Darum Selcaffö zuciiMras.
Die „N. Zürcher Ztg." bringt von Zeit zu Zeit interessante Berichte aus Frankreich, die offenbar von einem seit Jahren dort ansässigen Schweizer herrühren, der in Fühlung mit der politischen Welt Frankreichs steht. Dem letzten seiner Berichte ist nach der „Frkf. Ztg." folgendes über den Rücktritt DeleasseeS zu entnehmen:
Die Umstände, die den Rücktritt veranlaßten, lind wie alles, was gegenwärtig mit der Tätigkeit der französischen Regierung zusammeuhäuqt, ziemlich im Duu- keln geblieben, doch gelang es mir, über diesen Punkt folgendes zu erfahren: Bor ungefähr drei Monaten schlug der Minister des Auswärtigen, Delcassee, den die unsichere Haltung der Balkanstaaten beunruhigte, und der von den deutsch-österreichischen militärischen Vorbereitungen gegen Serbien unterrichtet war, dem französischen Ministerrate vor, eine ansehnliche Balkan- expedition zur Unterstützung der Serben zu beschließen, und sich darüber mit den verbündeten Regierungen zu verständigen. Er hielt es dafür, daß nur die Entfaltung bedeutender mrüste imstande wäre, Griechenland, Rumänien und Bulgarien einzuschüchtern und sie zu veranlassen, sich dem Bierverlmnde an zuschließen. Die anderen Minister schienen einverstanden, als Pvincaree, der neben Delcassee saß, diesem freundschaftlich auf die Schulter klopfte und sagte: „Mein lieber Minister, ich teile Ihre Ansichten nicht, denn nach meinen besonderen, ganz zuverlässigen Informationen können wir auf die Hilfe der Balkanstaaten zählen, wenn es gilt, die Zen- iralmächte am Durchbruch nach Koustanlinopel zu verhindern. Unter diesen Umständen ist eine Expedition überflüssig." Diese Worte, gestützt von dem Argument, daß eS gefährlich sei, die Front in Frankreich zu entblößen, führten zur Ablehnung von Deleassees Antrag. Delcassee aber, überzeugt, daß es sich um eine entscheidende Frage handele, empfand es bitter, um so mehr, als ihn die Einmischung des Präsidenten der Republik in die Führung der auswärtigen Angelegenheiten mit Umgehung des Ministers des Auswärtigen schon seit längerer Zeit sdhr unangenehm berührte. Als die deutsch- österreichische Offensive gegen Serbien einsetzte und Bul- garieu sich den Zentralmächten und der Türkei anschlvtz, lvar die Bestürzung der französischen Regierung außerordentlich. Die Frage einer Expedition stellte sich aufs neue, diesmal dringlich. General Rosste hielt ein gutes, aus seinen tüchtigsten Soldaten zusammengesetztes Armeekorps für unabkömmlich. Da Eile nottat, beschloß man, nur augenblicklich entbehrliche Truppen nach Saloniki zu schicken, die man je nach dem Gang der Ereignisse verstärken wollte. Delcassee, der auf seiner Meinung beharrte, daß nur eine großangelegte Expedition Aussicht auf Erfolg biete, wollte die weitere Verantwortung nicht übernehmen und beschloß, zurückzutreten.
Elemenceau und der Friede.
Die Erfolge der deutsch-österreichischen und der bulgarischen Waffen auf dem Balkan steigern nach der „Köln. Ztg." augenscheinlich von Tag zu Tag die Be- i Hemmung im französischen Volke über die Lage und den । Ausgang der Dinge. Beweis dafür sind die verzwerfel- i ten Vemühnngen der französischen Presse, gemeinsam dieser Beklemmung entgegenzutreten, um dem Volk Mut einzufloßen, indem sie die neuen Lügen von den heimlichen deutschen Friedensbemühungen auftischt und breit und breiter tritt. Nicht allen gelingt es aber einmal, dabei selbst die Ruhe zu bewahren, die man dem Volke einreden möchte. Wie müssen dem alten Clemenceau diese neuen deutschen Wasfenerfolge auf dem Balkan im Magen liegen, daß selbst er, der sonst nur durch beißende Ironie und Satire seinem Herzen Luft zu machen pflegt, nun plötzlich Tiraden anstimmt, um zu versichern, daß auch all das Ungemach auf dem Balkan für Frankreich und die Verbündeten nichts zu bedeuten habe. So wettert er los:
„Die Boches beginnen zu begreifen, daß so lange noch ein Mann des Vierverbandes lebt, sie einen un- besiegbaren Soldaten vor sich finden werden. Welches Geständnis, daß sie jetzt daran denken, die Türken her- beizuholen, um den Rhein zu verteidigen! Wir werden von dem Frieden sprechen, wenn wir Euch aus Frankreich und Belgien hinausgejagt haben und Euch das Gewicht des französischen Fußes auf Eurem deutschen Boden haben fühlen lassen . . . Der Friede wird ohne Zweifel kommen, aber unser Friede, nicht der Eurtge. - Es wird nicht genügen, daß er unterzeichnet ist, damit ihr die Achtung der zivilisierten Welt wiedergesunden habt. Wie lange Zeit noch werdet Ihr Boches bleiben, i nachdem Ihr Deutschland gewesen seid! Es wird für Euch nicht der Strafe genug fein Besiegte zu sein. In den Augen der ganzen zivilisierten Welt werdet Ihr noch auf lange Zeit hinaus Gesunkene bleiben."
Wenn Worte es machten, so hätte Herr Clemenceau schon für sich allein Frankreich die Siegespalme errungen, so aber verrät dieses Geschwätz nur das Bewutzt- >ein der Ohnmacht und die innere Wut, mit leeren
Drohungen und Prophezeiungen für die Zukunft die traurige niederdrückende Wirklichkeit der Gegenwart sich selbst und dem Volke übertünchen zu müssen. Herrn Clemenceau stößt dabei das Unglück zu, sich noch obendrein lächerlich zu machen. „Welches Geständnis" ruft er aus, „daß die Boches dahingekommen sind, davon zu träumen, die Türken herbeizuholen, um den Rhein zu verteidigen!" Das sagt eine ehemaliger französischer Ministerpräsident, der schon jeden Tag daran erinnert, daß die Deutschen seit 14 Monaten unverrückbar 80 Klm. vor Paris stehen und der weiß, daß sie allein mit ihrem österreichischen Verbündeten gegen die halbe Welt, Nordfrankreich, Belgien, Polen und ein Stück von Rußland erobert haben und siegreich behaupten, während Frankreich und England es find, die Turkos, Marokkaner, Senegalesen, Sikhs, Gurkas und das Söldnergesindel ihrer Kolonien aus allen Weltteilen nach Europa herüberge- holt haben, damit sie erfümpfen und verteidigen helfen, was Frankreich und England trotz Rußlands Hilfe mit feinen Truppen des Mutterlandes zu erkämpfen und verteidigen nicht imstande ist. Welches Geständnis, welches armselige Zeugnis, Herr Clemenceau, für die Ohnmacht Frankreichs, Englands und Rußlands dazu!
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5er furchtbare Jusammenbruch der italienischen offensive.
in der dritten Schlacht am Jsonzo zeigt der Welt aufs neue, wie unberechtigt der Anspruch Italiens auf jene Grenzgebiete Oesterreichs ist, die den Italienern scheinbar so nahe liegen, in Wirklichkeit aber ihrer Begehrlichkeit unerreichbar bleiben. Hunderttansende seiner besten Söhne hat Italien umsonst an der dem Lande von Natur gesetzten Grenze verbluten lassen, die von Oesterreichs und Ungarns Heldenscharen gegen der Ansturm der welschen Uebermacht so wunderbar verteidigt wird. In wenigen Tagen wird ein halbes Jahr vergangen sein, seit Salaudra und Sonnino mit triumphierenden Phrasen den schnöden Verrat Italiens verkünden fonn= ten und die Armeen des Königreichs dem früheren Verbündeten in den Rücken fielen. Und was wurde in diesen sechs Monaten erreicht? An der Aipengrenze steht die österreichisch-ungarische Wacht unbesiegbar und unerschüttert noch immer in ihrer ersten Verteidigungslinie. Unabsehbar aber ist neben der unauslöschlichen Schmach vor der Geschichte der Jammer, den die italienische Regierung über das Volk Italiens gebracht hat, nicht minder groß der politische Schaden, den Italien aus diesem unsinnigen Unternehmen davontragen wird.
Ohne Zweifel ist sich die italienische Regierung völlig klar über das Unheil, das sie angerichtet hat. Mit Singst und Bangen sieht sie dem Tage des Zusammentritts der italienischen Kammer entgegen. Sie weiß, daß man früher oder später Rechenschaft von ihr Heischen wird und sie fühlt, daß sie mit blutigen und leeren Händen vor die Station treten muß. In dieser Voraussicht hatte die Regierung den Heerführer bewogen, noch einmal die übermenschlichsten Anstrengungen daran zu seyen, einen Erfolg auf dem Schlachtfeld zu erringen. Man hoffte Görz einzunehmen, um wenigstens etwas rreicht zu haben. Cadorna gehorchte, und die schrecklichen, blutigen Verluste an der Jsonzofrout sind das einzige Ergebnis des ruchlosen Spiels, das die Regierung mit der Station treib1. Berge von Leichen türmen sich vor den nicht weichenden noch wankenden Linien der Oesterreicher und Ungarn, die in bitterem Hohn und grimmiger Todeswut den austürmenden Italienern ein ermunterndes „Avanti!" zurufen. -------
Nun ist auch dieser Ansturm vorüber. Die Niederlage läßt sich kaum maskieren. Hunderttausend Familien verfluchen den nutzlos heräufbeschworeuen Krieg. In der Ferne aber droht schon die Summe, vie sich aus der falschen Rechnung ergeben wird: der Zusammenbruch die Grotzmachtstellung Italiens. Am Jsonzo grübt ihr Italien selbst das Grab und auf der Batkanhalbinsel sorgen von Sieg zu Sieg schreitende Armeen dafür, daß auch dort Italien eine schwere politische Niederlage erleidet.
kleinilileilen aus England.
In einem Feldbrief beschreibt ein Militärarzt den deutschen Schützengrabenmörser, dessen Namen Miueu- werser die englischen Soldaten sich als Minnie-lover zurechtgesetzt haben. Man sann sich seine Wirkung am besten vorstellen, wenn man zu seinen Häupten einen Zeppelin schweben denkt, der Bombe um Bombe binav- fallen läßt. Aus den feindlichen Gräben schleudert er in ein wenige hundert Meter entferntes Dorf ein Geschoß von etwa 100 Kilogramm Gewicht und einem Meter Höhe, das dort ein Loch aufwühlt, worin man einen Omnibus begraben könnte, und in scharfgezähnte Streifen bis zü Meterlänge und acht bis zehn Zentimeter Dicke zerspringt. Diese verbreiten sich ringsum auf mehr als 400 Meter und zerknicken auf ihrem Wege dicke Aeste und aar Bäume. Manchmal hört und nebt man
sie kommen) ein unheilvolles schwarzes Ding, nachts mit einem feurigen Schwanz, dem Zünder, beschreib! einen Bogen am Himmel,- sofort überlegt man nd) die Richtung und sucht eine sichere Zuflucht. Der Arzt berichtet von seinem neuesten Erlebnis, wie er noch glücklich aus dem bedrohten Teile eines Schützengrabens entkommen sei, der jetzt von einer großen Zahl von Leuten wieder instand gesetzt werde. Das gefürchtete Geschütz scheint seine unliebsamen Besuche reihaus und reihab zu machen, woher Tommy Atkins es auch als Wanderzirki« bezeichnet. „Je schneller dieser Schreck wegwandert, um so lieber wird er uns sein," meint der Erzähler, und wir glauben ihm hier ..usuahmsweise, obwohl er ein Engländer ist. . .
Einzelne Vorfälle aus den Kämpfen bei Loos spielen eine Rolle in manchen Feldbriefen. Ein Oberst besichtigte ein zur Verstärkung herangezogenes Bataillon und hielt eine kleine Ansprache. „Leute, ihr habt die Aufgabe, deutsche Gefangene zurückzugeleiten." Die Angeredeten stutzten und sahen ihn fragend an. „Jawohl," fuhr er fort, „aber ihr müßt sie euch erst holen." Darauf na- tiirlich schallender Beifall. (Vielleicht ist die Sache umgekehrt verlaufen.) Eine Woche nach dem ersten Angriff wurden von einem ablösenden Bataillon in der Nähe von Hulluch eine kleine Zahl Verwundeter gefunden, die in einem Versteck die ganze Zeit zusammengelegen und sich mit Lebensmitteln, die sie bei den Gefallenen fanden, durchgebracht hatte«. Von deutschen Soldaten war ihnen außerdem Kaffee gespendet worden. Nach weitem Einzelheiten schließt der Bericht mit einer offenbar von anderer Seite hinzugefügten Bemerkung: „Es scheint in der Tat, daß die Deutschen ihnen einige Hilfe geleistet haben; aber aus welchem Grunde und weshalb sie die Verwundeten nicht als Gefangene in ihre Gräben mitgenommen haben, ist ein Rätsel. Der Feind ist sonst nur zu gierig, die Zahl seiner Gefangenen durch Kranke und Verwundete zu vermehren." Eine reine Menschenfreundlichkeit von deutscher Seite ist ein Begriff, der in die von Lügen aller Art umnebelten Köpfe der Engländer nicht hinein will. (Köln. Ztg.)
Ein buloatifdjet Feldpostbrief.
Die Sofiaer Zeitung „Balkanska Poschta" veröffentlicht folgenden Brief eines bulgarischen Soldaten:
In den Stellungen zwei Stunden vor Pirot. Am 1. Oktober nach Verlesung der Kriegserklärung gegen Serbien vor den Truppen erhielten zwei Regimenter unserer Division, die bei Zaribrod an der serbischen Grenze standen, den Befehl zum Vorgehen. Nachdem wir die Serben von der Grenze vertrieben hatten, wurden drei Battaillone unseres Regiments gegen die stark befestigte serbische Stellung Turski Liwadi (türkische Wiesen) geschickt, das vierte gegen den Hauptstützpuukl von Pirot, den Tscherni Wrch (Schwarzer Gipfel). Ich gehörte zu den drei Bataillonen, die Turski Liwadi angreifen sollten. Turski Liwadi! Aber mein Gott, bad sind keine Wiesen! Vielleicht hat Spott diesem Ort den Namen gegeben . . . Das sind keine Wiesen sondern es ist eine felsige Gebirgsgegend ohne Moos, ohne Gras! In diesen Felsen haben die Serben alle taktischen Vorteile gehabt, das Gelände war stark befestigt und zweitens noch von den Serben verstärkt worden. Die Tuk-ki Liwadi bestehen aus einem Felsmassiv, das von großen und kleinen Schluchten durchschnitten wird, deren rede ausgezeichnet geschützt ist. Die serbischen Schützengräben sind aus Steinen erbaut und mit Panzersünlden s#***—— sehen; innen sind sie breit und bequem, bedeckt, und di^^ Soldaten können Feuer anzünden, um sich zu wärmen. Der serbische Soldat schießt ruhig hinter seiner Schutzwehr und ist mit Bomben versehen, von denen er reichlich Gebrauch macht. Wir Angreifer waren bei diesem Vorteil der Serben übel dran, vor allem sonnten wir wegen der sehr gebirgigen Gegend nicht im erforderlichen Maße mit Artillerie arbeiten. Diese Unbequemlichkeiten vermochten uns jedoch nicht in unserm Sturm gegen die starke serbische Stellung aufzuhaltetl. Zu bemerken ist noch, daß es während unseres Angriffes in Strömen regnete und das Gebirge von einem dichten Nebelschleier verhüllt war. Am 2. Oktober fiel Schnee und es wurde sehr kalt. Wir gingen mit unaufhörlichen kräftigen Bajonettangriffen vorwärts. Aber noch am dritten Tage nach Beginn unserer Angriffe standen wir wieder vor neuen Hindernissen. Die türkischen Wiesen sind wasserlos — nur ein einziges Tal hat einen Brunnen, aus dem die Serben und wir unsern Durst löschen mußten. Diese einzige Quelle beherrschten die Serben von Anfang an; da wir schon drei Tage nach Wasser dursteten, mußten wir sie uns erobern. Nach einem hartnäckigen, eintägigen Stampfe unter einem Hagel von serbischen Gewehrkugeln und Maschinengewehr- und Bombenfeuer vertrieben wh' die Serben und töteten den weitaus größten Teil in ihren Schützengräben, die den Brunnen beherrschten.
Bekanntmachung betreffend die Einschränkung der Arbeitszeit in Spinnereien, Webereien, Wirkereien usw.
Vom 7. November 1915.
Der Bundesrat hat auf Grund des § 3 des Gesetzes über die Ermächtigung des Bundesrats zu wirtschaftlichen Maßnahmen usw. vom 4. August 1914 (Reichs-Gesetzbl. S. 327) folgende Verordnung erlassen :
§1.
In gewerblichen Betrieben, in denen Gespinste, Gewebe, Wirkstoffe, Wirk-, Strick-, Flecht- oder Seilerwaren, Maschinenspitzen, Watten oder Filze ganz oder teilweise aus Baumwolle, Wolle, Kunstwolle, Flachs, Jute, Ramie, Hanf oder sonstigen Seilerfasern hergestellt werden, dürfen Arbeiter nur an höchstens 5 Tagen in jeder Woche beschäftigt werden. Die tägliche Arbeitszeit darf nicht über die im Juni 1915 üblich gewesene durchschnittliche Dauer verlängert werden. In keinem Falle darf sie für den einzelnen Arbeiter und für den Betrieb zehn Stunden ausschließlich der Pausen überschreiten.
Die Vorschriften finden Anwendung auf alle Arbeiten (auch Vor- und Nacharbeiten), die dazu dienen, die im Abs. 1 genannten Erzeugnisse gebrauchsfertig herzustellen, insbesondere auf die Bleicherei, Färberei, Appretur, Zwirnerei, Druckerei und dergleichen.
In gemischten Betrieben finden die Beschränkungen nur auf diejenigen Teile des Betriebs Anwendung, welche Erzeugnisse der bezeichneten Art herstellen.
™ Die Bestimmungen im Abs. 1 bis 3 finden keine wie^erner^ ^^ ^^ handelsgewerbliche Tätigkeit so-
^wachung der Betriebsanlagen, auf Ar- miS Hvlnt?u”§ und Instandhaltung, durch X?Pii frpK^W . Fortgang des eigenen oder eines fremden Betriebs bedingt ist sowie auf
Arbeiten, von welchen die Wiederaufnahme des vollen werktägigen Betriebs abhängig ist;
2) aufArbeiten, welche zur Verhütung des Verderbens von Rohstoffen oder des Mißlingens von Arbeitserzeugnissen erforderlich sind;
3) auf die Beaufsichtigung des Betriebs;
4) auf die Zu- und Abfuhr von Gütern und Brennstoffen und auf das Ent- und Beladen der Eisenbahnwagen.
Die Landeszentralbehörden können eine weitergehende Beschränkung der Arbeitstage und der täglichen Arbeitszeit anvrdnen.
§ 2.
Die Laudeszentralbehörden oder die von ihnen bestimmten Behörden können auf Antrag Ausnahmen im öffentlichen Interesse zulassen.
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Mit Geldstrafe bis zu eintausendfünfhundert Mark oder mit Gefängnis bis zu drei Monaten werden Gewerbetreibende bestraft, die den Vorschriften dieser Verordnung oder den auf Grund des § 1 Abs. 5 erlassenen Anordnungen der Landeszentralbehörden zuwiderhandeln.
Die Verordnung tritt mit dem Tage der Ver- kündung in Kraft und an die Stelle der Verordnung vom 12. August 1915 (Reichs-Gesetzbl. E. 495.) Der Reichskanzler bestimmt den Zeitpunkt des Außerkrafttretens.
Berlin, den 7. November 1915.
Der Stellvertreter des Reichskanzlers. Delbrück.
Hersfeld, den 6. November 1915. Wird veröffentlicht. I. 18108. Der Landrat.
H V.:
Funke, Kreissekretär.
Familien-Abens
des Eoangl. Bundes
am
Montag, d. 22. d. Mts., abends 81 Wr
im Saale des Hotels „3um Stern“.
Vertrag
des Pfarrers G i e b n e r aus Linsing in Oesterreich über
„Evangelisches Gemeindeleben in Oesterreich während des Krieges".
Für geeignete musikalische Darbietungen sorgt in freundlicher Weise der Orchesterverein.
Jedermann ist herzlich eingeladen.
L. Pfeiffer, Depositenkasse Umfeld vergütet für Einzahlung auf Scheck-Conto SVa %
für Spareinlagen
täglich rückzahlbar 3Va %
bei 3 monatl. Kündigung 4 %
bei 6 „ „ 4V< %