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Die vergebliche« Gegenstöße westlich der Mavs.

Zu den letzten Mitteilungen unseres? Generalstabes von den vergeblichen starken Gegenstößen der Franzosen ivestlich der Maas wird uns geschrieben: Die Kämpfe der jüngsten Tage und die gänzlich ergebnislosen feiuv- lieben Gegenstöße spielten sich in einem charakteristischen Abschnitt der Maas ab und zwar in der Nähe des gro­ßen Kniees, daS der Fluß bier bildet. ES ist ein nach Westen ausbiegender Halbkreis, der ungefähr von Reig- neville im Norden bis zum Fort Charmy im Süden reicht. Der nördliche Punkt ist voll unseren Truppen besetzt worden. Um den Kreisbogen herum liegen alle weiteren für die Entwicklung der Schürcht in Betracht kommenden Ortschaften und Geländeteise. Südlich von Forges und westlich von dem Knie der Maas liegt die viel und heißumstrittene gute de l'Otc mit der Höhe von 265 Mir., die gleichfalls in der Hand unserer Trup­pen ist. Bethincourt und le mort Homme liegen südlich zu diesen Ortschaften und Erhebungen des Bodens. Das Gelände bat durch seine teils waldige, teils hügelige Be- fchafsenheit säum seinerseits viel dazu getan, um den Angriff zu erschwren und gleichzeitig die Verteidigung zu erleichtern. Um so erstaunlicher und bemerkenswer­ter sind die schnell errungenen Erfolge, die sich hier an unsere Fahnen geheftet haben.

Der weitere Stoß unserer Truppen erfolgte gegen Süden, wie aus dem bisherigen Verlaufe der Kämpfe zu ersehen ist. Die Erfolge, welche wir hier errungen haben, sind nicht nur von moralischen Seite von größ­ter Bedeutung, sondern sie haben auch den Zweck er­reicht, zur Ausrichtung und Verkürzung unserer Front vor Berdun erheblich beizutragen. iHach dem Bericht un­seres Generalstabes war es uns östlich der Maas schon vor einigen Tagen gelungen, die Halbinsel Chanrp, die sich innerhalb des Maasbogens befindet, zu besetzen. Un­sere Front war demgemäß auf dem östlichen Ufer des Flusses bereits weiter nach Süden vorgeschoben wor­den, als auf dem westlichen, denn Forges liegt schon stark nordwestlich von der Halbinsel Ehamp. Nach der Eroberung von Forges und den weiter südlich gelege­nen Geländeabschnitten nahm unsere Front an dieser Stelle eine immer gedrungenere und festere Form an, denn es wurde der fast gradlinige Anschluß unseres rech­ten Flügels der im Norden von Verdun stehenden Ab­teilungen an den linken Flügel erreicht.

Man sieht leicht ein, daß dieser Vorteil der neuen Stellung recht erheblich ist. An das südliche Ufer des Maasbögens schließt sich eng das Befesttgutigswerk von Verdun im Nordwesten der Festung alt. Es handelt sich um denjenigen Teil der Festung, dem unser west­lich der Maas angesetzter Angriff sich zu nähern be­strebt ist. Um den Maasbogen herum geht die Eisen­bahnlinie nach Dun und Sedan. An dieser Eisenbahn-

xVKtre ragen w w»» m E * sis w oberte Reigneville. Marre ist die Station für das gleich­namige Fort, das weiter südwestlich in geringer Ent­fernung von der Stadt erbaut ist. Dieses Fort ist jetzt von großer Bedeutung, da es den nordwestlichen Eck­pfeiler der Festung Verdun bildet, wie das von uns bereits eroberte Fort Douaumont den nordöstlichen Eck­pfeiler barstem. Das Fort de Marre liegt grade süd­lich von der Halbinsel Champ und bildet die stärkste Wehr südlich des Knies der Maas. Weiter nvrößftlW in dem Knie, das von der nun wieder nach Süden flie­ßenden Maas gebildet wird, liegt die Batterie de Cyar- nt), die den südlichen Teil des Maaskreises deckt. Zwi­schen Batterie de Charny und Fort de Marre befinden sich zur Verbindung eine Reihe befestigter Anlagen, die weiter südwestlich von dem Fort de Bois Bourrus fort­gesetzt werden.

Wir sehen demgemäß hier eine starke Front, die von Charny aus in der Richtung West-Südwest verläuft und sich gegen Norden und Nordwesten richtet. Diese ganze befestigte Front bildet den starken nordwestlichen Schul­terpunkt der gesamten Festnugsanlage und reicht bis an den Lauf der Maas selbst heran. Von Tag 31t Tag nähert sich unser Angriff in der jüngsten Zeit immer mehr diesen Werken, die dem Verteidiger einen starken Rückhalt verleihen. Trotzdem entschwand unseren Fein­den bisher eine Stellung nach der anderen und auch der größte Heldenmut konnte das Vordringen unserer Trup- pen nicht aufhalten. (OKM.)

Seulschlands unerschöpfliche Kraft

Der holländischeMilitäre Spectator" veröffentlicht eine interessante Betrachtung darüber, ob es möglich sei, Deutschland zu erschöpfen. Er gibt eine Statistik der deutschen Militärreservcu unb der deutschen Verluste und kommt zu dem Ergebnis, daß Deutschland mit denselben Verlusten wie bisher noch viele Jahre Den Krieg in der­selben Trupenstärke durchhalten könne. Gleichzeitig gehe aus dem Zahlenmaterial hervor, daß keine Rede von selben Truppenstärke durchhalten könne. Im Gegenteil, Deutschland sei imstande, eine gewaltige Kraftaustren- gung zu leisten und strategisch offensiv vorzugehen.

Des weiteren heißt es dann in dem Artikel, daß England dagegen seine bedrohten Jutereffen im Osten zu schützen habe und daher große Truppenmassen nach den verschiedenen Kriegsschauplätzen senden müsse, wodurch der Hauptoperationsplatz, auf dem die Entscheidung her­beigeführt werden müsse, notleide. Die Anzahl englischer Truppen in Mesopotamien werde stark vergrößert. In Saloniki befinde sich jetzt mehr als eine Viertelmillion Engländer und Franzosen, während die Zahl britischer Soldaten in Aegnpten auf mehr als 400 000 Mann ge­schätzt werde. Durch die Entsendung aller dieser Truppen

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die Westfront um meHr a^ 700M, meistens krcegs- gehärteter und erfahrener Mamischafteu geraubt. Die Franzosen hätten bei ihrer Offensive tut September des vorigen Jahres sehr schwere Verluste erlitten. Täglich forderten Krankheiten Hunderte von Opfern in den feuch­ten und dem feindlichen Feuer ausgesetzten Laufgraben. Unb trotzdem habe auch Frankreich, das bis zum Aeutzer- sten in seiner Truppenliefenmg gegangen sei, ebenfalls seinen Anteil an Gallipoli und Saloniki liefern muffen, wenn es als Macht am Mittelländischen Meer gegenüber England auch fernerhin mitzählen wolle. Auch dort an den Dardanellen unb in Mazedonien seien Taufende von Menschenleben verloren gegangen. Da Frankreich nicht mehr Truppen hergeben könne, werde der Truppeuman- gel derart fühlbar, daß England trotz des Widerspruches des Volkes genötigt worden sei, die Dienstpflicht einzu- führen, da die Anwerbung von Freiwilligen nur unge­nügende Resultate ergeben habe. Ob jedoch mit dieser Art einer Heeresbildung England innerhalb kurzer Zeit tatsächlich ein Heer auf die Beine bringen könne, um eine Entscheidung herbeizuführen, dürfe man bezweifeln. Von Italien könne nicht erwartet werben, daß es für eine gemeinschaftliche Aktion zur Herbeiführung einer Eutscheidrmg eine bemerkenswerte Truppenmacht zur Verfügung stellen werde. Vom Vierverband bleibe also lediglich Rußland über, das mit seinem unerschöpflichen Menschenmaterial wohl uoch zu einer starkeil Krasiau- spannung imstande sein werde. Man dürfe jedoch nicht vergessen, daß dieses Land im vergangenen Jahre ge­waltige Schläge erlitten habe, und wenn auch das russische Heer nicht vernichtet worden sei, so sei doch sein bester Teil verloren gegangen. Ob die neu organi­sierten Truppen eine derartige Kraft entwickeln könnten, daß sie die sehr starke deutsche Ostfront eindrücken kön­nen, sei sehr zweifelhaft, zumal, da die besten Truppen nicht imstande gewesen seien, im Kampf auf offenem

Eutscheidrmg Verfügung st lediglich Ruf

Felde die vorwärtsdringenden deutschen Heere aufzu- halten. Auch sei Rußland augenblicklich nicht imstande, mit seinem Ueberfluß an Menschenmaterial seinen Ver­bündeten zu helfen, da es noch immer isoliert sei. Daß Kanada, Australien, Südafrika usw. noch derartige Kon­tingente nach Europa senden könnten, daß damit ein Ge­wicht in die Wagschale gelegt werden könne, sei nur schwer anzunehmen.

Der Militärkritiker kommt zu dem Schlüsse, daß auf beiden Seiten nicht von einer militärischen Erschöpfung die Rede sein könne. Auf feiten des Vierverbandes irre man daher, wenn man die weitverbreitete Auffassung hege, daß eine Erschlaffung der Kriegsoperationen ein Zeichen von Deutschlands militärischer Erschöpfung sei. Die geringe Aktion dürfe man viel eher der Tatsache zuschreiben, daß Deutschland damit beschäftigt gewesen sei. eine bis in die geringsten Einzelheiten ausgearbet- tete, starke Offensive vorzubereiten. Wie recht der holländische Militärkritiker mit dieser Ansicht hatte, be­weisen unsere gewaltigen Vorstöße bei Verdun. N. K.

am 22. Ȋrz 1916.

Zeichnet die Kriegsanleihe!

Zur Zeichnung liegen auf:

Königl. Vbrrsörfterei Riederanla Am Montag, d. 27. März 1916,

von vormittags 9V2 Uhr ab

sollen im Steinschen Gasthof zu Niederaula folgende Hölzer:

5fr Deutsche Reichsanleihe zu M

'^'^^-«Wili^wBgdig^M^i^^ IHB

G ausiosuare »eMM««« zu 951

Letzter Zeichnungstag ist der 22. März.

A. Nutzholz.

1. Schutzbezirk Holzheim: Distr. la, 12a, 18d, la, 11a, Eichen: Stämme 2,78 fm 4./5., Buchen: Stämme 1,74 fm 5 Aspen: Stämme 0,47 fm 4./5., Kiefern: Stämme 2,28 fm 1., Fichten: Stangen 39 St. 1./3; 0,95 Hdt. 4./5.

2. Schutzbezirk Hallendach: Distr. 33a, 38a Eichen : Stämme 4,55 fm 4,/5., Birken; Stämme 3,16 fm 4./5., Fichten: Stangen 161 Stück 1./3.

3. Schutzbezirk Niederaula: Distr. 76a, 59a, 54a, 47c Eichen: Stämme 15,29 fm 1./5., Aspen: Stämme, 0.33 fm 4., Kiefern: Stämme 8,05 fm 3./4.

4. Schutzbezirk Kalkenbach: Distr. 70c, 93b Eichen: Stämme 4,77 fm 5., 9 rm Nutzknüppel, Buchen: 2,72 fm 1.

5. Schutzbezirk Gershausen: Distr. 110a, 130a Eichen: Stämme 0,43 fm 5., Kiefern: Stämme 8,88 fm 3. (Sammelhieb).

B. Brennholz.

Schutzbezirk Holzheim: Distr. 12a Buche: 63 rm Scheit.

Schutzbezirk Hallendach: Distr. 37c Buche: 50 rm Scheit, 100 rm Knüppel.

Schutzbezirk Niederanla: 76s Buche: 61 rm Scheit, 60 rm Knüppel.

Schutzbezirk Falkenbach: Distr. 70c, 93b Buche: 116 rm Scheit, 116 rm Knüppel

öffentlich meistbietend zum Verkauf ausgeboten werden. Am Schluß des Verkaufs kann das Kaufgeld be­zahlt werden.

Vaterländische Pflicht eines jeden Deutschen ist es auch diesmal sich nach besten Kräften an der Zeichnung zu beteiligen, 'damit das Ergebnis ein ebenso günstiges wird, wie bei der letzen Anleihe.

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Kirchliche XndirWtii.

Sonntag, den 19. März.

Vormittags ValO Uhr: Herr Pfarrer Gonnermaicn.

Vorniittags 11 Uhr: Kinder­gottesdienst (Sonntagfchule) Nachmittags ¥26 Uhr: Herr Superintendent Feyerabend.

Petersberg.

Mittags Va Uhr Gottesdienst.

Unterhaun.

Mittags IVa Uhr Gottesdienst.

Heenes.

Vormittags VdO Uhr Gottesdienst.

Kalkobes.

Vormittags 11 Uhr Gottesdienst.

Mittwoch, Abends 8 Uhr Kriegsbetstunde in der Stadtkirche.

Donnerstag, Abends 8 Uhr Gottesdienst in der Hospitalskapelle.

Kathol. Gottesdienst.

Sonntag, bett 19. März.

7 Uhr: Hl. Messe

8 Uhr: Hl. Messe

WO Uhr : Amt, Predigt, Christenlehre.

Vü3 Uhr: Andacht

Werktags V.8 Uhr : hl. Messe Gelegenheit zur hl. Beichte:

Sonnabend 5, 8 Uhr

Sonntag Va Uhr Freitag abend 8 Uhr Kreuzweg-Andacht. Gemeinschl. hl. Communien der Christlehrschüler.

Frachtbriefe

L. Funks Buchdruckerei.