Kampfloser Vormarsch in Albamen.
[ Aus dem großen Hauptquartier *
** Großes Ha»Ptquartier, 2. Februar 1916. (Amtlich. WTB.) (Eingegangen 2,50 Uhr nachmittags.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Die feindliche Artillerie entwickelte in einzelnen Abschnitten der Champagne und östlich von 6t Die (in den Bogese») große Lebhaftigkeit.
Die Stadt L e n s wurde abermals vom Gegner beschossen.
Ein französisches Großflugzeug stürzte, vo» unseren Abwehrgeschützen gefaßt, südwestlich von Chauuy ab. Die Insassen sind verwundet gefangen genommen.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Eine stärkere russische Abteilung wurde von deutschen Streifkommandos an der Wiesielucha südlich von Kuchocka Wola (zwischen Stochod und Styr) angegriffen und anfgerieben.
Dalbankriegsschauplatz. -
Unsere Flieger beobachteten in den Hafeuaulagen von Saloniki große Brände, die offenbar von unserem Luftschiffangriff herrühren.
Oberste Heeresleitung.
Die Theorie von der militärischen Isoliertheit Englands zunichte.
„Politiken" schreibt nach der „Frkf. Ztg." in einem Leitartikel: Der Verlauf des letzten Zeppeliuangriffes auf England beweise, daß die Deutschen in stets steigendem Maße die Luftwaffe ausnütze» können. Durch das Gelingen derZeppelinfahrt sogar bis zu Englands Westküste iei die Theorie von der militärischen Isoliertheit Englands noch mehr als durch die früheren Luftangriffe zerstört worden. Vorausgesetzt, daß die bombardierten Einrichtungen militärischen Zwecken dienten, beispielsweise Kriegsmaterial herstellten, sei der letzten Zeppelin- fahrr auch eine gewisse militärische Bedeutung beizu- messen.
Das Kabinett Bratiann.
Bukarest, 3. Februar. (T. U.) „Univerful" berichtet nach der „Von. Ztg.": Die Unstimmigkeiten im Kabinett Bratianu sind auf Meinungsverschiedenheiten in den Getreideexporten zurückzuführen. Verschiedene Minister erklärten den deutschen Standpunkt für berechtigt, daß der Getreideverkauf an den Vierverband ein unfreundlicher AktRumäniens denMittelmächten gegenüber bedeute. Wegen dieser Gegensätze dürfte Bratianu eine Umbildung seines Kabinetts vornehmen und die Männer der gemäßigten konservativen Partei entnehmen.
Der türkische Thronfolger -h
h Konstantinopel, 2. Februar. (WTB.) Thronfolger Jussuf Jzzebdin nahm sich wegen einer Krankheit, a« der er seit einiger Zeit litt, das Leben. Er schnitt sich gestern früh 7 Uhr in seinem Palast die Adern des linken Armes auf. Der Thronfolger wird morgen int Grabe des Sultans Mahmud bestattet werden.
Der türkische Thronfolger Prinz Jussuf Jzzedin war im Jahre 1857 in Konstantinopel geboren, er hat also ein Alter von 58 Jahren erreicht. Er war einer der ersten türkischen Prinzen, die eine Auslandsreise un- .ernahmen: durch gewisse Bestimmungen war den Mitgliedern des regierenden Hauses bisher das Verlassen türkischen Bodens untersagt. Der Thronfolger hatte aber seit langer Zeit unter dem tiefen Schatten gelitten, daß sein Vater, der abgedankte Abdul Jziz Chan, durch Mörderhand gefallen ist. Seitdem haben sich bei ihm Spuren geistigen Verfalles bemerkbar gemacht, die wiederholt leinen Aufenthalt in Nervenheilanstalten erforderlich machren und Anfälle von Verfolgungswahn- sinn zeitigten. Deswegen ist bereits früher davon die Rede gewesen, die Thronfolge zu ändern, ein Gedanke, der aber durch die kriegerischen Ereignisse in den Hinter- Sund gedrängt worden ist. Jetzt hat Jussuf Jzzedin nem Leben durch Selbstmord ein Ende gemacht.
Dev Pächter von Sslgaard.
Erzählung von Ludwig Blümcke.
9) (Nachdruck verboten.)
Ausine selbst vermochte am allerwenigsten Auskunft darüber zu geben, denn zu ihr hatte der geliebte Mann überhaupt noch kein Wort vom Verloben gesprochen.
Ihr Herz, das nun einmal die Abwechselung liebte, j verlangte auch garnicht mehr so sehr nach der Ehe Rosen- ketten. — War da ein Reisender aus Berlin auf ein * paar Tage bei ihnen gewesen, ein hübscher Mann, der sehr klug und nicht unvermögend zu sein schien, mit ; Hunderttaulenden renommierte und zu schmeicheln ver- stand, wie bisher noch keiner von Ausines und Karens Bewunderern. Der hatte zu der Aeltesten gesägt: „Mem Fräulein, es ist jammerschade, daß Sie bei Ihren Ga- : ben und bei Ihrer Schönheit hier in dem öden Bauern- i horfe verblühen sollen. — Kommen Sie nach Berlin! Mein Vater braucht in seinem Hotel eine Dame Ihrer Art für Küche und Aussicht über das Dienstpersonal." — Und er mochte wohl vieles mehr gesagt haben, denn nach kurzer Beratung war Ausine bereit, die Stellung an- zurwhmen und ihr Vater mußte sich fügen.
So kam das Mirtstöchterlein nach Berlin. Die Leute aber erzählten sich, daß sie das nur Wilhelms wegen getan. — So meinte auch Maren.
Heute hatte Lauritz Nielsen, der vornehme Besitzer von Nyenbro, Grothus gestanden, daß er ernstliche Absichten auf Maren hätte und überglücklich sein würde, wenn das Fräulein sich entschließen könnte, sein Weib zu werden.
S Solgaarder fühlte sich nicht wenig geschureichelt k- Der MM ÄMtfel schätzen, daß seine ToMe
Vom österr.-ungar. Generalstab
Wien, 2. Februar. (WTB.) Amtlich wird verlant- bart:
Russischer Kriegsschauplatz.
Vor der Brückenschanze uordwestlich von Uscieszko wurde der Feind durch Minen»»griffe zum Verlassen seiner vordersten Gräben gezwungen. An anderen Stellen der Nordoftfront fanden Patromllenkämpfe statt.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Im Suganatal wurden westlich von Roncegno mehrere Angriffe eines italienischen Bataillons avge- wiesen. Am Hang -es Col -i Lana wurde eine feindliche Sappenstellung im Handgemenge genommen und gesprengt. An -er Jsonzofront Geschützkämpfe.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
In A l b a n i e u gewannen »usere Bortruppe» ohne Kampf -as Südufer -es Mati-Flusses. In Montenegro volle Ruhe. Keine -eson-eren Ereignisse.
Der Stellvertreter -es Chefs des Generalstabes, v. Hoefer, Feldmarschallentnant.
Die Oesterreicher in Mbanie».
„Jdea Nazionale" meldet aus Durazzo, daß Man« teuegro völlig besetzt und der größte Teil des Heeres gefangen ist. Täglich tauchen Flugzeuge über den sich zurückziehenden Serben und Montenegrinern, mit denen der Feind zum Teil die Berührung verloren Hat, auf. Die Flüchtlinge aus dem Gebirge berichten, daß die Oesterreicher ihnen folgen. Die Ueberschwemmungen dauern fort. Die Kommunikationen sind größtenteils unterbrochen, und auch die Saunwfade im Gebirge sind wegen der vielen Erdstürze, welche die Wege wegae- rissen haben, zumeist ungangbar. Dasselbe sei in der niederen Küstenregion der Fall, wo alles überschwemmt sei.
'^ Genf, 3. Februar. (T. U.) Wie eine „Matin"- Meldung nach der „Bl. Mp." besagt, soll die Räumung der in Albanien noch besetzten Orte einen befriedigenden Verlauf nehmen. Man erwarte in einige» Tagen das Eintreffen der Oesterreicher in Durazzo, hofft jedoch, daß die bisherigen Maßnahmen genügen werden, um die bedeutenden serbischen Heeresreste, die sich noch in Nordalbanien besinden, zu retten.
Das Scheitern der italienische» Balkanpolittk.
In einer Uebersicht über die Ereignisse der 18 Kriegsuwnate schreibt die Bukarester „Jndependance Roumaine": Oesterreich-Uugaru hat sich Cetinjes ve- mächtigt, hat Skutari genommen trotz des Taraboschberges, wo Essaö Pascha kürzlich noch so großen Widerstand zu leisten wußte. Die Truppen des Kaisers Franz Joseph sind im Besitz der ganzen montenegrinischen Küste einschließlich des von den Italienern erbauten ausgezeichneten Hafens Antivari sowie der einzigen montenegrinischen, ebenfalls von Italienern gebauten Ei- kenbahn Antivari-Bterpazar,-mrd sind Herren von San Giovanni di Medua und und Alessio. Das alles ist das Gegenteil jener Politik, die Italien seit mehr als 30 Jahren verfolgt.
Wichtige Beratungen in Rom.
** Wien, 3. Februar. (T. U.) Die „Mittagszeitung" veröffentlicht nach dem „B. L.-A." folgenden Drahtbericht auf indirektem Wege aus Rom: In der italienischen Hauptstadt fanden wichtige Beratungen statt. Die Ankunft eines englischen Sondergesandten deutet darauf hin, daß von englischer Seite eine Entscheidung in Rom herbeigeführt werden soll, und zwar in der Weise, daß sich die Italiener in Balona zur Schlacht stellen. ____
Neue deutsche Heldentat zur See.
oe* Neuyork, 2. Februar. (WTB.) Nach einer Reutermeldnng ans Newport-Rews ist der vermißte englische Dampfer „Appam" «nter Führung einer deutschen Prisenmannschaft unter deutscher Kriegsflagge bei Old Point an der Küste von Virginia angekommen. Der Dampfer ist auf der Höhe -er kanarischen Inseln von einem deutschen Kriegsschiff aufgebracht worden Die „Appam" hatte bei ihrer Ankunft 425 Personen an Bord, darunter 138 von etwa fünf vor der Aufbrin - 8 u na -er „Appam" versenkten englischen Schiffen.
mit beiden Händen zugreifen werde, wo sich ihr ein so großes Glück böte.
Wie er denn eine Stunde später darüber sprach, da schien es allerdings, als wenn Maren keineswegs freudig überrascht wäre. Sie senkte traurig ihr Köpfchen und schwieg zu allem still. Auch die Grotzinutter machte ein sehr ernstes, feierliches Gesicht und redete nicht drein.
„Wenn ich es tue," so gestand Maren dieser, „dann geschieht es nicht ans Liebe, denn die empfinde ich nicht für den Mann, sondern nur, um hinauszukommen. Und Du, mein Größing, sollst bei mir bleiben, das wird meine erste Bedingung sein."
Schon am nächsten Tage erschien Lauritz Nielsen in tadellosem Gesellschaftsanzug und machte Maren einen Heiratsantrag. Sehr ruhig und bestimmt gab sie ihm ihr Jawort und fügte hinzu: „Ich werde zu Gott beten, daß er mir Liebe zu Ihnen ins Herz gibt."
Wie er sie, durch diese Bemerkung keineswegs ernüchtert, an sich drücken wollte, da wehrte sie ihm sehr entschieden und hatte wieder so etwas von einer Königin in ihrem Wesen, der alle gehorchen müssen.
Am Somitag darauf wurde in Solgaard Lauritz Nielsens und Maren Grothus Verlobung ohne viel Aufhebens gefeiert. Manche Dorfschöne beneidete des Solgaarders Tochter,- doch noch weit mehr wurde von der Männerwelt der wenig beliebte Nyenbroer beneidet. Die Tagelöhner aber brachten ihrem Fräulein mit trüben Blicken ihre Glückwünsche dar und sprachen nicht viel Worte.
Ein paar Wochen waren seitdem verstrichen. Maren kam, dank der außerordentlichen Berstellungskunst ihres Bräutigams, mehr und mehr zu der Ueberzeugung, daß derselbe ein edler Mensch und ihrer Liebe voll und ganz würdig sei. Er überhäufte sie mit Geschenken und er- fWt he täglich durch neue zarte Aufp»erksamkeiten.
Die Kaperfahrt im Atlantik.
w> Rotterdam, 3. Februar. (T. U.) Das Rätsel von dem erscheinen des deutschen Hilfskreuzers, der eine Prisenmannschaft au Bord der „Appam" schickte und auch die Bemannung von sieben versenkten englischen Schiffen mit sich führte, ist nach dem „B. L.-A." noch immer nicht gelöst. Weitere Depeschen aus New- port-News melden, daß die „Appam" sich schon ans den ersten Warnnngsruf des Angreifers ergab. Nachdem die Prisenmannschaft an Bord gebracht war, erschien auch ein regelmäßig mit England verkehrender Leichter- dampfer aus Australien. Dieses offenbar bewaffnete Schiff wollte sich nicht ergeben und ließ sich mit den An- Sreifern in einen regelrechten Kampf ein, wurde aber hlietzltch sehr schwer beschädigt, sodaß es sich ergeben mußte. Weiter gesellte sich die Bemannung von sechs anderen versenkten Schiffe» zu der Besatzung an Bord der „Appam". Einen Heiterkeitserfolg erregte ein Amerikaner, der berichtete, daß das deutsche Kaperschiff, als es sich der „Appam" näherte, eine List gebrauchte, welche an den vierten Segeltuchschorustein der „Emden" erinnert. Die Schiffswand soll kunstvoll mit einer Holzwand erhöht gewesen sein, die man im entscheidenden Augenblick herunterließ und hinter der die Mündung der Geschütze hervortrat.
Erstaunen über die Kühnheit der Tat.
^ Christian)», 3. Februar. (T. U.) Die Kaperfahrt der „Möve" erregt, wie hierher nach der „Voss. a." telegraphiert wird, in Schifferkreisen größtes Er- üen, da man es allgemein für unmöglich hielt, daß der britischen Flotte, als Herrin des atlantischen Ozeans, ein deutscher Hilfskreuzer entginge. Daß dieser noch dazu einen großen Passagierdampfer wie die „Appam" über den Ozean entführen konnte, ohne von einem der über 100 britischen Wachtschiffe bemerkt zu werden, rief große Bestürzung hervor. Ein norwegischer hoher Ma- rineoffizier äußerte sich in einem Blatte, man müsse heute die deutsche Marine eine Flotte der nudegrenz- ten Möglichkeit nennen.
Die Annahme, daß das Vermessungsschiff „Möve" den Dampfer „Appam" gekapert habe, ist nicht zutreffend,- „Möve" wurde schon im September 1914 im Hafen von Daressalam versenkt.
Das Abenteuer der „Appam".
Wie die „Times" aus Neuyork erfahren, wurde die „Appam" durch einen bewaffneten deutschen Dampfer, nicht durch ein Unterseeboot erbeutet. Die Fahrgäste berichten darüber, daß am frühen Morgen des 15. Januar sich ein unbekanntes Schiff ganz nahe an die „Appam" heranmachte und zwei Schüsse längs des Bugs abfenerte. Die „Appam" glaubte es mit einem Seeräuber zu tun zu haben und gab ihrerseits zwei Schüsse ab. Von beiden Schiffen wurden die Rettungsboote ausgesetzt. Das deutsche Kaperschiff verschwand, nachdem es auf der „Appam" den Leutnant Berg mit einer Prisenbemau- nung von 22 Köpfen und einer großen Zahl von Gefangenen zurückgelassen hatte, die von sieben britischen Schiffen herrührten. Hierauf wurde die „Appam" als Hilfskreuzer benutzt und nahm noch zwei englische Schiffe. Die „Ilppam" kam in Amerika unter dem Namen „S.M. Appam" in ausgezeichnetem Zustande an. ;
Später meldet der Berichterstatter des „Times" r Leutnant Berg, ein kleiner schmächtiger Mann, erzählte . heute lächelnd von seiner Reise. Das Schiff war fünf Monate lang hart an der Arbeit gewesen. Wir waren, so sagte er, nur einige Meilen vom Hafen entfernt und warteten auf die „Appam". Ursprünglich planten wir nach Neuyork zu fahren, änderten aber unsern Kurs nach Norfolk, da feindliche Schiffe in der Nähe von Neunork kreuzten. Wir sahen keinen englischen Kreuzer, begegneten aber verschiedenen Handelsschiffen, die wir laufen ließen. Den Fahrgästen der „Appam" geht es gut. Nachdem wir die „Appam" erbeutet hatten, bohrten wir noch ein Schiff in Grund. Nur vier Mann von unserer Mannschaft wurden leicht verletzt. In einem anderen Telegramm an die „Times" wird aus Norfolk berichtet, daß das Schiff, das die „Appam" nahm, der Kreuzer „Möwe" sei, der aus Kiel kommend durch die Linie der britischen Flotte in den Atlantischen Ozean geschlüpft sein soll.
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Das deutsche Kriegsschiff, dein dieser schöne Erfolg zu verdanken ist, muß einige Zeit die Seewege des Atlantischen Ozeans beunruhigt haben, da die Besatzung von etwa fünf versenkten Schiffen sich auf der Prise befand. Im allgemeinen konnten unsere Kreuzer und Hilfskreuzer die von ihnen aufgebrachten Dampfer nicht mit Prisenmannschaften besetzen und in neutrale Häfen bringen lassen, sondern waren gezwungen, die erbeute-
! Auch begegnete er ihrer Großmutter mit gewinnender Liebenswürdigkeit. Zu Weihnachten sollte die Hochzeit ; gefeiert werden, und zwar so großartig, wie im Lande ; lange keine gefeiert worden war. Auf Solgaard begann । man jetzt im September bereits, mit aller Kraft an der ; Aussteuer zu arbeiten. Auch heute, an einem regnerischen ! Abend, waren drei Nähmaschinen in Bewegung, und ! Maren, ihr „Größing", ein paar gute Freundinnen und i das Stubenmädchen begleiteten die munter fortflietzende ' Arbeit mit guten oder weniger guten Reden. — Die । Großmutter mußte Gespenstergeschichten erzählen. Das i verstand sie vorzüglich, trotzdem ihr jeglicher Aberglaube i fern lag. Und all die anderen ergänzten die schaurigen i Märchen durch Selbst- oder von Freundinnen Erlebtes. , Draußen heulte dazu der Wind, der Regen schlug in ! schweren Tropfen ans Fenster, und im Kamin flackerte i gemütlich das Feuer. Ein herrlicher Abend! Von Zeit 1 zu Zeit kredenzte Maren eine Tasse Kaffee und reichte ! den selbstgebackenen Kuchen und von den Früchten des j Gartens herum. Eben wollte sie die Kaffeekanne wieder : aus der Röhre holen, da trat mit schwerem Schritt, ganz bis auf die Haut durchnäßt, brummend der Briefträger herein. —
„Muß man da um einen Dreierbrief eine Meile im Schmutz und Unwetter laufen," murmelte er, während er Maren eine Verlöbungsanzeige überreichte. —
„Aus Berlin? — Natürlich — Ausine und Wilhelm?" i — Alle warn neugierig aufgesprungen. Nur Größing I gedachte zunächst des durchnäßten Postboten.
„Nein, was ist das!?" ruft Maren jetzt aus. — „Nicht ' mit Wilhelm Nadeke? — Da steht ja ein ganz anderer ; Name! — Mit dem Kaufmann Friedrich Meyer ist i Ausine verlobt!" —
j Das gab eine ileberraschung!
I (Fortsetzung folgt.)