Einzelbild herunterladen
 

M hin erfolge 001500 nnb Mr. sideitetn der ilwWe» AW-MM

Unsere siegreichen Kämpfe in Lillanen.

Vorn blutigen Ringen um Szawle schreibt der Kriegsberichterstatter Dr. Stephan Steiner demBcrl. Lok.-Anz." unterm 12. Juni:

Die anfänglich rein lokalen Kämpfe bei Szawle und an der Dubissa nehmen von Tag zu Tag einen immer größeren Umfang am Russischerseits wurden enorme Opfer gebracht, die ihnen jedoch nur zu bedeutungslosen, lokalen Erfolgen verhelfen könnten, die zu den erlit­tenen Verlusten in gar keinem Verhältnis standen. Nachdem die gegnerischen Truppen in dem erfolglosen Anstürmen gegen unsere Stellungen einen beträchtlichen Teil ihres Bestandes verloren haben, gingen unsere Kräfte, durch starke Artillerie kräftig unterstützt, zum Angriff vor und errangen entlang der ganzen Front große Geländevorteile, wobei uns mehrere tausend Ge­fangene und großes Kriegsmaterial in die Hände ge­rieten. Die Kämpfe der letzten vier Tage waren an den Brennpunkten der Front, nämlich bei Szawle und öst­lich Rossienie bei Eiragola für unsere Waffen äußerst erfolgreich. Insbesondere gelang es uns, die Eisen­bahnlinie zu erreichen und die Zerstörung der Eisen­bahnverbindung zwischen Mitau-Mnrajewo, Szawle und Kowno zur Ausführung zu bringen. Die Russen leisteten auch in diesem Abschnitt der Kampffront, dessen Terrainschwierigkeiten äußerst groß sind, heftigen Wider­stand. Alle taktischen Punkte dieses Geländes wurden von ihnen festungsartig ausgebaut, die weitgestreckten Waldungen durch starke Stacheldrahtverhaue unpassier­bar gemacht. Dessenungeachtet gelang es den dort kämfeudeu deutschen Truppen, sie in viertägigen, hart­näckigen Kämpfen immer weiter zurückzudrängen und sich so nach Osten gegen die Stadt Szawle herauzn- arbeiten. Eine Division allein machte dabei sechstau­send Gefangene, darunter vier Offiziere.

Das Mißverhältnis zwischen der Zahl der gefan­genen Offizieren und derjenigen der Mannschaften ist auffällig. Es beweist einesteils, daß die russische Armee stark an Offiziermangel zu leiden hat, andernteils, daß sich die Offiziere hinter der Front aufhalten, da sie nur dadurch erzwingen können, daß ihre Leute zum Angriff vorgehen. Diese Auffassung wird auch durch die Ge­fangenen bestätigt, die erzählen, daß sich bei den An­griffen Offiziere mit Maschinengewehren hinter den Sturmkolonnen aufstellen und bei der kleinsten Stockung des Angriffs auf die eigene Mannschaft feuerten. In der letzten Zeit werden auch an der hiesigen Front unver­hältnismäßig wenig Maschinengewehre und Geschütze erbeutet, was sich damit begründet, daß die russische Ar­tillerie sehr weit hinter den Jnfanteriestellungen in Po­sition geht, wodurch bei Mißerfolgen, die durch die man­gelnde Unterstützung der Artillerie infolge der neuen taktischen Verwendung immer öfter vorkommen müssen, weniger Artilleriematerial m feindliche Hände gelangt, auch dann, wenn die Einbuße der Infanterie sehr groß sein sollte.

Auf meiner dreitägigen Fahrt an der Dubissafront sah ich die grausamen Spuren dieses Kampfes, der hier seit Wochen so unerbittlich ausgefochten wird, wie viel­leicht an keiner der anderen Fronten. Als ich bei der ersten Einnahme Szamles diese Wege fuhr, war das Land vom Kriege beinahe unberührt. Die russischen Kräfte, von dem unerwarteten deutschen Vormarsch in diesem Gebiet überrascht, räumten den Landstrich, ohne Widerstand zu leisten, und auch die Stadt Szawle, um deren Besitz jetzt der Kampf so blutig wogt, wurde nach schwacher Gegenwehr von unseren Truppen besetzt. Was für ein verändertes Bild jedoch fand ich, von Kielmi angefangen, bis zur Dubissa, vor. Das ganze Gelände ist weit und breit von Schützengräben durchfurcht. Alle Qrtschaften, die sich an der Kampffront befanden, sind zu Asche geworden. Die große Reichschaussee, eine der besten Straßen, die Rußland besitzt, wurde von den sich langsam zurückziehenden Russen an unzähligen Stellen aufgerissen, um sie unseren verfolgenden Truppen un­brauchbar zu machen. Die langgestreckten Waldungen nördlich Szawkiani, Skauümill bis hinauf zur Eisen­bahnlinie sind an vielen Stellen von den Russen ange­zündet worden, um dadurch unseren Truppen den Durch­gang gegen Szawle unmöglich zu machen. Alle Brücken, die in diesem sumpfigen Gelände so reichlich vorhanden sind, wurden niedergebrannt oder gesprengt. Auf den weiten Feldern überall unzählige Grabhügel. Sie sprechen eine beredte Sprache dafür, was für eine blu­tige Ernte der Krieg hier hielt. Bier Kilometer östlich der Dubissa bei Metzle sah ich einen dichtgedrängten Schützengraben, wo anscheinend die ganze Besatzung von den deutschen Schrappnells dahingemäht wurde. Unweit davon beim Waldweg gegen Rehegie liegt auf einer Lisiere eine ganze Schwarmlinie russischer Sol­daten, die von deutschen Maschinengewehren aus etwa zwanzig bis dreißig Meter Entsernnng getötet wurden.

Die russischen Verluste an Toten und Verwundeten

E3

Roman von Freifrau Gabriele v. Schlippenbach.

20) (Nachdruck verboten.)

Aber warum, warum?" stotterte Rothschmidt.

Frau von Steinau erhob sich und stand in ihrer start- lichen Größe und Fülle dem Studenten gegenüber; ihre Augen blitzten ihn zornig an.

Sie fragen noch warum?" sagte sie, und es grollte in ihrer Stimme.Ich will Ihnen einmal die Wahrheit sagen: Sie melden sich zu Mittwoch an und kommen erst heute."

Ich, ich hatte dringende Geschäfte, bin eben erst angekommen."

Flunkern Sie doch nicht," sagte Frau Elisabeth streng,mein Sohn Fritz hat Sie Donnerstag früh ge­sehen. Sie fuhren in sehr flotter Gesellschaft an ihm vor­über."

I, der abscheuliche Beugel!" dachte Rothschmidt.

Er wollte sich entschuldigen, das Wort wurde ihm abgeschnitten.

Ich habe Ihnen noch mancherlei zu sagen, mein Herr," sagte die kalte Frauenstimme,der Mann, der ein junges Mädchen voreilig an sich fesselt, hat die Pflicht, das Studium ernst zu nehmen, um möglichst bald eine solide Häuslichkeit zu gründen, er darf nicht Allotria treiben. Sie haben Hilde an sich gezogen und sie nach­her vernachlässigt. Gottlob, sie hat erkannt, daß es Scheingold ist, was sie für edles Metall hielt, und sie hat eingesehen, daß sie sich getäuscht hat. Gehen Sie, mein Herr. Hier der Ring, den Sie als Band der Treue und wahren Liebe meiner Tochter an den Finger steckten. So, id) glaube, nun kennen Sie meine Meinung und dort ist die Tür."

Mit herrischer Gebärde deutete Frau von Steinau auf die Tür.

müssen ganz ungeheuer gewesen sein. Auf den Feldern und in Straßengraben liegen unzählige Gewehre umher und Hunderttausende von Patronen. Das Gefecht flaute vorgestern stark ab. Laut Meldungen werden vom Geg­ner fortwährend starke Truppenmassen an diese Front herangezogen, die anscheinend der Njemenfront entnom­men sind, die in den Kämpfen der letzten Tage unweit Mariampol gegen den Njemenlauf zurückgedrüngt wurde. Bei Eiragola ging der Feind infolge unseres Angriffes auf ein beträchtliches Stück zurück. Mit Rück­sicht auf die großen russischen Verstärkungen nehmen die Kämpfe einen immer ernsteren und umfangreicheren Charakter an, doch sind unsere taktischen Aussichten für die kommenden hartnäckigen Kämpfe erfolgversprechend.

E Aus dem großen Hauptquartier j

0-* Großes Hauptquartier, 14. Juni 1915, 2,30 Uhr nachmittags. WTB.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Auf der Front zwischen Lievin und Arras erlitten die Franzosen eine

schwere Niederlage.

Nachdem im Verlaufe des Tages mehrmals die zum Vorgehen bereitgestellten feindlichen Sturmkolonnen durch unser Artilleriefener vertrieben waren, setzten gegen Abend zwei starke feindliche Angriffe in dichten Linien gegen unsere Stellungen beiderseits der Loretto­höhe sowie anf der Front Neuville-Roclincourt ein. Der Gegner wurde überall unter schweren Verlusten znrück- geworfen. Sämtliche Stellungen sind voll in unserm Besitz geblieben.

Schwächere Angriffe des Feindes am Yserkanal wurden abgeschlagen. Südöstlich Hebuterne haben die Jnfanteriegefechte zn keinem nennenswerten Ergebnis geführt. Vorstöße gegen die von uns eroberten Stellun­gen in der Champagne wurden im Keime erstickt.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

In der Nähe von Kuzowimia nordwestlich Szawle wurden einige feindliche Stellungen genommen und da­bei 3 Offiziere und 300 Mann zu Gefangenen gemacht.

Südöstlich der Straße Mariampol-Kowno stürmte« unsere Trappen die vorderste russische Linie. 2 Offiziere, 313 Mann waren hier die Bente.

S ü d ö st l i ch e r K r i e g s s ch a n p l a tz.

Die Armee des Generalobersten von Mackensen ist in einer Breite von 70 Kilometern aus ihren Stellnngen zwischen Czerniawa (nordwestlich Mosziska) und Sie- niawa zum Angriff vorgegangen.

Die feindlichen Stellungen sind auf der ganzen Front gestürmt. 16 000 Gefangene fielen gestern in unsere Hand.

Auch die Angriffe der Truppen des Generals von der Marwitz nnd des Generals von Linsingen machten

Fortschritte.

Oberste Heeresleitung.

S i e n i a w a ist ein galizischer Marktflecken im Be­zirk Jaroslau. Es liegt am San nördlich von Prze- mysl. M 0 s z i s k a liegt östlich von Przemysl an der Bahn nach Lemberg.

Vom österr.-ungar. Generalstab

Wien, 14. Juni. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Russischer Kriegsschauplatz.

Die verbündeten Armeen in Mittelgalizien griffen gestern erneut an. Die russische Front östlich und süd­östlich Jaroslau wurde nach heftigem Kampfe durch­brochen und der Feind unter den schwersten Verlusten zum Rückzug gezwungen. Seit heute nacht sind die Rus­sen a>ch bei und südöstlich Mosciska im Rückzüge. 16 000 Russen wurden gestern gefangen.

Unterdessen danern die Kämpfe südlich des Dnjestr fort. Bei Derzow südlich Mikolajew schlugen unsere Truppen vier starke Angriffe blutig ab. Der Feind räumte zuletzt fluchtartig das Gefechtsfeld.

Fritz war gerade aus der Schule gekommen und hatte einen Teil der Unterhaltung im Vorzimmer mit an­gehört. Mit einer tiefen, spöttischen Verbeugung öffnete er die breite Glasür.

Bitte gefälligst, Herr Referendar," sagte er höflich.

Rothschmidt eilte auf die Straße hinaus. Wie ein begossener Pudel kam er sich vor. Zum Kuckuck! Die Alte Hatte ihn angedonnert!

Und in dem Mädchenstübchen lag Hilde vor ihrem Bett auf den Knien. Ein junges Mädchenherz kämpfte schwer. Ein Grab gähnt vor ihr. Darein legte sie ihre gläubige junge Liebe.

In Hollkitten war der Wonnemonat Mai vergangen. Die Rosen hatten dicke Knospen, nnd das junge Korn stand schon in Aehren. Rötlich schimmerten die Erd­beeren, und Christels Erbsen setzten Schoten an.

Christel war den ganzen Tag beschäftigt, bald im Hause, bald im Garten, oder sie saß auf dem Rücken ihres Schimmels, oder sie ritt mit dem Bruder aus. So gern sie in seiner Gesellschaft war, es war fast noch schöner, allein durch den Wald und das Feld zu traben und so ungestört seinen Gedanken nachhängen zu können.

Oft führte sie ihr Weg nad) Varditten. Der Leut­nant war abgereist. Christel war sein fades Wesen un= angenehm gewesen, sie haßte seine verliebten Blicke nnd Reden.

Das Ziegeldach Steinsees lugte zwischen den Bäu­men hervor. Es war doch schade, daß Alfred Röhrbach wieder in den Dienst mußte: sie hatten am Sonntag so fröhliche Stunden verlebt.

Alfred, Alfred," dachte Christel,mein Lieblings- uame! Ich würde gern einen Bruder haben, der so heißt. Fred würde ich ihn nennen! Lieber Fred wie gut das klingt!"

Sie errötete und lachte fröhlich.---------

Frau Alice hatte es durchgesetzt, daß sie mit der Mama sie sagte nieMutter" nach Wiesbaden

Nordwestlich Zurawno dringen die Verbündeten ge­gen Zydaczow vor und eroberten gestern nach schwerem Kampfe Rogucno.

Auch nördlich Zurawno schreitet der Angriff erfolg­reich fort. Viele Gefangenen, deren Zahl noch nicht fest­steht, fielen in die Hände der Unsrigen.

Nördlich Zaleszcyki griffen die Russen nach 11 Uhr nachts in einer drei Kilometer breiten Front vier Glie­der tief an. Unter großen Verluste« brach dieser Massen- Vorstoß im Feuer unserer Truppen zusammen.

I t a l i e n i s ch e r K r t e g s s ch a n p l a tz.

In dem Kampfe bei Plava am 12. ließ der Feind, wie nun festgestellt wurde, über 1000 Tote und sehr viele Verwundete vor unseren Stellungen liegen. Gestern spät abends wiesen unsere Truppen einen abermaligen Angriff gleich allen früheren ab. Die Italiener vermocht ten sonach nicht, an der Jsonzofront irgendwo durch- zudringen.

Im Kärntner nnd Tiroler Gebiet hat sich nichts Wesentliches ereignet.

Balkan-Kriegsschauplatz.

Südlich Avtovac wehrte eine unserer Feldwachen den Angriff von zirka 200 Montenegrinern nach kurzem Kampf ab. Sonst ist die Lage im Südosten unverändert.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes.

v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant.

Der italienische Krieg.

Schmerzliche Enttänschungen für Italien.

DieKriegsztg." desB. L.-A." meldet aus Lugano: Drei große Enttäuschungen sind die charakteristischen Merkmale der heutigen italienischen Presse. Man hatte gehofft, daß die Antwortnote Wilsons mindestens den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Amerika zur Folge haben würde. Nun wundert man sich über den freundlichen Ton dieser Note und Berietst nicht, warum Bryan ihretwegen seine De­mission gab, da sie ja geradezu die Untertanen für neue Verhandlungen schaffe. Die zweite Enttäuschung kommt in einer römischen Korrespondenz des MailänderCorri- ere öella Sera" zum Ausdruck, die offen eingesteht, das mau in Rom auf ein unverzügliches Gingreifen Rumä­niens gerechnet habe, und alle Mächte des VierverbandeL beschwört, in Bukarest durch Nachgiebigkeit gegen dic rumänischen Forderungen eine bessere Stimmung zu erzielen. Die dritte Enttäuschung sind die Waffeuerfolg« der Verbündeten in Galizien, die man nach den über­triebenen, zum Teil erlogenen russischen Generalstabs­berichten, nicht für möglich gehalten hat. Man tröstet sich jetzt darüber durch die Feststellung, daß aus Peters­burg telegraphiert wird, daß diese Offensive die allerletzte bis an die Grenze ihrer Kräfte gehende Anstrengung der verbündeten Zentralmächte sei, daß ihre Reserven er­schöpft seien und darum auch die Eroberung Lembergs nichts nützen würde

Von der Westfront

18 000 Mann Verluste der Franzosen bei Carency.

Eine Anzahl Londoner Blätter berichtet aus Frank­reich, daß die französischen Truppen in den jüngsten Kämpfen auf der Lorettohöhe und bei Carency entsetz­liche Verluste hatten, die auf mindestens 18 000 Mann geschätzt werden.

Die Verlnste der Engländer bis 31. Mai 10 955 Offiziere und 258 069 Mann.

Nach den bisher vorliegenden Berichten aus eng­lischen Quellen hatten die Engländer bis zum 31. März 5981 Offiziere und 93 778 Mann verloren: das wäre also in den ersten acht Kriegsmonaten. Nach einer kürzlich von Asquith gegebenen Darstellung bezifferten sich bis 31. Mai die Verluste der Engländer anf 10 955 Offiziere und 258 069 Mann. Aus dem Vergleich dieser Ziffern würde man eine ungeheure prozentuale Steigerung der Offiziersverluste herauslesen müssen. Aber an diese plötzliche prozentuale Steigerung glaubt man nicht, nimmt vielmehr an wohlunterrichteter Stelle an, daß die englische Regiern«« im März nicht die volle Wahr­heit gesagt und mit der Bekanntgabe der wirklichen Verluste zurückgehalten hat. Der Grund hierfür liegt ja klar zutage: Die englische Regierung sieht sich jetzt gezwungen, dem Lande den Ernst der Lage darzulegen und unter diesem Druck die allgemeine Wehrpflicht zu erreichen.

DMA

ging. Es hatte einige Mühe gekostet, Adolf zn über­reden: erst anf einen nachdrücklichen Brief der Schwie- germama willigte er ein. So reiste dann Frau Alice Mitte Juni ab. Es tat ihr wohl leid, ihren Mann allein zu lassen, aber der in Aussicht stehende Aufenthalt in dem eleganten Badeorte lockte verführerisch.

Christel hatte ihr rotes Tüchlein zum Schutze gegen die Sonne tief ins Gesicht gezogen und half der Mam­sell Erdbeeren pflücken. Duftend häuften sich die leckeren Beeren in der Schüssel: sie sollten eingekocht werden. Munter plauderte des jungen Mädchens Mund, wenn nicht gerade eine besonders schöne Beere ihn füllte. Vom Schweineschlachten nnd der Gänsemast, vom Pökeln und Räuchern wollte Christel hören. In der Küche wußte sie schon gut Bescheid, und auch um die Wäsche kümmerte sie sich.

Früuleiuchcn," sagte Mamsell Regine, ,Sie müssen einen Landwirt heiraten."

Werde ich auch," kam es zurück.

Ich wüßte wohl einen, der zu Ihnen paßte."

Nun, wer denn, Mamsellchen?"

Der junge Herr von Röhrbach auf Steinsee."

Ach, der!"

Christel sagte das scheinbar gleichgiltig.

Soll ein gutes Gemüt haben und gegen die Leute freundlich sein. Und welch ein guter Sohn er ist! Meine Nichte diente in Steinsee, die hat es mir gesagt. Der alte Herr hebt und trägt ihn und tut ihm alles zuliebe."

Christel ist verstummt.Lieber Fred," denkt sie für sich.

Adolf hatte seine Frau zur Bahn gebracht: jetzi CI iim Schreibtisch und qualmt aus der geliebten Wtfe. Es wird ihm doch schwer, Alice für mehrere Wo­chen zu missen.

(Fortsetzung folgt.)