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ine Man; der politischen Lage

der Abgeordnete Bassermann imH. Ku." Er . darin u. a.:

lleberblicken wir m diesen Sommertageu d,e voli= ehe Lage, so bietet sie uns durchweg ein freundliches ficht. Überschauen wir zunächst die Kriegsschau- iätze, so ist es dem deutschen und österreichischen Ge- ieralstabe in harmonischem Zusammemvirkeu gelungen, die Russen in Galizien zu schlagen, Galizien bis auf einen kleinen Rest von der russischen Invasion zu be- freien und die Spitzen unserer Armeen nach Rußland aorzutreiben. Damit ist eine neue Lage geschaffen. Eine starke deutsche Offensive unter Feldmarschall Mackensen hat eingesetzt und treibt die Russen zu Paaren. In Polen stehen die Hindenburgischen Armeen, und einem energischen Vorstoß des genialen Heerführers ist es ge­lungen, große Teile von Kurland im Handstreich zu be­setzen, den Kriegshafen Libau mit seinen reichen Vor­räten zu erobern und damit einen ausgezeichneten Flottenstützpunkt für unsere Marine zu gewinnen. Im Westen halten wir unerschüttert unsere Stellungen fest; an dem deutschen Wall prallen die Vorstöße der Fran­zosen, so tapfer sie auch vorgetragen werden, immer wieder ab, mit) in blutigen Kämpfen werden die Höhen gehalten, von denen aus wir die französischen Stellun­gen beherrschen. Während Josfres Offensive gescheitert, schieben wir selbst bald da, bald dort unsere Stellungen nach vorn mit» gewinnen Raum in Flandern unb Frank­reich. Italiens Heer weist in diesem törichtsten aller Kriege keine Erfolge auf, hat im Gegenteil große Ver­luste zu verzeichnen. Dieser Krieg, den die Angst vor­der Revolution geboren hat, hat bis heute der italieni­schen Armee keine Ruhmesblätter gebracht.

Die englisch-französische Aktion au den Dardanellen, auf Drängen der Russen unternommen, steht noch auf demselben Platz. Die Stellungen unseres Bundesge­nossen werden von Tag zu Tag stärker, und die feste Zu­versicht, daß die Franzosen und Engländer baldigst aus der Halbinsel Gallipoli herausgeworfen werden, herrscht in Konstantinopel.

Unsere Kriegsflotte hält »räch wie vor England in Schach. Der U-Bootkrieg hat in der Richtung der Beun­ruhigung des englischen Wirtschaftslebens glänzende Re­sultate gezeitigt. Rücksichtsloses Einsetzen aller deutschen Machtmittel muß die Antwort sein auf die Ansage des Existenz- und Hungerkrieges.

Daß wir diesen Krieg verlieren, glaubt wohl auch im feindlichen Ausland kaum noch jemand, und so sehen wir, wie auch bei den Neutralen die Stimmung sich bessert. Wenn es anch leider nicht gelungen ist, die Bal­kanstaaten zu einem Eingreifen an unserer Seite zu be­wegen, so ist doch andererseits die Gefahr, daß sie sich un­seren Feinden anschlietzen, wenn nicht geschwunden, so doch sehr verringert: auch mehren sich die Stimmen, die gegen die brutalen Vergewaltigungen der Neutralen durch England Widerspruch erheben. Wie der Völker- rechtslebrer Prof. Dr. Liszt sehr treffend ausführt, wirft England, wenn es in seinem augenblicklichen Interesse liegt, ohne Zaudern die Fesseln ab, die ihm lästig fallen, und bestimmt nach freiem Ermessen, was Völkerrecht zur See ist. England hat das Völkerrecht stets nur als eine für andere, niemals als eine sich selbst gesetzte Schranke betrachtet. Ueberall in der Welt hat England die Frei­heit der Völker mit Füßen getreten, wenn es sich darum handelte, seine Seeherrschaft, und damit seine Weltherr­schaft, aufrechtzuerhalten. Daß dem so ist, erkennen heute in wachsendem Maße die Neutralen.

Auch die Stimmung im Innern Deutschlands ist vortrefflich. Wie an der Front im heißen Ringen unsere Tapferen nicht ermüden unb von keinem Frieden hören wollen, der uns nicht die Grenzen bringt, in denen wir gegen künftige Kriege gesichert sind, so stehen die Da­heimgebliebenen fest und entschieden für eine energische Polittk ein und sehen einem Winterfeldzuge mit Ge­lassenheit entgegen.

Gewaltig, wie dieser Krieg ist, ungeheuer, wie die Blutopfer sind, die gebracht werden müssen, so reich müssen auch die Früchte sein, die uns diese blutige Saat bringt. Von einer Politik, die an eine Wiederherstellung des Zustandes vor dem Stiege denkt, kann keine Rede sein. So gewaltige Erschütterungen, wie sie heute die europäische Welt durchlebt, müssen entsprechende Um­wälzungen bringen. Der Sieger, der in Millionen sei­ner besten Söhne sein Leben emsetzt für das Vaterland,

wtu aus oem Kriege etu größeres und stärkeres Reich heimbringen, die Sicherung der Zukunft gegen neuen frevelhaften Krieg. Man möge sich in die Seele unserer Feinde versetzen, man möge sich erinnern an das, was uns angekündigt war; was würde aus Deutschland ge­worden sein, wenn es dem feindlichen Ansturm gelungen wäre, uns nieber^uwerfeu? Das Reich wäre zerschlagen und ansgeteilt warben, und von Schwächlichkeit uub Sen­timentalität hätten sich dabei unsere Gegner nicht leiten lassen. Glänzend ist die Kriegslage dieses Sommers: die kommenden Monate werben uns neue große Erfolge bringen, und heute mehr als je zuvor muß eine energische, zielbewußte starke Politik die Parole sein.

So will es das Volk, das für das gefährliche, die nationalen Interessen schädigende Gebaren der Flau- macherzunst kein Verständnis, sondern entschlossene Ab­lehnung hat.

Hinter der Front in weststan-cr».

Ueber die Beziehungen, die sich in Westflandern zwischen unsern Truppen und der flämischen Bewohner­schaft angeknüpft haben, berichtet sehr anschaulich ein Aufsatzvon der flämischen Grenze" imAllgemeen Handelsblad". Daß dieser für die Deutschen durchaus wvhlwvlleude Bericht gerade in bem Amsterdamer Blatt steht, das uns bisher wenig freundlich gesinnt war, erscheint besonders bemerkenswert. Es heißt in dem Artikel:

Hinter der Front in Flandern wohnt eine sehr fried­liebende und freundliche Bevölkerung: die Leute hängen un ihrem Heimatboden, den sie mir in der äußersten Not verlassen, so daß der größte Teil dageblieben ist; nur bie Dörfer, die andauernd beschossen werden, sind zum Teil geräumt. Die Bevölkerung ist von einer Art guten Mutes beseelt und zeigt unzweifelhaft die Flauten auf seiner besten Seite. Und da ist es wohl merkwürdig zu hören, wie gut das Verhältnis zwischen Flamen miß Deutschen ist Nicht daß der Flame seine Würde weg- wirst, indem er ben Sieger als Freund behandelt mtb mit ihm Brüderschaft macht. Aber das Verhältnis trägt nicht das Merkmal der Feindschaft, wohl aber das reiner Menschlichkeit.

Ein großer Teil des beutfehen Heeres hinter der Front ist bei den Bauern und auf den Dörfern ein- quartiert, so daß allmählich ein kameradschaftliches Ver­hältnis zwischen den einguartierten Deutschen und den flämischen Bewohnern entsteht. Letztere freuen sich, wenn die deutschen Soldaten unverletzt aus der Front zurück- kehren: sie zeigen umgekehrt ihr Betrübnis, wenn welche gefallen sind. Wenn deutsche Soldaten zur Front müssen, ist allgemeines Bedauern. Plan nimmt Abschied von

ihnen, und manchmal blinkt eine Träne im Auge einer Mutter, die vielleicht an ihren drüben im anderen Schützengraben liegenden Sohn denkt, einer Frau, die sich ihren Gatten und den Vater ihrer Kinder vorstellt, der so nahe ist, und doch so unerreichbar weit. In echter Naivität gab einmal eine solche Frau einen Brief einem deutschen, nach der Front zurückkehrenden Soldaten mit und bat:Wenn Sie meinen Marin sehen, händigen Sie ihm bitte biefer Brief ein." Viele meinen wirtlich, daß zwischen heißen kampslinien eine Art Briefverkehr besteht: denn imme, verden die deutschen Soldaten er­sucht, Briefe nach M " ' '

der und rührender i,

! mitzunehmen. Noch bezeichuen-

deutschen Soldaten un brave Kind mit dem i Soldaten, von dem sic Front gehen würde.

olgender Vorfall zwischen ei nnem flämischen Mädchen: '

einem

ädchen: Das

.ranenden Singen kommt zu dem 'utzte, daß er allsogleich nach der . err Soldat, ich möchte Dich fra­

gen, ob Du mir eine, großen Gefallen tun willst." Gewiß, mein Kind," nur die freundliche Antwort. Nun, so nimm diese 'pfelsine von mir und morgen werde ich Dir sagen, t '' .......

Am folgenden Morgen

Hand hält sie ein Heine; macht sie es auf. Zwe Von meinem Vater n die Kleine,beide sind ii Herr Soldat, damit Tu

im Krieg bist, schieß sie i Herz von Stein haben, u trauen, eine solche ließen zu werden. Ist diese Fra

t ich gern von Dir wünschte." iMt die Kleine zurück: in ihrer et; mit bebenden Fingern otographien liegen darin, m meinem Bruder," sagt eg, guck sie Dir genau an, tt kennst. Wenn Du nun icht tot!" Man müßte ein

rch ein so rührendes Ber­te Naivität nicht betroffen zu werden. Ist diese Frage oes Kindes nicht ein Appell an Gewissen und Her:; all der Menschen, die den Kriea

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entfesselt haben und ihn andauern lassen? Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, sagt Jesus, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

Kein Wunder, daß der deutsche Soldat sich in dieser Gegend zu Haus fühlt. Einer, der zu Anfang des Krie­ges bei Metz lag, auf deutschem, aber französisch gesinn­tem Gebiet, erzählte, daß er, je weiter er nach Westen vorgerückt sei, es um so besser gefunden hätte: und als er zuletzt in die Stöße von Dixmuiden gekommen sei, habe er eine Bevölkerung angetroffen, mit der sich auf die angenehmste Weise verkehren ließe. Obwohl ganz nahe der Kampffront, könnten die deutschen Soldaten dort ohne Waffe ruhig überall umher- und von einem Bauernhof zum andern gehen. Selbst Freundschaft wird hier und da geschlossen, so daß manche Einladung von deutschen Landwehrlenten an ihre flämischen Quartier- wirle ergangen ist, sie möchten nach dem Kriege zu ihnen auf Besuch sommern

FeldmarschaS Morkense» 86er den Stieg.

Generaloberst v. Mackensen hat am 20. März aus dem Armeehauptguartler Lodz einen Brief an einen seiner argentinischen Freunde geschrieben, in dem es nach der in Buenvs-Aires erscheinendenLa Plata Post" u. a. heißt:

Hoffentlich kennt man in Ihrem Lande die Wahr­heit über den Krieg. Kein Mensch in Deutschland hat ihn gewollt, am wenigsten unser Kaiser, der allen Völ- fem freie und friedliche Entwicklung gewahrt sehen möchte. England ist der Urheber dieses Weltbrandes, und Frankreich und Nutzland leisten ihm Folge. In ihrem Hatz gegen Deutschland erlernten beide nicht, daß sie mit dem Blute ihrer Söhne nur die Geschäfte Englands unterstützen. Schon Friedrich der Große erklärte:Die Engländer sehen ganz Europa für eine lediglich zürn Nutzen Englands geschaffene Staatengemeinschaft an." Heute rechnen die englischen Egoisten dazu die ganze Welt. Als sie den Krieg führten, unterschätzten sie Deutschlands Einmütigkeit, seine moralische und wirt= schaftliche Kraft seine militärische Kraft. Wir stehen trotz der Ueberzahl unserer Feinde überall auf feind­lichem Boden kaum ein feindlicher Soldat ist, wenn nicht gefangen, in unserem Lande. Die Leibhusaren haben, wie das ganze 17. Armeekorps, ehrenvollsten Anteil an den bisherigen erfolgen genommen. Es sind Leistungen von ihnen gefordert und ausgeführt worden, die man bisher für unmöglich hielt. Der Krieg in Ost­preußen hat herrliche Taten gezeitigt. Es war ein Hochgefühl, solche Truppen wie das 17. Armeekorps füh­ren zu dürfen. Und dann der Feldzug in Polen! Auch bei meinem mit der neunten Armee von Hohensalza aus geführten Stoß gegen die rechte Flanke der russischen Armee, der diese zum Stehen und zum Zurückweichen von der schlesischen und posenschen Grenze zwang, focht mein tapferes altes Armeekorps meist an entscheiden­der Stelle. Jetzt nach den für ben Zusammenbruch der russischen Offensive entscheidenden Siegen von Lodz steht es an der Rawka wiederum an wichtigster Stelle dem Feinde gegenüber, der sich eine starke Feldstellung ein­gebaut hat und immer noch trotz der ihm abgenom- menen ungezählten Gefangenen uns an Zahl über­legen ist.

Der Russe ist ein zäher Gegner und hat sein gan­zes Hinterland zur nachhaltigen Verteidigung vvrbe- reitet. Zum ritterlichen Reiterkampf stellt er sich nicht. Auch seine Kavallerie sucht im Schützengraben ihr Heil. Der unternehmende Geist ist ihr völlig abhanden gekom­men. Da ist für unsere Lanzen wenig Arbeit und ber Karabiner zur Hauptwaffe der Reiterei geworden. Im Patrouillendienst bestätigt sich nach wie vor der frische fröhliche Reitergeist unserer jungen Offiziere und her Leibhusaren. Viele von diesen hat bereits eine feind­liche Kugel erreicht. Der Tod sucht im Kriege stets die Besten. Aber so groß auch die Verluste find, wtr werden durchhalten, wir müssen und werden siegen. Die gerechte Sache und die Logik der Weltgeschichte stehen auf unserer Seite. Gott wird uns beistehen! Und nun leben Sie wohl, lieber...... ! Bleiben Sie uns ein treuer Kamerad. Ihnen alles Gute wünschend Ihr aufrichtiger Mackensen.

Ablahrtszeiten der Züge von Slalioe Met

Gültig vom i. Juli ab bis zum ro. September.

In der Richtung nach Bebra:

$58 733 037 |255 1°3 H45 g58D $09 005 J49 756 ||19 ||47D |53D

In der Richtung nach Frankfurt a. M.:

g02§ göOD j:

'38 ||04D |2 6 £

37D §27 gl2* $48 IQ10

In der Richtung nach Treyfa und Grebenau:

8 36 1112 pO 230 §50 H25

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ß. Enzenbach Sersfeld

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a) in der Richtung nach Ersurt-Leipzig-Halle-Berlin:

702 goo 1040 1216 |28 1

53 ^SM $24 y5ID $35

£58

b) nach Cichenberg-Göttingen-Hannover:

057 1056 117 p3 $35 g56D 040

1200

c) nach Cassel:

344* £36 $55* g54 001 IO4,D 12 4'2 498 644

715* 002 Q42

nach Rotenburg O v

* Nur Wochentags. § Nur an Tagen nach Sonn- und Feiertagen bis Fulda. Die mit D bezeichneten Züge sind zuschlagspflichtig.

Die Eilzüge sind durch fetten Druck kenntlich gemacht.