Krieger-Verein.
Die Kameraden werden freundlichst eingeladen, sich nächsten i
Donnerstag, d. 2. Sept.
abends 87a Uhr in unserm Vereinslokal ein- zufinden zu einer
Gedenkfeier der Schlacht von Sedan.
Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, daß am
Mittwoch abend 8 Uhr in der Stadtkirche ein
Dankgottesdienst stattfindet und'die Kameraden aufgefordert, an demselben teilzunehmen.
Der Vorstand.
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beabsichtigt, eine vbst- und Eemüse- Berwertungsstehe einzurichten, in welcher Mus, Marmelade, Dörrobst und dergl. für unsere Verwundeten und für Soldaten im Felde von freiwilligen Helferinnen hergellellt werden soll.
Alle Gartenbesitzer, die stets hilfsbereiten Landbewohner und andere freundliche Geber werden herzlich gebeten, uns dazu von dem Ueberfluß ihrer Gärten zu stiften und im Vereinshaus bei Frau Dräger abzugeben. Die kleinste Menge wird dankbar angenommen.
Der Vorstand
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Das Jagdrecht an dem gemeinschaftlichen Jagdbezirk der Gemarkung Hedders dorf soll anderweit verpachtet werden. Termin hierzu ist auf
SRoetag, S. 13 Acht.
nachmittags 1 Uhr in dem Lokal des hiesigen Bürgermeisteramts bestimmt wozu Pachtliebhaber freundlichst eingeladen werden.
Die Bedingungen werden im Termin bekannt gegeben und liegen 14 Tage lang zu Jedermanns Einsicht auf dem Bürgermeisteramt offen.
Heddersdorf, den 24. August 1915.
Der Iagdvorsteher
Grau
Bürgermeister.
Hersseld, den 14. August 1915.
Nachstehend veröffentliche ich den Winterfahrplan der Hersfelder Kreisbahn, gültig vom 1. Oktober 1915 ab.
I. A. Nr. 8544.
Der Vorsitzende des Kreisausschusses:
J. B.:
v. Hedemann, Reg.-Assessor.
gültig vom I. Oktober 1915 ab.
Richtung Hersseld-Heimboldshausen.
Stationen
Richtung Heimboldshaufen-Hersfeld.
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Bekanntmachung.
In letzter Zeit ist ein stärkeres Auftreten von ansteckenden Kinderkrankheiten (hauptsächlich Scharlach) in hiesiger Stadt wahrzunehmen gewesen. Beim Auftreten solcher Krankheiten ist eins der wichtigsten Mittel zur Bekämpfung derselben die alsbaidige Isolierung der Kranken. ' Um dies bewirken zu können, ist es dringend erforderlich, daß alle zur Anzeige verpflichteten Personen die durch die ministerielle Anweisung vvm 10. August 1906 vorgeschriebene Anzeige von der Erkrankung unge- äumt bei der hiesigen Polizeiverwaltung erstatten. Unterbleibt diese Anzeige oder wird sie verspätet angebracht, so wird der Weiterverbreitung der Krankheit durch Ansteckung wesentlich Vorschub geleistet.
den
Zur Anzeige sind verpflichtet:
1. der zugezogene Arzt,
2. der Haushaltungsvorstand,
3. jede sonst mit der Behandlung oder Pflege des Erkrankten beschäftigte Person,
4. derjenige, in dessen Wohnung oder Behausung der Erkrankungsfall sich ereignet hat,
5. der Leichenbeschauer.
Die Stadtbevölkerung machen wir hierdurch auf die
genannten Personen gesetzlich obliegenden Verpflichtung zur alsbaldigen Anzeigeerstattung an die Polizeiverwaltung von jedem Falle der Erkrankung an ansteckenden Krankheiten besonders aufmerksam.
Hersfeld, am 31. August 1915.
Die Polizei-Verwaltung
J. V.:
P. Nr. 3226.
Karl Sahimmelpfeng.
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Brink 9.
Drille Kriegsanleihe!
Die Zeichnung der 3. Kriegsanleihe findet in der Zeit vom 2. bis 22. September d. Js. statt. Zeichnungen werden zu den von der Reichsbank bekanntgegebenen Bedingungen von der städtischen Sparkasse entgegen genommen.
Hersfeld, den 31. August 1915.
Die ueruialluiiDshoinmlssion der Sparkasse
I. V.:
Karl Schimmelpfeng.
ßolzabfuhr.
Abfuhr von ungefähr 400 Festmeter Grubenholz aus den Schutzbezirken Raboldshausen und Neuenstein, der Firma Fr. Rüping zu Mitten gehörig, soll zum Bahnhof Hle r s f e l d an den Mindestfordernden vergeben werden. Termin zur Abgabe der Gebote am
Sonnabend, den 4. September, nachmittags <» Uhr
in der Gastwirtschaft Fr. Sander am Bahnhof zu Hersseld.
Das Holz wird besonders ausgemessen und teils an IWege gerückt.
Waschfrau gesucht.
Meldungen an den Feldwebel der 3. Kompagnie. (Kriegsschulgebäude.)
eingetroffen. Gebe auch größere Mengen ab solange Vorrat reicht, ä Liter 32 Pfg.
J. H. Otto.
Die bei mir abgegebenen Gefäße, bitte gefüllt abholen zu lassen.
y^nläßlich des so frühen Hinscheidens unseres teueren kleinen Lieblings ist uns eine überaus große Anzahl von Beileidskundgebungen und herrlichen Blumen- und Kranzspenden geworden. Diese Anteilnahme an unserem herben Schmerz hat wie Balsam auf unsere wunden Herzen gewirkt und erlauben wir uns, Allen, auch denen, die unserem herzigen Kinde die letzte Ehre erwiesen haben, sowie dem Herrn Superintendenten Feyerabend für seine herrlichen Trostesworte im Hause, am Sarge, in der Friedhofskapelle und am Grabe unseren tiefgefühltesten Dank hiermit auszusprechen.
Hersfeld, am 31. August 1915.
Fr. Dem me u. Familie.
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Gedenken wir der vergessenen!
Draußen im Felde und auf den Wogen der Meere gibt es unter unseren wackeren Kämpfern so manchen, dem nie oder fast nie die Freude zuteil wird, eine für ihn persönlich bestimmte Gabe, ein sichtbares Gedenken aus der lieben Heimat zu erhalten. Wehmütiger Stimmung, ja, blutenden Herzens, steht so mancher Brave dabei, wenn die Feldpost seine Kameraden reich bedenkt, während sie ihm nie etwas bringt. Eltern- und geschwisterlos steht er allein in der Welt oder seine Angehörigen können ihm lem derartiges Zeichen der Liebe und des Gedenkens aus ihren bescheidenen Mittel zuwenden. — Es bedarf nicht erst vieler Worte, um darzutun, daß hier das warmherzige, sich in Taten äußernde Mitempfinden einzusetzen hat. Keinem draußen im Kampse stehenden soll jemals das Gefühl beschleichen, die Schwestern und Brüder der Heimat könnten auch nur eines derer vergessen, die zu kämpfen und zu sterben bereit sind.
Der Bund für freiwilligen Vaterlandsdienst hat die Organisation dieser Angelegenheit in die Hand genommen. Er sendet die herzlichste Bitte ins Land:
Teilt uns mit, wer bei der Versorgung der bisher Vergessenen helfen will.
Wir verfügen über Zehntausende Adressen des ganzen Heeres und der Marine und kennen die Herzenswünsche der Vergessenen, die uns von den zuständigen Kommandos mitgeteilt worden sind. Solche Adressen mit den Wünschen senden wir in jeder Anzahl auf Anforderung jedem herzlich gerne zu, der den Vergessenen ein Wohltäter sein will.
Wer die direkte Uebersendung kleiner Spenden nicht selbst vornehmen kann, der vertraue uns Natural-Liebesgaben oder Geldspenden zur Verwendung für die Vergessenen an.
Berlin W 9, Potsdamer Platz, Bellevuestraste 2 t—22.
Postscheckkonto : Berlin Nr. 208Z9. Bankkonto : Deutsche Bank Berlin, Depositenkasse C.
Der Bund für freiwilligen Baterlandsdienst E. B-