M erfolge iWWer 8WM on bet «lOinlfdtii M
i
[ Aus dem großen Hauptquartier ]
Großes Hauptquartier, 6. Dezember 1915. (Amtlich. WTB.) (Eingegangen 2,10 Uhr nachmittags.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
An verschiedenen Stellen der Front fanden Artillerie-, Minen- und Handgranatenkämpfe statt.
In Gegend von Bapaume wurden zwei englische Flugzeuge im Luftkampfe abgeschossen. Die Insassen sind tot.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
In der Morgendämmerung brach gestern ein rnsfi- scher Angriff südwestlich des Babit-Sees (westlich von Riga) verlnstreich vor unseren Linien zusammen.
Ein durch russisches Artillericfeuer von See her getroffenes dentsches Flugzeug wurde bei Markgrafen (an der kurländischen Küste) mit seiner Bemannung geborgen.
Balkankriegsschauplatz. -
Südlich von Sjenica und nordöstlich von Jpek wurden montenegrinische und serbische Abteilungen zurück-
geworfen.
Oberste Heeresleitung.
llichl durchhalten allein—sondern siegen!
Am Vorabend der Kaüzlerrede, der die Welt mit äußerster Spannung entgegensieht, ist in Wien die Veröffentlichung einer Kundgebung Hindenburgs erfolg:, in der sich die bezeichnenden Worte befinden: „Die Parole heißt nicht durchhalten allein — sondern siegen!" Unseren Feinden soll sie zur Aufklärung und Warnung, und unseren Volks- und Bundesgenossen zur Anspornung und Begeisterung dienen. Die Hinweise, die Marschall Hindenburg auf die Kriegslage und den gegenwärtigen Zustand des russischen Heeres gab, enthalten eine Fülle von wertvollen Betrachtungen, doch der Kernpunkt liegt in der Abweisung jeden Schwüchegefühls und jeder sich daraus ergebenden Friedenssehnsucht, die uns unsere Gegner mit Gewalt unterstellen wollen. Obwohl die militärische Lage auf allen Kriegsschauplätzen über allen Zweifel erhaben ist, wird sie den feindlichen Völkern noch immer verschleiert, und diese rechnen deshalb nach wie vor auf den „endgültigen" Sieg.
In dem Organe des Reichskanzlers, der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" wurde soeben erst die Vorstellung wiedergegeben, die sich einflußreiche englische Kreise von der Art des künftigen Friedens und der Zerschmetterung Deutschlands machen. Im „Echo de Paris" wird die Ueberzeugung ausgesprochen, daß der Westfälische Friede das Vorbild für den diesmal zu schliepen- >en Frieden bieten werde. Sonninos und Salandras Kammerreden gipfelten in den Versicherungen, daß der Vierverband fernen Gegner niederringen werde, und im „Gioruale d'.Jtalia" stellt ein italienischer Staatsmann üe Behauptung auf: Deutschland wolle jetzt den Frieden. Darum müsse Italien mit seinen Verbündeten den Krieg bis zum Siege wollen! Der Italiener geht dabei von der Auffassung aus, daß Deutschland angenblicklich zwar im Vorteil sei, daß es aber selbst fühle, wie es mit der Zeit erliegen müsse. Deshalb suche es seine gegenwärtige Stärke zu benutzen, um durch den Schein des Entgegenkommens die Gelegenheit zu einem günstigen Frieden zu gewinnen. Wir sehen täglich aus den Parlaments- und Pressestimmen der Gegner, wie sie jede wohlgemeinte Aeußerung über eine deutsche Friedensneigung als Zeichen von Deutschlands Furcht und Schwäche ans- legen, und deshalb erteilt Hindenburg allen denen einen Dämpfer, die sich falschen Hoffnungen auf Deutschlands Mieasmüdigkeit hingeben.
Nicht durchhalten allein — sondern siegen wollen wir! so lautet des Feldherrn Ruf, den wir bekräftigen. Unsere Gegner machen sich schon längst eine falsche Vorstellung von unserer militärischen und wirtschaftlichen Lage, weil sie immer hören, wir mühten uns mit dem „Durchhalten". Sie suchen mit Wiedergabe dieses Ans- drucks ihre Völker zu überzeugen, daß es nur noch eine kurze Spanne Zeit dauern könne, bis wir die Gewehre strecken müßten. Generalfeldmarschall Hindenburg stützt sich einfach und ohne Ruhmrederei auf die Tatsachen, wenn er ausspricht, daß wir „siegelt" wollen. Er will unseren Feinden und ihren Schildhaltern den Glauben nehmen, daß der Kräftezustand und das innere Kraft- bewußtsein im deutschen Volke so herabgemindert seien, daß es mehr auf den Frieden selbst als auf seinen Inhalt sähe. Hindenburgs Schwert nnö Hindenburgs Name haben auch bei unseren Feinden einen guten Klang, und darum werden sie aufhorchen!
Ein Patrouillenritt.
Novelle von O. E l st e r.
15) (Nachdruck verboten.)
„Nun gut. Sie verschwiegen uns aber, daß Leutnant von Trott in einer VerkleidunG entfloh. Weshalb taten Sie das?"
Eine purpurne Blutwelle ergoß sich über das schöne Antlitz Henriettens, während der jüngeren Schwester Mund ein schelmisches Lächeln umschwebte.
Die Baronin warf einen flüchtigen Blick auf ihre Züchter, dann entgegnete sie: „Herr von Trott glaubte in der Verkleidung sicherer der französischen Patrouille entkommen zu können. Wenn wir diese Verkleidung nicht erwähnten, so geschah es aus Vergeßlichkeit."
„Herr Leutnant, geben Sie einmal jenen Mantel her", wandte sich der Oberstleutnant an seinen Adjutanten, der von einem im Hintergrund des Zimmers stehenden Stuhl einen weitzgrauen Kürassiermantel nahm und den Damen vorzeigte.
„Ist dies der Mantel, in dem Leutnant von Trott fortgeritten ist?" fragte der alte Offizier und fixierte die Damen scharf.
„Ja", erwiderte Madame de Brulauge. „Es ist derselbe Mantel. Er gehörte meinem verstorbenen Gatten, -er französischer Offizier war."
„Sehr gut, Madame", fuhr der Offizier fort, indem er sich erhob und den Mantel auseinanderbreitete. „Wie kommt es aber dann, daß dieser Mantel frische Blut- spuren zeigt?"
Mit Entsetzen sahen die Damen große Blutflecken auf der einen Seite des Mantels.
Henriette erbleichte und preßte die Hand auf das wildpochende Herz. Lucis Lippen entschlüpfte ein Aus- ruf der Ueberraschung, während die Baronin und Made- Mne schreckensbleich und bebend den blutigen Mantel WtitttCBÖL
[ Vom österr.-ungar. Generalstab ]
Wien, 6. Dezember. (WTB.) 'Amtlich wird ver- lautbart:
Russischer Kriegsschauplatz.
Nichts Wesentliches.
Italienischer Kriegsschauplatz.
' An der Jsonzofront hielt das feindliche Gc- schützfeuer au; es war an einzelnen Stellen, insbesondere gegen den Görzer Brückenkopf, zeitweise ziemlich lebhaft. Auf die Stadt Görz und den anschließenden Ort Sankt Peter wurde aus allen Kalibern geschossen. Im Abschnitte der Hochfläche von Doberdo setzte italienische Infanterie untertags bei Redipuglia und Palazzo, abends bei San Martina zum Angriff an. Sie wurden abgewiesen. An der Tiroler Front dehnte sich die gegen den befestigten Raum von Lardaro gerichtete Tätigkeit der feindlichen Artillerie nun auch auf Die anschließenden Stellnngen nördlich des Ledrotales aus.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Unsere Truppen sind nun auch westlich und südwestlich von Novipasar und an der von Mitrovica nach Jpek führenden Straße auf montenegrinßsch es Gebiet vorgedrungen. Im Karstlande der Pestern wurden montenegrinische Vortruppen auf ihre Hauptstelluu- gen zurückgemorseu. Oestlich von Jpek schlugen wir eine serbische Nachhut; unsere Spitzen nähern sich der Stadt. Die Zahl der in den gestrigen Kämpfen eingebrachten Gefangenen «versteigt 2100 Mann.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. v. Hoefer, Feldmarschallentnant.
Ereignisse znr See.
Am 5. laufenden Monats früh hat unser Kreuzer „Novara" mit einigen Zerstörern in San Giovanni di Medua dreigrotzenndzweikleineDampfer, fünf große und viele kleine Segelschiffe, während sie Kriegsvorräte landeten, durch Geschützfeuer versenkt. Einer der Dampfer flog in die Luft. Die Flotille wurde dabei von ca. 20 Geschützen am Lande sehr heftig aber erfolglos beschossen.
Nahe davon hat S. M. S. „Warasdiner" das französische Unterseeboot Fresnel vernichtet und den Kommandanten, den zweiten Offizier und 28 Mann gefangen genommen.
Eine andere Flotille hat in der Nacht auf den 23. November einen mit drei Geschützen armierten Dampfer und einen größeren Motorsegler, beide italienisch, voll beladen, auf der Fahrt von Brindjsi nach Dnrazzo, versenkt, die Ueberlebenben des Dampfers darunter 4 von der Kriegsmarine, gefangen genommen, die Bemannung des Motorseglers in Booten freigelassen.
Flottenkommanoo.
San Giovanni die Medua ist der Hafen an der nord- albanischen Küste, der der Endpunkt der von Serbien an das Adriatische Meer geplanten Bahn sein sollte und der im Balkankrieg 1913 von den Serben zeitweilig besetzt wurde. — Das französische U-Boot „Fresnel" war 1908 vom Stapel'gelaufen, hatte etwa 500 Tonnen Verdräng und führte sechs Torpedorohre. Die Besatzung zählte im Frieden 25 Mann.
Die „Razzia" hinter den flüchtenden Serbe«.
Der Berichterstatter des „Az Est" bei der Armee Bojadjieff meldet: Durch das schreckliche Schneegestöber gleicht das Vordringen auf dem serbischen Kriegsschauplatz nur mehr einer bewaffneten Razzia. Der Weg von Pristina nach Prizren liegt voll weggeschleuderter Munition und Kriegsmaterial. Viele verdorbene Kanonen großen Kalibers wurden gefunden, die leichteren nahmen die Serben mit. In den letzten Tagen war die flüchtende serbische Armee ohne Nahrung. Gefangene sagten, daß auch der König, der Kronprinz, Paschitsch und der russische Gesandte, Fürst Trubetzkoi, in Bauern- kleidern zu Pferde nach Albanien flüchten.
Greys Verspreche« au König Peter.
Aus London wird über Rotterdam berichtet: Die englische Regierung entsandte eine Sonderbotschaft an den König Peter von Serbien, um ihm die Unverletzlich- keit seines Staatsbesitzes im Namen Englands zu- zusichern. — Dem armen Peter war vor dem Kriege und ist während des Krieges mehr versprochen worden. Auch die rechtzeitige Hilfe ist ihm versprochen worden. Er wird inzwischen gelernt haben, was die Versprechungen seiner Verbündeten und Beschützer wert sind.
„Sie werden begreifen, Madame", sprach der Offizier, „daß es uns schwer fällt, an Ihre Erzählung zu glauben, zumal Leutnant von Trott nicht in Zabern an- gekonnnen ist und dieser blutbefleckte Mantel in der Kammer Ihres Kutschers gefunden wurde."
„Unmöglich!"
„Ja, Madame, es ist in der Tat so. Hier liegt ein Verbrechen vor, an dem Sie, wie ich zu Ihrer Ehre an- nehmen will, nicht beteiligt sind, das jedenfalls aber in Ihrem Hause oder dessen Nähe stattgefundcu hat."
„Kann Herr von Trott nicht direkt zi: seinem Truppenteil geritten sein, das Pferd mitgenommen haben?"
„Aber der blutige Mantel?"
Schaudernd verhüllte die Baronin ihr Antlitz in den Händen. Sie mußte sich selbst sagen, daß ihre Annahme unwahrscheinlich war.
„Haben Sie meinen Kutscher schon vernommen?" fragte sie nach einer Pause.
„Nein, Madame, es soll jedoch sofort in Ihrer Gegenwart geschehen."
Der Oberstleutnant.winkte dem Soldaten an der Türe zu.
Dieser entfernte sich rasch, um nach einigen Minuten mit Francois zu erscheinen, dem man die Hände auf dem Rücken zusammengebunden hatte.
Des Kutschers Gesicht zeigte eine finstere Entschlossenheit. In seinen dunklen Augen lauerte der Ausdruck fanatischen Hasses. Man hatte ihm schon mitgeteilt, daß in seiner Kammer der blutige Mantel gefurrden worden war. Er war fest entschlossen, bei seiner ersten Aussage da zu bleiben. Als er die Dame erblickte, erschrak er leicht, dann richtete er sich trotzig empor.
„Sie heißen Francois Perrin?" fragte der Oberstleutnant den finster Dreinblickenden.
„Ich" entgegnete Francois kurz.
„Sie stehen im Dienste der Baronin Brulange?," als Kutscher."
Ententesorgen wegen Griechenland
Nach der „Köln. Ztg." berichten zur Lage in Grie- land die „Baseler Nachrichten" u. a.: Ein dem Mai-
chenland Sie „Baseler_____„
lanöer „Carriere della Sera" zugegangener Bericht seines Athener Korrespondenten schildert die Politik Kömg Konstantins und seines Landes gegenüber den Vierver- Vandsmächten in düsteren, für die Alliierten wenig erfreulichen Farben. Der König und fein Offizierkorps seien entschieden ententefeindlrch gesinnt. Der König wolle lieber abdanken, als den Alliierten gestatten, Saloniki zn ihrer Operationsbasis zu machen. Der Wille des Königs habe sich auch im Mimsterrat burchgesetzt, um von den zwei wesentlichen Richtlinien der griechischen Politik, der Aufrechterhaltung der Neutralität und Dem Bereithalten griechischer Truppen in Mazedonien nicht ahzngehe». Die Politik des Königs werde vom Generalstab und von der Mehrheit der gegenwärtigen Minister geteilt. Die Kriegsvorbereitungen würden eifrig fortgesetzt, die griechische Regierung zweifle nicht, daß die Alliierten durch den Gang der Ereignisse gezwungen würden, Saloniki plötzlich zn verlassen.
Die aus Athen in Rom einlaufenden Nachrichten lauten innner pessimistischer. Der „Corriere della Sera" ist überzeugt, daß Skuludis den Vierverband nasführt. Deshalb sei die Abneigung der Engländer und Franzosen gegen energische Maßnahmen gegen Griechenland um verständlich. Die italienische Presse gibt Depeschen des „Echo de Paris" wieder, in denen die Lage der Armee Sarrails außerordentlich bedrohlich dargestellt wird.
Bor einem Ultimatum au Griechenland?
Die „Voss. Ztg." meldet aus Sofia: Hier angelangte Meldungen aus Saloniki besagen, daß der Vierverband infolge der Ablehnung seiner Forderungen von Seiten Griechenlands ein kurzfristiges Ultimatum in Athen zu überreichen beabsichtigt und eventl. Gewaltmatznahmen gegenüber Griechenland anwenden dürste. Für diesen Fall Hält man es hier nicht für ausgeschlossen, datz sich Griechenland offen den Mittelmächten anschlietzt und mit Bulgarien Abmachungen über die südmazedonischen Gebiete trifft. Damit wäre das Schicksal der Armee von Saloniki besiegelt.
Ueber die Vorteile Deutschlands auf der Balkanhalbinsel
schreibt der militärische Mitarbeiter des Rotterdamschen „Nieuwen Courant": Zunächst ist zu sagen, daß Deutschland jetzt im ungestörten Besitz der Eisenbahn ist. Damit hat es also das operative Ziel des Feldzuges erreicht. Für die Entente gingen außer der Eisestbahn . tüchtige Armeen verloren. Deutschland eroberte weiter ein wichtiges Gebiet, das, wenn die Friedensunterhand- lungen beginnen, außer den schon okkupierten Gebieten ein großes Gewicht in die Wagschale werfen kann. Dann ist der moralische Eindruck auf die Gegner und vor allem auf die Türkei und die mohammedanische Welt, die den deutschen Einfluß am Bosporus und weiter in Aegypten merken wird, von weitreichender Bedeutung. Sein Erfolg hat bisher Griechenland und Rumänien abgehalten etwaige Synrpathien für die Entente in die Tat umzu- setzen, mit anderen Worten, zwei kräftige, intakte Armeen verhindert, auf die Seite der Entente zu treten.
General Sarrail erwartet einen Angriff.
Ein Leitartikel der Londoner „Times" nennt die Lage auf dem Balkan äußerst kritisch. Die so bestimmt austretenden Meldungen von einem bevorstehenden rus- . fischen Angriff auf Bulgarien seien nichts als sensationelles Geschwätz und keinen Augenblick ernst zu nehmen.
Aus Saloniki erfährt das „Pariser Journal", General Sarrail erwarte jeden Augenblick einen ernsten An- \ griff auf das französische Expeditionskorps bei Kriwotak. Gegenüber den stark ausgebauten französischen Stellungen seien in breiter Front die bulgarischen Gräben herangebracht, die sich an einzelnen Stellen bis auf 150 Bieter an die französischen Stellungen herangearbeitet hätten.
, Der Zweck der italienischen Landung.
>$= Kopenhagen, 7. Dezember. (T. U.) Der Pariser „Petit Parisien" erfährt nach einer Depesche der „Ber- lingske Tidende" aus Turin, daß Italien gegenwärtig oll000 Mann in Albanien zu dem besonderen Zwecke lande, die versprengten Teile des serbischen Heeres zu sammeln, mit Lebensmitteln zu versehen und nach dem anstrengenden Rückzug wieder kriegsfähig herzustellen. Die Entente halte die erste Phase der Balkanexpedition allerdings für verloren. Aber man will nun eine solide Basis in Saloniki schaffen, soöatz die Landungen erweitert, der russische Vormarsch bestimmt und das serbische Heer durch italienische Truppen verstärkt werden soll.
„Seit wie lange?"
„Seit fünf Jahren."
„Ich mache Sie darauf aufmerksam, Francois Perrin, daß diese Vernehmung nur eine vorläufige ist. Es liegt trotzdem in Ihrem eigenen Interesse, die Wahrheit zu sagen, welche Sie später vor dem Kriegsgericht wiederholen müssen. Denn ohne Zweifel wird eine ordentliche Untersuchung über das Verschwinden des Leutlmnts von Trott eingeleitet werden. Antworten Sie mir also der Wahrheit gemäß. Wie kamen Sie in den Besitz dieses Mantels?"
Eine Welle blickte Francois finster zu Boden. Er überlegte, was er erwidern sollte.
Leugnen, daß er den Mantel in Besitz gehabt, war nicht möglich, denn das Kleiduugsstiick war in seinem Koffer gefunden worden.
Sein Auge schweifte zu den Damen hinüber, die ihn angstvoll und flehend anblickten. Schließlich sagte er kurz:
„Ich habe den Mantel gefunden?"
„Gefunden? Wo?"
„Im Walde an den: Wege nach Zabern, als ich vorgestern von dort zurückkehrte."
„Erzählen Sie, unter welchen Umständen Sie den Mantel gefunden haben."
„Unter gar keinen Umständen. Ich sah ihn unter einem Baume liegen und nahm ihn mit, da ich nienraw den entdeckte, bem der Mantel gehören konnte."
„Der Mantel ist blutbefleckt. Wissen Sie, woher die Blutflecke rühren?"
„Nein", entgegnete der Kutscher und senkte finster die Augen.
„Sind Sie auf Ihrer Fahrt dem Leutnant von Trott begegnet?"
„Nein!" \
MMetzuvg WU