Hier ein Sprengt Achter, in den die Sttgläniw hatten vorübergehend eindringen können, den Schauplatz heftigster Zusammenstöße, die sich hauptsächlich in Hand- granatenkämpfen äußerten.
Der Krieg an der englischen Front hat, wie aus dieser Darstellung hervorgeht, einen ganz besonderen Charakter, der sich von der Art der Kämpfe bet Verdun wesentlich unterscheidet, denn es ist ein Schützengrabenkrieg in reinster Form, der auch mit den Waffen des Schützengrabens, der Mine und Handgranate, ausgefochten wird. Auch der letzte Generalstabsbericht meldet die Fortsetzung der Kämpfe südlich von Armentieres, wo wir größere Erfolge errungen haben. So wurden 2 Maschinengewehre und 2 Minenwerfer erbeutet. Die Ueberlegenhest, die wir auch hier bis zum heutigen Tage über die feindlichen Truppen inne haben, zeigt sich auch wiederum in diesem neuesten Erfolge unserer Waffen, der noch weiterhin auf der Front Armentieres- Arras vermehrt worden ist. Unsere Linien halten hier den Druck der Eugläuder mit großer Kraft aus und mache;; dadurch alle Entlastungsversuche der Engländer zuschanden. So gestaltet sich die Schlacht auf der Front Arn;entieres-?lrras allmählich zu einem umfangreichen Erfolge, den unsere Waffen gegen die englische Front erzielen. (OKM.)
Zum Verlust von „L 7» meldet die britische Admiralität: Ein Zeppelin-Luftschiff ist von einem unserer leichten Kreuzergeschwader in der Nähe der Küste von Schleswig zerstört worden. Einzelheiten über den Verlust liegen aus holländischer Quelle vor. Ein in Nmuiöen eingetroffener Fisch- dampfer berichtet, er sei am 4. Mai früh um 11 Uhr Zeuge eines Kampfes zwischen einem Geschwader von 21 Kriegsschiffen mit einem Zeppelin gewesen. Der Zeppelin habe das Geschwader angegriffen, das sofort auseinander ging. Zwei Kriegsschiffe feien in der Nähe geblieben. Das Luftschiff habe zwei Schüsse abgegeben, aber anscheinend ohne Erfolg. Sodann habe eines der Schlachtschiffe dreimal auf den Zeppelin gefeuert, der sich zurückgezogen habe: er sei aufgestiegen und war anscheinend nicht getroffen. Aber 10 Minuten nach Passieren des Fischdampfers erfolgte eine gewaltige Explosion. Das Luftschiff sei in das Meer abgestürzt. Der Fischdampfer habe versucht, sich dem sinkenden Schiff zu nähern, die englischen Schiffe hätten es aber nicht gestattet.
Der „Nieuwe Rott. Cour." meldet über den Kampf zwischen einem Zeppelin und englischen Kriegchchiften in der Nordsee noch folgendes: Ein Fischdampser, der Zeuge des Gefechtes war, wollte, nachdem das Luftschiff in die See gestürzt war, zur HilfeZeilen. Die Gelegenheit wurde aber abgeschnttteu dadurch, daß das Luft- Miff' zwischen die inzwischen zuruckgekehrte englische Flottille geriet. Es war ein Zeppelin mit zwei bemannten Gondeln. Ehe er niederstürzte, hörte man eine gewaltige Explosion und sah eine dichte schwarze Rauchwolke" aufsteigen. Dann fiel das Luftschiff mit donnerndem Schlag auf das Wasser nieder.
Danach haben anscheinend die engliichen Krregs- fchiffe ihrerseits gar nicht versucht, die etwa Ueberleben- den des Luftschiffes zu retten.
kriegraveriei.
Die schweren Verlnste der Alpini.
Der „Zürcher Tagesanzeiger" meldet aus Lugano: ^Dle Verluste der italienischen Alpen;ager in den Kam- vsen an der österreichischen Fron; weroeiwm^eUiÄ italienischen ^Zeitungen nunmehr mit 60 v. H. ange-
Bisher fünfzehn Todesurteile in Dublin.
Die Zahl der Todesurteile gegen die Aufständischett von Dublin wurde um drei weitere vernrchrt und er- hnmit im aanzen 13. Fünf der zum -rove teilten wurden zu langer Zwangsarbeit begnadigt. Die Bt ÄM ist sutoenMWWr Zwangs«.
Veit verurteilt worden.
Townshend als Kriegsgefangener in Bagdad
Aus Bagdad wird gemeldet: General TM>nshend, vier andere Generale und die Stabsoffiziere sind nach Vaadad gebracht worden. Die anderen gefangenen ~ 4’ ziere und Mannschaften werden nach und^nach e'ntrFf.u.
Friedensgrundsätze der Syndrkalcsten a«v dem Seine-Bezirk.
Ä-S Ä «SäS
Umwälzung nicht fallen. nupeir Zur BB®sfe "raVier »^
B»ä«^
Russische Bedenklichkeiten gegenüber England.
SEAMÄLWM SS englische Antwort .auf alle derarülgen Att- seft^D^ M mit^WoAen kein wert Qiuugei wtu. haß man, wenn nötig,
SM?äV S
Bereit solle: Erstens, die deutschen pen nach Frankreich zu, cviuslntzsphäre in Asien SSää'S die Erfolge in Persien gegen England weiter 011,311 nutzen.
Die bulzansche» Gäste in Berlin.
dsits B erlitt wird uns gemeldet: Die fünfzehn Abgeordneten der bulgarischen ^obrauie trafen Wer am SS L?um 5 Uhr ^Minuten uachnfttiL auf dem Anhalier Bahnhof ein. N ^M Bahns^ IÄÄÄ-&teff'&®S? »•SÄ O'iLHWL Stuf sät, a«ui»L WMv«lNlMM«MN WM
der Vorstand der Deutsch-Bulgarischen Gesellschaft und ein zahlreiches Publikum. Als die Gäste dem Zug em- stiegen empfingen sie donnernde Hurrarufe. Wirkl. Geh. Legationsrat v. R a S 0 w i tz begrüßte die bulgarischen Gäste namens der kaiserlichen Regierung, indem er sie in der Reichshauptstadt willkommen hieß. Der Besuch finde hier Gefühle treuester Bundesgeno;- fenschaft. Die Regierung wünsche und hoffe, daß dieser Besuch in der schönen Hauptstadt und dem Deutschen Reiche reichste Früchte tragen werde. Abgeordneter Stofte Kaltschew -Philippopel antwortete in deutscher Sprache, er und seine Freunde seien tief gerührt von dem herzlichen Empfang und bewegt von den Gefühlen warmer Brüderschaft zwischen beiden Völkern Redner dankte für die herzliche Aufnahme. Sein Ruf: Es l e v e Deutschland! fand begeisterten Widerhall. Auf dem Wege durch die Königgrätzer, die Budapester Straße über den Pariser Platz und durch die Wilhelmstraße, die die Herren im offenen Kraftwagen zurücklegten, wurden sie von einer zahlreichen Menschenmenge mit Zurufen begrüßt, wofür die Gäste andauernd Tücher schwenkend dankten. Die Ilbgevröneten nahmen im Hotel Kaiserhof Wohnung, von dem bulgarische Fahnen wehen. Die öffentlichen und viele Privatgebäude haben geflaggt.
Das Treubündnis mit Bulgarien.
Das „Berl. Tagebl." berichtet über eine Unterredung eines seiner Mitarbeiter mit Kosta Kaltschew, dem einzigen noch lebenden Mitgliede der Deputation, die als Abgesandte der bulgarischen Volksvertretung im September 1888 dem Prinzen von Koburg den Thron anbot. Exzellenz Kaltschew sagte, seit dreißig Jahren habe er für die Vertiefung der gegenseitigen Beziehungen, für ein Bündnis seines Vaterlandes mit Deutschland und Oesterreich-Ungarn gewirkt. Die Tragweite dieses festen Trcubüuönisfes reiche weit über die Gegenwart hinaus. Das deutsche Kapital werde in Bulgarien ein großes Betätigungsfeld finden. Zahlreiche Möglichkeiten winkten und wirtschaftliche Werte mannigfacher Art harrten ihrer Erschließung. Die Bulgaren hofften, daß sie später ein festes wirtschaftliches Band mit den Mittelmächten umschließen werde.
Politische Rundschau.
Die Reichspost im Kriege. Der Hauptausschutz des Reichstages beriet am Sonnabend den, Etat der Neichs- post- und Telegraphenverwaltung. Der Berichterstatter begründete einen gemeinsamen Antrag, dem 31t entnehmen ist: Die für die Bewilligung von Kriegsbeihilfen festgesetzte Einkommeusgrenze von 2100 Mk. ist für Beamte auf 3000 und von 2400 Mk. für im Vertragsverhältnis stehende Angestellte auf 3300 Mk. zu erhöhen. Den Ruhegehaltsempfängern und den Hinterbliebenen von Reichsbeamten sind im Falle der Bedürftigkeit entsprechende Unterstützungen zu gewähren. Durch einen Nachtragsetat sind die Mittel zur Gewährung von Kriegsteuerungszulagen an untere und mittlere Reichsbeamte einschließlich der nichtctatsmätzig angestellten an- .zuforderu. Der Staatssekretär des Reichspostamtes schloß sich den; Berichterstatter hinsichtlich der Anerken- uuug der Dienstleistung für die Beamten an. Staatssekretär Dr. Helfferich möchte gern alle die beantragten und vorgetragenen Gehalts- und Beförderungswünsche erfüllen, wenn die Finanzlage das gestattet. Die Wüu- fche gingen aber weit über den Rahmen des Postetats hinaus. Er fchlage deshalb vor, beim Etat der allge
Teutsche Heldeslalm
trag bis dahin zurückgestellt.
„Gefchivader-LWschlüchlen".
Eine weitere Entwickelung des Luftkampfes.
Durch unseren Generalstabsbericht werden wir auf eine bedeutsame Entwickelung aufmerksam gemacht, die der Luftkampf im Laufe der 20 Kriegsmonate durchge- macht hat. Die Kämpfe, die bei Beginn des Krieges in der Hauptsache Einzelkämpfe von Flugzeug gegen Flugzeug waren, sind allmählich an Größe und Bedeu- tung gewachsen und haben in der letzten Zeit die Form von richtigen „Geschwader-LnftschlaHten" angnommen. Der jetzige Krieg gab zum ersten Male dieser neuen Waffe Gelegenheit, ihre- Verwendbarkeit für den Krieg zu erweisen, da die Benutzung der Flugzeuge und Luftschiffe im Balkankrieg zu unbedeutend war, als dag man daraus ernstere Lehren Hütte ziehen können. Im Anfang des Krieges wurden die Flugzeuge hauptsächlich dazu verwendet, um den Feind mit Bomben zu be- werfen und in seiner Tätigkeit zu stören, oder die Beschießung der Artillerie durch Beobachtung zu leiten. Diese Maßnahmen auf der einen Seite erforderten Ge- genmaßnahmen auf der anderen, und so kam es, daß allmählich sich Kämpfe zwischen den einzelnen Flugzeugen entwickelten, durch die sie sich gegenseitig an der Ausübung ihrer Tätigkeit zu stören versuchten.
Diese Entwickelung des Luftkampfes hatte auch au, den Bau der Flugzeuge bedeutenden Einfluß, denn alle Staaten legten Wert darauf, Flugzeuge zu bauen, die dem Kampf in den Lüften gewachsen waren. Den Steg errang auch hier wieder die deutsche Technik, denn es gelang ihr einen Typ von Kauwfflugzeugcn Herznstel- len, die bald der Schrecken der Feinde waren. Mit Abwehr und Angriffswaffen auSgestattet, drangen ihre Führer auf die Feinde ein und brachten sie zu Falle. Unsere Berichte der Obersten Heeresleitung brachten da- raufhin unausgesetzt Mitteilungen über die Erfolge unserer Flugwaffen, die besonders von einzelnen p-fteger- offizieren wie Volke und Jmmelmann meisterhaft ge- handhabt wurden. Unsere Ueberlegenhest in der Luft war bald so groß, daß in England und -Frankreich sowohl in der Presse wie im Parlament die ernstesten Besorgnisse laut wurden. Frankreich ernannte besondere hohe Beamte, die für die großzügige Entwickelusig der französischen Luftwaffe sorgen sollten, ohne daß es Wie vereinten Bemühungen Mlaug, unsere Überlegenheit aus der Welt zu schaffen. Der General, absberuht , der von den Erfolgen unserer Flieger erzählt, ist der beste Beweis für die hohe Klasse unserer Fliegers
Die Unsicherheit, die der einzelne ghwachere Flieger gegenüber seinem stärkerem Gegner empfand führte nun dazu, daß sich mehrere Sieger zu einem Geschwader zusammentaten, um den zvemd gemeinschaftlich av- zulvehrerl oder anzngreisen. Oft haben einzelne unserer Flieger mit großem Erfolge gegen mehrere feindliche gekämpft. Aber im allgemeinen kam eS jetzt des öfteren zu Zusammenstößen zwischen ganzen Geschwadern, die gegeneinander in die Luftschlacht zogen. Der Kampf der Lust hatte somit bereits den E mrakter einer großen Schlacht angenommen, in der die Gegner die einzelnen Luftgeschwader bildeten. Was in früheren Fahren nur ein Phantasiegemälde zu sein schien, ist nun in diesem Kriege, der mit den gewaltigsten Hilfsmitteln der nw- dernen Technik geführt wird, zur Tatsache gewolrett. Unsere Feinde haben schon in diesem Kriege wAr liebend die hervorragenden und überlegenen Leistungen unserer Industrie anerkennen uUtsseu. Die Eruwicke-
lung des Luftkampfes zu Luftschlachten hat auch Hiet wiederum die gewaltigen Leistungen unserer Jndustris offenbart, die den Kampfesmut unserer Flieger mit den gediegenen Mitteln deutscher Arbeit und deutscher Denk- kraft unterstützte. So hat jeder auf seiner Stelle dazu beigetragen, das; es bisher unseren Feinden nicht gelang, uns unlerzukriegen. Zugleich ist dieses Zusammenwirken von Geist, Mut und Kraft die beste Gewähr dafür, daß auch die Zukunft uns den Sieg stets bringen wird. ' (OKM.)
Vermischtes-
Verbot des Bestreicheus der Brotlaibe mit Oel, Von dem Kriegsausschuß für Oele und Fette wird uns mitgeteilt: Durch die Bundesratsverordnung vom 1. Mai 1916 ist verboten, in den gewerblichen Betrieben die Brotlaibe vor dem Ausbacken mit Fett zu bestreichen. Die Maßregel wurde notwendig, weil immer noch in einzelnen Teilen Deutschlands die Brotlaibe vor dem Einschieben in den Backofen des besseren Aussehens wegen mit Oel oder Fett bestrichen wurden und auf diese Weise kostbare Rohmaterialien, die dem Volke zu Genutzzwecken anderweitig zugängig gemacht werden konnten, nutzlos verloren gingen.
Vom Musketier zum Leutnant. Dieser Tage erschien in Hannover als Zeuge bei einer Gerichtsverhandlung ein Arbeiter immens Grotzstück, der nicht nur mit dem Eisernen Kreuz 1. und 2. Klasse, sondern auch mit hohen österreichischen, oldenburgischen und anderen Ordensauszeichnungen geschmückt war. Grotzstück hat es in diesem Kriege vom Musketier zum Leutnant gebracht. Ein Kriminalbeamter bekundete, daß Grotzstück in Frankreich seinen schwerverletzten Oberst unter denkbar schwierigsten Verhältnissen aus der Gefangenschaft befreit und in Sicherheit gebracht habe. Während eines harten Gefechts geriet der Regimentskommandeur verwundet in die Hände der Feinde. Grotzstück beobachtete nun, daß die Franzosen ihn vorläufig in einem Schuppen unterbrachten und stark bewachten. Er schlich sich dann, ohne Waffe, nur eine Hacke in der Hand, in der Dunkelheit an diesen Schuppen heran, schlug zunächst den Posten vor den Kopf, und machte dann, wie wir in der „Köln. Ztg." lesen, im Zelt sechs französische Offiziere, die zur Bewachung dort waren, widerstandslos, lud seinen verletzten Oberst auf den Rücken und brächte ihn glücklich bis zu den deutschen Truppen. Wegen dieser Heldentat wurde er von feinem Befehlshaber sofort zum Offizier-Stellvertreter und vom Kaiser etwas später zum Leutnant befördert. Der schwere Kopfschuß, den Grotzstück bei dem Rettungswerk erhielt, macht ihm augenblicklich noch viel zu schaffen, doch hofft er bald wieder felddienstfähig zu werden.
Die Trunksucht der Gebildeten in Rußland.
Der Aerztekongretz beschäftigte sich nach einer Meldung der „Franks. Ztg." aus Petersburg mit der zunehmenden Trunksucht der Gebildeten und Studierenden. Die Intelligenz verbrauche jetzt mehr Spiritus als früher das einfache Volk. Der Kongreß verurteilte scharf die Aerzte und Apotheker, die Spiritus auf Rezepte verkaufen und deren Empfangszimmer an frühere Branntweinverkaufsstellen erinnerten. Die Anzahl der Parfümerielaboratorien in Petersbnrg sei fünfmal größer als vor dem Kriege.
ls Heinricks-
au, Kreis Mltnsteröerg in Schlesien» von der 12. Kompagnie Infanterie-Regiments von Winterfeldt (2. Ober- schtesisches) Nr. 23, der in den Stellungskämpfen vor P wegen seiner sckucidigen Patronilleugänge mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet worden war, verstand es, in bedrohter Lage die Mannschaft zum Kampfe zu Begeistern, sodaß, hauptsächlich durch seine Einwirkung, ein dreimaliger Angriff der Franzosen bei £ abgeschlagen wurde. Auch wenn er dienstlich nicht dazu verpflichtet war, begab er sich au den gefährlichsten Teil des Kompagnie-Abschnitts, einer Stelle wohin man bei Tage nur im feindlichen Maschinengewehrfeuer gelangen konnte, um seinen dort in Not befindlichen Kameraden zu helfen. Bei einem Angriff der Franzosen beobachtete Buchal während des heftigsten feindlichen Feuers und war so in der Lage, die vorbereitenden Maßnahmen für den Angriff der Franzosen zu erkennen. Trotz seiner Streifschutzverlctzung am Kopfe blieb er in vorderster Stellung und schlug, im Verein mit den in Stellung gebliebenen Kameraden, mit den geringen noch zur Verteidigung vorhandenen Kainpsmittelu einen dreimaligen Ansturm des Gegners gegen die Stellung ab. Sein hervorragendes Beispiel ließ auch die andern noch vorhandenen Mannschaften die vorhandenen Kampfmit- • tel bis aufs letzte ausnützen. Nachdem weder Munition noch Handgranaten vorhanden und der Feind schon im Rücken der Stellung war, rettete sich Buchal mit einigen Leuten dadurch, daß er die sich ihm in den 2Leg stellenden Franzosen mit der traust niederschlug. So bahnte er sich und den Kameraden den Weg nach rückwärts. Unteroffizier Buchal wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet.
Schneid im Grabenkampf.
Bein; Sturm auf die französischen Stellungen am 24. April 1915 sprang der Musketier Max Henu (aus Berlin) von der 2. Kompagnie Infanterie-Regiments von Corbidre (2. Ponscherst Nr. 19 als erster in den feindlichen Graben und überwältigte die sich ihm entgegen« stellenden Franzosen. Andere Kameraden folgten schnell seinem Beispiel und bald wär der Graben genommen. Nun ging es gegen die zweite französische Stellung vor, aber das heftige Infanterie- und Maschmengewehrfeuer des Gegners ließ den Angriff nicht vorwärts kommen. BUesonders erbittert verteidigte sich die Besatzung eines überdeckten Verbindungsgrabens, welcher den Zugang zur zweiten Stellung bildete. Weiteres Vordringen schien unmöglich. In diesem trimmen Augen Zick sprang Heun allein aus dem Graben, tief über das trete Feld und gelangte, trotz des deftigen F-enerS, bis in die Nähe des feindlichen Grabens. Dort machte er durch eine gut geworfene Handgranate die Verteidiger des Verbindungsgrabens kampfunfähig. 8lun war der Weg frei und in kurzer Zeit war die französische Stellung genommen. Henu wurde sofort zum Gefreiten ernannt, bald darauf zum Unteroffizier befördert und mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.
Weitere Drahtnachrichten.
Dpfer des Berliner 2traßentahnverletzrs.
^ Berlin, 8. Mai. (D n.) Die Morgenblätter melden: An der Ecke der Küniggrüperärane und der Anhaltsstraße ereignete sich gellern abend b Uhr ein Kusammenstoß zwischen einem Betriebswagen der stoßen Berliner Siraßenlmhn und einem Omnlbns, bei dem 12 Personen mehr oder weniger schwer verletzt wurden.