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Koustantinopel, 6. Juni. (WTB.) Das Hauptquar­tier teilt mit- Au der Dardanellensront ha die sehr hef­tige Schlacht im Abschnitt von Seddul-Bahr, die am 4. ciuni mittags in einem feindlichen Angriff begonnen und sich auf der ganzer: Front entwickelt hatte, nach fast zweitäaiaer Dauer durch energische Angriffe unseres rech­en ^liiaels heute morgen zu einem Erfolge für uns ge-

»tbrt Der Feind wurde in Unordnung in seine frühe­rn Stellungen zurückgeschlagen, nachdem er sehr schwere

Verluste erlitten hatte. Wir erbeuteten von gestern bis uente morgen 17 Maschinengewehre, eine große Menge von Waffen und Kriegsmaterial. Nachdem ein Versuch

Kindes, unsern linken Flügel anzugreifen, zurück- aewiesen worden war, warf er sich mit allen Kräften auf unsereu rechten Flügel, mußte sich aber vor unseren Ge- aenangriffen heute früh zurückziehen, autzerstaude, sei­nen vertäfelten Vorstoß fortzusetzen. Bei Ari Burnu unternahm der Feind in der Nacht vom 5. zum 6. Juni einen verzweifelten Angriff gegen unseren rechten Flü- ael wobei er Handgranaten gebrauchte. Der Angrrff wurde gleichfalls mit Berlusteu für den Feind abge­wiesen. An den anderen Fronten nichts von Bedeutung.

Eine Unterredung mit Liman von Sanders.

^ KÄM» wcÄ"inÄ Äelobiekt der englischen schweren Artillerie bilden die ^<«ThfnitÄLer ein brutalster Aöeife wurde zum Beiipiel ^Tsnüa^ wo 14 Verwundete imenfn daß vom Festlande kommende Angriffe Erfolg ftnrwn%ftttttten <^n Sed ül Bahr werden wir, erklärte ktman Pascha!' dw Kerle fotenee angreifen, AS wir st- hinausgetrieben haben. Darauf kann ieder vertrauen.

Neuer französischer Oberbefehlshaber: vor den

Dardanellen.

bet %»» ÄKß/V über das s!anzöW an den Darda»:ellen einem Vizeadmiral zu übertragen Der neue Be^ r-rttinr ist her Vizeadmiral Nicol, dem der visyerige oc- fehlsha^>er Konteradmiral Gueprate zur Unterstützung beigegeben wird.

Rumäniens Risiko.

Unter dieser Ueberschrift legt dieKöln. Ztg. die Laae dar welche für Rumänien bei einem Anschluß an (Entente entstehen würde. Es heißt in dem Artikel am Schlüsse' Möge die rumänische Oligarchie es W ut ^uler Stunde nochmals überlegen, ob Rumamen der Rolle treu bleiben soll, die ihm das Schicksal jjPöedaW bat* als lateinische Scknldwacye zu Ü^hen am Ufer des

^^rLiaVäabre miw es untergeben UMAKLZÄMUM-

werden. ., .

Ueber die Stimmung in Rumänien

es in einem Berliner Telegramm der91t* ,9t- 9t* |)te Provinz mobilisiert genau so Segen den Krieg, wie sie didvokaten der Bukarester Straße für den Krieg rruenae in aufreizenden Reden zu gewinnen suchen, ^lber ai^m ^ie Industriellen, die Großkaufleute, die Hochfinanz auch die ^n'^ in Bukarest lehnen ncy tmmr «SlÄ einen »tuet). mit D-utM- ff r Mnn Deutschland brüskiert wird, dann ge­raten unzäRiae Existenzen des Mittelstands, und der cYnhnftrtebeAtrfe Rumäniens ins Wanken. Die Entgie^ einem Bankerott der rumänischen Wirtschaft.

Rumänische Preßstimmen zum Fall Przemysls.

aWn Verluste der Russen sei es heute fraglos, daß sie RK 2u einer W fähig seien. Die Ursache der ÄiÄ?rMaeu der Russen a, der ganzen Linie liege in dem MauÄ au'sN sowie an Mnnstion. Das msttemal sei die Festung durch Hunger b^wungen wor- s^nrtr wtTA schwere Kanonen und Berge von Mu-- ®nn - sagt, der Verlust Prze- ner^ckue keineswegs bloß eine lokale Niederlage. SftKÄneÄ

Die "Mouawa h^vt hervorgerufen hat, her- M betont daß es M moralische Gründe welche die Niederlage der Russen auf der ganzen

oberm:

feie:?, welche die L-.- - Linie Herbeigeführt hätten.

Stürmische Auseinandersetzungen in Rnmänieu.

%her Frks Zta " aus Paris gemeldet wird, hat ares/er Mewunaen der konservative Parteskon-

ßs6Äy srtewff- schreitem

Kriegsallerlei.

Graf Bernstorffs Bericht.

fernste-

renz, die der deutsche

«t^ÄÄ^

>t und über den wahren Stand der u osferttktchen Meuuma bezüglich des beut» chootkriegeS berichten soll, Meyer Ger- war früher Bortrapender Rat im Reichs-

Wilfon ö« amerttauts scheu Hirt«:

Nebst VW Geist des Schüßengravens

spricht dasAlgemeen Handelsblad" in einem bemerkens­werten Aufsatz. Aller Streit, Haß und Fehde aus den Tagen vor dem Krieg seien bei den neuen Höhlenbe­wohnern verschwunden. Wenn wieder Friede ist, werden diese Kämpfer sich verwundert erinnern an die frühere Unzufriedenheit über kleine Nichtigkeiten. Ein neuer Begriff, Liebe für ein gemeinschaftliches Ideal, sei ge­prägt worden. Schulter an Schulter haben sie gelebt, gelitten und gestritten in dem Schiitzengraben mit Ge­nossen, Todesgefahr haben sie geteilt, gegenseitig haben sie Straft und Mut kennen und schätzen gelernt, sich die Wunden verbunden und Seite an Seite das Leben ge­opfert . . . Mächtige, fremde Gesetze lehrt der Schützen­graben. Als sich dem Soldaten der Charakter des Waf­fenbruders offenbarte, schwand der Klassenhaß, der die beiden in der bürgerlichen Gesellschaft trennte. Taten von aufopfernder Treue zeugten von Kameradschaft, die stär­ker ist als Tod. Aristokrat und Messerschleifer haben ein Strohlager geteilt, haben sich die Arme um den Hals ge­schlungen, um die Wärme in dem verwundeten Körper zu halten, wenn sie in kalten Nächten unter den Sternen sterben sollten, während Männer mit Tragbahren sie suchten . . . Das Ergreifendste an diesem gemeinsamen Leiden und Streiten im dunkeln Graben sei die Disziplin: nicht die eiserne Disziplin, die nur durch Zwang, Strafe, Drohungen, harte Worte und Furcht erreicht wird, son­dern die Disziplin, die wahr ist und edel und die Folge gegenseitigen Vertrauens, in Offizieren und in sich selbst. Disziplin ist ein Zustand von völligem Vertrauen auf die Kameraden," sagt Darwin. Diese Disziplin ist eine sittliche Kraft. Sie überwindet den Instinkt, der sich vor dem Tod fürchtet. Auch Haß vermag dies allerdings. Aber das Gift des Hasses verliert bald seine wirkende Kraft. Dann zeigt die Disziplin, die zusammenfttgt, ihre größere Krast. Moltkes Wort:Eine Kriegsmacht ohne Disziplin ist ebenso lächerlich wie teuer" bleibt wahr. Der Geist des Schützeugrabens lehrte die Zaubermacht der Disziplin. Die Macht heißt Vertrauen auf Karneradeu, Vertrauen auf Führer. Der Genieinschaftsqeist wird geboren, der auch einzelnen Streitern eine Phalanx macht.Möchte dieser Geist des Schützengrabens sich auch stark und groß bewähren in unserm Vaterland!"

Die völlige Genesung des Königs von Griechenland.

Wie derFranks. Ztg." aus Athen gemeldet wird, werden die deutschen Professoren Kraus und Eiselsberg, nachdem sie den König von Griechenland eingehend unter­sucht und die von den griechischen Aerzten gestellte Diag­nose und eingeschlagene Behandlung vollkommen gebilligt und seinen Gesnndheitszustand nunmehr als vollkommen gefahrlos bezeichnet haben, wieder abreifen.

Eingeständnisse eines Engländers.

Daily Telegraph" veröffentlicht den Brief eines kana­dischen Offiziers, in dem es heißt: D ie Feinde sind glänzend ausgebildet und ausgerüstet. Sie sind trotz aller gegenteiligen Berichte votreffliche Gegner. Wenn jemand glaubt, daß sie wenig Munition hätten, mag er hierher kommen und sich 24 Stunden lang beschießen lassen,

Eine Verschwörung in Indien.

London, 6. Juni. (WTB.)Times" berichten über eine Verschwörung in Indien, die in einem Prozeß in Lahore verhandelt wurde. 81 Personen waren wegen Verschwörung gegen die Regierung angeklagt. Kron­zeugen sagten aus, daß die Idee der Revolution unter den in Amerika und Kanada lebenden Indern entstan­den sei, auch Passagiere des japanischen SchiffesKoma- gatu Maru" hätten zu den Aufständischen gehört. Grup­pen von Verschwörern landeten in verschiedenen Häfen mit der Absicht, für den Aufruhr zu wirken: sie waren unter den indischen Sepoys in Hongkong tätig. Eine Gruppe kam nach Singapur. Vielleicht hängt hiermit auch die dortige Meuterei zusammen. Die Führer er­reichten das Pendschab und versuchten, die indischen Truppen in Lahore, Mubella, Macrnt und anderen Gar­nisonen zu gewinnen. Ein allgemeiner Aufstand im Pendschab, den vereinigten Provinzen, in Agrapudh und in der Nordwest-Provinz war für den 21. Februar fest­gesetzt und wurde nur dadurch vereitelt, daß sich am 19. Februar einer der Verschwörer verdächtig machte, so daß der Rebellenführer in Lahore verhaftet werden konnte. Die Verschwörer hofften, die indischen Soldaten für sich zu gewinnen, Waffen, Munition und Geld zu beschaffen, um dann alle europäischen Zivilpersonen zu ermorden, die Straßen- und Eisenbahnbrücken zu zerstören und schließlich alle europäischen Truppen niederzumachen.

Dimitrijew hätte anders gemacht.

Aus Sofia meldet dieKöln. Ztg.": General Radko Dimitrijew der rege Verbindungen mit hiesigen Politikern und Reservegeneralen unterhalt, hat hierher geschrieben, daß er immer von einer Unternehmung gegen die Karpathen abgeraten habe, weil diese ein ganzes Heer festtegen werde und ein Erfolg zweifelhaft sei, auch ein Vorgehen der Verbündeten in Polen und Westga- lizien den Rücken des russischen Karpathenheeres be­drohen könne. Dimitrijew wollte die Karpathen nur be­obachten und mit dem Hauptheer ans Schlesien marschie­ren. Von der Absicht, Simitrijew mit dem Befehl eines auf Konstantinopel abzusendenden Heeres zu betrauen, ist es still geworden.

Gärung in Finnland.

Meldungen, die denBasler Nachrichten" vom 2. Juni aus Kristiania zugeben, berichten, daß die- ruua in Finnland stark im Znnehmen begriffen sei. Die Kosaken führten eine Schreckensherrschaft. Zahlreiche Finnländer versuchten, auf schwedisches oder norwegi­sches Gebiet zu flüchten, um von dort aus Amerika zu erreichen.

Die französischen amtlichen Berichte.

Paris, 6. Juni. (WTB. Telegr.) Amtlicher Bericht von gestern nachnstttag: Der Feind machte während der B frei bS gegen die Zuckerfabrik

Smlchez smbie die nördlichen und slidlichen Schtttzen- grübem Er wurde zurückgeschlagen und erlitt wahrend des ersten DersuckS starke Vereuste. Wir bleiben Herren Ätto aSerten eteltinm. ®lefe REt nastm-n ebenfalls einen deutschen Posten nordwestlich der Roten Wirtschaft", einen Kilometer südlich von Souchez. Dte sLtMertemt g^eit auf dem ganzen Abschnitt nördlich Arras war groß Auf der übrigen Front nichts Neues.

Amtlicher Bericht von gestern abend: Im Abschnitt nördlich erzielten wir ernstlich Fortschritte. Von Neuville balteu wir jetzt über die Halste des Nordteiles und den An-en Ostteil besetzt, d. h. über zwei Drittel DorkV Im Nordteil des Labyrinthes gewannen Meter. Wir rückten leicht im Zentrum )an«verkes vor, wo der Stampf unausgesetzt der ganzen Front des Abschnittes kampst » besonders in Lorette, Neuville und im Laby- Lo der Kampf von äußerster Heftigkeit war Ein Geschütz, welches gestern Verdun beschossen wurde in den Morgenstunden entdeckt und unter un,« Feuer genommen. Wir konnten die Wirkungen unsereSFeuers feststellen, welches das Beton der Platt- - ' " '^"digte und ein Munitionslager zur Explosion

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Vermischtes. '

Verbranntes Goldgelb. Eine bemerkenswerte Mahnung erläßt der Landrat des Kreises Allenstein in folgendem: Bei den zahlreichen Bränden der letzten Wochen ist es wieder einmal bekannt geworden, wie leichtsinnig die Bewohner des Kreises in bezug auf die Bersicheruug sind. Die Gebäude sind fast durchweg zu gering, die bewegliche Habe gar nicht versichert. Das lnsiunigste aber ist die Aufbewahrung größerer Gelö- ummen zu Hause. Drei Familien haben bei dem Brande hre ganzeu (Ersparnisse verloren eine über tansen! Mark und eine über zweitausend Mark und eine etwa dreihundert Mark: warum bringen solche Leute das Geld nicht auf die Sparkasse? Gar kein Mitleid ver. dienen aber die Leute, die trotz aller Aufforderungen immer noch Goldgeld zu Hause hatten. Ihnen ist gant recht geschehen. Ich kann im übrigen nur hoffen, das einmal recht zahlreiche Familien sich aus Vorstehenden rae Lehre ziehen: 1. sich schleunigst genügend gegen Feue: zu versichern: 2. möglichst alles Bargeld auf die Spar- kasse zu bringen; 3. alles Goldgelö sofort eiuzuwechselu/

Auf dem Altar des Vaterlandes. Eine alte Frau vom Lande hat, wie dieKönigsberger Hartung'sche Zei­tung" nutteilt, an eine Pastorsgattin in Oldenburg sol- gendes Schreiben gerichtet:Es ist immer mein Kummer/ daß ich nicht so viel für das bedrängte Vaterland tun kann, wie ich nur möchte. Ich gäbe so gern mit vollen Handen, wenn ich nur könnte. Nun habe ich da noch eiul paar Erbstücke, welche in unserer Familie immer heilig ge­halten wurden. Es ist das Brauthäubckwn unserer Urgroß­mutter und ein über hundert Jahre altes Uiuschlagetuch. Das ubersende ich Ihnen mit der Bitte, es so teuer wie möglich zu verkaufen, wozu Sie gewiß besser Gelegenheit gaben als ich, und den Betrag der Kaiserspende und, wenn es viel ist, zur Hälfte der Verwundeten-Fürsorge zuzuweu- den. Nun ivünsche ich Ihnen viel Glück damit und sage Ihnen voraus besten Dank." Wie viele Säumige und Zögernde beschämt diese arme Frau.

Kriegshumor. Ein Irrtum. Eine französische Bür­gersfrau erzählt einer Freundin, daß jetzt in ihrem Hause alles so ordentlich und sauber sei, wie nie zuvor. Diese gratuliert ihr, daß sie endlich ein so tüchtiges Dieiist- und Stubenmädchen erwischt habe. Dienst- und Stubenniäd- chen? Non, non! Das besorgt ja alles unsere Einquartie­rung, die deutschen Soldaten!" Des Mädchens .Klage, Me:u Vetter, der Fliegerleutnant, hat noch immer nicht gemerkt, daß ich in ihn verliebt bin, und das ivill nun ein Beobachtungsoffizier sein!" Das Schlagwort.Glau- Sie, daß öwdufeüt Eulalie wirklich noch so jung ist, wie angibt?"Nein, ich glaube, die hat ihre Jugend ge-

Dw amtliche Prophezeiung. Eine kleine Pariser 4-zene, die immerhin die wahre Stimmung der Parkier Bevölkerung schärfer erkennen läßt als die Hochtürmen- den Leitartikel der Blätter, hat ein Mitarbeiter des Gaulois" beobachtet. Ein alter Beamter des Ministe­riums, der in dieser Eigenschaft ein hohes Ansehen bei feinen Nachbarinnen genoß, wird jeden Tag, wenn er aus dem Amt zurückkehrt, von allen mit der Frage üe- sturmt:Sagen Sie uns nur, wann wird dieser Krieg zu Ende gehen? Jetzt muß es doch gehen, wo Italien auf unserer Seite ist? Die Legierung muß es doch wissen!" Schließlich wußte der alte Herr sich nicht mehr zu helfen, und so sagte er auf gut Glück:Freuen Sie sich, meine Damen: der Krist a" 1 '----------

Ende!" Allgemeine Begeisterung, armen sich. Mitten in dem Lärm h

er Krieg ist am 18. September zu T-JW-ö. Die Damen um-

Dtitten in dem Lärm hört man plötzlich eine Mgendlkche Stimme in ein Haus hineinrufen:Weinen Sie nicht mehr, Mutter Antvme (die arme Alte hat einen Sohn und zwei Enkel an der Front), der Krieg ist an: 18. September aus. Das ist die amtliche Meldung!"

Höhlenbewohner an der Aisne.

Der Kriegsmaler Ernst Vollbehr, der mit unseren Feldgrauen in den Höhlen und Steinbrüchen an der Aisne gelebt hat, schildert seine Erfahrungen in einer fenetnben Planderer, die er in derUmschau" verössent- lrcht. Dre Höhlen, die natürliche, starke Festungen dar- stellen, scheinen zum Teil aus der Zeit der Höhlenbe- wohner zu stammen: sie gewähren mit den gewaltigen verwitterten Rresensäulenklötzen, die die Decke stützen, ernen malerischen Anblick. Vollbehr gewöhnt sich bald andas Hohlenleben und an den Kanonendonner und malte dre mannigfachen Bilder des SoldatenlebenS, die sich m den romantischen Höhlen entfalten. Hier waren Sol­daten dabei, ein Weinfaß zu leeren, das ihnen als Beute zugesallen war, dort zahlte an einem Tische ein Unteroffi- Zler das Monatsgehalt aus, während ein anderer zahl- ^lKe Postanweisunyell ausschrieb, durch die die Soldaten das Geld in dre Heimat schickteir, dann sah man wieder Schuster und Schneider bei der Arbeit, Gewehrappell wurde abgehalten, an ariderer Stelle spielte man Karten ober rüstete zur nächsten Mahlzeit. Ganz im Hinter­gründe Wiesen einige hundert Pioniere, die in der Nacht an den Schützengräben gearbeitet hatten.

^..-^ö^rend über den Eingang die Granaten Hinweg- zuchten, suhlten sich die Soldaten unten in den Höhlen Wer und wohl. Ein Bild rvie aus den ersten Zeiten der «M^^^Eit entfaltete sich, wenn an den Sonntagen die Soldaten aus den Schützengräben tarnen und sich um den aufgestellten Altar zum Gottesdienst versammelten. In

unterirdischen Miche fand Vollbehr am Herde einen ^il^aten, der als Koch berühmt war und sich gerade da- !^>«El^?I^te, Fleisch zu braten. In der Decke waren Granatlöcher mit Stroh ausgestopft, die Fenster auf der i^uerseite waren mit Türen verrammelt, und der Koch Karl" war wütend, weil ihm am Morgen die Küchenuhr und einige Glaser durch Schrapnellschüsse vernichtet wa­ren. Trotzdem schmeckte das Essen hervorragend. bloßer der unterirdischen Küche gab es noch eine Reihe tiefer Keller, die etagenartig untereinander lagen und in denen die Soldaten, wenn sie ans den Schützengräben abgelöst waren, bombensicher ruhen und ausschlafen konnten. Auch das Bureau des Majors und die Verbandsplätze waren unterirdisch. Als eines Abends die Soldaten in der großen duften Höhle bereits schliefen und nur noch ein kleiner Teil im Mondschein vor dem Eingang saß und Heimatslieder sang, kam völlig erschöpft ein Soldat mit der Meldung angelaufen:Die Engländer sind im vor­deren Schützengraben." Im Augenblick war alles aus dem Schlaf und stand marsch- und fampfbereit vor der Höhle, um im Laufschritt gegen den Feind vorzugehen. Die Wache hatte jedoch bereits den Angriff zurückge- schlagen, so daß die Soldaten wieder in die Höhlen zu- rtickziehen konnten.

Weitere Drahtnachrichten.

Umbildnug des französischer: Kabinetts.

* Haag, 7. Juni. (T. U) Der Pariser Korrespon­dentdesTelegraas" will nach derTal. Rüsch." aus zu­verlässiger Quelle eine bevorstehende Umbildung des französischen Kabinetts erfahren habev. & g, soll Ma- MMiMmr Augagneur abdauken.