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7' LK MMM E «W demBerk. Taaebl.» Has neueste und schönste Schiff des königlich holläMschen Lloyds. Es wurde mit einem Kostenaufwand von etwa 12 Millionen Mark erbaut und 1914 fertiggestellt. Die Lange betrug 164,7, die Breite 20,1 und die Raumtiefe »10,8 Meter. Die Geschwindigkeit des Zweischrauben- dampfers belief sich auf 17,5 Knoten.

Englische Schiffsverluste.

. ^,H/ltg, 17. März. (T. II.) Der englische Dam­pferMekong" ist lautTgl. Rdsch." in der Nähe von Scarborough gescheitert. Drei Manit der Besatzung er­kranken. Das englische FtscherfahrzeugNorth Cecil" ist am Dienstag, nachdem es am Tage zuvor vom Stapel gelaufen war, im Sturm auf Klippen gelaufen mit) ge­sunken. Der englische ViermasterGertrud", mit einer Zementladung an Bord, ist gesunken.

Nach einer Meldung derLyoner DSphche" ist im Hafen von Marseille der englische DampferCity of Exater" mit 33 Mann der Besatzung des von einem Unterseeboote im Mittelmeer versenkten englischen Dam­pfersMansouth" (2565 Tonnen) eingetroffen.

Los von Soloniki!

Aus Paris wird über Genf gemeldet: Clemenceau hat im Heeresausschutz die Regierung kategorisch aufge- fordert, Frankreich möge sich ohne Verzug ofsiziell von der Salouikiaktion lossage«. In der Begründung seines Antrages führte Clemenceau aus, die Bevölkerung sei nickt länaer aesonnen. nur den Schatten der Vermu-

nicht länger gesonnen, nur den Schatten der Vermu­tung hinzunehmen, es könnten französische Truppen in diesem für die Existenz des Vaterlandes wichtigsten Zeitpunkte auf irgend einem anderen als dem Heimi­schen Boden verwendet werden.

Hervö bespricht in feinem Blatte mit Entrüstung die Absicht der Engländer, 100 000 Portugiesen in Flan­dern zu verwenden. England dürfe keine eigenen Opfer scheuen, da es zwei Millionen Reserven besäße. Die Portugiesen müßten nach Saloniki kommen, und Frank­reich müsse alle Gründe ins Treffen führen, um dieses Ziel zu erreichen, sonst sei Sarrail zu dauernder Un­tätigkeit verurteilt.

Ein rumänischer Major über Rumänien.

i®e*> Wien, 17. März. (B. T.) In dem Bukarester Eclair de Balcan" veröffentlicht ein rumänischer Ma­jor einen Artikel über die Haltung Rumäniens und führt darin als Ansicht rumänischer Generale aus, daß Rumänien gegen die Mittelmächte keinen Krieg führen könne, da es mangels der nötigen Soldaten sowie auch der Munition seine Front, die es zu verteidigen haben würde, nicht verteidigen könne. Möglich sei nur ein Krieg gegen Rußland, da hier die Front klein fei und Rumänien von einer mächtigen österreichisch-deutsch- bulgarischen Armee gestützt werden könne.

Die Bewegung gegen Asguith.

^ Amsterdam, 17. März. (T. U.) In Londoner politischen Kreisen spricht man derBl. Mp." zufolge letzthin wieder sehr ernsthaft von der Möglichkeit, daß Asguith zurücktritt, da im letzten Kabinettsrat wieder starke Gegensätze zu Tage getreten sind. Nun besteht aber, wie versichert wird, zwischen Gren, Asguith und Mc. Kenna ein Abkommen, nach dem keiner von ihnen solange der Krieg dauert allein aus dem Kabinett aus­treten darf. Das ergibt natürlich neue Schwierigkeiten, da die drei Minister durchaus nicht in allen Tragen einer Meinung sind. Zwischen den einzelnen amtlichen Kom­missionen kommt es ebenfalls fortwährend zu Reibe­reien, weil alle mit Befugnissen bekleidet sind, die ein­ander widersprechen und deshalb zu fortwährenden Kompetenzkonflikten führen.

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In einer Zuschrift an die Londoner Wochenschrift Nation" führt der konservative Schriftsteller Kennedy aus, die britische Armee müsse um eine halbe Million

vermindert werden, damit die industrielle Produktion Englands in den erforderlichen Grenzen fortgesetzt wer­den könne. Es herrsche Mangel an Arbeitern und beson­ders auch großer Mangel an Kohlen. Wenn durch eine übertriebene Vermehrung der Armee Industrie und Finanzen Englands zerstört würden, müsse der Krieg zu einem plötzlichen Ende kommen, da England weit mehr auf seine Industrie, Finanzen und Flotte als auf seine Armee angewiesen sei.

StiegsaKetlei.

Ewerth Oberkommandierender der rnsfischen Westfront.

«p Karlsruhe, 17. März. (T. 11.) LautBasier Nachrichten" geht, wie dieKreuzzeitung" berichtet, aus den im Amtsblatt vom russischen Krcegsministerium veröffentlichten Ernennungen hervor, daß General Ewerth jetzt Oberkourmandant sämtlicher russischer Ar­meen der Westfront und General Michnewitsch Chef des GencrEabes ist.

Kaiserliche Auszeichnnttg eines Artillerieregimeuts.

Der Kaiser hat an das vierte Artillerieregiment Prinz Luitpold von Bayern in Magdeburg aus Anlaß der Wiederkehr des hundertjährigen Stiftungstages in dankbarer Anerkennung feiner auch jetzt wieder be­währten Tapferkeit eine Säkular-Trompeterstandarte verliehen.

Noch keine Entscheidung wegen der Fleischkarte.

Zu den Meldungen über eine Regelung des Fleisch­verbrauchs erfahren wir von zuständiger Seite, daß eine solche wohl bevorsteht, daß aber bisher noch feine Ent­scheidung darüber getroffen ist, ob diese Regeluna durch Einführung von Fleischkarten oder in anderer Form erfolgt.

Rußlands Anleiheverhandlungen in Amerika gescheitert.

Nach derKöln. Ztg." uielden schweizerische Blätter aus Petersburg: LautNowoje Wremja" sind die Ver­handlungen zwischen den Vertretern des rusnnben Fc- nanzmtmsteriums und den amerikanischen Banken we­gen Aufnahme einer russischen Anleihe zu Eiscnbcihn- baitten ergebnislos verlaufen.

Ein feindlicher Phantasieangriff auf Essen.

Die im Ausland verbreitete Nachricht, daß in Essen durch einen Fliegerangriff großer Schaden angerichtet und der dortige Bahnhof mit Bomben belegt wurde, ist wie wir von zuständiger Seite erfahren, frei erfunden.

Sie Tage von Serdun

Einige genaue Angaben bringen die französischen Blätter aus einem Bericht des ni,fischen.Hauptmanns Semenoff in derNowoje Wremja. Dieser Offizier wurde rm Hauptquartier Petains empfangen und be­suchte von dort aus die Stadt. Er erklärt das Gerücht, wonach die Stadt vollständig zerstört sei, nir ganz unbe­gründet. Auf weite Strecken meiste man nach mehr als zehntägiger Beschießung keinerlei Spuren der Beschädi­gung. Die Hauptfassade der Kathedrale mit ihrem ho­hen Turnt steht noch völlig unbeschädigt. Dagegen schlug eine Granate in ein benachbartes Haus ein, in das man die wertloseren Kultgegen stände geschafft hatte: man-

«es wurde zerstört, aber die weiße Statue der Jung­frau von Orleans ivurdc nicht getroffen.

Grauenhaft sind nach derFranks. Ztg." die Schilde­rungen, welche die Verwundeten von der Wirkung des deuftchen Artilleriefeuers entwerfen. Auf französischer Seite sind an den Kämpfen auch Zuaveu, Senegal- Ichützen und Btarokkaner beteiligt gewesen. Das Born- bardement von Donaumont dauerte nach dem Bericht eines verwundeten Jägers 108 Stunden. Der Soldat ichreibi imPetit Journal":Am 26. Februar hielten wtr die unbedeckte Höhe von Bezonvaur, die in voller Front vor dem Torfe Douaumont liegt. Wir hockten m Löchern oder hinter Gesträuchern: alle Teufel waren los, die Flocken vom Himmel mischten sich mit den Ei- senstücken, der Schnee mit dem Rauch. Alle Elemente waren durcheinander. Wir mußten hier 108 Stunden Beschießung aushalten, von denen 78 ohne Unterbrechung waren. Solche Stunden find lang. Die Geschosse kreuz- ten sich in der Luft, sie kamen von allen Seiten. Wir Hatteu kleine Gräben ausgegraben st nachts konnten un­sere Schaufeln, Spaten und Piken in das gefrorene Erdreich nicht einöringen, aber wir hatten Pioniergerät, das an uns verteilt war, und damit höhlteii wir uns Nester und Schützenlöcher in dem steinigen und harten Boden aus.

Am 27. Februar wurde das Bombardeiirent, das schon recht heftig war, wahrhaft schrecklich. Ich glaube, die Weltgeschichte wird diesen Tag notieren. Niemals hat man solches erlebt. Ich entmine mich besonders eines genau gezielten Artillerieüberfalles, der über den Ausgang von Vaux herniederging. Die Geschosse fie­len wie die Früchte von einem volltragenden Apfelbaum den man schüttelt: auf fünf Kilometer war alles in einer Lohe, man sah nichts mehr, der Lärm war so stark, daß die Befehle von Ohr zu Ohr weiter gegeben werden mußten. In einem bestimmten Moment war der Rauch so kompakt und beißend, daß wir an einen Angriff mit erstickenden Gasen glaubten und viele von uns zogen ihre Schutzmasken hervor. Indessen war die Annahme falsch. Die kleinen Geschoßkaliber, Modell 77, zählen nicht mehr, das sind nur Kinderspielzeuge. Nur Ka­liber 105 bis 380 werden noch gerechnet . . ."

Vermischtes.

Die rumänischen Getreideliefernngen an die Mit­telmächte wickeln sich jetzt nach vollständiger Behebung der Schwierigkeiten ohne Störungen ab. Seit Mitte Ja­nuar sind insgesamt 20 000 Waggons ausgeführt wor­den. Der Transport erfolgt größtenteils auf dem Schie­nenwege, während kleinere Mengen per Schiff donau- anfwärts befördert werden.

Graf Dohna und die brandenburgische Kriegsflotte.

Es dürfte nicht allgemein bekannt sein, daß ein Graf Dohna vor dreihundert Jahren die erste Anregung zum Bau einer brandenburgftchen Kriegsflotte gab, die dann der große Kurfürst zur Gründung der ersten deutschen Kolonie in Afrika zur Verwendung brächte. Es handelt sich hierbei um den Diplomaten, Soldaten, Architekten, Kriegsbaumeister und Geheimrat Araham Graf Dohna, der auch die Festungen Königsberg und Memel erbaute. Abraham Dohna war ein geistig hochstehender Mann. In diesem Manne lebten höchste Einsicht, Ener­gie, Initiative und Entschlossenheit.

Die Ledigensteuer der Stadt Oschatz ist vom sächsi­schen Ministerium des Innern genehmigt worden. Von unverheirateten Steuerpflichtigen über 30 Jahre wird ein Zuschlag erhoben, der bei Einkommen von 1800 bis 2400 jZ 5 Prozent, bis zu 4000 ,/Z 10 Prozent, bis zu 6300 ./Z

15 Prozent, bis zu 10 WO V/. 20 Prozent, und darüber M reut mit: tomervattoegrauten des -üemwtc

^X schlag wird nicht erhoben bei ledigen Personen, Siege- beschr^en, der wohs h^ f_

setzlich anderen Personen Unterhalt gewähren müssen,

wenn ihr Einkommen unter 4000 yz beträgt und wenn der Unterhalt zugleich mehr als 10 Prozent des Einkom­mens erfordert, ferner nicht bei verwitweten oder geschie­denen Personen bis zu einer bestimmten Einkommens­grenze.

Die neuen Steuerzuschläge in Grotzberlin. In fast allen Gemeinden Großberlins mußte der Zuschlag zur Staatseinkommensteuer erhöht werden. Die Grund- uns Gewerbesteuerzuschläge hat man in den meisten Fällen unverändert gelassen. Dagegen wird hier und da eine Erhöhung der Kanalisationsgebühr vorgeschlagen, und viele Gemeinden sind auch zu einer Erhöhung der Hun­desteuer geschritten. Es wollen erheben als Zuschlag zur Staatseinkommensteuer: Berlin 160 (1915 125 Prozent), Charlottenburg 170 (140), Wilmersdorf 170 (185), Schö­neberg 170 (140), Neukölln 160 (125), Lichtenberg 160 (125), Spandau 150 (150), Potsdam 160 (110), Teltow (Stadt) 160 (160).

Das Urteil im Mordprozetz Pape. In dem Berliner Schwurgerichtsprozeß gegen den friiheren Rechtsanwalt Dr. Pape wegen eines in Bangkok in Siam an seinem Bruder verübten Totschlags wurde der Angeklagte von den Geschworenen der körperlichen Verletzung mit töd­lichem Erfolg, unter Zubilligung mildernder Umstände für schuldig befunden und vom Gericht zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt unter Anrechnung von einem Jahre 9 Monaten auf die Untersuchungshaft.

A« der Weil derNSse"

Ein Mitarbeiter derKöln. Ztg." in Newport News berichtet über die Tätigkeit derMöve", offenbar von Leuten derAppam" erzählt

wie er sie bekam, it. a.

im Ausguck- gleicher Zeit

zunächst den

folgendes:

DieMöve" erschien am 11. Januar bereiche zweier Handelsbriten beinahe zu so um die Mittagsstunde. Sie sichtete ........... Corbridge" und urachte sich unauffällig hinter ihm her. Doch als sie ihn eben erreicht hatte, tauchte aus einer Regenböe backbords derFarringford" auf. DieMöve" hißte Signal für beide Schiffe, sofort beizudrehen. Der Farringford", der am nächsten lag, kam dem Befehl sofort nach:Corbridge" dagegen versuchte, in einer zweiten Regenböe zu verschwinden. So wurde denn zu­nächst derFarringford" erledigt,- die Mannschaft von 25 Köpfen wurde an Bord genommen, das Schiff selbst aber, das 4300 Tonnen Schwefelkies führte, wurde ver­senkt. Nach Abwandlung desFarringford" wurde Jagd auf denCorbridge" gemacht, der bald überholt war und angehalten wurde.

Diesem ersten Tage mit der Toppelbeutc folgte ein ereignisloser 12. Januar, der dieMöve" aus der Rübe der Bucht von Biseana um fünf Grade südlicher und zwei Grade westlicher leitete, bis dieser südwestliche Kurs am 18. Januar plötzlich in angenehmster Weise verlang­samt wurde, denn an diesem 13. wurden nicht weniger als

drei große Beutestücke genommen.

Zunächst der britische TransportdampferDromonby", der 5500 Tonnen Kohlen für die britische Admiralität nach St. Vinzent bringen sollte. Die 25köpfige Be­satzung wurde an Bord verbracht und das Schiff darauf versenkt. Gegen Abend kam derAutbor" in Sicht, der von Liverpool aus mit 5000 Tonnen Stückgut nach Ih'a= tat unterwegs war. Die Besatzung, 11 Engländer und 47 Lsskarvu, war kaum n vernommen und das Schiff in

den Wellen vetschwunden, als auch schon derTraber? auftauchle, gleich demDromonby" ein von der briti­schen Admiralität gescharterter Transportdampfer, mit 4550 Tonnen Zucker von Peru nach FMmouth. Die Ä Mann wurden derMöve" zugeführt,- Schiff und La­dung aber versanken heim späten Abenddämmerscheln in den Tiefen.

Der 14. Jcftmar gestaltete sich zum wohlverdienten Rasttag: der 15. dagegen brächte wiederum eine Dou­blette: dieAriadne" und dieAppam". DieAriadne" hatte m Rosario in Brasilien 4700 Tonnen Mais ge­laden, der nach Nantes in Frankreich bestimmt war. Gegen Mittag schon kam

dieAppam"

®W, das Kapitalstück der ganzen Strecke. Die Move" setzte zunächst wieder die Kriegsflagge, wie sie das vor Abgabe jeglichen Signals oder Signalschusses tat, und signalisierte Halt und Abstellung der drahtlosen Telegraphie. DieAppam" indes machte Miene, Wider­stand zu leisten, worauf ein Warnungsschuß zur Be- * sonnenhell mahnte. Die Geschützmannschaft schien indes das Zeichen zu überhören, und beschäftigte sich am Ge- ichutz, bis ein zweiter Warnungsschuß sie zur Vernunft brächte. Ein Boot derMöve" brächte eine Prisenmann- fepaft an Bord derSippam", die eine Untersuchung vor- nahm und dabei in der dritten Klasse sieben deutsche «oldaten aus Kamerun vorfand, die als Gefangene erngeschlvssen waren und natürlich sofort frei gesetzt wurden. In der zweiten Kajüte befanden sich außerdem noch zehn Teutsche und drei Frauen von der englischen Goldküste, die gleich den Kamerutieru auf dem Wege m ein englisches Konzentrationslager sich befanden. Die Prisenmannschaft blieb an Bord, mtö dieAppam" er­hielt Befehl, unter ihrer Führung derMöve" zu fol­gen. Am 16., und 17. Januar wurden kleine Aenderun­gen im Prisenkommando vorgenourmen: u. a. wuroe Leutnant Berg mit dem Kommando betraut. Am 17. Januar wurde dieAppam" von derMöve" mit dem bestimmten Befehl entlasten:Nach Amerika bringen oder versenken, unter sorgfältigster Schonung von Men­schenleben!"

So hatte sich also dieAppaur" von derMöve" ge­trennt und steuerte Amerika oder dem Versenken ent­gegen. Doch ehe sie aus dem Gesichtsfelde ihres Bän­digers verschwand, konnte sie noch den Kampf derMöve" mit dem

widerspenstigenClan Mc Tavish" mitansehen, der am 16. abends derMöve" ins Netz lief. Er war ein Prachtstück: 7300 Bruttotonnen mit 118 Köpfen, darunter 17 Engländer und 101 Jndier, mit Stückgut, hauptsächlich Fleisch, von Australien nach Eu­ropa. Obenörei trug er Panzerung, die ihn verführte, es mit derMöve" aufzunehmen. Beim Anhalten feuerte er verschiedentlich Schüsse auf dieMöve", die aber sämtlich fehlgingen, bezog dagegen eine ganze Reihe Volltreffer: unter anderem wurde ihm die Hauptdanwf- leituNg schwer beschädig:. Scphcv' ergab sich der ar­mierte Transportdampfer der britischen Slöiniralität. nachdem er 10 bis 15 Tote verloren hatte. Die drei oder vier Schwer-verwundeten wurden an Bord derAppam" genommen und dort verpflegt: über den arg verbeulten Mc Tavish" wölbt sich seit jenem Tage die salzige Flut.

Weitere Drahtnachrichten.

Initiativanträge zur Durchführung des Nbootkrieges,

$-£ Berlin, 17. März. (T. U.) Die ^Kreuzztg." teilt mit: Die konservative Fraktion des Reichstages

Auch die nationalliberale Reichstagsfraktion hat be­schlossen, im Reichstag einen Initiativantrag zur Durch­führung des nbootkrieges einzubringen.

Bestrafte Jugendliche.

9-^ Cöl«, 17. März. (L.-A.) Das Cölner außer­ordentliche Kriegsgericht verurteilte ein Dutzend jugend­licher Personen im Silier von 13 bis 15 Jahren zu je zehu Mark Geldstrafe evtl. zwei Tagen Gefängnis, weil sie sich entgegen der Verfügung des Gouverneurs abends auf öffentlichen Plätzen aufgebalten, Wirtschaften und Lichtspieltheater besucht hatten. Ein Arbeiter wurde we­gen Vernachlässigung seiner väterlichen Aufsichtspflichten zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt.

t3<md@I und Verkehr.

Die Kriegsgeminusteuer. Die endgültige Kahmig des dem Reichstag zugegangenen Gesetzentwurfs über die Kriegsgewinnsteuer lägr erkennen, daß außer den Sproz. Kriegsanleihen auch die jetzt zur Zeichnung ste­henden lepros. Kriegsschatzanweisungen zu einem seinerzeit vom Reichskanzler festzmetzenden und bekannt- zugebenden Kurs an Zahlungsstatt angenommen wer­den. Für die Sproz. Kriegsanlethe ist der Kurs bereits mit pari festgelegt.

Wochenbericht der Berliner Produktenbörse.

Im allgemeinen ist die Stimmung am Berliner Futtermittelmarkte auch in der am 15. März abgelau- fenen Berichtswoche fest gewesen, das Geschäft gestaltete sich aber äußerst unregelmäßig. Maismehl ist nur noch in kleinen Mengen zu haben und wurde teilweise zu wesentlich höheren Preisen gehandelt, als notiert wur­den. Rüben wurden bei lebhafter Nachfrage namentlich in den letzten Tagen viel umgefetzt. Für Pferdcmöhren waren große Verbraucher und Konservenfabriken zu ver­hältnismäßig hohen Preisen Abnehmer. Von Runkel­rüben geht Material namentlich viel nach dem Westen, das Angebot ist ziemlich reichlich. Für Spelzspreumehl zeigte sich zeitweilig lebhafter Begehr bei anziehenden Preisen, beliebt waren besonders feinere Sorten, aber auch gröbere wurden in den letzten Tagen stärker um= gesetzt: das Angebot erfuhr schließlich eine wesentliche Einschränkung. Strohmehl kam mehr in den Verkehr. Zuckerrübensamen wird in den vorhandenen Vorräten älterer Jahrgänge, die für Futterzwecke Verwendung finden, knapper. Mehr Frage zeigte sich am letzten Tage auch nach dem teilweise ziemlich gehaltvollen Würzfutter. Wegen der durchschnittlich guten llcbcrwintermtg der Herbstsaaten war anaebotcncr Saatweizen mir schwierig unterzubringeu. Von Saatroggen ist sehr wenig offe­riert, für Gerste zur Saat zeigte sich aus den Rhein- qegendeu einiger Begehr. Erhöhte Forderungen für Saathafer konnten nicht durchgefevt werden. Gras- und Kleesämereien aller Art blieben fest, die Bestände sind nur noch gering. Im Kümverkebr Kurden nichtamtlich folgende Preise ermittelt: Strohmehl 26 X Cickorien- brocken 6364 4. für einen Doppelzentner, Pferde- möbreu 5 ./Z für 1 Zentner, Spen W, bis 17 X Spelz- spreumehl 33 84 für 100 Klar. Spelzspreu 9,80 bis 10,30 ./Z für 1 Zentner, ausländische Hirse 980 985 .£ per Tonne, Saatlupinen 80 .4.. Heidekmutmehl 3,30 bis 3,40 Rübeukörner 53 55 für 100 Klgr., Ritnkel- rüben 66,20 ,/Z für 100 Klar

Da für den Handel auf dein Viehmarkt die hier nicht bekannten Slallgewicb e masiget-. d sind, so können Preise nickt oeroffcntlidü werden. Auftrieb: 1967 Rin­der, 1663 Kälber, 802 Schafe, 1399 Schweine.