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In die französischen Stellungen bei Betitln
Englischer ZloUenseutzer
Die Heldentaten des „Appam" Haben die Engländer wieder euwfindlich in ihrem überheblichen Seestolz verletzt. „Was ist mit unsrer Flotte?" wetterte vor einigen Tagen der „Manchester Guardian". Das Abenteuer der „Appam", so führt der Leitartikel aus, müsse die Aufmerksamkeit auf -je Gefahren lenken, die eine an= erkannte Vorherrschaft zur See mit sich bringe. Diesen leidtröstenden Gedanken variiert das englische Blatt dann folgendermaßen: „Die Tatkraft, zu schaffen und etwas Neues hervorzubrtngen, ist individueller, selten kollektiver Art. Volkstümlich pflegt man zu sagen, daß die Notwendigkeit die Mutter der Erfindungen ist, womit man diejenige Notwendigkeit meint, die sich aus der Behinderung des freien Willens ergibt. Die deutsche Flotte hat hierfür den richtigen Sinn; unsere — und zwar jedenfalls diejenige Abteilung der Regierung, die Hiermit zu tun bat — besitzt diesen Sinn nicht; uns das ist es, was mir meinen, wenn wir von dem Bewußtsein der lieben eqenöeit zur See als einer tatsächlichen Gefahr reden. Wenn man die öffentliche Diskussion verfolgt, so kann man meinen, es gäbe keine deutsche Flotte mehr. Dennoch ist die deutsche Flotte trotz ihrer Verluste noch eine überaus gewaltige Streitmacht, und man darf nicht annehmen, daß sie ein für allemal sich über ihren Ausschluß vom hohen Meere beruhigt hat. Je höher wir den Verlust dieses Ausschlusses für Deutschland einschätzen, um so unwahrscheinlicher ist es, daß Deutschland die See als verloren aufgegeben hat. In der Tat, wir wissen, das dies nicht der Fall ist. Hätte sie diese Machtstellung aufgegeben, so würde sie nicht bereit gewesen sein, das enorme Risiko ihres Unterseebootsfeldzuges auf sich zu nehmen."
Der „Manchester Guardian" macht der englischen Regierung dann den Vorwurf, daß sie bett deutschen Ueberraschungen immer nur nach längerem Zeitraum mit Gegenmaßregeln folge. Auch bei dem Unterseebootkrieg fei es so gewesen,- „und dieser Zeitraum ist uns durch Verluste unserer Handeltonnage teuer zu stehen gekommen." Schließlich erklärt das Blatt, die englische Admiralität habe nichts getan, um einen Sieg zur See durch strategischen Erfiu-ungögeist zu fördern. „Vielmehr", so lautet die Schlußfolgerung des „Manchester Guardian", „haben wir uns ausschließlich defensiv verbauen und uns damit zufrieden gegeben, die verschiedenen Kampfmittel des Feindes abzuwehren. Man brauch: durchaus dem gewaltigen Dienst unserer Flotte gegenüber keine Undankbarkeit zu zeigen, wenn «ran sagt, daß der Erfolg in allen diesen Dingen kaum den Ehrgeiz des Durchschuittsengländers befriedigt, sicherlich aber nicht den Ehrgeiz des britischen Seemanns. Viel bester ist, soweit die Flotte in Frage kommt, ein unvernünftiger Ehrgeiz, als eine zu leichte Befriedigung."
Die Auerkennung, die das englische Blatt dem Unternehmungsgeist und der Tatkraft unserer Marine zollt, meint die „Nordd. Allg. Ztg.", kann uns' nur mit Freude erfüllen. Die Aussühruugen des „Manchester Guardian" sind charakteristisch für die Empfindungen eines großen Teils des englischen Volkes. In Manchester, dem Sitze des alten individualistisch gesinnten Engländers, ist eben der Sinn für mutiges, gefahrvolles Vorgehen besonders entwickelt, und es ist durchaus erklärlich, wenn man gerade hier die Untätigkeit der englischen Flotte als etu betrübendes Merkmal für das Ausbleiben jenes Offen- fivgeistes empfindet, auf den man zu Anfang des Krieges so lebhaft gerechnet hatte.
Admiral v. Pohl gestorben.
Der bisherige Flottenchef, Admiral von Pohl, der frühere Chef des Admiralstabes der Marine, ist in Berlin gestorben.
Die Blätter widmen dem Verstorbenen ehrende Nachrufe und erinnern daran, daß er sich durch die Stür- mung des Takuforts im Zusammenhang mit der China- expedition als Letter des Landungskorps unvergäng- Uche Lorbeeren erwarb. Pohl kommandierte damals die Schiffe „Hanfa", „Gefion" und „Herta". Es war ihm die Aufgabe geworden, die in Tientfm und Peking eingeschlostenen Fremden zu befreien. Er rückte also kurz entschlossen gegen die von den einheimischen Strategen für uneinnehmbar gehaltenen Taku-Forts an der morasisschen Peiho-Mündung im Golf von Petschili mit etwa 1000 Mann der internationalen Sckutztruppe vor und eroberte sie nach mehrstündigem Stampfe. Seit 1913 war Pohl Admiral und bis zur Mitte des Jahres 1915 Chef des Admiralsiabes. Gleich Tirpitz war Hugo von Pohl bürgerlicher Herkunft. Er war in Breslau am ' L. August 1855 geboren. Der Kaiser erhob ihn in Anerkennung feiner Verdienste in den erblichen Adels- . stand. 1
S)
Das Tal der Liebe. . ,
Erzählung von Ellen Svala.
(Nachdruck verboten.)
Weiteres über die Bewohner des Schlößchens erfuhren mir nicht. Ein paarmal sahen wir nur eine kleine korpulente, in lebhafte Farben gekleidete T-ame im Walde, hörten vom Garten aus das Aneinanderschlagen der Krocketkugeln und lustige Stimmen aus den Wiesen und bemerkten des Sonntags in der Kirche einen großen, weißhaarigen Herrn, der still, mit andächtigem GefitAe neben der kleinen korpulenten Dame saß. Artur hatte ich vorher nie gesehen, die Art und Weise aber, wie er sich mir vorstellte, bewies mir, daß er ganz genau Wer uns und unser Leben unterrichtet war.
«Morgen besuche ich Ihren Herrn Vater!" — hatte er gesagt.
Ich wünschte, es wäre schon morgen!
Unhörbar, mit ihren leisen, schleichende,! Schritten ist Tante Lina Herbeigekourmen und nun bricht die Strafpredigt los. Sie rührt mich aber gar nicht, denn Tante Ätna muß über alles und bei der geringsten Kleinigkeit gelten; es ist ihr Temperament und Naturanlage sie meint es aber nich böse und ich bin daran gewöhnt, es macht gar fernen Eindruck mehr.
„Aus Dir wird nie etwas Richtiges, und der Man«, der Dich zur Hausfrau nimmt, kann sich gratulieren," ist der Refrain jeder ihrer Strafpredigten. Jedoch tritt mir darüber nicht eine Träne der Zerknirschtng in die Augen, sondern er erzeugt nur respektwidriges Lächeln. Ich bin auch von allen vier Schwestern diejenige, die sich am
[ Aus dem groben HmiPtqimrtier
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►* Großes Hauptquartier, 23. Februar 1916. (Amtlich- WTB.) (Eingegangen 2,50 Uhr nachmittags.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Durch eine Sprengung in der Nähe der von uns am 21. Februar eroberten Gräben östlich von Sonchez wurden die feindlichen Stellungen erheblich beschädigt. Die Gefangenen zahl erhöht sich hier auf 11 Offiziere, 348 Mann, die Beute beträgt 3 Maschinengewehre.
Auf den Maashöhen dauerte« die Artilleriekämpfe mit »»verminderter Stärke fort.
Oestlich des Flusses griffen wir di e Stellungen an, die der Feind etwa in der Höhe der Dörfer Cousenvoye-Azannes seit eineinhalb Jahre» mit allen Mittel« der Befestig«ngsk«nst ausgebaut hatte, um eine für uns »»bequeme Einwirkung auf unsere Verbindungen im nördlichen Teile der Woevre zu behalte».
Der Angriff griff tief in der Breite von reichlich zehn Kilometern, in der er angesetzt war, bis zu drei Kilometer tief durch.
Neben sehr erhebliche« blutigen Verlusten büßte der Feind
mehr als 3000 Mann an Gefangenen
und zahlreiches «och nicht übersehbares Material ein.
Im Oberelsatz führte »er Angriff westlich Heid- weiler zur Fortnahme der feindliche» Stelln n g e u in einer Breite von mehr als 700 und einer Tiefe von 400 Metern, wobei etwa 80 Gefangene in unserer Hand bliebe».
I» zahlreichen Luftkämpfen jenseits der feindlichen Linie» behielte» unsere Flieger die Oberhand.
Oeftlicher und Balkan-Kriegsschauplatz.
Unverändert.
Oberste Heeresleitung.
.. Die Berliner Blätter widmen dem deutschen Erfolg nördlich Verdun Besprechungen, aus denen hervorgeht, daß die Erwartungen des deutschen Volkes, die seit einer Reihe von Wochen, wie die „Voss. Ztg." meint, ohne ^rage gespannt sind, als weit übertroffen gelten dürfen. Durch den gelungenen Vorstoß seien untere Truppen letzt in den vollen Wirkungsbereich der ständig ausge- bauten Nordfront der Fortslinie Berduns, der stärksten Festung Frankreichs gekommen. — Das „B. T." schreibt: Alle Erfolge, die unsere Teiloperationen in der letzten Zeit an der Westfront davontrugen, überragt der gestern gemeldete nördlich Verdun. — In der „Germania" heißt es: Unsere Truppen haben jetzt zum ersten Male in der neuen Stampfperiode einen größeren Aiigriff unternommen und ein glänzendes Ergebnis er-
Die Franzosen glaube» a» eine deutsche Offensive.
Genf, 24. Februar. (T. U.) Die militärischen Mitarbeiter der iranzösischett Blätter glauben nach der „Tgl. Rdich. , da» die gegenwärtigen Kämpfe an der MErout ine Borbereitungen für eine mächtige deutsche Offeuswe sind, die sich, sobald bessere Witterung eintritt, auslosen wird. Man bespricht eifrig die Frage, an welcher Stelle der Front der Hauptschlag der Deutschen erfolgen wird.
Gallieui soll Auskunft geben.
** Genf, 24. 'Februar. (T. U.) Die politischen Anneeausschüsie in Paris erbaten dem «B. T." zufolge von Gallieui Auskunft über die Lage im Süden uud Sudwesten von Yperu, da den britischen Berichten nicht M entnehmen sei, welche Folgen die durch die deutschen Geschoiie an to exponierter Stelle, wie jene zwischen der Pitkem-Stratze und dem Yserkanal bewirkten Zerstörungen zeitigen könnten.
Amerika und der Ubootkrieg.
W- Lugano, 24. Februar. (T. 1t.) Amerikanische Depeichen melden nach dem „B. T.", daß die amerika- nrsche Marineleitung Wilson dränge, de» deutschen Standpunkt hinsichtlich des Uuterseebootkrieges einz«- «ehmeu, da bei dem wahrscheinlichen, wenn auch nicht sicheren Krieg zwische« Japan und Amerika um die Herrschaft im Stillen Ozean dies die beste Waffe sei.
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nen Korb auf und gehe davon. Aus der Türe kommt mit mächtigen Sätzen Caligula, des Vaters großer Jagdhund. Ich streichle das schöne, kluge Tier und sende eine Kußhand nach dem Fenster, an dem der Vater steht.
Auch er hebt die Hand und winkt mir zu, kein Lächeln kommt auf seine Lippen, das düstere Antlitz bleibt ernst, aber in den schwarzen, tief unter buschigen Brauen liegenden Augen dämmert ein Strahl der Freude auf.
Es sind Jahre und Jahre her, daß man die Mutter vom Blitze erschlagen im Walde aufgefunden Hat, uns niemals hat der Vater die grausame Härte dieses Schick- salsschlages überwuchert können. Er spricht niemals davon, niemals auch kommt der Name der Verstorbenen von seinen Lippen, aber das Kreuz im Walde, das man an der Stelle errichtet, wo sie gefunden wurde, ist som- merlang jeden Tag mit frischen Blumen, im Winter aber mit Tannengrün und weißen Schneerosen geschmückt. Leise und heimlich, als fürchte sie ein Geheimnis auszuplaudern, Hat Grete, die alte Magd, uns erzählt, wie sehr der Vater die Tote geliebt, wie schön und edel sie gewesen und wie seit ihrem Tode der Herr ganz verändert und nicht mehr wiederzuerkennen sei.
Eittmal habe ich im Walde einen Eichbaum gesehen, dem öer Sturm tiefe Wunden geschlagen und alles um ihn her zu Bodeu gerissen Hatte,- traurig sah er aus, doch stolz in dieser Trauer. Die Sonnenstrahlen umspielten seine Krone und die Einsamkeit, in der er stand, erhöhte noch das Fesselnde und Seltsame dieses Schauspiels.
Jmurer seit jenem Tage habe ich beim Anblick des Vaters an jene Eiche denken müssen, die der Sturm zerrissen und einsam gemacht, und mir ist, als müsse ich davonschleichen, irgendwo in einer Ecke heiße Tränen zu meinen über die Schwere des Schmerzes, der so tief und so still getragen wird.
.M ist Mvvdticht heute abeyd/ sägte bet Bat«
[ Vsm österr.-imgar. Generalstab J
Wien, 23. Febr. (WTB.) Amtlich wird verlautbart:
Russischer Kriegsschauplatz.
Nordwestlich von Tarnopol schlugen unsere Si- chernngstruppe» russische Vorstöße gegen die schon wiederholt genannten vorgeschobenen Feldwachenverschan- znnge» ab. Sonst keine besondere» Ereignisse.
Italienischer Kriegsschauplatz
Die lebhaften A r t i l l e r i e k ä m p f e an der kti- steuländischeu Front dauern fort Hinter den feindlichen Linien wurden größere Brände beobachtet.
Südöstlicher Kriegsschauplatz,
Südöstlich von D u r a z z o wurde der Gegner aus einer Vorstellung geworfen.
Ein österreichisch-ungarischer Flieger bewarf die im Hafen von Durazzo liegenden italienische» Schiffe mit Bombe». Ein Transportschiff »vnrde in Brand gesetzt nnd sank.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes, v. H o e f e r , Feldmarschallentnaut.
Der mißglückte Fliegervorstoß gegen Laibach.
,.^k Lugano, 24. Februar. (T. U.) Bei dem Fluge ltattenischer Flieger nach Laibach verloren der „Tägl. Rdsch. zufolge die Italiener nicht nur ein großes Flugzeug, sondern ein zweiter Flieger wurde getroffen und verwundet. Er rettete fein Flugzeug mit knapper Not hinter die italienischen Linien, wofür er die Goldene Vertuenstmedaclle erhielt.
Tauchboote uud bewaffnete Handelsschiffe.
Der Vertreter der „New York World", von Wie- garid, veröffentlicht nach dem „B. L.-A." einen Bericht über eine Unterredung, die er am Sonntag mit dem Staatssekretär von Jagow hatte. Nach diesem Berichte äußerte sich Herr v. Jagow u. a. wie folgt: Die deutsche Regrerung steht auf dem Standpunkt, erstens, daß es in unseren Zeiten zu Verteidigungszwecken bewaffnete Handelsschiffe nicht mehr geben kann, und daß die Armierung solcher Schiffe mit Kanonen und Artilleristen diese Schiffe heutzutage zu Kriegshilfskreuzern für Offensivzwecke stempelt, und zwar vorsätzlich und tatsächlich. Zweitens, daß bet den Bedingungen des jetzigen modernen Seekrieges kein Rechtsgrund mehr für die Armierung von .Handelsschiffen besteht. Das internationale Gesetz, das seinerzeit die Armierung solcher Schiffe zu Verteidigungszwecken zuließ, gilt nicht mehr. Unterseeboote sind eine vollständig legitime Waffe im moderne» Seekrieg, und sogar Amerika hat das auch anerkannt. Unser Unterseebootfeldzug ist uns aufgezwungen worden als eine Vergeltungsmatzregel gegen Englands vollständig ungefetzliche Aushungerungsmethode, die im völligen Widerspruch mit dem Völkerrecht steht, was ja der Protest des Präsidenten Wilson gegenüber England am besten beweist. Unsere jetzigen Maßnahme» sind lediglich solche -er Selbstverteidigung gegen Englands Pläne seine Handelsschiffe für Offeusivzwecke z» armiere». Pläne, die jedem Recht zuwiderlaufen, und
Wir haben den Beweis erbracht, daß die englische Admiralität genaueste Instruktionen gegeben hat, daß die bewaffneten Handelsschiffe gegen deutsche Unterseeboote offensiv vorgehen sollen, und darum behaupten wir mit vollstem Recht, daß diese sogenannte Bewaffnung zu angeblichen DefeusiVzmecken nur eine Finte ist. bau diese Handelsschiffe lediglich Kriegshilfskreuzer sind und als solche behandelt werden müssen. Das wird auch Deutschland tun, nachdem die Frist, die es den Neutralen gegeben hat, abgelaufen ist.
Eine Dumarede Polimanows.
Nach der Gauklerrede Safanows in der Duma hat auch der Kriegsminister Polimanow das Wort genommen. Er war etwas vorsichtiger wie sein Ministerkollege, wenngleich natürlich auch er in großen Worten von der Kraft Rußlands sprach. Er gab einen Ueber- bttck der hauptsächlichen Kriegsereiqmsse und der Leistungen der russischen Armee seit dem Monat Juli. Gegenwärtig zeigten die Truppen ihre wiedererstandene Kraft in episodischen Kampfhandlungen und bereiteten sich dabei auf die Erfüllung größerer Aufgaben vor. Die Kaukasusarmee habe ihr Werk durch die Eroberung Erzerums gekrönt. Trotz des Ueberflusses der Materialquellen Deutschlands bestünden Anzeichen dafür, daß das Menschenmaterial Deutschlands bald ausgehen wer= de, während Rußland noch immer über unerschöpfliche Bestände verfüge.
während des Vier-Uhr-Kaffees, „willst Du mit mir kommen und die Edelhirsche auf der Waldwiese sehen?"
Ob ich will! Schöneres denn diese Pürschgäuge mit dem Vater kenne ich gar nicht und wenn Tante Lina auch zetert, es unweiblich und ungehörig nennt, ich kehre mich nicht daran. Punkt acht gehe ich in kurzem, graugrünem Lodenkostüm, den kleinen Schützenhnt auf dem Stopfe, ein schmales Flobertgewehr in der Hand, neben dem Vater her nach dem taufrischen frühlingsgrünen Walde, aus dem wieder das Gurren der wilden Taube und der leise flötende Ruf des Pirols dringt.
Wir gehen langsam, keines spricht ein Wort und ich gehe im Geiste zurück zu den Ereignissen des Nachmittags,- ich wiederhole die Worte, die er — -er junge Herr — gesprochen, wünsche, ich wäre weniger linkisch und wortkarg gewesen, und in meinem Herzen ist jenes seltsame Gefühl, halb Freude, halb Trauer, das ich seit feinem Weggange empfunden.
Am Rande der Waldwiese, ganz nahe dem Quell an welchem das Wild seinen Durst stillt, steht ein Biu- senhäuschen für die Holzfäller und Waldhüter. Zwei Stunden lang streit wir, der Vater und ich, lautlos auf der Bank am Fenster und horchen angestrengt in den Wald hinaus, ob nicht das Brechen von Zwecken die Ankunft der Hirsche verkünde. u
Wie flüssiges Silber liegt das Mondlicht aus den großen freien Wiesen, ganz nahe fingt und trillert, ruft und lockt eine Nachtigall, aus dem Walde kommt Antwort, immer süßer, immer lieblicher, dazwischen murmelt die Quelle und plötzlich stehen, wie aus dem Boden gewachsen, vier große Edelhirsche in den hellen Lichtfluten.
Ach, die stolzen prächtigen Tiere! Wie sie zu den alten Eichbäumen, dem Liede der Nachtigall, der ganzen erbebenden Herrgottsschönheit der Natur passen.
lS».rtsetzung folgte