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Verhaftung ver srorisum oer

Mittelmächte in Saloniki.

- ' Neuer Gewaltakt der Entente.

Die Londoner „Evening News" melden aus Sa- loniki vom 30. Dezember: Nach einem Luftangriff aus Saloniki hat General Sarrail Befehl gegeben, die Konsuln der feindlichen Staaten in der Stadt mit ihrem Personal zu verhaften. Englische und französische Truppen umringten die Konsulate und führten die Ver­hafteten nach dem Hauptquartier, von wo sie auf ein Kriegsschiff gebracht wurden. General Sarrail hat den griechischen Behörden Hiervon Mitteilung gemacht.

Weitere Nachrichten besagen: Die „Agence Havas" meldet aus Athen: Die Konsuln des Deutschen Reiches, von Oesterreich-Ungarn und Bulgarien sind an Bord des französischen Grotzlinieuschiffes „Patrie" gebracht worden. Die „Times" meldet aus Athen, daß die Kon­suln der Mittelmächte, die in Saloniki verhaftet wnrden, mit dem Personal zusammen 62 Personen zählen. Der bul­garische Konsul war nicht zu finden und ist nicht verhaftet.

-6-$’ Lugano, 3. Januar. lT. U.) Während offiziell versichert wird, daß die Verhaftung der Konsuln in Sa­loniki nur eine Ausweisung zur Verhinderung der Spi­onage darstelle, drahtet Magrini nach der „Tgl.Rdsch." dem „Secolo", daß Sarrail die Konsuln als Geiseln be­trachte und daß die Konsulatsarchive beschlagnahmt wurden.

w Athen, 3. Januar. (T. U.) Wie der Korre­spondent der Telegraphen-Union erfährt, wurde nach der Einschiffung der in Saloniki verhafteten Konsuln auf dem Kriegsschiff „La Patrie" der Hafen von Saloniki durch französische Kreuzer gesperrt.

Der gemeinsame Protest der Verbündeten in Athen.

Die „Agence Havas" berichtet aus Athen: Die Mit­telmächte, Bulgarien und die Türkei haben bei der grie­chischen Regiernng einen gemeinsamen Schritt wegen der Verhaftung der Konsuln in Saloniki unternommen. Ministerpräsident Skuludis antwortete, daß die Re­gierung schon bei dem Pariser und dem Londoner Ka­binett Einspruch erhoben habe.

Eine bulgarische Vergeltung.

iü>-* Sofia, 3. Januar. (T. U.) Als Antwort auf die völkerrechtswidrige Verhaftung öes bulgarischen Kon­suls und feiner Beamten in Saloniki Hat den: „B. T." zufolge die bulgarische Regierung die Verhaftung des französischen Vizekonsuls verfügt, der zur Unterstützung des holländischen Gesandten als Vertreter der französi­schen Interessen in Sofia zurückgeblieben ist. Der Vize- konsul wurde in dem Zimmer eines Hotels unterge­bracht. Der englische Bizekonsul hat sich auf die Nach­richt von dieser Verhaftung hin in das Zimmer des ame­rikanischen Geschäftsträgers, der die Vertretung der englischen Interessen übernommen hatte, geflüchtet, wo er zurzeit noch weilt.

Bomben auf das euglische Lager in Saloniki.

^ Athen, 3. Januar. (T. U.) Die Bombenwürfe der deutschen Flugzeuge auf die englischen Lager in Sa- louifi hatten nach dem „B. L.-A." ausgezeichnete Er­folge. Es gab eine große Anzahl Toter und Verwunde­ter. Ueber die Verhaftung des deutschen, österreichischen und türkischen Konsuls durch das französisch Militär tn Saloniki herrscht hier größte Entrüstung.

Die öffentliche Meinung in Saloniki.

«> Budapest, 3. Januar. (T. U.) Hier vorliegen­den Nachrichten zufolge ist die öffentliche Meinung in Saloniki davon überzeugt, daß die Truppen der Entente das Vordringen der Zeutralmächte und ihrer bulgarischen ^■KMMfi • "" ..... Die Lage

»erbanöes ist Gallipoli. *

Von der Westfront.

Fliegerbombe« auf Naucy.

>^ Genf, 3. Januar (T. U.) Die am Neujahrs­morgen auf Nancy und Umgebung gefallenen 16 deut­schen Bomben verursachten dem „B. L.-Ä." zufolge tm Umkreis des Bahnhofes, wo sich die alten und neueren Militäranlagen befinden, mehrere Brände, die bis am späten Nachmittag fortdauerten.

Die jüngsten französischen Rekruten.

M Genf, 3. Januar. (T. U.) Dem „Petit Parisien" zufolge werden, wie die „Tgl. Rdsch." berichtet, die neuen Mannschaften der Jahresklasse 1917 nach einem. Dekret des Kriegsministers der Infanterie, Kavallerie und Feldartillerie zugeteilt.

Ein englischer Postdampfer torpediert.

London, 1. Januar. (WTB.) Reuter meldet: Der Dantpfer „Persta" der Penninsnlar und Orieantal-Liue wurde am 30. Dezember bei Kreta torpediert. Die Mehr­zahl der Fahrgäste und der beträchtlichen Besatzung ist umgekommen. Nur vier Boote vermochten den Dampfer zu verlassen, deren Insassen nach Mexandria gebracht wurden. Unter den 230 Fahrgäste« befanden sich drei Amerikaner.

Der Dampfer „Persia" hatte 7951 Tonnen.

Lloyds berichtet: Der Postdampfer „Persia" ist am 30. Dezember auf der Fahrt nach Bombay versenkt wor- den. Die Mehrzahl der Fahrgäste und der Besatzung ist umgekommen. Vier Boote konnten das Schi sf ver­lassen. Der letzte Hafen, den das Schiff angelaufen botte war Malta, wo es am 28. Dezember ankam. Offizielle Zahlen sind noch nicht gemeldet, aber die „Per­sia" hatte viele Fahrgäste und eine beträchtliche Besatzung an Bord. Nach anderen Meldungen gM aus oer Fayr- gaslliste des Dampfers hervor, daß 230 FFugaste in London Fahrkarten nahmen, darunter 87 Frauen, ^Kinder und 3 Amerikaner. Unter letzteren befand auch der amerikanische Konsul von Aden. Die Schif­fahrtslinie teittm daß d^ „Persia", welche am 18. De- zember v^ Bombay abfuhr, eine sehr aroßc^Brief- «ud Paketpost Mitführ^r sie hatte aber nur wenig Ladung und sicher kein Kriegsmaterial an

Der angebliche Eindruck in Washington.

Das Reutersche Büro meldet aus Washington, in amtlichen Kreisen habe man den Bericht von der Tor- Jedierung der der vielleicht Amerikaner zugrunde gegangen seien, mit Staunen empfangen. Es besiehe wenig Zweifel, daß der Vorfall zu einer .teuer- konische Konsul in Alexandria erhielt den Auftrag, lofort alle verfügbaren Informationen zu sammeln.

Die Opfer der „Natal".

Die „Tinres" melden itber die Explosion auf dem Kreuzer „Natal", daß von der Besatzung von 701 Mann ungefähr 300 Mann an Offizieren nnd Ma rosen ums Leben gekommen sind. Amtlich wird mitgeteilt, daß der Kreuzer durch eine Explosion im Innern Zerstört YMkW ist

BtleesanetleL

Bulgarisches Lob für Mackeuse«.

General Bojadjieff, der Konnnandant der ersten bulgarischen Armee, hat sich einem Mitarbeiter des Blattes „Dnewnik" gegenüber über Generalfeldmar­schall von Mackensen mit folgenden Worten geäußert: „Ich halte mich für zu schwach, um ein Bild von Macken­sen, dem Sieger von Lodz, zu geben, von dem Feld­herrn, der die Russen aus Galizien und Polew vertrie­ben hat. Er war der erste, der im modernen Kriege die große Bedeutung der schweren Artillerie erkannt und diese in der Praxis angewandt hat."

Der Neujahrswunsch des Staatsministeriums.

Auf die au den Kaiser gerichteten Nenjahrswüniche des preußischen Staatsministeriums ist folgende tele­graphische Antwort eräugen: „Großes Hauptquartier, 1. Januar 1916. Ich danke vielmals für die treuen Segenswünsche meines Staatsministeriums zum neuen Jahre. Mit unerschütterlicher Zuversicht zu dem glück­lichen Ausgange unserer gerechten Sache wollen wir im Aufblick zu Gott dem Herrn auch im neuen Jahre unsere Vollkraft einsetzen in der Fürsorge für unser teures Vaterland. Wilhelm R."

Das Befinden König Konstantins.

Der Berichterstatter des WTB. meldet aus Athen: Die Professoren Kraus und Eyselsberg, die am 2. Januar hier eingetroffen sind, um zu prüfen, wie sich die Ent­wicklung in der Genesung des Königs vollzogen hat, haben den König untersucht und folgenden Bericht aus- gegeben: Der Zustand Sr. Majestät ist ausgezeichnet. Herz- und Lungentätigkeit gut. Der Ausfluß der Wunde, die von der alten Operation herrührt, dauert an; er ist aber für ■ die völlige Heilung der Wunde notwendig, zumal er den Gesundheitszustand Sr. Majestät nicht zu beeinflussen vermag und den hohen Patienten nicht an seiner Tätigkeit hindert.

Eine russische Schlappe in Persien.

@in Telegramm aus Bagdad meldet: Eine türkische Abteilung, die in der Gegend 1 ~ "''/. : vom Urmia-See vorging, verjagte die Rnssen aus dieser Stadt und fügte ihnen ziemlich bedeutende Verluste zu. Augenblicklich werden die Russen verfolgt.

von Saudschbulak nördlich

Drei Milliarden Schaden in Ostpreußen.

Nach den neuesten genauen Feststellungen beträgt, wie die „Frkft. Ztg." meldet, der Schaden, den Ost­preußen durch die Russeneinfälle erlitten hat, über drei Milliarden Mark.

Englische Posträuber.

Der Rotterdamsche Courant meldet aus Neuyork: Wie aus Washington berichtet wird, befanden sich unter den Postsachen, welche die Engländer von niederländischen und skandinavischen Schiffen holten, auch Briefe des deutschen Auswärtigen Amtes an den Grafen Bernstorff. Man erwartet, daß die Regierung der Vereinigten Staaten gegen die Einbehaltung der Postsachen protestie­ren wird.

Drei englische Obersten gefallen.

Wie der „Petit Parisien" aus Haazebrouck meldet, wurden in den letzten Kämpfen in Flandern die eng­lischen Obersten Lewis, Howard und Ernest Wight getötet.

kriegssahrlen unter Dem Halbmond

(Schluß.)

Man darf wohl ruhig b

ten, daß zu Beginn

zu be spielen würde, die Ansichten über die türkische Armee im großen ganzen recht wenig günstig für diese waren. Der kaum beendete zweite Balkankrieg hatte nicht mit Unrecht solche Anschauungen hervorgerufen, und man untersuchte nicht lange, woran das Versagen der tür­kischen Armee wohl gelegen haben uwchte. Wie anders aber steht heute schon die türkische Armee in der Wert­schätzung nicht nur der verbündeten Heere, nein auch der ganzen Welt da! Ihre Taten sprechen für sich und ihnen entspricht auch der gesamte Eindruck, den ich in den Schützengräben, Artillerie- und Beobachtungsständen, hinter der Front, bei den Kolonnen, in den Lazaretten und Etappen, sowie im Hauptquartier der Gallipoli- und der Dardanellen-Armee empfing.

Die nach den unglücklichen Ereignissen der letzten Jahre tief darniederliegende Türkei hat das ungeheure Glück gehabt, gerade in jener Zeit eine kleine Anzahl vvtl Persönlichkeiten zn besitzen, die mit größter Vater­landsliebe, Energie und Uuertchrockenhen noch alle wei­teren Eigenschaften verbanden, die sie zu Führern ihrer Nation befähigten. Unter diesen nimmt eine der her­vorragendsten Stellen ein, ist jedenfalls eine der am meisten in der Oeffentlichkett genannten der Kriegs­minister Enver Pafcha. Er hatte sofort klar erkannt, daß es die erste Sorge für das Reich bedeuten müsse, die Armee wieder auf eine Höhe zn bringen, die es ihr ermöglichte, die Aufgaben zu erfüllen, die zn»eifellvs bald an sie Herantreten mußten. Hierzu bedurfte er natürlich der Mitarbeit. Da er lange Jahre Militär­attache in Berlin geivesen war, Hatte er, der begeisterte Soldat, dort schnell den Wert der deutschen Armee er­kannt. So stand es für ihn fest, daß es deutsche Offiziere fein mußten, di- ihn bei der Reorganisation der tür­kischen Armee unterstützen sollten.

Enver Pascha erbat und erhielt von Deutschland Offiziere als Reformatoren, und an die Spitze dieser, der sogenannten „Militär-Mission", trat der deutsche General Liman von Sanders. Aber wenn er auch selbst nnt dem größten Interesse an seine Arbeit heranging, so waren.es in den ersten Zeiten doch wahre Dornen- wege, die er zu beschreiten hatte: den deutschen Offizieren sollten nur beratende Sieltungen eingeräuim werden, und es kam-selbst zn politischen Kämpfen mit den Ver­tretern der fremden Staaten, als man dem General Liman von Sanders den wirklichen Oberbefehl über das in Konstantinopel stehende Armeekorps geben wollte. Schon Moltke und später von der Gott; hatten ähnliche Erfahrungen machen müssen. Aber General Liman verfolgte mit der ihm eigenen Zähigkeit sein Ziel, das er dann auch insofern erreichte, als trotz aller Widerstände die deutschen Offiziere wirklich führende und praktisch leitende Befehlshaber der Truppen wurden. Schnell wurde dann die nötige Organisation nach deutschem Muster geschaffen, und in kurzer Zeit fam Ordnung und System in das Ganze. Eine der ersten Sorgen Limans war die um die Intendantur und das Verpflegungswesen. Was in dieser Hinsicht wirklich : geleistet worden ist, läßt sich überhaupt kaum gebührend > würdigen.

Mit dem Begriff „Krieg" war bis dahin für den • türkischen Soldaten nicht nur die Gefahr des Getötet- oder Verwundetwerdens verbunden, sondern noch viel intensiver der Begriff des Hungerns. Darm Mangel j an Berpfl§anna und ärztlicher Mcsorae find im letzten

Barraiartegs gerade me größten Berlusts entstände^ Wie sehr das anders geworden ist, beleuchtet am beste« die von den Soldaten jetzt oft geäußerte Bemerkung, daß der heutige Krieg überhaupt gar kein Krieg fet; denn es gäbe ja was „zu essen!" Und dabei ist der türkische Soldat wohl der genügsamste Soldat der Welt! Wenn er ein Stück Brot hat und vielleicht noch etwas Tabak, dann ist er absolut zufrieden! Und solche Zu- friedenheit spiegelte sich in den biederen Gesichtern in den Schützengraben auch auf das Lebhafteste wieder, wenn man die Leute in den Kampfpausen auf dem Bo­den sitzen und futtern sah! Sie sind voll des Lobes über die Verpflegung und dankbar und voller Bewunderung folgen ihre Blicke dem deutschen General, der sie so oft in ihren Gräben dicht am Feinde besucht und sich auch persönlich immer wieder überzeugt, ob seine Soldaten auch genug zu essen haben. Er bringt ihnen gerne Ta­bak mit, und rührend ist die Dankbarkeit und Ergeben­heit, die die Leute für ihn hegen. Mit unbeugsamer Strenge und Konsequenz allerdings hält Exzellenz Li- man darauf, daß für seine Armee die nötige Verpfle­gung, Ausrüstung und Löhnung da ist, und der sonst so liebenswürdige Vorgesetzte versteht in diesem Punkt gar keinen Spaß. Er kann auch rücksichtslos scharf und unangenehm werden. Aber es ist eben drum auch auf diesem Gebiet alles in bester Ordnung, trotz der unge­heuren Entfernungen und Schwierigkeiten aller Art. Die Halbinsel selbst bietet gar nichts, die Orte sind zum Teil zerstört, zum Teil sind ihre Bewohner aus Sicherheitsgrürrden evacuiert. Der Weg zur Front zur See über das Marmara-Meer ist durch feindliche U- Boote für Transporte aller Art mitunter unbequem, und der Weg über Land der Entfernung wegen nicht minder. Da handelt es sich also darum, umfangreiche Transportkolonnen jeder Art zu bilden, u. zw., dem Gelände entsprechend, hauptsächlich von Tragetieren. Die Ordnung dieser Kolonnen ist musterhaft, besonders auf dem fast 200 Kilometer langen Wege bis zur Bahn­station. Auch hier staunt man wieder vor der Größe des Geleisteten und — vor der Selbstverständlichkeit, mit der der türkische Soldat sich in die neue Ordnung der Dinge gefügt hat. Wären nicht die Kamele, die Maul­tiere, Esel und Büffelkarren, man könnte an das heimatliche Etappengebiet denken.

So wie auf diesem Gebiete Ordnung geschaffen ist, so sind auch eingreifende Aenderungen in dem Ausbil­dungssystem des Offiziers vorgenommen worden. Alle politischen Elemente, alle unfähigen und unwilligen Leute werden ausgemerzt, und heute fügt sich im allge­meinen das türkische Offizierkorps den deutschen Ge­sichtspunkten. Infolgedessen ist es jetzt schon eine recht gute Stütze und ein’ brauchbarer Faktor geworden in der Hand der deutschen Berater. Sehr viele Offiziere haben gut deutsch sprechen gelernt, und es ist ein hoher Wetteifer rege, nach Deutschland zur Armee komman­diert zu werden. Natürlich ist das Ziel, was bezgl. der Offiziersausbildung angestrebt wird, noch lange nicht erreicht, aber man muß auch gerechterweise bedenken, wie kurz die Zeit war, die bisher dazu zur Verfügung stand! Man darf auch nicht vergessen und überleben wollen, daß auch noch manche — und nicht unberechtigte — Empfindlichkeit gerade im Offizierkorps vorhan­den ist, die nur mit Ruhe und viel Takt über­wunden werden kann. Man muß sich stets vor Augen halten, wie ungeheuer verschieben die Weltanschauung des Orientalen von der des Deutschen ist, und man darf und soll nicht gleich mit schroffem Urteil zur Hand sein. Im Gegenteil, nnr Ruhe, zielbewußtes Arberten, Ge­duld, und — vor allem peinlichste und sorgsamste Aus­wahl der Persönlichkeiten, die „berufen" sind: denn naturgemäß werden hier besonders scharfe Vergleiche und Kritiken angestellt. Das scheint mir, meinem ersten Eindruck nach, eine Hauptsorge der betreffenden Be- böröen in der Heimat für öle Zukunft zu sein.

Vermifdifes.

Weitere Millionenstiftung der Firma Krupp. Die Firma Krupp, die aus dem Gewinn des letzten Jahres der Arbeiter- und Beamtenpensionskasse drei Millionen Mark stiftete, hat der Kasse aus früher bereitgestellten Mitteln eine weitere Million Mark überwiesen, um die Kasse für die durch den Krieg entstehenden höheren An- fordernugen zu starken.

Die Arbeitsleistung der Reichspost hat in den letzten Monaten weiter stark zugenommen. Nach einer Brief- zählung im November 1915 werden gegenwärtig allein im Reichs-Postgebiet, Bayern und Württemberg also nicht mit eingerechnet, täglich 28,8 Millionen Briefsen- dungen, einschließlich der nach dem Felde bestimmten und der von den Kriegsgefangenen herrühreuden, aus­geliefert. Gegenüber der Tagesbriefauflieferung im letzten Friedensjahre 1913 von 17 Millionen Briefsen- dungen ist die derzeitige Tagesauflieferung um 69 Pro­zent größer, während sonst die durchschnittliche jährliche Steigerung beim Briefverkehr nur 7 bis 8 Prozent, für zwei Jahre also 15 Prozent ansmacht. Allein der täg­liche Feldpostbriefverkehr des Reicks-Postgebiets nach und von dem Felde sowie im Reichs-Postgebiet selbst übersteigt jetzt schon mit seinen 18,7 Millionen Sen­dungen die gesamte Tagesbriefauflieferung des Reichs- Postgebiets von 1913. Dabei steht etwa ein Drittel des Reichspostpersonals d. s. gegen 90 000 Mann, im Felde, fobaß die Reichspost in weitem Umfange mit Aushilfs­kräften arbeiten muß.

Weitere Drahtnachrichten.

Die Konsuln des Bierverbaubes i« Malta.

Konstantinopel, 3. Januar. (T. U.) Nach zu­verlässigen Meldungen ist es nach der „Bl. Mp." den nach Malta gelangten Salonikier Konsuln des Bier- verbandes gelungen, rechtzeitig die Akten der Konsulate zu vernichten. Hier ist man von Skuludis energischem Auftreten befriedigt. ,

König Peter in Saloniki.

r-r- Lugano, 3. Januar. lT. lt.) Der Korrespon­dent des „Secolo" berichtet nach der „Boss. Ztg." aus Saloniki, daß König Peter von Serbien gestern tlm Mitternacht an Bord eines Torpedovootjägers angekom- men sei, aber nicht an Land steigen wollte. Er blieb an Bord, wo er von dem General Sarrail und den griechi­schen Behörden besucht wurde.

Wie der Athener Korrespondent der Telegraphen» Union erfährt, kommt König Peter auch nach Athen, um König Konstantin einen Besuch abzustatten.

, Der türkische Bericht.

Koustautiuopel, 2. Januar. (WTB.) Der Haupt« quartiersbericht meldet: Bei Sed Ül Bahr Artillerie- und Bombenkäurpfe, an denen auch ein Kreuzer und ein Monitor eine Zeitlang teilnahmen. Sie wurden aber zum Rückzüge gezwungen. Ein Torpedoboot wurde auf der Höhe von Baschike von einem Geschoß getroffen und ergriff die Flucht. Eines unserer Wasserflugzeuge warf drei Bomben auf die feindlichen Lager bot Sed m Bahr. Unsere Batterien verstörten ebenda mehrere feindliche Speicher.