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SieMve"

Der englische Borftoß bei Wem.

DieE«tlast«ns" von Berd««.

Unser siegreicher Vorstoß gegen Berdun hat in einem großen Teile der französischen Presse zn der Frage Ver­anlassung gegeben, wo eigentlich die englische Gegen­offensive bei Avem zur Entlastung der bedrängten fran- wsischen Front vor Berdun bleibe. NUn ist sie am 3. März mit einem Vorstoß bei Ypern erfolgt. Wir haben also aus dem Generalstabsbericht erfahren, daß die Eng­länder gegen dasBastion" mit starken Kräften auf kleinem Raume einen Vorstoß gewagt haben, der ihnen vorübergehend einen ««wesentlichen Erfolg gebracht hat. Es heißt nicht die Erfolge unserer Gegner schmälern, wenn man diesen Gewinn nur sehr unwesentlich nennt, denn einmal baven sie Um mit einer geringen Ausnahme nicht lange behalten und andererseits wäre er auch nicht sehr groß gewesen, wenn sie thu hätten behaupten kön­nen. Es handelt sich um den Teil der englischen Stel­lungen, der am 14. Februar südöstlich von Ypern von unseren Truppen den Engländern entrissen worden war. Am 15. machten die Engländer drei Mal vergebliche Ver­suche, dieses Grabenstück wieder zu gewinnen, ohne daß sie dabei Erfolg baue«. Inzwischen dürften sie Ver­stärkungen erhalten haben, um jetzt mit größerer Hoff­nung auf Erfolg vorgehen zn können. Dieser Vorstoß kam ihnen um so erwünschter, als sie dadurch die recht scharsen Stimmen der verbündeten französischen Presse zum Schweigen bringen konnten, Hervee war neben Cle- menceau über die Untätigkeit der Engländer in den La­gen, wo die Teutschen gegen Verdun vordrangen, am meisten erbittert. In feiner Zeitschrist, die er seit dem 1. JanuarLa victoire" nennt, führt er folgendes aus: Zwei Dinge berühren mich am seltsamsten, die ich viel­leicht nicht verstehe, weil ich nicht Soldat bin. Erstens begreife ich nicht, warum noch so viele Urlauber in Pa­ris sind, wo unsere Front vor Berdun bedroht ist, mtb zweitens verstehe ich incht, warum die Engländer ihre Truppen nicht dazu verwenden, einen gewaltigen Druck auf die deutschen Linien zur Entlastung unserer Front vor Berdun auszuüben." Mit diesem Vorstoß bei Ipern konnten die Engländer wenigstens den guten Willen zeigen, den bedrängten Franzosen zu Hilfe zu kommen, ohne daß sie allerdings damit den Zweck der Entlastung erreichen konnten. Wir haben unserem Feinde in die­sem Kriege schon mehrfach gezeigt, daßEntlastungs­offensiven" ohne Einfluß auf den von unserer obersten Heeresleitung gefaßten Entschluß sind. Es sei nur an die große Entlastungsoffensive der Russen bei unserem Vorgehen in Serbien hingewiesen. Der Grundsatz, auf solchen Fronten sich in erfolgreicher Verteidigung zu halten, während auf anderen Teilen der From wich­tigere Dinge vorgehen, hat sich bisher so vortrefflich be­wahrt. daß der Entlastungsvorstoß der Engländer bei Äpern auch nicht im Geringsten das erreichen wird, was die Franzosen sich davon versprechen. Unsere Linien werden auch weiterhin erfolgreich allen Angriffen Stand halten. (OKM.)

Die deutsche Offensive eine Warnung!"

Eine T. U.-Drahtuna aus Lugano besagt: Unter der Ueberschrist:Die deutsche Offensive, eine WarnuM" veröffentlicht derffvrriere della Ssw"- einen Tentgw Ar­tikel, aus dem hervorgeht, daß weder in Frankreich, noch insbesondere in Italien alles zum Besten steht inbezug auf die Munitionsfabrikation. Es wäre töricht nicht zu erkennen, daß Italien betreffs der Munitionserzeugung Deutschland und Oesterreich lange nicht gleich kommt, so­wohl was die Quantität, als auch die vorbereitende Her­stellung betrifft. Deshalb müsse Italien mit allen Mit­teln sämtliche Hilfsquellen mobilisieren zur Fabrikation von Kanonen und Munition. Man dürfe sich nicht ge­lotste Quantittttsgrenzen setzen, sondern müsse auf Vor­rat arbeiten und alle Privaiindustrien heranziehen. Das Kriegsende sei so weit entfernt, daß es sogar noch Zeit sei zum Bau neuer Fabriken.

Unser Verhältnis zu Portugal.

o-* Rotterdam, 5. März. (T. U.) Aus Lissabon wird gemeldet: Man erwartet dort den Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Deutschland. Die Deut­schen ziehen lautBl. Mp." ihre Gelder von den Ban­ken zurück. Zahlreiche deutsche Familien sind bereits abgereist.

Eine Antwort Portugals auf be« deutsche« Protest?

** Gem, 6. März. (T. U.) Der LyonerProgreß" erfährt nach demB. T." aus Lissabon, daß die portugie­sische Regierung in Beantwortung des deutschen Pro­testes erklärt habe, Portugal hatte seine Aktion hinsicht­lich der beschlagnahmten deutschen Handelsschiffe aufrecht.

Das Tal de^ Liebe.

Erzählung von Ellen Svala.

12) (Nachdruck verboten.)

Wir sind ihn nie mehr zusammen gegangen und heute, wo ich mitten im Sonnenschein des duftenden, blühenden Maitages sitze und die Wiesen hinaufsehe nach den heruntergelaffenen Jalousien und verödeten Terras­sen des Schlößchens ergreift mich nagende Sehnsucht nach ' der Schönheit jenes Oktoberabends, nach dem sinnbe- strickenden Glücke jener Tage, und dazwischen schiebt sich die graue Erkenntnis jenes unvollendeten Satzes, der eine andere, ganz andere Bedeutung hatte, als Ar- tur ihm, aus Liebe und Rücksicht, aus nagender Angst und ehrlichstem Bemühen für meine Ruhe gegeben.

Ach, es lag ein Versteck auf meinem Lebenswege eine tiefe Höhlung, die man mit Rosenzweigen zugedeckt : --und an der Biegung des Weges bin ich hineinge­fallen. --Ich erhebe mich nicht mehr wieder nie mehr--denn beim Sturze fiel ich zu tief und das Herz brach mir dabei!

Es flutet und glänzt und leuchtet um mich herum i von seidenen Gewändern und schimmerden Steinen. Aus i den bunten Blumenglocken der elektrischen Kronen fällt zauberisches Licht auf graziöse Frauen und befrackte, be­sternte Herren. Bon dem Divan unter den blühenden Kameltensträuchern sieht Mama Werns vor Freude und Stolz strahlendes Antlitz nach mir hin,' neben ihr fitzt Wilma, märchenschön in chrem meergrünen, blumen- durchwirkten Samtkleide und es ist so still, so zaubersttll umher, daß man das leise Fallen einer Blüte hören ; könnte.

Dann erschallen die Akkorde des Klaviers; von Meisterhand hervorgebracht ertönt die Introduktion zu W« fremdländische« LiebeSÜede, ,dex SÖtuttö Lied".

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mit reicher Beute heimgekehrt

Aus dem großen Hauptquartter

»-«' Großes Hauptquartier, 5. März, 1916. (Amtlich. WTB.) Eingegangen 3,20 Uhr nachmittags.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Gegen Abend fetzte lebhaftes feindliches Feuer auf verschiedenen Stellen der Front ein. Zwischen Maas n n d M o s e l war die französische Artillerie dauernd sehr tätig und beschoß zeitweise die Gegend von Douaumout mit besonderer Heftigkeit. Jnfanteriekämpfe fanden nicht statt.

Um unnötige Verluste zu vermeiden, räumten wir gestern den bei der Försterei Thiaville (nordöstlich von Badonviller) den Franzosen am 28. Februar entrissenen Graben vor umfassend dagegen eingesetztem feindlichen Massenfeuer.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

In der Gegend von I l l n x t konnte ein von den Rüsten im Anschluß an Spreugnngen beabsichtigter An­griff in unserem Feuer nicht zur Durchführung kommen.

Vorstöße feindlicher Erkundnngsabteilnngen auch a« anderen Stellen wurden abgewiesen.

ValLaukriegsschauplatz.

Nichts Neues.

Oberste Heeresleitung.

DieErsolge der Kreuzfahrten -erMöve".

15 feindliche Schiffe mit 57 835 Tonnen aufgebrachi.

Berlin, 4. März. (Amtlich. WTB.) S. M. Schiff Möwe", Kommandant Korvettenkapitän Bnrggraf und Graf zn Dohna-SÄlodien, ist heute nach mehr­monatiger erfolgreicher Kreuzfahrt mit 4 englischen Of­fizieren, 29 englischen Seesoldaten und Matrosen, 166 Köpfen feindlicher Dampferbesatznuge« darunter 103 Indern als Gefangenen sowie einer Million Mark in Goldbarren in einem heimischen Hafen eiu - gelaufen. Das Schiff hat folgende feindlichen Dam­pfer anfgebracht und zum größten Teil versenkt, zum kleineren als Prise« «ach neutralen Häfen gesandt:

Corbridge" Author" .Trader" .Ariadne" .Dromouby" .Farringsford" Clan Mactavish"

3687 Brnttoregister-To. (engl.)

e.

Appam" Westbnru" Horace" Flameuco"

3496 3608

3035 3627

3146

5816 7781

3300 3335

4629

Edinburgh" (Segelsch.) 1473

ZSaron Prinre« Maroni" Lnxemburg"

3471

3109

4322

(franz.)

(belg.)

S. M. SchiffMöwe" hat ferner an mehreren Stellen der feindlichen Küsten Minen gelegt, denen n. a. das englische SchlachtschiffEdward VII." zum Opfer gefallen ist.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

* * *

Paris ist beunruhigt.

»-* Genf, 6. März. (T. II.) Der vorgestrige Be­richt Joffres rief lautB. L.-A." in Paris Beunruhi­gung hervor, weil die dort verbreiteten Privatmeldungen über enorme französische Verluste bei den aussichtslosen Angriffen gegen das Dorf Douaumont dadurch eher be­stätigt als entkräftet werden. Die Militärkritiker, welche für den Heroismus der französischen Verduutruppen uneingeschränktes Lob finden, erklären, daß die dortigen Generale nicht ganz auf der Höhe ihrer großen Aus­gabe seien.

Die große Pariser Konferenz vertagt.

>» Amsterdam, 6. März. (T. U.) Die große Pariser Konferenz der Verbündete«, die vom 27. Februar auf den 7. März verschoben worden war, ist, wie aus Lon- äoner Meldungen nach derBl. Mp." hervorgeht, wegen der ungünstigen Kriegslage auf unbestimmte Zeit ver­tagt worden. Dagegen wird die Beratung der Verbün­deten über wirtfchaftltche Fragen noch in dieser Woche stattfinden.

wie Papa Wer« es nennt, durch den weiten Saal, und ich finge, so wie ich immer singen kann, wenn Sehnen und Verlangen mich im Geiste davontragen in das Land, in das die Geliebte, Ntegekannte gegangen. Alles ver­schwindet vor meinen Augen, mir ist, als ziehe ein Ge­ruch von Heliotrop und milden Heckenrosen daher-- aus dunkeln Tannen hebt sich das rosenumfletterte Heim im Tal der Liebe--die Sonne leuchtet auf den Wie­sen, die zum Schlößchen führen und aus der Türe der Oberförsterei kommt der Vater und hinter ihm die Hunde mit großen, freudigen Sprüngen.

Dann schwindet die Vision,' ich stehe wieder vor dem Klavier im Saale des Hauses Wern, ein stürmischer Jubel tönt um mich herum, ich sehe mich umringt, be­glückwünscht, gefeiert wie ein Taumel hat es die Gesellschaft erfaßt. Anr Arme eines ordensgeschmückten alten Herrn gehe ich durch die festlich geschmückten Ge­mächer, überall Blumen, überall Licht und überall schwebt mein Name auf den Lippen der Menschen.

Das ist mein Einzug in die Gesellschaft, der ich fort­an angehöre; es ist eine glänzende und auserwühlte und wir, Wilma und ich, haben dieselbe im Sturm erobert.

Das ist der Anfang," sagt Artur und zieht mich auf einen Divan im Gewächshause,noch eine weitere Woche und meineVictoria regia" ist der Stern der Saison geworden."

Es scheint ihn gar nicht eifersüchtig zu machen, daß ich umschwärmt werde; er sieht sehr stolz und glücklich aus und ich denke ein paar Stunden zurück, wo er mich, frisch aus den Häudeu meiner Wiener Kammerzofe kom­mend vor den Deckenspiegel unseres Salons führend, begeistert gesagt hat:Herrlich bist Du, Elisabeth, wirk­lich einzig!"

Das Kleid, welches ich anhabe, ist ein Kunstwerk aus bemaltem weißen Seidentüll und silberschimmern- drm £WaL Wie l-wLtLuüe LautroEt Wa Ute und

Die russischen Verluste.

Fast zwei Millionen Verluste an Toten im Jahre 1915.

Dagens Nyheter" in Stockholm veröffentlicht einige Angaben über die russischen Verluste im Kriege bis Ende 1915. Das Blatt erhielt die Zahlen, die offiziell sind, aber nicht veröffentlicht werden, von einem durchreisen.- den Ausländer. Die Gesamtsumme der Gefallenen vote 1. Januar bis 31. Dezember 1915 betrug 1942 610 Man», Von den Offizieren sind seit Beginn des Krieges 125 481 tot, darnuter 277 Generale.

Japan nnb Rußland.

x Haag, 6. März. (T. II.) Aus Tokio wird dem B. L.-A." zufolge gemeldet: Der Kaiser empfing den Fürstmarschall, den Großsiegelöewahrer, den Praudeu- ten des Geheimen Rats, den Premierminister und endlich den Minister des Aenßern in einer längeren Audienz, deren Gegenstand geheim blieb. Aus mehreren Anzei­chen aber schließt man, die Audienz bezwecke ein engeres Bündnis mit Rnßlcmv. Der Weg sei durch Unterhand- lungen schon angebahnt.

Die Haltung Rumäniens.

Ueber Rumäniens Haltung äußerte sich nach einer Konstantinvpeler T. U.-Äteldnng eine aus Bukarest nr Kvnstantinopel eingetroffene rumäuische Persönlichkeit demOsmanischen Lloyd" gegenüber rote folgt: Es wurden dieser Tage allerlei Gerüchte über Rumamens Haltung verbreitet, u. a. auch, daß dort ein politischer Umschwung bevorstehe. Das alles sind Phantastereien der Russophilen, welche sich mit der Erfindung der man­nigfachsten Nachrichten und ihrer Verbreitung im Aus­lande befassen. In Rumänien wie in Griechenland ar­beiten die Agenten der Alliierten daraufhin, Rumänien zur Aufgabe der Zuschauerrolle zu veranlassen. Aber ihre Bestrebungen scheitern am »»wandelbare» Em- schlnste des Br'ffiann-Minffterinms, welches sich auf die volle Mitarbeit und das Vertrauen der rumänischen Pa­trioten stützt. Dieser Politiker hat die Zügel der inneren und äußereil Politik in Händen. Seine Stellung ist ge­festigter denn je. Er erfreut sich des Vertrauens Könrg Ferdinands, welcher das ganze Heer auf seiner Seite hat. Ich erkläre Ihnen, daß Rnmämen keine Entschlüsse vor dem endgültigen Ansgange des Balkqnfeldznges fassen wird. Auch verheimliche ich Ihnen nicht, daß unsere Staatsleitung mit ganz besonderer Aufmerksamkeit die Ereignisse in Saloniki verfolgt und von dem Siege der deutsch-österreichischen Waffe« überzeugt ist. Die Be­ziehungen Rumäuiens mit den Balkanländern sind gut. Die Zwangsmittel Englands und Frankreichs gegen Griechenland erregten die Entrüstung der rumänischen Patrioten, welche König Konstantins Politik billigten.

Wilson und der Senat.

Was bedeutet die Vertagung der Resolution Gore im Senat, wonach die Amerikaner vor Reisen auf be­waffneten Schiffen gewarnt werden sollen? Will der amerikanische Senat damit dem Präsidenten in seiner Politik Deutschland gegenüber freie Hand lauen, dann ist das Abstimmungsergebnis ein Erfolg WUsons. Will er aber nur warten, bis das gesamte Material der bem= schen Denkschrift in Washington vorliegt, um erst dann Stellung zu nehmen, so ist die Austragung der Mei- uungsverschiedeuheiteu nur aufgeschoben. Reuter nimmt selbstverständlich das erstere au und stellt es so dar, als liege in der Vertagung eine Unterstützung der Politik des Präsidenten.

Die Vertagung aufunbestimmte Zeit", also ver­mutlich aus Nimmer-Wiedersehen zeigt, wie es in ei­nem Berliner Telegramm derMün. N. N." heißt, deut­lich, daß die Zweifel daran berechtigt waren, daß die Demokraten dem von ihnen selbst gewühlten Präsiden­ten einen Widerstand bis aufs äußerste leisten würden. Man durchschaut natürlich nicht die Motive des Be­schlusses und die Vorgänge hinter der Szene; und die Wahrheit wird man auch noch nicht so bald erfahre», soweit man aus Reuter angewiesen ist. Soweit sich die Sachlage überblicke« läßt, wollte man eben einen offe­nen Konflikt und ein Messen der Kräfte beider Rich­tungen in einer solchen Frage vermeiden. Ob es ge­lungen wäre, im Falle einer wirklichen Abstimmung über den Antrag Gore für diesen eine Mehrheit zu er­zielen, ist angesichts der eben geschilderten Sachlage zweifelhaft. Anderseits ist man doch offenbar davor zu- rückgeschem, den Antrag formell abzulehneu, ivaS unter diesen Umständen einen höchst ungünstigen Eindruck bei den Mittelmächten hätte hervorrufen müssen. >so man also einer klaren Entscheidung ausgewuhe« und

da Diamanten und durch das Haar zieht sich ein Band, in dem die Blüten Saphire, Rubinen und Topasen sind.

Das Fest neigt sich seinem Ende zu. Schon eine ganze Weile suche ich nach Artur; er aber ist verschwun­den und Mama Wern beruhigt mtd).

Er hat Freunde gefunden; sicherlich ist er mit ihnen im Speisesaal, geduldige Dich, Kind, er vergißt Dich nicht."

Es liegt etwas Unflates in ihrem Wesen, ihre Augen haben einen unruhigen Blick, ich sehe es wohl, wie oft sie nach der Türe späht und mich ergreift wieder jenes seltsame Bewußtsein einer nahen Gefahr, die wohl andere scheu, nur nicht ich und der ich doch über kurz oder lang zum Opfer fallen muß.

Die Gäste verlassen nach und nach das Fest, die ge­räumigen Zimmer werden leer, Papa Werrr ist auch ver­schwunden und auf der Schwiegermutter Antlitz spiegelt sich mehr und «lehr Bestürzung und Angst.

Ein kleiner Kreis von auserwählten Freundeu des Hauses ist nur noch um uns versammelt. Ich spreche und lache und versuche mich selber hinwegzutäufchcu über die meljr und mehr von mir Besitz ergreifende Angst. Ist etwas passiert? Verbirgt man mir einen Borfall? Warum kvmmt er nicht und ist er überhaupt noch hier im Hause?

Da öffnet sich die Türe, an seines Vaters Arm be­tritt Artur das Boudoir, in welchem wir uns befinden. Er ist sehr rot und die Augen haben einen flackernden Glanz; ein paarmal streicht er sich über die Stirn, dann lächelt er und tritt zn uns heran.

(Fortsetzung folgt.).