Der Luftkrieg im Rigaischen Meerbusen
Die Entscheidung in der amerikanischen
Frage steht nahe bevor.
Regierungserklärung im Retchstagsansschutz.
Im Hauptausschuß des Reichstages nahm am Dienstag der Staatssekretär von Jagow vor Eintritt in die Tagesordnung das Wort und führte aus: Im Hinblick ans die Wichtigkeit der amerikanischen Frage hätte die Regierung über den Stand der Dinge gern schon heute bei der Wiederaufnahme der parlamentarischen Arbeiten Mitteilung gemacht. Die Entscheidung st ehe jedoch noch bevor. Sobald der Reichskanzler aber aus dem Hauptquartier zurückgekehrt sei, beabsichtige er, der Kommission nähere Aufschlüsie zu geben.
Schatzsekretär Dr. Helfferich ist ins Große Hauptquartier gereist, um dort an den Beratungen über die Antwort auf Wilsons letzte Note teilzunehinen.
Botschafter Gerards Rückkehr nach Berlin.
«M- Berlin, 2. Mai. (T. UJ Die „Bl. Mp." schreibt über die deutsch-amerikanische Spannung: Der amerikanische Botschafter Herr Gerard ist, begleitet vom Botschaftsrat Crew, gestern nach 6 Uhr abends aus dem Großen Hauptquartier wieder in Berlin eingetroffen. Der Botschafter hat während seines Aufenthalts im Hauptquartier Gelegenheit gehabt, die amerikanische Hilfsmission, die zur Unterstützung der notleidenden Bevölkerung in Belgien und in den besetzten Gebieten tätig ist, an der. Arbeit zu sehen und die leitenden Mitglieder der Kommission zu sprechen. Der Botschafter hat, wie wir hören, von der Wirksamkeit der Kommission einen günstigen Eittdruck erhalten. Der Ernst der Entscheidung, der man in kürzester Zeit entgegensehen kann, verbietet begreiflicherweise zurzeit den zuständigen Stellen eine Aeußerung über die Lage. Die Rückkehr des Reichskanzlers aus dem Großen Hauptquartier ist für heute oder morgen zu erwarten.
Botschafter Gerard begrüßte laut „B. T." die wenigen zu feinem Empfange erschienenen Persönlichkeiten mit Händedruck. Auf die Frage: „Nun, was bringen Sie mit?", sagte Herr Gerard lächelnd: „Ich bringe nichts als Schweigen, ich darf nichts sagen!" Der Botschafter unterhielt sich dann noch lange Zeit mit den am Bahnhof anwesenden amerikanischen Journalisten, verweigerte aber jede Auskunft über das Resultat seiner Reise.
Wilson vnd die Menschlichkeit.
Reuter meldet aus Washington: Bei der Eröffnung eines Uebungslagers für Kriegspflegerinnen sagte Wil-" son in einer Ansprache: Gott möge verhüten, daß die Bereinigten Staaten jemals in einen Krieg gezogen werden sollten. Wenn das aber doch geschähe, so würden sie sich aus ihren Träumen wachrütteln, bis jeder, der an dem Geist der neuen Welt zweifle, einsehen würde, daß diese noch immer ihre Stimme für die Menschlichkett erhebe.
Townshend in der Gefangenschaft.
Eine halbamtliche ttirkische Meldung stellt fest, daß General------- ' ~ - - ' — -----
mit der Anerkeunung der FäHigketten des Generals zurück, der jedoch durch die Einfmtznahme englischer politischer Agenten irregefiihrt worden sei, die seit Jahren ihr Wesen im Lande getrieben und von der Archänglich- keit der Bevölkerung jener Gebiete falsche Begriffe gehabt hätten.
Wie dem „B. L.-A." aus London gemeldet wird, war Townshend drei Jahre vor Kriegsausbruch englischer Militgrattachee in Paris. Sein Deutschenhaß bekundete sich bei den verschiedensten Anlässen. Der „Cri de Paris" sprach von ihm als dem „Organisator des anglo-französischen Bündnisses". Bekannt ist, daß Townshend seinen Pariser Freunden den Krieg für den Herbst 1914 ankündigte und seine Ueberzeugung, Belgien werde in den Kampf geschleppt werden, allen Andersdenkenden zum Trotz hartnäckig vertrat.
Aufgabe »es Jrakfeldznges?
Schweizer Blätter melden laut „Magdeb. Ztg.": Englische Informationen an die Londoner Presse bereiten offenbar auf die Möglichkeit einer Aufgabe des Jrakfeldzuges vor. — Die Auslassungen der Mailänder Presse über den Fall Kut el Amaras sprechen der Kapi- tulatton eine größere militärische Bedeutung ab,- schreiben aber, daß durch das Freiwerden großer türkischer Kräfte das am Tigris stehende Hilfsheer in große Gefahr gebracht werde.
Me^ewin^t>
Stimmungsbilder von Paul Glasenapp.
(Nachdruck verboten.)
Bor Wochen hatte er die Nachricht erhalten, daß sein Lohn und Erbe in den Argonnen gefallen war. Ich hatte ihm meinen Besuch gemacht und mitfühlend die Hand gedrückt. Nun saßen wir einander gegenüber auf der geräumigen Diele beim Kaffee.
Als wir in sachlicher Ruhe den Fortgang des Krieges erörtert hatten, bat er mich, mit ihm an das Fenster, das zum Gutshof hinaus lag, zu treten.
„Sehen Sie dort, dort werden Kartoffeln abgeladen. Eine Rekordernte in diesem Jahre! Bon Hungern keine Rede! Ja, ich hoffe, daß meine Brennerei, die dort hinten liegt, recht tüchtig Arbeit bekommen wird." Dann deutete er zur Linken und fuhr fort: „Dort sehen Sie einen Zipfel meines Gartens. Ich habe fünfzig Obstbäume bestellt, die demnächst gepflanzt werden. Zum Frühjahr werde ich auch an den Wegebau herangehen. Hat Mich schon lange geärgert, der jammervolle Zustand des Berbindungsweges nach der Chausfee. Rechts und links werden Bäume gepflanzt. Ich bin für Kastanien, mein Gärtner ist für Linden. Na, darüber werden wir uns schon einigen! Dem alten Gärtner habe ich das Gnadenbrot gegeben. Der neue ist Kriegs- invalide, ein junger forscher Bursche. Er geht mit wahrem Feuereifer an die Arbeit. Und wissen Sie, worüber ich mich am meisten freue? Wir bekommen elektrisch Licht! 'n wahrer Degen, daß die Beleuchtungsfrage ein für allemal gelöst ist. Dort drüben kommt eme Scheune zu stehen. Wenn man nur Handwerker be- käme! Aber Sie wissen ja, wer nur irgendwie kriechen kann, muß mit hinaus. — Doch nun wollen wir uns einen Tabak ins Gesicht steckend
Ich dachte an seinen Sohn, der in Frankreichs Erde ruhte. Er aber sagte, während er mir eine Zigarre an- bot: „Sie sehen, ich Habe meine reichliche Arbeit!"
[ Aus dem großen Hauptquartier
»
*st Großes Hauptquartier, 2. Mai 1916. (Amtlich.
WTB.) (Eingegüngen 3,25 Uhr nachmittags.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Südlich von L o o s drang in der Nacht zum 1. Mai eine stärkere deutsche Offizierspatronille überraschend in den englischen Graben ein; die Besatzung fiel, soweit sie sich nicht durch die Flucht retten konnte.
Im M a a s g c b i e t haben sich die Artillerie- kämpfe verschärft. Während die Jufantertetättg- keit links deS Flusses auf Handgranatengefechte vorgeschobener Posten nordöstlich von Avocourt beschränkt blieb, wurde südlich der Feste Douaumont und im Caillettes-Walde abends ein französischer Angriff von unseren Truppen in mehrstündigem Nah- kampfe abgeschlagen. Unsere Stellungen sind restlos gehalten.
Wie nachträglich gemeldet wurde, ist am 30. April je ein französisches Flugzeug über der Feste Chaume westlich und über dem Walde von Thierville südwestlich der Stadt Berdun im Luftkampse zum Absturz gebracht worden. Gestern schoß Oberleutnant B o e h l k e über dem Pfefferrttcken sein fünfzehntes, Oberleutnant Freiherr vouAlthaus nördlich der Feste St. Michel sein fünftes feindliches Flugzeug ab.
Westlicher und Valkan-Kriegsschauplatz.^
Es hat sich nichts Wesentliches ereignet.
Oberste Heeresleitung.
£ Amtliche Meldung des Admiralstabs, '|
** Berlin, 2. Mai. (Amtlich. WTB.) Am 1. Mai wurden die Marineanlagen am M o o n f n n d und von Per«au von einem Marineluftschiff mit gutem Erfolg angegriffen. Luftschiff ist unbeschädigt gelandet.
Gleichzeitig belegte ein Geschwader unserer See- flugzeuge die militärischen Anlagen und die Flugstation von Papeuholm auf Oesel mit Bomben und kehrte unversehrt wieder zurück. Gute Wirkung beobachtet.
Ein feindliches Flugzeuggeschwader wurde an demselben Tage gegen unsere Marineanlagen in W i n d a « angesetzt, mußte aber, durch die Abwehr gezwungen, unverrichteter Sache zurückkeyren.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
au. lieata n^r NEckeder aleichica migen
Festland. Auf Oesel liegt t Papenholm, auf die
auch die ru, schon wieder!
trennt die Insel Oesel vom auch die russische Flugstatio -----irholt mit gutem geworfen worden sind. Wi.___ von Kurland nördlich von Libau.
Fliegerbomben ab- iegt an der Küste
[ Dom österr.-ungar. Generalstab ]
** Wien, 2. Mai. (WTB.) Amtlich wird ver- lautbart:
Russischer und südöstlicher Kriegsschauplatz.
Unverändert.
Italienischer Kriegsschauplatz
Bei den Kämpfen im A-amellogebiet wurden
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Alpini gefangen genommen. An der Dolomitenfront griffen die Italiener heute früh unsere Stellungen auf der Corda del Ancona und am Nufreddo an. Beide Angriffe wurden abgeschlagen.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes, v. Hoefer, Fetdmarschalleutnant.
Vor ihr lag die letzte Feldpostkarte ihres Sohnes. Sie las: „Wir liegen in vorderster Reihe. Am Sonntag habe ich meinen ersten Sturmangriff als Offiziers- Stellvertreter mitgemacht. Furchtbares, höllisches Feuer! Mir ist jetzt noch wüst im Kopf. Ich bin glücklich davon- gekommen. Von den beförderten Kameraden in meiner Kompagnie sind nur vier zurückgekehrt, darunter ich." Dann las sie die Karte seines Freundes, der ihr den Tod ihres Sohnes anzeigte.
Sie reichte mir beide Karten. Dann erzählte sie mir von dem Leben ihres Sohnes.
„Mein Mann starb früh, aber hinterließ mir soviel Vermögen, daß ich nicht Not litt. Walter besuchte noch das Gymnasium, als er seinen Vater verlor. Mittelmäßig begabt, aber ausdauernd und fleißig, ist er immer glatt versetzt worden. Nachdem er sein Avtturium bestanden hatte, zogen wir in die Universitätsstadt. Er war ein lebensfroher Student, aber einer, der sich nie wegwarf, obwohl ihn, den Gesunden und von der Natur Begünstigten das Leben von allen Seiten verlockend grüßte. Als er die Studienjahre hinter sich hatte, glückte es ihm, eine vorteilhafte Stellung an der Reichs- bank zu erlangen. Seelische Konflikte olieben ihm erspart, Liebesleid war ihm ein unbekannter Begriff. .Krankheit hat er nie kennen gelernt: denn er hielt seinen Körper durch maßvolle Ausübung von allerlei Sport gesund. — Da kam der Krieg. Mit Begeisterung zog er hinaus. Nuu habe ich ihn verloren. Aber er hat nur die Sonnenseite des Lebens gespürt. Soll mich dieser Gedanke nicht trösten?"
* * *
Der alte Hartwig betrat strammen Schrittes den Borraum zum Musterungssaal. Er ließ sich durch den wachhabenden Gendarm nicht zurückweisen und bestand darauf, vorgelassen zu werden.
tun.
-Der Herr Major hat jetzt mit 1 Das müssen Sie doch emsehen!
der Musterung zu
•Öd heww Lied!"
Neue Angriffe gegen den Caillette-Wald
Die Franzosen tasten, wie der Korrespondenz „Heei und Politik" geschrieben wird, unsere Front vor Her- dun allmählich ab, um irgendwo einen Erfolg zu erlangen. Nachdem sie bereits am „Toten Mann" mehrfach den Versuch eines Angriffes vergeblich gemacht hatten, richteten sie jetzt ihre Bemühungen auf den Caillette- Wald und den Raum südlich der Feste Douaumont. Die Kämpfe um den Caillette-Wald sind noch aus den ersten Tagen des Monats April in aller Erinnerung. Auch damals bildete am 2. und 3. April der Raum von Douaumont, sowie der Caillette-Wald das Ziel der französischen Stürme. Sie konnten damals zwar selbst keinerlei Erfolge erzielen, es aber auch nicht verhindern, daß unsereTruppen hier erfolgreich vordrangen, trotzdem damals die Franzosen nach der Feststellung unseres Ge- neralstabes mit stärksten Kräften sich unseren Truppen entgegenzustemmen versuchten. Sie verloren dabei allein an Gefangenen 1500 Mann. Auch in der folgenden Zeit wurde hier noch des öfteren heftig gekämpft, ohne daß die Franzosen irgendwelchen Erfolg errangen. Alle Angriffe hatten lediglich große Opfer im Gefolge. Welch großen Wert aber die französische Heeresleitung auf die Stellungen im Caillette-Wald legt, geht daraus hervor, daß die Angriffe an dieser Stelle immer wieder aufs neue unternommen werden. Es muß sich auch diesmal um energische Bemühungen der Franzosen gehandelt haben, denn der Nahkauwf dauerte mehrere Stunden, bevor der Angriff endgültig abgeschlagen war. Wieder hatte das französische Heer nur Opfer zu verzeichnen, denn es gelang ihnen trotz ihrer Gewaltanstrengungen nicht, in unsere Stellungen ernzudringen. Die wurden laut Generalstabsbericht restlos gehalten.
Die englische Hilfe.
Von der englischen Front schreibt ein Sonderberichterstatter im „Petit Partsien" vom 27. April: Wenn die Engländer bei dem deutschen Angriff auf Verdun keine Diversion versucht hätten, so liege es an Joffre, der der Ansicht war, daß sie mit Befestigung ihrer Linien und Ausbildung ihrer Mannschaften eine ebenso nützliche Arbeit verrichteten. Der englische Generalissimus habe sich damals freiwillig erboten, losznschlageu. Es fei nützlich, dies zn berichten, um jedes Mißverständnis zn zerstreuen. Nichts würde die Engländer mehr verletzerr, als der Borwurf, sie schonten sich und ließen die Franzosen die blutige Last tragen. Das Wort, die Engländer wurden bis zum letzten Franzosen kämpfen, sei ein Witz und eine Ungerechtigkeit.
Der Gedanke eines neuen Wiuterfeldzugcs macht den Verbündeten Sorgen.
Ein Londoner Brief des „Giornale d'Jtalia" vorn 27., Aprrl macht darauf aufmerksam, daß man einem weiteren Winterfelbzng mit Schrecken dort entgegensehe. Die allgemeine Auffassung verlange, daß man mit den heute vorhandenen Kräften kräftig dreinschlage. Es sei dringend nötig, eine allgemeine und erschöpfende Offensive zu ergreifen und die Lösung des Riesenkampfes in diesem Jahre zu finden. Man versichere, daß die Mili- tarkouierenz der Verbündeten auf diesen Gedanken gestimmt fei. Die öffentliche Meinung der Verbündeten verlange auch eine weitere Zusammenarbeit der mili- tarischen Kräfte.
Boelkes jüngster Erfolg.
Der berühmte Fliegeroffizier Boelke hat nach unserem jüngsten Generalstabsbericht einen neuen und ^oeutsamen Erfolg errungen, denn es ist ihm gelungen, das 15. feindliche Flugzeug abzuschießen. Er ist somit der erfolgreichste Flieger in den Heeren aller Völker, da diese Zahl von Siegen bisher noch keiner erreicht hat. Die hervorragenden Leistungen Boelkes haben, gleicherweise wie die des berühmten Fliegeroffiziers Jmmelmann, schon mehrfach den besonderen Beifall des obersten Kriegsherrn gefunden, der den Fliegern nicht nur das Eiserne Kreuz erster Klasse und den Orden paar le merite, sondern auch beiden aus Anlaß des Abschusses ihres 12. Flugzeuges sehr gnädige Handschreiben hat zukommen lassen, die den schönsten Lohn ihrer gefahrvollen Arbeit im Dienste des Vaterlandes darstellen. Immer mehr offenbart stch jetzt die gewaltige Ueberlegenheit, welche unsere Flieger im Kriege erlangt haben. Die beweglichen Klagen der feindlichen Presse über das Versagen der feindlichen Flieger gegenüber den großen Erfolgen unserer Offiziere seinen am besten, wie sehr unsere Feinde in Bezug des Flugwesens ins Hintertreffen gekommen sind.
Außer Boelke und Jmmelmann haben wir noch mehrere Fliegeroffiziere. die durch ihre Leistungen das gewohnte Mittelmaß selbst tiichtiger -Flieger bei weitem
Er setzte sich abseits und wartete geduldig, bis die Reihe an ihm war. Nun war es endlich so weit.
„So, mtn versuchen Sie Ihr Heil!"
Er erhob sich, klopfte an und trat ein. Alle sahen auf ihn, der Herr Major, der Stabsarzt und die Sekretäre. Er ging auf den Major zu, riß die Hacken zusammen und wartete auf eine Anrede.
„Nun, was wollen Sie?"
„Herr Major, ick mel' mi bi 't Millitttr!"
„Waren Sie Soldat?"
„Zu Befehl, Herr MajorI Ick wär bt de Schwedter Drajvner!"
„Wie alt sind Sie?"
„Zweiundsechzig, Herr Major!"
In den Augen des alten Majors wetterleuchtete es.
„Lieber Kamerad, lassen Sie doch erst mal die Jungen ran!"
„Sei hewweu mi mitten Söhn botschoaten und uu treck it ut. Aberst gegen die Franzosen möt ct sin!"
Eine Weile war's füll; dann trat der Major auf den Alten zu, klopfte ihm auf die Schulter und sagte: „Es geht nicht, geht wirklich nicht!" ,
Der Alte wich nicht.
„Was sind Sie von Beruf?" fragte ihn der Major. „Landwirt!"
Das patzt ja vortrefflich, mein lieber Freund! Und nun aufgemerkt! Bestellen Sie daheim recht brav Ihr Land. Säen Sie Hafer und Korn. Hafer für die Gäule und Korn für unsere Jungs da draußen. Und wenn Sie das recht schön machen, turnn sollen Sie mal seyen, wie wir die Bande zusammenhauen. Die nutzen uns so besser. Was Sie da vorhatten, das tut einer von den jungen Kerls besser als Sie. Was? Hab ich recht?"
„Zu Befehl, Herr Major! Det möt woll so ihr — Nix vor ungut, Herr Major!" Machte stramm kehrt und ging htzim an bett Pflug,