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Skagerrak war und

TaiMsW WWW MrWskS Wesentlich W als von unserer Seite auf Grund eigener Beob< festgestellt und bekanntgegeben worden ist. Munde der englischen Gefangenen stammt die Bekun­dung, daß außerWarspite" auchPrinzeß Royal" und Birmingham" vernichtet sind. Auch ist, zuverlässigen Nachrichten zufolge, das GroßkampfschiffMarlborougy" vor Erreichung des Hafens gesunken.

Die Hochseeschlacht vor dem Skagerrak war und bleibt ein deutscher Sieg, was sich allein schon aus der gibt, daß selbst bei Zugrundelegung der nur cher englischer Steile bisher zugegebenen . ____________r dem Gesamtverlust von 60-72000 deutschen Kriegsschifftonnen ein solcher von 117,750 englischen gegenübersteht.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

ier sind , -achtung Aus dem

Tatsache er

von amtlici

Schiffsverluste dem Ge

233 englische Offiziere in der Seeschlacht getötet.

Aus London wird gemeldet: Unter den Offi­zieren, die in der Seeschlacht umgekommen sind, befinden sich die Kontreadmirale Horace Hood und Sir R. Arbuth- not. Nach der Verlustliste der Admiralität wurden 223 Offiziere getötet und 24 verwundet. Von den Be­satzungen folgender Schiffe sind alle umgekommen: Jndefatigable", Defence", Black Prince",Typperary", Turbulent",Nomad" undNestor". Von den Schiffen Queen Mary",Jnvincible",Fortune",Ardent" und Shark" wurden 41 als Ueberlebende gemeldet. Ferner wurden 27 Mann als tot oder vermißt gemeldet.

Wie dieQueen Mary" undJrrdefatigable"

, untergiugen.

Ein Bericht derTimes" aus Edinburg besagt: Fast die erste Salve, die aus den deutschen Geschützen abgefeuert wurde, traf dieQueen Mary" und sechs Minuten danach ritz eine Explosion das grotze Schiff anseinander, worauf es verschwand. Die deutschen Ka­noniere schössen großartig genau. Nach zchn Minuten mußte dieJndefatigable" derQueen Mary" folgen. Deutsche Granaten schlugen auch dies Schiff buchstäblich in Stücke.

Auch russische Offiziere auf der Hampshire".

^ Haag, 8. Juni. (T. U.) Depesche besagt lautTal. Rdsch": fanden sich in der Umgebung Küchen ren englischen £>W drei höhere rnssisch

Eine Londoner Wie verlautet, be-

.. O ung Kitcheners außer 22 höhe- ieren auch ein russischer General uns

, .......ie Stabsoffiziere. Das Offizierkorps derHampshire" umfaßte 26 Mann. I« London wehen die Flaggen halbmast. Ueberall herrscht tiefe Niederge­schlagenheit.

Regierung

Aus Petersburg wird lautTägl. Rdsch." denDaily News" gemeldet, daß die Reise Kitcheners u. a. auch die Einigkeit der russische« und englischen über besondere diplomatische Schritte gegen und Griechenland anstreven wollte.

Rumänien

Ein holländisches Urteil zu Kitcheners

Tode.

DerHaager Meuwe Courant" sagt: Dieser Tod ist der schwerste Schlag, der das Reich seit Kriegsbe- ainn getroffen hat. Was England bisher verloren hat: Männer, Kanonen, Schiffe und Geld, alles dies waren nur Werkzeuge in der Hand des Leiters von Englands «ieg, und nun ist dieser Leiter selbst binweggerückt. e Bedeutung für die Verbündeten ist sicher nicht min­der groß. Kitchener war vielleicht das hauptsächlichste Mitglied des Großen Kriegsrates in Parts. In diesem, der höchsten Behörde der Feinde Deutschlands, war er der einzige Feldherr, il^^.^lld^_^hu_Jiü^

Stiegsanetlel.

Wilsons Friedensventühungen.

wi Lugano, 8. Juni. (T. Uh DieVatikanische Correspondenza" schreibt lautB. T.": Die Krtedensbe- mühungeN Wilsons scheinen auf unüberwindliche Hin­dernisse zu stoßen. Dennoch dürfte Wilson mit dem Kö­nige von Spanien, der Königin aon Holland und den skandinavischen Königen die Vermittlungen im J«N mit größter Energie wieder anfnehmen.

Die heimatlosen Belgier.

Echo beige" vom 5. Juni berichtet: In England wechseln von den 200 000 Belgiern etwa 6000 jede Woche ihren Wohnsitz. Wie entsetzlich muß unsern armen Landsleuten diese Unbeständigkeit sein, mrdoppclt durch die Unsicherheit oes kommenden Tages. Denken wir da­ran, daß all unser heutiges Unglück die Tat Dentfch- lands ist!

den politischen : terseebootskrieg

Der englische U-Bootsschrecke«.

DerManchester Guardian" sagt, baß man über den politischen Verhältnissen der letzten Woche den Un­terseebootskrieg ganz vergessen zu habeil scheme. Leider seien die Verluste der englischen Handelsflotte und der Flotten der Verbündeten seit den letzten. Wochen Tag für Tag von einer Regelmäßigkeit und einer Auvdeh- nuna gewesen, die an die für die englische Handels- flotte schlimmsten Perioden des U-Bootskrieges er- m ere Den Verlust der Handelsflotten Englands und seilier Verbündeten schätzt das Blatt für den Monat Mai auf 165 000 Tonnen.

Politische Rundschau

Die Ausgabe« für Kriegswohlsayrtspftege, Um welche gewaltigen Summen es sich bei den ifnterstützun- gen handelt, die den Familien in den Dienst getretener Mannschaften gewährt werden, ist aus folgender Zu- wmmenstellnua zu ersehen: Die Ausgaben für die ' 1915: im Monat Sep- Oktober Mk. 97,179,090.84,

fammcnfteHmtg zu ersehen: ,

Mindestsätze betrugen im Jahre

iember Mk. 94,117,270.42, im Ok. --. ------ -

im November Mk. 119,960,328.05, im Dezember Mk. ti9 006 548 23 Die große Steigerung hat ihren Grund einmal in L ständig wachsendei, Zahl der Heerespflich- tigen, dann aber auch darin, daß infolge der langen Dauer des Krieges und der bamit verbundenen Tcue- KS Lebensmittel das Bedürfnis in immer wei­terem Umfange mM'kannt werden mußte.

Den Frieden, den wir wolle«. In der bayerischen »Ammer hielt der Präsident Dr. v. Orterer eine Rede Wer die Wegslaae^ie er mit beu Worten schloß: So sehen wir trotz aller Schwierigkeiten doch M ein rohes Hoffem und vielleicht nähren die großen Erfolge der ketzten Lochet! in unseren Herzen mit Recht eine s tue Friedenshofsnung, die ja in aller Herzen lebt, eine Hoffnung auf einen Frieden aber, der nur bann für uns erstrebenswert und annehmbar ist, wenn er ein ehrenvoller und dauernder ist, ebenbürtig den unend- Men Opfern, die wir mit seltener Heldenmütigkeit und EiumMtgke t gebracht haben und die,, wenn eL die, bit­tere Notimndtaketi er

und die, wenn es die bit= : sollte, das deutsche Volk fernerhin zu bringen ent-

Bot Verdiin.

Aus den Erlebnissen eines Mitkämpfers.

Man schreibt derKöln. Ztg." aus dem Felde: Rast­los hatten wir in den letzten Tagen geschanzt und ge- ichafft, Tag unb Nacht, ohne Unterbrechungen, immer mit Ablösungen. Dabei kam uns das unermeßliche Material sehr zustatten, das die Franzosen hier auf­gestapelt, zum Teil auch schon verwandt hatten. Es galt, die letzte Woche genommenen Stellungen so schnell und so gut wie möglich zu befestigen, denn stündlich konnte ein neuer Gegenangriff der Franzosen erwartet werden. Daß sie uns bisyer fast ungestört hatten ar­beiten lassen, kam uns schon wie ein Wunder vor, das wir nicht begreifen konnten. Vielleicht hatten sie bei den letzten Gefechten zu sehr gelitten und mußten nun erst eine Zeitlang ausschnausen. Wie dem auch sei, rvir schafften wie die Wilden, um die neue Stellung zu einer guten 511 machen. Denn es lag ja in unserm ei­genen Interesse, bei einem Angriff möglichst gesichert zu sein. Und wie recht wir taten, zeigten uns die folgen­den Tage.

Verschiedene schwere Angriffe waren am Tage und in der Nacht vorher gegen die westlich von uns liegen­den, von den Unsern besetzten Höhen blutig abgewiesen worden. Jetzt versuchtens die Franzosen bei uns. Früh am Morgen, die Nachtposten waren gerade eingezogen worden, sings an. Zuerst, wie um sich einzuschietzen, einige Dutzend Schüsse verschiedener Kaliber, denen nach einer Pause von fast einer Stunde plötzlich das stärkste Artilleriefeuer folgte. Wir hatten die Pause benutzt, um schnell noch zu besorgen, was zu besorgen war, hauptsächlich Wasser, denn wir wußten, daß der vor uns liegende Tag heiß werden würde, denn alle An­zeichen sprachen dafür. So waren wir von dem gegen 7 Uhr über uns hereinbrechenden Feuer nicht weiter überrascht, bestätigte es doch unsere Vermutungen, daß die Franzosen den Zeitpunkt für gekommen wähnten, mit uns abzurechnen.

Im Walde krachte, donnerte mtb splitterte es, in ganzen Wolken fiel das junge Frühlingslanb von den zerschmetterten Baumkronen, der feuchte Moosboden dampfte von dem Einschlag der glühheißen Geschosse, und wie ein wehes, herzzerreißendes Weinen ging es durch die ganze junge Waldespracht. Wie ein Zyklon, furchtbar und wild, wüteten die Granaten in bem Baumbestand und fällten mit wuchtigen Schlägen Rie­sen, die schon manchem Sturm getrotzt. Ich stand gut gedeckt am Stolleneingang, neben dem ein riesiger Be­tonklotz, noch von den Franzosen stammend, ragte.

Es war ein entsetzlicher Lärm rund um mich. Die Erde zuckte und bebte, und dicker Qualm, der überall zwischen den Bäumen nun aufquoll, benahm mir fast den Atem. Ich zog mich tiefer in den Stollen zurück, dorthin, wo die Kameraden warteten. Fürs erste war jetzt nichts zu tun, wir mußten aushalten und warten, warten. Was das bedeutet, kann nur der ermessen, der selbst beim stärksten Artilleriefeuer sechs, acht Me­ter unter der Erde in finsterm, rauch- und qualmerfüll- tem Stollen zugebracht hat. Zentnerschwer lastete die dicke schwefelige Luft auf uns, und wenn wir auch, um besser atmen zu können, nasse Tücher vor Mund und Nase preßten, besser wurde es deshalb doch nicht viel. Und dazu das Gefühl, machtlos bem jede Sekunde über uns hereinbrechendeil Tod gegenüberzustehcn. Denn eins der schweren Festungs- oder Marinegeschosse aus unsern Stollen, und wir waren geliefert. So gut auch der Stollen war, so tief er auch in die Erde hineinführte, ein Volltreffer, und er stürzte zusammen wie ein Kar- tenblatt. Das wußten Wir

ungnädig. Rechts^ links, vor und hinter uns fuhren die Gratiaten in den Waldboden, hausten zerstörend tit der mühsam aufgebauten Stellung, eine schwere prallte mit Donnerkrachen auf die rechte Ecke des Betonklotzes, riß die ganze Ecke weg.

Das feindliche Artilleriefeuer ließ jetzt etwas nach Kttb ich benutzte die Paiise, um mit meinen Leuten fchnell den Eingang zum Stollen freizulegen, die zerschmetterte Buche auf die Seite zu schleppen und für einen Augen­blick Luft zu schöpfen. Hoch, direkt über uns, freisten sechs unserer Flugzeuge, wie stolze, weiße Schwäne, in der Lust. Deutlich hob sich das schwarze Kreuz ihrer Tragflächen von dem tiefblauen Himmel ab. Von Sü­den her kam ein Geschwader feindlicher Flugzeuge in eilender Fahrt daheraesegelt, und ehe wir noch recht be­griffen, war in der Luft schon ein rasender Kanwf ent­brannt. Das feindliche Geschwader zählte wohl doppelt soviel FlugMuge, und doch namen'5 die Unsrigen mit ihnen auf. Wie Schneeflocken wirbelten die weißen, blit­zenden Vögel ölkrch die blaue Luft, hell und scharf drang das Tack-tack ihrer Maschinengewehre trotz heftigsten ArtilleriefenerS an unser Ohr. Und dann fabelt wir plötzlich einen blendenden Feuerstrahl hoch oben, sahen ein Flugzeug wie einen Stein zu Boden plumsen, sahen ein zweites, ein drittes abstürzen, und sahen ein viertes in schrägem Gleitflug auf feindlicher Seite niedergehen. Und ehe wir uns noch recht klar werden konnten, welche Flugzeuge soeben vernichtet worden waren, sahen wir das feindliche Geschwader um vier Flugzeuge verrin­gert in eilender Haft wieder gen Süden ziehen, Verdun entgegen. Das aufs neue einsetzende wütende Feuer des Feindes trieb uns zurück unter die Erde. Noch einen laugen Blick auf den wie von Zyklopenfünsten zerrisse­nen, zerfetzten Wald, noch einen tiefen, tiefen Atem­zug der frischen, belebenden Frühlingsluft, dann um­fing uns wieder Finsternis, Finsternis und Todes- grauen.

Noch vier Stunden hockten wir im engen Stollen, noch vier endlos lange Stunden machten wir alle Qua­len der Hölle mit, vier endlos lange Stunden schlugen die Geschosse vor, hinter, neben uns ein, dann endlich war's so weit, der Feind hielt die Stellung für sturmreif, sein Feuer wurde zum Sperrfeuer, seine Kolonnerr rück­ten an. Kaum 200 Schritte noch von uns entfernt, wälz­ten sich die Massen der Feinde heran, lautlos, grau, drohend, wie eine gewaltige, alles vornichtende Meeres­woge. Da gab's kein langes Zaudern, die Knarre an die Backe gerissen und abgedrückt, einmal, zweimal, vielemal. Rechts und links von mir krachte, knallte und ratterte es, dazwischen ab und zu helliauchzende Rufe. Schlacht­rufe, so jubelnd und laut, wie ich sie nie vernommen. Meine Leute jauchzten bem Tod entgegen, demselben Tod, dem sie soeben mit knapper Not entronnen. In die graue, dichte Masse vor uns kam ein Stocken, Granaten und Schrapnells aller Kaliber sämgen ejn, rissen tiefe, tiefe Lückell, die Maschinengewehre tackten wie rasend, unsere Knarren waren glühkeitz vom tollen Schießen, einige feindliche Gruppen, Abieilnugen, kamen noch vor, trotzten dem Feuer, fielen wie reife Aehren einer neben bem andern, einer über den andern. Wie die wilde, rollende Nteereswoge sich am schctrfen Felsen bricht und schäumend zurückflutet, so war die graue Woge da vor uns attzusehetl. Das wogte und woate und wirbelte dnrcheinauder, stockte und ebbte jäh zurück, unaufhaltsam, ttnaufhaltsam. Der Angriff war abgeschlagen, unter schwersten Verlusten für den Gegner abgeschlagen, wir

Noch einmal versuchte der Gegner, als die NaM beretngebrochen war, einen wilden, verzweifelten Angriff. Wiederum vergebens.. Mit Gewehr- und Maschinenge- wehrfeuer und zuletzt mit Handgranaten trieben wir ihn zurück und verfolgten ihn stellenweise bis an seine Drahtverhaue. Dann blieb's still, der blutige, festen heiße Tag war vorüber, wir hatten gesiegt. Das Schick­sal war uns gnädig gewesen und hatte nicht zu viel Opfer von uns gefordert.

Vermischtes.

Vizeadmiral Franz Hipper der Chef unserer Aufklärutigsflotte, ist als Sohn des verstorbener Großkaufmanns Anton Hipper in Weilheim (Ober- bayern) geboren. Dessen hochbetagte Mutter uns der einzige Bruder sind in München wohnhaft. Die und der einzige Bruder sind in München wohnhaft. Dit Stadt Weilheim hat jetzt Vizeadmiral Hipper zum Ehren, bürger ernannt und die Straße, in welcher Franz Hip- per geboren wurde, als Admiral-Hipper-Straße be­zeichnet. '

Schneefall in den Alpe«. Im ganzen Alpengebiet ist starker Schneefall zu verzeichnen. Von den Bergsta­tionen werden 3040 Zentimeter Neuschnee gemeldet; vom Säntis, Gotthard und Rigt werden 46 Grad Kälte verzeichnet. Der Engadin liegt in tiefem Schnee)

Ein Schweizer Bankier zu 3)4 Jahren GefängniS verurteilt. Der tessinische Finanzmann Stoffel, durch dessen Verschulden die Bevölkerung fast fünfundvierzig Millionen verloren hat, ist vorn Schwurgericht in Lu­gano zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt wor­den. Stoffel hat als Derektor der Banca Ticinese und anderer Unternehmungen mit dem Gelde kleiner Sparer spekuliert und das Vermögen besonders in zweifel- hasten Industrien Italiens angelegt. Seine Banken machten bankerott; Tausende kleine Leute kamen uns ihr Vermögen. Die Regierung mußte zur Steuerung der allgemeinen Not im Kanton Tessin Nntcrstütznngs- kassen einrichten.

mbuch gilben

Unberufene Lebensmittelhändler. Unter dieser Spitzmarke bringt dieVoss. Ztg." eine interessante Uebersicht, die sie den Anzeigen von Kauf- und Ver­kaufsangeboten in Lebens- und Bedarfsmitteln all fünf Tagen einem Berliner Blatt entnommen hat: Von den 233 Inserenten waren 86 im neuesten Adreßbuch oder Fernfprechverzeichnis nicht aufzrrfinden, sie haben also entweder keine eigene Wohnung oder sind erst im Laufe des letzten halben Jahresansässig" geworden. 53 bezeichnen sich alsKaufmann",Vertreter", Agent", nur 25 haben bereits Oktober 1915 mit der gleichen Ware gehandelt, 69 dagegen habenumgelernt" und kommen aus den gegensätzlichsten Berufen. Unter biefen befinden sich: 16 Architekten, Baugeschäfte, Grundstücksvermittler und JmniobiliengesellschaftLn, 10 chemische, Laboratorien-, Ingenieurbüros, Oelhandlutt- gen, Farben- und Lackgeschäste, 3 Wäschefabrikanten, 3 Stickerei- und Federnhandlungen, 1 Perlenschmucklager, 1 Herrenartikelgeschäft, 1 Lombardgeschäft, 2 Zigarren-, 1 Schuhagent, 2 Hotel- oder Kaffeebesitzer, 1 Lieferschein- druckerei, 1 Musterkartensabrik, 1 Instrumenten- und Sprechumschinenhandlung, 2 Möbelfabriken, 2 Fabriken für kinematographische Films und Ilpparate, 1 Piano- fabrik, 1 Gelegenheitskäuser, 1 Fabrik für Milchflaschen, 2 Hersteller von Buttermaschinen, 1 Kohlenhändler, 6 Rentiers oder Rentieren, 1 Uebersetzungsbureau, 4 Zei- tungs- und Kunstverleger, 1 Kassiererin, 1 Haushälte­rin. Die gesuchten und angebotenen Waren sind gar nicht aniLäbibar' n0

mittek" Wenn man bedenkt, daß alle diese nur als Zwischenhändler wirken, allermeist ohne jede Fachkennt- nis. nur erfüllt von dem Witnsche, sich möglichst nttthe- los Geld zu machen, und zwar an unseren notwendig­sten Gütern, so muß man dringend wünschen, daß es den Behörden recht bald und recht wirksam gelingt, sich alsKettensprenger" zu betättgen.

Deutsche Heldentaten.

Kühnheit im Handgranatenkampf.

Schon seit mehreren Tagen lag die Stellung der 7. Kompagnie Reserve-Jnfauterie-Regiments Nr. 78 un­ter starkem feindlichen Artillerie- und Minenfeuer. Am 18. August 1915 wird der Graben, um unnötige Verluste zu vermeiden, nachmittags geräumt. Dadurch gelingt es den Franzosen, einzudringen. Der Gefreite Mühe (aus Braunschweig) hat mit seiner Gruppe den äußer­sten Flügel der Kompagnie. Als er merkt, daß die Fran­zosen im Graben vordringen, läßt er seine Gruppe zu beiden Seiten des Grabens ausschwärmen, um sich gegen eine Umgebung zu sichern, und geht selbst, nur von ei­nem Mann begleitet, der ihm Handgranaten zuretcht, im Graben gegen die Franzofen vor. Schrittweise, unter ~' ' * * '' :, drängt er

fortwährendem Werfen von Handgranaten, den Gegner zurück. Zunächst leistet der ?

den Gegner zurück. Zunächst leistet der Feind gart- nackig Widerstand. Aber mit unerschütterlicher Ruhe wirft Mühe seine Handgranaten und macht so einen nach dem andern seiner Gegner kanusiunfähig. Endlich flie­hen die letzten Franzosen eilig aus dem Graben unb die Stellung ist wieder fest im Besitz der 7. Kompagnie. Ge­freiter Mühe wurde zum Unteroffizier befördert und erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klaff.

Zwei mutige Meldereiter.

Die Jäger Weißelberg (aus Eckersdorf, Kreis Moh- rungen) und Sebwikowski (aus Tabernack, Kreis An« geiburg, Ostprentzen) von der 5. Eskadron des Jnster- bnrger Häger-Reaiments zu Pferde 9tr. 9, die von einem Patrouillen ritt mit einer Meldung zum Regiment Alt« rückreiten wollten, wußten im Kmvnoer Walde ein Ge­höft passieren, welches, wie sie unterwegs erfuhren, von den Russen besetzt war. Ohne langes Besinnen ritten die Jäger auf den Hof; der Posten wollte zum Gewehr greifen, wurde aber überritten. Dann drangen sie in das Haus ein. Die darin befindlichen 8 Nüssen wurden zur llebergabe ausgefordert und kurzerhand entwaffnet, unversehrt gelangten die beiden mutigen Reiter mit ihren Gefangenen zum Regiment zurück.

Weitere Drahtnachrichten.

Beisetzung gefallener Helden der Nordseeschlacht.

w Kiel, 8. Juni. (SMU In der Nordieefchlacht Gefallene wurden geilern nachmittag auf dem Mmöv- friedhofe beigefetzt. Die Teilnahme der Bevölkerung war gewaltig.

15 000 Mark Geldstrafe für Ueberfchreitung der Höchstpreise.

Berlin, 8. Juni. Zu einer Geldstrafe von

15 000 Mark wurde gestern der Berliner Händler L. Muczowski verurteilt, weil er bet Metalliekerungen