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Zu der Eroberung von Forges durch umere Truppen wird der KorrespondenzHeer und Politik" geschrieben: Durch die Eroberung von Consenvoye und dem südlich davon gelegenen Brabant-sur-Meuse war der Angriff an den Ufern der Maas angelangt, wöbet festgehauen werden muß, baß alle bisherigen Vorstöße östlich der Linas angesetzt worden waren. Vor unserem Angriff auf Verdun am 22. Februar hatte unsere Front die Maas nördlich von Verdun überschritten, und zwar ungefähr auf dem halben Wege zwischen Dun und Comenvorc. Von hier aus ging unsere Fronilinie in leichter Neigung west-nordwestlich bis Compiegnie, um von vier aus in fast grader Richtung gegen Norden zur Nordsee abzubiegeu. Zu beachten ist dabei die Tat­sache, daß sie von Tun aus erst ein wenig nach Süden abboa, bevor sie den westlichen Verlauf begann. Diese Einbiegung nach Süden ungefähr in der Gegend von Varennes, nordwestlich von Verdun, gab schon im vor­igen Jahr französischen Beurteilern Gelegenheit, ihre Besorgnisse wegen einerEinschnürung" von Verdun zu äußern, zumal auch im Süden von Verdun unsere Front bei Sr. Milsiel sich ein wenig um Verdun herum­legt. Wir haben schon geselln, daß derStillstanö" vor Verdun sich aus der neu geschaffenen Lage ergebe, da dadurch neue Maßnahmen notwendig geworden sind. Nun kommt die Meldung von einem deutschen Erfolg westlich der Maas bei Forges. Nach dem französischen Generalstabsbericht richteten unsere Truppen an der Front swtfcben Betlnucourt und der Maas nach einer heftigen Artillerievorbereitung einen starken Angriff ge­gen Forges, das sich in der vorgeschobenen französischen Linie befand. Im Verlauf eines sehr lebhaften Kamp­fes konnten sich unsere Truppen des Dorfes bemächtigen. Forges liegt wenig südwestlich von Brabant auf den: anderen Ufer der Maas, nördlich von dem Fort Starre, das den nördlichsten Eckpfeiler der Westfront von Ver- dun bildet. Fort Marre liegt westlich der Maas und dient dem Schutze der Straßen nach Dun und nach Ba- rennes. Aus diesen Augaben geht hervor, daß unser An- griff im Osten der Maas demgemäß auch für den Teil der Front, der sich westlich dieses Flutzes hinzieht, erhebliche Bedentuua erlangt hat, demi auch hier ist unsere Front bereits beträchtlich nach Süden gegen den Nordteil von Verdun vorgeschoben worden. Wir wissen, daß Unsere jüngsten Vorstöße im Osten und Norden von Verdun unsere Front bis dicht an die Festungswerke heran ge­tragen und das ganze Zwisc^ngelände in unsere Hand gebracht haben. Die Eroberung von Fresnes, die von unserem Generalstab gemeldet wurde, vertieft unsere Fortschritte in der Woevre-Ebene, südlich von dem jüngst erstürmten Manheules. Der Angriff andererseits ge­gen Verdun von Norden her, der sich bereits in den Er­folgen bei Douaumont, Hanmont und Brabant erfolg­reich äußerte, ist nach dem neuen Vorstoß in der Nähe des Maasbogens, der die Eroberung von Forges brächte, weiter gegen Weiten und Süden nach der Nordfront von Verdun zu ausgebaut worden. So brächte dieser Tag zwei recht erfreuliche Vergrößerungen unseres Besitzes im Raume der Festung. (OKM.)

** Großes Hauptquartier, 8. März 1916. (Amtlich.

WTB.) (Eingegaugen 3,36 Uhr nachmittags.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Gegen die von «ns zurück eroberte Stellung östlich des Gehöftes Maison de Champagne setzten die Fran­zosen am späten Abend zum G e g e n a n g r i f f an. Am westlichen Flügel wird noch mit Handgranaten gekämpft; sonst ist der Angriff glatt abgeschlagen.

Anf dem linken Maasufer wurden, um den Anschluß au unsere rechts des Flusses auf die Südhänge der Cote de Talou, des Pfefferrückens und des Doua«- mont vorgeschobenen neuen Linien zu verbessern, die Stellungen des Feindes zn beiden Seiten des Forges- Baches Unterhalb von Bethincourt in einer Breite von sechs «nd einer Tiefe von mehr als drei Kilometern gestürmt.

Die Dörfer Forges und Regnieville, die Höhe des Raben und Kl. Cumiereö-Waldes sind in unserer Hand. Gegenstöße der Franzosen gegen die Südländer dieser Wälder fanden blutige Abweisnug. Ein großer Teil der Besatznug der genommenen Stellungen kam um, ein »«verwundeter Rest, 68 Offiziere, 3277 Mann, wurde gefangen. Außerdem sind 10 Geschütze und viel sonstiges Kriegsmaterial erbeutet.

In der Woevre wurde der Feind auch a»s den letz­ten Häusern von Fresnes geworfen. Die Zahl der dort gemachten Gefangenen ist auf 11 Offiziere, über 700 Mann gestiegen, einige Maschinengewehre wur- den erbeutet.

Unsere Flugzeuggeschwader bervarfeu mit feindlichen Truppen belegte Ortschaften westlich von Verdun mit Bomben.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

An mehreren Stellen der Front wurde« rnssische Teilaugriffe abgewiesen.

Die Elseubahnftrecke Ljachowitschi (südöstlich von Baranowitschij-Luniniec, auf der stärkerer Bahnverkehr beobachtet wnrde, ist mit gutem Erfolge von nnseren Flieger« angegriffen worden.

Balbankriegsschauplatz.

Nichts Nenes.

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Oberste Heeresleitung.

Vom vsterr.-ungar. Generalstab

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____ unwesentlich hinzustellen, Es ist ein auf grober Täu- und der Bundesgenossen be-

lünöegewinn bei Verdun meldet dieKöln. Ztg.": schung des eigenen. Volkes und der Bunoet rechneter Versuch, wenn dieHavas-Agentu angeblichen Bericht derAssociated Preß in dem auf Angaben eines französischen Stabsoffiziers hin behauptet wird, unser Geländegewinn entspräche dem französischen in der Champagne bei der großen Herbstoffensive. Tatsächlich übertrifft er diesen bei wei­tem und ist vor allem im dauernden Fortschritt erreicht worden, während der so kräftig angesetzte französische Angriff vor der zweiten deutschen Linie zum Stehen kam. Mit einem wuchtigen Stoß ist jetzt der größte Teil des Raumes in der .Halbschlinge dem Feinde entrissen worden, in einer Brecke von sechs und einer Tiefe, von mehr als drei Kilometern.

ß und gibt, wie dieFrkf. Ztg." lir das Ungestüm der angreifen-

avas-Agentur" jetzt einen V verbreitet,

Fortschritt erreicht esetzte französische

Unsere Beute ist groß und gibt, wie dieFrkf. Ztg." sagt, den besten Beweis für das Ungestüm der angrerfen- den Truppen. Die Gesamtzahl der Gefangenen dürfte nun rund 24 000 Mann betragen. Der Tagesbericht läßt keinen Zweifel, daß die blutigen Verluste der Franzosen in den letzten Tagen ganz ungeheuerlich gewesen sind.

Anzeichen einer italienischen Ministerkrifis.

Gerücht vom Rücktritt des Kriegsministers.

o-^ Lugano, 9. März. (T. U.) LautPopolo d'Jtalia" zirkuliert derBl. Mp." zufolge in politischen Kreisen das Gerücht vom Rücktritt des Kriegsministers Zupelli. Dasselbe Blatt befaßt sich auch bereits mit dem Nachfolger Salandras und nennt als Kandidaten Son- nino, Boselli, Tittoni, Luzzattt und Marcura, desien Aussichten am besten stehen solle». Merkwürdigerweise richtet eben diese Zeitung einen Appell an Talandra, der diesen geradezu aussordert, das Parlament wegzujagen und durch eiserne Disziplin und unbeugsame Politik den Sieg Italiens zu organisieren.

DerMessagero" betont nach demB. T.", daß die Kammer nur darum das Kabinett nicht stürzte, um in einer so überaus bedenklichen Zeit keine Ministerkrifis heraufzubeschwören. Aber binnen kurzem werde das Parlament die gesamte Kriegspolitik erörtern. Dabei werde zu Tage treten, wer bester als die heutigen Män­ner dazu berufen sei, das Staatsruder zu führen. Das Komitee der nationalistischen Partei nahm eine Tages­ordnung an, die eine größere Energie der Regierung, eine sorgfältigere Organisation auf allen Gebieten und eine straffere Disziplin verlangt.

Lugano, 9. März. lT. 1L) Nach der Turiner Stampa" steht, wie derB. L.-A." berichtet, die An­kunft des Königs in Rom in keinem Zusammenhänge mit der politischen Lage. Die Ankunft des Königs hänge vielmehr mit Ereignissen von großer nationaler Bedeu­tung zusammen.

Das Tal der Liebe.

Erzählung von Ellen Svala.

15) (Nachdruck verboten.)

Mir ist ein kurzer Aufenthalt in der frischen Luft der Berge angenehm. Oft und viel werde ich in letzter ; Zeit von Ohnmachten heimgesucht; schuld sind wohl die Feste, das aufregende, noch ungewohnte Gesellschaftsle­ben und die peinigende Angst um Ilrtur, die mich manch­mal ergreift.

Ich bin viel draußen und an einem Abend bin ich im Pürschgewande von ehemals, den kleinen Flobert auf dem Rücken, den roten Hut in die Stirn gedrückt, mit dem Vater hinaus auf den Anstand nach Hochwild gegangen.

Der Schnee liegt tief, die Aeste der Tannen beugen sich unter seiner Last, im Mondlicht glitzern die Wagen- ; spuren wie eitel Silber und die Fenster der Nachtigallen- wirtschaft glühen durch das Tannendickicht wie unbe­weglich stehende Feuerkugeln. Die Luft ist stark und frisch, von ferne läuten Glocken, klagend, halb erstickt und heinnvehvoll, gleichsam müde, sterbend, und der Wald ist sttll, traumhaft still.

Wir waten fußhoch durch die weichen Massen. Va­ters Hand hat die meine erfaßt, mehr denn ich gehe, zieht er mich und das letzte Stückchen Weg trägt er mich in seinen starken Armen.

Ich laste es gern geschehen,- tiefe Müdigkeit über­kommt mich zuweilen und ich möchte schlafen oder aus-- ruhen in denselben starken Armen, die mich heute durch Nacht und Winterschnee nach dem Binsenhäuschen tra­gen.

Wir sind vergeblich diesen Abend ausgegangen,- es regt sich nichts, eine wilde Katze schreit in den Bäumen, * ein Hase hüpft mit großen Sprüngen über die verschneite . Wiese, langsam sinkt der Mond, und das klare Himmels- I gewölbe deckt sich wie mit kleinen goldenen NgMln.

** Wie«, 8. März. (WTB.) Amtlich wird ver- lautbart:

Russischer Kriegsschauplatz.

A« der Front der Armee des Generalobersten Erz­herzog Josef Ferdinand war auch gestern die Gefechts- tätigkeit zeitweilig lebhafter. Sonst keine besonderen Ereignisse.

Italienischer und südöstlicher Kriegs-

Die Wirkung der Artillerie.

Der Vertreter derAst. Preß" besichtigte laut Frkf. Ztg." die Forts von Verdun auf den Maashöhen und hörte schweres Geschützfeuer. Mehrere hundert Ge­schütze waren auf beiden Seiten in Tätigkeit, meist gro­ßen Kalibers. 80 000 Granaten fielen auf einen Ab­schnitt von 1000 Meier Breite und 500600 Meter Tiefe. Innerhalb sieben Stunden war alles, was Widerstand bot, über den Haufen geworfen.

Französisches Eingeständnis unserer Erfolge.

g-* Genf, 9. März. (T. U.) Zu den Erfolgen der Deutschen auf dem linken Maasufer schreibt derPetit . Parisien" lautB. T.": Während relative Ruhe nörd­lich und östlich der Festung festgestellt wurde, üverschritt das Gewitter die Maas und entlud sich am Fuß der seit Beginn der Schlacht bombardierten Cotes de l'Oie. Auch gelang es den Deutschen vorgestern, sich des Dorfes For­ges, das Schauplatz blutiger Kämpfe war, zu bemächti­gen. Ferner konnten sie sich zwischen Forges und Reg­nieville durchzwängen und die Höhe 265 erreichen.Petit Parisien" hofft, daß die Franzofen diese unangenehnte Urberraschung wieder gutmachen können.

Australier und Kanadier bei Berdu«.

Nach einer Londoner Meldung nehmen lautB. T." australische und kanadische Truppen an der Vertei­digung Verduns teil. Speziell von den Australiern stehe dort eine Brigade Belagerungsartillerie.

Galliens will zurücktreten?

In Bern laufen aus Frankreich stammende Gerüchte um, daß Kriegsminister Gallieni seinen Abschied ver­langt habe.Petit Journal" weist eine Zensurlücke auf, die mit der Angelegenheit in Verbindung stehen dürfte. Man glaubt, daß als Borwand für den Rücktritt Ge­sundheitsrücksichten allgegeben sind.

Neues zur griechischen Frage.

Ruhe.

s.chauplatz.

Der Stellvertreter des .Chefs des Geueralstabes. von Hoefer, Feldmarschalleutna«t.

An der Südostfront

»-* Berlin, 9. März. (T. U.) DemB. T." wird aus dem k. u. k. Kriegspressequartier unterm 8. März gemeldet: Bei der Armee des EGherzogs Josef Fer­dinand dauert der Kampf um die Vorstellungen an, die sich durch das Wald- und Sumpfgelände zwischen Styr und Goryn längs der kleinen Nebenflüsse Kormyu und Putilowka hinziehen. Diese Gefechte nahmen namentlich nördlich der Bahnlinie KowelRowna bei dem Dorf Karpilowka große Heftigkeit an, wo sie neuerdings über­örtliche Bedeutung hinauswachsen.

Ein Rettter-Sfimmungsdild aus Rumänien.

»-L Amsterdam, 9. März. (T. U.)

öftentlicht nach demB. T-- Bukarest, in dem es heißt:

Reuter ver-

ein Stimmungsbild aus

. ______ Die Stimmung ist völlig

ruhig und keinerlei Neigung zu einem Eingreifen auf Seiten der Alliierten zu bemerken. Deutschland ist es durch einen starken Druck gelungen, sich neuerdings 1000 Waggons Weizen zu sichern.

Die Nachtigallenwirtin braut uns einen guten Grog, in heiterster Stimmung, heiterer denn ich den Vater je gesehen habe, sitzen wir uns gegenüber, plaudern von diesem und jenem, und ich nehme ihm das Versprechen ab, uns bald in Wien zu besuchen.

Du weißt, ich gehe nur ungern aus meinem Walde, Elisabeth,- es müßte sich etwas ganz Besonderes er­eignen, wollte ich ihn verlassen. Ihr seid jünger und glücklicher," fügt er leiser hinzu,hat euch das Leben einmal zerzaust und gebeugt, flieht ihr die Menschen und das laute Treiben gleich wie ich."

Ueber den Tisch hinüber reiche ich ihm stumm die Hand und durch meinen (s-eist zieht die Erinnerung an jenen Eichbaum im Walde, der, inmitten Schutt und Trümmern, ernst und stolz zur Höhe ragt.

Die Oberförsterei liegt sttll und dunkel, in unserem Zimmer oben, das in den Garten geht, brennt noch Licht. Margarete schläft, aber Wilma finde ich in Tränen.

Ich habe Heimweh, Liebste, und möchte zurück," sagt sie und nestelt sich in meine Arme,macht es Dir nichts aus, dann reisen wir morgen zurück und kommen unerwartet und unangemeldet in Wien an; die Freude wird umso größer sein."--

Unangemeldet und unerwartet! Fast wünschc ich, ich hätte dennoch ein Telegramm geschickt Das HauS liegt so öde und leer da, kein Lichtstrahl in den Fenstern, kein frohes Wort, kein lieber Gruß! Es ist Abend. Ich habe Wilma an der Station verlassen und während bet meiner Ankunft zu Hause der schnell herbeigeeilte Dic­tier den Mietskutstber ablohnt, schlüpfe ich oie Treppe hinauf und oben gehe ich von Zimmer zn Zimmer, in der leisen Hosftiung, Artur möge da sein und jenem sehnenden Heimweh in mir, das doch nur getäuschtes Hoffet! ist, ein Ende bereiten.

Es ist nicht gut, sich Illusionen zu machen. Die ganze R^tse über habe ich mir vmgestellt, Wm Eintritt in das

Griechenland für die Entente verloren.

Ueber die Stellung Griechenlands zum MeMWanoe geht derKöln. Ztg." eine interessante Schilderung zu, in der treffend dargelegt wird, zu welchen verwerflichen Mitteln der Vterverbanb greifen muß, um Griechenland für seine Interessen dienstbar zu machen. Am Schlüsse der Ausführungen heißt es, daß man von der versproche­nen Vierzig-Milltonen-Anleihe nichts mehr hört, daß der Betrag schon ausgezahlt worden sei, hat man immer noch nicht erfahren. Uebrigens wäre sie bei der Finanz­not des Staates lediglich ein Tropfen auf einen heißen Stein. Ein anderes Zuckerbrot ist das Versprechen gro­ßen Ländergewinns für den Fall des Anschlusses Grie­chenlands an den Bierverband. Ein Gesandter des Vier- verbandes hat kürzlich einem Mitarbeiter des Regie­rungsblattesNeon Asty" diese Sirenenmelodie wieder gesungen. Sollte, so ließ er sich vernehmen, Griechen­land auch nur die geringste Slnoeirtiutg machen, daß es gewillt sei, sich aus die Seite des Viervcrbaudcs zu stellen, so würde letzterer geneigt sein, alle bisher ge­machten Entschädigungsversprechungen zu wiederholen. Das Regierungsblatt bemerkt aber sehr zutreffend, lei­der habe Griechenland jetzt, nach der Entwicklung der Dinge auf den zkriegsschauplätzen, noch viel weniger Grund, eine Aenderung in seiner Haltung vorzunehnien. Da wird also dann wieder die Peitsche, dieses Symbol der russischer! Vollmacht und der Sklavenhalter, weiter über dem Rücken des armen griechischen Volkes ge­schwungen werden.

sv ließ er sich vernehmen, G geringste Andeutung machen, daß es

Haus alles erleuchtet, voll Wärme und Blumenduft zu finden und in seinem Arbeiszimmer ober im Salon Artur.

Der gnädige Herr ist noch nicht zurückgekommen," sagt der Diener, den ich besrage.Alwin hat swct Tage frei, er kommt erst morgen zurück und die Köchiu läßt tragen, ob sie servieren könne."

Es ist bereits 8 Uhr. Hunger und Durst habe ich nicht,- allzusehr hat die Enttäuschung mich gepackt, kaum berühre ich die Speisen, dann kleide ich niich um, ich deute, daß Artur jeden Augenblick nach Hause sammt und will i ihn ganz und voll überraschen.

Keine Toilette ist mir zur Verzweiflung meiner i Kammerjungfer gut genug, es ist wie ein Fieber über i mich gekommen und mein Ankleidezimmer sieht aus wie : der Laden einer Kleiderhändlerin.

Zuletzt wähle ich ein Schleppkleid aus rosa Seideu- i füll mit eingewirkten weißen Schmelzperlen, gleich einem ' Schleier wasserheller Tautropfen.

So schauen's doch mal in den Spiegel, gnä' Frau," ; sagt die kleine Wienerin,wie a Bild aus dem Museum schauen's aus."

Um ihr Spaß zu machen, sehe ich hin,- es befriedigt ; mich doch. Getrösteter gehe ich nach dem Salon und mache mirS bequem vor dem Feuer.

Sticht lange jedoch. Der Geist der Unruhe ergreift : mich wieder, die Einsamkeit driickt mich, das prächtige I Gemach mit seinen zartblauen, von goldenen Greifen : durchwirkten Brokatdraperien, den weißen Lackinöbeln, ! den Blumen und Bildern und kostbaren Teppichen, er» i scheint mir wie ein Gefängnis. Ich versuche es mit der : Musik,-----aber der herrliche Flügel scheiut mir miß. ' tönend.---------die Noten kreuzen vor meinen Zlugen, und während dessen vergeht die Zeit und Artur kommt noch i immer nicht.

1 (Fortsetzung folgt.)