Einzelbild herunterladen
 
  

die Franzosen, Italiener weit Teile bezahlen. Im Mann verloren, von denen stralier, Afrikaner waren.

MMejgMitt MüchtsSHe, die Franzosen, Italiener und Missen zu einem großen Teile bezahlen. Im ganzen hat England 600 000 Mann verloren, von denen viel Jndier, Kanadier, Australier, Afrikaner waren. Im Vergleich sind seine Opfer unverhältnismäßig ge­ringer als die Frankreichs. Frankreich dagegen hat vor Calais wie an der Marne England nicht nurgehol­fen", sondern es gerettet.

Wenn schließlich dieTimes" das alte abgenutzte Argulneut von derdurch die Deutschen gesäten Zwie­tracht" hervorziehen und so Herrn Charles Humbert sozusagen als deutschen Agenten hinstellen, so ist dem­gegenüber zu sagen, daß, weint etwas Zwietracht in den Reihen der Verbündeten sät, dies Englands seit 21 Kriegsmonaten unentwegt ausgeübte egoistische Po­litik ist. Bequem hinter seiner Flotte geborgen, weigert es sich, seine Pflicht und sein Interesse zu erkennen: es ist npch heute außerstande, die allgemeine Wehrpflicht einzuführen, und richtet seine kriegerischen Anstrengun­gen in erster Linie auf die Herstellung von Kanonen und Munition, die es dann zum genauesten Preise an seine Bundesgenossen verkauft.

In derselben Nummer derBelgtque Jnbepen- dante" bemerkt Jean Bary: Colonel Repington hat in derTimes" die Unbeweglichkeit der englischen Front inr Westen so erklärt, daß den Engländern hier nicht weniger als 34 deutsche Divisionen gegenüberlägen, und daß der deutsche Befehlshaberes vorzichen würde, angegriffen zu werden". Unsere englischen Verbünde­ten wollen den Deutschen offenbar dies Vergnügen nicht machen. ANf einen Schlaukopf setzen sie anderthalbe. Die Engländer spielen Futzball und nutzen so den Feind ab: das ist sehr geschickt, die Franzosen haben das nie­mals so gut verstanden. Die Deutschen haben sich aber, wie man steht, darauf versteift, sich nicht zu rühren. Wie wollen die Engländer da bloß Belgien jemals be­freien, was doch immer noch, wie sie beteuern, ihr Hauptkriegsziel ist?

Bericht eines Amerikaners über Eindrücke an der britischen Front.

Ueber das englische Heer in Frankreich macht Ale­xander Powell nach einem Besuch an der Front inPo­litiken" (Kopenhagen) vom 6. Mai eine Reihe von Mit­teilungen, die auszugsweise im folgenden wiedergegeben werden:

Der englische Soldat hat allmählich den furchtbaren Ernst der ihn umgebenden Lage einsehen gelernt. Er singt nicht mehr Tipperary und prahlt auch nicht mehr mit dem, was er in Berlin au tun gedenkt. Er hat Re­spekt vor der Kampftüchtigkeit der Pickelhauben bekom­men. Er kommt sich wie ein Amateurboxer vor, der sich mit einem Schwergewichtsmeisterboxer messen soll. Er weiß, daß sein Gegner auf die Boxkampfregel pfeift und hat deswegen seine eigenen Schuhe mit eisernen Nägeln und seine Knöchel mit Schlagringen bewehrt, die er ge­brauchen wird. Gewiß würde ich mir in Engla"'' ""

hat deswegen

____... England ein

Lob holen, wenn ich jetzt berichtete, daß das neue britische Heer die beste Kriegsmaschine der Welt ist und daß sein endlicher Sieg nur eine Zeitfrage darstellt. Aber das würde weit von der Wahrheit entfernt sein. Ein Kritiker darf nicht vergessen, daß das britische Heer erst nach Kriegsbeginn überhaupt geschaffen wurde, während sich Deutschland 50 Jahre vorbereitete. Was die Engländer geleistet haben, ist bewunderungswürdig genug, beson­ders wenn man bedenkt, daß Kitcherler in ein Kriegs- ministerium einzog, das von Advokaten und Politikern bis dahin geleitet war. Dies Institut, die Zielscheibe des Volkswitzech mußte er umgestaltem Freiwillige bilden

er

T

das Heer. Er muWMOsEWWtz-asttzMtSkaWiutertPou- kleben, mußte drohen, betteln und bitten. Das war gewiß für den Stolz Englands nicht schmeichelhaft. Aber er bekam auf diese Weise ein Heer zusammen, das zunächst genügte. Dies Heer wurde 6 Monate aus­gebildet in der Art, wie ein Maultier von einem Neger­kutscher abgerichtct wird, und über den Kanal an die Front gebracht. Dabei ging - so trefflich war alles organisiert nicht ein Menschenleben infolge deut­scher Minen und U-Boote verloren. Zu jener Zeit standen irr Frankreich schon über eine ^Million Mann, aber es war ein neues Heer ohne Erfahrung und ohne alte Regimenter, die den Rahmen hatten bilden können.

Uebrigens wurde das Heer, über das England bei Kriegsbeginn verfügte, absolut vernichtet.. Von. den Regimentern blieben nur die Namen übrig. Offiziere und Gemeine liegen in den Howitalern oder auf den Kirchhöfen. Die ersten englischen. Verluste waren über­wältigend. Das West-Keut-Regiment wurde dreimal vollkommen ausgelöscht. Von der königlichen Infan­terie Black Watsch blieb kein Mensch übrig. Auch die ersten kanadischen Regimenter sind bloß noch Namen. The Prinzeß Pa Light Jnfautry kam 1400 Mann ftstrf nach Frankreich. Jetzt leben noch 140 Mann und deraug« Gemeiner, als das Re-

ÖhU®ie^la^ die Engländer da znsammen- aebaut haben st unhandlich und quietscht in allen Msen Aber eines Tages wird sie doch den Wahlplatz beherrschen Me britische Front ist jetzt die lebhafteste an der aanzen Linie. Sie gleicht dem Panama-Kanal in der stärksten Banperiode. Wenn der Krieg vorbei ist, wird Nordfrankreich zehnmal so viel Chausseen als

Hauptquartier in St. Omer wurKe eh,^»s nie errichtet. Das britische Heer wird S meNvou Aristokraten geführt werden, lMö der jetzige britische Generalstabschef trat seinerzeit als ge­meiner Werbesoldat in das Heer ein.

sollen dann eine Reihe von Äxchilderuugen über das glänzende Funktionieren der Feldpost, die ortre flichen Lage^ Boulogne und Rotten, die W die Versorgung des Heeres nüt allen Bedürfnissen, einschließlich eingemachter Mar- melade Plumpudding usw. Ferner werden die sani­tären Einrichtungen und besonders das Veterinärkorps

gelobt.

Srlegsalleriel

Deutsch-englischer Gefangenenaustausch.

Reuter meldet aus London:. Der amerikanische ®S ä« was (Staffeltuns mS ci'ollW S-lMS-nm nach Ena- land -»"'-»-»«E,,,,^ww.

Haaaer Nieuwe Courant berichtet lautB- L-- A" aus Kapstadt von der Reise von zwölf deutschen Aerzten die mit ihren Frauen und Kindern Erlaubnis erbalten hatten DentM-DUdwestasrika zu verlassen. Raw anfänglicher leidlicher Reise mußten Frauen und MNtwrae renn weiterreiseu. Die Frauen und.Kin­der s tuen allein nach Kapstadt, wo zwar die Männer am so aenden Tage auch eintrafen. ohne aber ihre Ruin Ä t* Die Pialtner wurden W

der fuhren allein nach »a am folgenden Tage mich Tratten SesrittzLN M Mv

gleichen Tage auf einem Postbampfek Nach London be­fördert, die Frauen müssen aber noch immer auf eine Reisegelegenheit warten, weshalb man sich an die afrika­nische Regierung gewandt hat.

Townshends Millionenvlttff.

Nach Nachrichten aus Bagdad hat sich herausgestellt, baß sich die von General Townshend zur Erlangung des freien Abzuges aus Kut el Amara angebotene MU- lion türkischer Pfund nicht, wie er behauptete, in seinem Besitz befand. Er hätte sie vielmehr später aus England kommen lassen müssen. (!!)

Flurschaden bei Flngzenglandungen.

Amtlich wird aus Berlin gemeldet: Der bei Flug- zeugnotlandungeu entstehende Flurschaden wird erfah­rungsgemäß trotz dringender Warnungen seitens der Flngzeuginsassen in der Hauptsache von den Zuschauern (Ortseinwohnern usw.) verursacht. Die Heeresverwal­tung kommt für den durch die Zuschauer bewirkten Flur­schaden nicht aus, vielmehr sönnen dafür nur die letzte­ren selbst haftbar gemacht werden. Die Bevölkerung wird hierauf aufmerksam gemacht und gewarnt.

Politische Rundschau.

Zehn Jahre EisenbaHnminister. Der Minister der Oeffentlichen Arbeiten Dr. v. Breitenbach gehört am 11. Mai zehn Jahre dem preußischen Staatsministeriuni an. Das erste Jahtzehnt seiner Ministertätigkeit schließt, wie dieKrenzztg." schreibt, mit einem angerordentlich reichen Ergebnis an verdienstvoller Arbeit für unsere gesamte Verkehrsentwickelung ab.

Vertrauliche Besprechungen über die Steuerfrage. Ein Privattelegramm meldet uns aus Berlin: Im Reichstage fanden nach demB. T." Dienstag abend zwischen den Parteifiihreru vertrauliche Besprechungen über die Gestaltuug der Steuerfrage statt. Mau sucht eine Grundlage, auf der sich die Beöenkeu der einzelnen Parteien sowohl gegenüber den in Frage kommenden direkten wie indirekten Steuern überwinden und ihre Wünsche sich vereinigen lassen. Ueber den Inhalt der vertraulichen Besprechungen läßt sich naturgemäß nichts mitteilen, sie sind auch noch nicht abgeschlossen. In­dessen scheint es nicht unmöglich, daß noch vor der dem­nächst beginnenden zweiten Lesung im Ausschutz ein Kompromiß zustande kommt. Die Gerüchte, daß ein solches Kompro>niß in Frage der Tabaksteuer bereits gefunden worden sei, treffen nicht zu.

Erbeulung einer russischen Srlegskasse.

Am 13. Februar v. I. gelang es einer Abteilung unserer Truppen, bei Schutt in Rußland eine russische Bagageabteilung zu iiberraschen und hierbei auch eine russische Kriegskasse zu erbeuten. Ueber den gelungenen Uebersall wird derKöln. Ztg." vmr einem Kriegsteil­nehmer berichtet:

Am genannten Tage rückte die erste Batterie des Feldartillerie-Regimients Nr. 15 aus Mörchingen in Lothringen morgens um 3 Uhr aus Kalwarja ab. Der Marsch ging über einen ganz elenden Feldweg, der mit Hohem und festem Schnee bedeckt war. Der Auftrag ging dahin, rnssische Bagage abzufangen. Bei der Bat­terie befanden sich einige ©nippen Infanterie mit Sturm­gepäck und eine Zlbteilung der 7. Dragoner aus Saar- brücken in der Stärke von etwa 17 Pferden. Gegen

lgeschossen war. Von he jetzt die Kolonne

erreicht. Etwa um 7 Uhr 'warf ein'Flieger von uns 'die Meldung ab, daß die erwartete Bagage im Anmarsch sei. Bald darauf sahen mir auch eine große Kolonne auf der Straße nach Sejntt zu marschieren. In der günstigen Entfernung von etwa 2900 Meter protzte unsere Artil­lerie ab und eröffnete sofort ein wirksames Feuer auf die Kolonne, die bald zusammengeschossen war. Von unserer Dragoner-Abteilung wurde jetzt die Kolonne auch attackiert, und auch die Infanterie schwärmte zum Angriff aus.

In diesem Augenblicke bemerkten wir, daß eine die Bagage begleitende Kofakenschwadron sich anschickte, sich auf unsere Dragoner zu stürzen. Dieser Feind wurde sofort ebenfalls' unter Artilleriefeuer genommen, wo- rauf er schleunigst kehrt machte und die Flucht ergriff. Schnell eilten wir auf die Bagage zu, die zummmenge- schossen kreuz und quer auf der Straße lag. Auf einem der erbeuteten Wagen entdeckte der etatsmätzige Wacht­meister und Offizier-Stellvertreter Acker von der ersten Batterie des Feldartillerie-Regiments Nr. 15 eine russi­sche Kriegskasie, in der sich 78 000 Rubel in russischen Banknoten befanden. Der erbeutete Schatz wurde an das Generalkommando abgeführt.

Vermischtes-

10 000 Pfund Fleischvorräte beschlagnahmt. Bei ei­tler durch die Cölner Polizei vorgenommenen Durch­suchung der Schlächtereien nach Fleischvorräten wurden bei dem Schlächter Sommer in der Großen Nengasse im Keller und in Zimmern benachbarter Häuser, die ihm gehöret:, über 10 000 Pfund Speck, Schinken, Wurst uud Rindfleisch vorgefunden. Das Geschäft wurde ge­schlossen und die gesamten Fleischvorräte beschlagnahmt und zum städtischen Schlacht- und Viehhof geschafft, wo sich hcransstellte, daß ein Teil des Fleisches total ver­dorben und nur zu technischen Zivecken zu verwenden ist.

Todesurteil im Berliner Mordprozetz. Die Fri- seurin Johanna Ulltnanu und die Arbeiterin Anna Sonnenberg wurden von den Geschworenen des Mor­des, des schweren Raubes und des Diebstahls, began­gen am 16. März an der Martha Franzke, schuldig ge­sprochen. Beide Slngekiagte wurden zum Tode und zum Verluste der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebeusdaner verurteilt. Die Ullmann wurde ferner zu zwei Jahren Zuchthans und die Sonnenberg zu einem Jahr Gefäng­nis verurteilt. Die Angeklagten hatten die Leiche der Franzke zerstückelt und in einem Reisekorb nach Stettin geschickt.

Eine große Stiftung. Der Nationalstiftung für die Hinterbliebenen von Gefallenen ist von den Vereinigten Cöln-Rottweiler Pulverfabriken Berlin der bedeutende Betrag von 1 Million Mark überwiesen worden. Diese erhebliche Zuwendung ist ein erneuter Beweis dafür, wie die Industrie in opferfreudiger Weise zur Lnide- rung der durch den Krieg entstandenen Not beitragt. Möge dieses erneute glänzende Beispiel reiche Nach­ahmung finden.

Ein französischer Fesselballon auf brannschweigischem Boden gelandet. Ein Ballon von den im deutschen Ta­gesbericht vom 6. d. M. erwähnten, durch den »turm wsgerissenen französischen Fesselballons ging während eines Gewitters bei der Braunschweiger Ortsümft Wierthe nieder. Beim Ansstotzen auf die Erde traf Uni ein Blitz, doch gelang es, den Korb mit seinen wineit schaftlichen Instrumenten und Aufzeichnnugen und der Tricolore zu bergen.

Heiteres vom Tage, yetuf Mittägefien. FratU Nun, wie ist der Gulasch?" Mann (fopfft&ittesnp); Schrecklich, schrecklich .. / Frau: ,,O, und ich glaubti meine Sache besonders gut gemacht zu haben!"' Mann:Das hast Du ja auch! Aber es heißt nicht der" Gulasch, sonderndas" Gulasch!" (Flieaendö Blätter".) Ein Vorsichtiger.Zwei Stunden haben «ie gebraucht, um den kleinen Weg zu besorgen? Hät­ten sie nicht ein bißchen lausen können?" Bummler: Ja wissen S', das is bei unsereinem gefährlich! Da meinen die Leut' gleich, man hat 'n schlechtes Gewissen!"

(Meggenoorfer Blätter".)

Deutsche helSenlaleu.

Erbeutung eines französischen Maschinengewehrs.

Bei einem Durchbruchsversuch am 25. September 1915 hatten die Franzosen ein durch tagelanges Trom­melfeuer fast vollständig zerstörtes Grabenittick der 7. Kompagnie eines Landwehr-Jnfanterie-Regtments be­setzt. Einige Tage später wurden sie durch einen er­folgreichen Gegenangriff aus dem gewomrenen Gelände wieder hinausgeworfen. Mehrere Reihen von Gräben mußten dabei wieder genommen werden. Aus dem letz­ten dem Feinde zu gesegelten Graben ging rechtwink­lig eine Sappe hinaus, v«» »u» " ~

kräftigen Widerstand leisteten, gut unter1

änaus, von der aus die Franzosen

_______________.4tüöt durch ein auf dem Rand der Sappe stehendes Maschinengewehr. Der Unteroffizier Thoms (aus Hamburg) von der 7. Kompagnie sprang seitwärts dieser Sappe aus dem Graben, lief quer über das freie Feld, drang am End­punkte der Sappe in diese hinein und kam so den Fran­zosen, in den Rücken. Mit aufgepflanztem Seitenge­wehr ging er in der engen Sappe gegen den Feind vor. Als die Franzosen sich von hinten angegriffen und die deutsche Uniform sahen, gaben einge sich dem einzelnen Unteroffizier gefangen. Andere versuchten, das Maschinengewehr rückwärts in Sicherheit zu brin­gen. Das war aber nicht nach dem Stirne des Unter­offiziers Thoms. Er sprang den Flüchtigen nach und zwang sie mit dem Bajonett, sich ebenfalls zu ergeben und das Maschinengewehr in den deutschen Graben zu tragen, welcher nach der Autzergefechtsfetzung des Ma­schinengewehrs von den Kameraden zurückgenommen war. Unteroffizier Thoms erhielt für sein tapferes, er­folgreiches Draufgehen das Eiserne Kreuz II. Klasse.

Wackere Füsiliere.

In einer Nacht bekamen die Füsiliere Behrend aus Düsseldorf - Retsholz, Kraft aus Gutschalleu, Kreis Wehlau, Chowinacki, aus Pleschen und Schmidt aus Eisbergen, Kreis Minden t. W., von der 3. K ompagnie des Füsilier-Regiments Nr. 39 (Niederrheiuisches) von ihrem Kompagnieführer den Auftrag, als Patrouille gegen die feindliche Stellung vor X. . . . vorzugehen, um festzustellen, ob der Gegner am Ausbau seines Gra­bens und Drahthindernisses arbeite. Als die Patrouille bis auf 10 Meter an die feindlichen Drahthindernisse herangekouimen war, bemerkte sie plötzlich, wie 10 Feinde auf sie zukamen. Die Patrouille eröffnete sofort das Feuer und zog sich zurück. Hierbei wurde der Füsilier Kraft durch einen. Gewehrschuß in den Unterschenkel schwer verwundet und mußte liegen bleiben. Füsilier Behrend erhielt zwei Steiffcküsfe, nur Füsilier Chowi­nacki kam unverwuudet zurück und meldete den Bor­fall. Füsilier Schmidt hatte sich 'verlaufen und gelangte erst am Morgen zur Kompagnie zurück. Unteroffizier Hausmann aus Elberfeld, Reservist Spaedtke aus Ca- min in Pommern und Ersatz-Reservist Pawlowski aus

«»," 'SSISrinKUBr^ Kraft, der nur wenige Nieter vor dem feindlichen Draht­hindernis lag, zurückzuholen. Gegen 7 Uhr 45 Min. vormittags gelang es den Genannten, nach unsäglichen Miihen und unter starkem feindlichen Feuer, den ver­wundeten Kameraden in den eigenen Graben zuriickzu- bringen.

Ein mutiger Entschluß.

Die 8. Kompagnie 3. Oberschlesischeu Infanterie- Regiments Nr. 62 wurde von einem an Zahl weit über­legenen Gegner in ihren Schützengräben angegriffen. Einem Teil gelang es, unter Führung zweier Offiziere gleich im ersten Slnsturm die vorderste Linie zu durch­brechen und den unbesetzten zweiten Sämtzengraben zu erreichen. Dies bemerkte der Gefreite Urbanczvk (aus Gr. Strehlitz). Die der Kompagnie drohende Gefahr, von hinten her beschosien zu werden, sofort richtig er­kennend, stürmte er mit drei beherzten Kameraden, mit Handgranaten reichlich versehen, auf einem Umweg in den vom Angreifer besetzten Graben. Tort griff er die 15 durchgebrochenen Feinde kühn mit seinen Handgra­naten an und machte sie mit Hilfe seiner Kameraden sämtlich nieder. Urbanczuk wurde für seine mutige Ent­schlossenheit zum Unteroffizier befördert und mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet.

Mutige Verhinderung feindlicher Umgehung.

Am 24. September 1914 wurde die Stellung der 11. Kompagnie Infanterie-Regiments von Courbiere (2. Posenschesi Nr 19, die an einem steilen Abhänge lag, um 5 Uhr früh bei unsichtigem Wetter von starken fran­zösischen Kräften angegriffen. Der feindliche Anstunn gegen die Front der Kompagnie wurde abgeschlagen. Da summt die Meldung:Unser linker Flügel wird von stärkeren französischen Abteilungen umgangen!" Unbe­merkt waren diese bis auf 15 m an die Stellung herange- kommen. In diesem gefährlichen Slugenblick erhält der Sergeant Bragulla (aus Görlitz) Befehl, mit 6 Mann die linke Flanke zu decken. Unter Benutzung der Ge­ländesalten schiebt er sich mit seinen Leuten nach links rückwärts hinaus, eilig und vorsichtig. Ein Mann der Patrouille fällt, aber der Führer läßt sich nicht ansbalten, bis er die Flanke des Gegners gewonnen hat. Eben er­klimmen die Franzosen den steilen Abhang vor dem lin­ken Flügel der Kompagnie. Da-faßt sie Bragulla mit wohlgezieliem Feuer in der Flanke was nicht fällt weicht eilig in die schützende Schlucht zurück. Die Gembr der Umgenuitg war beseitigt. Sergeant Bragulla erhielt für feine Tapferkeit und Umsicht das Eiserne Kreuz ii. Klasse.

Weitere Drahtnachrichten.

Die Besatzung der torpediertenEvmric" gerettet.

5-» Amsterdam, 10. Mai. (T. II.) Die gesamte Be­satzung des Wbite-Star-D?mpfersEvmric" ist laut B. T." gerettet. Nach einem dratulmeu Bericht des Kapitäns wurde dieCnmric" durch ein Taucbbooi tor­pediert. Passagiere waren nicht an Bord. Die Torpe- dierung erfolgte im Atlantischen Ozean. Der Dampfer war voll beladen anf dem Heimwege nach Liverpool.

Ein Fliegeraiigriff ans Port Zaid.

Rolwedam, 10. Mai. (T. U i Aus Kairo wird lautB. T" gemeldet. Zwei fetudrime Flugzeuge war­fen vorgestern S Bomben auf Port Said av. Es wurde kein Schaden angerichtet. Drei Zivilpersonen erlitten B?rletzn«ge«.