ein SeKcher Brtidjt fiter ein siegreiches Gesechl am Sivusee.
Ueber die zur Verteidigung Deutsch-Ostafrikas an der vritisch-ostasnkarüschen und au der nordrhodestsche» Grenze geführten zahlreichen Gefechte sind hin und wieder direkte deutsche Nachrichten in die Presse gelangt. Die „W* ist in der Lage, auch einen Bericht über ein siegreiches Gefecht der ostafrikanischen Sryntztruppe gegen die Belgier im Norden des Kivusees wiederzuge- ven. Der Bericht ist in einem Privatbrief enthalten, der auf einem langen Umwege in diesen Tagen erst nach hier gelangt ist, und der beweist, daß auch an der äußersten Nordweststrecke Dentsch-Ostafrikas die Beriei- diger unseres von allen Seiten bedrohten SÄutzgebie- les aus dem Posten sind. In dem Bericht heißt es:
„Mein kurzes Lebenszeichen vom 4. September habt Ihr hoffentlich erhalten. Ich bin unterdessen in eine hier am Kivusee stehende Kompagnie versetzt worden und durfte bald nach meiner Ankunft an einer schönen Waf- feMat teilnehmen. Ende November (1915) stellten nämlich unsere Warussispäher fest, daß eine von der uns gegenüberstehenden belgischen Hauptmacht vorgeschobene Kompagnie mit zahlreichen Irregulären sich auf einem der Borberge der bekannten Bulrankette festgesetzt hatte. Wir beschlossen, den Gegner anzugreifen und aus feiner Stellung, die ihm eine uns unerwünschte Einsicht in das Land gestattete, hinauszuwerfen. Nach einem
Gewaltmarsch von rund zehn Stunden
nur das nötigste mitnehmend, traf unsere Kompagnie, geführt von Watussi, die sich, das möchte ich hier noch besonders hervorheben, steis als treue und zuverlässige Anhänger der deutschen Herrschaft bisher bewiesen haben, spät abends in einem der dichten Bananenhaine am Fuße des von den Belgiern besetzten Berges ein. In der Nacht noch erkundete ich die feindliche Stellung. Der Gegner war uns an Zahl etwa gleich. Gegen 4 Uhr morgens wurde die Kompagnie zum Angriff auseinandergezogen und wir rückten vor, uns durch das taufeuchte Bananen- dickicht mühsam und vorsichtig einen Weg bahnend. Es war ziemlich frisch, und die vom Tau durchnäßten Uniformen erweckten ein unangenehmesKaltegefühl auf dem Körper. Gegen 5 Uhr ertönten die ersten Schüsse, unsere Spitze war auf eine der belgischen Feldwachen gestoßen, die sich nun eiligst aus das Lager ihrer Kompagnie zu- rückzogem Mit Tagesanbruch sahen wir dieses vor uns und nahmen es von einer vorher erkundeten Stellung sofort unter das wirksame Feuer des mitgeführten Ma- schinengewehrs. Das Gefecht wurde gleich sehr lebhaft. Ungünstig für uns war es, daß das Schwarzpulver unserer Askarigewehre mit seiner starken Rauchentwicklung unsere Stellung in dem sonst gegen Sicht ziemlich schützenden Bananendickicht verriet; günstig, daß die Belgier zwar unaufhörlich aber
Miserabel schoflen.
Sie wehrten sich tapfer und versuchten zu Beginn des Gefechtes trotz ihrer Verluste hier und da in die Bananen einzudringen, wo es an einzelnen Stellen zum Handgemenge kam. Gegen 7 Uhr war aber ihre Widerstandskraft augenscheinlich gebrochen. Wir sahen einzelne Soldaten zurücklaufen und setzten nun zum Sturm an, der auch völlig gelang. Was nicht fiel, wurde gefangen genommen. Nur etwa eine Korporalschaft, die auf dem rechten Flügel gestanden hatte, konnte sich der Ver- folgung enrziehen, die nicht zu weit vorgetrieben werden durfte, da wir mit dem Herranrücken von Verstärkungen vom Westen her rechnen mußten, wo nicht allzugern das Gros der belgischen Truppen lag. Um von diesen nicht überrascht zu werden, zogen wir trotz der all- gemeinen Ermüdung noch am Mittag wieder in der Richtung auf unsere alle Stellung zurück. Unser schöner Erfolg hatte uns nur wenige Opfer gekostet, von den vier Europäern der Kompagnie war nur einer leicht verwundet.
Die erbeuteten modernen Waffen, darunter zwei völlig intakte Mitrailleusen, und eine Menge der dazu gehörigen Munition bildeten eine nicht
Für die Zeit vom 1. Mai bis einschließlich 30. Sept.
ds. Js. find die Geschästs- stunden in den städtische«
Büros auf die Zeit von vormittags 8 bis nachmittags 3 Uhr (ohne Unterbrechung) festgesetzt worden. Für Sonnabend bleibt die seitherige Geschäftszeit von 8—1 Uhr bestehen. Die Sprechstunden des unterzeichneten Bürgermeisters finden in der genannten Zeit jeden Montag, Mittwoch und Freitag von vormittags 11 Uhr bis mittags 12^2 Uhr statt.
Die bisherige Zeiteinteilung bleibt bestehen für den äußeren Polizei- und Feldschutzdienst, sowie für die städtischen Betriebsverwaltungen (Forstverwaltung, Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerk, Stadtwage, Branntwein-u. Bierkontrolle, Schlachthaus und Holzmagazin.)
Hersfeld, den 20. März 1916.
Der Bürgermeister
I. 1420. Strauss.
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Die der hiesigen Gemeinde zustehende Jagdgerechtsame mit dem dazu gehörigen Hof Heisenstein soll vom 16. Mai ab anderweit auf 6 Jahre verpachtet werden und ist Termin hierzu auf Sitnfofl, ütn 25. Uni nachmittags 2 Uhr in dem Lokol des Unterzeichneten anberaumt, wozu Pachtliebhaber eingeladen werden. Der Jagdbezirk ist 1750 Morgen groß mit etwa 500 Morgen geschloffen liegender Waldung, die Entfernung von Bahnstation Neukirchen beträgt 20 Min.
Die Bedingungen werden im Termin bekannt gegeben und liegen 14 Tage lang zu Jedermanns Einsicht auf dem Bürgermeisteramt offen.
Holzheim,
den 4. April 1916.
Der Iagdvorsteher:
Ellenberger.
Einige tüchtige schleim stellt sofort «och ein.
Maschinenfabrik
H. Lyding, Vacha.
Jsraetit. Gottesdienst.
Freitag, d. 21. abends 6.45 Samstag, d. 22. „ 8.20 Sonntag, d. 23. „ 6.45 Montag, d. 24. „ 8.20
Dienstag, d. 25. „ 8.20
Alle übrigen Zeiten für den Gottesdienst bleiben wie bisher bestehen.
Briefbogen
in modernster Ausführung.
L. Funks Bnchdruckerei.
unweww Verstärkung unserer eigenen BerreM- gungsmittel. Der kühne Handstreich hat die Belgier augenscheinlich so eingeschüchtert, daß erst feit einigen Tagen (der Brief ist vom 12. Dezember datiert) wieder die ersten feindlichen Patrouillen sich auf deutschem Boden zu zeigen beginnen, nachdem weitere namhafte Verstärkungen auf der belgischen Seite eingetroffen sind. Es macht Seit Eindruck, als wenn mit dem Beginn des Jahres 1916 ein allgemeiner großer Angriff auf unser Schutzgebiet von unseren Feinden geplant ist. Nun, wir werden uns auch noch weiter zu wehren wissen. Macht Euch unseretwegen nur keine Sorgen . . . ."
linset Stell auf unsere glitte.
Wie oft hat gerechte Entrüstung gerufen: Stolzes England schäme Dich! Aber Englands Sache ist das Scklimen nicht. So leicht pflegt ein rechter Engländer nicht zu erröten. Es müßte schon etwas überwältigend Beschämendes sein, das ihm die Schamröte ins Gesicht steigen läßt. Im Unterhause in England hat sich jetzt ein Engländer geschämt. Als dort Winstvn Churchill, seit kurzem Oberst, zuvor britischer Marineminister, seinen Nachfolger in der Leitung der englischen Flotte, Balfour, wegen deren Tatenlosigkeit angriff, wurde er von einem Abgeordneten der Gegenpartei an einen Ausspruch erinnert, den er sich im Herbst 1914 als Führer der Flotte geleistet hatte: „Die deutsche Flotte muß wie Ratten aus ihren Löchern herausgeholt werden!" Darob, so wird berichtet, wurde Churchill rot, und er bekannte, daß er solchen Ausspruch nicht hätte tun dürfen und ihn schon oft bereut habe. Der Abstand zwischen jener Großprahlerei Churchills und der Wirklichkeit, zwischen dem, was die angeblich meerbeherrschende englische Flotte vollbringen sollte, und dem, was sie tatsächlich geleistet hat, ist so groß, daß der ehemalige stolze Marineminister Großbritanniens schamrot werden mußte.
Und nicht nur Churchill schämt sich, sondern offenbar mit ihm und seinetwegen manch anderer Engländer. So schämt sich ein Londoner Blatt, der „Daily Telegraph", daß ein Auftritt, wie der Streit zwischen dem früheren und dem jetzigen Marineininister, zwischen Churchill und Balfour, über die Tatenlosigkeit der britischen Flotte Vorkommen konnte, und errötend erinnert es daran, daß 300 bis 400 Meilen von Englands Küste entfernt eine gewaltige schlagfertige Flotte unter dem Befehl tüchtigster, findigster und entschlossenster Seeleute liege. Airgesichts dieser deutschen Flotte ruft das Blatt bekümmert aus: „Versagt unsre Flotte, so gehen wir zugrunde und unsre Verbündeten mit uns."
So sorgenschwer schauen jetzt Engländer in die Zukunft! Trotz ihrer Flotte und wegen unsrer Flotte! So tief gesunken ist während des Krieges der Ruhm der Ruhm der englischen Marine! Ihr vordem fast abergläubisches Ansehen droht mehr und mehr zu schwinden. Alle Welt draußen bewundert heute die Heldentaten und die unerhörten Leistungen der deutschen Seeleute. Mit berechtigtem Stolz stellen wir fest, daß der englische Mund diese und nicht die eignen Seeleute als die tüchtigsten, findigsten und entschlossensten würdigt und rühmt. Beispiellos wie das Heldentum unsrer Feldgrauen steht das unsrer Blaujacken da. Was unsre U-Boote, was Kreuzer, wie die Emden und die Möwe, vollbracht haben, ist in der Geschichte aller Seekriege noch nicht erlebt worden. Was hat Gleichwertiges das einst feemächtigste Volk der Erde, das englische, auf- zuweisen? Jeder Vergleich der beiderseitigen Leistungen ist für England so beschämend, daß selbst ein
GuMend-nnh-kleinlaut wird. In fast sagenhaftem Glänze, in beinahe märchenhaftem Ruhme strahlen über das ganze Weltmeer Name und Taten der deutschen Marine.
Der herrliche Angriffswille, der unser Heer zu so unvergleichlichen Erfolgen geführt hat, lebt auch in der Flotte, die sich das deutsche Volk in Friedenszeiten mit so viel Liebe und Begeisterung geschaffen hat. So stolzer Zuversicht wie auf den Geist unsrer Armeen vertrauen wir auf den Machtrückhalt, den unsre Flotte seither gewährt hat und noch — dessen harren wir getrost in felsenfester Geduld — gewähren wird.
Allgemeine Lrtsvankenkasse der Stadt Hersseld.
Zu einer ordentlichen
Ami - Strfiuiiinliiiig
werden die Herren Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus '
Montag, den 1 Mai d. I.
abends «Vr Uhr
in das Hotel Kaiserhof hierselbst hiermit eingeladen.
Tagesordnung:
a) Wahl von Rechnungsprüfern
b. Erhöhung der Mitgliederbeiträge.
Hersseld, den 20. April 1916.
Der Kasse-Vorstand.
Ich mache das verehrte Publikum von ■ Hersfeld und Umgegend auf meine solide i Mass-Schuhmacherei aufmerksam, besonders noch auf
5 = Sohlerei und Reparaturen = 1< durch gute und dauerhafte fachmännische Arbeit 3 ZU billigster Berechnung u. Verarbeitung
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Ludwig Quentel,
Schuhmachermeister, Weinstraße 4.
Das Mkkfiiye NakUMMreo smgr: „Herrstye, «rV tannia! Das Meer sei Dein! Srlavc soll kein Brite sein!" Sklave soll kein Brite sein: das wollen wir gelten lassen. Aber auch wir beanspruchen, nicht Sklaven, sondern frei zu sein, frei auch auf dem Meere, und darum soll das Meer fortab auch uns gehören und nicht nur den Engländern. Frei soll das Meer fein; es gehört keinem Volke. Dieser Freiheit Unterpfand ist unsre Flotte. Sie ist und bleibt unser Stolz.
Heue russische Angriffe.
Schon unser Generalstabsbericht lreß, wre der Korrespondenz „Heer und Politik" geschrieben wird, ahnen, daß die Russen wieder Angriffe planten, da ausdrücklich auf die merkliche Verstärkung des Artilleriefeuers der Russen südlich des Narocz-Sees hingewiesen, wurde. Tatsächlich versuchten die Russen auch wieder in dieser Gegend aufs neue Vorstöße, die erfreulicherweise ebenso, wie die Angriffe bei Garbunowka, nordwestlich von Dünaburg, abgewiesen wurden. Auch diesmal wurden ihre Vorstöße blutig zurückgewiesen, ein Beweis dafür, daß ihre Verluste groß gewesen sein müssen. Es ist erst wenige Wochen her, daß unser Generalstab am 1. April melden konnte: Der russische Angriff, der bekanntlich am 18. März begonnen wurde, sei „in Sumpf und Blut" erstickt. Damals wurde gleichzeitig ein Befehl des russischen Oberbefehlshabers Generals Ewert veröffentlicht, in dem dieser am 17. März, also einen Tag vor Beginn der vorigen Angriffe, darauf hinweist, daß die Truppen der Westfront jetzt den Feind aus i>eu Grenzen Rußlands werfen müßten. Tatsächlich haben diese Armeen außer Verlusten von ganz ungeheurem Umfange nicht den geringsten Vorteil erzielen können.
Den neuen Angriff, den sie am 13. April begannen, dehnten sie nun auch weiter nach Süden auf die Heeresgruppe des Generaifelömarschalls Prinz Leopold von Bayern aus, sodatz jetzt seit dem 18. Dezember wieder einmal die einzelnen Heeresgruppen gesondert erwähnt werden. Die Heeresgruppe Prinz Leopold von Bayern sah Unternehmungen russischer Abteilungen, die am Serwetsch-Flusse, nördlich von Zirin, vorzugehen versuchten. Sie hatten aber ebenso wenig Erfolg, wie die weiter nördlich angreifenden russischen Kräste. Der Scr- wetsch-Flutz, der hier genannt ist, strömt in ungefähr- nördlicher Richtung und ergießt sich in den Njemen, zu dessen linken Nebenflüssen er gehört. Seine Mündung ist nicht sehr weit von der Quelle des Njemen entfernt, wenn man die ungeheure Länge dieses Stromes in Betracht zieht. An dem Njemen gemessen gehört der Serwetsch zu den unbedeutendsten russischen Wasseradern. Das Anarfffsgebiet der russischen Truppen an dieser Stelle wird in unserem Generalstabsbericht noch genauer durch Erwähnung der Stadt Zirin bezeichnet, denn die Angriffe der Russen fanden nördlich dieses Fleckens statt. Zirin liegt am oberen Laufe des Serwetsch und zwar östlich der Eisenbahnlinie Slvuim- Minsk. Von Minsk liegt die Stadt in südwestlicher Richtung, während sie zu der Stadt Lida in südöstlicher Richtung derart gelegen ist, daß die Städte ein ziemlich gleichseitiges Dreieck mit der Grundlinie Minsk— Lida bilden. Zirin liegt fast genau auf halbem Wege südlich dieser eben genannten Linie.
Die Russen haben, wie daraus zu erkennen ist, an mehreren Stellen Angriffe gegen unsere Linien versucht. Es leitete sie wohl wieder der Wahn, daß unsere Kämpfe bei Verdun vielleicht zu einer Schwächung unserer Ostfront geführt haben könnten. Davon müßten sie aber schon durch den Verlauf der vorigen Ende M8rz--^ammengebroch«nen Angriffs geheilt worden sein. General Ewert hat zwar damalsntitlcil'en msfens daß nur das ungünstige Wetter an der Einstellung der Angriffe schuld sei. Unser Generalstab wies aber mit Recht darauf hin, daß in der Witterung nur ein Teil der Ursachen des Zusammenbruches der Angriffe Rußlands gesehen werden könnte, der andere Teil waren die ungeheuren Verluste des russischen Heeres. Wenn sie jetzt wieder Angriffsabsichten größeren Umfanges haben sollten, dann werden sie erkennen, daß unsere Wacht im Osten sich ebenso als eiserne Mauer in der Zukunft bewähren wird, wie bisher. (OKM.i
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Am Karfreitag.
Petersberg.
Mittags V2I Uhr Gottesdienst.
Unterhann
Mittags IV« Uhr Gottesdienst.
Kathol Gottesdienst.
Freitag, den 21. April.
9Vb Uhr Liturgie u. Predigt.
1—2 „ Schulkinder 2—3 „ Jungfrauen 3—4 „ Frauen 4—5 „ Männer
5 „ Schluß-Andacht.
Samstag, den 22. April 7 V* Uhr Liturgie
8 Uhr abds. Äuferstehungs- feier.