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Neuer vergeblicher italienischer Snrchbruchsversuch.

Die Zahresklasse 1917 in Araukreich.

Diegroße Offensive" des Bierverbandes im Früh­jahr 1916.

Kriegsminister Gallieni hat nun, wie der Korre­spondenzHeer und Politik" geschrieben wirb, die Jah­resklasse 1917 in Frankreich vorn französischen Parla­ment bewilligt erhalten, da er erklärt hatte, daß sie für die neue Offensive des Vierverbandes im Frühjahr 1916 notwendig sei. Am 5. Januar 1916 wird die Jah­resklasse 1917 eingezogen werden. Schon aus mehre- ren früheren Aeußerungen Kitcheners unb Briands konnten wir erkennen, daß die Bierverbandsleute für den März 1916 eine große Offensive vorbereiten. Bis zu dieser Zeit sollen die bekannten 10 Millionen eng­lischen und russischen Mannschaften vorbereitet sein und man hofft, daß bis zu diesem Zeitpunkte eine genügende Menge von Munition vorrätig sei, um die deutschen Linien zu zerschmettern.' Nun kommt die Jahresklasse 1917 hinzu. Es sind dies die im Jahre 1897 Geborenen, de­ren Zahl besonnt ist. Insgesamt hat Frankreich im Jahre 1897 eine Anzahl von 818 ooo Geburten aufzu- weisen gehabt, von beneu 367 000 Knaben waren. Wenn man die Sterblichkeit in Frankreich bis zum 18. Lebens­jahre berücksichtigt, nach der von 1000 lebend geborenen Knaben nur 730 die Altersgrenze von 18 Jahren über­schreiten, dann ergibt sich daraus, daß die Jahresklasse 1917 ungefähr 255 000 Mann stark ist. Auf große Ab­gänge durch Untaugliche unb für Militärdienste Ein­gezogene wird man nicht mehr rechnen können, da die Grundsätze des neuen Kriegsministers General Galliens derartige Verminderungen des Heeresersatzes nicht be­günstigen. Schon früher war die Grenze der ttntaug- lichkeit im srnnzösisäx'n Heere sehr weit gesteckt worden, unb jetzt, bei dem großen Mangel au Mannschaften, gibt .'s nach Ansicht französischer Fachleute Untaugliche fast überhaupt nicht mehr. Da auch alle Begünstigungen durch Abgeordnete usw. angeblich fortfallen, so dürfte die Jahresklasse 1917 das französische Heer um rund 250 000 Mann vermehren. Es ist ein kleiner Ersatz, der ^aum die Verluste der letzten großen mißglückten Offen­sive Frankreichs ausgleicht. Es kommt dazu, daß das französische Osfizierkorps bisher Gesamtverluste von 35 000 Mann erlitten haben soll. Mit der Einberufung der Jahresklasse 1917 macht die völlige Verblutung Frankreichs weitere reißende Fortschritte, da Frankreich nicht in dem Maße von Bevölkerungszuwachs begün­stigt ist wie Rußland unb sogar England. Man be- denke, daß die Bevölkerungszunahme in Frankreich seit dem Friedensschluß im Jahre 1871 kaum 1% Million Menschen betrug, wahren b die Bevölkerung in Deutsch­land um 35 Millionen Menschen im selben Zeitraum zunahm. Da die Verluste Frankreichs bisher 1 Million Menschen weit übersteigen, so ist die Bevölkerung Frankreichs heilte bereits wieder auf dem Standpunkt angelangt, stuf dem sie im Jahre 1870 war. Diese Ver­blutung des Landes kann durch keinen Sieg wieber gut gemacht werden, von dem heute noch der Bierverbaud vielleicht zu träumen wagt. Sie trösten sich mit der Offensive im März 1916 und verschieben darauf alle ihre Hoffnungen. Glauben sie bemt, daß Deutschland und seine Verbündeten nicht Zuwachs an Kräften erhalten? Wenn die große Offensive im Oktober d. Js. trotz der lußebeuren Uebermacht des Vierverbandes nicht nur keinen Erfolg bringen, fonbern auch nicht einmal un­seren gewaltigen Vormarsch gegen Serbien im gering­sten aufhalten konnte, wie soll eine Offensive im Früh­jahr 1916 ihnen den gewünschten Erfolg bringen, wo Serbien längst abgetan ist, unb unsere starken und voll rufgefüllten Armeekorps, mit allem Notwendigen aufs Beste ausgerüstet, in voller Kraft den Stoß erwarten!

Die bulgarische Kriegsbeute.

Der amtliche bulgarische Bericht vom-30. November meldet: Unsere Truppen führen ihre Offensive über Prizren hinaus fort. Seit Anfang des Krieges in Ser­bien (14. Oktober) bis znr Einnahme von Prizren (29. Novembers haben wir folgende Beute den Serben abge- nommen: 50 000 Mann Gefangene, 265 Geschütze, 186 Artilleriemnnitionsmagen, ungefähr 100 000 Gewehre, 36 000 Granaten, drei Millionen Gewehrpatronen, 2350 Eisenbahnwagen und 63 Lokomotiven. Nach der Ein­nahme von Kischevo und von Kruschevo haben wir Brodi auf der Straße Kischevo-Pripek besetzt. Auf der Front der englisch-französischen Trnppen keine Berändernng.

Das Eingreifen der Albaner.

»-4- Sofia, 3. Dezember. (T. U.) Von einem hier ftngetroffeuen Führer der Albanier wird nach derBoss. Ztg." gemetbet, daß die Alliierten längs der albanischen Küste, so in Santi Ouaranta und Durazzo, bereits klei-

Ein Patrouillenritt.

Novelle von O. Elster.

12) (Nachdruck verboten.)

Nein, mein Herr", entgegnete Frau von Brulauge, indem sie leicht erblaßte.Ich habe nur erfahren, daß sich aus den umliegenden Gebirgsdörfern einige Bur­schen zu der französischen Armee geschlichen haben, um dort Dienste zu nehmen."

Das samt man ihnen nicht verwehren. Ich bitte Sie indessen, Frau Baronin, soweit es in Ihrer Kraft steht, dahin wirken zu wollen, daß derartige Banden hier nicht gebildet werden. Wir werden mit der ganzen Strenge des Kriegsrechts gegen diese Leute vorgehen, die wir nicht als unsere rechtmäßigen Gegner anerken­nen wollen. Wir betrachten sie als Räuber und Ban­diten, die unsere Patrouillen aus feigem Hinterhalt Überfällen. Wenn einer jener Burschen uns in die Hände fällt, so wird er erschossen werden. Der Ort aber, Ma­dame, in dem auf unsere Truppen geschossen wird, wird sich einer empfindlichen Strafe aussetzen."

Weshalb sagen Sie mir das alles, mein Herr?"

Damit Sie den Bewohnern der umliegenden Ort­schaften dies kund geben und sie warnen können. Im übrigen werde ich hier auf dem Schloß eine kleine Ab­teilung unter einem Offizier zurücklassen, welchem die Ueberwachung dieses Teiles des Gebirges übertragen ist. Ich selbst, Madame, werde mit meinem Korps in Lützel- burg Quartier nehmen."

Der Oberstleutnant wollte sich nach flüchtiger Ver­beugung entfernen, als die Tür des Gemaches heftig ge- öftnet und ein junger Offizier in Begleitung der alten Madeleine eintrat.

Herr Oberstleutnant," wandte sich der junge Offi­zier, augenscheinlich in großer Aufregung, an den äl= hexen Kameraden.Die Soldaten haben in dem Stall

' Aus dem großen Hauptquartier

o-* Großes Hauptquartier, 2. Dezember 1915. (Amtlich. WTB.) (Eingegangen 2,00 Uhr nachmittags.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Außer Artillerie- und Minenkämpfen an verschie­denen Stellen der Front keine besonderen Ereignisse. Nordwestlich von St. Onentin fiel ein wegen Motor­schadens niedergegangener Doppeldecker mit zwei eng­lischen Offizieren in unsere Hand.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Die Lage ist unverändert. Die Schilderung des rus­sischen Tagesberichts vom 29. November über Kämpfe bei Jlluxt und Kasimireki sind s r e i e r f u n d e n.

Bei der Armee des Grafen von Bothmer wurden vorgehende schwache Abteilungen der Rnssen von den Borposten abgewiesen.

Balkankriegsschauplatz.

Westlich des Lim wurden Boljanic, Plevlje und Ja- buka besetzt. Südwestlich von Mitrovica wurden 4 000 Gefangene und 2 Geschütze eingebracht.

Oberste Heeresleitung.

Wien, 2. Dezember. (WTB.) Amtlich wird ver- lantbart:

Russischer Kriegsschauplatz.

Nichts Neues.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Die Jtalieuer erneuerten ihre Angriffe auf bcn Brückenkopf von Tolmein und auf unsere Bergstelluug nördlich davon. Bor dem Mrzli Brh brachen drei, vor dem Bergrücken nördlich von Dolje zwei B o r st ö tz e des F e i n d e s zusammen. Im Tolmeiner Becken zerstört die italienische Artillerie die Ortschaften hinter unserer Front. Der Brückenkopf stand stellenweise wie­der unter Trommelfeuer und wurde von sehr starken Kräften mehrmals vergeblich angegriffen.

Bei Oslawija versuchte die feindliche Infanterie unter dem Schutze des Nebels durchzubrechen. Abtei­lungen unseres Infanterie-Regiments Nr. 57 schlugen hier drei Stürme ab.

Sonst kam es zu keinen größeren Jnfanteriekämpfen Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Heute früh sind wir in Plevlje eingerückt. Die Ein­nahme der Stadt war das Ergebnis hartnäckiger Kämpfe. Die über den Metalka-Sattel vordringende Kolonne hatte gestern den Feind bei Boljanic geworfen, die über Priboj anrückende Gruppe die Höhen nördlich von Plevlje gestürmt, eine dritte die Montenegriner bei Jabuka ver­trieben.

Unsere Truppen wurden von der mohammeda­nischen Bevölkerung mit Jubel begrüßt. Der Rückzug der Montenegriner ging zum Teil fluchtartig vor sich.

Südwestlich von Mitrovica brächte ein österreichisch- ungarisches Halbbataillon viertausend serbische Gefangene und zwei Geschütze und hundert erbeutete Pferde ein.

Die Bulgaren setzten die Verfolgung auf Dja- hova fort.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. v. H o e f e r. Feldmarschallentnauk

nere Detachements gelandet hatten, die zur Begleitung von Proviant und Munition, die für Serbien bestimmt war, deren Vormarsch aber durch die feindliche Haltung der Albanier so lange aufgehalten wurde, daß ihre Auf­gabe nunmehr hinfällig geworben ist. Man wird später einmal erfahren, welche große Dienste die Silbanter überall den Bulgaren geleistet haben und wirb noch weiteres von ihnen hören, wenn ihre Zeit gesommert ist.

Kritische Lage der Landungstruppen.

Nach einer Meldung derFrkf. Ztg." beginnen sich die Franzosen und Engländer nach den erlittenen großen Verlusten in Mazedonien einzugraben und sich auf die Defensive zn beschränken. Die Lage der von drei Seiten umklammerten Truppen ist kritisch.

einen eigentümlichen Fund gemacht.... Zaum- und Sattelzeug eines preußischen Offizierspferdes." . . .

Ah nicht möglich!"

Allerdings. Und die Schabracke es ist die eines Hnsarenoffiziers sowie der Sattel sind blutbe- schmutzt."

Ich will mir die Sachen selbst ansehen. Kom- me:: Sie!"

Der Oberstleutnant eilte mit dem jungen Offizier, seinem Adjutanten, fort, ohne auf die bleichen, erschreck­ten Gesichter der Damen zu achten, welche bte deutsche Unterhaltung der beide»: Offiziere sehr wohl verstanden hatterp

Henriette fand zuerst die Sprache wieder.

Ich glaube", sprach sie in stolzer Ruhe,daß wir nichts zu fürchten haben. Wir werden den deutschen Lfftzierei: erzählen, woher öicies blutige Sattelzeug stammt und Leutnant von Trott, der schon längst seinen Truppenteil wieder erreicht habe»: muß, wird unsere Er- zählung bestätigen."

Du hast recht", entgegneie die Baronin aufatmend, aber wie lange wird es dauern, bis Nachricht von Herrn Trott kommt! Wer weiß, wo er sich befindet? Und so lange stehen wir unter einem entsetzlichem Verdacht. Der alte Offizier schien mir gerade keinen rücksichtsvollen Charakter zu besitzet:. O, dieser schreckliche Krieg!"

Sie begann leise zu weinen. Lnci schmiegte sich in ihre Arme und versuchte sie zu trösten, während Her:- riette gedankenvoll in den Park hinaussich und Made- leine die Schürze an die überquellenben Augen drückte.

Ich habe eine entsetzliche Angst, Madame", schluchzte die alte Dienerin.Der Francois hat in der Küche erzählt, daß sich die Burschen der umliegenden Gebirgs- dörfer zusammengerottet haben und jeden Preußen tot- schießen wollen, der ihnen in die Hände fällt. Wenn nun Monsieur Trott diesen Leuten begegnet wäre . . ."

Mit einer hastigen Bewegung wandte sich Henriette

Kapitulation Monastirs?

DieKöln. Volksztg." meldet aus der Schweiz un­term 2. Dezember: Der Berichterstatter Magrini schildert in dem MailänderSecolo" die trostlose Lage der Stadt Monastir. Die Kaufläden seien am hellen lichte»: Tage geplündert worden. Der italienische Konsul reiste nach Saloniki ab, der französische, russische und englische Kon­sul verblieben in Florina, um dort den Schluß der Tra­gödie abzuwarten. Die Kapitulation Mouastirs sei in Gegenwart des griechischen Konsuls, des serbischen Me­tropoliten, des Bürgermeisters von Monastir und bul­garischen und deutschen Delegierttzn unterzeichnet wor­den. Das bulgarische Heer habe die Ortschaft Bred be­setzt und den Rückzug der Serben über Ochrida nach Resna abgeschnitten.

Ein weiteres Telegramm meldet uns:

Lugano, 3. Dezember. (T. U.) Nach Meldungen desGiornale d'Jtalia" aus Atheu soll lautB. L.-A." Monastir gestern kapituliert haben.

Deutsche Truppen bei Monastir.

Die weitere Entwickelung der Schlacht bei Monastir.

Nach der Niederwerfung der serbischen Hauptmacht hat sich nun, wie der KorrespondenzHeer und Politi:" geschrieben wird, um Monastir eine Schlacht entwickelt, an der auch bereits deutsche unb österreichisch-ungarische Truppen teilnehmen. Es war zn erwarten, daß die fret- wcrbeitben Kräfte in Serbien zum Teil nach Mazedo­nien abgehen, um auch hier dem gemeinsamen Feind zu begegnen. Die Niederwerfung der serbischen Haupt­macht, die fast scherzhafter Weise als ein großer Fehler des deutschen Generalstabes von englischen Fachleuten bezeichnet worden ist, hat den großen Erfolg gehabt, daß wir auf allen Seiten unserer verbündeten Fronten mit starken Kräften auftreten sönnen. Auch in Bulgarien ist die Kriegslage ungewöhnlich günstig, und in Maze­donien sehen wir jetzt die Bulgaren im Bunde mit deut­schen und österreichisch-ungarischen Hilfstruppen ihr be­gonnenes Werk vollenden. Sowohl die Serben als auch die Franzosen mußten mehrere Male die Schärfe des bulgarischen Schwertes fühlen, denn erst jüngst würben die Serben vor Monastir und die Franzosen am Zrna empfindlich geschlagen. Das weitere Vordringen der Bulgaren erfolgt nun auf der ganzer: Front bis über Kruschewo hinaus, das sich bereits seit dem 29. November in den Händen der Bulgaren befindet. Krufchewo liegt in gleicher Höhe wie Prilep, weit nach Westen gegen die albanische Grenze vorgeschoben. Das Vorgehen über Kruschewo hinaus hat darum große Bedeutung, weil es sich gegen das Seegebiet von Ochrida richtet. Ochrida und der gleichnamige See liegen südwestlich von Kru­schewo. Die serbischen Truppen unter General Waste hatten nach der Räumung von Monastir das Bestreben gezeigt, sich gegen Westen durchzuschlagen, um in Al­banien die Verbindung mit den über Prizren zurück - geworfenen serbischen Truppen zu erlangen oder nach Durazzo zu entkommen. Auf diese Weise sollten auch hier wenigstens geringe Reste des serbischen Heeres für weitere Unternehmungen von Albanier: aus gerettet werden. Nach Durazzo führt von Ochrida aus eine Straße über Elbafsau-Oetschinn-Kawaja. Es ist der einzige gangbare Weg, der durch das unwirtliche albanische Ge- birgsland hindurch für eine größere Truppe hangbar ist. Nach dem Vorgehen der verbündeten Truppen in der Gegend von Monastir war die Lage der Serben in den letzten Tagen nicht mehr haltbar, und das umso- weniger, als die Franzosen keinerlei Möglichkeit ge­wannen, eine Verbindung mit dem serbischen Heere zu erlangen. Der bulgarische Riegel, der gegen die fran­zösische Front ausgestellt war, erwies sich als eiserne Mauer, fodaß die kriegerischen Vorgänge weiter west­lich ohne jede Störung von Seiten der Vierverbands- truppen vor sich gingen, die in Mazedonien trotz der großen Worte Asgniths, Kitcheners und Briands über­haupt keine Rolle spielen. Auch hier unten entwickelt sich die Lage in der günstigen Weise wie im Norden, fo- daß bald in ganz Serbien weder ein Serbe noch ein Franzose oder Engländer stehen wird. (Z.)

Griechenland bleibt unnachgiebig.

Nach derKöln. Ztg." meldet derMatin" aus Athen, Griechenland habe die Alliierten wissen lassen, daß es die Forderung, nach der Räumung Salonikis durch ihre Truppen die Ueberwachung der griechischen Küste übernehmen zu dürfen, nicht annehmen könne.

Ministerpräsident Skuludis hatte am Mittwoch eine lange Besprechung mit dem König, der Athener Blättern zufolge, die Ansicht der Regierung völlig teilt. Im Ver­laufe des dringlich einberufenen Ministerrats erstattete der Ministerpräsident Bericht über seine Unterredungen

um und rief:Sprich nicht so dummes Zeug, Made- leine! Herr von Trott saß auf einem guten, schnellen Pferde, er konnte jenen Burschen wohl entrinnen, falls sie ihn: in den Weg kamen. Und sprich nicht solche Dinge, daß es die Preußen hören! Du könntest Dei­ner: Laridsleuten damit einer: sehr schlechten Dienst er­weisen."

Ja, Mademoiselle", erwiderte die Dienerin,ich stumm sein, wie das Grab, o mon bieu, mon dien!"

Der Oberstleutnant und sein Adjutant traten wie­der in das Zimmer. Mehrere Soldaten folgten, velche das Zaumzeug Brunos trugen. Des alten Offiziers Antlitz war von einem finsteren Ernste, als er sagte:

Ich muß Sie noch einmal stören, Frau Barvrun. Ich weiß nicht, ob Sie die Worte, welche vorhin mein Adjutant mir sagte, verstände»: haben." . . .

Ja, mein Herr", entgegnete Frau von Brulange, ich verstehe die deutsche Sprache."

Um so besser, so brauche ich Jhne»: nicht zu jagen, um was es sich handelt. Wollen Sie mir gefälligst Auf­klärung geben, wie dieses blutbefleckte Sattelzeug eines preußischen Offiziers in Ihr Haus kommt?"

Sehr gern", sprach die Baronin, und ein flüch­tiges Lächeln huschte über ihr hübsches Matrone»:- antlitz.

Samt erzählte sie die Vorfälle der letzte»: Tage. Herr von Trott", so schloß sie,war ein Bekannter von uns, mit dem wir in diesem Sommer in Baden-Bade»: viel verkehrt haben. Als der Zufall mir ihn verwun­det, zum Tode matt, in das Haus brächte, freute ich mich aufrichtig, ihm Gastfreundschaft erweisen zu kön­nen. Gestern morgen ist Herr von Trott bann wieder fortgeritten und zwar in der Richtung nach Zabern."

Sie sagten, Madame, daß Herrn von Trotts Pferd eingegangen sei. Wie konnte er nsteder fortreiten? Auch sein Sattelzeug ist ja noch hier!"

LSortsetzuug folgt.)