Einzelbild herunterladen
 

König Georg und sein Premier.

DieKöln. Ztg." berichtet aus Washington vom 8. Oktober: DerSeerv Aork Srin" hat von einem Reisen­den, der gestern auf dem amerikanischen DampferNew York" aus Liverpool zurückgekommen ist, eine Geschichte über eine überaus stürmische Unterredung zwischen König Georg und seinem Premier Asquith gehört, die, wie er behauptet, aus einer unbedingt glaubwürdigen Londoner Quelle stammt, und die wir hier weitererzäh- len wollen, weil sie, selbst wenn sie nicht ganz stimmen sollte, doch zeigt, was man in manchen Kreisen jetzt von der Stärke des Kabinetts Asquith hält. Dein Gewährs- mann des Sun zufolge fand am Mittwoch der letzten Woche, demnach am *29. September, die bemerkenswer­teste Unterredung statt, die in den letzten hundert Jah­ren zwischen einem englischen Herrscher und seinem Er­sten Minister stattgesunden hat, denn an diesem Tage gab König Georg Herrn Asquith die Absicht seiner Ab- dankung kund, wenn der Krieg je ohne einen entschei­denden Frieden beendet werden sollte.

Wie ein Mitglied des königlichen Haushalts dem Gewährsmann versicherte, geriet der König während der Audienz in höchste Aufregung. Während er im Ver- laufe von Vorträgen seiner Minister gewöhnlich tn einem Stuhle neben seinem Schreibtisch zu sitzen pflegt, schritt er diesmal rastlos auf und ab. Der König unter­hielt sich mit Herrn Asquith über die kürzlichen Kon­skriptionsreden der Herren Lloyd George und Churchill, die voll deren befreundeter Presse, besonders vom Ob­server, dahin ausgelegt wurden, daß ohne Zwangsaus­hebung der Krieg unentschieden bleiben müsse; außer­dem wurde die gegenwärtige Meinungsverschiedenheit des Kabinetts in der .üvnslnptivnsfrage erörtert. Als Asquith die Gründe für diese Verschiedenheit auizu- zählen vernichte, umerbracb ihn der König plötzlich mit der Bemerkung:Wenn dieser Atrien in einem erfolg­losen und schimpflichen Frieden endet, werde ich abdanken. Ich werde den Thron nie wieder einnehmen, noch werde ich einem meiner Kinder erlauben, ihn einzunehmen. wenn solch eine ewige Schande und Demütigung dem britischen Kaiserreich zugedacht sein soll wie Niederlage in diesem Kriege, lind ein Friede, der nicht entscheidend ist, bedeutet Niederlage."

Der königliche Ausbruch überraschte den Ersten Mi­nister aufs höchste, und er erklärte, daß kein Kabinetrs- mitglied annähme oder glaube, daß der Krieg anders enden könne als mit einem vollständigen Sieg der Al­liierten,' die einzige Meinungsverschiedenheit unter ihnen bestehe darüber, wie dieses Ende am raschesten und be­sten erreicht werden könne. Asquiths Erklärung ge­nügte indes dem König Georg nicht. Er beklagte sich bitter darüber, daß seine Stellung als konstitutionel­ler Monarch ihn so zu handeln zwinge, als wenn er mit der Tätigkeit seiner Minister einverstanden sei, wäh­rend er sie tatsächlich als schädlich für die Sicherheit des Landes betrachten müsse.Ein König," rief er aus, sollte in solcher Krisis ein Führer sein. Ich muß einen Strohmann abgeben; aber ich werde nicht gestatten, daß man von mir -schreibt, ich wäre eine Strohmann ge- ; blieben in der kritischsten Stunde dieses Landes."

Damit wurde die Unterhaltung geschlossen. Wie das ; Mitglied des königlichen Hauses weiter versicherte, oe- absichtigt der König einen persönlichen Brief an die britische Nation zu richten, in dem er genau die mili­tärischen Verhältnisse auseinandersetzt und um absolute Einigkeit bittet, vorausgesetzt, daß nicht inzwischen das Kabinett zu einer Verständigung kommt und die be­absichtigen Aenderungen in den Hauptkommandostellen an der Front vorgenommen werden. (Inzwischen ist bekanntlich der Aufruf des KönigsAn mein Volk" erschienen, worin der König zum stttrkern Eintritt in das Heer anffordert.)

Briatil über Den Frieden.

Der zweite Teil der Rede, die der Ministerpräsident Vriand am Mittwoch in der Kammer am Schluß der Debatte über das Regiernngsprogramm hielt, lautete erheblich anders, als es nach dem ersten telegraphischen Bericht schien. Dieser Teil hatte nach dem französischen Amtsblatte folgenden Wortlaut:

Das Land richtete sich auf, packte den Angreifer und hält ihn fest. Wer würde zu ihm sagen, daß es aussieht, > wie eine Nation von Rändern? Wo ist sie, die Beute- nation? Sie kennen sie. Solange sie ihre Krallen, ihren ; Schnabel, ihre mörderischen Absichten behalten kann, ist i es unmöglich, von Frieden zu sprechen. (Lebhafter Bei- fall.) Erst wenn sie daran denkt, ihren Rang unter ; den Nationen wieder einzunehmen, indem sie ihre Ei- ; genart wahrt, aber auch die der anderen achtet, erst wenn wir sie in die Unmöglichkeit versetzen, die Völker während langer Jahre zu beunruhigen, erst dann wer- ; den wir von Frieden sprechen. Es wird ein französifcher i Friede, ein ruhmreicher Friede sein, der für die ganze Welt das Recht wieder aufrichten wird. (Lebhafter i Beifall.)

Dies sind die Gedanken der Regierung über diesen Punkt. Die Regierung hat die Pflicht, ihre Gesichts­punkte gegenüber dem Friedeusprobleme feierlichst zu mwflamiercu. Ja, es wird geschehen, daß wir in einem, leider noch fernen Augenblicke, und man muß den Mut haben, es zu sagen, mit diesem Lande den Frieden un-

EzAMm werden. AVA «nMefsM Tage werden üMreJ^IcmöWf^/goMöSHKM«W'VegEe WWWni

Soldaten siegreich gewesen sein, wird unser Boden be- sreit und die dem Schoße Frankreichs so schmerzlich ent­rissenen Provinzen werden ihm wiedergegeben sein. (Einstimmiger Beifall,) Völker, wie das heldenhafte Belgien, das sich für uns martern ließ, werden dann in die Gesamtheit ihrer Freiheiten und Rechte wieder ein­gesetzt. Serbien wird befreit sein. Erst dann wird vom Frieden die» Rede sein können. (Beifall.)

Welches wird dieser Friede sein? Ein egoi­stischer Friede? Nein! Ich will nicht glau­ben, daß unser Land, das so schön war, sich zu kleinen, niedrigen, persönlichen Ambitionen herav- lassen könnte. Frankreich, dies ist seine Ehre und wird sein Ruhm fein, ist der Vorkämpfer des Rechtes. tEin- ftimmiger Beifall, die Deputierten erheben sich.) Auf­recht, das Schwert in der Hand, kämpft Frankreich für die Zivilisation und die Freiheit der Völker. Wenn es sein Schwert senken wird, wird der Welt ein dauerhafter, starker Friede geschenkt werden können, wird jeder Ehr­geiz nach tyrannischer Herrschaft dem Fortschritte in der Zivilisation durch die Freiheit der ihre volle Autonomie genießenden Nationen Platz gemacht haben. (Lebhaf­ter Beisall.) Dies ist der Friede, dem die Soldaten Frankreichs entgegensehen (Beifall.), der einzige, unser würdige Friede, der einzige, von Dem die Rede sein kann. (Lebhafter Beifall.)

Niemals wird icmaiiD unserem Lande das Antlitz einer Nation von Räubern geben sönnen. Mit der Wunde in seiner Seite, trotz aller Herausforderungen wartete das Land über 40 Jahre lang auf Den Triumph des Rechtes und die Sühne für das Leid, das ihm ange­tan wurde, uud plötzlich stürzt man sich aus das Land und sucht es zu zerschmettern. Man will es in seinen Freiheiten vernichten, in ihm einen der größten Trä- Der der Zivilisation der ganzen Welt töten. Man will ihm und anderen Nationen,' ich weiß nicht, welche Hegemonie, welche Tyrannis, aufzwingen, die keine, eines solchen Namens würdige Nation annehmen fömtte."

Briand rückt den Frieden in weite Ferne. Er träumt immer noch davon oder will wenigstens das Volk in dem Traum erhalten, daß beim Frieden dieDem Schoße Frankreichs so schmerzlich entrissenen Provinzen", nämlich Elsaß-Lothringen, an Frankreich fallen werden. Außerdem will er nicht nur Belgien, sondern auch Ser­bienbefreien". Wie lange wird es noch dauern, bis sich Frankreich von der Unerfüllbarkeit seiner Wünsche über­zeugt?

Nach der Khampaznesch'acht.

Hat man den Kriegsschauplatz hinter sich gelassen, ist es ein anderes Land, das uns beherbergt und die Erinnerung an vergangene schwere Tage zum Ver­blassen bringt? Diese Frage legen wir alle in unserm Kreise uns ständig vor, laut und innerlich, und ein Aufatmen, ein langsames sich neu Gewöhnen an aller­hand lang entbehrte Annehmlichkeiten des Lebens geht durch die Truppen, die aus dem Grauen der Cham­pagneschlacht, aus der Trostlosigkeit jenes nun icfwii seit über Jahr und Tag von ihnen gehaltenen Kreidelandes unerwartet herausgeholt und in eine, ihre allerdings unverwohnten Augen und Sinne fast paradiesisch an« wütende Landschaft versetzt worden sind. Augen, vk nun seit langen Monaten nichts anderes gesehen hatten als die öde, todesstarre Hochfläche der Champagne, Die, durch die Schießscharte oder über den Rand des Grabens hm- weg immer wieder auf den kümmerlichen Resten einer an sich schon denkbar dürftigen Vegetation hatten ruhen müssen, an denen die sommerliche Pracht ebenso spurlos vorübergegangen war wie die Farbeusinfonie des Herb­stes, diese Augen nehmen nun mit Entzücken wahr, daß es noch etwas anderes gibt, sorgsam bebaute Felder, freundliche Täler und, was sie vor allem erquickt, Wäl­der, in die der Herbst die ganze Glut seiner Farben hineingemalt hat, Wälder, erfüllt mit tierischem und pflanzlichem Leben, im übrigen aber voller wunder­vollen Schweigens, das nur ab und zu und auch das ein Klang wie aus anderer Welt durch den leichten Knall einer Jagdbüchse vorübergehend gestört wird.

Kein Wunder denn, daß diese Augen oftmals sich ; weiten wie die eines armen Proletarierkindes etwa, das aus dem Dunstkreis seiner trostlosen Gassen erstmalig : in die freie Natur hinaustritt und mit einer Art Fas­sungslosigkeit gewahr wird, daß es nicht überall so grau, so nach Mühsal und Leid aussieht, wie es die Gewöh­nung ihm als das Gegebene hingestellt hat. Noch mehr fast haben unsere Ohren umlernen müssen, unsere Ohren. Man denke, an Stelle des Höllenkonzerts, das nns da oben umtobte, jenes vielstimmige Chaos dumpfkrachen- öer Minen und Handgranaten, hell einschlagender oder klagend vorübersausender Granaten, zartsingender Ju- fanteriegeschosse, an Stelle dieser, Ohren und Kopf und Nerven aufpeitschenden Sinfonie genießen sie nunmehr ; Tristan und Parsifal, oder aber, der Umwelt und auch der Leistungsfähigkeit unserer jungen Regimentskapelle entschieden besser angepatzt, unsere schönen alten geist­lichen Weisen und muntere Volksmelodien. Eben tönen aus der Ferne die sehnsüchtigen Klänge ausTiefland" zu mir herüber, aber in diesem Augenblick zieht es, glaube ich, keinen von uns aus unserm derzeitigen Tief-

pagneland.

Selten habe ich bisher Gelegenheit gehabt, den Wi­derhall eines Wechsels der Umwelt im Empfindungs- leben, in der Stimmung, ja im Aussehen des Menschen in solcher Deutlichkeit zu vernehmen wie gerade jetzt. Vergessen wir aber auch nicht, daß diese wohltuende ört­liche Verpflanzung den, man kann es ruhig sagen, vom Schicksal wirklich nicht geliebten Truppen zugute ge­kommen ist, die nun seit Beginn des Stellungskrieges bis zum ersten entscheidenden Zurückweisen des letzten großen französischen Vorstoßes die ehrenvolle aber harte Pflicht hatten, dort auszuharreu, auf einem militärisch, wie rein seelisch die allerhöchsten Anforderungen stellen­den Posten. Sie haben ihn gehalten all die Zeit, durch die Stürme der Winterschlacht hindurch und durch das noch unvergleichlich grausigere Toben dieser September- und Okt übertage, haben ihn gehalten ohne Murren und frohgemut auch dann, wenn die äußere Anerkennung zuweilen wohl reicher den Kameraden zugefallen ist, die zu Zeiten der Hochflut in Eile herbeigeholt wurden, um jede Möglichkeit eines Tammbruchs auszuschließen. Ganz ohne Zweifel, all die Helden aus andern deut­schen Gauen, die unsere altrheinische Wacht in der Cham­pagne verstärken kamen, haben die vielfach lobende Er­wähnung im Heeresbericht so verdient, wie sie sämtliche Mitkämpfer aus den vergangenen schweren Wochen ver­dient haben, aber darüber sollen auch die nicht in den Hintergrund treten, die doch nun einmal mit dem Cham­pagnebode« verwachsen waren wie keine andere Truppe, die ihn getränkt haben mit Strömen chres rhei­nischen Bluts. Nun, man hat es ihnen letzt ja so gelohnt, wie sie es sich schöner nicht gewünscht haben, und mit Dem stolzen Gefühl ihrer bis zum äußersten getanen Pflicht, mit dem Bewußtsein, in jenem mit am Heißesten umfämpften Gebiet eine unübersteigbare Schranke errichtet zu haben, in allen kritischen Zeiten ihr getreuester Wächter gewesen zu sein, haben sie nun mit einem innerlichen Aufatmen, unD voll frohen Zu­kunftsmuts dem vertrauten und doch wieder nicht ver­trauten Kreideland Lebewohl gesagt. Der Gegner wird es bald gewahr werden, daß diese kleine Luftverän­derung auf Kampfesfreudigkeit und Schneid unserer

Leute nur belebend einwirkt.

(Köln. Ztg.)

Die Hossuuiig losetet Südwester

Jn einem derDtsch. Tgztg." zur Verfügung ge­stellten Briefe, den ein Kriegsteilnehmer aus Deutsch- Südwestafrika an einen ehemaligen Waffengenossen in Deutschland gerichtet, heitzt es:

....Du kennst aus eigener Erfahrung noch den ©ring 1904-05. Trotz aller seiner Strapazen und auch blutigen Verluste ist er nicht mit dem zu vergleichen, was wir jetzt hier önrchgemacht haben. Im Anfang ging es ganz gut, bis Eude Februar waren wir sogar im Vor­teil und hatten etwa 400 Gefangene gemacht, Geschütze, Maschinengewehre uitö viel Munition erbeutet. Dann aber machte sich die Uebermacht unserer Feinde geltend. Wir wurden langsam zurückgedrängt, meist durch Um- gehnngen zur Aufgabe unserer Stellungen gezwungen. Mit Dem Borrücken Der Feinde im Süden begannen mich die Eingeborenen, vor allen Dingen die Rehoboth- Bastards, unruhig zu werden.

Am schlimmsten ging es mir persönlich Anfang Mai bei Gibeon. Am Abend hatten wir eine an Zahl über­legene und auch besser mit Artillerie und Ntaschinen- gewehren versehene Brigade des Generals Mackenzte unter großen Verlusten für diese znrückgeworfen. Dann sahen wir uns aber am folgenden Tage zwei frischem Brigaden desselben Generals gegenüber, Die uns sammen mit der zuerst geschlagenen teilweise flankie­rend angriffen. Trotz tapferster Gegenwehr mußten wir zurück, üud schon damals wäre beinahe meiner militä­rischen Laufbahn ein schnelles Ende bereitet. Ich wurde auf einem Erkundigungsritt abgeschnitten und konnte, leickit an der Schulter verwundet, nur unter großen Mü­hen und Entbehrungen meinen leider arg dezimierten Truppenteil wieder erreichen.

Die Wunde heilte schnell, aber die letzte Phase un­seres Feldzuges war ein reines seelisches Martyrium. Eingekreist von der Uebermacht des Feindes, feiner schweren Artillerie gegenüber nahezu wehrlos, die Pferde aus Futtermangel immer schlapper, der Feind mit allem versehen und mit seinen Mutomobilfolomten immer gleich leicht beweglich, dazu nach dem Fall von Windhuk gar keine direkten Nachrichten mehr von der Heimat, über die Vorgänge dort nur auf die feind­lichen Meldungen angewiesen, es war einfach scheuß­lich! Und doch muß ich sagen, war trotz alledem der Geist der großen Mehrheit unserer Leute bis zum bit­teren Ende gut: kecke Reitertaten und tapferes Käm­pfen bwiesen das immer und immer wieder.

Nun sitzen wir hier festgenagelt und warten, war­ten eine neue seelische Pein wie Die Dinge end­gültig werben sollen. Ich hoffe aber noch immer, Ihr werDet uns, wenn auch Die Engländer schon anfangen, sich hier häuslich einzurichten, nicht vergessen. Sorg' Du an Deinem Teile auch dafür, daß Südwestafrika in Deutschland nicht in Vergessenheit gerät. . ."

Für Feldpost: Feinste Delikaletz- vftsee-Seringe grätenlos in Bouillon-, Wein- und Tomaten- Sauce.

R. Rollmops

in Remouladen- und Mayonaise-Sauce frisch eingetroffen.

Sophie Rehn.

Alle Sorten

Stearin-Kerzen

extra prima, sowie

und

Baum-Kerzen

empfiehlt

Sophie Rehn.

Willen starb am 26. Oktober 1915

Es ist bestimmt in Gottes Rat, Daß man vom Liebsten, das man hat, Muß scheiden.

Nach Gottes heiligem

Trennung ist unser Los, Wiedersehen unsere Hoffnung.

im HospitalMiyte" in Montauban infolge seiner schweren Ver­wundung den Heldentod im heiligen Kampf fürs Vaterland, im Bei­sein treuer Kameraden, unser innigstgeliebter Sohn, Bruder, Schwager u. Onkel

Hermann Ludolph

Kriegsfreiw. Gefreiter im Feld-Rrt.-Regt. 100 I. fibt. Stab, im blühenden Alter von 20 Jahren.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen

H. Ludolph u. Frau.

Gassel, den 7. November 1915.

Mittelgasse 37.

ZwangsDersteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in der Gemarkung H e r s f e l d belegene, im Grundbuche von H e r s f e l d Band XI Artikel 422 zur Zeit der Ein­tragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Gemüsehändlers Andreas Rüster und dessen Ehefrau Maria, geb. Stötter zu Hersfeld je zur ideellen Hälfte eingetragene

Grundstücke:

Kartenblatt A Nr. 1525/742 in der Stadt Hersfeld, Weinstraße Nr. 620 und 621, bestehend aus

a. Wohnhaus mit Hintergebäude und Hof und

b. Waschhaus 2 ar 48 qm Nutzungswert insge­samt 1670 Mk.

M 7. fikbruar 1916, vormittags 9^ Uhr durch das unterzeichnete Gericht an der Gerichtsstelle Zimmer Nr. 5 versteigert werden.

Hersfeld, den 4. November 1915.

Königliches Amtsgericht.

Ses chäftsku £ eris

Ludwig F'unLs 23 uh di' ucA er ei.