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Vechlgungskömpse aus der ganzen

Aus dem großen Hauptquartier

M Militärische Wochenschau. W

Auch in der vergangenen Berichtswoche blieb die militärische Lage im Westen wie im Osten, an den Dar­danellen und zur See im großen und ganzen unver­ändert. Auch ans dem italienischen Kriegsschauplatze hat sich nichts von größerer Bedeutung ereignet. Desto Bedeutsamer waren die Ereignisse auf dem Balkan, wo die Erfolge der großen Offensive der Verbündeten mit erfreulicher Beharrlichkeit und Stetigkeit wachsen und heranreifen.

Im Osten hatte auf unserem linken Flügel die Heersgruppe Hindenburg in den Geländen von Riga, Iacobstadt und Dünabnrg tagtäglich heiße und heftige Gefechte zu bestehen. Um unsere langsam, aber unans- haltsam vorrückende Belagernngsfront zu durchbrechen, trieb dort General Rußky unter echt ententemäßiger Berschleudernug von Munition nnd unter echt russischer Versendung von Menschenleben unaufhörlich, aber ver­geblich starke Streitkräfte gegen den festen Wall unserer tapferen Truppen vor. Wenn die tiefgegliederten Rei­hen stockten, halfen Kosaken mit der Peitsche oder Offi­ziere mit dem Revolver nach, Mittel, deren Untanglich- keit, abgesehen von den Kosaken, auch Cadorna bei sei­nen Sturmangriffen inzwischen zn seinem großen Ber­drusse erprobt hat. Im Zentrum, wo sich die Heeres­gruppen Leopold und Ewerth gegenüberstehen, kam es seit dem 31. Oktober nur einmal zu meldenswerlen Ge­plänkeln. In der Stacht vom 8. zum 9. November fan­den nämlich an verschiedenen Stellen Patronillenkämpfe statt; sonst blieb die Lage, da nichts Steues, Wesentliches vorlag, durchaus unverändert. Auf dem rechten Flügel hörten die mittenden.Angriffe des Feindes im Abschnitte der Strppa gänzlich auf, nachdem seine Scharetl am 6. November bei Wisniowezyk, Burkanow und Sieniawa in zwei Anläuseil schwere Verluste nnd völlige Mißer­folge gehabt hatten. Sind) die Wiedereroberung des so oft aus einer Hand in die andere übergehenden Dorfes Siemikowce durch die Armee Vothmer, wobei 6000 Russen in Gefangenschaft geriete® trug nicht wenig da­zu bei, daß General Iwanow feine Durchbruchsversuche anderswohin verlegte. Er richtete nämlich seine Vor­stöße gegen die Fronten am Styr nud Kormin und an der Irma. Wieder hallten die Gegenden von Rafalowka und Czartorysk, von Subito und Sapanow von lautem Schlachtgetöse wieder. Ueberad aber behielten die Heeres­gruppe Linsingen und die verbündeten österreichisch- ungarischenArmeen dieOberhand, auch in den erbitterten Kämpfen bei Komarow und Budka, sowie nördlich (bei Kosciuchnvmka) nnd südl. der Bahnstrecke Kowel-Sarny.

Rüstig wurde aus dem Balkan-Kriegss ch a u - platze unsere Offensive weitergeführt. Rasch nachein­ander sind nun and) die Bollwerke Nisch an der Nisava, Kraljevo und Krusevae au der serbischen, Leskovac und Aleksinac an der bulgarischen Morava gefallen. Seit Beginn der Offensive sind 50 000 Gefangene, 500 Ge­schütze und unübersehbares Material aller Art erbeutet worden. Frei ist die Orientbahn Relgrad-Nisch-Sosia- Kvnstantinvpel, frei die Donauschiffahrt. Nicht Flüsse oder Bäche, nicht Höhen oder Gebirge, nicht Feindes­widerstand oder Wetternngunst haben den Siegeslauf der Verbündeten hemmen können. Wenn es hier oder dort wirklich einen Aufenthalt gab, so wurde er von der Bergung der allzu reid;lid)cn Beute verursacht. Das alte Serbien von 1876 ist erobert, auch der Zuwachs, den es durch den Berliner Kongreß zugesprochen er­hielt, ist fast ganz genommen. Nnr von Nenserbien, das im Bukarester Frieden an Serbien fiel, ist noch der Saudschak, sowie der westliche und löbliche Teil Maze­doniens in serbischer Haud. Auf Serbentiuen-Gebirgs- wegen und auf der einzigen Fahrstraße im Toplicatale wälzen sich Truppen, Trains und Flüchtlinge dahin, durch Flankenstöße und Verfolgungsangriffe schwer be­drängt. Viele der serbischen Soldaten haben ihre Waffen weggeworfen und sind in ihre Heimatorte geflüchtet, um ins der Uniform in die Zivilkleiönug zu schlüpfen, bis Feldgendarmen und Landstürmer sie als Gefangene fest- aehmen und abführen. In Nenserbien werden die En- entetruppen am Barbar auf der Linie Gradsko-Krivo- ac-Doiranin Schach gehalten, während die serbische Südarmee hinter Prilep allmählich auf die Linie Dibra- Monastir an die albanische und griechische Grenze zn- rückgedrückt wird, ohne zur Fühlungnahme ihren sran- chsisch-britischen Freunden die Hand reichen zu können.

* st: *

Ein Zarenbesuch in Tarnopol.

>^ Wien, 13. November. (T. 1t.) DieWiener Allg. Ztg." erfährt derDtsch. Tgztg." zufolge aus Kra- kau, daß polnische Blätter auf Umwegen über die Lage in Tarnopol erfahren, daß in der vergangenen Woche der Zar dort zu Besuch war. Er hielt eine Ansprache an die Truppen. Die Bevölkerung hat unter der Willkür­herrschaft Rußlands schwer zn leiden.

Schlrtz £®rrtanB.

Roman von Matthias Blank.

27) (Nachdruck verboten.)

So waren die Helden, die Deutschlands Siege er­streiten würden, so waren sie alle. In der Faust und im Auge den wilden Ingrimm, wenn es zum Sturm gegen den Feind ging, dann aber im Quartier die Träumer, die gutherzigen Menschen, die mitfühlten, daß Frauen und Kinder am Elend des Krieges schuld­los sind.

Die Barbaren!

Sahen so Barbaren aus, wie die Deutschen von ihren Feinden genannt wurden?

Wie hatten dagegen die Feinde in Lothringen ge­lüst, ehe der Sturm sie hinausgefegt hatte!

Das war ein Augenblicksbild, eine friedliche Episode gewesen; er erinnerte sich aber unwillkürlich wieder in die Szene, als die Granate beim Geschütz eingeschla- gen hatte. .

Damit aber kam zugleich die Erinnerung an das andere: so sicher waren die Geschütze der Feinde ein­gestellt, als müßten sie alle Stellungen kennen.

Konnte ein Marcel in Betracht kommen?

Da und dort waren schon Spione entdeckt worden; mit Lichtern waren dem Feinde bei Nacht schon Zeichen gegeben worden. Manche Harmlosigkeit war oftmals nicht ohne Bedeutung. Aber wenn auch hie und da ein einzelner Spion in Betracht kam, der eine einzelne Stellung erschlichen hatte, so war es doch höchst sonder­bar. Manfred von Hassen von allen Batterien die gleichen Mitteilungen erhalten hatte.

schauten die Feinde über eure Schultern bin« m dce Stabstarten." So hatte ein Offizier bekundet. . Bollitandta ermüdet, nachdem Manfred von Hassen

o-* Großes Hauptquartier, 12. November 1915. (Amtlich. WTB.) (Eingegangen 2,40 Uhr nachmittags.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

An der Front nichts Neues.

Zwei englische Doppeldecker wurden im L u f t - kampfe hernntergeschossen, ein dritter mnßte hinter unserer Front notlanden.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppen des Generalfeldmarschalls v. $nWurg und Prinz Leopold von Bayern.

Keine wesentlichen Ereignisse.

Heeresgruppe des Generals von Linsingen.

Die deutschen Trnppeu, die gestern am frühen Mor­gen südlich der Eisenbahn Kowel-Sarny einen russischen Angriff abschlugen, nahmen dabei 4 Offiziere u nd 2 3 0 M a n n gefangen.

Balkankriegsschauplatz.

Die Verfolgung wurde fortgesetzt. Südlich der Linie Kraljevo-Trstenik ist der erste Gebirgskamm über­schritten, im Rasina-Tale südwestlich von Krusevae drangen unsere Truppen bis Dnpci vor. Weiter östlich ist Ribare nnd das dicht dabei liegende Ribarska Banse erreicht. Gestern wurden über 1 7 0 0 Gefangene gemacht nnd elf Geschütze erbeutet.

Oberste Heeresleitung.

C Vom österr.-ungar. Generalstab --------------------------------------------------------------------8

Wien, 12. November. (WTB.) Amtlich wird vcr- lautbart:

Russischer Kriegsschauplatz.

In den Kämpfen nordwestlich von Czartorysk wur­den gestern 4 Offiziere nnd 230 Mann gefangen. Bei Sapanow wiesen wir mehrere Nachtangriffe ab. Hinter unserer Putilowka-Front wurde ein Offizier des rus­sischen Infanterie-Regiments Nr. 407 festgenommen, der sich in österreichisch-ungarischer Uniform durch unsere Linien schlich, um Kundschafterdienste zu versehen. Offi- ziersabteilungen stellten fest, daß die am Karmin südlich von Garajmowka stehenden feindlichen Truppen unsere Verwundeten niedermachte»; hier wurden auch russische Horchposten in österreichisch-ungarischer Uniform angc- troffen.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Nach einer verhältnismäßig ruhigen Nacht wieder­holte sich gestern vormittag das heftige italienische Ar­tillericfeuer an der ganzen Kampffront des vorgestrigen Tages. Hierauf griff die feindliche Infanterie abermals den Brückenkopf von Görz und die Hochfläche von Do- berdo nnanfhörlich an. Wieder brachen alle Stürme unter furchtbaren Verlusten der Angreifer zusammen, wieder haben unsere Truppen alle ihre Stellungen fest in Händen. Vorstöße des Gegners bei Zagora und im Vrsic-Gebiete teilen das Schicksal des Hauptangriffes.

An der Dolomitenfront griffen die Italiener auch in den letzten Tagen unsere Stellnngen auf der Spitze und den Hängen des Col di Lana mehrmals vergebens an. Die amtlichen Presseberichte der italienischen Heeresleitung über die Ereignisse in diesem Raume sind vollkommen falsch und können wohl nur auf ganz unrichtigen Meldungen beruhen. /

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Auf der ganzen Front sind Verfolgnngskämpfe im Gange. Im Jbartal erstürmten deutsche Truppen vor Bogntovac die beiderseitigen Höhen. Die Armee von Gallwitz nähert sich den Höheukämmen des Iastrebac- Gebirges. Die neuerliche Beute beträgt hier 1400 Mann, 11 Geschütze, 16 Munitionswagen nnd einen Brücken, traj». Die bulgarische Armee erzwäng auf der ganzen Front den Uebergang über die Morawa.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. v. H o e f e r, Feldmarschalleutuant.

noch mehrere Aufträge zu erledigen gehabt hatte, war er endlich auf dem Schlosse Lorriand eingetroffen.

Er erstattete beim Stäbe Meldung.

Der führende General hatte erst eine Weile ge­schwiegen; bann antwortete seine scharfe Stimme:

Das fühle ich auch! Aber wo, wo steckt der Verrat? Natürlich werden für die Batterien morgen neue gedeckte Stellungen geschaffen werden müssen. Aber wie kann das sein, ohne daß der Feind uns in die Karten schauen kann?"

Dann dämpfte sich feine Stimme:Glauben Sie, daß hier--?"

Er vollendete den Satz nid)t, dessen Sinn aber Man­fred von Hassen sofort erfaßte.

Ich kann das nicht sagen! Unsere Aufnahme auf dem Schlosse geschah in einer Weise, die kaum einen Zweifel an dem Schloßherrn zulützt. Er liefert an das Lazarett, er sorgt selbst für das beste Quartier unserer Leute und Pferde, und ich habe auch nie eine verdächtige Beobachtung gemacht."

Ja, ja! So scheint es! Er mag vielleicht auch schuldlos sein, denn er gibt viel. Aber sein Vater, der doch gelähmt sein soll, denn er ließ sich in unserer (Gegenwart ja niemals sehen, hat doch 1870 und 1871 unter den Franzosen gegen uns gesümpft Der ist uns sicherlich nicht freundschaftlich gesinnt."

Ich sah ihn nie."

Ich eben auch nicht! Es wird nur ein Simmer j gezeigt, in dem er sein soll. Ob es auch so ist? Ob ; er wirklich gelähmt ist? Kann das nicht auch ein Vor- waub sein, um den angeblich Gelähmten nicht so schar; ; zu kontrollieren? Sehen Sie mal zu! Ich überlasse alles Ihnen, einmal nachzuprükem"

Das vergaß Manfred von Hassen nicht.

In den bisherigen Kriegswochen war es bereits j zu oft enwfuuben worden, mit welchen Mitteln die '

serbischen Ironl.

Der eiserne Ring um Serbien.

Ein Pariser T. U.-Telegramm meldet uns: In einem vom 5. November datierten Briefe aus Nisch schildert der Sonderberichterstatter desPetit Journal" die hoffnungslose Lage der Serben. Von Stadt zu Stadt, von Dorf zu Dorf eilt der Berichterstatter mit den fliehenden Soldaten und der flüchtenden Bevölkerung, die vergeblich einen Ausgang aus dem eisernen Ring sucht, den die verbündeten deutschen, österreichischen uttb bulgarischen Armeen um ganz Serbien gelegt haben. Um 10 Uhr abends, so erzählt der Berichterstatter, kam ich in Mollastir an. Die bestürzte, kopflos gewordene Be­völkerung eilte zum Bahnhof. Die Panik ergriff die Einwohner. Denn, wenn die Bulgaren vorrücken, so wird sich die ans ungefähr 20 000 Köpfen bestehende Ein­wohnerschaft erheben, und es würde zu einem fürchter­lichen Zusammenstoß zwischen ihnen und den Serben kommen.

Entmutigung im serbischen Heer.

DieNtl.-Ztg." meldet aus dem Kriegspresse- quartier: Die serbischen Offiziere, deren Zahl unter den Gefangenen ständig wächst, verraten die fortschrei­tende Dcmoralisiernng ihres dem Untergänge geweih­ten Heeres noch deutlicher als die sich in immer grö­ßeren Massen ergebenden, gestern wieder auf 2000 Sol­daten bezifferten Mannschaften. Viele, anch Offiziere, desertierten offenkundig. Der Haß der Mannschaften ist jetzt vom König Peter auch auf Pasitsch übergefinitngen, dessen Anteil an Serbiens Verderben selbst dem ein­fachsten Manne klar zu werden beginnt; nicht miß- zndeutende Verwünschungeil sind gegen ihn laut ge­worden.

Mouastir von den Serben verlassen.

w> Budapest, 13. November. (T. U.) Die Kon- stautinopeler ZeitungJkdam" berichtet, daß die ser­bisch-französischen Truppen Monastir verließen. Slach Abzug des Militärs zogen serbische Banden in die Stadt ein, welche die griechische nnd bulgarische Bevölkerung, insbesondere deren Läden, ausplünderte«.

Die serbische Kriegsbeute steigt.

Laut derKöln. Ztg." haben die in den Lagern des Zeughanses von Kragujevae angehäuften Kriegswerre sich um 7 Millionen erhöht. Anch Kanonen österrei­chischer Abstammung wurden bei der Beute von Kru- sevae zurückgewvunerl. Der Gewährsmann derKöln. Ztg." sprach einflußreiche serbische Bürger, darunter auch den ehemaligen serbischen Finanzminister Petro- witfd), der erklärte, daß man den Einmarsch einer deut­schen Aruree bis ins Herz Serbiens für unmöglich ge­halten habe, daß nun aber alles staunend vor der Kraft des zur Tatsache gewordenen Heereszuges stehe. Ein serbischer Major erklärte:Unser Land ist verloren. Der Querverband wird uns keine ausschlaggebende Hilfe bringen können."

Nach einer Meldung aus Nisch fanden die Bulgaren in dem Gebäude, in dem die serbische Regierung vor der Räumung der Stadt Nisch ihre letzte Beratung ab­gehalten hat, sowie in den Wohnungen der einzelnen Minister förmliche Arsenale von Handgranate«, Messern und Handschars.

Die Stimmung im griechischen Volke.

DieKöln. Ztg." berichtet aus Wieu: Nach Mittei­lungen, die eine österreichische volkstvirtschaftliche Per-,, sönlichkeit, die soeben aus Griechenland zurüctgekehrklft- an den Vertreter derNeuen Freien Presse" machte, ist der Nationalstolz, des griechischen Volkes anss tiefste verletzt durch die englische Gewaltherrschaft auf den grie­chischen Inseln und vor allem durch die Landung in Sa­loniki, das die fremden Truppen wie ihre eigene Stadt behandeln. Ein Teil des griechischen Volkes erwartet, daß an einem gewissen Zeitpunkt die griechische Armee die Einschiffung der fremden Truppen verlangen wird ein anderer Teil rechnet sogar auf Entwaffnung unk Interniernng der Eindringlinge. England bewuchert im Handel Griechenland nnd Bulgarien unerhört unk liefert obendrein schlampig und schlecht. Mit wahrer Sehnsucht sieht daher der Balkan der Eröffnung des freien Handelsweges mit den Mittelmächten entgegen.

An der griechisch-bulgarischen Grenze.

s-r- Rotterdam, 13. November. (T. U.) Aus Acheu wird nach demBl. L.-A." gemeldet, daß eine griechisch- bulgarische Zoue von den griechischen und bulgarischen Militär-Telegierterr an der Grenze geschaffen wurde. Iufolgedesseu herrscht an der griechisch - bulgarischen Grenze vollständige Ruhe. Die bulgarischeu Komitat­schis teien wie durch Zauberschlag verschwunden. Mau sieht dies als einen Beweis des aufrichtigen Wunsches der Bulgaren an, gute Beziehungeu mit Griecheulaud zu pflegen.

Feinde den Kampf führten, die mit gewaltigen Summen eine weit ausgedehnte Spionage zu unter« halte« schienen. Wiederholt war es schon empfunden worden, als wäre gerade Frankreich über Einzelheiten unterrichtet gewesen, die nur durch Marcel erfahren werden sonnten.

Die Mitteilungen der einzelnen Feldbatterien lie­ßen es vermuten, daß abermals Spione am Werke waren.

Aber war hier im Schloß ein Verräter?

Er selbst hatte jenen alten, gelähmten Marcel de Melandrc ebenfalls nie gesehen. Konnte es daher nicht noch möglich sein, daß dessen Gelähnrtheit nur ein Vor- wand war?

Aber sollte geleite die Mitwisserin eines solchen Verrates sein können?

Helene de Melandre!

Völlig fremd klang ihm der Name. Einstmals He­lene Romberg!

Nur als Helene Romberg lebte sie in seiner Erin­nerung.

Damals hatte er sie geliebt und hatte Hoffnungen und Träume gehegt damals hatte sie ihn noch Man­fred genannt und nun war sie Helene de Melandre geworden.

Wie hatte das geschehen können?

Acht Jahre lagen dazwischen!

Und Helene de Bkelandre von ehedem sollte Mit­wisserin eines Verrates an Demschland ''ein? Sie war wohl die Gattin des Ravul de Mecandre, mit dem er damals in jener Zeit in Aachen einigemalc zusammcn- getroffen war. Sie warbst sich damals immer schon aus dem Wege gegangen.

(Fortsetzung folgt.)