Amtliche
Hersfeld, den 26. Februar 1915.
Der von der Gemeinde Willingshain angeschaffte Zuchtbulle, Simmentaler Rasse, 1 Jahr 5 Monat alt, ist von der Körungskommission für tauglich befunden worden. (I. A. Rr. 1808.)
Der Vorsitzende des Kreisausschuffes:
I. V. :
v. Hedemann, Reg.-Affeffor.
Hersfeld, den 1. März 1915.
Der auf Donnerstag, ^n 4. März d. Js. in der Stadt Fulda angesetzte Viehmarkt wird unter den seither bekanntgegebenen Bestimmungen abgehalten. Mit dem Auftrieb darf um 774 Uhr morgens begonnen werden.
Nach § 1 der Polizeiverordnung vom 5. April 1914 (Amtsblatt S. 182) ist der gewerbsmäßige Handel mit Klauenvieh im Stadtbezirke außerhalb des Marktplatzes verboten.
Auf Grund des § 47 der viehseuchenpolizeilichen Anordnung vom 1. Mai 1912 wird bestimmt, daß nach 974 Uhr vormittags Tiere nicht mehr zum Markt gebracht werden dürfen.
Besonders mache ich noch darauf aufmerksam, daß durch den 2. Zugang (vor der Lindenstraße) zum Viehmarktplatz nur voruntersuchtes Vieh aufgetrieben werden darf.
I. 2422. Der Landrat.
J. V. - Funke, Kreissekretär.
Aa Deutschlands Frauen und Mädchen!
„ . deutschen frauen und Mädcbcn, öffnet Herz und Hund fürs Vaterland Werdet Mitglieder unseres Bundes und legt Euer Scherflein auf den Altar des Vaterlandes nieder! Erzieht die Jugend zu deutschen Männern und Frauen, die deutsch fühlen, deutsch denken und handeln!
der blutige Krieg, der seit Monaten entbrannt ist, hat auch die deutschen Frauen und Mädchen wachgerüttelt! Das ganze deutsche Volk ist entflammt in heiligem Zorn gegen das anmaßende Jnselvolk, das auf seinem meerumbrandeten Eiland sich für unangreifbar hält und in grenzenloser Ueberhebung glaubt, uns vernichten zu können
. ^^it nahezu zehn Jahren hat der Flottenbund Deutscher Frauen gespart, Scherflein aus Scherflein zusammengetragen, um auch seinerseits dem Vaterlände in schweren stunden nützen zu können. Marinelazarette, die in Kiel und Bremen in Gemeinschaft mit dem Deutschen Flottenverein errichtet wurden, sollen unseren Matrosen die gemuchchte Genesung verschaffen. Zur Erholung für unsere Blaujacken bestimm ist das „Seemannserholungsheim Klein-Wachnow", das jetzt ebenfalls als Lazaret eingerichtet ist. In unermüblicker Arbeit erstand aus kleinen Anfängen heraus das Jsllters- und Jnvalidenheim des Deutschen Flottenvereins und des Flottenbundes deutscher grauen" in Eckernförde, das im Herbste dieses Jahres fertigggefteüt wird unb unseren invaliden Blaujacken zum Aufenthalt dienen soll.
Aber nicht nur für die Invaliden, auch für die Hinterbliebenen und die Waisen muß Mit gesorgt werden. Tausende deutscher Frauen und Mädchen haben sich uns angeschlossen, um unseren Helden zur See ihre Dankbarkeit durch Fürsorge zu beweisen. Keine deutsche Frau und kein deutsches Mädchen wird den Kämpfern draußen nach- üehen wollen in Erfüllung ihrer Pflichten gegen das Vaterland und sicherlich auch ihr Scherflein zur Vergrößerung unseres Bundes, zum Ausbau unserer Flotte und zur Unterstützung unserer todesmutigen Blaujacken beitragen.
■jgr Schwestern aller Stände kommt in den flottenbund Deutscher frauen !
Hersfeld, den 1. März 1915.
Unter dem Viehbestände des Landwirts Andreas Braun in Oberhaun ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
L 2545. Der Landrat.
J. V.:
v. Hedemann, Reg.-Assessor.
Flottenbund Deutscher Frauen E. V.
Bundes-Vorsitzende: Frau Reichsgerichtsrat Peters, Leipzig, Beethovenstr. 14. Frau Reichsgerichtsrat petere, Leipzig,
Bundesvorsitzende;
Frau Ministerialrat v. Rumpier, München,
2. Vorsitzende und Vorsitzende des Land.
V. Bayern;
Frau Amtsgerichtspräsident Chieme-Gar- mann, Leipzig, Schriftführerin;
Frau Christiana Moele, Leipzig, Schatzmeisterin ;
Frl. Dr. 8. Berntbren, Heidelberg, Vors. d. L. V. Baden;
Freiin 6. von ßammerftetn, Hildesheim, Vors. d. Pr. V. Hannover;
Frau Justizrat Kehren, Düsseldorf, Vors. des Prov. V. Rheinland-Westfalen;
Frau Marie fröhlich, Plauen, Vors. des L. V. Königreich Sachsen;
Ihre Exzellenz Frau Hofkammerpräsident von ßassexvitz, Gotha, Vors. des L. V. Thüringen;
Frau Kontreadmiral Rornung, Kiel;
Fräulein H. von Steinmann, Lübeck.
Hersfeld, den 23. Februar 1915.
Die diesjährige Frühjahrs-Gesellenprüfung im Schneiderhandwerk findet
Donnerstag, den 15. April dr. 35.
nachmittags 3 Uhr, obere Franeuftratze Nr. 6 statt.
Anmeldungen hierzu sind unter Einreichung von
1. eines selbstgeschriebenen Lebenslaufs,
2. Zeugnis des Lehrherrn,
3. Zeugnis der Fortbildungsschule,
4. Nachweis der Eintragung in die Lehrlings-Rolle der Handwerkskammer
bis zum 15. März ds. Js. an den Vorsitzenden des Gesellenprüfungsausschusses, Obermeister Conrad Vogel, obere Frauenstraße 6 hier einzureichen.
I- 1903. Der Landrat.
v. Hedemann, Reg.-Assesfor.
Hersfeld, am 1. März 1915.
Im Monat Februar d. Js. sind hier den nachbenannten Persönlichkeiten Jagdscheine erteilt worden.
A, Jahresjagdscheiue.
a. entgeltliche:
am 2/2. dem Rittergutspächter C. Reinecke zu Hof Heifenstein:
»
H/2. ,
22/2. „
Bierbrauereibesitzer Heinrich Engelhardt in Hersfeld;
Fabrikanten Alex Rehn in Hersfeld.
b. unentgeltliche:
Keine 1
B. Tagesjagdscheine.
Keine!
Der Landrat.
J. V.;
v. Hedemann, Reg.-Assessor.
Familienunterftützungen.
Hier ist zur Spräche gebracht worden, daß vielfach bei den zuständigen Zivilbehörden Anträge - auch wiederholte auf Bewilligung von Familienunter- ^i/^Q^ßheck ^^ Gesetzes vom 28. Februar 8 4. August 1914 gestellt würden mit der Begründung, daß nach Angabe der militärischen Vorgesetzten bei denen die Ehemänner Auskunft erbeten hätten sämtliche Familien von Kriegsteilnehmern auf Antrag Unterstützung erhalten müßten, daß also gewissermaßen ein Rechtsanspruch darauf bestände.
Nach dem Gesetz ist dies nicht der Fall. Gemäß ß 1 a. a. O. werden vielmehr die Unterstützungen nur im Falle der Bedürftigkeit gewährt, und zwar gemäß 8 6 a. a. O. durch die in jedem Lieferungsverband — das ist in Preußen der Kreis — bestehende Kommission, deren Entscheidung endgültig ist.
Damit nicht unnötige Hoffnungen erweckt werden, deren Nichterfüllung vielleicht das Gefühl ungerechter Behandlung auslösen könnte, ersucht das Kriegsministerium, der Belehrungen von Mannschaften darauf hinzuweisen, daß der Anspruch auf Familienunterstützung nicht allge- sondern nur im Falle der Bedürftigkeit ^A ..... ...............0k. 2730/1. V8C. 1.)
Anmeldungen sind zu richten an: die Geschäftsstelle Leipzig Beethovenstraße 14. Beiträge an: Frau Christiane Mosle, Leipzig, Schwägrichenstraße 24.
am % März 1^15.
Größter Viehmarkt im Regierungsbezirk Gaffel.
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