Seslerreichische Gefolge an der ilalienischen Koni.
Aus dem großen Hauptquartier
»^ Großes Hauptquartier, 8. Mai 1916. (Amt- lich. WTB.) (Eingegangen 3,50 Uhr nachmittags.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Die in den letzten Tagen anf dem linke« Maas« ufer in der Hauptsache dnrch tapfere Pommern unter großen Schwierigkeiten, aber mit mäßigen Ber- lüften durchgefithrten Operationen haben Erfolgs gehabt. Trotz hartnäckigster Gegenwehr und wütender Gegenstöße des Feindes wurde
das ganze Grabensystem am Nordhang der Höhe 304 genommen
und unsere Linie bis auf die Höhe selb st vorgeschoben. Der Gegner hat außerordentlich schwere blutige Verluste erlitten, sodatz an «»verwundete« Gefangenen nur 4vOffiziere, 1280 Mann in unsere Hände fielen. Auch bei Entlastungsvorstößen gegen unsere Stellungen am Westhang des „Toter Mann" wurde er mit starker Einbuße überall abge« wiesen.
Auf dem Ostufer entspannen sich beiderseits des Gehöftes Thiaumout erbitterte Gefechte, in denen der Feind östlich des Gehöftes unseren Truppen n. a. Neger entgegenwarf. Der Angriff brach mit Verlust von 300 Gefangenen zusammen. Bei den geschilderten Kämpfen wurden weitere frische französische Truppen festgestellt. Hiernach hat der Feind im Maasgeviet nn«- «ehr, wenn mau die nach voller Wiederauffüllung zu« zweiten Male eiugesetzten Teile mitzMt, die Kräfte von 51 Divisionen aufgewendet und damit reichlich das Doppelte der auf unserer Seite, der des Angreifers, bisher in den Kampf geführten Truppen.
Von der übrigen Front sind außer geglückten Pa- trouillenunteruehmungen, so in Gegend von Thiepval und Flirey, keine besonderen Ereignisse zn berichten.
Zwei französische Doppeldecker stürzten nach Luft, k a m p f über der Cote de Froid Terre brennend ab.
Oestttcher und Balkan-Kriegsschauplatz.
Die Lage ist im allgemeinen ««verändert.
Oberste Heeresleitung.
Unser Erfolg bei der Höhe 304.
0-* Berlin, 9. Mai. (T. U.) Ueber die jüngsten Kämpfe bei Verdun meldet der Kriegsberichterstatter des „B. T.": Der Feind hat in diesem Schlutzkampf um ein wichtiges Ziel ganz besonders hohe Verluste erlitten, hauptsächlich an Toten und Verwundeten. So ist die Anzahl der «»verwundeten befangenen verhältnismäßig klein. Die Angreifer konnten sich den Sieg mit einem verhältnismäßig nicht zu hohen Blutpreis erkaufen.
Der Kriegsberichterstatter Frhr. v. Reden meldet den Blättern aus dem Großen Hauptquartier: Es ist nun eine gerade Linie vom Termitenhügel über 304 bis zum Toten Mann hergestellt. Wichtiger ist jedoch, daß die Angreifer nun von der Höhe 304 jetzt unmittelbar vor sich in die Mulde von Esnes sehen können. Außerdem ergibt sich die direkte Sicht gegen die beiden zur Höhe des Toten Mannes vom Süden ansteigenden Rücken, zwischen denen das Dorf Chattancourt liegt. In südöstlicher Richtung ist aber das ganze Mulden- fnftem bis zum Bois Bourrous und die von dort zur Maas vorlausenden Vorgruppen einzusehen.
Es zeigt sich immer deutlicher — die lange Dauer der Kämpfe darf uns nicht irremachen —, daß der Angriff auf Verdun als strategisches Meisterstück bezeichnet werden kann. Eine ungeheure Aufgabe für die taktische Vollendung, sagt die „Frkf. Ztg. , eine Aufgabe, die an Kühnheit und Selbstvertrauen enorme Anforderungen stellt, aber ein Wagnis, das großen Lohn bringt. Unsere Truppen sind dem Kern der Festung abermals näher gerückt — doch der Weg zu diesem Ziel ist noch wett. Aber als strategisches Ergebnis liegt heute schon sichtbar vor uns: 51 Divisionen hat der Feind in den Kampf werfen müssen'.
Dev erste Badegast.
Novelle von M. A d e l m i.
5) (Nachdruck verboten.)
„Wohl mehr von einer heftigen Erkältung, durch welche ich mir vor zwei Monaten einen bösen Bronchialkatarrh zugezogen. Gottlob geht es jetzt wieder besser, die Aerzte aber meinten, das hiesige Klima müsse mir noch besonders wohl tun und schickten mich zur Rekon- valenszenz hierher."
„Sie konnten wirklich nichts gescheiteres anfangen. An mir hat die Baöenweiler Luft Wunder gewirkt. Hoffen wir auch für Sie das Beste."
So plaudernd standen sie noch eine Weile beisammen, dann trennten sie sich mit einem herzlichen Händedruck in gegenseitiger Befriedigung über die »»erhoffte Erneuerung der alten Bekanntschaft.
* * *
Erst spät am Abend desselben Tages kehrte Frau Oberamtmann Wangler von Freiburg zurück. Noch immer ein wenig bekümmert, teilte Elisabeth ihr die heutigen Ereignisse mit.
Die Mutter in ihrer ruhigen ernsten Weise erwiderte:
„Daß ich den guten Professor nicht gesehen, bedauere ich aufrichtig. Um den Komödianten aber lasse ich mir kein graues Haar wachsen."
Elisabeth sagte darauf nichts mehr und suchte bald darauf ihr Zimmer auf, um sich zur Ruhe zu begeben. Aber traurig hing sie den Kopf und zum ersten Male in ihrem Leben dachte sie, daß ihre Mutter doch eine recht strenge Frau sei, die gar wenig Verständnis für ihres Kindes Empfinden habe. Langsam begann sie sich zu entkleiden. Da drang plötzlich laute fröhliche Musik WS dem Nachbarhause herüber. Ein heiteres neckisches
Vom österr.-mrgar. Generalstab
Wien, 8. Mai. (WTB.) Amtlich wird verlautbart:
Russischer und südöstlicher Kriegsschauplatz.
Keine besonderen Ereignisse.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Einzelne Teile des Görzer Brückenkopfes und der Raunt von San Martino standen gestern zeitweise unter lebhaftem Geschützfeuer. Westlich der Kirche dieses Ortes wurde ein Teil der feindlichen Stellnug durch eine mächtige Minensprengung zerstört. Die I t a- liener erlitten große Verluste. Am Nord- Hang des Monte San Michel« nahmen unsere Truppen einen kleinen feindlichen Stützpunkt. Unsere Flieger warfen auf gegnerische Lager bei Chiopris südöstlich von Carmons zahlreiche Bomben. In mehreren Abschnitten der Tiroler Ostfront und Riva lebhaftere Artilleriekämpfe.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. v. Hoefer, Feldmarschallentuant.
Die italienischen OMziersverlnste.
Einer dem Kriegsberichterstatter der „Deutschen Kriegszeitung" im österreichisch-ungarischen Krieas- pressequartier zugänglich gemachten unbedingt verläßlichen und eher zu niedrig greifenden Privatstatistik der italienischen Offizierverluste, die an der Hand der italienischen Blätter geführt wird, erreicht die Zahl 3000. Davor: sind 5 Generale, 62 Obersten und Oberstleutnants, 104 Majore, 544 Hauptleute und Gleichgestellte, sonst Subalterne.
Washingtoner Stimmungen.
Der Berichterstatter der „Köln. Ztg." in Washing- ton sendet Funksprüche, in denen es u. a. heißt: In Kongreßkreisen enthält man sich noch des Urteils, aber die Empfindung herrscht vor, daß die Regierung nicht im Recht wäre, wenn sie jetzt zum Bruche schreiten sollte. Die letzten Berichte Pensen an, daß die Node von der! Regierung für befriedigend gehalten werde, wenn sich nicht etwa neue Fälle ereignen. Ob eine Antwort erfolgen werde, sei noch unentschieden. Das Kabinett hält die Note für unangenehm, aber sehr geschickt aufgesetzt. Die überwiegende Mehrheit stimmt dahin überein, daß ein Bruch unmöglich sei. Einige sagen, die Antwort sei zu sehr antibritisch gehalten. Alles in allem sei der Eindruck ausgezeichnet.
Associated Preß berichtet aus Washington, daß das Kabinett die Antwort sorgfältig prüfte. Für die endgültige Entscheidung warte man den amtlichen Text ab. Einige Kavinettsmitglieder denteten an, daß die diplomatischen Beziehungen nicht abgebrochen werden würden, außer wenn der Befehl an die Unterseebootkommandanten verletzt und Amerikaner in Gefahr gebracht würden. Die Kabinettssitzung dauerte 2^ Stunden und war die längste seit vielen Monaten.
™j*^- Das eiMliidie Ecko. ^ ^ o»* Rotterdam, g. Mai. (T. U.) Aus London wird dem „B. L.-A." zufolge gemeldet: Die englischen Korrespondenten in Amerika verbergen ihre Enttäuschung über die günstige Wendung der deutsch-amerikanischen Streitfrage nicht. So wird der „Times" zufolge aus Washington gedrahtet: Zwei Tage lang hat man den Wortlaut der deutschen Note geprüft und die Enttäuschung und Entrüstung, die man hierzulande darüber empfindet, haben sich nicht gelegt. Die Behauptung, die viele Depeschen an die Blätter aus Washington am Sonnabend enthalten, derzufolge der Präsident mit der Note zufrieden sei und ein Bruch verhütet würde, ist kaum begründet. Wohl könne ein sofortiger Bruch verhindert werden, daß er aber ganz verhindert würde, kann niemand sagen.
Ueber die Stellung der amerikanische« Regierung meldet Reuter aus Washington: Wie verlautet, wird der Präsident Wilson die Zugeständnisse Deutschlands, wenigstens soweit sie die Ausfertigung neuer Befehle an die U-Boots-Kommandanten betreffen, annehmen, aber er wird sich weigern, mit Deutschland über die Differenzen zwischen den Vereinigten Staaten und England in einen Gedankenaustausch zu treten. Sollten sich neue Vorfälle ereignen, wodurch amerikanische Bürger getötet oder in Lebensgefahr gebracht werden, so wird der Präsident, wie man allgemein annimmt, sofort die Beziehungen zwischen den beiden Ländern abbrechen.
Lied wurde dort gesungen. Deutlich unterschied sie eine helle Sopranstimme und einen schönen, reinen Tenor. Sie lauschte gespannt, warf rasch ein Tuch über ihre Schultern, löschte das Licht und öffnete das Fenster.
Durch die halbgeöffneten Jalousieen konnte sie bequem nach dem Stockhausen'schen Hause hinübersehen.
Das Mittelzimmer mit dem Balkon, dessen Türen weit offen standen, war hell .erleuchtet. Emil Brandius, der schöne Sänger, saß am Klavier. Constanze stand neben ihm. Ihre Wangen glühten, ihre Augen strahlten, ihren hübschen Mund umspiegelte ein glückliches Lächeln. Seitwärts in einem Fauteuil lehnte Frau Stockhausen, anscheinend mit großem Interesse zuhörend. Aber Elisabeth's scharfe Augen bemerkten nichts destoweniger, wie sie hinter der vorgehaltenen Hand ein um das andere Mal leise gähnte.
Das Lied war beendigt. Mit vielsagendem Blick forderte Brandius das schöne Mädchen zu einem neuen Gesänge auf. Frau Stockhausen sah verstohlen nach der Uhr. Es war halb zehn. Sie war eine fleißige Frau, hatte tagsüber in der Haushaltung wacker mitgeholfen, war müde und gewöhnt, zeitig zur Ruhe zu gehen. Constane fühlte sich gewiß noch sehr frisch und munter. Ein Lied folgte dem andern. Erst als es nahezu Mitternacht' war, belehrte sie ein leises Schnarchen ihrer Mutter, daß es hohe Zeit sei, aufzuhören. Leise weckte sie die Schlummernde. Diese rieb sich verwundert die Augen und wußte im ersten Augenblick gar nicht, wie sie eigentlich hierhergekommen und warum sie nicht schon lange behaglich in ihrem Bett liege und schlafe. Constanze war verlegen geworden, deshalb entging ihr auch der überlegene spöttische Blick, den der schone stolze Mann über sie bide gleiten ließ. Gleich darauf sagte er ihnen sehr höflich gute Nacht und entschuldigt« sich in ltLvenswürdtger Weise bei M Mutier, sie fy lange
Englischer 1300vTonnen-Dampfer verloren
Nach einer Lloydmeldung soll sich der White Star, Dampfer „Cymric" (13 096 Tonnen) in sinkendem Zustande befinde». Die „Cymric" hatte feine Fahrgäst« an Bord. Sie befand sich mit gemischter Ladung auf der Heimreise nach England.
„Die Augen der Flotte."
Unter dieser Ueberschrift veröffentlicht „Giornale dJtalia" vom 4. Mai an leitender Stelle einen Bericht seines Londoner Berichterstatters über den deutschen Angriff auf Lowestoft: „Die britische Seewelt ist in Erregung über die neue Verwendung der Zeppeline". Erst die Luftaufklärung ermöglichte den Tirpitz-Schiffen die Beschießung von Lowestoft: Die Luftschiffe kamen drei Stunden vorher an, suchten Meer und Küste ab, benachrichtigten sodann radiotelegraphisch die Seeslotte und überwachten während der Beschießung die Meeresfläche. „Dies ist die erste großartige kombinierte Aktion von Luft- und See-Einheiten, und es ist dtes wohl die erste positive Probe von dem Ungeheuren Wert, den eine Luftflotte einer Seeskotte verleiht. Andererseits zeigte der Luftangriff auf Lowestoft die Vollendung des von Deutschland geschaffenen neuesten Zeppelintyps. Die jüngsten Lufteinheiten haben anscheinend einen Radius von 80 Kilometer und eine große Manövrierfähigkeit. So können sie die weitblickenden, stetsbereiten Augen einer Flotte bilden, die, wie die deutsche, an Zahl und Bewaffnung unterlegen, ausschließlich auf Ueberra- schungsaktionen angewiesen ist."
Englands Verproviantierungssorgen,
os* London, 9. Mai. (T. u.) Sir Edward Carson machte bet einem Bankett seiner Parteigänger im Cecil- Hotel in London die interessante Enthüllung, der englische Marineminister habe 70 Journalisten zusammenberufen und denselben die Gefahren und Schwierigkeiten für die englische Berproviantiernug auseinander- gesetzt, die bereits entstanden seien dadurch, daß Deutschland seinerseits versucht habe, England zn blockieren und durch die stattgefundene Verminderung der englischen Handelsmarine. Der Zweck der Einladung des Marineministers an die Journalisten sei der gewesen, die Zeitungen zu verhindern, die Lage zu besprechen und zu kritisieren. Carson beschuldigte Asquith, daß er dem Unterhause diese Mitteilungen vorenthalten habe.
Fleischlose Tage in England?
Die Einführung eines fleischlosen Tages in England wird laut „Nationalztg." in einer Zuschrift an die „Daily Mail" gefordert, die von einer Anzahl bekannter englischer Persönlichkeiten unterzeichnet ist. Im Zusammenhang damit befürworten die Unterzeichner des Aufrufs auch einen alkoholfreien Tag.
Des Kanzlers Gruß an die Ssigsren.
Beim Empfange der bulgarischen Gäste am Montag hielt Reichskanzler v. Bethmann Hollweg eine Ansprache, in der er sagte:
Das Deutsche Reich heißt Sie herzlich willkommen. Ich begrüße Sie als liebe Gäste hier auf einem Boden, durch den Bulgarien als Staat wiedererstand. Welchen Weg zur Höhe hat Ihr Vaterland seit jenen Tagen genommen! Das größere Bulgarien, damals ein unerfüllter Wunsch, eine ZukunftsHoffnung aller bulgarischen Patrioten — heute ist es Wirklichkeit und Gegenwart. Und nicht als ein Geschenk fiel es Ihnen in den Schoß, sondern es wurde zu ewigem Besitz durch den Lebenswillen Ihres tapferen Volkes, durch die Heldentaten Ihres herrlichen Heeres erworben. Wenn Sie dieser mächtigen historischen Entwickelung hier an der Stätte des Berliner Kongresses gedenken, wenm Sie erwägen, was Bulgarien damals war, was Bulgarien heute ist, dann dürfen wahrlich Ihre Herzen höher schlagen zur Freude und vaterländischem Stolz.
Auf dem Wege, der Sie durch Deutschland hierher- gesührt hat, werden Sie es empfunden haben, daß ein Gleichklang der Gefühle durch unsere beiden Völker geht. Wie könnte es anders sein nach den gemeinsamen Erlebnissen dieses ruhmreichen Jahres! Aber es Hingt bei uns noch mehr in diesen Gefühlen. Wir gedenken unserer eigenen Vergangenheit. Wir wissen, was es heißt, wenn Uebermacht ein aufstrebendes Volk zn erdrücken droht und wenn es bann tu einmütigem Aufschwung sich erhebt und befreien kann. Auch wir sind stets von Feinden umringt gewesen und mußten stets die Hand am Schwerte halten. Auch wir mußten uns aus Kleinem emporarbeiter: durch den Fleiß unserer
aufgehalten zu haben, während er sich von der Tochter mit warmem Händedruck verabschiedete.
Elisabeth hatte längst ihr Fenster geschlossen und sich zur Ruhe begeben.
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„Nein, was das für ein Spektakel war gestern Abend", empfing die Frau Obexamtmann ihre Tochter am folgenden Morgen beim Frühstück. „Nicht ein Auge konnte ich schließen die ganze Nacht."
„Was meinst Du, Mama?" frug Elisabeth besorgt.
„Hast Du es denn nicht gehört", entgegnete die Mutter. „Sie haben doch laut genug geschrieeu, oaß man es bis ans andere Ende von Badenweiler hätte hören können. Die Frau Notar hätte besser getan, ihre Tochter in's Bett zu schicken, anstatt sie mit dem Koinö- dianten die halbe Nacht zusammensitzen zu lassen. Ja, je länger ich darüber nachdenke, desto mehr muß ich das gütige Geschick preisen, das uns diesen Menscher: fern- gchalten."
„Aber Mama", rief die Tochter, „Du bist doch sonst eine so große Verehrerin des Gesanges, daß ich nicht begreife, wie Du Dich über Constanzens Musiziere:: mit Herrn Brandius ereifern kannst."
„Alles zu seiner Zeit", versetzte Frau Wangler streng. „Ich liebe die Musik, aber ich lasse mich nicht gern dadurch in meiner Stachtruhe stören. Auch finde ich es höchst umpassend von Constanze, mit einem wtlbfrern- den Menschen Lieder zu fingen. Ich begreife ihre Mutter nicht, baß sie ihre Zustinunung dazu geben konnte."
Schweigend beendete Elisabeth ihr Frühstück. Sie fand den Tadel ihrer Mutter nicht ungerechtfertigt, wenn auch vielleicht etwas streng. In ihrem geheimsten Inneren entschuldigte sie sogar Constanze und fand ihr Benehmen so natürlich. Sie hätte an Wer Stelle nicht anders gehandelt. Aber sie wagte keine Widerrede.
(tW&ung l«M