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DHLHreffö Pliwe.

Am »B. S.-N." schlldert Kurt Aram feinen Besuch in Nisch bei General Bojadjieff. Die Stadt sei fast un­beschädigt. Der General sagte u. a., die serbische Armee sei in voller Auflösung. Als Aram die Frage stellte: Und wenn die serbische Armee zerquetscht sei, was dann, Exzellenz? erwiderte Bojadjieff: Dann gehen wir mit vereinten Kräften nach Mazedonien, um mit den Koffern und anderen Negern fertig zu werden. Die Franzosen landen zwar unausgesetzt Truppen, bis jetzt rund 100 000 Mann, aber wir sind mit 800 000 Serben fertig gewor­den, so werden wir also auch bald fertig sein mit diesen Franzosen.

* Gegen die fremden Eindringlinge i» Mazedonien.

Die Bulgarische Telegraphen-Agentur meldet:Echo de Bulgarie" gibt einen Aufsatz des ehemaligen fran­zösischen Antimilitaristen Hervee wieder, der die Ent­thronung des Königs Konstantin oder die Wiederein- schtffung der Truppen der Alliierten fordert, >md be­merk dazu: König Konstantin ist nicht zu entthronen. Griechenland ist nicht Tunis oder Marokko, Dahomey oder Madagaskar. König Konstantin ist richt ein kaum bekannter Fürst, der von der Gnade von Parts und London lebt, sondern im Gegenteil ein Herrscher, der durch den Willen des griechischeil Volkes regiert und von seiner Anhänglichkeit umgeben ist. Unter diesen Umständen bleibt den in Mazedonien gelandeten Fran­zosen nichts anderes übrig, als sich wieder ein.,»schiffen und sich aus Saloniki zu trollen, wie Herve sagt. Die fran­zösischen Soldaten, die das Feuer der Bulgaren bei Krivolac und an der Cerna zu fühlen besamen, haben diese Wahrheit begriffen und fragen sich verblüfft: Wa­rum schlagen wir uns mit den Bulgaren? Und in der Tat, um welcher Unternehmung willen hat denn die Re­gierung der dritten Republik den General Sarrail nach Mazedonien gesandt? Ein Serbien gibt es nicht mehr, und in einigen Tagen wird die bulgarische Armee des hartnäckigen Gegners entledigt sein und, durch ihre mächtigen Verbündeten verstärkt, von den Eindringlin­gen Rechenschaft fordern, die ihre Füße auf den gehei­ligten Boden Mazedoniens gesetzt haben. Mit der To­desverachtung, die unsere Regimenter beseelt und die die Bewunderung unserer Gegner erweckt, werden wir die Eindringlinge endgültig zerschmettern. Dann wer­den sich die Ueberlebenöen dieser schändlichen und unsin­nigen Expedition an ihre Regierung wenden und sie fragen können: Warum habt Ihr uns in den sicheren und zwecklosen Tod gesandt?

Der Krleg in den Kolonien.

Englische Pläne gegen Dentsch-Ostafrika.

es* Amsterdam, 23. November. (T. U.) Das hollän­dische BlattTyö" empfing aus der Pfarrei Banguelo Nordostrhodesten folgende vom 12. 9. datierte Nachricht: Da nun Deutsch-Südwestafrika von den Engländern er­obert ist, geht das Heer nach Nordrhodesien, um Deutsch- Ostafrika anzugreifen . Was daraus noch werden soll, weiß ich nicht. Nur abwarterr. Alle männlichen Neger sind aufgefordert worden, Nahrungsmittel für die Ar­mee nach Abercowne im Süden des Tanganjikasees zu befördern. Heute oder morgen werden auch die Frauen zum Dienst antreten, um Nahrungsmittel für die Sol­daten herbeizuschaffen. .

Beratungen der Reichspreisprüfungsstelle.

Der Beirat der Reichsprüfungsstelle für Lebens­mittelpreise trat Montag-Vornnttag in seinem Ausschutz für Kartoffeln, Gemüse und Obst in Berlin wiederum zu einer Sitzung zusammen. In einer allgemeinen Aussprache über die K a r t o f f e l v e r s o r g u n g der Bevölkerung wurde dem Wunsche Ausdruck gegeben, durch Einwirkung auf Landwirte und Händler die mög­lichst schnelle Beschaffung der angemeldeten Beträge und der weiter erforderlichen Wintervorräte zu sichern. Sollte, wie mehrfach angenommen wurde, eine Zurück­haltung der Händler vorliegen, so müßte ihnen gegen­über von dem den Städten zustehenden Enteignungs­recht Gebrauch gemacht werden. Von der Eisenbahn- verwaltung sind schnellste Beförderung und Maßnahmen gegen die Frostgefahr zugesagt. In der Erörterung wurde u. a. die Frage etwaiger Sonderpreise für wirk­liche Saatkartoffeln und einer erweiterten Beschlagnahme unter Herabsetzung der Höchstpreise gestreift. Von einem Vertreter des Kriegsministers wurde erklärt, daß auch die Heeresverwaltung sich unbedingt an die Höchstpreise für Kartoffeln hält. Weiter wurde über die Festsetzung von Höchstpreisen für Gemüse, auch Zwiebeln, und für Sauerkraut verhandelt. Eine eingehende Er­örterung fand über die Bemessung der Sauerkrautpreise statt. Man war sich ferner darüber einig, für Obst, so lange die Preise eine angemessene Höhe bewahren, von einer Höchstpreisfestsetzung abzusehen. Endlich wurde über die Höchstpreise für F e t t e r s a tz m i t t e l, in er­ster Linie für Marnreladen, aber auch für Apfelkraut, Rübenkraut, Bienenhonig und Kunsthonig, verhandelt.

Kriegsallerlei.

Durchhalten auch in der Eintracht!

Unter dieser Ueberschrift veröffentlicht Graf von Schwerin-Löwitz imTag" eine Mahnung, auch in der Zurückstellung unnötiger Klagen durchzuhalten bis zum völligen Siege. Jedes wenn auch noch so geringfügige Anzeichen einer Uneinigkeit oder Unzufriedenheit des deutschen Volkes werde von der ausländischen greife mit wahrer Gier aufgegriffen und müsse mit Naturnot­wendigkeit mindestens zu einer Verlängerung des Krie­ges^en.

Was Kitchener tun soll.

ob* London, 23. November. (T. U.) Entgegen an­deren Berichten behaupten amtliche Mitteilungen aus London, daß von einer Sendung Kttcheners nach Indien schon deshalb keine Rede sein könne, weil es dort nichts für chn zu tun gebe. Dagegen wird m London versichert, Küchen er werde zunächst die militärischen Operationen leiten, welche den Deutschen den Weg nach Konstalltc- nopel und Aeavpten verlegen sollen, sodann die Vertei­digung des NUlandes selbst, wenn die Deutschen bis da­hin Vordringen.

Noch ein italienisches U-Bootopfer.

Aus Marseille wird gemeldet: Der Kapitän und die aus 28 Mann bestehende Besatzung des italienischen DampsersTicino" der am 6. Novenrber von einem UuterKeHyot versenkt umröe, sind hier ana^tonunen und SXtiA SiMKnw rv>o4 i^vfu>fHvh»r* «tm<Mtt

Der Zar m Oveffa.

Der Zar traf am 20. November mit dem Thron­folger in Odessa ein. Er' wohnte einem Tedeum in der Kathedrale bet und besuchte die Hospitäler.« Darauf be­sichtigte er die Kriegsschiffe im Hasen und hielt eine Truppenbesichtigung ab, wonach die Abreise erfolgte.

Der Kaiser war bei uns.

A u s e i n e m B r i e f v o n d e r O st f r o n t.

Als wir vor kurzem darüber sprachen, daß unsere Tage nunmehr wohl für einige Zeit in einförmiger Gleichmäßigkeit dahin fließen würben und wir dabei das für und wider des Stellungskrieges gegenüber den Vormarschkämpfen der verflossenen Monate abwogen, dachte keiner von uns baran, welch ein Festtag uns be- vorstand.

Wahrlich ein hoher Festtag war es, der vier im Felde noch weit größere Bedeutung hat, als in der Hei­mat! Der Kaiser kam zu uns an die Front, unser oberste: Kriegsherr wollte uns sehen!

Ich will mich nicht mit der Schilderung der fieber­haften Tätigkeit aufhalten, die uns alle ergriff. Mit welcher Freude haben wir die Pforte aus Tannengrün gebaut und alle die anderen kleinen Vorbereitungen ge­troffen, vor allem den eigenen äußeren Menschen mal gründlich vorgenommen/ um uns in einen wenigstens einigermaßen paradefähigen Zustand zu bringen.

Um 12 Uhr mittags standen wir auf dem großen Platz (int Lager von Baranowitschi, in einem nach dem griechischen Glockenturm zu offenen Rechteck) zur Pa­rade vor unserem obersten Kriegsherrn bereit. Neben dem mit Fahnen geschmückten Glockenturm erwarteten die Führer, Prinz Leopold v. Bayern, lveneraloberst v. Woyrsch, General Freiherr v. König, General v. Wehr und andere mit ihren Stäben Seine Majestät.

12,15 Uhr nachmittags betrat der Kaiser den Platz. Die Musik setzte ein, das Gewehr wurde präsentiert, das Hurra erklang und unser Kaiser schritt langsam, jeden fest ins Aug«! fassend, die Front ab.

Man muß den Blick des Kaisers einmal auf sich ruhend gefüllt haben, um zu verstehen, welche Macht von ihm ausgeht. Energie, Wohlwollen, Güte, alles spricht aus ihm. Man reckt sich unwillkürlich und fühlt sich zu jeder Leistung fähig.

Jedem der Beteiligten schlug in diesem Augenblicke das Herz höher. Der lebhafte Kanonendourcer von der nicht fernen Front trug dazu bei, uns allen die be­deutungsvolle Lage noch mehr zum Bewußtsein zu bringen.

Ueber 600 Kilometer trennen uns von der Greitze, die wir vor =7« Jahren überschritten haben, herrliche Siege mtb Erfolge, doch auch schwere und ernste Stun­den. nicht für möglich gehaltene Anstrengungen liegen hinter uns; nun stehen wir tief drinnen in Feindes­land, im Besitz deS wichtigsten Bahnknotenpunktes, an dessen Erreichung wohl der Kühnste nicht ernsthaft ge­dacht hatte, an der Stelle, wo noch vor wenigen Monaten der damals allgewaltige Großfürst Nikolaus Nikvluje- wufch die russischen Armeen gelenkt hatte; wenn auch betrübten Herzens bei dem Gedanken an die dichten Gräberreihen der großen Schlachtfelder und so manches einsame Kreuz, so doch den Blick klar gerichtet auf das große gemeinsame Ziel, ein jeder sich bewußt des kleinen oder größeren Teiles, den das Vaterland von ihm ver­langt nach dem Willen unseres obersten Kriegsherrn.

Auf dem linkertt Flügel der Parade standen die zur Beleihung mit dem Eisernen Kreuz vorgeschlagenen. Die Glücklichen! Kann es für einen Soldaten etwas schöneres geben, als vom Kaiser selbst diese höchste Aus­zeichnung zu erhalten? Nachdem Seine Majestät das letzte Kreuz überreicht und die Meldung des Aus­gezeichneten, wofür er es erhalten, entgegengenommen hatte, trat der Kaiser in die Mitte des Vierecks und hielt eine Ansprache. Er verglich unsere Tätigkeit mit der unserer Kameraden an der Westfront und 'rächte uns Grüße von ihnen und aus der -Heimat.Die Taten des Landwehrkorps bei den Verfolgurlgskämpfen sind mit eisernem Griffel in die Weltgeschichte aller Zeiten ein­geschrieben, würbig reihen sie sich den Taten der alten schlesischen Landwehr vor 100 Jahren an." Dann hieß er uns unsere Kameraden im Schützengraben grüßen unb forderte uns auf, durchzuhalten, bis wir den Feind auf die Knie gezwungen haben und ihm -einen Frieden diktieren können, der unserer Opfer würbig ist.

Aus begeisterten Herzen scholl abermals ein drei­faches donerndes Hurra über den Platz! Wohl ein jeder von uns leistete in diesen: Augenblick innerlich aufs neue das Gelübde, unsere Pflicht bis zum Letzten zu tun, durch- zuhalten und uns des Vertrauens unseres Kaisers wür= big zu zeigen. Mancher, an dessen Spannkraft der Schützengrabenkrieg schwerere Anforderungen stellt als Angriff und Verfolgung, schöpfte aus den Worten des Kaisers frischen Mnt und Selbstvertrauen.

Dann kam der Parademarsch in Gruppenkolonne.

Vor dem Glockenturm, dort, wo der Zar oft und noch vor wenigen Wochen Nikolajewitsch gestanden haben mag, stand der Kaiser und ließ uns an sich vorbei marschieren. Jeder gab her, was er hatte, ein jeder driickte die Kniee durch, so gut er konnte. Das hat auch unser Kaiser gefühlt, und daß er mit uns zufrieden war, sprach aus seinen Augen und dem gnädigen Kopfnicken, mit dem er uns belohnte. Wie uns unsere Vorgesetzten nachher erzählten, hat der Kaiser seiner Freude Aus­druck gegeben, uns in solch' vortrefflicher Verfassung zu sehen.

Nach einem kürzet! Frühstück mit den ..uwefenben Führern verließ Seine Majestät Baranowitschi um 3 Uhr. Der Katferbefucb war zu Ende! Wir wissen, daß unserer oberster Kriegsherr die Ueberzeugung mit­genommen hat, daßwir im Osten" eine eiserne Mauer bilden, die allen Versuchen der Russen, sie zu durch­brechen, standhalten wird. An Herz und Seele gestärkt sehen wir der Zukunft entgegen: eine Armee, in der jeder Soldat freudig bereit ist, für Kaiser und Vaterland sein Leben zu lassen, ist unbesiegbar.

Vermischtes

Brand im Siegener Amtsgericht. In dem historischen Schloß zu Siegen (Westfalen), in dem das Amtsgericht untergebracht ist, brach Feuer aus^ Die Vormundschafts-, Straf- und Zivilprozeßakten, sowie die Handelsgericht - lichen Akten sind verbrannt. Die Grundbuchakten wur­den gerettet. Die durch dichte Gewölbe geschütze Fürsten- grust wurde nicht beschädigt.

Die Sprache wiedergefnnde«. Ueber die merkwür- Üiae Seiluna eines Stummen in dem Lazarett in Arns--

k NachAchter« sich dort ein IN einer bei

dott vor Dresden verttyttten dieDresoener NachNchtetv folgendes: Seit vier Monaten befindet sich dort eirl Soldat, der die Sprache verloren hatte. In einer bei beiden letzten Nächte träumte er, ein vor ihm stehender Kamerad wolle ihm baS Seitengewehr durch den Hals stechen. Er wollte um Hilfe schreien, und fiel aus dem Bett. Als die Wärter ihn aufhoben, konnte er wieder

sprechen.

Karl Schönberrs neues DramaVolk in Not", ein Schauspiel aus dem Tiroler Bauernkrieg 1809. zeigt als ersten Slft den Auszug aus dem Rotadler-Wirtshaus, der zweite Akt spielt in der Schlucht am Berg Iset, der dritte bringt die Heimkehr der Krieger beim Klang der Schwegelpfeifen unter Lärmen und wildem Jauchzen, die Stimmungen der Weiber, deren Männer und Söhne gefallen sind. Das Schlußwort hat der Saudwirt an daS Adlerwirts-Enkelkind in der Wiege. Schönherrs Schöp­fung unterscheidet sich nach dem Urteil derTgl. Rdsch." von allen bisherigen Andreas-Hofer-Stücken durch seinen rauhen Wirklichkeitssinn. Die Sprache ist aus dem Ur­quell der Tiroler Mundart, das ganze ein Kunstwerk von Kraft und Ehrlichkeit. Reinhard hat das Dratna für das Deutsche Theater tu Berlin erworben.

Johannes Trojan gestorben. Der Schriftsteller und frühere Leiter desKladderadatsch", Johannes Trojan, ist am Sonnabend abend in Rostock im 78. Lebensjahre gestorben.

Eine Ansprache des Kaisers an die Armee v. Woyrsch. Einem Feldpostbrief entnimmt dieTgl. Rdsch." fol­gendes: Der Kaiser kommt zur Besichtigung der Armee des Generalobersten v. Woyrsch. So ging es am 10. No­vember nachmittags durch unsere Gräben und jeder war nun gespannt, wer von der Kompagnie die Ehre haben werde, sie unserem obersten Kriegsherrn gegenüber mit zu vertreten. So bauerte es denn auch nicht lange; das kleine Kommando wurde zusammengestellt unb der nun einmal bet solchen Gelegenheiten nicht abzuwendende Dienst begann. Die Uniformen wurden nachgesehen, dann wurde zur ersten Besichtigung angetreten. Dte Nacht war dienstfrei und am Morgen des 11. November, des Tages, der uns so oft von babeint als Friedenstag ge­nannt worden war, fuhren wir nach nochmaliger ein­gehender Besichtigung durch den Regimentskommandeur nach B. Um 12^ Uhr erschien dann der Kaiser, be­gleitet vom Generalfeldmarschall Prinz Leopold v. Bau­ern und seinem Gefolge. Der Kaiser begrüßte jede Kom- vaanie mit lautemGuten Morgen, Kameraden". Dann nahm er Auszeichnungen vor. Einen wunberbaren Ein­druck machte es, als barauf der Kaiser allein, nur dicht hinter ihm die Standarte und die beiden Stabstrompeter, nach der Mitte des großen Platzes schritt. Das war ganz majestätisch. Und ebenso die Worte, die er an uns rich­tete. Er dankte zunächst für die schönen Erfolge, die die schlesische Landwehr im Laufe der großen Offensive errungen habe, erwähnte die Angriffe des Feindes im Westen und mahnte uns dann. auszuhalten im Graben und den Feind mit blutigen Köpfen heimzuschicken, bis er vor uns auf den Knien liege, was vielleicht und hof­fentlich in kürzester Zeit geschehen könne. Unser Di­visionskommandeur brächte dann ein begeistert aufge- nommenes Hurra auf den Kaiser aus.

Senfmalsroeilje bei Vorzymie

In Anwesenheit des Generals der Infanterie von Beseler, Generalgouverneurs von Warschau, fand am 12. November die Weihe des Denkmals für die vor ei­nem Jahr bei der Attacke von Borzmute Gefallenen des Schleswig-Holsteinischen Dragoner-Regiments Nr. 13 statt. Von dem Regiment waren mehrere Offiziere und Maulttchaften anwesend, die die Attacke mitgeritten hat­ten. Mit zahlreichen Angehörigen der Gefallenen nm° stand die Grabstätte eine gewaltige Menschenmenge aus der Umgegend.

Nach ehtleitenbcn Worten des Militär-Gouver­neurs, Generals Freiherrn von Lützow, gedachte Pfarrer Althaus aus Lodz der Opfer des Regimellts und der Hinterbliebenen. Dann gab der Kommandeur des Land- sturm-Bataillons 11. Diedenhofen eine Schilderung des Kampftages, an dein das Dragoner-Regiment Nr. 18 als Vorhut der 6. Kavallerie-Division den Austritt aus den Seeneugen von Borzymie zu erzwingen hatte. Die Ausgabe wurde durch eine mit frischem Schneid und Reitergeist gerittene Attacke erfüllt. Ein von Infanterie, Kosaken und mit Maschinengewehren besetzter Graben wurde trotz beispiellosen Feuers angegriffen und über­sprungen, doch deckten 7 Offiziere und 103 Mann das Schlachtfeld unb eine große Anzahl war verwundet wor­den. Das Landsturm-Bataillon Diedenhofen hat ein Denkmal geschaffen, das in seiner Schlichtheit, aus Find- lingsblöcken geschichtet, sich der Umgebung anpatzt.

Drei Ehrercsalven grüßten die toten Kameraben.

Nachdem der Kreisches von Wloclawek das Denk­mal der Obhut der Mmeinde übergeben hatte, ergriff General von Beseler das Wort und gedachte in warmen Worten der gefallenen Kameraden, diemit deutschem Mut, preußischer Treue und schleswig-holsteinischer Zähigkeit" sich geopfert haben. Er liberbrachte allen An­wesenden einen Gruß des Regiments und bett Gruß des Prinzen Joachim von Preußen, der Zeuge der großer» Reitertat gewesen ist. Mit einem Hurra auf den obersten Kriegsherrn schloß die Ansprache.

Kranzspenden würben im Auftrage des Prinzen Joachim und der Militär- und Zivilbeyörden iriederge-- legt. Darüber breitete sich die Fülle von Blumenspen­den, die die Angehörigen unb Hinterbliebenen den teuren Gefallenen' widmeten.

Weitere Drahtnachrichten«

Kuropatkin zieht gegen die Bulgaren?

es* Paris, 23. November. lWTB^ DerMattn" erfährt, daß General Kuropatkin zum Oberbefehlshaber der russischen Streitkräfte gegen Bulgarien ernannt worden ist.

Brand in einem französische» Reservespital.

** Paris, 23. November. lWTB.) Ein Nebenge- bände des Bon March^-Kaufhauses, in dem Verwundete untergebracht waren, ist durch einen großen Brand zer­stört worden. Es gelang, die Verwundeten zu entfer­nen. Nach den bisherigen Feststellungen ist niemand zu Schaden gekommen, außer einigen Feuerwehrleuten, die an Rauchvergiftung erkrankten.

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