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Elf Stützpunkte der Russen von den Vesterreichern erobert

Aus dem großen Hauptquartier

ta£ Großes Hauptquartier, 26. März 1915. (Amt­lich. WTB.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Auf den Maashöhen südöstlich von Verdun ver­suchten die Franzosen bei Combres erneut in einem stärkeren Angriff sich unserer Stellung zn bemächtigen,

wurden

Die noch an.

aber nach hartnäckigem Kampf zurttckgeworfen.

Gefechte am Hartmannsweilerkopf daner«

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Russische Angriffe auf die Seengen östlich von Augustow wurden abgeschlagen.

Oberste Heeresleitnng.

Die Kämpfe um deu Hartmannsweilerkopf.

Die „Köln. Ztg." meldet: Baseler Nachrichten zu­folge kämpfen die Franzosen hartnäckig um den Hart­mannsweilerkopf. Sie bringen Verstärkungen herbei, um die wichtige Höhe wieder in ih Am Mittwoch war sie in französi. , , , ihnen aber am Donnerstag wieder entrissen, und über 300 Alpenjäger wurden gefangen genommen.

>ren Besitz zu bringen, 'ischen Händen, wurde

Die französischen Sozialisten gegen die Einbernsling des Jahrgangs 1917. '

Aon sozialistischer Seite wird in Frankreich eifrig Pro­paganda gegen die Einberufung der Jahresklasse 1917 ge­trieben. Die sozialistischen Kammerdeputierten beratschlag­ten über diese Frage und nahmen eine Tagesordnung an des Inhalts, daß, bevor zur Einstellung der Jahresklasse 1917 geschritten werde, eine genaue Zahlung der einbe- ruscnen Klassen und der hinter der Front vergeudeten Kräfte vorgenommen werden solle, sowie eine Prüfung und sosvitige Nutzbarmachung von Mannschaften, die sich in Sektionen, Depots und anderen Heeresdiensten befinden und durch Hilfssoldaten und Angehörige älterer Klassen ersetzt werden sönnen. Damit bei dieser Zählung und Prüfung jeder Mißbrauch vermieden werde, soll sie unter der Kon­trolle und Mitarbeit des Parlaments stattfinden. Endlich soll zn der Stunde, wo das Parlament die Einstellung der Klasse 1917 als notwendig erachtet, die Auswahl für diese Klasse mit größter Strenge und äußerster Vorsicht geschehen.

Die englische« Verluste in Flandern.

Wie „Reuter" aus London meldet, lassen die amt­lichen Nachtragsverluftlisten nunmehr erkennen, daß die Höhe der englischen Offiziersverlnste bei den Kämpfen um Neuve Chapelle und St. Eloi jetzt auf 794 gestiegen sind. Hiervon sind gefallen: 256, verwundet 454, ihren Verletzungen erlegen 38, der Rest ist gefangen. — Die „Daily Citizen" gibt die Gesamtverluste der Engländer feit dem Beginn der Kämpfe jetzt auf 21000 an ein­schließlich der englischen Aserfront bis Arras. Ein kürz­lich nach dem Kriegsschauplatz gekommenes kanadisches Kontingent soll allein bereits 2400 Mann (etwa 10 v. H.) verloren haben.

Englische Anerkennung deutscher Tapferkeit.

Der „Daily Telegraph" betont in einer Schilderung der Kämpfe den außerordentlichen Mut der deutschen Truppen. Er schreibt: Die deutschen Offiziere legten eine vorbildliche Tapferkeit an den Tag. Mehr als einmal liefen sie dem sicheren Tod entgegen, indem sie im Hef- ■ ~ ' tfredjt hin und her liefen, um den nner von denen, die sich so aus-

tigsten Kugelregen au1 Angriff zu leiten. Ke— setzten, kam mit dem Leben davon.

England braucht amerikanisches Geld.

»-» Kopenhagen 27. März. (T. U.) Die „National- tidende" meldet nach der „Bl. Mp.", daß England zur­zeit durch die Vereinigten Staaten eine Anleihe von 100 Millionen Dollar zu erhalten versucht.

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Französische Flieger über Südwestdentschland.

Nach einer Züricher Meldung der „Köln. Ztg.' überflogen am Donnerstagmorgen französische Flieger die «nterelsäsiischen Städte Saarburg, Hagenau und Zabern. Französische Flieger erschienen auch über Ba- den-Oos, wahrscheinlich um die dortige Zeppelinhalle zu bewerfen. Ein aus sechs Fliegern bestehendes Geschwa­der überflog Rastatt und dann in südlicher Richtung den Schwarzwald.

Die Wirkung der Zeppeliufahrte» in Paris.

Die französische Presse setzt ihre heftigen Angriffe gegen die verantwortlichen Stellen fort, welche Paris so ungenügend gegen Zeppelinangriffe zu schützen wußten. Es sei zunächst demütigend daß derartige Angriffe über­haupt möglich und daß Frankreich nicht eine Flotte lenk­barer Luftkreuzer besäße, die logischerweise sich diesen Luftpiraten entgegenstellen sollten. Sodann sei es trau­rig, daß die Regierung das Ereignis und seine Fol-

Deutsche Zteue«

Kriegserzählung von Ludwig Blümcke.

5) (Nachdruck verboten.)

Es ist Ihnen ja wohl bekannt, daß die deut­schen Heere völlig geschlagen sind und das schöne Elsaß- Lothringen in wenigen Tagen befreit sein wird. Sie haben es hier als Hilfsjäger gewiß nicht leicht gehabt und bezogen ein erbärmliches Gehalt. Bei so geringem Einkommen konnten Sie natürlich nicht daran denken, Ihr reizendes Bräutchen" — dabei verbeugte er sich lächelnd gegen Paulette — „als Gattin heimzuführen. Ich will Ihnen eine bessere Stellung verschaffen. Mein Vater besitzt große Güter in der Champagne. Und da sollen Sie als Förster angestellt werden, wenn Sie Lust haben und mir einen kleinen Dienst erweisen wollen: Sie haben einen preußischen Oberst in Sicherheit ge­bracht und kennen jeden Weg und Steg hier in den Bergen und Wäldern. Wollen Sie mein Führer sein? Gelingt es mir, den Oberst gefangen zu nehmen, fo zahle ich Ihnen dreitausend Mark und verschaffe Ihnen eine vorzügliche Stellung."

„Joseph, das ist unser Glück!" rief Paulette be­geistert aus, sobald der Rittmeister eine Pause machte. „Joseph, besinne Dich nicht! Dreitausend Mark, die Försterstelle in der schönen Champagne! — Wir brau­chen nicht Jahre zu warKn mit der Hochzeit."

Auch Tante Ribauts Augen glänzten.

_ Doch mit dem Ausdruck tiefster Verachtung im ern­sten Gesicht riß der Jäger sich von den beiden, die fle­hend, beschwörend seine Hände ergriffen, los und erwi­derte in sehr entschiedenem, leben Widerspruch ausschlic tzenen Ton:

„Ein deutscher Mann wird nicht um Judaslohn zum Verräter, mein Herr Graf! Ich handle nicht wider mein Gewisien."--

Da zuckte es auf wie Wetterleuchten in des Franzo-

gen mit Stillschweigen übergehen wollte, wodurch das Vertrauen der Bevölkerung erschüttert würde und allen möglichen Gerüchten Tür und Tor offenständen.

Dom österr.-ungar. Generalstab

Wien, 26. März. (WTB). Amtlich wird verlaut- bart:

In den Karpathen wird weiter heftig gekämpft. Wiederholte russische Angriffe wurden bei Tag und wäh­rend der Nacht abgeschlagen. Die allgemeine Situation ist unverändert.

Im Raume südlich von Zaleszczykt eroberten un­sere Truppen 11 Stützpunkte der Russen und machten über 500 Mann zn Gefangenen.

An der Front in Russisch-Polen und Westgaltzien Geschützkämpfe. Der Kirchturm der Ortschaft Paradyz südöstlich Sulejow wurde als Beobachtungsstation der feindlichen Artillerie erkannt nnd mutzte daher in Brand geschossen werden.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes, v. Ho es er, Feldmarschalleutnant.

Zaleszczykt liegt am Dnjestr nördlich von Czer- nowitz. Die österreichisch-ungarischen Truppen haben an diesem äußersten Punkte ihres rechten Flügels be­reits vor einigen Tagen einen durchgreifenden Erwlg davongetragen. Sie besetzten nach dem Rückzug der Russen die nördlich und östlich von Czernowitz liegen­den Dörfer.

Ueber den Riesenkampf am Karpathenwall. meldet der Drahtbericht der „B. Z." aus dem k. u. k. Kriegspressequartier vom 25. März: Das gewaltige Ringen um den Karpathenwall ist westlich des Uzsoker Passes am heftigsten. Die einzelnen Kämpfe werden von den Russen mit wahrer Wut geführt. Eine Ent­scheidung ist auch jetzt noch nicht abzusehen.

Nach dem Fall von Przemysl.

Die russischen Berichte und Zeitungsmeldungen suchen, wie zu erwarten war, den Fall der galizischen Festung Przemysl als einen sehr großen Erfolg dar- zustellen und scheuen dabei auch vor tüchtigen Uebertrei-

zustellen und scheuen dabei auch vor tüchtigen Uebertrei- bungen nicht zurück. Aus dem österreichischen Kriegs­pressequartier wird hierzu gemeldet: , m

Die Trümmer von Przemysl wurden auf Befehl ohne vorherige Aufforderung und ohne Verhandlung mit dem Feinde nach längst und gründlich vorbereiteter Zerstörung allen Kriegsmaterials dem Feinde über­lassen. Der Personalbestand betrug in der letzten Woche der Belagerung 44 000 Mann Infanterie und Artillerie, zu zwei Dritteln Landsturmtruppen — hiervon abzu- ziehen gegen 10 000 Mann Verluste gelegentlich des letz­ten Ausfalles am 19. März —, 45 000 auf Grund des Kriegsleistungsgesetzes eingestellte und in militärischer Verpflegung stehende Arbeiter, Kutscher, Pferdeknechte, dann das Eisenbahn- und Telegraphenpersonal, schließ­lich 28 000 Mann Kranke und Verwundete in Spezial- behandlung. In der Festung bestand die Armierung im ganzen aus 1050 Geschützen aller Kaliber, davon der Hauptteil ganz veraltete Muster von 1861 und 1875, die übrigens gleichfalls rechtzeitig gesprengt wurden. Die Abweisung des letzten russischen Angriffs in der Nacht vom 21. zum 22. März erfolgte, da das Gros der Ge­schütze bereits gesprengt war, nur mit Infanterie- und Maschinengewehrfener, sowie durch einige wenige noch nicht gesprengte Geschütze Muster 1861.

tscher, Pferdeknechte, chenpersonal, schlietz-

Der Krieg zur See.

Die Furcht vor den U-Booten.

„Nieuws v. d. Dag" meldet aus Sluis. daß infolge des Auftretens der deutschen Unterseeboote die engu- schen Kriegsschiffe die Blockade von Seebrügge aufgabe«.

Der englische Dampfer „Delmira" versenkt.

»g* Amsterdam, 27. März. (T. U.) Aus London wird nach dem „B L.-A." gemeldet: Das Frachtschiff „Delmira", 3459 Tonnen groß und 1905 in Liverpool erbaut, wurde anf der Fahrt nach Bonlogne durch ein deutsches Unterseeboot versenkt. Die Besatzung erhielt zehn Minnten Zeit, sich in die Boote zn begeben. Sie landete auf der Insel Wight.

Fliegerangriff auf ein englisches Schiff.

te* Amsterdam, 27. März. (T. U.) „Daily News" meldet nach der „Boss. Ztg.": Das englische Schiff „Teal", das gestern in London ankam, berichtet, ein mit zwei Personen besetztes Flugzeug habe das Schiff drei­ßig Meile» von der holländischen Grenze entfernt aus etwa 200 Fuß Höhe etwa dreiviertel Stunden lang av^ gegriffen. Das Flugzeng warf vier Bomben ab, auch Stahlpfeile wurden abgeworfen.

sen eben noch so freundlich lächelnden Augen. Braunrot wurde sein Gesicht, die Rechte fuhr an den Säbel, und wutschäumend stieß der aufs höchste Erzürnte aus:

„Nun, so verlange ich, baß Ihr uns führt! Der Sieger hat das Recht, zu gebieten. Weigert Ihr Euch, so lasse ich Euch als Spion erschießen. Also wählet!" —

„Dann sterbe ich als deutscher Mann den Tod fürs Vaterland," lautete Josephs kurze Erwiderung. —

Paulette rang jammernd die Hände, Tante Ribaut fiel um Gnade bettelnd auf ihre Knie, und der Ritt­meister sprang mit gezogenem Säbel in der Stube um­her wie ein gereiztes Raubtier. Das Kreuz der Ehren­legion hätte ihm die Gefangennahme des Obersten ein­bringen können. Er war von brennendem Ehrgeiz be­seelt. Daß es im Elsaß solche Leute gebe, wie dieser Grünrock, hatte er nicht geglaubt.

Auf feinen Befehl wurde der Jäger dann gefesselt und, trotzdem viele Fürbitte für ihn taten, von einem

.....zwei Husaren als Gefangener abge-

Unteroffizier und führt.

Paulette hatte Bräutigam. Wut Für sie existierte mehr.---

keinen Abschiedsgruß mehr für ihren und Haß loderten aus ihren Augen. Joseph schon zu dieser Stunde nicht

Die Schatten der Dämmerung lagen über dem Dorf, als die drei Reiter mit ihrem gerade und stolz einherschreitenden Gefangenen davonzogen. Ueberall

neugierige, entrüstete Menschen. —

Niemand konnte helfen.--

Da, am Ende der Dorfstraße, an einem offenen Fenster, ein blonder Mädchenkopf. — Gretchen Gol- der wohnte hier. — Totenblaß war ihr Gesicht. Ganz deutlich glaubte Joseph ihre Tränen zu sehen, ihren letzten Gruß zu hören. Ja, die würde weinen um ihn, das wußte er. — —

»Lebe wohl, Gretchen!" rief er ihr zu und, als träume er nur, war ihm zu Mute.

Ein russischer Kreuzer schwer beschädigt.

Nach einem Bericht der „Nat.-Ztg." lief vor einigen Tagen in den Kriegshafen von Sewastopol ein ruf sicher kleiner Kreuzer ein, der allem Anschein nach schwere Beschädigungen am Vorderteil erlitten hatte. Das Schiff, das sofort der Beobachtung entzogen wurde, dürfte wahrscheinlich auf eine Mine gelaufen und hierbei schwer beschädigt worden sein. Sein Name ließ sich nicht feststellen. Die russischen Marinebehörden hüllen sich über den Vorfall in Stillschweigen. In der Stadt kur­sieren Gerüchte, daß in den letzten Tagen wieder ein Seegefecht im Schwarzen Meere stattgemnden habe. Vor einigen Tagen sank ein russischer Dampfer, der eine Munitionsladung an Bord hatte, auf der Hohe von Se­wastopol, weil er auf eine russische Treibmine gelaufen war. Nur zwei Mann konnten gerettet werden. Un­weit von Batum explodierte in den letzten Tagen das russische Oelschiff „Peter der Große" und sank, mit ihm die ganze Mannschaft.

Der Türkenkrieg.

Britische Schlappen am Suezkanal und i« Mesopotamien

Konstantinopel, 26. März. (WTB.) Das Haupt­quartier teilt mit: Eine Abteilung unserer gegen den Suezkanal operierenden Truppen stieß in der Nahe des Kanals gegenüber der Station Madam auf eine kleine englische Kolonne und vernichtete sie. Darauf^beschoß sie zwei mit Truppen angefüllte englische Transport- dampfer erfolgreich. Ebenso beschoß unsere Abteilung einen englischen Transportdampfer zwischen Schaluf und w». März haben unsere Truppen gemeinsam mit den kriegerischen Stämmen nördlich von Schuaebia süd­östlich von Bassora den Feind überrascht, seine Stellun­gen genommen und ihn nach Schuaebia zurückgeworfen. Cr verlor über 300 Mann a» Toten und Verwunveten und eine Menge Munition. Unsere Verluste betragen nur 9 Tote und 32 Verwundete.

Vor den Dardanellen nichts Neues.

Die Stärke der Dardanellendefestigungen.

Einem vom 14. März datierten Briefe eines, in Konstantinopel anwesenden höheren deutschen Offiziers entnimmt der „B. L.-A." nachstehendes: Ich bin am Donnerstag, den 11. März befriedigt aus den Darda- nellen hierher zurückgekehrt, nur mit dem Bedauern im Herzen, daß ich nach einem anstrengenden Tagesritt den letzten nächtlichen Durchbruchsverjuch und die wü­tende Kanonade, die ihn begleitete, vollständig verschla­fen habe. Das Feuerwerk soll herrlich gewesen sein und in der großartigen Umgebung einen doppelt mäch­tigen Eindruck gemacht haben. Der angerichtete Schaden war für uns gleich null. Die Verteidigung ist bisher mit außerordentlichem Geschick durchgeführt worden. Einzelheiten kann ich natürlich nicht erwähnen, denn wir erwarten noch weitere Angriffe und freuen uns da­rauf. Zwei Enttäuschungen haben unsere Gegner sicher­lich erlebt. Es ist einmal die uns selbst überraschende Wirkung der mittleren und leichten Artillerie gegen Panzerschiffe und das gute Schießen der türkischen Ar­tillerie. Die schweren türkischen Batterien sind bisher noch sehr wortkarg gewesen- ihr Augenblick, ernsthaft mitzureden, kommt noch. Bis an die Minensperren ist ' ' ‘ oder französisches Schiff vorgedrun-

nöl

gen. Zahlreiche verdeckte Battertestellungen sind noch gar nicht in Tätigkeit getreten. Wir sehen erneuterr Durchbruchsversuchen deshalb mit voller Ruhe und Zu­versicht entgegen, ohne die Größe und Schwierigkeit ver uns zufallenden Aufgabe zu verkennen. Für das Jn- teresse, das man der Türkei und ihrem Schicksal ent- gegenbringt, sind wir von Herzen dankbar. Sie hat es

verdient.

Die russischen Ansprüche auf Konstautinopel.

Reuter meldet aus Petersburg, der Adelskongretz habe bei feiner Eröffnung in Petersburg einstimmig eine Entschließung angenommen, daß „im Kampfe ge­gen den Germanismus und den türkisch-teutonischen Barbarismus die Lebensinteressen Rußlands den vol­len und ungeteilten Besitz Konstantinopels, beider Kü­sten des Bosporus und der Dardanellen und der an­grenzenden Inseln verlangen.

* * *

Eine albanesische Erhebung gegen Serbien.

*^ Konstantinopel, 27. März. (T.-U.) Ein starker ^NEM^sumschwung gegen den nach dem Weggange des.Fürsten Wied als Befreier Albaniens begrüßten Essad Pascha hat sich nach kürzlich von dort eingetrosfe- nen Nachrichten im ganzen Lande vollzogen. Christliche A r»mSarn?wdanische Albanesen sehen in ihm den im stehenden Feind der albanesischen Frei- heit. Albanien steht ganz auf Seiten der Zentralmächte und der Türkei, von denen man einzig und allein die endgültige und wirkliche Freiheit des Landes erhofft. ^^^E^»^I«MIIWM^^^M^M»,^MW^«^MW^^^S»^^^^E>

französischer Gefangenschaft befand er sich, stand­rechtlich erschossen sollte er werden.

O Gott, warum mußte es so kommen? Morgen hatte er gehofft, deutscher Soldat zu sein. Der Oberst wurde ihn vielleicht sehnsüchtig erwarten. Wenn der nun doch den Franzosen in die Hände fiele, trotz des Verstecks! Würde er dann nicht annehmen, der Mühlhaus habe ihn verraten?

Und Paulette?--Aus, alles aus! — Nein, sie konnte ihn niemals wahrhaft geliebt haben. Sonst müßte sie ihn doch verstehen. — Kein versöhnliches Wort zum Abschied. In den Tod ging es ja doch. - die Falsche!--

Öanoföin schlich die schwarze Nacht über träumende Wälder herauf. Dunkles Gewölk türmte sich auf im «üden. In der Ferne Wetterleuchten.

Wie weit würde man ihn noch treiben? Mit Spott und Hohn überhäuften die Husaren ihn, den Wehrlosen. Schritt halten sollte er mit ihren trabenden Pferden. Vor Ausbruch des Gewitters wollten sie in Sicherheit

Dumpfes Donnerrollen war jetzt zu hören. Immer greller wurden die Blitze,' ein schweres Wetter stand bevor.

Bergan ging es auf beinahe unpassierbarer Straße. Hohe Tannen standen wie schwarze gespenstische Riesen­gestalten zu beiden Seiten. Der Sturm zerzauste ihre Wipfel und heulte schaurige Weisen über die Höhen. — Welch eine Musik! — Totenweisen, Klagelieder.

Der Unteroffizier stieß einen greulichen Fluch aus. „Hier kommen wir nicht weiter!" sagte er. „Man sieht ja keine Hand vor Augen. Gleich sind wir bis auf die Haut durchnäßt."

Schon fallen die ersten Tropfen.