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Aus dem großen Hauptquartier

w Großes Hauptquartier, 18. November 1915. (Amtlich. WTB.) (Eingegangen 2,15 Uhr nachmittags.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Die Eugläuder versuchten gestern früh einen Hand­streich gegen unsere Stellung an -er Straße Messines- Armentieres; sie wurden abgewiesen.

In den Argonnen wurde die Absicht einer französi­schen Sprengung erkannt und der bedrohte Graben recht, zeitig geräumt.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Die Lage ist im allgemeinen unverändert.

Balkankriegsschauplatz.

Die verbündeten Armeen haben in -er Berfolgnng die allgemeine Linie Javor- nördlich Raska-Knrsumlija- Radan-Oruglica erreicht. Unsere Truppen fanden Kursnmliia von den Serben verlassen und ausgeplün­dert vor. Es wurden mehrere hundert Ge­fangene und einige Geschütze eingebracht.

Oberste Heeresleitung.

Wahrheiten und. Einbildungen.

Die Unruhe und Unsicherheit, die seit der gescheiter­ten Herbstoffeusive im Westen nnd der politisch-militä- rischen Umwälzung auf dem Balkan in den englischen Regierungskreisen eingerissen ist, trat grell in der Unter- Haussitzung vom 15. November zutage. Nicht weniger als drei Paare von gewesenen und aktiven Kabinetts- mitgliedern traten zum Kampfe an: Churchill, der ehe­malige Marineminister, gegen Lord Fisher, den ehemali­gen Flottenchef, Carson, der ehemalige Generalstaats­anwalt, gegen Sir Edward Grey, ecidlich Bonar Law, der Führer der Konservativen, der bei Kriegsausbruch Grey den Rücken gestärkt hatte und später in das Koali- tionskabiuett eingetreten ist, gegen Trevelyan, ehemali­gen Unterstaatssekretär, der bei Kriegsausbruch mit Lord Morley und dem Handelsminister Burns als Geg­ner der Beteiligung Englands am Kriege aus den: rein liberalen Kabinett ausgetreten war. Von Churchill er­fuhr man, daß nicßt er, sondern Kitchener der Urheber der Expedition nach Antwerpen war, und daß für die verfehlte Landoperation auf Gallipoli in erster Linie Lord Fisher verantwortlich sei. Carson warf Grey die Zweideutigkeit seines Verhaltens gegenüber Serbien vor und bedauerte, daß erst Millerand und Joffre nach London kommen mußten, um zu einer Zeit, wo es schon zu spät war, die Hfffsexpeditivn nach Saloniki önrch- zusetzen. Trevelyan endlich sprach zum ersten Male im Unterhause das Wort „Frieden" ans, was sofort Den konservativen Minister Bonar Law zu einem in all­gemeinen Wendungen gehaltenen Proteste auf den Plan rief.

Dürfen auch aus diesen gegenseitigen Borwürfen und Enthüllungen über Gegensätze innerhalb der eng­lischen Regierung keine voreiligen hoffnungsvollen Schlüsse für das Kriegsende gezogen werden, so läßt sich doch sagen, daß sie keine Elemente innerer Stärke sind. Auch macht es keinen sehr erhebenden Eindruck, daß die Häupter des neugebildeten Kriegsrats, der endlich rasche, einheitliche Entschlüsse für die Kriegführung fassen soll, mit einem Stäbe von diplomatischen, militärischen und Marinefachlenten nach Paris gefahren sind, um mit der französischen Regierung zu beraten.

Unsere Befriedigung darüber, daß die politischen Größen Englands beginnen, sich gegenseitig bittere Wahrheiten zu sagen, wäre größer, wenn wir gleich­zeitig bemerkten, daß das Erkennen der Wirklichkeit anch in Bezug auf Deutschland Fortschritte machte. Das ist aber nicht der Fall, weder in England noch in Frank­reich. Die militärischen Erfolge kann man freilich nicht hinweg disputieren, dagegen sitzt die Illusion, daß wir wirtschaftlich dem Ende nahe wären, noch fest in Den Köpfen. Innere Verwirrung in Deutschland infolge von Nahrungssorgen ist das Schlagwort, au das ge­glaubt wird, und die Hoffnung unserer Gegner. Daraus ergibt sich die dringende Mahnung an alle, die an Der öffentlichen Erörterung der zweckmäßigsten Mittel der Verteilung der reichlich vorhandenen Vorräte von Nah­rungsmitteln an die Verbraucher teilnehmen, sei es in der Presse, sei es im Reichstag, Maß zu halten und jede Ueberteibllng zu vermeiden. N. K.

Schiefe forrianb.

Roman von Matthias Blank.

'(Schluß.) (Nachdruck verboten.)

Kaum hatte sie damals den ersten Schrei ausge­stoßen, mit deut sie jenen ihr Vaterlarld bedrohenden Bermt vereiteln wollte, als andere Stimmen und Schritte laut wurden. Im gleichen Augenblicke waren dann Schüsse gefallen.

Manfred von Haffen war mit mehreren Soldaten in die Gerätekammer eingedrungen, die ihm durch He­lene de Melaudre verraten worden war.

Bei ihrem Kommen hatte Paul Reuardier einen Revolver gezogen und auf Martha Rothenäu geschossen, die dann zusammengestürzt war, während das dunkle, rote Blut aus der Wunde quoll.

Später, als sie in einem Bette wieder aus der Ohn­macht erwacht war, da hatte sie dann erfahren, daß Raoul de Melandre von einer Gewehrkugel getroffen und ge­tötet worden war, als er gemeinsam mit Paul Reuardier Widerstand zu leisten versucht hatte. Nur Paul Renar- dier selbst war lebend gefangen genommen worden, hatte aber noch am gleichen Tage den schmählichen Tod eines Verräters gefunden.

Damit war die Geschichte des Gespenstes von Lor- riaud zu Ende, Damit war für Martha Rothenau das Geheinwis ihrer Erlebnisse enthüllt.

Und was sie noch nicht gewußt hatte, war ihr von Helene de Melandre, die wieder ihren Mädchennamen Helene Romberg angenommen hatte, erzählt worden.

erfuhr, daß nun Marcel de Melandre allein MffLornand war, saß nun weit hinter der deutschen häüäx Iaa, daß irner LWbMMd- von dem der ge­

Ein englischer Hilfskreuzer und zwei feindliche Kanonenboote versenkt.

** Berlin, 19. November. (Amtlich. WTB.) Eins unserer Unterseeboote hat am 5. November an der nord- afrikanischen Küste den englischen Hilfskreuzer „Para"

(6322 Tonnen) durch Torpedoschutz versenkt und am 6.

November im Hafen von Sollum die beiden mit je zwei Geschützen bewaffneten englisch-ägyptischen Kanonen­boote „Prince Abbas" (300 Tonnen) und „Abdul Me- nem" (450 Tonnen) überraschend angegriffen und durch Geschützfeuer vernichtet. Dasselbe Unterseeboot hat das Feuer eines bewaffneten englischen Handelsöampfers zum Schweigen gebracht und dessen Kanone als Beut» heimgebracht.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

Der Golf von Solum liegt an der nordafrikanischen Küste an der ägyptisch-tripolrtanischen Grenze.

* * *

Bier weitere italienische Dampfer versenkt.

Eine Reutermeldung aus Rom besagt: Nach Be­richten aus zuverlässiger Quelle sind in den letzten Ta­gen außer der „Aucona" noch vier italienische Dampfer durch Unterseeboote versenkt worden. Keine Zeitung hat darüber berichtet.

Der amerikanische Botschafter in Wien stellt in Ab­rede, daß die „Ancona" von dem Unterseeboot beschossen worden sei, nachdem sie angehalten habe, und daß Ret- tungsboote beschossen worden seien.

Vsm österr.-ungar. Generalstab «------------------------— f

Wien, 18. November. (WTB.) Amtlich wird ver- lautbart:

Russischer Kriegsschauplatz.

Die Lage ist unverändert. Beim Aufräumen des Schlachtfeldes von Czartorysk ist erst die volle Größe des jüngst errungene« Erfolges zutage getreten. Der Feind hat schwere Verluste. Bisher wurden 2500 Russen begraben und 400 frische Gräber gezählt. Mehrere tausend Gewehre und große Mengen Muni­tion sind die Bente, die noch steigen dürfte. Der Gegner besaß am westlichen Styrufer vier hinter einander lie­gende starke Stellungen mit Drahthindernissen, Stütz­punkten und Flankierungsanlagen. Ausgedehnte Hüt- tenlager mit Blockhäusern und große Stallnugen bewei­sen, daß er sich schon für den Winter eingerichtet hatte.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Auch im Laufe des gestrigen Tages nahmen die Italiener ihre Angriffstätigkeit nicht wieder auf. Nachts versuchten sie schwache Vorstöße gegen Zagora am Nord­hange des Monte Sau Michele und gegen den Abschnitt südwestlich von San Martina. Alle wurden abgewiesen.

Seit heute zeitig früh steht G ö r z wieder unter hef­tigem G e s ch ü tz f e n c r. In der ersten Stnnde fie­len etwa 400 Geschosse in die Stadt. Der alte Stadtteil von Riva war gestern vom Altissimo her unter Feuer. Unsere Flieger warfen Bomben auf die Kasernen von Belluno ab.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Die Verfolgung macht trotz schwerer Unbilden der Witterung gute Fortschritte. Nördlich von Nowa Varos nähern sich unsere Truppen dem Abschnitt Uvac.

Der Ort Javor ist in Besitz genommen. Nördlich von Waujica schoben wir uns im Raume um die Höhen Jankov Kamien nahe an die Paßhöhen der Golija Pla­nina heran.

Deutsche Truppen sind bis etwa halbwegs Usce- Naska vorgedrungen, während österreichisch-ungarische Kräfte, von Osten gegen den Jbar vorgehend, die Ko- paouik Planina am Wege nach Karadag überschritten haben.

Die Truppen der Armee von Gallwitz sind über das von den Serben geplünderte Knrsnmlja südwärts vor­gerückt. Bulgarische Kräfte gewannen kämpfend die Höhen des Raharc und de« Raum südöstlich davon.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes.

v. H o e f e r . Feldmarschalleutnant.

heime Gang nach dem Schloß geführt hatte, zugeschüttet und die Wandöffnung hinter dem Bilde des Marquis Georges de Lorriand zugemauert worden war, so daß also das Gespenst von Lorriand niemanden mehr er­schrecken konnte.

Und jetzt besiulü sich also Martha Rothenau mit ihrer Freundin Helene Romberg, wie sie jetzt wiederum heitzerl wollte, in Aachen, wo Martha Rothenau von Der Verletzung langsam gesundete.

Martha Rotherrau aber war noch stolz auf die Wunde, den» sie hatte diese ja auch für das Vaterland erlitten.

In das Zimmer war nun Helene de Melandre ein- getreten, der Manfred von Hassen folgte; derselbe trug den rechten Arm in der Schlinge und seine Brust schmückte das Eiserne Kreuz.

„Fräulein Rothenau, ich mußte rascher zu Euch hierher, als es mir träumte. Die Kugel eines Frank­tireurs hat mich bei einem hiuterlistigen Ueberfall ge­troffen. Aber ich hoffe, daß ich bald wieder ins Feld hinauskomme. Jetzt will ich die kurz auferzwungene Ruhepause dazu benutzen, mieß mit Helene zu ver­loben, der meine Liebe in früheren Jahren schon gehört hatte, was Sie bereits wissen werden. Wollen Sie uns gratulieren?"

„Gerne, so gerne! In diesem Glück wird es dann ja kein Gespenst nvehr geben wie auf Lorriand."

„Nein! Das Glück ist ja erst durch Irrfahrten und Wirrnisse gewonnen worden."

„Und sonst, was gibt es sonst Neues?" fragte Martha Rothenau Darauf.

Manfred von Hassen und auch Helene Romberg wußten, was MarthaRothenau zu wissen begehrte, deren Herzfchlag von glühender Vaterlandsliebe erfüllt war.

„Antwerpen ist gestern bezwungen worden."

Prilep von den Bulgaren besetzt?

»-^ Rotterdam, 19. November. (T. U.) Die „Times" und Reuter melden dem „B. T." zufolge: Nach Athener Blättermeldungen haben die Bulgaren Prilep besetzt. Ihre umzingelnden Bewegungen brachten sie bis 11 Kilometer Entfernung von Monastir. „Times" melden weiter: Woden, der Gouverneur von Monastir, rief vorgestern eine Versammlung der Vertreter der ser­bischen, bulgarischen und türkischen Einwohner zusam- men und erteilte ihnen den Rat, falls die bulgarischen Truppen den Widerstand der Serben Oreeßen und sich Monastir nähern würden, sollten sie dem bulgarischen Befehlshaber entgegenziehen und ihre Unterwerfung an­bieten, um die Bürgerschaft vor übler Behandlung zu schützen.

Englische Flottendemonstration an der griechischen Küste?

^ Christiania, 19. November. (T. U.) Aus Lon­don läuft dem „Bl. L.-A." zufolge die Meldung ein, daß die englische Malta-Flotte in den nächsten Tagen vor Athen eintreffen wird.

Französische Sorgenpläne vom Balkan.

Das Pariser „Journal" hat eine durchaus alarmie­rende Depesche seines nach Saloniki entfanDten Kriegs­berichterstatters veröffentlichen dürfen, worin nach Der „Franks. Ztg." festgestellt wird, daß die Stimmung im ganzen Orient dem Bierverband feindlich ist, daß Grie­chenland, Rumänien und Albanien sich eher für Die Zen- tralmächte erheben würden, als für den Bierverband, und daß unter diesen Umständen die bisher in Saloniki gelandeten Truppen und deren Kriegsmaterial durch­aus ungenügend seien. Frankreich und England wür­den besser tun, ihre ganze Expedition sofort wieder zurückzuzieüen, wenn sie nicht in der Lage seien, scholl in den nächsten Stunden so viel Truppen zu landen, als für einen großen Feldzng gegen den ganzen Balkan nö­tig seien. Nach den Ankündigungen der Zeitungen muß man damit rechnen, daß der in Athen zu vollziehende energische Schritt des Vierverbandes aus einem Ulti­matum besteht, das die griechische Regierung awhtgeii soll, ihre Armee zu entlassen und ihr Land der Willkür und dem Kriegsglück der englisch-französischen Truppen auszuliefern.

Wird Griechenland zur Entwaffnung schreiten?

Zu der bevorstehenden Entscheidung in Griechen­land wird uns geschrieben: Die „segensreichen Früchte" der Politik des Venizelos, die zum Heile Griechenlands nicht zur Reise kamen, lassen sich schon jetzt, wie der Korrespondenz „Heer und Politik" geschrieben wird, in ihrem ganzen Umfange ahnen, wenn man die augen­blickliche Lage Griechenlands zu dem Vierverband be­trachtet.' Bulgarien hat schon seit Beginn des Feld­zuges die griechische Regierung darauf hingewiefen, daß für Griechenland eine große Gefahr in der Möglichkeit zu erblicken sei, daß die Hilfstruppen des Vierverbandes in Mazedonien geschlagen werden. Die einzige Rück­zugslinie der Hilfstruppen des Vierverbandes führt be- kanntlich nach Griechenland und es kann darum für das Land nicßt ohne Bedeutung sein, daß Die geschlagenem Truppen sich über die friedlichen griechischen Fluren wälzen. König Konstantin will als fürsorglicher Vater seines Reiches Dem von langen Kriegen geschwächtem^ Volke den Legen des Friedens bewahren. Ganz Grie­chenland weiß, daß die Mittelmächte unter alten Um­ständen das Bestreben haben, die Schrecken des Krieges von den Grenzen Griechenlands fern zu halten. Auch die Mahnung Bulgariens war in diesem Sinne gehal­ten und ist darum auch von der griechischen Regierung mit Billigung ausgenommen worden. Nun wird aber die Frage der Bewahrung Griechenlands von Den Kriegsschrecken brennend. Nach Der bisherigen verstän­digen Haltung der griechischen Regierung ließ sich er­warten, daß die Regierung alles tun wird, um ihrem Friedenswillen auch energisch Nachdruck zu verleihen nnD die durch ein zurückflütendes geschlagenes Heer i:n= ausbleiblichen Verwüstungen des Landes von vorn­herein zu verhindern. Bezeichnenderweise melDet be­reits jetzt das „Echo De Paris", das sich sonst in Schön­färberei Der Lage des Vierverbandes gar nicht genug tun kann, durch seinen Berichterstatter in Athen, daß sich das griechische Kabinett Skuludis infolge der gro­ßen Erfolge der Mittelmächte in Serbien genötigt ge­sehen habe, die Lage des Landes und eine etwaige Ent­waffnung Der serbischen und verbündeten Truppen auf­merksam zu beraten. Griecheiiland hat fein klebriges getan, indem es den Truppen des Vierverbandes ge­stattete, von Saloniki aus durch Griechenland nach Ser­bien durchzumarschieren. An Der wirklich wohlwollen­den Neutralität öriccßenlanDS kann darum Der Vier­verband nicht mehr zweifeln. Keine Macht Der Welt

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Da lächelte Martha Rothenau:

„Ich habe es ja gewußt, immer schon! Deutschland, Deutschland über alles--"

— Ende. —

Humoristisches.

Feldgrauer Humor. In Moskau trafen in diesen Tagen 16 Millionen Kilogramm Mineralwasser „ua- waka" ein, während Mangel an Brot, Kohlen und Pe­troleum herrscht und die Eisenbahnen angeblich keine Transportwagen dafür haben. Sarin liegt nichts Merk­würdiges. erstens ist bei Den Russen sehr vieles zu Wasser geworden, zweitens aber brauchen sie bei der jetzigen Temperatur viel Wasser, und zwar aus Rein­lichkeitsgründen, da in Rußland bekanntlich immerzu eine Hand Die andere wäscht. — Asquith behauptete in seiner großen Rede im Unterhaus, der Angriff auf die Dardanellen sei hauptsächlich unternommen worDen, um türkische Kräfte von anderen Kriegsschauplätzen abzu- ziehen: die Expedition sei eine rein maritime Operation gewesen. Die englische Regierung hatte allerDingS mit großer Siegeszuversicht zu Beginn der Erpedition er­klärt, daß Deren Zweck die Oeffnung der Dardanellen und die Einnahme von Konstanttnopel sei. Trotzdem wird man Herrn Asquith zugebeu müssen, daß sie eine rein maritime Operation war; sie wurde zu Wasser ein- geleitet, blieb in der großen Hauptsache auf das Waffer beschränkt und wurde schließlich auch gründliche zu Wasser. („Kladderüatsch".)

Aus der Münchener „Jugend". Zwangslage. Rich­ter: „Wenn Sie an Der Rauferei keinen Anteil nehmen wollten, wozu haben Sie dann Ihr Messer gezogen?" — Angeklagter: „Herr Richter, ich bin nur zur be­waffneten Neutralität übergegangen." — Deputation. Nach der Einführung Der fleischlosen Tage erschien eine Abordnung des Münchener Stammgast-Verbandes im Ministerium: „Bloß a Kleinigkeit, Exlenz: Wir möcht'n bitt'n, daß Sie von jetzt ab dö Kalbshar'n als Mehlfpeis' erklär n lassen."