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laben, man könne

enden, aber man

Tthto, Salandra, Zupelli und Corsi erg Nikita zlvar nicht unmittelbar Hufe st ............. rnüsse ihn auffordern, wortbrüchig zu werden, nur solle dies in einer geschickten Form geschehen. Es folgte eine geheime Zusammenkunft Viktor Emanuels mit dem tn Süditalien weilenden Prinzen Mirko von Montenegro. Bei dieser Zusammenkunft wurden die Rollen für die nun einsetzende Komödie ausgeteilt. Der Königin Mi- lena und ihren Töchtern gab man ben Rat, um Italien nicht weiter zu kornpromittieren, das Ziel ihrer Flucht nicht in Rom, sondern auf französischem Boden zu su­chen. Diesen Rat befolgte die Königin Milena, als sie über Brindisi nach Lyon mit ihren Töchtern weiter- fuhr. In Brindisi war nur eine auffallend kurze Zu­sammenkunft mit dem italienischen Königspaar.

In Montenegro hatte sich unterdessen folgendes be- geben: Der König, der in Skutari weilte, forderte sein Volk auf, die Waffen an Oesterreich abzugeben. Stur ein kleiner Teil, an dessen Spitze die Generale Misko- vie und Vukovic standen, widersetzten sich. Im übri­gen flohen diese beiden Generale zu den serbischen Trup­pen, da ihre Partei sich als zu schwach erwies. Ein Tele­gramm des montenegrinischen Generalkonsuls in Pa­ris lief in Montenegro ein mit dem Inhalt, die En­tente bestünde auf Fortsetzung des Kampfes. Dieses Telegramm soll auch „ein nicht ungünstiges Arrange­ment" dem König vorgeschlagen haben. Nikita zögerte, begab sich aber doch von Skutari nach Podgoritza, wo sich der kriegslustige Teil seines Heeres und der Rest der serbischen Truppen aufhielten. Für den äußersten Fall wollte er sich von den Truppen zwingen lassen, sein Wort rückgängig zu machen. Nun erreichten ihn erst die römischen Nachrichten, die folgende Lösung vorschlu- gen: Damit Nikita und sein Sohn Prinz Peter nicht ihr Versprechen — die Waffen nicht mehr gegen Oester­reich zu führen, — brächen, sollten sie sich ebenfalls nach Lyon begeben, während Prinz Mirko nach Montenegro zu fahren hätte, um dork das Kommando des noch wei- terkämpfenden Heeres zu übernehmen. Der König ging nach einigem Zögern nach San Medua di Giovanni, um sich bald von dort nach Lyon einzuschiffen.

Nikita soll entthront werden.

Die Ententevertreter verhandeln nach einer Buka- rester Meldung der „B. Abenöztg." in Rom wegen der neugeschaffenen Situation. Sie haben die Absicht, den Könrg Nikita abzusägen und die Thronfolgeordnung avzu- ändern. Sie wollen statt des Prinzen Danilo den rus- senfreundlich gesinnten Prinzen Mirko zum Könige er­wählen lassen. Prinz Danilo protestierte gegen die Pläne, die den abzuschließenden Sonderfrieden mit den Zentralmüchten stören könnten. Die eifrigste Förderin des Planes der Entthronung Nikitas und der Krönung des Prinzen Mirko ist die italienische Königin Elena.

Don Her Westfront.

Die deutsch-englischen Luftkämpfe.

Nach einer Reutermeldung aus London teilte der Unterstaatssekretär im Kriegsamt, Tennant, im Unter­hause mit, daß die Engländer in den letzten vier Wochen auf dem westlichen Kriegsschauplatz 13 Flugzeuge ver­loren haben, die deutschen hätten sicher 9, wahrscheirttich aber 11 Maschinen eingebüßt. Die englischen Flieger unternahmen besonders Bombenangriffe, woran 138 Flugzeuge beteiligt waren. Die Deutschen führten 13 Bombenangriffe mit nur 20 Flugzeugen aus. Die deutschen Linien wurden von 1227 englischen Flugzeugen überflogen, über die englischen Linien kamen dagegen

deutsche Flieger, wenn sie getroffen, innerhalb ihrer eigenen Linien hätten landen können. Ein genauer Vergleich der beiderseitigen Verluste sei daher unmöglich.

Portugal vor der Mobilisierung?

Laut der „Köln. Ztg." erfahren zu der Nachricht, daß Portugal vor der Mobilisierung stehe, die schweizerischen Blätter noch aus portugiesischen Zeitungen, daß Eng­land die Kriegserklärung au Deutschland verlange, um die 37 großen transatlantischen Dampfer Deutschlands, die im Hafen von Lissabon liegen, anfordern zu können. In anderen portugiesischen Häfen des Mutterlandes und der Kolonien befinden sich noch zwanzig andere deut­sche Dauipfer. Die Kriegserklärung wird noch nicht be­deuten, daß sich Portugal handelnd am Kriege beteilige.

SriegsiMei.

Znr Kartoffelverforgung.

Um die rechtzeitige Frühiahrsvcrsorguug der großen Städte und Jndustrieorte mit Kartoffeln zu sichern und gleichzeitig die jetzt unerwartet günstigen Witterungs- verhältnisse und Transvortmöglichkeiteu auszunutzen, hat der Reichskanzler der Reichskartoffelstelle geneh­migt, bei ihren Ankäufen für die Städte schon letzt die gesetzlichen Höchstpreise in gewissen Grenzen zu über­schreiten. Für den Verbraucher wird diese Anordnung bis auf weiteres nicht fühlbar werden, da dw Absicht besteht, mit Hilfe von Zuschüssen aus öffentliMn Mit­teln die KleiNhandels-Höchstprerse für den Wmterbe- darf allfrecht zu erhalten. Daher ist zu hoffen, daß es auf diesem Wege auch gelingt, die in einzelnen Orten ausgetretene Kartofferknappheit zu nberwmden.

Schwedischer Gummi.

Der Lektor am Technischen Institut.in Göteborg Langlet teilt mit, daß er zusammen mit William Erich- son ein Verfahren gefunden habe, um Gummi aus Ge­wächsen herzustellen, die reichlich in Schweden Vor­kommen. Der gewonnene Gummi könne jedenfalls zur Herstellung von Jsolierungsnraterial verwendet wer­den.

Die Rundreise des Obersten House.

tat Karlsruhe, 26. Januar. lT. U.) ®ht Mitar­beiter des „B. L.-A." telegraphiert, daß er in Basel dem auf der Durchreise befindlichen Ober st House, der be- famttluh in Mission des Präsidenten der Bereinigten Staaten Europa bereist und heute früh in Berlin ein- trifft, vorgestellt wurde. Oberst House, her be« MeMicherweise sich sehr vorsichtig ausdrückte, erklärte, daß er in Deutschland, das er seit vielen Jahren wieder­holt bereist habe, kein Neuling sei. Ueber den Zweck seiner Mission war er umso zurückhaltender, als er in Paris den Ausfragern wiederholt Auskunft verweigern mußte. Er betonte, daß er in Deutschland viele persön- liche Freunde habe und mit berliner kreisen, mit denen er voraussichtlich auch diesural in Verbindung zu treten hat, bereits gut besannt sti. Er und seine Frau berichten über eine äußerst sturimsche Ueberfahrt auf dem holländischen Dampfer „Rotter­dam". Er werde nur einige Tage in Berlin bleiben und dann über Paris und London wich Amerika zurttck- kehren.

Englische Habgier in italienischer Bestätigung.

Der „Popolo d'Jtalia" veröffentlicht alS Leitartikel einen offenen Brief an das englische Volk, in dem eS heißt: MaliM trat WB W 6m «m M WM

hat es harte innere Kämpfe gegen die rriegsfemoltchen Volksteile zu bestehen. Dieser Kampf wird erschwert durch die englische Habgier in der Kohlen- und Getreide- frage, die m Italien eine unerträgliche Lage schafft. Wenn das italienische Volk durchhalten soll, dann muß England Italien wirtschaftlich entgegenkommen.

Maßnahmen gegen die Teuerung in Rußland.

r^ Kopenhagen, 26. Januar. lT. II.) „National Tidende" berichtet nach dem „B. L.-A." aus Petersburg: Die Regierung begann jetzt einen energischen Kampf gegen Me Teuerung. In beiden Hauptstädten wurde eine große Schar von Spekulanten verhaftet, die stren­ger Bestrafung entgegensehen. Es wird erwartet, daß in den kommenden Wochen die Eisenbahn zwischen Pe­tersburg und Moskau ausschließlich für die Beförde- rung von Lebensrnitteln benutzt werden soll, wodurch Petersburg so reichlich mit Lebensrnitteln versehen würde, daß die Preise ernstlich zurückgehen müßten.

Wilsons Einspruchsnote gegen England.

Aus Washington berichtet der Vertreter des WTB.: Die Vereinigten Staaten haben der englischen Regierung durch den amerikanischen Botschafter in London ein e Note überreichen lassen, in der Amerika Einspruch er­hebt gegen jede Art der Anwendung des Gesetzes be­treffend den Handel mit dem Feinde, durch die der amerikanische Handel betroffen werden könnte.

Die Besatzung des Lomzen.

Wie Berliner Blättern gemeldet wird, berichtet ^Tribuna", daß es einem ihrer Mitarbeiter gelang, eine Persönlichkeit aus dem engsten Gefolge der Königin von Montenegro zu sprechen. Die Königin erklärte: Es ist nicht richtig, daß zur Verteidigung des Lowzen nur 1200 Mann zur Verfügung standen. Es waren vielmehr 5000 Mann sowie eine serbische und französische " tillerieabteilung.

Ar-

Das gestrandete englische Uboot.

Das holländische Marilcedepartement teilt mit, am 19. Januar das englische Unterseeboot „H. 6" folge eines Konstruktionsfehlers in dem Friesche zwischen Schiermonnikoog und Amelang, ungefähr 2’4 Seemeilen innerhalb der niederländischen Territorial- gewässer strandete. Alle Versuche der holländischen Ma- rrne, das Fahrzeug flottzumachen, waren vergebens. Die niederländische Regierung beschloß, die auf nieder­ländisches Gebiet gerettete Besatzung und, falls die Ber­gungsversuche glückten, auch das Fahrzeug zu inter­nieren. Dieser Beschluß stützt sich auf die Bestimmun­gen der niederländischen Neutralitätserklärung.

Satz in- Gat

Politische Rundschau.

Die Steuerpläne des RetchSschatzsekretärs. Ueber den Plan der Besteuerung des Eisenbahngüterverkehrs in dem neuen Programm des Reichsschatzamtes tarnt die „Münchener Zeitung" nähere Mitteilungen machen. Danach soll der Frachturkundenstempel für Wagen­ladungen auch auf den Stückgut- und Eilgutverkehr aus­gedehnt werden, ebenso wie eine Erhöhung der Postpaket­gebühren eintreten soll. An eine Erhöhung der Fahr- kartensteuer wird vorläufig nicht gedacht, aber schließlich wird man wohl auch um Zuschläge für die Personen­beförderung nicht herumkommen, wenn nämlich ein zweiter Plan durchgeffihrt werden soll: eine Brutto-

Mffenvannvcrw

Ein srenndllcher Feind

ist das Tagebuchblatt eines Bayern betitelt, das wir in Nummer 16 der illustrierten Zeitschrift „Ueber Land und Meer" lDeutsche Verlagsanstalt Stuttgart) abge­druckt finden. Es handelt sich um bayerische Landmehr- männer, die in einem französischen Neste rasten und die sich ein Feuer machen möchten, aber kein Holz, keine Koh­len dazu haben. Da bietet sich ein alter Franzose an, sie zu einem Platze zu führen, wo es Feuerungsmaterial genug gäbe. Er sprach (und nun übergeben wir dem Bayern das Wort zu seiner Erzählung): „Hoher Gna­den erlauben, sein sich so falt; Montineau wissen zu Feuer Kohle — hihihi — viel — sehr viel Kohle!" — „Kohlen! Wo kann man solche bekommen?" — „O Sire, Montineau altes Mann — gutes Mann, lieben sehr tapfere Bavarois und nehmen alle mit, geben Kohlen, geben Holz zu Feuer!" Zögernd näherte sich bei diesen Worten der Gruppe eine alte runzlige Mamsell, ergriff des Alten Arm und ritz ihn zurück. Kaum vernehmbares und wie Tadel klingendes Zischen entfuhr dabei den zahnlosen Lippen, und fast dünkte es mich, als ob die Vettel mit einem traurigen Blick auf meine Kamera­den gesehen hätte. „Halt, lassen Sie den Mann! Unter­offizier Zirngiebel, Sie nehmen den zweiten Zug und lassen sich's angelegen sein, Brennmaterial herbeizu- sMaffen. Der freundliche Herr hier wird den Wegweiser machen!" entschied unser Leutnant kurz, wandte sich dann ab, ging einige Schritte und rief den Unteroffizier noch einmal zu sich. Was er mit diesem im Flüsterton be­sprach, mußte sehr ernster Natur sein, denn Zirngiebel ließ drei Mann ihr scharfgeladenes Gewehr auf nehmen und marschierte erst dann mit dem Zuge und dem freund­lichen Alten ab.

Nicht lange dauerte der Marsch, und wir standen vor einem Schutthaufen, dem Ueberbleibsel ehemals mächtiger Gebäude. Obwohl alles eingestürzt und ruß- geschwärzt war, begriffen wir doch, daß es sich hier wohl um eine Kohlenzeche handeln müsse, und richtig mies uns der Alte auch einen hinter Gebüsch versteckten Stol­leneingang: „Oh, drin fein viel Holz — viel Kohl zu Feuer. Kommen alle mit, Montineau gehn zuerst!" Wir folgten dem voranschreitenden Alten, der eine bereitlie­gende Pechfackel entzündet hatte, in den zirka zwei Me­ter breiten, schwarzgähnenden Stollen. Wohl keiner dachte an Schlimmes, und doch, warum nahmen unser Unteroffizier und die drei hinter ihm einherschreiten- den Kameraden ihre Gewehre schußbereit zur Hand? Hm, sollte der schäbige Alte . . .? „Alles viel Vorsicht, hier gehn Fahrt! — So, sitzen alle auf das Korb, Mon­tineau fahren dann Sie zu Holz, zu Kohlen!" Was, wir sollten auf das Eisengerippe steigen und uns da weiß Gott wie tief den fast senkrechten Bremsberg hinabfüh­ren lassen? Weiß der Kuckuck, ich kann mir nicht helfen, doch des Alten Augen leuchteten einen Augenblick so son­derbar. Schon bestiegen die Mutigsten den mit Hand­haspel zu treibenden Förderkorb, da: „Halt Kameraden, mir sind in Feindesland, und da sollen wir uns in die Hände eines seiner Bewohner geben? Stein! Voran soll der Alte hinabfahren, wir garantieren für richtige För­derung, denn es sind einige Bergleute unter uns!" Dem Alten gab'S einen heftigen Ruck, ein kurzer, mittender Blick streikte oö& dann schleuderte er keine vpchauklp-

beruhe Fackel tit weitem Bogen von sich, machte einen Satz nach vorwärts und verschwand in dem dunkel gäh- nenden Schacht. So schnell alles dies geschah, ich sah doch noch rechtzeitig, daß die glimmende Fackel in einen ne­ben der Bremskammer befindlichen Nebenstollen ge­schleudert worden war und daß dort eine größere An­zahl Paketchen aufgestapelt lag. „Kameraden, zurück, Sprengstoffe — der Gauner . . ." Mehr konnte ich nicht hervorbringen, denn so eilig, als in der fast völligen Dunkelheit möglich, drängte ich durch die zusammenge- pferchten Kameraden hindurch und eben, als es in dem Seitenstollen zu zischen und zu sprühen begann, kam ich bei der Unfaitftclle an. Rasch raffte ich die glimenden Süubfchnüre zusammen und eilte einige Meter zurück, ivarf sie da zu Boden und trat die Glut mit den Füßen aus.

Nachdem die Kameraden darüber, daß alle Gefahr beseitigt wäre, informiert waren, lieh ich mir eine der entzündeten Taschenlampen aus, und bei deren Schein gewahrten wir, daß im erwähnten Seitenstollen eine un­geheure Menge Sprengstoff lagerte. Die wirr durch, einandergehenden Zündschnüre waren in Hausen davor gelagert und deren Enden vielfach mit Kapseln verbun­den, die wiederum in die gefährlichen Pakete eingeführt waren. Diese Tour war also glücklich abgegangen, ob­wohl der zerschellt in der Tiefe liegende alte Fanatiker uns wohl gern ein weniger glimpfliches Los beschert hätte. Kohlen fanden wir alsbald genug, ebenso man­gelte es nicht an zum Verbauen der ausgebauten Flöze vorgesehenem Holze, und wir brauchten also nicht mtt leeren Händen abzuziehen. . . .

Vermischtes

erdi-

abri-

Einer der Mörder des Erzherzogs Franz F nand gestorben. Der serbische Anarchist Nedjeliko Cc____ novic, der in dem Prozeß gegen die Attentäter von Se- rajewo am 28. Oktober 1914 zu zwanzig Jahren schweren Kerkers, verschärft mit hartem Lager in einer dunklen Zelle am 28. Juni eines jeden Jahres, verurteilt worden war, ist in der Militärstrafanstalt zu Theresienstadt an Lungentuberkulose gestorben. Der damals 19jährige Buch­drucker Cabrtnovic war jenes Mitglied der Verschwö­rung, das bei der Fahrt des Thronfolgers Erzherzogs

Franz Ferdinand auf dem Appel-Kai in Serajewo ge­gen das Automobil eine Bombe warf, die wohl explo­dierte, aber das Ziel verfehlte, sodaß nur Personen hin­ter dem Automobil verletzt wurden. Wegen Minder­jährigkeit konnte er wie der Hauptattentäter Princip nicht zum Tode verurteilt werden.

Während der Gerichtsverhandlung gestorben. Vor dem Augsburger Schwurgericht Hatte sich am Montag ein internationaler Erbschaftsschwindler, der Anstreicher Schork aus Ellenbach zu verantworten. Er war nach Amerika ausgewandert und betrieb von Neuyork aus in den Jahren 1900 bis 1913 Erbschaftsschwindeleien. Seine Opfer suchte sich der Betrüger hauptsächlich unter Frauen. Die Anklage erstreckte sich auf 14 Fälle, die Beträge bis zu 200 000 Mark umfassen. Die Verhand­lung fand einen schnellen Abschluß damit, daß der An- aeklagte, dem auch die Ermordung seiner Frau durch Gift zur Last gelegt wird, plötzlich starb; er war wäh­rend der Untersuchungshaft an Epilepsie erkrankt.

„Ein Mann zum Füllen der Uniform gesucht!" Die

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mlischen Werbemittel zeugen von einer geradezu nu- ichöpflichen Phantasie. Alle Künste des Posienthea- -“ s-= Her1-1* • "s- ""= ^^«-— -—^

geißelt Tommv oder blauen Matrosen zu verwandeln und da die Rekrutierungsoffiziere der Kriegsmarine, die neuerdings mannschaftsbedürftig erscheint, nicht hin­ter ihren Kollegen von der Landarmee an Erfindungs­geist zurückstehen wollen, entdeckten sie ein neues Lock­mittel. Es besieht, wie einer mit erklärendem Text er­schienenen Illustration in den englischen Blättern zu entnehmen ist, in einer Art Vogelscheuche, einem Besen, an dem eine leere Matrosenkriegsuniform aufgehängt ist. Darunter ist auf einem großen Plakat der grell gemalte Satz zu lesen: „Ein Mann zum Füllen dieser Uniform gesucht!" . . .

Die Ueberschwemmungen in Holland. Das Amster­damer Handelsblad berichtet über eine Fahrt ins Ueber- schwemmungsgebiet: Wohin man den Blick auch richtete, überall sah man Bauernhöfe mitten im Wasser stehen, eine ganze Menge sogar bis aus Dach. Dieses traurige Bild wurde immer noch schlimmer, je weiter die Fahrt ging. Der heftige Wind hat die Wasserfläche zu einem ungestümen Meere aufgepeitscht., Von einer Arbeiter­wohnung war nur noch eine Ruine zu sehen. Es war ein einziges schmerzliches Elend. In Broek im Water- land sind große Mengen Holz gegen den Darum getrie­ben, welches von einigen gestürzten Häusern herrührte, die dem schweren Wellenschlag keinen Widerstand bieten konnten. Der neue Stadtteil in Purmerend steht unter Wasser bis zu einer Höhe von 40 Zentimeter und der Verkehr wurde mit Booten aufrecht erhalten.

Witze vor« Tage. Ein russischer Minister erzählt einem Intimus, daß auf die in seinem Amtsblatt er­schienene Bitte um Geldmittel zur Beschaffung von Weihnachtsgeschenken für die im Felde stehenden Sol­daten Hunderttamende von Rubeln eingegangen seien, und wirst du dich nun zur Ruhe setzen?" — Der Vater kommt nach 13 Monaten aus dem Felde auf Urlaub zu den Seinen. Der vier­jährige Rudi fragt, da er den Zitier nicht wieder kemtt, am zweiten Tage seine Mutter, wie lange der Onkel noch da bleibt und will sich nicht einreden lassen, daß es sein Vater sei. Tags darauf bekommt Rudi eine verdiente Tracht Prügel vom Vater. Weinend geht er zur Mutter und sagt: „Muttel, es ist doch der Vati."

Weitere Drahtnachrichten.

Die englischen Verteidignngsarbeitc« am Suezkanal. .

o-* Mailand, 26. Januar. (T. U.) Eine Meldung des „Secolo" besagt, daß Reisende, die in Neapel mit dem Bombey-Dampfer „Mvutebello" ankamen, mitteilten, daß die Engländer an verschiedenen Stellen Drehbrücke« über den Suezkanal errichteten, damit im Falle eines Rückzuges die Engländer und Kanadier in beschleunigter Weise au andere Stellen umgrnppicrt werden können. Wetter haben die Engländer eine neue strategische Bahn, linie Suez-Jsmaeli gebaut.

Cbinafeindliche Unruhen in der Mongolei.

te* Cöln, 26. Januar. (T. II.) Laut „Köln. Zig." sind nach amtlichen russischen Mitteilungen aus Mulden in der Mongolei chtnafeindliche Unruhen ausgebrochen. Eine Brigade der 20. chinesischen Division ist nach Hui- huatscheng abgegangen und hat die mongolischen Auf­rührer zurückgeschlagen, die in das Fürstentum Uziunt« tscheuo etnaefaUcit sind.