer zusammen. Zwischen der Breuta und der Etsch war die Kampftätigkeit gering; vereinzelte Vorstöße des Gegners wurden abgewiesen. Im Ortlergebiet scheiterte der Angriff einer feindlichen Abteilung vor dem kleinen Eiskögele.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Rnhe.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs:
v. Hoefer, Feldmarschallentnant.
Ereignisse zur See.
Am 23. Juni vormittags hat eines unserer Unter- sceboote in der Otranto-Straße einen von einem Zerstörer, Typ „Fonrche", begleiteten Hilfskreuzer, Typ „Principe Umberto", versenkt. Der Zerstörer verfolgte das U-Boot mit Bombenwürfen, kehrte zur Senkstelle znrttck nnd wnrde dann dort vom U-Boot ebenfalls versenkt.
Flottenkommando.
~ Die Zerstörer vom Typ „Fourche" sind in den Jahren 1910—12 vom Stapel gelaufen. Sie haben c03 bis 770 Tonnen Verdräng, laufen 31 bis 35,3 Seemeilen Geschwindigkeit und zahlen 81 Mann Besatzung.
Jtalieuische Ubootopfer.
Aus Barcelona wird gemeldet, daß dort Boote mit
der Besatzung des torpedierten italienischen Segel »*4^fe3-»iiÄilmr^—Dls... .LYKttvv.NtUttce« e®
klärten, es seien mehrere Schiffe torpediert mordeir, Madrider Zeitungen veröffentlichen eine Depesche aus Barcelona, wonach Sonnabend früh zwei Boote mit
der Besatzung des von einem die österreichische Flagge führenden Uöoots versenkten italienischen Segelichiffes ^Saturnio Fanni" in den Hafen entliefen. Ändere Boote, die gleichfalls im Hafen ankamen, hatten den Kapitän und 18 Matrosen des von einem Uboot versenkten italienischen Schoners „San Krancisco" an Bord. Nach einer Meldung aus Castillon kamen in Vinarz Boote mit der Besatzung des italienischen Dampfers „Giuseppina" an, der von einem Uboot unter österreichischer Flagge versenkt worden ist.
Der Bayernsturm bei Verdun.
Die bayrischen Regimenter, die bei der Erstürmung von Werk Thiaumont Gelegenheit hatten, sich auszu- zeichnen, gehören zu den berühmtesten Truppenteilen des süddeutschen Bundesstaates. Das Leibregt- ment wurde erst 1814 aus den Grenadierkompagnten sämtlicher Jnfanterieregimenier errichtet und hieß bis 1825 Grenadier-Garde-Regiment. Es trug damals auch die hohen Bärenmützen der napoleonischen Zeit und andere Auszeichnungen an der Uniform. 1866 focht es gegen Preußen und nahm dann 1870/71 am Feldzug gegen Frankreich int Korps von der Tann teil. Das 10. Infanterie-Regiment König ist neben
sie zur Antwort. „Vor dem Abend dürfte er wohl nicht in das Parkhotel zurückgekehrt sein."
Sie setzten sich an einen der kleinen Tische, und Erwin bestellte Eis und Limonade.
Es war Olga lieb, diese Menschen aus ihrer Sphäre kennen gelernt zu haben. Sie fühlte sich gleich heimisch. Wie anders war der Kreis, in den sie durch ihre Heirat getreten war, in dem — sie fühlte es deutlich — steim- mer eine Fremde blieb. —
Ein Frage bräunte ihr auf der Seele, ein Name drängte sich ihr auf die Lippen, aber sie wagte nicht, tsm zu nennen. Das Einst mußte begraben sein. Es lag tief verborgen im Heiligschrein ihres Herzens und durste nicht an's Licht, seitdem sie einem anderen Treue gelobt. Sie liebte ja ihren Mann, oder glaubt es noch. Was vergangen, war ein süßer Traum gewesen, ein lichtes Bild voller Jugendschwärmeret und Poesie.
Schönherr aber las in den ernsten Frauenaugen, was der Mur^ verschwieg, die Sehnsucht, etwas über Waldemar zwhören.
„Wie ich Jhrtm 'bei der Vorstellung sagte, gtlädige Frau," begann der Leutnant, „habe ich das Pech, in einer entsetzlich langweiligen Garnison im Elsaß zu leben. Seit nun mein liebster Kamerad, Waldencar von Klingen, fort ist, ist es in X. vollends zum Verzweifeln nahe. Nur die Aussicht, daß ich im Winter vielleicht zur Turnanstalt Mch Berlin ein Konnnando erhalte, hilft mir weiter. Daß Klingen jetzt in Potsdam die schneidige Gardeulaneuuniform trägt, könnte mich fast neidisch machen, wenn ich dies dem Goldnienschen nicht von Herzen gönnte."
„Wie ging es denn zu, daß er von der Infanterie nach einem unserer Eliteregimenter kam, Erwin?" fragte die alte Dame.
„Ach so, habe ich Dir das noch nicht erzählt? Denke Dir, Muster, ha lebt« so ein reicher, alter Onkel von
dem 2. Regiment der Rest der Infanterie des Heeres des Kurfürsten Max Emanuel, des Blauen Königs, wie ihn die Sürfen nannten. Es wurde 1682 als Regiment Berlo gebildet. Der jetzige König Ludwig ist seit 1867, also fast ein halbes Jahrhundert, sein Chef. Die ganze bayrische Kriegsgeschichte ist in den Feldzügen des Regiments enthalten. Es begann seine Laufbahn 1683 beim Entsatz von Wien, war bei Ofen, Gran unb Belgrad, focht dann gegen Frankreich in Oberitalien und bei Namur, gegen Oesterreich in Tirol, Bei Höchstütt, am Schellenberg und in Flandern-bei Ramilliers. 1717 war es wieder in Ungarn und nahm an der Belagerung von Belgrad teil, ebenso am letzten Reichskrieg gegen die Pforte 1738/39. Aus den spätern Feldzügen sei her- vorgehoben, daß das Regiment int Siebenjährigen Krieg gegen Preußen bei Leuthen gefochten hat. Auch 1806/07 und 1813 stand es gegen Preußen im Felde, bis es am Kampf gegen Napoleon teilnehmen konnte. Ein Bataillon gehörte zu den bayrischen Truppen, die den König Otto nach ©riecBenlanb begleiteten. 1866 sümpfte das Regiment bei Kissinaen, Uettingen und Roßbrunn, 1870/71 bei Beaumont, Sedan usw. Es gibt wenige deutsche Truppenteile mit einer so ruhmvollen Vergangenheit.
Französische Beruyignngsversnche.
Die Pariser Blätter geben einige deutsche Fortschritte östlich der Maas zu. Die Fachkrittker sind sich jedoch darin einig, daß die Bedeutung der Eerobernng von Thiaumont nicht übertrieben werden dürfte. Die französischen Truppen halten fortdauernd den westlichen Teil der Höhen 320 und 321. — Der „Temps" bemängelt wieder die Untätigkeit Kuropatkins an der Dünafront, die Hindenburg gestatte, Verstärkungen an andere Fronten abzugeben. Im „Raöical" erklärte Oberstleutnant Prts abermals, selbst wenn Verdun schließlich falle, so sei dieses Ereignis für die Fortführung des Krieges nicht errtscheidend,- die Lösung des Konfliktes werde durch die russischen Niassen bestimmt, die die Verbündeten aus der Enge ziehen würden.
Türkische Erfolge im Kaukasus.
Der türkische Heeresbericht vom 24. Juni meldet u. a.: In Südpersicu drängten unsere vorgeschobenen Abteilungen die Russen bis in eine Entfernung von einer StmOe östlich der Stadt Sermil zurück. Die Russen bemühen sich mit allen Mitteln, sich östlich' von Sermil zu Balten und verstärken sehr rege ihre im voraus vorbereiteten Befestigungölinien. Kaukasus. Auf dem rechten Flügel herrscht Ruhe. Im Zentrum fanden nur örtliche Jnfanterie-Feuergefechte statt. Am linken Flügel wurde die gegen die feindlichen Stellungen auf dein nördlichen Abschnitt des Tschorok begonnene Offensive und die Eroberung der von uns zum Ziel genommenen feindlichen Stellungen vervollständigt. Die von uns eroberten Stellungen befinden sich 25 bis 30 Kilometer südlich der am Meere gelegenen Ortschaften Ofi und Trapezunt, sowie auf der 2800 Meter hohen Gebirgskette, die sich von Osten nach Westen in der Gegend hinzieht, wo die Flüsse, die zwischen den beiden Ortschaften im Meere münden, entspringen. Bei dieser Offensive, die mit größter Heftigkeit seit zwei Tagen auf einer Frontbreite von 50 Kilometern an- dauert, schlagen sich unsere Truppen mit der grössten Tapferkeit. Sie zeichnen sich besonders in den Nah- kämpfen mit dem Bajonett aus, bei denen sie in jeder W6WWm*,1^|el^^ w"'afniwi Feindes, der an gewissen Stellen seine Lager im Stiche ließ, ließ unsere Soldaten alle Strapazen des Kampfes
vergessen. Ohne den Befehl zur Verfolgung abzuwar- ten, schickten sie sich frötzlcch zum Angriffe gegen die Reste des Feindes an und dehnten hierdurch den von ihnen besetzten Abschnitt aus. Bei diesen Kämpß machten wir eine reiche Beute, bestehend aus verseil denen Arten von Ausrüstungen, Kriegsnmterial sowie 1^ Millionen Patronen und sieben Maschinengewehren, die wir gegenwärtig gegen den Feind nennten. Wir machten 652 Mann, darunter 7 Offiziere, zu Gefangenen. Trotz des schwierigen Geländes, das dem Feinde günstig ist, erlitt dieser Verluste, deren Zahl sich auf fast 2000 Tote belauft. Unsere eigenen Verluste sind vergleichsweise äußerst gering.
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Avslaffungen eines gefangenen Zranzosen.
Die „Köln. Ztg." bringt eine bemerkenswerte Schilderung eines Kriegsgefangenen über seine Eindrücke tn Deutschland, üBer das Verhältnis der Defalt reiten zueinander und zu den deutschen Behörden. Der Verfasser, der zu den gebildeten Franzosen gehört, spricht unerschrocken sein Urteil aus über den Hauvicharakterfehler seines Volkes und sucht, selbst bekehrt, die von seinen Landsleuten geschaffene Legende vom deutschen Barbarentum zu zerstören. Wie er ant Schlüsse schreibt,
Waldemar irgendwo in Ostpreußen, derselbe, der ihm die knappe Zulage gab. Der alte Knauser starb und hat den: Neffen sein ganzes Vermögen und das prächtige große Gut hinterlassen."
„Da mußte der Erbe doch strahlend gewesen sein?"
„Das kann ich gerade nicht sagen. Er sah sehr ernst, fast Möchte ich sagen, traurig aus, als er es mir mit- teilte."
„Karl," sagte ich und rüttelte ihn an den Schultern, „so freue Dich doch, ich an Seiner Stelle wäre toll vor Glück. Was glaubst Du wohl, was er erwiderte? „Zu spät" — weiter nichts. Ich habe mich oft gefragt was er damit meinte."
Olga saß still da und spielte mit dem kleinen Eislöffel,' er klirrte gegen die kleine Kristallschale, so, als hätte eine bebende Hand ihn gehalten.
„Und wie fandest Du Seinen Freund, als Du ihn vor kurzem besuchtest, Erwin?"
„Als „großen Herrn" in einer reizenden Villa eingerichtet. Er hat zwei herrliche Reitpferde, ein Auto und steht in der schönen Uniform großartig aus. Sonst aber ist er noch ganz derselbe liebe Kerl geblieben, schon jetzt beliebt im Regiment und schlicht und einfach bei aller vornehmer Gesinnung, ein echter Edelmann in Wort und Tat."
Unwillkürlich hatte Schönherr sich im Gespräch zu Olga gewandt; jetzt aber erhob sie sich schnell und sagte:
„Ich muß fort. Bitte rufen Sie eine Droschke, Herr Leutnant."
„Wir speisen heute nach der Oper im Künstlerhaus," sagte die alte Dame. „Es würde mich freuen, Sie dort zu treffen und auch die Bekanntschaft Ihres Herrn Gemahls zu machen, gnädige Frau!"
Olga verneigte sich anmutig und entgeguete:
„Ich hoffe, mein Mann hat noch heute das Vergnügen sich Ihnen vorzustellen, Frau von Schönherr."
.(Fortsetzung folgt.) ^