"Alts dem 'Kldc wird miö geMrsieSen:
Die Pariser und Luvuer Radiotelegraphisten zeigen eine unheimliche Regsamkeit: das etwas dürre Gerippe der französischen «lulicheu Heeresberichte umwinden fk mir einem üppigen Gerank,dessen Blüten sie aus allerhand emeutefrenndlichen Blättern des neutralen Aus- landes zufammeulesen. Es wäre natürlich zwecklos, alle diese Presseergüsse einer deutschen Antwort zu würdigen,' aber manchmal werden die Papierblüten, welche die Franzosen überall aufklauven, um das trübe Grau ihrer Lage an der Maas etwas auszuheitern, denn doch gar zu Vunr. Eine solche Blüte sei hiermit festgenagelt.
Der amtliche Heeresbericht der Franzosen vom 23. März muß zugeben, daß die Deutschen auf dem Hügel Haucourt haben Fuß fallen können. Am folgenden Tage funkt Lyon aber folgenden Erguß der „New Dorf Ti- meS" in die 'Welt hinaus: „Wenn der deutsche General- stab die Bedeutung der Schlappe von Berdun begriffen bat, muß er jede Hoffnung auf Erzwingung einer mili= tärtswen Entscheidung aufgegeben haben."
Es ist nichts ernstliches dagegen einzuwenden, wenn der Redaktionsstratege des Neuyorker Blattes die Lage vor Berdun als eine deutsche Schlappe bezeichnet und dem deutschen Generalstab weise Ratschläge für ihre Würdigung erteilt. Aber daß die französische Dienststelle, welcae die Oeffentlichkeit über die Auffassung der leitenden Behörden Frankreichs unterrichten soll, zwei Tage nach der Erstürmung des Waldes von Avoconrt «nd einen Tag nach dem Fall einer weiteren Stellung östlich dieses Waldes solch unsinnige Faseleien eines beliebigen Journalisten aus einem anderen Erdteile ruhig weitergibt: das sei hier doch ausdrücklich unterstrichen als verblüffendes Beispiel der armseligen Mittelchen, 31t denen französische Stimmungsmache greifen muß, um dem französischen Bolk und dem Auslande den furchtbaren ernst der Lage an der Maas noch eine Zeitlang zu verschleiern.
An Wiedersehen M See.
Wie die Deutschen auf der „Appam" befreit wurden.
Bon einer der deutschen Gefangenen aus Kamerun, die von der „Möve" auf der „Appam" befreit und mit dieser in Virginia gelandet ist, der Frau eines württem- bergischen Misstonskaufmanns, ist bei einen Verwandten in Stuttgart folgender Brief eingetroffen, der dem „Schwäbischen Merkur" zur Verfügung gestellt wurde:
Am 5. Januar war Bootsmanöver, da wir in den folgenden Tagen in die Nähe der U-Boote summen sonnten. In Thakar im französischen Hafen hatten wir eine Kanone auf Schiff bekommen und zwei Mann Bedienungsmannschaften dazu. Diese Tatsache wollte man später ableugnen. Bei der Verteilung in die Rettungsboote machten die Herren noch Witze. KeiNer dachte, daß noch am selben Tage die Sache hätte blutiger Ernst werden können. Alles war so sicher auf dem großen Schiff, dazu drei Gouverneure an Bord. Das schien auch für Sicherheit zu bürgen. Immerhin wurde das Schiff nachts abgeblendet, was zuerst ein wenig unheimlich war. Später freilich wurde es noch viel schärfer und pünktlicher gemacht. Am 15. Januar nachmittags >53 Uhr wachte ich durch einen Schutz aus — wir legten uns nach Tisch immer in die Kabine — fuhr heraus, fertig gemacht, um rasch hinaus an Deck zu gehen und nachzusehen. Unterwegs traf ich zwei unserer Mitgefangenen flüsternd. „Was ist denn los?" fragte ich. Leise antwortete man mir, es soll ein Schutz von einem deutschen Kriegsschiff fein. Schnurstracks hinauf, und da sah in einen Dampfer ganz nahe an unserem Schiff.
Die „Appam" steht ruhig und alles steht und guckt. Tiefe Stille herrmste. Das soll eilt .Kriegsschiff sein? Unmöglich! In aller Totenstille lösten sich drüben Boote, und wirklich und wahrhaftig, unsere deutschen blauen Jungen fuhren im Boot herüber zu uns. Dann ging es heraus an der Strickleiter. Bald kamen auch einige von der Kounnandobrücke hinunter zu uns, die wir mit nicht zu beschreibendem Gefühl dastanden unD der Tinge harrten, die da fommen sollten. „Hier sollen Teutsche an Bord sein?" tönte mir die himmlische Musik in die Ohren. Es war der SchifMarzt von dem Kriegsschiff. „Ja, wir sind Deutsche, und Sie kommen, uns zu befreien. Kann das möglich sein?" so rief es von einigen Seiten. Unsere Spannug löste sich in Glück, Stolz, Bewunderung, denn mit solcher Ruhe und vornehmen Schneid ging alles vor sich." „Alle Deutsche aus die Kommandobrücke!" schallte es durch die Reihen. Erhobenen Hauptes und strahlend vor Stolz durchschnitt ich die Reihe der englischen Passagiere, die bang und leise frugen: „Versenken sie den Dampser?" Mit einem „Wir Wissens nicht!" ging man vorüber, und wir, die wir so gedrückt gelebt hatten, uns macht man Platz, ganz willig und eifrig.
Ach, das könnt Ihr Euch nicht vorstellen dieses Gefühl, als uns nach und nach klar, wurde, daß wir nun die Herren des Schiffes waren. Wir waren 250 Personen an Bord und hatten noch für 6 Tage Proviant, nun waren wir 500 Menschen und mußten das Essen für 16 Tage strecken. Da kann man sich vorstellen, daß es knapp verging. Hammelfleisch und Reis, das war das gewöhnliche, öfters so eigenartig zusammengekocht, daß die Matrosen sagten, es gebe wieder „Lorelei-Essen: man weiß nichi, was soll es bedeuten." Die letzten drei Tage waren nicht mehr behaglich. Wir gingen nur noch in Kleidern ins Bett und haben nachher auch erfahren. daß eine Verschwörung gegen uns im Gange war. Man kam aus der Spannung nicht heraus, und die letzte Nacht schliefen wir fast gar nicht. Nachts 12% Uhr erreichten wir die neutrale Zone. Damit war die Sache gelungen, aber ruhig war man erst am nächsten Morgen, als beim Tagesanbruch nach einem Lotsen getutet wurde, die deutsche Kriegsflagge hochging und nur « Norfolk in Amerika anliefen.
, der niMW H»MZW in Msien.
" Gegen den Perstschen Golf.
Die Russen haben nach einer telegraphischen Meb j dung auf ihrem Vormarsch in Persien jüngst die Stadt Jspahan erreicht. In militärischer Beziehung ist der Er-, folg nicht sehr hoch zu bewerten, weil ihrem „Bordrin- : gen" nicht beachtenswerte oder gar gleichartige Kräfte entgegenstehen, die sie erst besiegen müßten. Seitdem die Russen vor mehreren Monaten in Persien eingefallen waren, hatten sie schon des öfteren mit irregulären persischen Truppen Kämpfe zu bestehen, die oft für die Russen von Mißerfolg begleitet waren. Ihr erstes Ziel war der Vormarsch gegen Bagdad. Von Teheran aus 1 versuchten sie, über Hamadan gegen Westen vorzudriu- gen. Hier stellten sich ihnen aber um die Mitte Januar die Türken entgegen, die den Vormarsch gegen Bagdad verhinderten. Sie besetzten am 17. Januar 1916 die persische Stadt Kermanschah auf der Straße nach Ha- nmdan-Teheran und zwangen dadurch die Russen, den Vormarsch über Hamadan nach Westen einzustellen. Jetzt wandten sich die russischen Truppen über die berühmte Teppichstadt Reichem nach Süden in Richtung von Jspahan.
Diese Stadt, die jetzt von den Russen besetzt worden sein soll, liegt gradeuwegs südlich von Teheran, ungefähr in der Mitte des Landes. Sie ist der Knotenpunkt der Straßen nach Teheran von Norden, nach Kerman im Südosten und nach Schiras im Südwesten. Von hier aus führt die Straße nach dem persischen Golf. So bezeichnet grade diese Straße das Ziel des russischen Vordringens. Die Sehnsucht der Russen nach dem Besitz et= nes gewichtigen Teiles von Persien ist bereits so alt, wie ihr Verlangen nach einem Hasen am Persischen Golf, der eisfrei bleibt und der russischen Volkswirtschaft auch im Winter eine bequeme und billige Ausfuhr ermöglicht. Die Engländer haben darum, da ihnen die russische Sehnsucht nach dem Persischen Golf höchst unangenehm sein mußte, mit ihren Verbündeten einen Vertrag geschlossen, demzufolge das Interessengebiet Englands am Persischen Golf durch Rußland nicht gefährdet werden sollte. Nun ist der russische Vormarsch in Persien grade nach dieser Gegend gerichtet, da der Marsch nach Bagdad etwas schwierig geworden wäre. Besonders der ^Austritt aus den Bergländern hätte für die kleinen russischen ! Trupps höchst gefährlich werden können.
Durch den „Siegeszug" der Russen in Persien sind demgemäß in erster Reihe englische Werte gefährdet. Darum ist auch bisher von der englischen Presse der sonst pünktlich anaeftimmte Jubelgesang über den großen russischen Erfolg ganz ausgeblieben. Bei Beginn des russi- schen Vormarsches in Persien haben zwar einige englische Blätter an Rußland die bescheidene Anfrage gerichtet, welchen Zwecken diese Bewegungen dienen sollen. Matt einigte sich bald darüber, daß es sich um das Bestreben handele, den Engländern im Irak zu Hilfe zu kommen. Aber die englischen Zeitungen sind in solchen Fragen sehr feinfühlig und werden sich wohl kaum ■ irre machen lassen. An eine Entlastung der im Irak ; hart bedrängten Engländer können die Russen natürlich nicht denken, da die Russen hier weder über die genügenden Streitkräfte verfügen, noch die Wege für den Transport großer Heeresmassen auf schnelle Art und Weise geschaffen sind. Die Weiterentwickelung der Lage in Per- i sien ist aus allen bieten Gründen äußerst bemerkenswert und verlangt eine ständige Beobachtung. (OKM )
Ein Offizier der Glück hat.
Folgende Geschichte, die der Berichterstatter der „Times" von einem französischen Offizier in Nordfrankreich erzählt, ist ein seltsamer Beweis, wie trotz eines unglaublichen Lügen- und VeilleumMMsäPparats die Wahrheit, wenn man nicht gerade acht gibt, manchmal in den Spalten der englischen Blätter durchsickert. Jener Offizier, der verwundet von den Deutschen gefangen war und sich durch Belgien nach Holland durchgeschmuggelt hatte, erzählte dem englischen Journalisten folgen- * des:
„Oh, ich habe wirklich viel Glück gehabt! In der Schlacht von X. blieb ich als tot liegen. Eine deutsche Kugel ging mir durch die Brust und nahe am Rückgrat wieder heraus. Meine Leute, die mich für erledigt hielten, nahmen meine Papiere und mein Taschenbuch und erzählten, ich sei tot. Das war der erste Glückszufall. Denn hätten sie mich aufgehoben und getragen, so wäre ich erstickt. Ich fand mich schließlich, wie lange nachher weiß ich nicht, in einem deutschen Militärlazarett wieder. Der Arzt war ein anständiger Mensch. Er schmuggelte drei Zeilen von mir au meine Frau in einem Briefe an seine eigene Frau mit durch und schickte es über die Schweiz. Meine Frau besam sie zu gleicher Zeit wie meine offizielle Todesanzeige,' da aber mein Brief zehn Tage älter war, schloß sie, ich sei noch am Leben. Nach einigen Wochen im Krankenhaus war ich geheilt und entwischte. Einige belgische Bauern gaben mir Kleider. Ich lebte eine Zeitlang von Rüben, die ich aus den Feldern zog; Sann ward ich Fuhrmann, schließlich Kom- mis in einem Laden. Ich ward immer wieder verhaftet, aber nie gezwungen, mich auszuziehen. Das war wieder ein großes Glück, denn dann hätte ja meine Wunde mich verraten. Ich behauptete immer, ich sei ein Belgier, dessen Haus niedergebrannt sei und der sein Weib suche! Schließlich, als ich schon nahe der holländischen Grenze war, ward ich wieder verhaftet und vor einen deutschen Oberst geführt, der einen in der Diplomatie wohlbekannten Namen trägt. Er sah mich an und bemerkte: „Sie sind Franzose!" „Ganz recht, Herr Oberst." „Was tun Sie hier?" „Die französischen Aerzte haben mich ausgemustert." „Auf was für einen Grund hin?" „Kurzsichtigkeit." „Tragen Sie Gläser?" Ich zeigte ein Paar, die ich mir eigens für diesen Fall gekauft hatte. Der Oberst prüfte sie und meinte: „Sie sind sehr schwach,' wegen so eines kleinen Fehlers wird ein Mann nicht
MiMeMTsÄn" ;»lWir»M M sichtiger als heute." „Unmöglich. Da Wtw RsevWp« zent von den nordfranzösischen Rekruten zurückflalltt, müssen. Sie sind ein Spion." „Nein, Herr Oberst. JL hatte eine geheime Abmachung mit meinem Abgeordneten und mit so einer Abmachung kann man in Frankreich alles machen." „Packen Sie sich. Sie sind ein Feigling!" sagte der Oberst übellaunig, und ich war wiederum frei. Am folgenden Tage ging ich über die holländische Grenze und fand von da den Weg nach Frankreich. Ich habe eben Glück. Es ist erstaunlich, mit welcher Unverschämtheit man lügen kann, wenn sichs ums Leben handelt!"
Dieser Offizier hat wirklich Glück gehabt. Wie stimmt aber eigentlich seine Erzählung mit der von den Deutschen ausgeübten Tyrannei in Belgien, mit der Unterdrückung einer ganzen Bevölkerung, die die Engländer täglich in die Welt hinausposaunen? Diese Erzählung beweist höchstens, daß wir die Zügel in Belgim noch lange nicht straff genug anziehe.n.
Toterer»!« «s ßetfH.
Vom großen Sterben unter den Serben auf Korfu erzählt ein Berichterstatter der „Stampa":
Die künftigen Geschelchter werden später einmal, wenn sie an das serbische Drama denken werden, sich weigern, in diefer wahren Geschichte etwas anderes, alü eine erfundene Legende zn sehen. Ich sah den Einzug der Oesterreicher in Belgrad und die blutigen Straßen- kampf, der ihn begleitete: ich sah die ersten Stunden des Rückzuges auf die Morava und die dumpfe Verzweiflung der Schuncadja-Division: ich sah den Auszug eines ganzen Volkes und in einem Schweigen, das so herzbeklemmend war wie der Tod, das traurige Vorüberziehen der von Weibern geteuften Wagen und hinter ihnen die Kinder und die Greise. Ich sah den Todeskampf der wandernden Hauptstadt in Nisch und hörte in dem Gasthof, in dem die Skuptschina tagte, die letzten stolzen Worte einer Nation.
Und doch gab es noch etwas, das weit schlimmer war als dies alles! Tragischer noch als Belgrad und die Morava, als Mitrovitza und Kossovo, liegt auf dem serbischen Leidenswege Vido, ein Stück Hölle auf der Zauberinsel Korfu. Während Serbien im Sterben lag, wurde in den Dörfern Altserbiens die Trommel gerührt als Sammelruf für die Knaben von siebzehn, sechzehn, fünfzehn Jahren,' während die Reste der Armee und die Archive in Sicherheit gebracht wurden, versuchte man diejenigen zu sammeln, die morgen Männer fein und die Kraft haben werden, die Flinte in die Hand zu nehmen und zu kämpfen. Man rief Knaben unter die Waffen, weil man nicht voraussehen konnte, wann der Krieg zu Ende sein würde. So bildete man das letzte Aufgebot von dreißigtausend Rekruten. Dreißigtausend beim Ausmarsch. Wieviel es bei der Ankunft ant Bestimmungsort noch waren, soll mau bald erfahren.
Die andern, die richtigen Soldaten, hatten auf der Rückzugsstratze Sammelorte,' wie groß auch ihre Niederlage war, sie erhielten doch noch Befehle, hatten Führer, und einige Regimenter hatten sogar noch ihre Fahne, ein Feldzeichen, um das sie sich scharen konnten. Die Knabenkolonne aber hatte weder Führer, noch Befehle, noch Fahne, hatte nicht einmal die Nkittel, den Hunger zu stillen. An der albanischen Grenze erwartete ein serbischer Gendarm die Rekruten. Er streckte den Arm gen Westen aus und sagte zu der Kolonne: „Geht nur geradeaus, in einem Mociat werdet ihr das Meer finden und dort werden Schiffe zu sehen sein."
Dann drehte sich der serbische Gendarm um und kehrte zu seinem Regiment zurück. Die Rekrutenkolonne aber zog gen Westen.
Der Marsch der Knaben dauerte Tage und Wochen. Zu Hunderten fielen die Knaben, erschöpft uou Müdigkeit und Hunger und Frost. Jeder Lagerplar^ war qekeMzeichnek durch die LeichW solcher: die sich an Abend hingelegt hatten, um nie wieder aufzustehen. Dic Knaben lebten von Gras und vom Baumrinde, und all sie am Ziele anlangten, waren es nur noch 15 000. Uns am Meere legten sich wieder viele zum letzten Schlaf hin Die Schiffe nahmen nur noch 9000 Flüchtlinge auf, 900t wandelnde Leichen; 24 Stunden später warfen die Schiffe vor Korfu Anker. Die kurze Ueberfahrt hatte aber weitere Opfer gekostet. Die so lange gehungert hatten, konnten jetzt, wo man ihnen zu essen gab, nichts mehr Hinunterwürgen. Die traurige Kolonne war rrnterwegs nach Vido, und im Angesicht der verzauberten Insel, zwischen Oelbäumen und Orangenbäumen, wurde ausgeschifft, was von diesem Zug des Todes noch übrig geblieben war.
Seither sind mehrere Wochen vergangen, und in Vido hält das große Serbensterben an. Vielleicht hätte man viele der jungen Menschenleben noch retten können: es gab aber auf Korfu für die kranken Jungen weder Zimmer, noch Betten, noch Wärterinnen, noch Milch, noch Pflege. Und es war nur ein einziger Arzt da,' es kamen dann zwar noch ein paar hinzu, aber der Tod ließ sich in seiner Erntearbeit nicht mehr stören. Die Leiden haben die zarten Körper vvllig entkrüstet. Man gibt den Müden jetzt ein Bett, aber sie sterben,' man gibt den Hungrigen gute Nahrung, aber sie sterben,' die Sonne wärmt die zu Eis erstarrken Glieder, und sie sterben trotzdem. Eine Hölle im Angesicht eines blühenden Rosengartens. Unter den Zeltdächern liegen die jungen Menschen und siechen langsam hin. Sie haben kein Antlitz mehr, man sieht nur noch öte Mb erloschenen Augensterne, die fieberhaft ins Weite, ins Leere blicken.
Und am Strande liegt das Totenschiff „San Francesco d'Assisi" und nimmt Tag für Tag seine Leichenlast auf, um hinauszufahren und sie ins Meer zu werfen. Grausame Ironie des Schicksals! Diese Toten, die einem Volke angehörten, das innerhalb seiner Landes- grenzen zu ersticken meinte, diese Toten werden im Meere begraben, das sie als Lebende zu erobern gehofft hatten!
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