Einzelbild herunterladen
 

Fortsetzung der Amtlichen Teils.

versuche der Kartoffel-Kultur-Station. Ueber das Ver­halten vieler der aufgeführten Sorten auf mildem Lehmboden geben auch die in demselben Hefte erscheinen­den Berichte über die in Kloster Hadmersleben von F. Heine ausgeführten Anbauversuche Auskunft.

3. Das Huspflanzen der Frühkartoffeln.

Je früher die Kartoffeln gepflanzt werden, um so früher tritt unter normalen Verhältnissen die Reise ein, und um so zeitiger kann mit der Aberntung begonnen werden. Von besonderer Wichtigkeit ist deshalb ein tun- lichst frühes Auspflanzen der Frühkartoffeln, sobald es die Bodenbeschaffenheit und die Witterungsverhältnisse gestatten. Im allgemeinen dürfte jedoch für Nord- deutfchland ein Auspflanzen vor Anfang bis Mitte April kaum zu empfehlen sein.

Ein bewährtes Mittel, möglichst frühzeitig Kartoffeln ernten und an den Markt bringen zu können, ist das Auspflanzen bereits vorgekeimter Pflanzkartoffeln.

Zu diesem Zwecke bringt man die Pflanzknollen etwa Mitte Februar auf kleine, leicht zu handhabende, etwa 10 cm hohe Horden von Holz, oder in entsprechende Holzkästen, indem man sie, eine neben der andern, mit dem Kronenende nach oben in diese einsetzt. Die so beschickten Horden werden in einem frostsreien, am besten heizbaren, warmen, hellen, trockenen und Leidet zu lüften­den Raume untergebracht. Sie werden hier entweder auf Lattengerüsten, oder einfach übereinander geschichtet, so aufgestellt, daß-die Kartoffeln überall genügend Licht und Luft haben, und verbleiben dort bis zum Aus­pflanzen. Unter diesen Verhältnissen bilden sich dann die erwünschten kurzen, gedrungenen und besonders kräf­tigen Keime unter gleichzeitigem Einschrumpfen der Knollen während die Bildung langer dünner und schwäch­licher Keime, wie sie bei dunkler und feuchter Lagerung zu entstehen pflegen, verhindert wird. Wenn die Zeit zum Auslegen gekommen ist, werden die Horden aufs Feld gebracht und die Knollen aus diesen direkt, unter möglichster Schonung der Keime, mit der Hand in die Pflanzlöcher, das Kronenende nach oben, gesetzt, gut ein­gedrückt und vorsichtig mit Erde bedeckt. Man^hat bei dieser Art des Pflanzens noch den Vorteil, daß man alle nicht oder schlecht gekeimten Knollen mit Leichtigkeit ausscheiden kann, wodurch die Entstehung von kümmer­lichen Pflanzen und Fehlstellen vermieten wird.

Bei Verwendung gut vorgekeimten Pflanzenmaterials wird unter sonst günstigen Umständen immerhin auf eine 10 bis 14 Tage frühere Ernte zu rechnen sein können

Frühkartoffeln werden enger gepflanzt als spätere Sorten. Die Pflanzweite ist zweckmäßig bei ganz frühen Sorten etwa auf 40 mal 30 bis 40 mal 40 cm, bei mittelfrühen auf 40 mal 50 cm zu bemesfen.

4- Weitere Bemerkungen über Bearbeitung, froftfcbutz, und Hberntung der Frühkartoffeln.

Die Bearbeitung der Frühkartoffeln ist die gleiche wie bet anderen Kartoffeln. Sie ist besonders sorgfältig auszuführen und geschieht am besten nur durch Handarbeit.

Da die Frühkartoffeln häufig durch Nachtfröste er­heblichen Schaden erleiden, so muß nach Möglichkeit Sorge getragen werden, sie in kalten Nächten, namentlich im Mai, gegen Frost zu schützen. Selbstverständlich können hierbei nur kleinere, mit frühen Sorten bestellte Flächen in Betracht kommen. Man bedeckt die Pflanzen für die Nacht entweder mit bereitgehaltenem kurzem, strohigem Dünger, oder man deckt sie mit Rohr- oder Strohmatten (alten Decken, Plänen usw.) zu, die aus etwa Va Meter hohe, über den Anbauflächen anzubringende Gerüste gelegt werden. Letzteres Verfahren ist, nach einer Mitteilung in der Deutschen Landwirtschaftlichen Presse, in der Umgegend von Hamburg, wo sehr viel Frühkartoffeln gebaut werden, allgemein gebräuchlich.

Soweit die Frühkartoffeln für Speisezwecke Verwen­dung finden sollen, ist es nicht erforderlich, mit der Ab­erntung bis zu ihrer vollständigen Reife zu warten, da sie oft schon wesentlich früher genießbare und marktfähige Knollen zu liefern pflegen. Wo es sich dagegen um Ge­winnung von Pflanzkartoffeln und Aufbewahrung dieser während des Winters handelt, darf ein zu frühes Ab­ernten nicht stattfinden.

* *

Hersseld, den 5. März 1915. Wird veröffentlicht.

Der Landrat.

J. V.:

v. Hedemann, Reg.-Rssessor.

Die städtischen Geschäftszimmer sind Sonnabend, den 3 April d. Js. wegen vorzunehmender Reinigung «tr geschlossen,sn

Hersfeld, am 27. März 1915.

1.1373. Der Magistrat:

Strauss.

Sattler, Maschinennäherinnen ii. handnäherinnen erhalten sofort

8^ lohnende Heimarbeit. °MK Arbeitsausgabe erfolgt in Hersfeld.

Anmeldung durch Postkare an

CtotUehalk & Co., A.-B , CasseL

Meinen langjährigen treuen Geschäftsfreunden teile ich mit, daß ein persönlicher Besuch in diesem Jahre nur auf ganz ausdrücklichen Wunsch erfolgen kann, da sich sowohl meine Söhne als auch meine Reisenden unter den Fahnen befinden.

Statt dessen bin ich bereit,

:: für sämtliche Maschinen und Geräte :: Ausnahme - Preise zu stellen. So notiere ich DrillmaschinenRaffta:

IV2 Meter 11 I 13 I 13A Meter 13 | 15 Reihen

Mk. 250 |265 I 275 | 288

frei jeder Eisenbahnstation.

ßalfia-6tablpflüge, pflüge mit Holzgründel, Ölendepflüge, 6ggen, Hack- und Häufelpflüge, Ölalzen etc. Meleneggen, Hädtfelmafcbinen, Jauchepumpen, Jauchefälfer zu außergewöhnlich billigen Preisen.

Ebenso Heuwender, fieurechen, ©etreidemäher, Binder, Grasmäher, letztere von 195 Mark an.

Centrifugen, Kochherde liefere ich ganz be­sonders billig.

Ersatzteile zu allen Maschinen prompt und passend. Gründliche Reparaturen übernehme ich ebenfalls. Ich liefere nur erstklassige erprobte Maschinen unter üblicher Garantie u. Probezeit.

F. W. Ruel, Hersfeld.

Inh: ®. Waldeck s-n.

Aeltestes Geschäft u. größtes Lager.

Stein-

von

ii. Bildhauerei

Fi. Enzenbach hersseld

Obere Frauenstrasse und Uffhäuserstrasse

empfiehlt sich zur

Anfertigung aller Marmorarbeiten

als Waschtisch-, Konsol- und Büffetplatten.

Grosses Lager in

Grabdenkmälern = in Granit, Marmor und Sandstein sowie Eisenkreuze. Erneuern und Vergolden alter Denkmäler.

ölas Branchen unsere TrappeR

im Feld ?

EleMrischeTaschenlampen Ersatz-Batterien FuRsctioner Pulswärmer Otirenschtitzer EnDestecke SchleOhandschuhe Felflflaschen Aliunilnium-

und Blechfiaschen für Rum, Cognac u. Spiritus

Kerzen Revoluer Browning-Pistolen Reserve-magazine Patronen Patronen-Taschen Taschenmesser Genicktänger Jagdmesser Rasiermesser Rasier-Apparate Lunte-Feuerzeuge Leder-Gamaschen Gilgs Lederuel Sporen Brustbeutel Alumlnium-BBchsen Aluminium Cigarren-Etuis Trinkbecher

m. Likör-Flasche (zugleich als Ci- garrenbehälterzu gebrauchen)

Zusammenlegbare Touristen-Lampen

Feldstecher Feldpost-Cartons in allen Grössen iMchen Schnellfeuer

die Feldküche der Soldaten in der Hosentasche

FeldkocherHeiz tiu Taschenlampemintaria begehrteste Militärtaschen­lampe

Taschen-Apothehe

im Preise von 1.50, 3u.5M.

CarlGrebe.

Wirkliche Erfolge hat

leerstehendes Lokal

sofort zu mieten gesucht.

Qottschalk & Co., A.-G.,

CasseL

Sohn achtbarer Eltern kann Ostern in die

Echte

eiutreten.

Aug. Lettow,

Metzgermeister.

Ottos Rdorm-Pihnzenbutter ä Vs-Pfund-Paket 50 Pfg.

unerreicht zum

Kochen, Braten, Backe« und als Brotaufstrich empfiehlt

J. H. Otto.

SiUhtter

(Ersatz sür Landbutter)

ä M. 90 M.,

I empfiehlt

I J. H. OHO.

Für die

Waldschenke mitgroßemGemüsegarten wird ein = Wirt gesucht.

Brauerei Engelöaröt.

Grüne Heringe

& Psd. 20 Psg.

Kieler

Riesen-Bücklinge Kieler Sprotten frisch eingetroffen.

J. H. 010.

Gutbiers

Germania - Pomade

bei wiederholten Versuchen über Konkurrenzfabrikate errungen.Der ärgste Haarausfall wird schon nach einigen Tagen normal, in kurzer Zeit entwickelt sich der prächtigste Schnurrbart. Miß­erfolg ausgeschlossen! VieleDank- schreiben vorh. In eleg.FL a M1,~

2U Psg. Äupcytag.

Nur bei Alb. Rohden, Drogerie.

W? Schlosser «.Kesselschmiede werden sofort gesucht.

Benno Sdiüdr,

Maschinenfabrik M u. Apparatebau G. m. b. H.

Hersfeld.

Apfelsinen

hochfeine Mona Lisa

Doppelblut

span. Blut

Gartensrnchte Valencia, Citronen frisch eingetroffen.

__J. H. M.

Kartoffelmehl

Weizenpudder Weizenstärke Reisstärke Knorr'sSaferfloiken

Hafermehl Hafergrütze Eriinkorn

ganz und gemahlen

Erbsen gelbe und grüne

Linsen

Bohnen

Tafelreis

Bruchreis Kaiser-Gries Hart-Gries Irische Hefe empfiehlt

J. 1.010.

Dreiest- vftereierfarben

Sstarapapier . - Luedlinarpapier Mikadopapier

große Auolvuhi in Chocoloden-, Marzipan-, Zucker- und Präsenleier empfiehlt

J. 1.010.

Vom Hersfelder Tage­blatt Nr. 64, vom 17. März ds. 3s. werden einige Nummern zurück­gekauft von der Ge­schäftsstelle d. Bl. ----------""" ..... ' Sirchlicht WriW.

Am Palmsonntag.

Vormittags V2IO Uhr: Eon- firmation der Kinder aus dem 1. und 3. Pfaarbezirk' Nachmittags 2 Uhr: Herr Superintendent Feyerabend.

PeterSberg.

Vorm. 10 Uhr: Confirmation.

W Kalkobes.

Vormittags 11 Uhr: Gemeinsamer Gottesdienst.

Die Kriegsbetstunden Diens­tag nnd Freitag fallen in den nächsten beiden Fest­wochen aus.

Kathol. Gottesdienst.

Sonntag, den 28. März.

7 Uhr: hl. Messe.

8/ao Uhr: Amt, Predigt, HM' Christenlehre.

' V23 Uhr: Andacht.

Werktgs. V«8 Uhr : hl. Messe. Gelegenheit zur heil. Beichte bei einem fremd. Geistlichen:

Sonnabend 5 u. 8 Uhr, Sonntag V27 Uhr.

Soldatenbeichte fällt aus.

Montag abend 8 Uhr: Bitt- Andacht.

Männer-Apostolat.