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Der deutsche Seekrieg gegen England.

^ Berlin, 4. Februar. (Amtlich. WTB.) Der Reichsanzeiger veröffentlicht im amtlichen Teile folgende Bekanntmachung:

1. Die Gewässer rings nm Großbritannien «n- Jrland einschließlich -es gesamten englischen Kanals werden hiermit als Kriegsgebiet erklärt. Bom 18. Fevrnar 1915 an wird jedes in diesem Kriegsgebiet an­getroffene feindliche Kauffahrteischiff zerstört werden, ohne -atz es immer möglich sei» wir-, -er Besatzung und Passagieren -rohende Gefahren abzuwende».

2. Auch neutrale Schiffe laufen im Kriegsgebiet Gefahr, da es angesichts -es von -er britischen Regie, rung am 31. Januar angeorvneten Mitzvranchs neutra­ler Flaggen nn- -er Zufälligkeiten -es Seekrieges nicht immer vermieden werden kann, -atz -ie auf feindliche Schiffe berechneten Angriffe auch neutrale Schiffe treffen.

3. Die Schiffahrt nördlich um die Shetlan-s-Jn- seln, iu dem östlichen Gebiet der Nordsee und in einem Streifen von mindestens 30 englischen Seemeilen Breite entlang der vieöerländische« Küste ist nicht gefährdet.

Berlin, 4. Februar 1915.

Der Chef des Admiralstabes der Marine, gez. von Pohl.

Die Denkschrift der deutschen Regierung über die Gegenmaßnahmen gegen die völkerrechts­widrigen Maßnahmen Englands zur Unterbindung des neutralen Seehanöels mit Deutschland besagt u. a.:

Seit Beginn des gegenwärtigen Krieges führt Großbritannien den Handelskrieg gegen Deutschland in einer dem Völkerrecht Hohn sprechenden Weise. Trotz der Erklärung, daß die Verordnungen der Londoner Seekriegsrechtserklärung für sie maßgebend sein sollen, hat die britische Regierung Gegenstände auf die Kontre- bandeliste gesetzt, die nicht oder doch sehr mittelbar für kriegrische Zwecke verwendbar sind. Auch hat sie den Unterschied zwischen absoluter und relativer Kontre- banöe beseitigt, indem sie alle für Deutschland bestimm­ten Gegenstände relativer Kontrebande ohne jede Aus­nahme fortnimmt. Unter Verletzung der Pariser See­rechtsdeklaration beschlagnahmt sie sogar auf neutralen Schiffen deutsches Eigentum, das nicht Kontrebande ist. Ebenso wurden auf neutralen Schiffen zahlreie wehr­fähige Deutsche zu Kriegsgefangenen gemacht. Endlich wurde die ganze Nordsee zum Kriegsschauplatz erklärt. Dadurch soll nicht nur der legitime neutrale Handel lahmgelegt, sondern auch die Volkswirtschaft Deutsch- lau-s durch Aushungerung vernichtet werden.

Die neutralen Mächte haben sich dem im großen und ganzen gefügt und nicht erreicht, daß die von ihren Schiften fortgenommenen deutschen Personen und Gü­ter herausgegeben wurden. Auch haben sie, offenbar unter dem Druck Englands, die für friedliche Zwecke bestimmte Durchfuhr nach Deutschland und auch ihrer­seits durch Aus- und Durchfuhrverbote verhindert. Die deutsche Regierung mußte sich deshalb fragen, ob auch sie noch an den Bestimmungen der Londoner Erklärung langer festhalten könne. Großbritannien beruft sich da­bei auf die Lebensinteresien des britischen Reiches und die neutralen Mächte scheinen dies tatsächlich als hin­reichende Entschuldigung gelten zu lassen. Solche Levens- interesse« muß «»»mehr auch Deutschlau- für sich an- rufen. Es sieht sich daher zu seinem Bedauern zu Ber- geltungsmaßregeln gegen England gezwungen. Des­halb hat sie die grotzbritannischen und irländischen Ge­wässer und den englischen Kanal als Kriegsschauplatz erklärt. Jedes feindliche Kauffahrteischiff wird dort vom 18. Februar 1915 ab zerstört werden. Die Neu­tralen werden daher gewarnt, solchen Schiffen Menschen und Waren anzuvertrauen. Bei dem angeordneten Mißbrauch neutraler Flaggen durch England kann es nicht immer verhütet werden, daß auch neutrale Schiffe einem Angriff zum Opfer fallen.

Die Denkschrift gibt noch einmal die für die neu­trale Schiffen freien Meeresteile an und bemerkt, daß sie die getroffene Maßnahme so rechtzeitig bekanntmache, damit feindliche und neutrale Schiffe sich danach ein­richten können. Sie hofft, daß die neutralen Mächte die Lebensinteressen Deutschlands nicht weniger berücksich­tigen werden als die Englands und dazu beitragen, ihre Angehörigen und deren Eigentum vom Kriegsschauplatz fernzuhalten.

Unterseebootsopfer.

Reuter meldet aus London: Die Schiffahrtskreise sind beunruhigt über das Schicksal des Dampfers Oriola". Das Schiff ging am Freitag von London

verstrickt.

Roman von A. von der Elbe.

36) (Nachdruck verboten.)

Der Laffe war ja wohl in den Augen der Weiber ein schöner Kerl: das Mädchen würde doch nicht? Ganz ohne Grund hätte er die Andeutungen kaum gewagt. Was mochte die Närrin sich eingebrockt haben? Nein nein da patzte seine alte vernünftige Jofe auf. Josefine, war sie denn in Liebessachen vernünftig? Eggeruck hatte Zweifel ge­äußert, ob man ihr ein junges Mädchen anvertrauen dürfe. Man hatte sich früher zugeraunt, Josefine habe kokettiert, hie und da angebandelt, aber bewahre, welch dumme Gedanken!

Er schritt, mit den Armen umherfuchtelnd, im Zimmer hin und her und kam endlich zu dem Entschluß, feie Schwester sogleich aufzusuchen.

Josefine hatte Franz Denta ins Haus treten sehen. Da sie genau wußte, was er wollte, saß sie in großer Erregung zusammengekauert in ihrer Sofaecke. Sie war überzeugt, daß ihr Bruder sogleich, nachdem er den Freier hinausgeworfen habe, zu ihr kommen werde, und hatte sich innerlich auf das vorbereitet, was sie ihm er­widern ^al^e. Und wirklich, da trat Richard auch schon ein. Sie ersHrak nun doch bis ins Herz hinein. Wie sah

?ar doch ein furchtbar cholerischer Mensch, wirt^u ^Aihrie ihn auch in diesem Äugen­des arnfc^ yt^ Blässe, die tiefen Schatten unter ÄÄft AM L° S°Ä schwisterliebe quollen in ihm aus und sänstiaten^seinen Zorn. Und dann ihre vornehme Ruhe ihre ung jeder Lage, alles dies goß Del auf die hochaehen- öen Wogen seines hitzigen Temperaments. Er gewann es sogar über sich, sich neben sie zu setzen und ziemlich beherrscht zu murmeln: *3$ möchte mit Dir sprechen."

nach Havre ab und ist seitdem verschollen. Man fürchtet, daßOriola" eines der beiden unbekannten Schiffe ist, die von einem deutschen Unterseeboot torpediert wurden. Das Schiff enthielt 1490 Tonnen und war erst im vo­rigen Jahre gebaut.

Zwölf feindliche Handelsschiffe vermißt.

i** Kopenhagen, 5. Februar.Berlingske Tidenöe" meldet nach demB. T." aus Paris: DerTemps" ver­öffentlicht eine Liste von zwölf französischen und eng­lischen Handelsschiffen, von denen jede Nachricht fehlt. Man nimmt an, daß sie verloren sind. Die meisten der Schiffe waren auf dem Wege nach Südamerika. In Schisfahrtskreisen glaubt man, daß ihr Verschwinden auf ein neues Auftauchen deutscher Kreuzer im Atlan­tischen Ozean, besonders des HilfskreuzersKronprinz Friedrich Wilhelm" zurückzuführen sei. Das Verschwin­den der Schiffe hat in Seeversicherungskreisen Unruhe hervorgerufen und die Versicherungen, besonders für Rückversicherung, sind plötzlich bedeutend gestiegen.

S*t ^ ^

Teuerung iu England.

In England sind die Nahrungsmittelpreise in ste­tem Steigen begriffen. In den ärmeren Gegenden der Metropole forderten die Kohlenhändler von den Leuten, die ihre Kohlen zentnerweise kaufen müssen, wahre Wucherpreise. Der Sekretär der englischen Bergarbeiter­vereine, erklärte am Dienstag nach der Sitzung des Ausschusses, daß der Streik mit großer Wahrscheinlich­keit nach Ablauf der 14tägigen Kündigungsfrist aus- brechen werde.

Aus dem großen Hauptquartier

»s^ Großes Hauptquartier, 4. Februar 1915. (Amt­lich. WTB.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Auf der Front zwischen Nordsee nnd Reims fanden

nur Artilleriekämpfe statt. Erneute französische An­griffe bei Perthes wurden unter Verlusten für den Feind abgewiesen.

Nördlich und nordwestlich Massignes (nordwestlich St. Menehould) griffen unsere Truppen gestern an, stießen im Sturm über drei hintereinander liegende feindliche Grabenlinien durch und setzten sich in der französischen Hauptstellung in einer Breite von zwei Kilometern fest. Sämtliche Gegenangriffe der Fran­zosen, die anch nachts fortgesetzt wurden, sind abgewiesen worden. Wir nahmen 7 Offiziere und 601 Mann ge­fangen und eroberten 9 Maschinengewehre, 9 Geschütze kleineren Kalibers und viel Material.

Sonst ist nnr erwähnenswert, daß in den Mittel- vogesen ei» Gefecht einer Schneeschuhtruppe gegen fran­zösische Jäger erfolgreich für uns verlief.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

In Ostpreußen wnrden schwache russische Angriffe gegen unsere Stellung südlich der Weichsel abgewiesen. In Polen nördlich der Weichsel fanden im Anschluß an die gemeldeten Kavalleriekämpfe Plänkeleien kleiner gemischter Trnppenabteiluvgen statt.

An der Bznra südlich Sochaczew brach ein russischer Nachtangriff unter starken Verlnsten des Feindes zu­sammen. Unser Angriff östlich Bolimow macht trotz heftiger Gegenstöße -es Fein-es Fortschritte. Die Zahl -er Gefangenen erhöht sich.

In -en Karpathen kämpfen seit einige« Tage« deut- sche Kräfte Schulter an Schulter mit den österreichisch- ungarischen Armeen. Die verbündeten Truppen haben in dem schwierigen und verschneiten Gebirgsgelände eine Reihe schöner Erfolge erzielt.

Oberste Heeresleitung.

St. Menehould liegt westlich von Verdun an der Aisne.

* Vom österr.-ungar. Generalstab

** Wien, 4. Februar. (WTB.) Amtlich wird mit­geteilt: In Polen und Westgalizien keine besonderen Ereignisse. Die Kämpfe in den Karpathen dauern mit unverminderter Heftigkeit an. Im westlichen Front­abschnitt wurden feindliche Angriffe abgewiesen. Den im mittleren Waldgebirge vordringenden eigenen Ko­

Sie kam ihm entgegen, er sollte sich nicht aufs neue mit einer Schilderung des Geschehenen aufregen und so erwiderte sie:Ich glaube zu wissen, um was es sich handelt. Eggerucks Verwalter, er heißt ja wohl Denta, hat sich herausgenommen, Dich um Adelens Hand zu bitten."

Woher weißt Du?" er sah sie mißtrauisch an.

Dieser Mensch hat Adele schon lange mit Liebes­briefen und Annäherungsversuchen belästigt. Sie hat es mir kürzlich gestanden und sogar die Sache als amü­santen Zeitvertreib auffassend ein paarmal neckisch und lustig geantwortet."

Ist sie denn so blödsinig, den Narren zu lieben?" schrie er heraus.

Beschwichtigend legte die Schwester ihre blasse Hand auf seinen Arm:Still, Richard, sollen unsere Dienst­boten die dumme Geschichte merken?"

Er nahm sich zusammen, sie hatte recht, es durfte nichts verlauten:Was hat denn der Mensch von ihr in der Hand?"

Eine ganz gewöhnliche kleine Photographie und eine Haarlocke von meinem Schoßhttndchen Bijou daraus kannst Du ersehen, daß sie keineswegs in den Verwalter verliebt ist." Der Vater lachte auf:Sben Racker Hundehaare!"

Josefine erkannte, daß sie gewonnenes Spiel habe. Sie begann zu schildern, wie einsam Adele hier lebe, wie berechtigt ein junges munteres Geschöpf sei, sich hie und da ein Sväßchen zu suchen.

Nur verdammt gefährlicher Spaß," meinte er. Sie fuhr fort und betonte, wie sie augenblicklich zu lei­dend sei, es auch eigentlich für unwürdig halte, Adele auf Schritt und Tritt nachzuspüren, und wie sie noch heute das kleine Abenteuer für harmlos erklären müsse.

Liegt nichts Ernstliches vor?" fragte er bang und grollend.

Nein, ich versichere Dich."

lonnen gelang es anch gestern, erneut Raum zu ge« wiunen und einige hundert Gefangene zn machen.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes, v. H^efer, Feldmarschalleutnant.

Ein italienischer Stabshauptmann über Rußlands Kriegslage.

DieKöln. Ztg." berichtet aus Zürich: Stabshaupt­mann Gabiati schreibt in einer militärischen Betrach­tung in der MailänderPerseveranza", die militärische Lage im Osten sei so, daß Rußland der Verwirklichung feiner Pläne in keiner Weise näher gerückt sei. Ruß­land sei nicht mehr in der Lage, die Entscheidung mit seinen neuen Truppen herbeizuführen.

Erwachende Einsicht in Serbien.

Die serbische Zeitung Radnitschke Nowine schreibt unter dem TitelVor neuen Fehlern":Es möge ge­stattet sein, zwei Fragen zu stellen: Ob man noch lange dieses, unsere Existenz bedrohende Spiel mit der Volks­kraft treiben wird, und ob nicht die von uns zur Unter­stützung der russischen Kriegspolitik gebrachten Opfer nunmehr genügen?

Serbiens Erschöpfung.

Der englische Schriftsteller Trevelyan berichtet aus Serbien über die dortigen nahezu verzweifelten Zu­stände. Besonders herrscht Mangel an Lebensrnitteln und Arzneien. Die Verwundetenpflege ist ganz unzu­länglich. Hunderttausend Verwundete sind im Lande, Tausende von ihnen leiden Mangel an allem. Hilfe aus England, schreibt Trevelyan, sei unerläßlich, um einen Zusammenbruch zu verhüten. Serbien kann nicht, wie England und Frankreich, darauf rechnen, daß ein langöauernder Krieg die Kräfte seiner Gegner erschöpfe, seine eigenen geringen Hilfsmittel werden früher er- fchöpft sein, als die Deutschlands und Oesterreichs: eine rasche Entscheidung für Serbien und Montenegro sei eine Lebensfrage.

Das Landungskorps derEmden" an der arabischen Küste gelandet.

fe* Berlin, 4. Februar. (WTB.) Ueber S. M. S.

Ayesha" geht die Nachricht ein, -atz der Komman-ant Kapitänleutnant von Mücke mit öem Landungskorps

S. M. S.Emden" in der Nähe von Hodeida (Südwest- küste von Arabien) eingebrochen und von den türkischen Truppen mit Begeisterung empfangen sei. Nachdem die Fahrt durch die Stratze von Perim unbemerkt von den englischen und französischen Bewachungsstreitkräften gelungen war, vollzog sich die Landung an der Kiiste un­gestört in Sicht eines französischen Panzerkreuzers.

Von der Westfront.

Heftige Kämpfe an -er flandrischen Küste.

^ Amsterdam, 5. Februar. (T. U.) Der Korre­spondent desTelegraaf" in Sluis meldet nach dem B. T." vom 3. Februar, daß an der User hartnäckig ge- kämpft werde. In der Umgegend von Westende werde wütend mit dem Bajonett gefochten. Die Deutschen suchten die Belgier aus ihren Stellungen zu verjagen. Südlich der Küste, im Ueberschwenrmungsgebiet, steht das Wasser jetzt zwei Meter hoch und verhindere jede Unternehmung: aber an den Dünen woge der Kampf fort. Am Mittwoch donnerte den ganzen Tag das Ge­schütz. Die englischen Schiffe feuerten andauernd auf die ganze Küstenlinie von Weitende. Der Kanonen­donner sei manchmal stärker als während der heftigen Kämpfe im Oktober. Auch von Npern her ertönte Ge­schützfeuer.

Der Türkenkrieg.

Ein englischer Kampfbericht vom Snezkanal.

Reuter meldet aus Kairo: Am Mittwoch hatten die britischen Truppen eine Begegnung mit dem Feinde bei Jsmailio. Der Sandsturm hinderte den Feind am Vorrücken. Wir hatten sechs Verwundete. (Jsmailia liegt am Ende des ersten Kanalabschnitts am Nordrand des Timsah-See, etwa 40 Klm. südwestlich von Kan- tarah.

Attentat auf den englischen Oberkommandierenden in Aegypten?

DemBerl. Tagebl." wird aus Koustantino - pel gemeldet: Nach einer über Athen eingetroffenen Meldung soll in Kairo ein Attentat gegen den Ober- kommandierenden in Aegypten, General Maxwell, ver­übt worden sein. Als Maxwell die Straße Kasr-el-Nil passierte, seien gegen ihn mehrere Revolverschüsse ab­gegeben worden. Maxwell sei unverletzt geblieben, da­gegen sei ein ihn begleitender Adjntant getötet worden. Als Täter sei zuerst ein Oesterreier verhaftet worden,

Bernhammer atmetete auf, so mochte die verflixte Geschichte noch gut ablaufen. Besaß er doch bei allem Poltern eine Schwäche für sein Töchterchen. Er fühlte. sich erleichtert und mit Adele versöhnt, daß sie nur eine Neckerei mit dem ihm unzusagenden Gecken getrieben habe und daß sie ihn nicht liebte. Im Grunde seines Her­zens war er sich bewußt, daß er dem Flehen, Drängen und Kopfhängen des Mädchens keinen dauernden Widerstand würde entgegensetzen können.

Josefine, die sah, daß ihr Bruder einer vernünf­tigen Ueberlegung wieder zugänglich sei, begann die möglichen Folgen von Adelens Unvorsichtigkeit ihm vorzustellen:

Das einzige, was diesem Herrn Denta noch ein­fallen könnte, wäre, mit Indiskretion zu drohen und sich die fünf oder sechs Blätttchen von Adelens Hand teuer bezahlen zu lassen. Da ich mich nun gewisser­maßen mit verantwortlich fühle, würde ich gern das Opfer bringen, und ein paar tausend Mark aufwenden, um dem Menschen diese Beweisstücke abzukaufen."

Und ich möchte Eggeruck gegen ihn scharf machen, daß er den unverschämten Kerl mit Schimpf und Schande vorn Hofe jagt!"

Aber Richard, sachte, um alles in der Welt nicht! Willst Du selbst diese, Dein Kind preisgebende Ge­schichte an die große Glocke hängen?"

Hast recht hast recht! Aber der Kuckuck soll ihn holen, wenn er die Briefe nicht herausrückt. Wieöer- haben müssen wir sie auf alle Fälle. Wollen wir ihm drohen ihm ein Angebot tun?"

Natürlich müssen wir die Sachen zurückfordern oder kaufen. Sie dürfen nicht in seiner Had bleiben, als beständige Gefährdung von Adelens Ruf, aber ein An­gebot Geld ich weiß nicht."

Meinst Du, er gibt sie gutwillig?"

Ich will erst versuchen, ihn mit höflichen Bitten dazu zu bestimmen." (Fortsetzung folgt.)