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Erfolge im Abootkrieg.

Sie Niederlage der

Hülsen am Nararz-See.

Die Hauptangriffsstelle der Russen, die der Oiarocz- See säum seit Beginn der russischen Offensive bildet, war ruch in den letzten Tagen wieder das Ziel der russischen Heeresleitung zu Borstößen, die mit stärksten Kräf­ten unternommen wurden. Trotz dieser ungewöhnlichen Anstrengungen konnten die Russen bisher weder an einer anderen Stelle noch am Narocz-See den gering­sten größeren Erfolg aufweisen. Nur am 20. gelang es dem Ansturm großer Massen, südlich vorn Narocz-See einen kleineren Erfolg zu erringen, denn unsere Trup­pen waren gezwungen worden, eine weit vorspringende schmale Ausbuchtung unserer Front an dieser Stelle um einige Hundert Meter zurückzunehmen. Diese Maß­nahme erfolgte, wie unser Generalstab erklärte, zu dem Zwecke, um einem umfassenden Feuer auszuweichen. Unsere Linien machten m den vorbereiteten Stellungen auf den Höhen bei Blisniki Halt.

Am 22? versuchten nun die Russen aufs neue, an diesem Teile der Front, einen Erfolg zu erzielen, nach­dem sie schon mit gewaltiger Truppenmacht die ganze Front abgetastet und an vielen anderen Stellen ange­griffen hatten. Alle Mißerfolge konnten bisher die russi- tche Heeresleitung nicht entmutigen, und mit einer Hart­näckigkeit, die schon aus den ständigen Stürmen in den Karpathen bekanm ist, stellten sie immer wieder aufs neue das Kriegsglück im Raume vom Narocz-See aus die Probe. Alle Vorbedingungen schienen vorhanden. Auf ihrer Seite waren Menschen und Geschütze in ge­nügender Anzahl vorhanden. Aber sie hatten sich sehr stark verrechnet. Am 27. hatten sie einen Angriff mit großen Mitteln vorbereitet, da nach der Mitteilung uu- ieres Generalstabes Teile dreier Armeekorps bei dem Angriff beteiligt waren. Trotz dieses Massenaufgebots, das den Sieg bringen sollte, konnten sie aber nicht nur den geringsten Erfolg erzielen, sondern sie wurden auch durch den Gegenstoß westpreußischer Regimenter wieder aus den am 20. März verloren gegangenen Gebieten hinausgeworfen.

Der Angriff erfolgte bei Mokrzyce südlich des Naroez- Sees. Die große Anzahl von Gefangenen zeigt, wie be­deutsam der Erfolg unserer Waffen war. Er ist außer­dem noch dadurch außergewöhnlich bemerkenswert, weil die Runen daraus erkennen können, daß von einer Schwächung unserer Front durch die Vorgänge bei Ver- dun nicht im entferntesten die Rede sein kann. Diese Hoffnung werden sie nun begraben können, zumal unser Sieg gegen eine Ansammlung zahlreicher Truppenkör- per erfolgte. Bei der erfolgreichen Defensive, die unser f>eer im Osten beobachtet, bewährt sich auch jetzt wieder er Grundsatz, an den entscheidenden Stellen der Stär­kere zu sein. Das war das Geheimnis unserer Erfolge bis zum heutigen Tag, und darum wird auch unser Heer niemals die große Ueberzahl der Russen zu fürchten ha­ben. Nachdem sie in den letzten Monaten auch bei un­seren Feinden viel an Wert verloren hatte, gewann sie in den letzten Wochen wieder in der feindlichen Presse an Bedeutung, denn man konnte schon hin und wieder einen Trosthinweis auf das neue große Russenheer lesen.

Die Niederlage der Russen ernt Naroe;-See hat der Welt wieder gezeigt, daß auch heute noch bte große Zahl nur sehr wenig gegenüber der besseren Führung und Organisation, sowie der höheren Eigenschaften der Mann­schaften gilt. So wird dieser Sieg auf einem kleinen Ab­schnitt der Riesenfront zu einer Gewahr für den end­gültigen Sieg unserer Massen einer Welt von Feinden gegenüber. (OMN.)

* t

Die Pariser Konferenz

Italienische Berichte bestätigen derFrkf. Ztg." zu­folge, daß die Pariser Konferenz hauptsächlich eine bin­dende Genehmigung der von den Generalen getroffenen militärischen Vereinbarungen durch die verantwortlichen Staatsmänner herbeizutühren hat, während die Wirt­schaftsfragen einer weiteren, Ende Aprrl zusammcntre- tenden Konferenz vorbehalten bleiben.

Eine russische Stimme gegen die Handelskonferenz.

Nach einer Meldung derFrkf. Ztg." lehnt die Pe­tersburgerRußkija Wjedomosti" die Tendenz der Pari­ser Konferenz zur Fortführung des Handelskrieges ab. Rußland nehme diese Bestrebungen nicht ernst. Die Wirtschaftspolitik hänge von der Klärung der politischen Verhältnisse nach dem Kriege ab.

Unter feindlichen Lahnen.

Mus den Erlebnissen eines alten Blücherhusaren von Ludwig Blümdt.

10) (Nachdruck verboten.)

Endlich erfüllte man meine Bitte und ich folgte mit verschiedenen andern dem Regiment. Kurz bevor ich es erreichte, erfuhr ich in einer halb niedergebrannten Scheu- ke, wo mir rasteten, aus der Unterhaltung einiger Offi­ziere vom Generalstab, daß der russische Befehlshaber Barklay de Tolly Smolensk, dieheilige Stadt", be­setzt habe und daß es dort in den nächsten Tagen zu ei­ner Entscheidungsschlacht kommen würde. Ich war froh, wenigstens dann wieder bei meinen Kameraden sein zu dürfen. Am 18. August wurde ich wieder in die erste Eskadron eingereiht. Mein Wachtmeister und alle guten Freunde, die mich für tot gehalten, begrüßten mich mit größter Freude, und der gute Gustav Schmidt aus Dram- burg vergoß sogar helle Freubentränen.

Rabe allein hielt es nicht für der Mühe wert, mich eines herzlichen Wortes zu würdigen. Er schaute mich nur mit scheelen Blicken von der Seite an, und ich wuß­te, daß ihm min Tod weit lieber gewesen wäre, als meine Rückkehr zum Regiment.

Am 16. August erreichten wir Suwlensk. Unsere Vorposten standen auf dem rechten Flügel. Die soge­nannteheilige Stadt" hatte für uns etwas Mmz eigen­artiges, zuvor nicht Gekanntes, mit ihren seltsam ge­formten, leuchtenden Kuppeltürmen, der sehr starken Mauer und den Melen darauf befindlichen alten Zinnen.

Am 17. in aller Frühe begann der Sturm der In­fanteriekolonnen, während ein mörderisches Geschütz- feuer die Erde erbeben ließ. Wir kamen nicht direkt ins Feuer, vermögen den Lauf der Schlacht aber, auf dem Rücken unserer Pferde stehend und uns aneinan­der festhaltend, von unserer Stellung aus sehr wohl zu »«rsolgen. Ab und zu verirrte sich eine Kugel bis zu

[ Aus dem großen Hauptquartier

8-* Großes Hauptquartier, 28. März 1916. (Amt­lich. WTB.) (Eingegangen 3,05 Uhr nachmittags.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Südlich von St. Eloi entspannen sich lebhafte N a h k ä m p f e i« den von den Engländern gespreng­ten Trichtern und auf den Anschlutzlinien.

Ueber die Lage im Kampfgebiet beiderseits der Maas ist nichts Neues zu berichten.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Von neuem treiben die Russen frische Masse» gegen die deutschen Linien bei Postawy vor. Ju tapferer Aus­dauer trotze« deutsche Truppen des Saarbrücker Korps allen Anstürmen des Feindes. Vor den an ihrer Seite kämpfende« Brandenburgern, Hannovera­nern und Hallensern zerschellte ein in vielen Welle« vorgetragener Angriff zweier russischer Divi­sionen unter schwerster Einbuße des G e g « e r s. Das gleiche Schicksal hatten die a«ch nachts noch wieder­holten Versuche des Angreifers, den bei Mokrcyce ver­lorenen Boden wiederzugewinnen.

Dalkaukriegsschauplatz.

Im Verfolg der feindliche» Luftangriffe auf unsere Stellungen am Dojran-See stieß ei» deutsches L« ftgesch w a d er in die Gegend von Saloniki vor «nd belegte den neuen Hafen, den Petroleumhafen, sowie die Ententelager nördlich der Stadt ausgiebig mit Bomben.

Oberste Heeresleitung.

Vom österr.-rmgar. Generalstab

Wien, 28. März. (WTB.) Amtlich wird verlaui- bart:

Russischer Kriegsschauplatz.

Nördlich von Bojau haben die Russen nach einige« Sprengungen in ««fern Hindernisse« wiederholt «er­sticht, in die Stellung einzndringe«. Alle Angriffe wur­den unter erheblichen, feindlichen Verlusten ab ge­wiss e«.

Nordöstlich der S t r y p a m ü n d n « g scheiterte ein nächtlicher Borrücknngsversuch russischer Abteilnngen schon an der gute» Wirkung unserer Vorfeldminen.

An der b e s s a r a b i s ch e n Front «nd bei Olyka feuerte feindliche Artillerie lebhaft.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Die Kämpfe am Görzer Brückenkopf dauern fort. Auch im Abschnitte der Hochfläche von Doberdo be­gann ein lebhaftes Feuer der beiden Artillerien. Von italienischer Seite erfolgten Angriffsversuche am Nord­hang des Monte Satt Michele und bei San Martin», die leicht abgewiesen wurden. Oestlich Selz ist das Ge­fecht «och immer im Ga«AWWWWWWWWWWW

Auch im Plöckenabschnitt scheiterten alle feindlichen A«griffe. Vor der Kampffront deß braven kärntnerischen Feldjägerbataillons Nr. 8 liegen über 500 tote Italiener.

An der Tiroler Front waren die Geschütz­kämpfe in den Jndtkarieu lebhafter als sonst. Da in Benezien ein erhöhter Eisenbahnverkehr gegen die Json- zofront festgestellt wurde, belegten unsere Flieger einige Objekte der dortige« Bahnen mit Bomben.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Seine Ereignisse,

Der Stellvertreter des Chefs des Geueralftabes.

v. Hoefer, Feldmarschalleutuaut.

Der Luftangriff auf Saloniki.

»-G- Lugano, 29. März. (T. 11.) Aus Saloniki wird lautB. T." gemeldet: Ein deutsches Fluggeschwader beschoß eine Stunde lang die Reede der Stadt und das Ententelager in Saloniki. Angeblich sei wenig Schaden angerichtet worden. Eine Anzahl Zivilpersonen sei dem Bombardement zum Opfer gefallen.

Dagegen besagt eine Amsterdamer Meldung nach demB. I": Der Luftangriff auf Saloniki richtete nach Londoner Meldungen erhebliche« Schade« an. Eine Bombe fiel auf die große Kaserne, eine andere auf die Präfektur.

uns, und das Regiment verlor, trotz seiner Untätigkeit, drei Pferde und einen Mann. Obwohl der Sturm ab­geschlagen wurde, verließ Barklay doch die Stadt bereits am nächsten Tage, brach die Brücke hinter sich ab, ließ seine Geschütze auf einer Anhöhe auffahren und legte mit Brandgranaten und Vollkugeln, ehe er weiterzog, fast das ganze Smolensk in Trümmer.

Wohl hatte er das berühmte Heilige Muttergottes­bild rechtzeitig vor ben Ungläubigen in Sicherheit brin­gen lassen, aber man verzieh ihm sein Verhalten den­noch nicht. Er wurde abberusen und an seine Stelle trat der alte, einäugige Fürst Butusow.

So besand sich Smolensk denn in französischem Be­sitz. Doch irgend einen Ersolg bedeutete die Einnahme dieser verlassenen, niedergebrannten Stadt nicht.

III.

Ueber B o r o d i u o nach Moskau.

Da unsere Brigade am 19. August zur Sicherung .zweier über den Dnjepr geschlagener Brücken zurück­bleiben mußte, so nahmen wir nicht an dem sehr bluti­gen Rückzugsgefecht bei Walutina Gora teil, das die Franzosen fast 9000 Mann kostete. Die Russen verloren etwa 5000.

Mehr und mehr zweiselten wir nach den Ereignis­sen von Smolensk an der Möglichkeit eines wirklichen Erfolges derGroßen Armee" in diesem Kriege. Und gar mancher sah schon jetzt voraus, welche Folgen ein weiteres Eindringen in das verödete Land haben müßte. Doch Napoleon dachte an keinen Rückzug. Der Marsch auf Moskau, das Ziel seiner Hoffnungen, wurde fort­gesetzt.

Wir hatten in der Folgezeit fast keine ruhige Nacht mehr. Es kam täglich zu blutigen Zusammenstößen mit den uns umschwärmenden und umlauernden, verhaßlen Kosaken, und der Mangel an Nahrungsmitteln wurde Wn jetzt in recht empfindlicher Weise bemerkbar. Hoff-

Der Ubootschaden in einer Woche.

w= Haag, 29. März. (T. u.) In erlauschen Rce- derkreiseir veranschlagt man lautTgl. Rösch." den Wert der in voriger Woche versenkten englischen Schiffe aus 40 MillionenMark. Diese Summe schließt nicht den Wert der versenkten Ladungen in sich.

Nach demLondoner CHronicle" stnö derBvss. Ztg." zufolge seit Freitag 46 000 Tonne« Ha»oelsschiffe versenkt worden, darunter neutrale. In einem Leitar­tikel drückt dieDaily Mail" der Admiralität ihr Ver­trauen aus daß sie öie neue Gefahr der verbesserten N- boote beschwören könne.

Englands Siefeteen nahe am Ende.

Der Londoner Korrespondent desManchester Guardian" schreibt: Sowohl der Schatzkanzier als der Präsident des Handelsamtes sind der Ueberzeugung, daß jetzt nicht mehr viel verheiratete «nd u »verheiraten Männer für die Armee zu haben sind. Einmal muß die Grenze erreicht werben; nach Ansicht des Handelsamtes ist sie erreicht. Die Armee zählt jetzt über biet Millionen. Dazu kommen etwa eine halbe Million Verluste, und eine Million steht in direktem oder indirektem Dienste der Flotte. Welche Methoden für die Siefrutierung wir auch anwenden mögen, wir sind jedenfalls Habe am Ende. Nicht nur die Exportmdustrie nnd die unentbehr­lichen Industrien, sondern auch das Muttitionsmini- ftetium und die flotte klagen, daß sie Nicht genug Ar­beitskräfte bekommen können.

Rene englische Flottenbasis am Humber.

w= Amsterdam, 29. März. (T. 11.) Wie scholl be­richtet, hat die englische Regierung die Humbermttndung für geschlossen erklärt und für kleinere Schiffe besondere Plaßnabmen für die Küstenschiffahrt festgelegt. Wie aus London derVofs. Ztg." zufolge gemeldet wird, ist diese Nachricht von Reuter nur verbreitet worden, um die Wahrheit zu verschleiern. Tatsächlich wird die englische Admiralität den Hafen von Hull und die Humbermün- dung zu einer Flottenbasis eines Nordscegeschwaders mrsrüsten.

Die wahre Stimmung im

VieruerbaKdslager.

DasB. T." berichtet aus Lugano: Nach seinen bisherigen Siegeshymnen plaudert jetzt ein frarrzösischer Offizier im MailänderSe«olo" in einem unbewachten Augenblicke aus, wie es dem Vierverband in Wirklich­keit ums Herz ist. Er schreibt:

Sollten die Elltentevölker, die zivanzig Monate lang starken Herzens alle Härten und Schrecken des Krieges trugen, sich überzeugen, daß nicht einmal die so feierlich nach Paris berufene Konferenz von Staatsmän- nent und Generalen sich zu einer entscheidenden Tat in dieser furchtbaren Völkertragödie auf straffen vermag, sondern sich in Festenipfänßen und lautesten erschöpft und ihre peinliche Widerwrlltqkeit und unheilbare Un­einigkeit durch konventionelle Höflichkeiten 31t bemän­teln sucht, baun freilich würben es die Völker für nnnüß halte«, länger ihre Männer und Söhne weiterhin aus den Arnre« der Familie zu reißen und in die Schützen­gräben und das Geschützfeuer zu schicken. Dann würden die Völker eher daran derrken, um jeden Preis sogar je­ne» verzweiserten."Frieden hinzunehmen. den die Aaen- ten Deutschlands, die naiven Tolstvianer und die im Trüben fischenden Politikaster predigen. Das sagen wir nicht etwa, um auf eine bestehende Schwäche in den bewundernswerten moralischen Widerständen der Völ­ker hinzuweisen, sondern um von neuem die mlgehener- liche Verantwortlichkeit der Staatslenker darzutun."

In der Presse der Verbündeten kommen gleichzeitig die Interessengegensätze zwischen den Ländern der Al­liierten immer wieder zum Ausdruck.

SchrMche" EnkWAnM» her ME

Italienische Berichterstatter meldeten dieser Tage aus London, dort werde in weiten Kreisen die Ausdehunng der Wehrpflicht auf die Verheirateten und auf die 18= jährigen Jünglinge als Notwendigkeit angesehen^ Viel­leicht sollen für diese Erkenntnis noch weitere Kreise ge­wonnen werden durch eine aus ungenannten amcrira- nischen Quellen bezogene Nachricht, daß Deutschland schon auf 17jäßrige Knaben zurückgreife. Die ganze amerika­nische Nachricht wirst ein grelles Licht auf den Erfin­dungsschwindel im Lager unserer Feinde; dieTimes" aber schämt sich nicht, sie ohne Bemerkung zu verbreiten, obwohl sie die Lüge ohne allen Zweifel durchschaut. Sie schreibt lautKöln. Ztg":

In Bayern, Westfalen, Württemberg (welche Rei­henfolge!) und andern Teilen des Deutschen Reiches Herrschi allgemeine Aufregnng. Straßenaufzüge von

ten wir nach beschwerlichem Ritt über aufgeweichten Boden und durch bisweilen urwaldähnliche Forsten end­lich ein gutes Quartier zu finden, fo winkte uns hernach nichts als ein schwelender Trümmerhaufen. Unge­brannter, aus der Asche hervor gesuchter Hafer, Wach- Holderbeeren, Kiefenradeln und schlechtes Stroh diente unseren Pferden als Nahrung, während wir uns mit dünnen Wassersuppen und hartem Brot begnügten.

Am 24. August mußte unser schwer ertränkter Oberst v. Czarnowski nach Smolensk zurücktransporttert wer­den und der Major von Zielen übernahm statt seiner das Kommando.

Die Nacht daraus fiel der erste Reif, trotzdem es die Tage zuvor recht heiß gewesen war. Mir ahnte, als ich Blumen und Blätter am nächsten Morgen verwelkt sah, so etwas von Wiutergraus und Winterschrecken.

Nach dem Gefecht von Schewardino am 7. September standen wir abermals vor einer Entscheidungsschlacht. Bei Borodino würde es wie verlautete, zum Zusam­menstoß kommen. 9(m Tage vorher herrschte überall Jubel und Ausgelassenheit. Die Kapellen spielten lustige Weisen und es schien, als stände eine große Pa­rade bevor. Bereits um 4 Uhr trat am nächsten Morgen die Armee unters Gewehr. Aus strahlender Morgen­röte stieg die Sonne leuchtend empor über den Lager­feuern des Feindes, Lerchen trillerten in der klaren Luft, und die weite Erde schien in tiefstem Frieden zu ruhen.

Sich', wie die Sonne leuchtet", sagte mein bester Freund Gustav Schmibt zu mir mit ernster Diicne, und es lag auf seinem biederen Gesicht so etwas wie TodeS- ahnen.Ob wir sie wohl Hute abend untergehen sehen? Ich glaube nicht, daß ich das noch erlebe. Aber solltest Du in die Heimat zurückkehren, dann besuchst Du meine Eltern und bestellst ihnen meine letzten Grüße."

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