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Militärische Wochenschau

Zu den ereignis- und erfolgreichsten Wochen des ganzen Krieges gehört die vergangene. Im Westen gelang es weder den Engländern noch den Franzosen, ihre bei Npern verlorenen Stellungen zurückzuerobern: sie erlitten vielmehr überaus starke Verluste und büß­ten noch mehr an Gelände ein. Es gelang nämlich der Armee des Herzogs Albrecht von Württemberg, die feindlichen Fronten immer weiter einzudrücken und mehr als vier Kilometer zurückzudrängen. Nur unter heftigem Rücken- und Sertenfeuer konnte der Feind auf seine Aufnahmestellungen zurückgehen. Vorteile wurden auch in den Argonnen bei Le Four de Paris erzielt und in der Champagne zwischen Souain und Perthes. Im Walde von Ailly südöstlich Verdun war­fen Die Unseren den Feind aus seiner Stellung und machten dabei zweitausend Gefangene. Im Priester- walde, in den Vogesen, sowie bei Flirey und Croix des Carnes (zwischen Verdun und Toul) wurden französi­sche Angriffe zurückgewiesen. Angesichts solcher erheb­licher Erfolge kann man es verstehen, daß die Stim­mung in Paris auf den Nullpunkt gesunken ist, und daß dem Londoner WeltblatteTimes" in einem Leit­artikel das Geständnis entschlüpft, die Ereignisse der letzten zehn Tagen hatten den klarsten Beweis geliefert, daß die Deutschen in jedem Augenblicke im Westen mit großer Macht, unbändigem Mut, reichem Vorrat an Truppen und Geschützen mit einem Geist, der vor nichts zurückschrecke, die Offensive ergreifen könnten.

Ebenso günstig wie im Westen steht es im O st e n. Dort griffen unter dem Befehle des Generalobersten von Mackensen und unter den Augen des Erzherzogs Friedrich deutsche, österreichische und ungarische Trup­pen überraschend die russische dritte Armee, die von Marschall Raöko Dimitriew befehligt wird, auf der gan­zen Lmie Malastow-Gorlice-Gromnik bis zur Weichsel an und warfen sie aus ihrer Hauptstellung und drei darauf folgenden Aufnahmestellungen. Die geschlagene Armee, die nacheinander ihre Stellungen am Dunajec, in Tarnow und an der Wisloka aufgeben mußte, be­findet sich in schleunigem Rückzüge nach Noröosten, nach dem San. Durch den Sieg Mackensens, an dem öster­reichisch-ungarische Streitkräfte unter Erzherzog Joseph Ferdinand und bayerische, schlesische sowie preußische Gardetruppen hervorragenden Anteil hatten, wurde auch die eigentliche Karpathenstellung des Feindes un­haltbar gemacht. Eiligst räumten daher die Russen ihre Schützengräben zwichen der Duklasenke und dem Lup- kower Sattel und suchten die Fühlung mit der Armee Dimitriews wieder zu gewinnen. An dieser Absicht wurden sie aber von der Armeegruppe v. d. Marwitz und der dritten österrreichischen Armee Boroewic ge­hindert, die ihnen mit großem Schneid nachsetzten und den Weichenden auf den Werfen blieben. Auch die rus-

KKarpathenstellungen zwischen dem Lupkower Sat- ld dem Uzsoker Passe und östlich davon werden baldigst geräumt werden müssen, um der Gefahr einer Bedrohung im Rücken oder einer Umfassung vorzubeu- gen. Während so auf dem rechten Flügel der Verbün­deten siegreiche Kämpfe im raschen Gange sind, wobei stündlich wachsende Beute an Gefangenen und an Ma­terial gemacht wird, blieb es im Zentrum meist bei Artilleriekämpfen, Auf dem linken Flügel aber, der vom Weichselbogen bis vor Mitau in Kurland reicht und unter dem persönlichen Kommando Hindenburgs steht, befinden sich Die Unternehmungen in der Ent­wickelung: daß sie ihren zielbewußten Fortgang nehmen werden, dafür bürgt des Führers Meisterschaft und sei­ner Truppen Heldenmut und Zähigkeit. Die Siege bei Schawli, Rossieny und Schadow gaben dazu die ersten A^An^den Dardanellen und zur See hat sich nichts von größerer Bedeutung ereignet. Das englisch­französische Geschwader blieb fast untätig, während die beiden Landungsabteilungen auf der Halbinsel Galli- poli bei Siddel Bahr im Süden und Kaba Tepe im Westen hart an die Küste gedrängt worden sind, von wo sie trotz wiederholter Versuche nicht vorwärts kommen können. In der Nordsee verloren wir zwei Vorposten­boote im Kampfe gegen dreifache Uebermacht, während England den TorpedobootszerstörerRecruit" und au­ßer anderen Handelsschiffen vierzehn Fischdampfer an zwei Tagen einbüßte. Bemerkenswert ist, daß ein Zep­pelin ein englisches Unterseeboot vernichtete.

Der englische Riesendar p erLusitania" torpediert.

Queenstown, 7. Mai. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Der CunarddampferLnsttania" ist torpediert worden und gesunken. Hilfe ist gesandt. DieLusitania" ist der beste Dampfer der Cnuardlinie mit 81500 Registertons.

3m Schatten der Verdachts.

Roman von Fritz Skowronuek.

81) (Nachdruck verboten.)

In demselben Augenblick ertönte auf Der Dorf- straße der langgezogene Ruf:Stint, kauft Stint."

Der Gastwirt schlug sich an Die Stirn.Sehen Sie, nun erinnere ich mich an etwas. Ein Schifferknecht ist an dem Abend hier gewesen. Ganz dummdreist ging er an den Tisch heran, wo die Herren spielten. Da habe ich ihn an dem Arm genommen und hierher geführt Hier stand er."

Hat der Mensch sehen können, daß Birkner viel Geld bei sich trug?"

Aber ja doch, Herr Assessor! Ich Besinne mich ganz genau, daß ich den Kerl auf sein Bummchen Schnaps warten ließ, weil ich nach hinten gehen mußte, Dem Birkner einen Hundertmarkschein zu wechseln. Donner­wetter, ja, das könnte was sein."

Nur ruhig Blut, Herr Duttkus! Wir wissen ja noch nichts weiter, als daß der Mensch hier in der Stube war. Zuerst möchte ich wissen, was die Leute hier tun, wie sie herkommen."

Also das sind Fischer vom Kurischen Haff. Die kommen mit einer ganzen Ladung Sint und anderen Fischen die Memel herauf und Dann die Scheschupp herauf bis zur Grenze bei Serbenten Dann nehmen sie sich ein Fuhrwerk und verhökern die Fische auf den Dörfern. Das ist derselbe Fischer, bei dem der Kerl im Dienst war."

, , Sie nicht erfahren, ob der Bursch« noch bet ihm ist, oder wo er jetzt steckt -? Aber mit aller Vorsicht

Das macht keine Schwierigkeiten. Das werden wir bald wissen."

Es dauerte auch nicht lange, bis der Fischer eintxat.

Queenstown liegt an der irischen Südküste, dieLu- sitania" dürfte also bei der Einfahrt in die Irische See dem deutschen Unterseeboot zum Opfer gefallen sein. Der Untergang dieses größten englischen Dampfers wird sicher in England wie and) bei den Neutralen einen gro­ßen Eindruck machen. DieLusitania" führte jedenfalls Kriegsmaterial von Amerika nach England und der Wert dieses Materials dürfte, mit Rücksicht auf die Größe des Schiffes, ebenfalls außerordenlich sein.

Fast 2000 Personen an Bord des Schiffes.

»e* Von der holländischen Grenze, 8. Mai. (T.-U) Central News" melden nach derKöln. Ztg." aus Li­verpool vom 7. Mai: Laut hier eingetroffenen Nachrich­ten ist dieLusitania" au der Küste Irlands torpediert worden und gesunken. Die Cunardlinie in London be­stätigt die Tatsache. Ueber das Los der Reisenden ist nichts bekannt. Es waren an Bord 290 Reisende er­ster Klasse, 662 zweiter Klasse, 361 dritter Klasse und 661 Mann Besatzung. Der Dampfer wurde acht See­meilen südwestlich von Kap Old Head of Kinsdale an der irischen Küste getroffen. Unter den Reisenden befan­den sich n. a. Alfred Vanderbild und der Kapitalist Dr. Fr. S. Pearson, der bekannte Petroleummagnat. Zahl­reiche Dampfer sind znr Rettung herbeigeeilt.

Weitere englische Schiffsverluste.

Meldung des Reuterschen Bureaus: Der Dampfer Candidate" wurde am Dienstag von einem deutschen Unterseeboot in der Irischen See torpediert und zum Sinken gebracht. Die ganze Besatzung ist gerettet. Lloyds erfährt aus Liverpool, daß der DampferCenturton" 5545 Tonnen Inhalt, von Liverpool nach Südafrika un­terwegs, an der irische« Küste in Grund gebohrt worden ist. Die Besatzung ist gerettet.

Aus dem großen Hauptquartier

>#> Großes Hauptquartier, 7. Mai 1915, 4,51 Uhr nachm. (Amtlich. WTB.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Bei Npern wurden alle Versuche der Engländer, uns die seit 17. April im Brennpunkt des Kampfes lie­gende Höhe 60 südöstlich von Zillebeeke zu entreißen, ver­eitelt. Wir gewannen dort weiter Gelände auf Npern. Der Feind verlor bei diesen Kämpfen gestern sieben Ma­schinengewehre, einen Minenwerfer und eine größere Anzahl von Gewehren mit Munition. Bei Fortsetzung ihres Angriffes erlitten heute früh die Engländer weitere große Verluste.

Zwischen Maas und Mosel behaupteten und befe­stigten wir den anf den Maashöhen und südwestlich und südlich des Aillywaldes errugenen Geländegewinn. Bei Flirey ist ein schmales Grabenstück unserer Stellung noch im Besitz der Franzosen. Sonst wurden dort alle Angriffe abgewiesen.

Angriffsversuche des Feindes nördlich von Stelna- brück im Fechttale wurden durch unser Feuer im Keime erstickt.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Die Kämpfe südlich von Szadow und östlich von Rossienie endeten mit einer ausgesprochenen Niederlage der Russen, die starke Verluste erlitten, 1500 Gefangene verloren und sich in vollem Rückzüge befinden.

Südwestlich von Kalvaria, südlich von Augustow und westlich von Prasznysz wurden russische Teilangriffe von uns blutig abgeschlagen. In diesen Kämpfen büß­ten die Russen zusammen 520 Gefangene ein.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Auch die Kämpfe auf dem rechten Ufer des unteren Dnnajee endeten gestern mit einem vollen Erfolge für die verbündeten Truppen. Der Feind ist dort in schnel­lem Rückzüge nach Osten. Nnr an der Weichsel hielt «och eine kleine Abteilung von ihm stand.

Weiter südlich drangen wir auf dem rechten Ufer der Wisloka in Richtung auf den Wislok und über die Ja- siolka vor. Vielfach stießen Teile des rechten Flügels« der Heeresgruppe des Generalobersten von Mackensen bereits mit den anf der Karpathenfront westlich des Lupkowpasses vor den dicht auffolgenden Verbündeten in schleunigem Rückzüge befindlichen russischen Kolon­nen zusammen.

Mit jedem Schritt steigert sich die Siegesbeute.

Oberste Heeresleitung.

Eine große, vierschrötige Gestalt. Das Gesicht bis zum Kinn glatt rasiert, nur um den Hals zog sich ein dicker, grauer Bart. Der Alte blieb an der Türe stehen und fragte, ob Duttkus denn keinen Stint kaufen wolle.Ich gebe Dir lieber ein Bummchen Schnaps umsonst, als daß ich von Dir Fisch kaufe", erwiderte der Wirt lachend. Komm her und setze Dich hin." Das Gespräch wurde von beiden Seiten litauisch geführt. Duttkus begann da­mit daß er nach dem Fang und dem Verkauf fragte.

Wie war die Reife? Habt Ihr nicht zu flaches Wasser in der Scheschuppe gehabt?"

I das ging, aber ich habe mich fürchterlich abrackern müssen."

Na, wieso denn?"

Ja, ich habe jetzt nur einen Jungen von siebzehn Jahren, in dem Burschen ist kein Saft, keine Kraft."

Weshalb hast Du denn den pockenartigen Abrys gehen lassen?"

Ich hätt' ihn nicht gehen lassen, er ist selbst gegan­gen. Wie wir das letztemal hier waren, im Frühjahr, ist er mir ausgerückt."

Ei steh! Den Teufel nochmal! Ich hätte ihn gern nochmal wiedergesehen."

Hat er bei Dir was gepumpt?"

Nicht zu knapp! Sieben bis acht Gulden Werdens sein."

Zu dem Geld sollst Du kommen, Duttkus."

Das freut mich. Du weißt also, wo er steckt?"

Das nicht, aber er hat Sachen bei mir gelassen. Na, ich will mal offen reden mit Dir. Der Lorbaß war ganz schlimm auf das Schießen. Im vorigen Herbst hat er sich sogar ein Gewehr gekauft und hat das in seine Kabine reingeschmuggelt, ohne daß ich es wußte. Eines Abends ertappte ich ihn, wie er das Gewehr auseinan­dergenommen mit dem Riemen über den Hals legt, und ausrücken will. Ich nehme ihm das Gewehr weg und schließe es in meine Kabine ein, daß er nicht mehr 'ran

' Vom österr.-ungar. Generalstab ]

Wien, 7. Mai. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: 7. Mai mittags:

Unter fortdauernden Verfolgungskämpfen haben die verbündeten österreichisch-ungarische» und deutschen Streitkräfte die Wisloka-Strecke Pilzno-Jaslo mit Vor- trnppen überschritten. Südlich Jaslo nnd im Ranme« Dukla-Rymanow sperren starke eigene Truppen die Kürpatheustratzen, auf denen die Russen in regellosen Kolonnen nach Norden nnd Nordosten znrttckgehen. Die­sen feindlichen Kolonnen folgen anf den Fersen unsers über die Beskiden vordringenden Armeen, in deren Ver­band anch deutsche Kräfte kämpfen.

Die Zahl der Gefangenen und die Kriegsbeute neh­men weiter zu. Speziell unser 10. Korps erbeutete ge­stern allein fünf schwere und 16 leichte Geschütze.

Unsere Truppen in dem östlichen Abschnitt der Kar- pathenfront wiesen wiederholte verzweifelte russische An­griffe unter den schwersten Verlusten für den Gegner ab. So wurde gestern ein neuer Vorstoß gegen die Höhe Ostry durch wirkungsvollstes Artilleriefeuer zurückge- schlagen, 1300 Mann des Feindes gefangen, mehrere Ab­teilungen durch flankierendes Feuer aufgerieben.

Auch an der Front in Süostgalizien scheiterten alle, Versuche des Gegners, einzelne Stützpunkte zu erobern.

Auf den südlichen Kriegsschauplätzen keine Ereig- nisse. Im Geschützkampf vernichteten unsere Mörser durch Volltreffer französische Marinegeschütze bei Bel­grad.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes, v. Hoefer, Feldmarschalleutnant.

Das Schicksal des russischen Karpathenflttgels.

Der Berichterstatter desBerl. Tagebl." meldet aus dem Kriegspresseguartier: Ein geradezu katastrophales Schicksal scheint die aufgerollte russische Beskidenfront zu ereilen. Die Stotztruppe der Verbündeten hat ihren An­griff weit über die Wisloka hinausgetragen. Die Russen konnten die Uebergänge nicht lange halten, da das glän­zende Zusammenwirken aller Kräfte bereits ihre Um- gehung auf der Zmigroöer Straße ergeben hatte. So wurden denn als Folge davon auf der nördlichen Gor- licer Straße Jaslo und darüber hinaus der Raum von Krosno, auf der südlichen Zmigroder Straße Dukla er­reicht. Da gleichzeitig die Armee Boroewitsch Konieezna nahm, so wurden erhebliche Teile der aus den Beskiden zurückgehenden Russen, denen die Straße von Zboro nach Zmigroö und die Duklaer Straße durch diese geniale Einkreisung verriegelt sind, von allen befahrbaren We­gen und somit vom regelrechte Rückzug abgeschnitten. Von vier Seiten in die Gebirgswälder zwischen Gorlice, Zmigrod, Dukla und Zboro gezwängt, ist der ganze Westflügel der russischen Beskiden-Armee völlig einge­keilt. Einzelne leicht bewegliche Gruppen mögen viel­leicht noch über Gebirgspfade entkommen, das Gros der abgesprengten, verknäuelten, in den Wäldern steckenden Truppenkörper kann als verloren gelten nnd wird die Gefangenenzahl gewaltig vermehren. Vor allem wer­den aber die auf einen engen, ausgangslosen Fleck zu- fammengestopften riesigen Trains und die mächtigen Ar­tillerieparks den Verbündeten größtenteils in die Hände fallen.

Von der Westfront.

Die deutsche Offensive bei Npern.

Daily Expreß" berichtet zur Lage in Flandern: Der Drnck der Deutsche» gegen die Stellungen der Verbün­deten bei Npern wird immer stärker. Seit Beginn der deutschen Offensive gehen unaufhörlich Truppennusamm- lungen in Flandern vor sich. In Nienport sind bedeu­tende deutsche Artillerieverstärkungen mit zahlreichen schwerkalibrigen Geschützen angekommen. Anf der gan­zen englischen Front nahmen die Deutschen heftige An­griffe auf.Evening News" melden: Die Deutschen bedrohen in hohem Maße die Stadt Npern, um die sie einen Halbkreis eingeschlagen haben. Ihr Vormarsch er­folgt mit dem rechten Flügel bei Roulet, der Mitte bei Courtray und mit dem linken Flügel von Lille her.

Niedergeschlagenheit in Frankreich.

.... Wenn auch die französischen Blätter den deutsch- osterrecchtschen Sieg in Westgalizien und feine Bedeu­tung verschweigen und ihre militärischen Berichte die Aufmerksamkeit aus eine große Schlacht zu lenken su­chen, die gegenwärtig im Nordwesten der Karpathen ge­

konnte. In diesem Frühjahr hatte ich schnell meine Fische verkauft. Da denke ich mir, sollst noch auf einen Tag zu deiner Schwester gehen, die bei Pillkallen in Au- gustinehlen verheiratet ist. Als ich am zweiten Tag morgens zurückkomme, ist der Bengel weg. Ich komme an meine Kabine, das Schloß ist aufgebrochen."

Und das Gewehr weg?"

Nein, Duttkus, zuerst konnte ich mir gar nicht den­ken, weshalb der Abrys mir die Kabine anfgebrochen hatte, bis ich das Gewehr fand. Es stand zusammenge­setzt in einer Ecke. Ich weiß nicht, was ich damit machen soll, ich will es Dir geben, kannst es verkaufen."

Er erhob sich und zahlte seinen Schnaps.Schick mittags einen Jungen rüber, der kann es holen."

Krupkat, der alles verstand, was gesprochen wurde, hatte mehrmals den beiden Grünröcken bedeutungsvoll zugenickt. Während Duttkus seinen Gast hinausbeglei­tete, erzählte er, was er gehört hatte.Und das kann stimmen, an dem Morgen, als der Birkner gefunden wurde, war ich nach Serbenten gegangen. Da sah ich, wie der Alte, ich glaube er heißt Kurat, allein mit seinem Kahn stromab fuhr."

Das Gewehr, das Gewehr müssen wir haben," rief der Assessor.Wissen Sie was, Neureuter, wir gehen jetzt langsam nach Serbenten zu mir, und frühstücken, und Sie Duttkus, fahren selbst zu dem Fischer und holen das Gewehr. Und noch eins, meine Herren, vorläufig wird darüber nicht gesprochen. Sie, Herr Wirt, sehen zu, daß Sie von dem Schiffer noch alles erfragen, was wir brauchen, wenn der Kerl verfolgt werden soll Namen, Geburtsort, Alter und so weiter."

Die beiden Grünröcke gingen weg, Krupkat bliel noch sitzen.

Na sieh mal an, Duttkus, wie so etwas durch einer Zufall ans Tageslicht kommen samt. Weißt, wen ick im Verdacht habe?" ' J

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