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s Megären.

Als wir uns in Belgier» genötigt sahen, nach Kriegs­recht energisch gegen den Teil der Zivilbevölkerung vor zugehen, der sich völkerrechtswidrig am Stampfe be­teiligte, durchhallte ein Schrei geheuchelter Entrüstung die Welt. Aus der bitteren Notwehr der deutschen Sol­daten wurden die sattsam bekanntenbelgischen Greuel" gemacht. Die Flut hat sich indessen abgeebt, die Wahr­heit ist zum guten Teil durchgedruugeu, und um die böse Absicht derer, die »licht hören und sehen und die Wahrheit nicht erkennen wollen, brauchen wir uns nicht zu kümmern. 9iim hat sich aber längst herausgestellt, daß, wie in Belgien, auch in Serbien die Zivilbevölke­rung, selbst Frauen und Kinder, am Kampfe gegen die ins Land dringenden Truppen teilnehmen. Es ist sicher gut, diese Tatsache heute klar vor aller Welt gründlich sestzustelleu, damit die Resultate, die sich daraus mit Notwendigkeit ergeben, später die rechte Beurteilung er­fahren. Besonders da die serbische Regierung und na= türlich die feindliche Presse es sich angelegen sein lassen, die Tatsache zu bestreiten, daß die serbische Zivilbevölke­rung am Kampfe teilnehme, um das Odium von der serbischen Regierung abzuwälzen, daß sie ihre eigenen Untertanen durch die AnffvMruug an Nichtsoldaten, sogar an Frauen, sich der Landesverteidigung auf eigene Faust hinzugeben, ins furchtbarste Verderben gestürzt hat.

Aber dieser Ableugnungsversuch wird unsern Geg­nern nichts nutzen, denn es liegen die unwiderlegbar­sten Beweise vor, daß selbst Frauen gegen unsere Sol­daten die Waffen sozusagen von der Regierung in die Hand gedrückt finb. DasBerner Tagblatt" schreibt über dieses Thema:Die Teilnahme-der serbischen Zivilbe­völkerung an den Kämpfen ist eine sehr traurige, aber nicht abzulengnende Tatsache. Es sind nicht österreichische oder deutsche Blätter allein, die dies behaupten, sondern es liegen auch aus der Zdit, als die neuerliche Inva- fiou drohte, Berichte aus russischen Blättern vor, die von der Erhebung der gesamten Bevölkerung spreche»», lins sind in Genf und Lausanne illustrierte französische Zei- tungen bekannt, die Bilder enthielten, auf denen ser­bische Frauen uni) Mädchen von Offizieren im Schießen abgerichtet werden."

So weit das Schweizer Blatt. Eirie»» noch durch­schlagenderer, Beweis für den Anteil von Nichtsoldaten an den Kämpfe», in Serbien aber liefert dieDaily Mail", wenn sie berichtet, daß die Geliebte eines serbi­schen Leutnants ein Weiberkorps gebildet hat, bem schon 389 Weiber beigetreten seien, die mit Messern, Geweh­ren, Revolvern unb Dolchen bervasfnet werden. Diese Tatsachen werden denen vorzuhalten sein, die wahr­scheinlich wieder zn schreien anfangen, meint es unsern Soldaten nicht gelingt, dieser mit Messern und Dolchen bewaffneten serbischen Megären anders als durch gütiges Zureden Herr zu werden. Wer sich außerhalb der Ge­setze stellt, hat die Folgen zu tragen!

Die Verschwörung in Indien und Afghanistan.

Welche Bedeutung hat die Erhebung in Afghanistan?

Es waren, wie der KorrespondenzHeer und Po­litik" geschrieben wird, nach einer Mitteilung der eng­lischen Regierung im Parlamenternste Nachrichten , welche die Entsendung Kitcheuers nach den» Osten er­forderlich »nachten. Diese Andeutungen haven inzwi- schen durch amerülanische Telegramme eine eingehende Erweiterung und Erklärung erfahren, denn mir wissen jetzt, daß in Indien ein nicht leicht zu nehmender Auf- stand ausgebrochen ist, der auch bereits auf Afghanistan hinübergegriffen hat. Bon bem Haß, mit welchem die Inder die englischen Unterdrücker betrachten, braucht man nicht mehr zu sprechen. Aber auch die Bevölkerung von Afghanistan scheint sich ernsthaft an dem Kampf gegen England beteiligen zu wollen. Schon kurz nach Ausbruch des Krieges drangen allerlei Meldungen durch, daß es in Afghanistan gäre. Die Engländer ha­ben sofort diese Meldung als unwahr bezeichnet, denn die Lage in Afghanistan ist für ben asiatischen Besitz Englands von ungeheurer Bedeutung. Ein Aufstand, der von Indien nach Afghanistan hinübergreift, bedroht England in ungemeiner Weise in dem ganzen Besitz. Schor» wird gemeldet, daß persische Sendboten nach Af- I ghauistan gelangt sind und dort mit Begeisterung ausge- ; nommen wurden. Diese Völker Asiens fühlen, daß jetzt die Zeit gekommen ist, die immer gefährlicher werbeube Bedrohurig, die von Englands Eroverungsgelüsten aus- : geht, und die ihnen das gleiche tragische Schicksal wie ; bem Lande Indien bringen würde, von sich für lange ! Zeit abzuwenden. Der Augenblick erscheint ihnen ge- kommen, die englische Zwangsherrschaft abzuschütteln, die auch jetzt schor» manche angerrblicklich scheiribar noch freie" Staaten Asiens tragen müssen. Nicht umsonst hat England bereits lange Zeit vor dem Kriege mit Rußland ein Abkommen geschlossen, das diesen beiden Staaten den Besitz Asiens sichern sollte. Das zeigte jetzt im Kriege das Gelüst riach den Dardanellen ganz deut­lich. Durch den Krieg, der ihnen die endgültige Herr­schaft über Asien bringen sollte, sind aber alle diese weit ausareisenden Pläne zerschmettert worbem Aus den

kriegerischen Vorgängen in Afghanistan und Indien ist nun zu erkennen, daß auch diese Völker die Gefahr richtig ersannt haben und jetzt den Augenblick für ge- kommen erachten, das Joch derKulturträger" Ruß- land und England abzuschütteln. (Z.)

An der westlichen Front.

Ein Mitarbeiter der. N. N.", der seit einigen Monaten an der Westfront steht und vorübergehend in eine größere französische Stadt hüiter der deutschen Linie fam, hatte Gelegenheit, mit Muße die verschiedenen Zeitschriften durchzublättern, die in Wort und Bild das Leben und Treiben unserer Feldgraue»» schildern. Was er fand, scheint nicht durchwegs mit feinen Erfahrungen und Erlebnissen übereinzustimmen. Er schreibt:

Die stimmungsvollen Aufnahmen aus Gräben unb von Unterständen müssen einen falschen Eindruck von unserem Leben vorne an der Front in den Daheim- gebliebenen erwecken, benit gar so behaglich und ge- miitlid) sieht s doch wohl nur selten in einem Graben der vordersten Linie aus.

Wir marschieren feldmarschmäßig in die Stellung, d. h. mit gepacktem Tornister und der vorgeschriebenen Anzahl Patronen. Solange der Marsch auf offenem Wege möglich ist, geht das ja ganz leidlich, aber die letzten dreiviertel Stunde»» gebt's durch Laufgräben, und das kostet, namentlich wenn der Rege»» der» Lehmboden aufgeweicht hat, daß man oft faum mehr die Füße aus bem Brei ziehen kann, manchen Schweißtropsen. In der Stellung angelangt, bezieht sofort jede einzelne Gruppe ihren Unterstand, und die abgelöste Kompagnie zieht ab, nachdem sie die ablösende über die Vorkomm- nisse der letzten Tage unterrichtet hat.

Unsere Unterstände sind verschiedener Art, da die Stellung teils bitrd) offenes Gelände, teils durch die äußerste westliche Häuserreihe eines zusammermeschvsse- nen Dorfes läuft. Jrn Schützengraben, der das Ge­lände durchschneidet, sind die Unterstände gewöhnlich einige Meter unter die Erde gegraben und gut e»n- gedeckt, sodaß ein nicht allzu schweres Kaliber nicht leicht durchschlagen kann. Auf übereinander gerichtete»» Prit­sche»» findet der Soldat sein Lager: das blanke, ungeho­belte Brett, als Kopfkissen die»i der Tornister. Man würde, einmal an die Strapazen dieses Lebens gewöhnt, nicht einmal so schlecht auf biefem Lager ruhen, meint nur nicht der Riemen mit den gefüllten Patronentaschen so schwer sich auf den Leib legte. Aber man darf das Leder-zeug so wenig ablegen wie die Stiefel und, selbst in der Bereitschaft kommt es, bei uns wenigstens, vor, daß man sich's nicht bequem machen kann, wenn nämlich erhöhte Gefechtsbereitschaft angesagt ist. I»» den durch die Häuserreihen führenden Teil bienen vielfach auch die gut ausgeholzte»» Keller zusammengeschossener Häuser als Unterstände. Hier wie dort muß Tag und Nacht Licht gebrannt werden, den»» das Tageslicht vermag in diese Behausungen nicht zu dringen. Ein kleines Tischchen, ein paar requirierte Stühle oder eine selbstgezin»merte Bank bUben meist das Mobiliar der Unterstände: was an Möbeln u. bergt. in Unterständen gesunde»» wurde, schleppte man zurück in ben Quartierort, um sich dort behaglicher einzurichten.

Ist so das tote Inventar der Unterstände nur ge- ring, so ist das lebende desto reichlicher: Mäuse und Ratten, die sich an ben Speiseabfällen »»ndeldick mästen, wühlen sich von allen Seiten herein, sie laufen dem schla­fenden Soldaten übers Gesicht und krabbeln ihm unter ben Bein ei» durch. Die Mäuse vor allem haben es auf die Tornister abgesehen, bereu Inneres für sie meist die köstlichsten Leckerbissen birgt. Nicht minder mäia für den Bewohner des Unterstandes als diese lang- schwänzigcn Untermieter sind dieBiencheu", daheim Läuse genannt. Sie finden sich mehr als in der vor­dersten Linie in den Unterständen der Bereitschafts- stellung, in denen gewöhnlich altes Stroh liegt. Wie man sich ihrer entledigt, will ich gelegentlich einer wei­teren Schilderung des Quartierlebens mitteilen.

Diese Unterstände dienen ben eben nicht uf Posten befindlichen Soldaten als Aufenthalt unb bieten ihnen Schutz vor eiuschlagenden feindlichen Geschossen. Die französische Artillerie beschießt ja fast während des gan= zen Tages in kurze»» oder längeren Zwischenräumen unsere Infanteriestellungen, mie es natürlich auch um­gekehrt die deutsche macht. Das wird gemeinhin in den Tagesberichten alsArtillerieduell" bezeichnet. Wir In- fanteristen finden allerdings diese Bezeichnung nicht als ganz zutreffend! In den Unterstände»» werben auch die Mahlzeiten eingenommen. Das Essen wird gewöhnlich vor» zwei Man»» jeder Gruppe in der entsprechende»» Anzahl von Kochgeschirren, die an lange Stecken ge­hängt werben, aus der Feldküche geholt, gleichzeitig da­mit auch die Feldpost. Das Essenholen ist, da die Küche weit zurückliegt und der Weg zu ihr durch oft recht enge Laufgräben führt, sehr beschwerlich, es ist meist aber auch recht gefährlich, denn die feindliche Artillerie ist sehr gut auf unsere Laufgräben eingeschossen und be- streicht sie mit Vorliebe um die Zeit des Menagefassens mit Schrapnells und Granaten. Mir selbst ist es mehr als einmal passiert, daß ich beim Essenholer» die Geschirre zur»» Glück waren sie gerade immer leer im Graben meamerfen mußte, um schnell in das nächste Loch

schlüpfe»» z»t sonnen zum Schutz vor bem über uns sich entladenden Eisenhagel. Für die Essenholer mirb das immer eine recht sauer verdiente Mahlzert!

Außer mit Schlafen, Essen und Gewehrretnige»» dieLatte" - wird nämlich im Schützengrabe»» immer dreckig füllt die eben nicht auf Posten stehende Lllairn- schaft die Zeit mit Briefschreiben, Lesen ober Karten­spielen aus. In unserer Gruppe gibt's auch zuweiler» humoristische Darbietngen, die stets ein dankbares Pub­likum finden.

Indes die gerade dienstfreien Kanieraden es sich im Unterstände so behaglich als einigermaßen möglich zu machen suchen, steht vorne an der Schießscharte der Poster» mit geladenem Gewehr im Arm und späht hin­über zum Feind, ob's bem nicht gelüstet, Herüberzukorn- men. Er darf nicht von feinem Platz weichen, wenn and) in seiner unmittelbaren Nähe die Granate»» einschlagen, und mancher brave Kerl hat dort den Tod erlitten! Das maren besonders harte Stunden für die Posten während der lebten Offensive und gar mancher, der schon seit »3 Monaten im Felde steht, fand die Schrecke»» der of­fene»» Schlacht des BervegungSkrieges harmlos im Ver­gleich zu diesem nerveiierschütternden Ausharrer» als wehrloser Posten. Da atmet man wohl erleichtert auf, weint nach zwei Stunden die Ablösung kommt.

Sind die Tage in der Stellung vorüber, so wirb man von einer anderen Kompagnie äbgelöst. Da»»»» hat man meist den ganzen Tag Ruhe »rud braucht nicht auf Posten zu stehen, man haust in ganz ähnlichen, manchmal grö­ßeren Unterständen wie vorne und ist, was and) nicht zu verachten, näher an der Küche.

Kommt endlich die Ablösung, so kehrt die Korn- pagnie, zuweilen in recht verwahrlostem Zustand, immer aber wohlgemut in den Quartierort zurück. Die frohen Marschlieder, deren Weise die fra»»zösische Jugend schon pfeisend gelernt, künden vor» weitem schon den Dorf­bewohnern, daß ihre längst gehegte Hoffnung, die deutsche Einquartierung loszukriegen, wieber z»»schänden geworden an der Wachsamkeit und Ausdauer der Feld­grauen.

öerlinkonslaniinopel.

3u dem Vordringen der bulgarischen Truppe»» über die Morawa im Anschluß an die deutscher» Truppen wirb uns geschrieben:

Nach ben neuesten Fortschritten, welche sowohl die Arrnee des Generals von Gallwitz als auch die au der Morawa operierende bulgarische Armee gemacht haben, ist nun der große Weg mm Belgrad über Nisch nach Sofia unb Konstantinopel endgültig als befreit anzu- sehen. Schon vor einigen Tagen hörten wir, daß die bulgarische Arrnee die Morawa, irr deren Tal bekanntlich die große serbische Eisenbahnverbindung geführt ist, fast auf der ganzen Front überschritten hatte. ES war noch bei Aleksinac zu heftigen Kämpfen mit serbischen Nach- Huttruppen gekommerr, die mit einem entscheidenden Er­folge der bulgarischen Waffen endeten. Die Serben wurden über den Fluß zurückgeworfen, der nun zwar von serbischen Heereshaufe»» »richt mehr besetzt war, aber doch noch im Bereich der serbischen Geschütze lag. Nach- bem die Serben nun gezwungen morde»» waren, sich weiter nach Westen zirrückzuziehen, besteht diese Ge­fährdung der Eisenbahnlinie nicht mehr. Aber auch da- »nit war noch nicht die völlige Befreiung der Bahn­strecke erfolgt, den»» in dem Winkel, wo die beide»» Mo- rawen zufamurentreffen, hatten serbische Truppen noch auf ben Höhenzügen des Iastrebac Planina beherr­schende Stellungen inne, durch die sie imftanbe waren, den Verkehr aus der Eisenbahnstrecke z»» störe»» unbwewwiw» gefährden. Die Serben leisteten auch hier einen ganz außerordentlichen Widerstand, da sie den Zeitpunkt »nög- lichst lange hinausschieben wollten, wo die verbündeten deutschen, österreichisch-ungarische»» und bulgarischen Truppe»» in der Lage wären, die Eisenbahnlinie zu be­nutzen. Mit der völliger» Befreiung der Bahnlinie ist nämlich der Verkehr in Serbien, der bekanntlich infolge der schlechten Straße»» nur sehr schwierig bewerkstelligt unb aufrecht erhalten werben kann, in einer die .Kriegs­fortschritte sehr fördernden Art verbessert. Auf die Ver­bindung der einzelne»» Heereskörper untereirrander wie auf den ganzen Nachschub von Osten (Bulgarien) her, wie von Norden (Oesterreich-Ungarn) hat die Wieder­herstellung der Eisenbahnlinie einen gervichtigen Einfluß und somit ist sie für die ganze Bee»»digu»»g der lInter= nehmung gegen Serbien von unabschätzbarem Werte. Nun erfuhren wir am 12. November durch den öster­reichische»» Generalstabsbericht, daß sich die Truppen der Arrnee v. Gallwitz den Paßhöhen des Jastrevac-Gebirges näherten. Schon einen Tag später berichtete unser Ge­neralstab, daß sich unsere Truppen dieser Paßhöhen süd­lich von Kruzeväc bemächtigt hatten. Damit haben die Serben die beherrschen der» Stellungen im Weste»» der Bahir eingebützt. Durch das weitere Vordringen der Bulgaren gegen Westen ist auch der Rest der Bahn von serbischein Einfluß befreit, sodaß man jetzt die Linie als endgültig befreit anseherr kann. Da der Schienenweg verhältnismäßig gut erhalten ist, so dürfte die Aufnahme des Verkehrs in absehbarer Zeit erfolgen können. (Z.j

Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in der Gemarkung Philippsthal belegenen, im Grundbuche von Philippsthal Band XII. Blatt Nr. 1 zur Zeit der Ein­tragung des Versteigerungsvermerkes aus den Namen des Tagelöhners Christoph Helm und dessen Ehe­frau Magdalena, geborene Wagner in Philippsthal eingetragenen

Grundstücke:

Kartenblatt 8 Parzelle 93/42, Acker überm Paulsrain, 1 ha 86 a 71 qm groß mit 6,92 Tlr Reinertrag, u. Kartenblatt 7 Parzelle 289/48, bebauter Hofraum mit

Hausgarten auf dem Hundsstück Haus Nr. 140, 12 a groß, »njt 300 M. Nutzungswert,

M 22. ^anuor 1916, MliliiiM 91 Wr durch das unterzeichnete Gericht im Rathause in Philippsthal versteigert werben.

Die Grundstücke sind in der Grundsteuerrnutterrolle Artikel 131, das Grundstück Kartenblatt 7 Parzzlle 289/48 auch in der Gebäudesteuerrolle Nr. 167 eingetragen.

Der Versteigerungsvermerk ist am 19. November m das Grundbuch eingetragen.

dienjlengdfeib, den 19. November 1915.

Königliches Amtsgericht.

Weihnachten in Bethet.

Zum zweiten Male, mitten unter .Lärm und Leid des großen Krieges, wird das deutsche Volk die Weih- nachts-Botschaft hören. Auch unsere Bethelgemeinde rüstet sich auf die Feier des Festes, das von dem Frieden und der großen Freude redet. Einen Abglanz dieser Freude möchten wir gern den tapferen Kriegern bringen, die aus ihrem Sch»nerzenslager oft einen heißeren Kampf zu sümpfen haben als vorher draußen in den Schützen­gräben. Bisher sind schon fast 7000 Verwundete in unseren 30 Lazaretten ausgenommen worden; wir rechnen, daß etwa 1600 zu Weihnachten bei uns sein werden. Dazu kommen fast 3000 Kranke, Kinder und Heimatlose. Auch sie hoffen auf eine bescheidene Weih­nachtsgabe. Wer hilft uns dabei mit ? Für alles sind wir dankbar, ob man uns Kleidungsstücke schicken will oder Zigarren, Bilder, Bücher für die Großen, Spiel­sachen für die Kleine»» oder Geld, um das zu taufen, was Kleine und Große am meisten erfreut. Je eher es geschieht, um so besser können wir alles verteilen!

Mit herzlichem Weihnachtsgruß an alle Frerinde von Bethet

F. v. Bodelschwingh, Pastor.

Bethet bei Bielefeld, im November 1915.

empfiehlt Ludwig Funks Buchdruckerei.

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