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Die Aktion unserer Unterseeboote.

Ein weiteres Unterseebootsopfer.

London, 1. Februar. (WTB.) „Lloyds" meldet aus

Douglas, daß -er Dampfer „Kelocan Gartou" am 30.

Januar nor-mestlich Liverpool in öen Grün- gebohrt mnr-e. Die Bemannung sei durch das Küstenfahrzeug

„Glados" gelandet morden.

Zur Versenkung -er „Takomaru" und „Jkaria" werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Die „Ta- komaru" lag in Erwartung des Lotsen fast still, als eine furchtbare Explosion unter Wasser stattfand. Das Wasser drang in das Schiff. Die Leute retteten sich in die Boote und sollen nur die Schiffspapiere mitgenom­men haben. Das Wetter war ruhig, so daß die Boote in der Nähe bleiben konnten, als das Schiff kenterte. Drei französische Fischdampfer näherten sich dann und retteten die Mannschaft. Außer dem Gefrierfleisch be­stand die Ladung aus Kleidern im Werte von 37 500 Franken.

o-* Lou-ou, 2. Februar. (Reut. Bur.) Die „Jkaria" kam mit Kaffee, Zucker und Häuten beladen von La Plata. Plötzlich fand eine Explosion unterhalb -er Wasserlinie statt. Das Schiff begann zu sinken und wurde von zwei Schleppern nach dem Hafen von Le Havre gebracht. Nach Aussage von Leuten der Be­satzung der Takomaru lag das Schiff fast still, als eine furchtbare Explosion unter Wasser stattfand, die das Schiff zum Kentern brächte. Drei französische Fisch- dampfer retteten die Mannschaft.

Beide Schiffe sind bei Cap Anttfer an der franzö­sischen Küste untergegangen.

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Der „Deutsche Kurier" berichtet aus Rotter­dam: Das englische Hafenamt in Hull meldete schon für die Zeit vom 15. Dezember bis zum 1. Januar elf Schiffe in der Nordsee als vermißt. Die ferneren Ver­öffentlichungen des Hafenamtes Hull sind am 23. Ja­nuar durch den englischen Zensor verboten worden.

Das Abfangen von Handelsschiffen durch deutsche Unterseeboote wird vor allen Dingen zur Folge haben, daß eine Erhöhung der Versicherungsraten ein- tritt, dann aber, daß die Zufuhr noch weiter erschwert wird, fodaß die Lebensmittelteuerung in England an Schärfe zunehmen wird. Mit der zunehmenden Teue­rung der Lebensmittel nimmt aber auch die Unzufrieden­heit der Arbeiter weiter zu. Die deutsche Unterseeboots­taktik ist also äußerst wirksam und man begreift die Entrüstung, die sie in England hervorruft, denn tatsäch­lich wird mit ihr die Wirkung erzielt, die England seiner­seits so gerne bei Deutschland erreichen möchte.

Unterseeboote für England.

Wie dem „Germania Herold" aus Montreal be­richtet wird, ist dort ein großes Geschwader von Unter­seebooten für die britische Marine im Bau begriffen. Eine Bestellung auf zwanzig Unterseeboote nach briti­schen Plänen ist bei der Canadian Vickers Co. in Mon­treal eingelaufen und die Arbeit an zehn der Fahrzeuge hat bereits begonnen. — Die Firma ist eine Zweigge­sellschaft der bekannten englischen Vickerswerft.

Englische und französische Urteile.

Aus Mailand meldet die „Frkf Ztg.": Die Lon­doner Korrespondenten der italienischen Blätter, die bisher stets berichteten, daß die Unternehmungen der deutschen Schiffe und Flugzeuge gegen England dort keinen Eindruck gemacht hätten, müssen jetzt zugeben, daß das Erscheinen eines deutschen Unterseebootes in der Irischen See das Volk lebhaft beunruhigt, weil es das erste Mal ist, daß eine deutsche Einheit die englische Nordseeblockade durchbricht. Das Unternehmen könne sich bei der beträchtlichen Zahl großer Unterseeboote, worüber Deutschland verfügt, wiederholen.

Der Pariser „T e m p s" gibt ebenfalls nach der „Frkf. Ztg." zu, daß die Fahrt des deutschen Untersee­bootes nach der irischen See eine Tat von größter Be­deutung sei, weil es die erste Ausführung des von Tir- pitz angekündigten Krieges gegen den englischen Handel darstellt. Die Unterseeboote, so fährt der „Temps" fort, besitzen den Vorteil, daß sie den Nachforschungen an­derer Schiffe entgehen, sich im Unterwasser verbergen und einen nur durch die Tragweite der Kohlenvorräte beschränkten Aktionsradius haben. Voller Neugierde Sagt dann der „Temps", ob das Unterseeboot durch den ermelkanal oder an der Nordküste Schottlands vor­bei in die irische See gelangt sei. Seine Unsichtbarkeit kann chm erlaubt haben, durch den Aermelkanal zu fahren, wo die schnellsten Einheiten für die Flotte der Verbündeten vereinigt sind. Der „Temps" schätzt den Aktionsradius des Unterfeebootes auf 2500 Seemeilen. Da die Fahrt um England 2000 Seemeilen lang ist, fo bleiben dem Unterseeboot 500 Seemeilen für die eigent­

Verstrickt.

Roman von A. von der Elbe.

88) (Nachdruck verboten.)

Als das Mädchen gegangen war, blieb die welter- sahrene Frau, die den ganzen Sachverhalt klar übersah, in schwerer Sorge zurück. Was würde ihr Bruder sagen, wenn er von dieser unglücklichen Geschichte Kunde erhielt? Gewiß würde er sie mit Vorwürfen über­häufen. Und verdiente sie diese nicht auch für ihre Ver­trauensseligkeit, ihre Nachsicht gegen der Kleinen Wünsche? Ja, sie hatte ihre Pflicht versäumt und die Dinge gehen lassen, das bedauerte sie jetzt schmerzlich.

Gleichviel, Rückblicke und Bedauern fruchteten nichts, was konnte geschehen?

Jedenfalls wollte sie morgen Werner nach Berlin zurückschicken. Wenn Denta mit seinen Beweisstücken als Bewerber auftrat und ein Konflikt mit dem Vater stattfand, der bei Richards cholerischem Temperament sicher nicht leise abging, so war ihres Neffen Gegen­wart, dem der Vater vermutlich sein Herz ausschüt- tete, hier durchaus vom Uebel. Sie aber und Adele

mußten so bald wie möglich nach der Schweiz abreisen. Jedermann wußte, daß sie dies planten, auf ein Paar Tage früher oder später kam es dabei nicht an. Nach- ^^ Entschlüsse gefaßt hatte, ging auch

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Der junge Mann schrieb, da sie als reife jedenfalls seine vorteilhafte Lage dem Fräulein Bernhammer gegenüber richtig beurteilen werde, bitte . ,

er sie, die Sache weiter in die Hand zu nehmen. Er sei ^ ^^ ebenso, daß e bereit, seine Braut, leim geliebte Adele - hte M pein- i Sf^ ^Ä^

lichen Kriegsoperationen. Wemr auch nicht alle deut­schen Unterseeboote fo großen Aktionsradius haben, so verfügt doch die deutfche Flotte über eine Anzahl gro­ßer Unterseeboote mit solchem Atkionsradius.

»s* Hamburg, 2. Februar. (T. u.) „Daily News" schreibt, daß die Tat der deutschen Unterseeboote in der Irischen See großen Eindruck gemacht habe, daß aber in Liverpool keineswegs Panik herrsche und der Ver­kehr in dem Mersey-Hafen aufrecht erhalten bleibe. Das Passagierschiff „Ulster" verließ Kingstown gestern zu gewohnter Stunde mit Passagieren. Die Schiffahrts­gesellschaften halten es nicht für nötig, die Schiffsver­bindung mit Liverpool aufzuheben.

Das soll beweisen, wie sicher sich die Engländer noch fühlen!

Die englisch-französische Aushungerungspolitik.

Der französische Marineminister läßt, nach einer Meldung der „Köln. Ztg.", durch den Pariser „Matin" über die Ergebnisse seiner Besprechung mit seinem eng- ischen Kollegen Erklärungen verbreiten, wonach zmi- chen Frankreich und England volle Uebereinstimmung n der Behandlung der Neutralen herrsche zu dem Zwecke, Deutschland jede Zufuhr abznschnei-en und es auszuhungern. Eine wesentliche Rolle der Verbündeten ist, so erklärt er, alle Ladungen zu kontrollieren, welcher Art sie auch seien, die an deutsche Häfen gerichtet sind. Unsere Kreuzer haben im Mittelmeer wie im Kanal die Hauptaufgabe, die neutralen Schiffe zu durchsuchen und sich über die wirklichen Waren zu vergewissern, die sie befördern.

Die Meinung unserer Verbündeten.

Ueber das Wirken der deutschen Unterseeboote schreibt die Wiener „Reichspost": Wuchtiger als jede böse Nachricht vom französischen Kriegsschauplatze mag heute in London die Meldung wirken, daß nahe der Westküste Englands, knapp vor den Toren großer Häfen, mehrere Handelsschiffe von deutschen Tauchbooten ver­nichtet worden sind. Deutschland hat die Blockade Eng- lands eröffnet. Diese Tatsache muß das ganze selbst­gefällige Sicherbeitsgefühl der Engländer erschüttern. Der Hunger, mit dem die Briten uns und Deutschland zu besiegen gedachten, ist ihnen näher als uns. Noch einige solcher Hiobsbotschaften und in England wird man über den Krieg anders zu denken beginnen.

England wird es ungemütlich.

Aus dem Haag wird gemeldet: Nach hier einge- lausenen Drahtmeldungen schreibt der „Evening Stan­dard" über die Tätigkeit der deutschen Unterseeboote, denen jetzt in 48 Stunden drei englische Handelsdam- Pfer, nämlich „Ben Cruachen", „Linda Blancha" und „Takomaru", zum Opfer fielen, daß mit Beginn des neuen Jahres eine merkliche Verschärfung des Krieges gegen England eingesetzt habe, was die Angriffe gegen Englands Küste durch deutsche Schiffe und Luftschiffe und letzt die Fahrten deutscher Unterseeboote bis in die Routen der westenglischen Schiffahrtslinien dartun. England, so sagt der „Standard", muß sich auf erheblich schärfere Folgen des Krieges als bislang gefaßt machen und zur Erreichung des gesteckten Zieles auch zu be­deutend größeren Opfern als bisher bereit sein. Deutsch­land hat unzweifelhaft sehr leistungsfähige neue Unter­seeboote tm Bau, und die Verwendbarkeit dieser Waffe wird gegen uns, da Deutschland zurzeit keine Schiffahrt treibt, wir aber auf die Zufuhr von der See angewiesen sind, erheblich größer sein, als umgekehrt. Die Folge

baß die Frachten und Versicherungsprämien für Schrffe steigen, das Risiko des Handelsverkehrs zur See erheblich größer wird und die Lebeusmittelverteue- rung bisher in England «»»gekannte Formen annehmen mir-. Es ist anzunehmen, daß Deutschland den Aus­bau seiner Unterseebootsflotte mit Hochdruck betreiben und seine großen Unterseeboote vielleicht innerhalb fünf bis sechs Monaten fertigstellen wird. Je länger der Krieg dauert, desto größer wird die Anzahl dieser furcht­baren Boote sein und desto fühlbarer wird das Beschnei­den der Lebensnerven Englands werden. Deshalb wird ein langes Hinziehen -es Krieges gerade für England die schlimmsten Folgen haben. Diese Frage ist sehr kompliziert. Wünschenswert erscheint uns jedoch die sehr baldige Aufnahme einer kräftigen Aktion zur Be­schleunigung der Kriegsentwicklung.

Bon deutschen Unterseebooten verfolgt.

o-* Amsterdam, 2. Februar. (T.-U.) Das Passa- grerboot „Graphic" von Belfast nach Bivenpool unter­wegs, wurde mehrere Meilen von einem deutschen Un­terseeboot verfolgt. Es hatte 200 Passagiere an Bord, die alle Rettungsgürtel angelegt hatten. Die Rettungs­boote standen bereit. Es gelang dem Schiff jedoch, durch geschickte Manöver Liverpool zu erreichen.

Das Postboot „Leinster", das Sonntag nacht von Holyhead abfuhr, wurde in der Nähe des Feuerschiffes

lich vor seiner Bewerbung bei ihrem Vater zu ängstigen scheine — vorläufig mit diesem Schritt zu verschonen, indes nur, wenn sie ihm die Bedingung erfülle, die er ihr stellen müsse, um das Glück seines Lebens nicht zu verlieren.

„Adele," fuhr er fort, „soll sich mir schriftlich in der Form, die ich aufsetzen werde, zu dem Termin ihrer Mündigkeit verloben; halte ich dies Schriftstück in der Hand, so will ich einstweilen geduldig auf meiner Wünsche Erfüllung warten. Sie werden klug genug sein, hochverehrte gnädige Frau, einzusehen, daß dies ein für meine Geliebte günstiger Vorschlag ist."

Josefine ließ das Blatt sinken — „unverschämt — empörend!" rief sie laut. Nimmermehr wollte sie leiden, daß ihrem armen Kind diese Schlinge übergeworfen werde! Das hieße sich noch unlöslicher in des erbärm­lichen Bedrängers Hand liefern. Wohl stimmte sie für das Zeitgewinnen, so teuer durfte man aber eine Frist nicht erkaufen, da hatte sich der Ungar doch in ihr geirrt, wenn er glaubte, sie lasse sich so leicht überlisten, und dulde, daß ihm noch mehr eingeräumt werde.

Aber was stand noch darunter: „Ich werde bis Mittwoch auf Ihre gefällige Entscheidung warten, ehe ich handle."

Also bis Mittwoch, heute war Montag. Ob sie vor­her abreisten? Nein, wenn Denta ihren Bruder auf- suchte, mußte sie zugegen sein, einmal, um vor Richard ihre und Adelens Sache zu führen und dann, um ihn zu beraten. Der heftige Mann brauchte sie, ließ er sich doch leicht zu einem unvorsichtigen Schritt hinreißen. Eine Feigheit wäre es, wenn sie ginge. So konnte sie dem Kinde diesen schweren Tag nicht ersparen. Daß ^tichard den Bewerber energisch abweise, hielt sie sich ^l^ust und ebenso, daß es.ein tüchtiges Donerwetter

*'v*i*«vy»i, es zu mildern, und was llycch, über sich ergehe« lassen. Ob sie vorher mit ihrem

von Kish durch ein deutsches Unterseeboot im Abstan- von einer Meile verfolgt.____________________________

Aus dem großen Hauptquartier

oh* Großes Hauptquartier, 1. Februar 1915. (Amt­lich. WTB.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Vom westlichen Kriegsschauplatze ist nichts wesent­liches zn melden.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Bon der ostpreutzischen Grenze nichts Neues.

Nördlich der Weichsel in der Gegend südwestlich Mlawa haben wir die Rüsten aus einigen Ortschaften, die sie tags zuvor vor unserer Front besetzt hatten, ver­drängt.

In Polen südlich der Weichsel gewannen wir weiter an Boden.

Südlich der Pilica haben wir unsere Angriffe er- nenert.

Oberste Heeresleitung.

Wien, 1. Februar. WTB. Amtlich wird verlaut- bart, 1. Februar mittags. In Russisch-Polen und West- galizien war gestern lebhafte Gefechtstätigkeit. Die günstigen Sichtverhältnisse, die größtenteils vorherrsch- ten, waren die Ursache zahlreich unternommener Ge­fechte und Plänkeleien, durch die in manchen Abschnit­ten lokale Erfolge erzielt wurden.

Die allgemeine Situation in den Karpathen ist seit den letzten Ereignissen unverändert. Mehrere russische Angriffe westlich des Lupkower Sattels wurden abge- wiesen.

Bei einem Gefecht im Waldgebirge verlor der Feind au Gefangenen fünf Offiziere, achthundert Mann, zwei Geschütze und zwei Maschinengewehre.

In der Bukowina hat sich nichts Wesentliches er­eignet.

Am südlichen Kriegsschauplatz ist die Lage Unver­ändert.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes:

v. Ho es er, Feldmarschalleutnant.

Die Offensive gegen Serbien.

_ ^ Kopenhagen, 2. Februar. (T. U.) Die ange- kündigte österreichisch-ungarische Offensive gegen Ser­bien scheint sich nach einer Meldung der „Bl. Mp." ver­wirklichen zu wollen. Bon den Donauufern aus be- schreßen die Oesterreicher und gerben gegenseitig. Die Ungarn haben ein Bombardement gegen Tekio er­öffnet.

Der deutsche Vormarsch auf Warschau.

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m ^ Wien, 2. Februar. »T. U.) Die Krakauer „Nowa Reforma" meldet nach dem „B. T.": Die deut­schen und österreichisch-ungarischen Truppen stehen nun- —"hr trotz des schlechten Wetters kaum mehr in Gefechts, ite entfernt von den Autzenforts von Warfchan. Die Bevölkerung der Stadt flüchtet massenhaft in der Rich- Ang MÖA Bialystock. Man ist der Meinung, daß die Russen sich nach der Räumung von Radon» in etwas kri­tischer Lage befinden. Ein Petersburger Blatt behaup­tet, daß die Deutschen die Stadt Lutomiersk bei Lodz neun Stunden beschossen haben. Vier Fünftel der Ge, baude lagen in Schutt und Asche.

Flucht der Bevölkerung aus Warschau nimmt MK^.b?p^hagener Meldungen weiter zu. Unter den Flüchtlingen herrscht die größte Not; unter den Kin­dern ist eine Epidemie ausgebrochen, die viele Opfer for­dert, täglich sterben über 50 Kinder. Auch Charkoff, wohin sich die Flüchtlinge teilweise wenden, wird stark durch Krankheiten heimgesucht.

Von der Westfront.

Der „B. L.-A." erfährt aus Genf: Zwischen den englischen und den französischen Berichten über die Ge- samtlage bei Arras und Bethune bestehen gewisse durch Eifersüchtelei hervorgerufene Widersprüche. Während des Wortstreites darüber, ob der Verlust wichtiger Stel- lungen der Verbündete« bei Givenchy und Carency diesemoder jenem als Verschulden zuzuschreiben seien, wird A rras, nicht nur nordöstlich sondern seit Sonn­abend auch indlich von öen Deutschen hart bedrängt. Bei La Bassee »ollen übrigens die jungen Kttchener-Truppen demnächst die Feuerprobe besiedelt. Der militärische

Bruder sprach? Nein, sie wollte der Sache ihren Lauf lassen.

Werner hatte sich über Adelens schlechtes Aus­sehen und ihr zerstreutes Wesen beim Abendessen Sorge gemacht. Er als Arzt wußte, daß eine solch augen­fällige Veränderung nur durch große seelische Erregun­gen oder durch eine plötzliche Erkrankung hervorgeru­fen werde. Zu einer besonderen Aufregung hatte fetn Grund vorgelegen, sovier er auch hin und her sann, das junge Mädchen war nicht aus den Gesellschaftsräu­men gewichen, und was sollte ihr zugestoßen sein? Al­so mußte ein körperlicher Vorgang ihrer sichtlichen Ver­änderung zugrunde liegen. Er beschloß, sie zu befragen.

Als er Adele in den Garten gehen sah, folgte er ihr. Es war ein schöner, sonniger Morgen, der Tau lag noch auf Blättern und Blumen und zitterte in glitzernden Silberperlen an den Spitzen der Gräser. Werner, nur mit dem Gedanken an Adele beschäftigt, achtete wenig auf die strahlende Schönheit des jungen

Bald gewahrte er sie, die er suchte, in die Ecke einer ?^^edrückt, in tiefem Sinnen. Sie zog einen Zweig der Jelangerjelieber-Laube, in der sie saß, zerstreut durch die Finger und starrte auf ihre Füße, die sie über- einandergelegt von sich gestreckt hielt.

»Seufzend mußte Bernhammer sich in das Unver­meidliche ergeben, aber er brummte, fuhr die Leute an und schlug die Türen dröhnend zu.

Adele saß auf einem Fußkissen neben dem Lehnstuhl der Tante, sie sprachen von Dentas drohendem Besuch Josefine hatte seinen Brief nicht beantwortet, sie sagte- „Wenn er kein Hasenfuß ist, so wird er kommen und Dein Vater ist gerade in der Stimmung, ihn mit ge­hörigen» Nachdruck aus dem Hause zu werfen "

„Und wenn er nicht käme?" fragte Adele zitternd „würden wir dann am Donnerstag reisen?"

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