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Zehn und eine halbe Milliarde hat die vierte deutsche Kriegsarrleihe. gezeitigt,' das deutsche Volk hat damit in 20 schweren Kriegsnwncüen 36*- Milliarden dem Kater­lande 51t treuen Händen gegeben. DieNeue Freie Presse" schreibt zu diesem glänzenden Erfolg, er bedeute eine der größten Kraftlcistungen von deiren jemals die Geschichte berichtet hat.Deutschland und die österreichisch- ungarische Monarchie und unbesiegbar. Das Ergebnis wird einen starken Eindruck in den femöliäreu Ländern madKH, wo beständig auf eine Erschöpfung gelauert wird."

Wahrhaftig, die neue Kriegsanleihe bedeutet eine neue gewonnene Schlacht. Zum viertenmal hat Deutsch­land gezeigt, ban »eine Goldrüftung fest und sturmer­probt ist und gegen alle Altgriffe gefeit, würdig und gleich stark wie der eiserne Ring, der die Feinde von unseren Grenzen fernhalt, vor dem sie zurückweichen mußten, bis tief in die eigenen Lande hinein. Staats- sekretär Dr. Helfferich hatte recht, alS er nach der Kund- "gebung des gränzenden Ergebnisses sagte:Damit ist Deutschland wiederum der einzige kriegführende Staat, der seine sämtlichen Kriegsausgaben durch langfristige Anleihen gedeckt und übergedeckt hat. Ebenso wie ich im September sagen konnte, daß die Führung des Krieges für ein weiteres halbes Jahr gesichert sei, ebenso kann «h dies auch heute erklären. Was es bedeutet, daß ein Volk von nahezu 70 Millionen, durch völkerrechts­widrige Gewaltakte von der Außenwelt abgeschnitten, ganz auf seine eigene Kraft gestellt, daß ein Volk, das seit zwanzig Monaten die harten Lasten des K rieges trägt, nunmehr im zwanzigsten Monat abermals dem Katerlande den Riesenbetrag von mehr als 10 Milliar­den Erbringt kein Wort kann an die Größe dieser Leistung heranreichen. Das bedeutet, daß allen Fein- den zum Trotz unsere Kraft ungebrochen ist, daß das Vertrauen in unsere gute Sache und in unseren Sieg nicht erschüttert werden kann. Das bedeutet, daß das deutsche Volk, wenn es gilt den Feind n schlagen, keinen Zwiespalt kennt, daß es einmütig zusammensteht wie ein Mann."

Allen denen aber, die mitgeholfen haben zu dem überwältigend wunderbaren Riesenerfolg sagte Staats­sekretär Helfferich den wärmsten Dank des Vaterlandes. Vor allem der Reichsbank und ihrem verdienten Prä­sidenten, ferner allen den Tausenden, die sich in der Organisation und der Werbearbeit betätigt haben, die draußen durch Amt und Ansehen für die Anleihe gewirkt haben, auch der Presse, die für die gute Sache getan hat, was sie irgendwie leisten konnte, schließlich, und vor allem den Millionen von Zeichnern, die auch dieses Mal wieder die Kriegsanleihe zu einer wahren Volksanleihe gemacht haben, sich selbst und un^ serm Katerlande zur Ehre."

Alldentichland aber schaut fest und sreges sicher in die Zukunft, vertrauend aus sehr gutes Recht und seine starke Kraft. Millionen stehen draußen abwehr- und angriffsbekeit, fUHnionen haben daheim nur den einen Gedanken, wie dienst du mit deiner ganzen Kraft dem Bmerkaude. Gold gaben sie dem Eisen, und das Eisen wird ihnen den Sieg bringen, aus dem der herrliche Frieden kommen wird, der der deutsche Frieden heißen nmtz. Daß wir friedensstark sind und waren, beweist der Ausfall unserer Kriegsanleihen, daß wir kriegs­stark und beweist der herrliche Erfolg unserer Heere. Dem Volk aber, das friedens- und kriegsstark zu glei­cher Seit ist, dem gehört die Zukunft. Unter dieser festen Hoffnung trägt Deutschland erhobenen Hauptes die Schwere unserer Zeit.

DasBäOef von verdau".

Der umfassende Angriff gegen Verdun hat, wie der KorrespondenzHeer und Politik" geschrieben wird, in den letzten Tagen besonders auf dem linken Ufer der Maas Fortschritte gemacht, welche den planmäßigen Ausbau unserer Unternehmungen zeigen, der von den feindlichen Gegenangriffen wohl verzögert, aber nicht geändert werden konnte. Seit dem ersten Tage, da der Angriff durch unsere Oberste Heeresleitung mit starker Straft im Raume von Verdun angesetzt wurde, ist bis heute jeder Plan trotz der größten Schonung der Mann­schaften nach Wunsch durchgeftihrt worden. Dabei war es denkwürdig zu beobachten, wie der französische Gene­ralstab den Maßnahmen unserer Heeresleitung gegen­über völlig im Dunkeln tappte. DasRätsel von Ver- Dun". das diesen Zustand der französischen Heeresleitung

T gstk rennzeichnete, miöefe vom erste« Taste nWrcr Ast­griffe an die ständige Ueberschrift eines großen Teiles der französischen Presse, die sich ebenso unklar über die deutschen Pläne war, wie ihr Generalstab. Erst jüngst wies eine amtliche Havas-Note darauf hin, daß die tziegenmaßnahmen vor Verdun darum nicht vom ersten Augenblick an von der französischen Heeresleitung mit voller Kraft in Angriff genommen worden sind, weil man auf eine Kriegslist des dentsclnn Generalstabes rechnen konnte, der vier nur einen Scheinangriff unter­nehmen konnte, um dann an anderer Stelle einen großen Schlag zu versuchen.

Daraus geht mit vollendeter Deutlichkeit hervor, daß unsere Heeresleitung es vortrefflich verstanden hatte, den Feind über seine Absichten im Ungewissen zu lassen, da dieser selbst bei Beginn der Schlacht noch nicht einmal klar sah, wohin der Weg ging. Zuerst wurde bekannt­lich der Angriff gegen Verdun fast gleichzeitig im Nor­den und Osten der Festung eröffnet. Wir wissen, daß dieses Vorgehen von dem ungewöhnlichen Erfolge be- gleftet war, daß sich unsere Linien eng um den Festungs­gürtel legten. Dadurch wurde den Franzosen jeder Raum genommen, um im Bereiche der Festung Opera­tionen größeren Stiles vorzubereiten. Das heißt, daß die Festung den großen Wert als Operationsbasis ver­loren hatte und nur noch als befestigter Platz und Ver­teidigungsstellung in Betracht kam. Einige der wich­tigster, Eigenschaften, welche starke Festungen für die Durchführung der Kämpfe in ihrem Bereiche haben, sind durch unsere Erfolge im Osten und Norden der Fe­stung vernichtet worden. Die Franzosen haben hier nicht mehr die Möglichkeit, Uuternehmurigen auf breiter Grundlage im Gelände selbst durchznführen.

Nachdem dieser wichtige Abschnitt des Festungs- kanrpfes zu unseren Gunsten erledigt worden war, be­gann im Anschluß an unsere verbesserten Stellungen nördlich der Festung der Kampf auf dem westlichen Ufer der Maas. Die Erfolge bei Brabant, welche unsere Stellungen aus dem östlichen Maasufer gekräftigt hat­ten, waren auch für die Ausdehnung der Unterließ mungen durch Verkürzung und Ausrichtung der Front- linie von entscheidendem Einfluß. Der erste große Er­folg auf dem westlichen Ufer des Flusses bestand in der Erstürmung von Forges und der sich daran anschließen­den französischen Waldbefestigungen. Südlich drangen wir hier, wie bekannt, au dem Ufer der Maas bis zum Toten Mann" vor, und dehnten gleichzeitig unseren Angriff westlich der Linie Malaneourt-Bethiüconrt be- deutend nach Süden aus.________ (OKM.)

Das ein beuget Sieg für die Well bedeuten wird.

Der Nebel von Entstellungen und Verdrehungen unserer Sache, mit dem englischer Einfluß die öffentliche Meinung in den Vereinimen Staaten eingehüllt hat, ist so dicht, daß man sich über jeden Sonnenstrahl der Wahrheit freuen muß, der diesen Nebel durchdringt. Das gilt besonders von einem Aussatze, den der Pro­fessor an der Harvard-Universität Dr. John A. Walz unter dem obigen Titel geschrieben und in der treff­lichen deutsch-amerikauismeu Wochenschrift Walhalla (Tom 8. Januar) veröffentlicht hat. DieKöln. Ztg." gibt die Darlegungen ihrem Hauptinhalte nach wieder. Walz beginnt:

Die antideutsche Strömung in unserm Lande geht zu einen nicht geringen Teil darauf zurück, daß man die Folgen eines deutschen Sieges fürchtet. Es soll hier nicht untersucht werden, inwieweit diese Furcht echt ist ooer onrcy gescrnatc Mache ycrvorgeruseu worden. Die Deutschen, so wird behauptet, erstreben eine Weltherr­schaft, die die Unabhängigkeit und Freiheit aller Nationen bedrohen mirb. Besteht überhaupt die Möglichkeit für eine derartige deutsche Weltherrschaft? Deutschland er­mangelt der physischen, materiellen und geographischen Grundlage für eine Weltherrschaft zu Land und 5111 See. Die Deutschen, die sich vor andern Völkern durch ihren klaren Wirklichkeitssinn anszeichuen, wissen das selbst am allerbesten. Kein deutscher Staatsmann und kein deutscher Publizist von Ruf hat je von Weltherrschaft als dem Ziel deutschen Ehrgeizes gesprochen oder auch nur davon geträumt. Wenn sie vom deutschen Gedanken in der Welt reden oder vom Platz in der Sonne, so meinen sie etwas ganz anderes. Die Behauptung, daß die Teutschen eine Weltherrschaft anstreben, ist ein Teil jenes Lügen- und Verlenmdungsfeldzugs gegen alles Deutsche, den die Presse ihrer Feinde vor 16 Monaten eröffnete.

'pv 'tFMMM WO me memrerren schwer Europa« vor einem deutschen Sieg? Fünf kleine Nationen sind die Nachbarn des Deutschen Reichs, die Schweiz, Holland, Dänemark, Norwegen und Schweden. Ihre Sympathien neigen nach verschiedenen Seiten, aber alle fünf sind bis auf den lebten Mann entschlossen, ihre Nationalität und politische Unabhängigkeit aufrecht zu erhalten. Seit 16 Monaten haben sie mit großen Opfern die strengste Neu­tralität bewahrt, trotzdem daß der Anschluß an die Alli­ierten allen beträchtliche Augenblicksvorteile im Handel und Geschäft bringen würde. Wenn sie wirklich glaub­ten, daß ein deutscher Sieg ihre Unabhängigkeit und 9la= tionalität gefährden würde, so Hätten sie sich schon lange den Alliierten abgeschlossen, um der deutschen Gefahr ein für allemal ein Ende zu machen. Aber diese Na- iioiteu fürchten sich nicht vor den Folgen eines deutschen Sieges und sie sind nicht willens, Gut und Blut zu opfern für eine Sache, die nicht die ihre ist. Sie kennen die deutsche Regierung und das deutsche Volk. Nachbarn aber kennen sich besser als Leute, die 3000 Meilen von einander wohnen.

Walz beweist dann, daß auch Oesterreich - Ungarn nicht nach der Weltherrschaft strebt, und sagt von diesem Lande weiter: Oesterreich-Ungarn ist das Vorbild für die künftige Neugestaltung Mitteleuropas: eine Vereini­gung von großen und kleinen Nationen zu gegenseiti­gein Schutz, die jedem einzelnen Glied es ermöglicht, sich nach seiner nationalen Eigenart zu entwickeln, und die dennoch alle Reibungsflächen aus dem Wege räumt. Auch die Türkei hat, so führt Walz weiter aus, sich den Mit­ternächten abgeschlossen, um ihre Selbständigkeit zu rer- teu. Nicht minder würde für Persien und Indien ein deutscher Sieg die Aussicht aus Selbständigkeit bedeuten. Damit gelangt der Verfasser zu folgenden Schlüssen:

Das führt uns zu der wahren Bedeutuug eines deut­schen Sieges. Die Mächte der Natur und der Geschichte haben dem deutschen Volk die physische Grundlage zu einem Weltreich versagt. Wäre dem nicht so, so hätten die Deutschen ohne Zweifel schon lange den Versuch ge­macht, ein Weltreich zu gründen, wie es die Engländer und Russen getan haben. Aber der Wirklichkeitssinn der Teutschen läßt sie den Beschluß des Schicksals klar erkennen. Es ist von jeher die Größe und die Stärke des preußisch-deutschen Staates gewesen, daß er nie und nirgends das Unerreichbare angestrebt hat. Das deutsche Volk hat seine nationale Politik innerhalb der Grenzen ausgebildet, die ihm Natur und Geschichte gezogen ha­ben, mib dadurch ist es zum weltpolitischen Führer der Gegeuwar n. Zukunft geworden. Deutschland vertritt aus innerer Notwendigkeit die Unabhängigkeit der Völker po­litisch u. wirtschaftlich. Ein deutscher Sieg bedeutet das Ende der großen'Weltreiche, die auf Eroberung und dem Recht der Macht beruhen. Er bedeutet die Gleichberech­tigung der Nationen und die Freiheit der Entwicklung. An Stelle von Gewalt und Eroberung wird die frei­willige Zusammenarbeit der Völker treten. Das aber bedeutet eine neue Aera in der Geschichte der Mensch­heit. Deutschland wird nicht von selbstloser Nächsten­liebe getrieben, christliche Nächstenliebe ist noch von kei­ner Nation praktisch geübt worden, sondern vom klar erkannten eigenen Interesse. Es ist im Interesse Deutschlands, daß in den Balkanstaaten Friede und Ord­nung Herrschen, daß die Türkei wirtschaftlich fortschreite, daß Aegyxten, selbst seine Wirtschaftspolitik bestimme, daß China stark und unabhängig dastehe, daß die Tür überall offen bleibe und daß das Seerecht von allen see­fahrenden Stationen gemeinsam bestimmt werde. Aber all das ist auch im Interesse der Vereinigten Staaten. Aus diesem Grunde haben wir Deutschamerikaner und einige andere.Amerikaner immer darauf bestanden, daß lands in allen wesentlichen Dingen parallel laufen. Die Zeit wird noch kommen, wo das anerkannt wird.

Die Wirkungen des deutschen Sieges werden sich nach Walz in einem Fortschritt der sozialen Demokratie in Amerika wie in andern Ländern zeigen. Die sozialen Einrichtungen und Gesetze, die Deutschland jetzt so stark 1 machen, werden von ihnen übernommen werden müssen, i Die sozialen Leistungen Deutschlands aber sind, so schließt er seine Ausführungen, nur eine Folge der deutschen Tüchtigkeit, sie sind ein sittlicher Erfolg Deutschlands. Tüchtigkeit setzt voraus Ehrlichkeit, Arbeitsliebe und ein ausgeprägtes Pflichtgefühl. Ein deutscher Sieg wird diesen Eigenschaften einen größern Wert verleihen, als sie je zuvor besessen haben." Und er meint ironisch:Bor der deutschen Tüchtigkeit müssen die neutralen Nationen auf der Hut sein, nicht vor den deutschen Heeren und ; Flotten." Hoffentlich findet der Aufsatz in Amerika viele ' und nachdenkliche Leser.

Für die Zeit vom 1. Mai bis einschließlich 30. Sept. ds. Js. sind die GeschästS- stuuden in den städtischen Büros auf die Zeit von vormittags 8 bis nach mittags 3 Uhr (ohne Unterbrechung) festgesetzt worden. Für Sonnabend bleibt die seitherige Geschäfts­zeit von 81 Uhr bestehen. Die Sprechstunden des unterzeichneten Bürger­meisters finden in der ge­nannten Zeit jeden Montag, Mittwoch und Freitag von vormittags 11 Uhr bis mit­tags 12-/2 Uhr statt.

Die bisherige Zeiteinteilung bleibt bestehen für den äußeren Polizei- und Feld­schutzdienst, sowie für die städtischen Betriebsverwalt­ungen (Forstverwaltung, Gas-, Wasser- und Glek- trizitätswerk, Stadtwage, Branntwein- u. Bierkontrolle, Schlachthaus und Holz­magazin.)

Hersseld, den 20. März 1916.

Der Bürgermeister I. 1420. Strauus.

Um Irrtümern vorzubeugen, meinen Patienten zur gest. Nachricht, dass ich nach wie vor Mitglieder sämt­licher Ortskrankenkassen behandle.

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Miidchcn vom Lande zum 1, Mai oder später gesucht.

Frau Baunutern. Gorski.

Rotenburg a. d. Fulda.

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